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Bregond

Herr Bergland

  • »Bregond« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Silberschmied

Wohnort: Der Turm des Verrückten

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1

Freitag, 23. Mai 2014, 17:46

Die Flüstergrotten

Tief im Südwesten unter Talyra, gerade am Rand der einstigen Kanäle und Abwässer der Stadt in jenem Teil, der schon seit langer Zeit still gelegt und halb verschüttet ist, liegt eine Grotte, deren Existenz - und mehr noch deren Lage - nach dem Fall und dem Verschwinden der Kanalratten nur noch sehr wenigen zwielichtigen Gestalten der Unterstadt bekannt ist. In uralten und lang vergangenen Zeiten waren diese Höhlen wohl durch Kammern und Stollen mit dem Ildorel verbunden und nur durch den natürlichen Verlauf der unterirdischen Flüsse zu erreichen, weshalb sie viele Jahrhunderte lang unentdeckt blieben.
Als dann nach der Gründung des Imperiums von Ûr kundige Zwergenbaumeister die Kanalisation und die Abwassertunnel für Cobrins Stadt in den Fels gruben, leiteten sie auch Wasserläufe um, schufen Zisternen und Kanäle, Flutgräben und Brunnen – und die Zugänge zu den Flüstergrotten wurden verschlossen, die Höhlen vermauert. Erst viele viele Jahrhunderte später öffneten der Zahn der Zeit und gewaltige magische Feuer und Beben, die den einstigen Kanalratten ihr Ende brachten, wieder Risse und Spalten in alten Mauern – und während einige Tunnel und ganze unterirdische Hallen einstürzten, öffneten sich andere, lang vergessene Gänge.

Die Flüstergrotten bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Höhlen, von denen die meisten jedoch durch einen unterirdischen See gefüllt werden. Blauschwarz und unergründlich liegt das Wasser hier ruhig, bewegungslos und spiegelglatt in der ewigen Dunkelheit und in trügerischer Stille. Vom Deckengewölbe herab wachsen unendlich langsam Tropfsteine wie knöcherne Finger, weisen stumm auf die geheimnisvolle, eisige Wasseroberfläche, vervielfachen jedes noch so kleine Geräusch und gaben so dereinst den Höhlen ihren Namen. Über die Jahrhunderte wurden die Flüstergrotten zum Mythos – an der Oberfläche hat man noch nie von ihnen gehört und selbst in der Unterstadt gelten sie als Legende, als Schmugglergarn, gesponnen von Khifrauchern und zahnlosen Vetteln, die ihre besten Tage längst hinter sich haben. Hin und wieder munkelt man zwar auf dem Wolfsmarkt, Mairid Finsterblick, eine Diebin und Schmugglerin, Anführerin einer kleinen Bande, müsse die Flüstergrotten gefunden und dort ihren Schmugglerbau haben – wohin sonst verschwinde sie auch ungesehen, ungehört und unentdeckt von allen? – doch wirklich Glauben schenkt solchem Gerede dort unten keiner.
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Bregond

