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Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

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16

Monday, August 25th 2014, 4:00pm

Aneirin muss schmunzeln, als er den Freund und die beiden Lehrmädchen so zusammen sieht und lacht schließlich leise, als diese Tyalfens Satz für ihn beenden. Die Mädchen sind bei dem Elben seiner Auffassung nach in den besten Händen und können sich mit diesem Lehrer sicherlich und wirklich glücklich schätzen. Gerade schon will Aneirin sich abwenden, weil er glaubt, dass der Freund ihm und Eliza folgen würde, da halten die Lehrmädchen ihn noch einmal zurück und drücken ihm ein Gewand in die Hände. Neugierig blickt der Bäcker hinüber und sieht dem Aniran zu, wie er eine Art Wappenrock in Grau mit dem Anirastab darauf überwirft. Und Aneirin könnte anhand des Freundes Blickes schwören, bei dem man allerdings schon sehr genau hinschauen muss, dass diese Kluft wenig Begeisterung bei ihm auslöst. Das breite Grinsen, als Tyalfen die Mädchen nach ihrer Zufriedenheit befragt, kann er aber gerade deswegen nicht aus seinem Antlitz tilgen, und zwinkert dem Elben zu, als dieser ihnen nun mit einem <„Wir können!“> die Zeltplane beiseite schlägt und aufhält.
Kaum aus dem Zelt getreten hält Aneirin aber noch einmal inne. „Eliza, das ist Tyalfen, ein werter Freund und Aniran. Tyalfen, das ist Eliza, eine hübsche Schneiderin aus der Stadt“, zwinkert er der blonden, jungen Frau an seiner Seite zu. Ein verlegenes Lächeln liegt auf ihren schmalen Lippen, als sie ihren Blick senkt und ihn nur wieder hebt, um den Elben anzusehen und ihm schüchtern zu versichern, dass ‚Elli‘ völlig ausreiche. Ein wenig verwundert ist Aneirin ja doch, dass die junge Frau heute so zurückhaltend, ja schüchtern wirkt, hatte er doch einen anderen Eindruck gehabt, als sie ihn fragte, ob er sie begleiten würde. Die Tatsache macht sie aber keineswegs weniger sympathisch. Nein, auch diese Schüchternheit, die er von den Mädchen in seiner Nähe eigentlich weniger gewohnt ist, hat durchaus ihren Reiz. Er hofft nur, dass sie sich nicht aus Unbehaglichkeit zurückhält. So zuckt aber nur innerlich mit den Schultern und setzt sich zusammen mit Eliza an seinem Arm und Tyalfen auf der anderen Seite neben ihm in Bewegung.
„Wenn du gedenkst deinen Mädchen etwas zum Naschen zu besorgen, dann kann ich dir nur die getrockneten Früchte mit Honig empfehlen, die Elli und ich uns auf dem Weg hierher gegönnt haben. Die waren wirklich köstlich, nicht wahr?“, wandert sein Blick von dem Freund zu Eliza, die daraufhin scheu lächelnd nickt. „Und irgendwo hatten Geflügelspieße wirklich herrlich geduftet. Wenn wir den Stand wiederfinden, dann würde ich doch glatt welche davon nehmen.“ Aneirin zieht die junge Frau für einen Moment etwas näher an sich heran, damit sie nicht versehentlich in eine auf dem Weg befindliche Pfütze tritt. „Bist du heute Nachmittag auch beim Buhurt anwesend oder musst du am Zelt bleiben?“, fragt er den Freund nach einigen weiteren Schritten. „Damit ich weiß, ob wir dir einen Platz frei halten sollen“, fügt er noch zwinkernd hinzu.
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Arwen

Stadtbewohner

Posts: 1,148

Occupation: Hohepriesterin der Anukis

Location: Vinyamar

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17

Monday, August 25th 2014, 6:15pm

Am Rand des Pavillonfeldes angekommen, reitet Andovar der kleinen Gruppe voran und führt sie durch das Gewirr aus Zelten und Pavillons, hin und her eilenden Knechten, Knappe und Pagen. Nicht zu vergessen all jene neugierigen Besucher der Wettkämpfe, die einen Blick auf die Teilnehmer des Buhurts erhaschen wollen, ehe deren Gesichter und Statur von Helm und Harnisch verborgen werden würde. Am Vorabend ist der erste Ritter von Arúens Bruder bereits hier gewesen und hat die beiden Knappen und Gerion beim Aufbau von Elthevirs Zelt angeleitet. Er kennt den kürzesten Weg durch die kleine Zeltstadt und nach einigen Minuten erreichen sie das graue Leinwandzelt von Shu're Elthevir. Der Fuchshengst hebt bei ihrer Annäherung aufmerksam den Kopf und gibt ein ebenso kurzes wie ungehalten-warnendes Wiehern von sich. Doch die angelegten Ohren wandern schnell wieder nach vorne, als Arúen absitzt und ihm begrüßend an den kräftigen Hals klopft. Naenor ist gerade vor dem Zelt, somit als erster bei ihnen und nimmt ihnen die Zügel ihrer Pferde ab, um sie ein Stück weiter anzubinden.
"Copria. Tennraes, Tennroes." Eine Verneigung begleitet den respektvollen Gruß des Knappen. "Manat lim Kizumu, Shu're Elthevir ist nicht hier. Er ist gerade gegangen, um sich die Turnierbahn genauer anzusehen." Die Auskunft des Knappen verwundert die beiden Männer nicht im Geringsten und wird nur mit einem knappen Nicken quittiert. Arúen kennt sich nur wenig mit den Gepflogenheiten der Kämpfer vor einem Turnier aus und nimmt es aufgrund der Reaktion ihres Bruders einfach als Gegebenheit hin. Doch Rialinn macht keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung. Sie hat dem Klingentänzer doch noch so viel fragen und (vor allem) unbedingt zusehen wollen, wenn er seinen Harnisch anlegt. Und auf dem Weg hierher hat sie auch schon Niniane, Cron und Shaerela gesehen. Insgeheim hofft das Elbenmädchen, dass es nicht den ganzen Tag bei seiner Mutter auf der Tribüne bleiben muss, sondern vielleicht bei ihrem Oheim bleiben darf, der bei Ladir und Naenor an der Turnierschranke das Buhurt beobachten würde. Und dort wäre es bestimmt viel interessanter als bei den langweiligen Erwachsenengesprächen auf der Tribüne.