Herr Bergland

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2

Freitag, 23. Mai 2014, 17:47

Zerwas Rimbold

Gefallen hat ihm die Art und Weise nicht wie er seine Gegner außer Gefecht gesetzt hat. Dieser Schwertkämpfer war geschickt und schnell gewesen und gerne hätte er sich mit ihm gemessen. Es wird schwer genug ihr zu erklären warum fünf ihrer Schläger das Zeitliche gesegnet hatten bei einer einfachen Warenlieferung in die Tausendwinkelgasse. Alles war glatt gelaufen, der Hehler wollte den Preis drücken, so wie er es immer tat. Zum Schluss hätte er gerne mehr bezahlt nur um den Blicken Zerwas zu entgehen. Diese Gruppe hätte sich gar nicht da unten Aufhalten sollen, er selber hatte die Grotte erst wenige Stunden zuvor kontrolliert und außer dem dummen Ghul hatte er nichts vorgefunden. Er zuckt mit den Schultern und tut dies als unerwartete Wendung der Dinge ab, um die Schläger war es nicht schlimm, es gab genug auf dem Wolfsmarkt, die sich etwas dazu verdienen wollten.
Richtig ärgerlich war nur das er seinen Dolch im Kampf gegen den Dunklen verloren hatte, eine fantastische Waffe die mit einem Betäubungsgift bestrichen wurde um Gegner in Sekundenbruchteilen Bewegungsunfähig zu machen. Von ihrem Wert ganz abgesehen, feinste Juwelen schmückten ihn und seine leicht gebogene Klinge verspricht einen schnellen Tod. Das Wasser hatte die buntgemischte Gruppe scheinbar nicht erwischt, irgendwie waren sie der Falle entkommen, nachdem das Wasser abgeflossen war hatte er die ganze Grotte abgesucht und keinerlei Spuren von ihnen gefunden. Zwei seiner Schläger lagen mit verrenkten Gliedern zwischen den Steinen, was mit den anderen geschehen ist vermag er nicht zu sagen, eines war sicher. Der dunkle Krieger lebte noch und er war im Besitz einer ebenso fantastischen Waffe wie sein verlorener Dolch und gedachte sie zu finden und an sich zu nehmen nachdem der Elb durch seine Hand gestorben war.
Durch nur wenigen bekannte Tunnel und Schächte kommt er schließlich zu ihrem Unterschlupf. Das wichtigste hat bei sich, den Beutel mit den Juwelen für ihre Ware. Mairid erwartet ihn schon, als er die große Wohnhöhle betritt, ihr Schosshund der Blutelb Xa hockt etwas abseits auf einem schweren Ledersessel und spielt gedankenverloren mit einem Wurfpfeil. Zerwas muss innerlich grinsen, dieser eingebildete Kerl dachte das er unbesiegbar wäre und der unangefochtene Krieger hier unten. Zerwas beließ ihn nur zu gerne in seinem glauben, nickt ihm kurz zu und wendet sich dann der Herzländerin zu. „ Die Geschäfte sind verlaufen wie erwartet, wie immer wollte der kleine Gauner nicht bezahlen, hat es sich aber dann anders überlegt.“ Aus seiner Schärpe befördert er geschickt einen Lederbeutel hervor und wirft ihn Mairid zu die ihn ebenso geschickt auffängt.
Ohne in den Beutel zu sehen steckt sie ihn weg und blickt Zerwas herausfordernd an „ Und sonst?“ Ihre Frage kommt nicht unerwartet und Zerwas hat sich die Antwort schon zurechtgelegt „ Und sonst? Nun eure Schläger dachten das die Steine für sie wären und wollten sich mit ihnen aus dem Staub machen, ich habe sie überzeugen können dies nicht zu tun.“ Fast beiläufig lässt er seine rechte Hand auf den Griff seiner Klinge gleiten und grinst die Frau an. Ein abfälliges Schnauben vom Ledersessel bringt ihn eben so wenig aus dem Konzept wie der ungläubige Blick seiner Anführerin. „ Ich gehe davon aus das man ihre Kadaver nicht zu uns zurück verfolgen kann, ich möchte nicht die Aufmerksamkeit der Unterstadthunde auf mich lenken, aber das weißt du sicherlich mein guter, nicht wahr?“ Zerwas nickt und lächelt ihr zu „ Ihr kennt mich doch“ ist alles was er dazu sagt. Für ihn und auch Mairid ist die Sache damit erledigt, sie vertraut ihm und das war gut so. Die Gruppe in den Tunneln war sein Vergnügen und er dachte gar nicht daran sie mit dem brutalen und wahnsinnigen Xa Maruver zu teilen. Eine Bewegung am Ende der Grotte lässt ihn noch innehalten, doch nur kurz. Es war nur der noch verrücktere Azgaral der durch eine schwere Holztüre verschwand um diesen Armen Tropf weiter herum zu schneiden. Naja so war der Zwerg wenigstens beschäftigt und kam auf keine dummen Ideen. Kaum merklich schüttelt er den Kopf und geht zu seiner Kammer, die ebenfalls durch eine schwere Holztüre und diverse Fallen verschlossen ist. „ Was für ein verrückter Haufen, es wird Zeit das ich das tun kann wofür ich hier bin“ murmelt er leise vor sich hin und berührt dabei verstohlen das Metallamulett unter seinem Hemd.
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Bregond