"Anya Gildin? Warum steht die Rüstung von Elthevir hier draußen? Und sein Caidlor, warum ist das nicht im Zelt?" Arúen kann sich ein Schmunzeln hinter dem Rücken ihrer Tochter nicht verkneifen. Es ist eine wahre Erleichterung, dass an diesem Tag nichts sie das Opfer von Rialinns schier unstillbarem Wissensdurst ist, sondern ihr Bruder. Diese Fragen sind jedoch nur der Anfang eines wahren Hagels an Fragen, den das Mädchen auf seinen Onkel abfeuert. Weder Gildin noch Andovar sind davon jedoch aus der Fassung zu bringen. In aller Seelenruhe beantworten sie eine Frage nach der anderen, während Arúen mit einem ihrer Haarbänder kämpft, dessen Nadel sich schon seit dem Morgen immerwieder selbständig macht. Manchmal ist es einfach zum verrückt werden… Ich hätte einfach einen Zopf machen sollen… oder die Haare einfach offen lassen… Nach einem weiteren - nun hoffentlich dauerhafteren - Versuch der Haarnadel-Befestigung wendet die Elbin ihre Aufmerksamkeit den Zelten und Pavillons in der näheren Umgebung zu. Der Platz, den der Klingentänzer sich gewählt hat, ist in ihren Augen einer der besseren: Er liegt am Rand des Feldes, fern vom Trubel mittendrin, der einem die Nachtruhe raubt und den Fuchshengst alles andere als beruhigt hätte, außerdem dicht am Seeufer, wo er frische und kühle Luft abbekommt. In ihren Augen ist nur ein Platz noch besser, jener direkt unter den schattenspendenden Ästen der Eiche einige Schritte weiter.
Das Zelt dort ist aus heller Leinwand, wie das von Elthevir, doch es ist größer als die meisten anderen, an denen sie heute vorbei geritten sind. Ein Lächeln spielt um Arúens Lippen, als sie die Axt des Blutaxtclans auf den schwarzen Bannern vor den hellen Zeltbahnen erkennt, und ihre Gedanken wandern in der Zeit voraus zum Buhurt am späten Nachmittag. Tiuri… Borgils Sohn… wie alle Elben, macht auch sie keinen Unterschied zwischen eigenen und angenommenen Kindern. Das könnte interessant werden… Tiuri der Loaritter gegen Elthevir, einen Ritter Amurs… Feuer und Wasser… Einen Kupferling, für die Absichten der Götter hinter einem solchen Zusammentreffen schon in der Nachbarschaft der Zelte.



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Manat lim Kizumu = (Es) tut mir Leid
Anya = Onkel
Caidlor = Bezeichnung für ein elbisches Schwertpaar, wörtl. "groß-klein"
Avatar (c) by Niniane

Die, die grundlegende Freiheiten aufgeben, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.
[Benjamin Franklin, (1706 - 1790)]

18

Monday, August 25th 2014, 7:35pm

Learcan lächelt angesichts der Anrede, die Lorwen für ihn benutzt und verbeugt sich tief vor ihr, als spiele er den Elben, der er unzweifelhaft nicht ist. "Du suchtest mich?" fragt er verwundert nach. Er fühlt sich direkt ein wenig geschmeichelt, dass ihn überhaupt jemand vermisst hat. Eigentlich viel zu selten gingen seine Gedanken in letzter Zeit zu den näheren und weiteren Bekanntschaften, die er mittlerweile in Talyra pflegt. Learcan war viel zu beschäftigt. Mit sich selbst, seiner neuen "Familie" und der nie enden wollenden Arbeit, die ein Bauernhof nun mal mit sich bringt.

"Ich ziehe seit einiger Zeit das ruhige Landleben dem geschäftigen Treiben der Stadt vor", antwortet er wahrheitsgemäß, verspürt jedoch wenig Lust zu näheren Erklärungen. "Seit ein paar Monaten lebe ich auf einem Hof südlich der Stadt. Was aber nicht heißen soll, dass ich zum Einsiedler geworden bin", fügt er schnell hinzu, wobei er ohne es zu merken Lorwens Kleidung bewundert. `Anstarrt´ könnte man es auch nennen, denn Lorwens grünlicher Anzug gewährt seitlich interessante Einblicke. Learcan braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie und wo die Ranken weitergeführt werden, die dort hervor blitzen. Er sieht Lorwen wieder ins Gesicht und grinst fröhlich.
"Nun, da wir schon mal hier sind, kann ich dich vielleicht zu etwas einladen? Es dauert noch lange, bis das eigentliche Spektakel beginnt. Hast du Hunger? Oder Durst? Dort drüben gibt es glaube ich einen Stand mit Tee. Das ist es doch, was ihr Elben ständig zu trinken pflegt." Learcan ist noch immer nicht dahinter gekommen, worin der Reiz dieses Getränkes liegen soll. Dabei ist es völlig gleich, welche Art von Grünzeug mit heißem Wasser übergossen wird. Es schmeckt für den Normander immer gleich langweilig. Außer man schüttet eine gute Portion Alkohol dazu.
Vage zeigt Learcan nun in die Richtung, in der einige Schausteller ihre Künste darbieten. Eine große Menschenmenge hat sich dort versammelt und bewundert die Kunstücke einer Akrobatin. Learcan schenkt dem Ganzen aber kaum Beachtung, sondern sieht fragend Lorwen an. "Oder hast du bereits andere Pläne?"

Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

Occupation: Aniran / Heilkundiger

Location: Ferndartha / Talyra

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19

Tuesday, August 26th 2014, 3:06am

Tyalfen fragt sich im Stillen, warum Aneirin nicht Jenna zum Fest ausführt, anmerken lässt er es sich nicht. „Eliza, Ihr führt einen ausgesprochen klangvollen Namen.“, neigt der Elb das Haupt wohlmeinend vor der jungen Schneiderin. Hübsch mag sie sein, aber scheu wie ein Reh und als sie ihm erwidert, sie Elli zu nennen genüge, ist sich Tyalfen nicht sicher, ob ihre Zurückhaltung nicht an seiner Gegenwart liegt. Es scheint zumindest so, als sei ihr sein Kompliment unangenehm und er könnte schwören, dass er auch über Aneirins Züge einen Anflug von Verwunderung huschen sieht. „Wie Ihr wünscht.“, nimmt sich Tyalfen behutsam zurück und richtet sein Augenmerk auf das inzwischen recht bunte Treiben auf diesem Platz. Ist Talyra, die Prächrige, selbst schon eine bemerkenswert vielvölkerreiche Metropole so scheint das Fest zu Ehren Shenrahs weit über deren Grenzen hinaus berühmt, wie die unzähligen Wappen, deren Tyalfen noch nie ansichtig geworden ist, erahnen ließen. So strömt inzwischen derart buntes Menschenvolk an diesen Ort, dass Tyalfen eine vage Ahnung von der Vielfalt menschlicher Kulturen streift. Sein feines Gehör erlauscht unter dem Stimmengewirr so manche fremde Zunge und seine Augen könnten die unterschiedlichsten Kleidungsstile kaum allesamt erfassen. Es sind berauschende Eindrücke zusammen mit all den Düften und Klängen und es flirrt eine aufregende Stimmung im Zeltlager, dass all das auch diesen Elben nicht unberührt lässt. Doch da ist noch etwas Anderes, dass Tyalfen vollkommen gefangen nimmt. Sie ist hier und sie ist atemberaubend schön anzusehen. Das war sie bereits all die Male, doch heute …

Nur ganz am Rande hört er Aneirin von getrockneten Früchten mit Honig und duftenden Geflügelspießen sprechen. In seiner Nase liegt ein ganz anderer Duft, ihr Duft, gleichwohl er ihn hier inmitten des Fußvolkes kaum ausmachen könnte. Allein ihr Anblick weckt die Erinnerung, so lebhaft, dass es seinen Sinnen das zarte Fluidum schwarzen Jasmins vorgaukelt. Es gehört zu ihr, wie das Wispern dem Wind … Arúen, der unvergessliche Juwel, heute in einem einmaligen Glanze, der alles in den Schatten stellt. Hoch zu Ross wiegt sich ihre betörende Erscheinung anmutig in der Ganzart ihres Grauschimmels und mit ihr die zarten Schleier ihres Kleides so sanft, als streiche Vendis’ Atem über die Gräser Arnanys, während Shenrahs Glanz in den Säumen ihrer Ärmel funkelt und auf den Bändern in ihrem Haar schimmert, als könne sich selbst der Mächtigste unter den Göttern ihrer Anziehungskraft nicht erwehren. Wie könnte da nicht auch in Tyalfens Augen glühende Verehrung schimmern. Sie haben nie Schöneres erblickt. So entrückt folgt ihr sein Blick, dass er nicht imstande ist, mit dem Freund Schritt zu halten und unweigerlich zurückfällt. Aneirin wird es wohl feststellen, wenn seine Frage ins Leere geht.
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

Lorwen

Unregistered

20

Tuesday, August 26th 2014, 9:51am

Mit Learcan unterwegs

„Du? Ein Landleben?“ Nun ist es an der Elbin die Augenbrauen verwundert zu heben während sie sich bei ihm einhakt. Er möchte nicht darüber reden und das ist an einem Hochtag wie diesem auch nicht nötig, trübt seine Geschichte vermutlich ähnlich die gute Laune wie die ihre. „Na gefällt dir was du siehst? Oder fragst du dich, was du nicht sehen wirst?“ Lorwen zuckt mit den Schultern als der Nordmann sie fröhlich grinsend ins Gesicht schaut, weg von der Seite. Ein Augenzwinkern reicht um alles zu sagen. „Du würdest deine Freude haben, wenn du ein echtes Festgewand der meinen sehen würdest. Leider konnte ich meines noch nicht wieder richten. Es ist nass geworden und überhaupt… ich glaube ich brauche ein neues.“
Auf einmal bricht en schallendes Lachen aus ihr heraus. „Elben trinken also Tee? Ja? Echt jetzt? Ah, ja ich verstehe… und Nordmänner trinken Bier anstelle Muttermilch.“
„Nein, ich möchte was Süßes, Klebriges! Und… ein kühles Bier. Ich muss das Gesöff endlich mal versuchen, sonst werde ich wohl nie verstehen, warum es dir schmeckt… Vorsicht… Pferdepisse…“
Gekonnt umrundet sie eine Pfütze. „Und Tee… nein, das ist was für Kranke, Schwache, Alte und meinetwegen was für verdammt kalte Tage. Nichts davon trifft zu? Oder bist du krank? Es geht, wenn man den Stimmen hier so hört, Magen-Darm Probleme rum. Tatsächlich glaube ich, die Menschen schlagen sich den Bauch voll mit fremden Sachen und in Mengen, die ganze Garnisonen versorgen könnten.“
„Nun wohin?“ fragt sie und schaut sich um. Dort hinten macht die Meute Platz für einen Tross Reiter. Auf der anderen Seite hört man die Menge mit Ahs und Uhs eine Aufführung verfolgen. „Ich mags gar nicht, wenn es so voll ist, aber irgendwie brauche ich das heute. Warum auch immer, also lass‘ uns Spaß haben und auf den Tischen tanzen und wetten, wer gewinnt. Du nimmst doch nicht teil, oder? Dann wäre das ja Bestechung der Zuschauer was du da tust.“

Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

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21

Tuesday, August 26th 2014, 11:38am

Aneirin stutzt als die vom Freund erwartete Antwort ausbleibt und als er sich umblickt, schlendert da auch kein Elb mehr neben ihm. Suchend blickt Aneirin sich um, doch erst als Eliza an dem Ärmel seines purpurnen Hemdes zupft und hinter eine Gruppe vorbeiziehender Menschen deutet, wird er sich des Freundes gewahr. Mit der jungen Frau an seinem Arm geht er die wenigen Schritte zu Tyalfen zurück und neigt verwundert den Kopf ob dessen geistiger Abwesenheit. Also folgt er des Freundes Blickes und muss dann schmunzeln als er sie entdeckt, die schöne schwarzhaarige Elbin, den strahlenden Sonnenaufgang, deren Anblick den Elben schon zuvor fesselte und ähnlich entrückte.
Lächelnd legt er Tyalfen seine freie Hand auf die Schulter, um dessen Aufmerksamkeit zu gewinnen. „Ich bin mir gar nicht mehr so sicher, ob die Spieße wirklich in dieser Richtung duften“, meint er in die Richtung deutend, in die sie eigentlich gehen wollten. „Es könnte durchaus sein, dass der Stand dort drüben war“, wandert dann sein Finger den Weg entlang, den Frau Arúen genommen hatte. „Wir könnten uns aber auch aufteilen, um sicher zu gehen“, zwinkert er und mit gesenkter Stimme an des Freundes Ohr fügt er hinzu: „Ich vermute, die Sonne wird den ganzen Tag über hier strahlen. Wenn es dich nach Wärme sehnt, solltest du dich ihr ein wenig nähern.“
Sein Blick gleitet nach einem weiteren Herzschlag zurück zu Elli, die ihren fragenden Blick rasch abwendet und wohl versucht so zu tun, als wäre sie weder neugierig noch als hätte sie etwas gehört. Als die blonde Schneiderin es wagt wieder aufzusehen, lächelt er sie an und bekommt dafür ein Lächeln ihrerseits geschenkt. Ein schüchternes zwar, aber ein ehrlich wirkendes. Aneirin fragt sich, ob ihre Wangen zuvor auch schon ähnlich gerötet waren, es ihm nur nicht aufgefallen ist. „Also?“, fragt er wieder an den Freund gewandt. „Sollen wir dir beim Buhurt nun einen Platz freihalten, sofern wir überhaupt einen ergattern können, oder nicht?“, wechselt er das Thema, um den Elben nicht allzu lange in Verlegenheit zu bringen.
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Bregond

Herr Bergland

Posts: 301

Occupation: Silberschmied

Location: Der Turm des Verrückten

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22

Tuesday, August 26th 2014, 8:55pm

Gelassen schlendert Bregond durch die Menge. Heute morgen hatte er sich kurzerhand entschlossen doch auf das Sommerfest zu gehen. Die letzten Wochen hat er mit Arbeiten am Turm und Krankenbesuchen bei Skor verbracht. Inzwischen sind viele Reparaturen erledigt, zwar sieht der Turm immer noch wie ein Alptraumgebilde aus, aber er ist nicht mehr zugig, ja fast wohnlich. Die Abenteuer in den Grotten liegen nun schon Wochen zurück und selbst seinem Freund Skor geht es besser, auch wenn er immer noch im Haus der Heilung wohnt.
Er ist neu eingekleidet in weiche Hirschlederhosen und einem hellgrauen Leinenhemd und bis auf einen kleinen Dolch an der linken Seite unbewaffnet, schließlich rechnet er heute nicht mit Ärger. Passend dazu hat er gestern erst ein paar nagelneuer Stiefel vom Schuster geholt die zwar noch ein wenig drücken dafür aber wunderbar aussehen.
Bregond ist begeistert von den vielen für ihn fremdartigen Gerüchen und Eindrücken, er kauft an einem Stand etwas zu Essen, beobachtet einige Kinder die aufgeregt und völlig unbeschwert Ritter und Burgfräulein spielen. Hier und jetzt fällt tatsächlich der letzte Schatten der vergangenen Wochen von ihm ab. Nun vereinzelt werden ihm schräge Blicke zugeworfen, doch meist wird er gar nicht beachtet, außer von den zahlreichen Händlern. Umso mehr ist er erfreut als er in der Menge zwei vertraute Gestalten ausmacht. Lächelnd geht er auf die Druidin und den Nordmann zu, beide verfolgen das geschehen und haben ihn noch nicht gesehen und der Elb fängt noch den letzten Satz von Lorwen auf. „ Na ich würde das nur zu gerne sehen wenn ihr auf den Tischen tanzt!“ sagt er lachen und tritt an Learcan und Lorwen heran. „ Ich freue mich euch heil und unbeschadet hier wieder zu treffen“ Fast hätte er die beiden umarmt, zwar hatte der Lord Commander ihm gesagt das beide leben würden, doch hatte er sie noch nicht gesehen. Doch ein kurzer Blick der Druidin lässt ihn kurz innehalten, dann grinst er und fällt beiden in die Arme und drückt sie an sich!
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