Herr Bergland

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3

Freitag, 30. Mai 2014, 23:32

Was glaubte dieser Bastard eigentlich wer er war? Seine unverschämte Art störte ihn schon lange, er ist aufmüpfig ihm gegenüber und nur mit großer Mühe hatte er sich zurückgehalten die letzten Wochen. Xa hatte ihn am Wolfsmarkt gegen zwei überaus geschickte Krieger kämpfen sehen und er musste zugeben das er Talent besaß, ein Talent das er nur ungern verlieren wollte. Natürlich hatte Zwerwas ihn nicht gesehen, niemand hatte ihn gesehen. Verborgen im Schatten war er ihm gefolgt, lautlos und nahezu Unsichtbar hatte er jeden seiner Schritte beobachtet um nachher Mairid von seinem Verrat zu berichteten. Den nichts anderes hat der bleiche Krieger getan, auch wenn Xa noch nicht weiß warum er die Gruppe in der Kammer der Dämonin verschont hatte. Seine eigenen Leute waren ihm dabei soviel wert wie der Dreck unter seinen Nägel ohne mit der Wimper zu zucken hatte er sie zurückgelassen, einen von ihnen sogar eigenhändig getötet, nicht das es Xa Maruver etwas ausmacht, er würde nur gerne wissen warum er es getan hatte und er seine, nein ihre Anführerin angelogen hatte, was führte der bleiche Krieger im Schilde.
Langsam geht er zu der Kreisrunden Steinplatte im hinteren Teil der Grotte, die gezeichneten Runen sind unbeschädigt. Vielleicht würde ihr Gast in nächster Zeit Gesellschaft bekommen, er war schon recht Hungrig. Lächelnd wendet er sich von der Grube mit dem Ghul ab. Für heute war Mairid mit ihm fertig das hatte sie ihm deutlich zu verstehen gegeben, also war es an der Zeit den neuen Freunden von Zerwas einen Besuch abzustatten.

Niemand kennt sich in den Flüstergrotten so gut aus wie Xa Maruver, der Blutelb. Schnell und ungesehen streift er durch die Tunnel. Geschickt schleicht er durch die Fledermausgrotte, hangelt sich an einem Abgrund entlang der mehrere hundert Schritt nach unten abfällt. Und ist so schon bald hinter der Gruppe aus der Oberstadt, schon von weitem kann er die Musik von Rattenhain hören, dieser alte Narr hatte sie doch tatsächlich direkt in die Flüstergrotten geführt. Noch hält sich Xa zurück, sie müssen noch über die Hängebrücke und die Fledermausgrotte, genügt Zeit einige schöne Trophäen für seine Sammlung zu bekommen. Besonders das weiße und das goldene Haar der beiden Elben würden seinen Wandschmuck gut ergänzen.

Zerwas Rimbold lässt Xa keinen Augenblick aus den Augen, sicherlich der Blutelb ist ein überaus geschickter Schurke, ein gedungener Mörder und sadistischer Mistkerl der es nur zu gut verstand sich an seine Gegner heranzuschleichen und sie zu überraschen.
Kurz nachdem der Blutelb die Grotte verlassen hatte, war Zwerwas aus dem Schatten getreten mit dem er verschmolzen ist, völlig lautlos war er ihm gefolgt. Xa ist nicht sein Auftrag, war es nie gewesen, doch wenn er ihm im Weg steht, würde er ihn im tiefsten Drecksloch hier unten lebendig begraben. Niemand stellt sich zwischen Zerwas und seiner Leiche. Soviel stand fest, heute Nacht würde Blut fließen und es wäre gewiss nicht das von ihm. Natürlich würde Mairid fragen stellen und wie immer würde er ihr mit einer weiteren Lügengeschichte daherkommen. Diesmal musste sie nur besser sein, als die bisherigen würde doch ihr Schosshund heute Nacht sterben. Eigentlich ist er schon Tot, er weiß es nur noch nicht. Ein wölfisches Grinsen lässt ihn wie Gevatter Tod aussehen.
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Lyona