Occupation: Aniran / Heilkundiger

Location: Ferndartha / Talyra

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23

Wednesday, August 27th 2014, 8:46am

Aneirins Berührung kommt vollkommen unerwartet und entreißt Tyalfen unvermittelt aus der Verzückung, die kein Augenmerk für etwas Anders kennt, als die schönste Frau unter dieser Sonne. Der Elb zuckt unter der unerwarteten Berührung zusammen und sein Haupt schnellt herum. Aber der Schreck währt nur kurz, ist es doch das vertraute Antlitz seines Freundes, in das er blickt, auch wenn ihn dessen wissendes Lächeln verlegen die Lider senken lässt. Ertappt und nicht zum ersten Mal, weiß sich Tyalfen nur zu gut zu erinnern - wie auch Aneirin selbst, denn er gebraucht das Sinnbild jenes Winterabends.

Tyalfen zögert. Er ist nicht zu seinem Vergnügen hier und will die Lehrmädchen nicht lange allein im Zelt der Anira zurück lassen. Andererseits macht es keinen Unterschied, wo er ihre Stärkungen ersteht. Zudem pflanzt Aneirins Flüstern eine süße Verlockung in seinen Geist. „Ich vermute, Deine Wetterprognose ist zutreffend. Ein wenig Sonne könnte meine Lebensgeister erfrischen und vielleicht steht mir der Sinn auch eher nach Pasteten, denn Fleischspießen.“ Schmunzelnd deutet Tyalfen, ihn doch auf diesem Weg zu begleiten, nicht zuletzt von der Neugier angestachelt, wem Lady Arúen die Aufwartung macht. Wie viel sich Eliza aus ihren Worten zusammen reimen mag, ist schwer zu sagen. Mit ihrer Schüchternheit erinnert sie ihn stark an Gyinna. Aneirin jedoch vermag ihr ein Lächeln zu entlocken. Manchmal wünscht er sich, ein bisschen mehr wie er zu sein und das Schicksal so annehmen zu können wie er. Er hat ihren Rat nicht vergessen, leicht will es ihm jedoch noch immer nicht fallen. Doch es gibt sie inzwischen, die Momente inneren Friedens, die Herz und Geist zur Ruhe bringen und es gibt sie Dank ihr.

Also? Fragend wandert Tyalfens Seitenblick zu Aneirin, denn es klingt fast so, als sei er dem Freund die Antwort längst schuldig und aber er muss bedauernd ablehnen. „Nein, sucht Euch schöne Plätze und genießt den Schaukampf. Mein Platz ist an der Schranke zur Arena bei den Knappen, um im Fall der Fälle schnell am Platz zu sein. Ich kann mich nicht erst noch durch die Zuschauerreihen drängen. Aber ich hoffe natürlich, dass mein Einsatz nicht nötig sein wird. Bist Du im Bilde, wer gegeneinander antreten wird? Oder Ihr, Fräulein Elli?“
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

24

Wednesday, August 27th 2014, 5:48pm

"Von mir aus brauchst du kein Festgewand. Mir gefällt, was ich sehe", versichert Learcan und lächelt süffisant. Ansonsten schweigt er lieber. Er hat in jener unglückseligen Nacht des Guhlangriffs bereits mehr von ihr gesehen als Lorwen vielleicht lieb ist und behält dieses Wissen wohl besser für sich.

Also sind Elben nicht gleich Elben und nicht alle trinken Tee. Wer hätte das gedacht, denkt sich Learcan, ist aber nicht wirklich überrascht von dieser lauen Erkenntnis, denn Mensch ist ja auch nicht gleich Mensch und Normander trinken nicht nur Bier. Manchmal trinken sie auch ganz gewöhnliche Dinge. Apfelwein beispielsweise.

Gerade will Learcan zu einer enorm tiefsinnigen Antwort ansetzen, als sich Bregond zu ihnen gesellt und sie nach kurzem Zögern sogar fest an sich drückt. Eine überraschende und anfangs gewöhnungsbedürftige Geste. Aber Learcan entspannt sich schnell wieder, als Bregond sie schließlich loslässt und Learcan wieder mehr Luft zum Atmen hat. Sichtlich erfreut sieht er den Elben an. "Das wird aber auch Zeit, dass wir uns unter glücklicheren Umständen begegnen“, sagt er lächelnd und haut Bregond kumpelhaft auf die Schulter. "Du kommst gerade zur rechten Zeit, denn Lorwen möchte ihr erstes Bier probieren", erzählt er gut gelaunt. Vielleicht kommt das `auf den Tischen tanzen´ dann von ganz allein, denkt sich Learcan, denn er hat keine Ahnung, wie viel Lorwen verträgt. Noch dazu so früh am Tag. Daher hält er es für eine gute Idee, zuerst den Stand mit den süßen Kuchen anzusteuern, damit sie wenigstens etwas im Magen haben. Das dort erstandene Gebäck ist sehr süß und dick mit Honig bestrichen. Gleich nebenan gibt es Bier. Mit unangenehm klebrigen Fingern fischt Learcan ein paar Münzen aus seinem Geldbeutel und bestellt drei große Humpen.
Dann stehen sie jeder mit einem Humpen Bier in der Hand einträchtig zusammen und für einen kurzen Moment breitet sich Schweigen aus, während sie sich gegenseitig betrachten, als würde jeder darauf warten, dass der andere etwas sagt.

Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

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25

Wednesday, August 27th 2014, 6:10pm

Sichtliche Zufriedenheit legt sich auf Aneirins Züge, als der Freund tatsächlich jenen Weg beschreitet, den die schwarzhaarige Schönheit noch vor wenigen Augenblicken nahm, und ihm dazu noch bedeutet, ihn doch zu begleiten. Aneirin würde zwar die Fleischspieße den Pasteten vorziehen, aber auch diese würde er widerstandlos wie hemmungslos vertilgen – und dann später, wenn Tyalfen zum Zelt zurückkehrte, sich doch noch einen Spieß gönnen, reibt sich der junge Mann in Gedanken bereits die Hände. Er nickt, als der Freund meint, er könne es sich nicht erlauben, beim Turnier mit zwischen den Zuschauern zu sitzen. Eigentlich hat er es sich schon gedacht, dass Tyalfen in Bereitschaft stehen müsse, aber dennoch hat er den Freund fragen wollen.
Auf dessen Frage allerdings, ob Aneirin wisse, wer beim Buhurt antreten wird, muss er den Kopf schütteln. „Nein, ich habe mich damit nicht beschäftigt und mit den Wappen bin ich leider immer noch nicht vertraut“, antwortet er und fährt sich entschuldigend lächelnd durchs Haar. Eliza hingegen lässt daraufhin leise ihre Stimme vernehmen, woraufhin Aneirin sie erfreut anblickt, dass sie sich überhaupt in das Gespräch einschaltet, wenn auch auf Nachfrage des Freundes: „Alle Teilnehmer kenne ich nicht. Als talyrische Vertreter werden wohl unter anderem der Clan der Blutaxt und das Haus Godfraidh vertreten sein. Aber viele sagen, dass die Favoritenrolle beim Buhurt Gwardur Rífbardán zukommt. Und außerdem habe ich gehört, dass der schwarze Prinz und dessen Schwester, die Feuerschlange, ebenfalls beim Buhurt antreten werden. Aber sicher noch eine Menge andere.“
Ein wenig überrascht, aber mit einem bewundernden Lächeln auf den Lippen, hört Aneirin der jungen Frau zu, während sie sich ihren Weg durch das Gewirr an Menschen, Zelten und Pavillons bahnen. Die Elbin hat er noch nicht wieder entdecken können und hofft für den Freund, dass sie diese wiederfinden würden. Da steigt ihm wieder ein leckerer Duft in die Nase und er deutet auf einen Stand, an dem sie auf heißem Stein gebackenen Getreidebrei erwerben könnten, sofern der Elb daran Interesse hätte. Um ihn zu fragen, fehlt Aneirin im nächsten Augenblick aber die Aufmerksamkeit, als zwei Kinder sich zwischen ihnen hindurch quetschen und ihn dabei anrempeln. Sofort wandert Aneirins Hand prüfend zu seiner Gürteltasche, um sich des Vorhandenseins seines Geldbeutels zu versichern. Aber alles ist an seinem Platz.
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Doran

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Posts: 38

Occupation: Alchemist

Location: Talyra Haus Sommerwind

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26

Wednesday, August 27th 2014, 9:40pm

Friede, Freude, Eierkuchen. So und nicht anders kann man das ganze Sommerfest beschreiben. Strahlende Gesichter und zufriedene Frohnaturen wo man nur hinschaut. Es wird gelacht, getanzt und gegessen bis der letzte zufrieden und voll sich den Spielen hingibt. Ersparnisse werden unbekümmert für durchaus gute Waren herausgehauen das es jeden Händler nur so freut. Die Sonne und die Feststimmung scheint ansteckend zu sein.
Für jeden, nur nicht für Doran! Der schlanke Alchemist schiebt sich missmutig durch die Besucher des Tuniers. Geschickt weicht er Pferdeäpfeln aus und vermeidet so gut es geht mit irgendwem zusammen zu rempeln. Trotz der Hitze hat er seinen Kapuzenmantel heute an, so das sein Gesicht halb im Schatten liegt. Man könnte meinen einen alten Mann vor sich zu haben, stützt er sich doch tatsächlich auf einen Wanderstab, mit der rechten umklammert er fast krampfhaft ein dickes in Leder gebundenes Buch das er nach langem hin und her einem Händler hat abringen können, für deutlich mehr Münzen als er eigentlich hatte ausgeben wollen. Nun versucht er nur so schnell als möglich diesen Ort zu verlassen um wieder in sein gemütliches Haus zu kommen. Seit dem Vorfall auf dem Friedhof und dem kurzen Besuch in der Steinfaust danach hatte er sich nur dort aufgehalten um möglichen Verfolgern zu entgehen.
Eine Menge vor ihm versperrt ihm den Weg, anscheinend führen fahrende Akrobaten gerade ihre Kunststückchen auf, so das Doran gezwungen ist ebenfalls zu warten, in der Mittagssonne rinnt ihm der Schweiß buchstäblich die Arschbacken herab, ihm ist heiß, er hat Durst und die ganze Idee wegen einem Buch hierher zu kommen kommt ihm langsam mehr als unsinnig vor. Warum nur war er nicht in seinem Haus geblieben, bei eisgekühltem Wein und seiner Arbeit? Wieso konnten diese Leute alle nur solchen Spass haben, hatten sie alle nichts gescheites zu tun?
Nach einer gefühlten Ewigkeit löst sich die Menge vor ihm langsam auf so das der Alchemist seinen Weg langsam fortsetzen. Kopfschüttelnd geht er an einer Gruppe seltsamer Gestalten vorbei die sicher rotzevoll sein mussten so wie sich benahmen. Eine schmächtige Elbin mit den wilden Zeichen einer Druidin, ein Hünenhafter Nordmann und ein kohlrabenschwarzer Elb mit grau-weißem Haar liegen sich lachend in den Armen. Doran mag sich gar nicht vorstellen was wohl später am Abend passieren würde, diese Stadt war ein Becken sämtlicher Rassen und Gelüste, so scheint es ihm als er die drei passiert, nein niemals würde er seine wertvolle Zeit so sinnlos vergeuden.