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4

Montag, 2. Juni 2014, 20:38

→ Die Kanalisation

Ihre kleine, einsame Waldwelt hat Lyona unwissend gegenüber einigen Facetten des Lebens gelassen. Verruchten Gasthäusern zum Beispiel. Doch sie ist lange genug aufmerksame Bewohnerin Talyras gewesen, um zu verstehen, was Bregond da erzählt. Würden sich ihre Gedanken in Lauten äußern, wären sie ein einziges Fauchen. Wie kann er nur! Ablenkung, natürlich. Aber so? Ein ärgerliches Verziehen der Stirn kann und will sie nicht unterdrücken. Als sie Lorwen albern kichern hört, bemüht sie sich, eine eher enttäuschte Miene aufzusetzen. Der Alte mag denken, sie sei enttäuscht, ihren „Liebesknaben“ verloren zu haben. Sie will nicht Schuld am Misslingen ihres Planes sein. Ja, was für ein Plan!
Zu ihrer Überraschung erzählt der Mann und will sie sogar führen. Lyona weiß nicht, was gut ist zu glauben. Ein Ghul... Er hat ihn gerettet? Nein, glauben kann sie ihm nicht, nur vermuten und hoffen. Eine einzige Flucht und eine einzige Falle. Lieber läuft sie selbst hinein, als zu warten, bis das Unheil zu ihr kommt. Skor sollte sie sehen.

Überall ist kalter Stein um sie herum. Hineingefressen ein Labyrinth aus Löchern und Spalten, Klüften und Gängen. Das Oben und Unten verschwimmt unter stolpernden Schritten, das Rechts und Links ist längst bedeutungslos. Sie wird nie wieder hinausfinden. Nie wieder das Rauschen des Windes hören, nie wieder die Sonnenwärme spüren, nie wieder den Himmel sehen... Zum Glück ist da dieser Mut in ihr, der sie immer weitertreibt und der sich wenig um die Zukunft sorgt.
Ein verzerrtes Bild ist aus der Dunkelheit gewachsen. Skor zu finden ist nun alles. Unwirklich erscheint es inzwischen, die Gründe, die Folgen ganz egal. Er hat kein Aussehen mehr, nur noch einen stummen Blick irgendwo aus der Ferne. Er ist ein Freund in Not und seine Not ist ihre.

Sie bleiben stehen, zwei Elben, drei Menschen und zwei Ratten.
„Hehe, wir sind da“, grinst der Alte.
Lyona blickt an ihm vorbei. Eine schwindelnde Schlucht liegt vor ihnen. Doch, der Weg führt weiter in Form einer endlosen Hängebrücke.
„Nu'ja, noch nich' ganz...“, hört sie ihn weitersprechen, während ihre Gedanken rasen.
Die Falle, hier muss sie sein! Verschiedene Möglichkeiten malen sich ihr aus. Von der Brücke stürzen mit durchgeschnittenen Seilen, während die Verfolger von hinten treiben. Hinüber gehen, am anderen Ende erwartet. Der Graubart würde unbedingt zuerst gehen müssen, denn wenn er mit auf der Brücke wäre...
Aber der alte Mann denkt nicht daran.
„Zuerst ein kleiner Lohn!“, verlangt er und zwinkert.

5

Montag, 2. Juni 2014, 22:09

Eine Hängebrücke, eine verdammt Hängebrücke. Lorwen malt unauffällig Zeichen mit den Fingern und murmelt fremde Worte.

"Hinter uns kommen zwei Gäste", spricht sie Bregond in ihrer Muttersprache an als sie neben ihm stehen bleibt und somit eine schützende Reichweite zu Lyona bildet. Learcan würde diesen Schritt sicher erkennen. Im gebrochener Allgemeinsprache zählt sie, wie zuvor in der Dämonengrotte und blickt dabei abschätzend die Schlucht hinunter als wolle sie wissen wollen wie tief es hinunterging und sie der Menschensprache nicht mächtig genug ist.

So mimt Lorwen das ängstliche blöde Ding, dass kichernd und dümmlich daher kommt. Tatsächlich zählt sie weiter abwärts und greift ihren Wanderstab so, dass sie blitzschnell zuschlagen könnte. Mittlerweile ist sie ganz zu Bregonds junger Freundin gegangen.

"Das Brücke... ", jammert sie gespielt aber überzeugend, "lang, nicht Ende sehen". Was nichts anderes sagen will wie 'da kann alles auf uns warten. Die Zauberreichweite ist begrenzt'.

Rattenhains Begehr ist Bregonds Belang. Der Wortführer zu Rattenvater, ganz einfach. Um die grauen Gefährten macht sie sich auch keine Sorgen. Tiere greifen keine Druiden an, ganz gleich wie wild sie sind. Diese müssten schon auf irgendwelche Weise verderbt sein und dann würde es Lorwen wissen. Dennoch wagt sie nicht die beiden Ratten für ihre Zwecke zu gebrauchen. Letztlich würde ihre Makerade fallen und diesen Vorteil will sie möglichst lange auf ihrer Seite wissen, denn der Alte ist keineswegs harmlos. Sein irrer Blick allein verrät vieles und es jagt einem beständig Respekt ein, wenn man sich im Klaren sein muss, dass jemand uneinschätzbar ist und bleibt.

"Einer ist zurück geblieben!", quietscht sie wieder zu Bregond in der Sprache der Schönen und wirkt damit schön lächerlich und ungefährlich.

Bregond

Herr Bergland

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6

Dienstag, 3. Juni 2014, 21:18

Ein Leben lang hatte sich Rattenhain hier unten herumgetrieben, hatte so einige komische und viele Unheimliche Dinge erlebt, sie alle überlebt und genau sollte es bleiben. Diese Gruppe war nie und nimmer das was sie vorgeben zu sein. Waffen und Kleidung sind Hochwertig , jede Bewegung jeder Blick zeigt ihm mit wem er es zu tun hat. Niemals hätte er hier unten so lange überlebt wenn er nicht auf solche Dinge achten würde. Der dunkle Elb glaubt er hätte gewonnen, soll er glauben das es so ist. Als er mit der kleinen Gruppe am heulenden Schlund ankommt, dreht er sich lächelnd um, zeigt auf die Hängebrücke „ Es ist nicht mehr weit, wir müssen nur über die Brücke. Noch könnt ihr es euch überlegen, doch wenn ihr die Brücke passiert kann und darf ich euch nicht mehr zurück führen.“ Sein lächeln ist verschwunden und er sieht wirklich besorgt aus. „ Dort drüben liegt ein verbotener Ort, niemand betritt ihn ungestraft.“
Bregond mustert den Alten, seine Worte sind klar und zum ersten mal deutlich zu verstehen. Was konnte sich schon auf der anderen Seite befinden, warum hatte der Alte eine solche Angst die sich auf seinem Gesicht abmalt. Langsam und mit sanfter Stimme beginnt Bregond mit ihm zu reden, vernimmt zwischendurch die warnenden Worte von Lorwen, bemerkt den wütenden Blick den ihr Lyona zuwirft, doch irgendetwas tief in ihm, er weiß nicht was es ist bewegt Bregond dazu Rattenhain die Wahrheit zu sagen. Mit kurzen knappen Worten berichtet er von Skor, sagt ihm wer er wirklich ist und wieso sie hier unten sind. Der alte Mann hört schweigend zu mit keiner Regung zeigt er was er von allem denkt, nachdem Bregond fertig ist, schweigt er kurz, zieht die Nase geräuschvoll hoch, dann wendet er sich ab und geht über die Brücke voran. „ Euer Freund ist in den Händen von Azgaral in den Flüstergrotten“
Der dunkle Elb folgt dem Alten über die Brücke, wenn dies eine Falle ist wird er der erste sein der in den Abgrund stürzen würde, dafür würde Bregond sorgen. Doch nichts geschieht, beide kommen unbeschadet am anderen Ende an und während er die anderen herüber winkt sichert er und Rattenhain den Tunnel.