Lorwen

Unregistered

27

Thursday, August 28th 2014, 2:43pm

„Huch?!“ In diesem Augenblick ist von elbischer Gelassenheit und Gleichgültigkeit nichts zu merken. Weder bei Bregond, dem Dunklen, noch bei Lorwen. Sie freut sich sehr den Weißhaarigen wohl gekleidet in neuen Stoff und Leder anzutreffen und sie drückt ihn ihrerseits an sich, obwohl die Druidin sonst kaum Nähe anderer zulässt. Jetzt ist es einfach Balsam für die Seele nach einer langen einsamen Zeit. Und war das nicht genau der Grund auf das Sonnenfest zu gehen? Ja, genau!
Kurzerhand hakt sie rechts und links einen der Herren ein, nur um dann festzustellen, dass die dreier Reihe zu breit für die Festgassen sind. Etwas wiederwillig lässt sie also los und folgt dem Nordmann und weiß Bregond im Rücken. Nach einem Abstecher für süßes Gebäck findet sich Lorwen mit einem großen Humpen in der Hand wieder.
Dann herrscht Schweigen was irgendwie komisch wirken muss, wie die Druidin feststellt. „Also, dann wollen wir mal…“
Sie hebt ihren Krug, wie sie es schon oft gesehen hat: „Zum Wohl!“
Der Humpen wird angesetzt und sie trinkt und trinkt und trinkt. „Furchtbar!“ wischt sie den Schaum am Arm ab, auch wie sie es gesehen hat, nur ohne Hemd, und trinkt weiter bis das Humpen leer ist. „Ein Rülpsen spare ich mir jetzt. Mehr davon?“
Mit einem frechen Grinsen schaut sie in die Runde. „Echt wiederlich, aber ich hörte schon Männer reden man müsse sich die Pisse schön reden wie die Frauen. Das ist wohl so.“

Ladir

Stadtbewohner

Posts: 12

Occupation: Page

Location: Vinyamar, Talyra

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28

Thursday, August 28th 2014, 3:41pm

~ Am Turniertag ~
In der Nähe von Elthevirs Zelt

Naenor hört die Elbengesellschaft als Erster und ist somit vor Ladir zur Stelle sie in Empfang zu nehmen. Aber auch Ladir eilt wenige Augenblicke später herbei, nachdem er die Arbeit, mit welcher er beschäftigt war, beendet und niedergelegt hat. Höflich, so wie es sich gehört, begrüßt er zunächst Gildin und dessen Schwester, und anschließend Andovar, und zuletzt Rialinn, die wie üblich nur so vor Fragen überzuquellen scheint. Ladir grinst in sich hinein. Er hat noch nie zuvor ein Mädchen kennengelernt, welches so wissbegierig ist wie Linn. Nun ja, genau genommen kennt er auch nicht viele Mädchen, zumindest nicht näher, abgesehen von seiner Schwester Yen -- und Yen ist gerademal drei.

Schweigend steht Ladir daher daneben, während Rialinn ihren Onkel und Andovar mit Fragen löchert, und hört einfach nur zu. Für den Augenblick hat er nichts zu tun, und Naenor scheint gerade irgendwo anders beschäftigt zu sein, sodass er ihm vorerst keine neuen Aufgaben übertragen kann. Aber möglicherweise haben ja Gildin und Andovar etwas für ihn zu tun, sobald sie Linns Fängen entronnen sind. Oder sie gestatten ihm das Mädchen ein wenig herumzuführen.

Ladir wirft Rialinn einen unauffälligen Seitenblick zu. Er ist sich sicher, dass sie sich ebensogerne wie ein wenig zwischen den Zelten umsehen würde. Der Blick des Knaben wandert hinüber zu dem Zelt, welches mit dem Wappen des Blutaxt-Clans gekennzeichnet ist, wie er von einem vorrüberkommenden Händler in Plauderlaune erfahren hat. Zu gerne würde er das Zelt näher in Augenschein nehmen, denn seit Elthevir ihn darauf aufmerksam gemacht hat, scheint es mehr und mehr Anziehungskraft auf ihn auszuüben. Ladir seufzt sehnsüchtig und wendet den Blick wieder ab.
»When I grow up I want to be a little boy.«
· Joseph Heller ·

Karamaneh

Stadtbewohner

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29

Thursday, August 28th 2014, 4:24pm

Am Amirtag auf dem Feld der Pavillons
Vor Tiuris Zelt

“Guten Morgen“, Karamanehs Stimme ist nur ein kaum hörbares Flüstern. Verlegen weicht sie Tiuris Blick aus und ist froh, dass er seine Aufmerksamkeit gerade auf Missandei fokussiert und nicht auf sie. Obwohl Tiuri seit der Sache im Felsenkessel von ihrem Schicksal weiß und zu den wenigen Personen gehört, die sie bereits öfter einmal haben sprechen hören, ist der Malankari der lispelnde, zischelnde und dabei eigenartig gebrochen tönende Klang ihrer Stimme unangenehm. Trotzdem, vermutlich haben Azra, Mathea und Sigrun recht: wenn sie wieder halbwegs normal sprechen können möchte, dann muss sie ihre Stimme so viel wie nur möglich benutzen und trainieren. Es führt kein Weg daran vorbei!