Xa Maruver liegt auf der Lauer, bereit jederzeit zuzuschlagen. Es gibt für ihn nichts was ihn mehr erregt als eine spannende Jagt. Der Alte Rattenfresser hatte die Gruppe so geführt das sie nun direkt vor ihm zum heulenden Schlund kommen, mit spitzen Lippen und einem dämonischen grinsen macht er sich an seinen Giftpfeilen zu schaffen, die kleine blonde Waldfee würde Tot sein bevor sie auf dem Boden aufschlägt. Und niemand würde ihn nur sehen, ob sie vielleicht in den Schlund stürzen würde? Langsam legt er den Pfeil in sein Blasrohr und hebt es an. Irgendetwas stimmt nicht, ein leises Geräusch kommt aus den Tunneln hinter ihm, ein Ton der anschwillt, schnell und kraftvoll, und dann sind sie da. Hunderte von Fledermäusen schießen an ihm vorbei, nehmen ihm die Sicht auf sein Opfer. Verdammte Viecher denkt er nun und drückt sich eng an die Wand. Sie sind genauso schnell wieder weg, wie sie gekommen sind. Die Stille in seinem Versteck einem kleinen Vorsprung ein wenig über den Hängebrücke kehrt zurück, leider sind die Blicke der Gruppe immer wieder auf die Öffnung gerichtet und es ist ihm unmöglich seine Opfer ungesehen anzugreifen. Nunja ärgerlich, aber nichts weiter! Keiner würde seiner Gier entgehen. Langsam lässt er sich zurück gleiten ungesehen von den wachsamen Blicken der Gruppe. Ganz dicht vorbei an einer kleinen Höhle in der in seinem eigenen Blut Rattenhain der Rattenfänger der Unterstadt mit durchgeschnittener Kehle liegt. Xa ist viel zu sehr auf seine Opfer fixiert um ihn zu bemerken, oder die Anzahl Ratten die seinen Körper bedeckt.

„ Hier geht es weiter, es ist nicht mehr weit. Meine Herrin erwartet keinen Besuch, sie wird überrascht sein euch zu sehen. Lasst mich für euch reden, sonst kommt es womöglich zu einem Blutbad, das möchte doch keiner. Achja, bevor ich es vergesse, ich müsste euch die Augen verbinden. Der Weg ist geheim, es ist niemanden gestattet hierher zu kommen. Ihr wart ehrlich zu mir, also möchte ich ehrlich zu euch sein. Ihr werdet die Tunnel nicht lebend verlassen, zumindest nicht alle, wenn ihr mir vertraut kann ich vielleicht ein Gutes Wort für euch einlegen, aber dann dürft ihr den Weg nicht sehen. Ich bitte euch, macht keine Dummheit!“ Rattenhain zieht einige schmutzige Tücher aus seiner Tasche und hält sie hoch. „ Wer zuerst?“
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7

Mittwoch, 4. Juni 2014, 19:55

Zwar versteht Learcan Lorwens in elbischer Sprache gesprochenen Worte nicht, aber er kann sich schnell denken, warum die Elbin wieder zu zählen beginnt. Wenn er doch nur wüsste, um wie viele Besucher es sich handelt! Vor lauter Anspannung vergisst Learcan, dass er ja eigentlich noch die Rolle des Grafen von Greifenhein zu spielen hat. Wie hatte Bregond das so schön formuliert? Der Graf, der es liebt zu lieben...momentan mit der Hand an der Waffe und ernstem Blick sieht Learcan eher aus wie der Graf, der es liebt zu töten. Lorwen und Bregond verfügen eindeutig über das bessere schauspielerische Talent.

Doch dann lässt Bregond aus unerfindlichen Gründen seine Maskerade fallen und spricht ihre wahren Beweggründe aus, die sie hierher brachten. Learcan ist das einerlei. Graf oder nicht Graf. Für ihn macht es keinen Unterschied und ihre Situation ändert sich dadurch keinen Deut. Ein Gutes hat es allerdings: Lorwen würde vielleicht aufhören, wegen ihrer Rolle dümmlich zu kichern und Rattenhain spricht nun klarer, er singt nicht mehr und macht keine Anstalten, seine Flöte hervor zu ziehen. Wenigstens das bleibt ihnen erspart. Trotzdem traut Learcan dem Rattenmann nicht weiter als er spucken kann und sieht sich zwischendurch immer wieder besorgt nach hinten um, ob die von Lorwen angekündigte Gesellschaft bereits eingetroffen ist. Zum Glück ist nichts zu sehen.

Zunächst muss er sich jedoch voll und ganz auf die Überquerung der Hängebrücke konzentrieren. Elben mag es gegeben sein, leichtfüßig über so ein Flechtwerk zu spazieren, einem Normander fällt dies schwerer. Learcan hat gerne festen Boden unter den Füßen. Verdammte Brücke...Learcan flucht leise in Landsmal vor sich hin. Die wackeligen Seile quietschen unangenehm unter seinen Füßen, als Learcan die ersten Schritte wagt. An manchen Stellen wirken die Seile bereits dünn und brüchig. Learcan lässt sich aber nichts anmerken und bringt auch dies irgendwie erhobenen Hauptes hinter sich. Allerdings muss er am anderen Ende der Brücke erst einmal kurz durchatmen, denn unterwegs hatte er unbewusst die Luft angehalten. Ein kurzer Blick geht zu Lorwen. Zählt sie noch? Ist noch jemand hinter ihnen? Learcan würde gerne wissen, was in dem hübschen, honigblonden Köpfchen vor sich geht.

Ein Schwarm aufgeschreckter Fledermäuse schießt aus dem Tunnel vor ihnen. Beunruhigt sieht Learcan in diese Richtung und fragt sich, was oder wer sie aufgeschreckt haben mag. Was vor ihnen liegt, gefällt dem Normander ebenso wenig wie alles, was hinter ihnen liegt. Den alten Rattenkerl eingeschlossen.
Dies ist ganz sicher keine Situation, in der sich Learcan bereitwillig eine Augenbinde umlegen lässt. Trotzig verschränkt der große Normander die Arme vor der Brust und sieht Rattenhain unwillig an. Dann wendet er sich den anderen zu, als wäre Rattenhain neben ihm Luft.
"Wir sollen im blind vertrauen? Wer sagt uns, dass er uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank führt? Ich traue ihm nicht. So wie ich das sehe, wurden wir bisher nicht besonders freundlich begrüßt. Warum sollte sich daran etwas geändert haben?"

Es sind zudem zu viele Fragen offen, die Learcan beschäftigen. Wer ist dieser Azgaral und was ist das für eine Herrin, von der Rattenhain spricht? Vielleicht ist der Alte schlichtweg irre und seine Herrin ist lediglich eine besonders große Ratte, kommt Learcan in den Sinn. Und wer hindert uns eigentlich daran, einfach in diesen Tunnel zu marschieren?
Sehenden Auges und mit gezogener Waffe würde dies Learcan jedenfalls sehr viel leichter fallen.