“Wie war die Nacht?“, erkundigt sie sich, nachdem Missandei endlich wieder von Tiuri abgelassen hat und zu Bræn und Heledd hinüberhüpft, die nun neugierig durch den Zelteingang zu ihnen herausspähen. “Guten Morgen ihr Frühaufsteher“, begrüßt Kara die beiden mit einem Lächeln, wobei sie sich tapfer bemüht etwas lauter zu sprechen. Immerhin befinden sich gerade keine weiteren Personen in unmittelbarer Nähe, die sie hören könnten. Oder die zu höflich sind, um sich anmerken zu lassen, ob sie etwas mitbekommen haben. Kurz folgt Karamanehs Blick der Erscheinung des Elbenritters, welchem offenbar das Nachbarzelt gehört und der sich gerade in Richtung Turnierplatz entfernt.

Die Malankari meint sich zu erinnern, den Elben zuvor schon einmal gesehen zu haben. Richtig, in der Begleitung von Lady Arúen, fällt ihr sogleich ein. Die Elbenfrau schaut öfter einmal auf einen Besuch bei Azra und Borgil in der Goldenen Harfe vorbei, und der Elb ist offenbar ihr persönlicher Leibwächter. Der Buhurt würde gewiss spannend werden, wenn noch mehr so gute Kämpfer daran teilnehmen würden. Tiuri würde sich gegen viele herausragende Gegner behaupten müssen. “Bist du bereit?“, erkundigt sie sich. “Was wirst du tun, bis es endlich losgeht?“ Die Malankari lächelt und mit jedem neuen Wort klingt ihre Stimme, wenn schon nicht schöner, so doch immerhin einwenig selbstbewusster.
♥ "What am I? Does my poor history matter-to anyone?" ―Sax Rohmer: The Insidious Dr. Fu Manchu
♥ "Many, having looked into her lovely eyes, had they found there what I found, must have forgiven her almost any crime." ―Sax Rohmer: The Insidious Dr. Fu Manchu
♥ "Karamaneh is a beautiful toy, I grant you; but so is a cobra." ―Sax Rohmer: The Return of Dr. Fu Manchu

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Bregond

Herr Bergland

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30

Thursday, August 28th 2014, 8:57pm

Der zweite Krug ist nicht ganz so schnell geleert wie der erste. Überrascht hat er seine Augenbraue elegant in die höhe wandern lassen als die so zart aussehende Elbendruidin den Bierkrug genüsslich geleert hat. Gemeinsam schlendern sie durch die Menge, schauen sich die Stände an und lachen über den ein oder anderen Akrobat der seine Spässe mit seinem Publikum macht. „ Lasst uns die große Klopperei ansehen, dieses Jahr möchte ich mir dieses Spektakel nicht entgehen lassen!“ Sagt Bregond und zeigt auf den großen Platz wo sich schon die ersten Möchtegernritter, Drachentöter und Schlachtfeldhelden bereit machen. „Die Regeln sind recht einfach“ erklärt der Elb grinsend den Buhurt „ Jeder der ein Pferd hat darf mitmachen, die Waffen sind natürlich nicht echt und gut gepolstert, so das es im Ernstfall keine Toten geben wird. Unfälle gibt es natürlich immer mal wieder, aber nicht mit Absicht. Aber keine Angst wir werden bestimmt genug zu sehen bekommen, vielleicht können wir die ein oder andere Wette abschließen?“ Bregond zuckt mit den Schultern und schiebt sich an einen der vordersten Plätze um besser zu sehen, das es nicht an ihm liegt das die Leute so bereitwillig weichen, sondern am Nordmann nimmt er gar nicht wahr. Zufrieden schaut er sich um, sie haben einen gute Sicht auf das ganze Feld und scheinbar kommt Regelmässig ein Bierhändler mit einem Fass auf dem Rücken vorbei. „ Schaut, dort drüben werden sich heute am späten Nachmittag die Krieger versammeln, sie werden in Gruppen oder aber auch alleine kämpfen“ erklärt er weiter und gönnt sich zwischendurch einen kräftigen Schluck Bier. „ Ob es eine Taktik gibt wird sich zeigen, in der Regel endet es in einer Riesen Keilerei und Spass für die Zuschauer.
Ein junger Bursche mit frischen Brezeln kommt vorbei und Bregond kann gar nicht anders als drei davon zu kaufen und sie an seine Freunde zu verteilen. „ Lyona und Skor geht es gut“ spricht er das Grottenabenteuer dann doch an. „ Unser Freund ist im Haus der Heilung und erfreut sich einer sehr besonders liebenden Pflege.“ Kurz berichtet er von Skors Verletzungen und ihrer Flucht aus den Grotten. Von der aufkeimenden Liebe zwischen beiden sagt er nicht, weiß er doch nicht ob es ihnen recht ist. „ Bevor ich es vergesse, ich war beim Lord Commander der Steinfaust, und ich glaube er war erfreut zu hören das die Welt von einigen Schurken befreit wurde. Die Bande um diesen Blutelben wurde gesucht und eventuell können wir sogar das Kopfgeld einstreichen. Doch lasst uns heute feiern das wir noch die Sonne genießen dürfen! Auf euer Wohl“ Bregond hebt den Humpen und stößt mit beiden freudig lächelnd an. „ Lasst uns den Tag schön saufen!“ Ob wir dann das eigentlich Spektakel noch mitbekommen wage ich zwar zu bezweifeln, aber was soll es
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

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