Lyona

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8

Mittwoch, 4. Juni 2014, 21:59

Es ist immer wieder ein Ärgernis, der vertraute Klang im unverständlichen Wort. Doch das Zählen ist Hinweis genug. Verfolger nahen! Ob sie nun die von allen vermutete Falle sind oder nicht – die Brücke scheint der einzige Fluchtweg. Gleichzeitig ein Gang, der leicht ohne Rückkehr enden kann, wie die klaren, ernstzunehmenden Worte des Alten verlauten lassen.
Überrumpelt hört Lyona, wie Bregond alle vier mit ihren Plänen offenbart. Schon wieder spricht er ganz plötzlich und überraschend daher. Er kann sie retten, aber genauso gut zu einem begehrteren Ziel machen. Nicht wissend, wovon genau er den Mann überzeugt hat, nur hoffend, dass dieser sie wirklich zu Skor führen wird, folgt sie über die Brücke.
Eine wackelige Angelegenheit nicht allein für die Füße. Vollkommen ungewiss liegt die gegenüberliegende Seite vor ihnen. Lyonas ist immer trittsicher gewesen in der Tiefe des Waldes, aber diese Höhe über dem Abgrund, diese Bodenlosigkeit lässt wenigstens ihre Gedanken zittern. Nach vorn schauen! Nach vorn? Aufgeschreckt wandert ihr Blick nach oben, als eine große Schar Fledermäuse über ihre Köpfe segelt. Etwas beruhigt, es sind nur Tiere, aber sich fragend, was sie verscheucht habe, geht sie weiter. Sie ist wachsam nach allen Seiten, nur den Blick in das Dunkel unter ihr meidet sie. Wenn nun von dort Pfeile kommen?

Unbehelligt und unbeschossen erreichen sie das Ende der seilenen Brücke. Ein weiterer tiefschwarzer Tunnel liegt vor ihnen und eine unmögliche Forderung. Niemals lässt Lyona sich die Augen verbinden! Das ließe sie nicht Bregond tun, nicht Skor... Erst recht nicht diesen fremden und dazu noch gefährlichen alten Mann! Sie wird sich nicht dieser blinden Hilflosigkeit aussetzen und ihre Schritte in fremde Hände geben. Dazu bringt sie auch nicht der Gedanke an Skor. Sein brennendes Bild ist, seit Lorwen zu zählen begonnen hat, verblasst. Natürlich wird sie weitergehen zu den Flüstergrotten, wie der Mann sie nennt, aber nur mit freiem Blick.
Learcan verschränkt die Arme, Lyona starrt nur trotzig, stumm jedem seiner Worte zustimmend.
„Was tut Ihr, wenn ich mir die Augen nicht verbinden lasse?“, fragt sie mit einem Mal, bevor sie es sich selbst verbieten kann. Zu viel Stolz liegt in ihren grauen Augen, als sie den Mann vor sich direkt anblickt. Schön dumm!

9

Donnerstag, 5. Juni 2014, 16:42

Eine, genau eine Augenbraue erhebt sich und zieht eine Stirnseite in Falten. Es ist jene mit ihrer Tätowierung, die unter der Bewegung aussieht als erblühe eine der Rankenknospen. Ein Gutes hat es, die olle Maskerade hat ein Ende. Die Eröffnung des Alten passt ihr nicht. Ohnehin ist der Kerl eigenartig. Nun spricht er alterslos. Nun, offenbar verstellte sich nicht nur ihre Gruppe. Die Verfolger verschwinden unter der Flut Fledermäuse, zumindest vorerst und so hört sie auf zu zählen. Allerdings hätte sie schwören können, dass vor ihr auf der Anhöhe jemand war. Mit leichten Schritten tänzelt sie über die Brücke bis hin zur Mitte.

Etwas trifft sie am Hals, etwas unterhalb des Spitzohres, genau auf eine Blüte der Ranken. "Verdammt", flucht die Druidin und als sie über die Stelle mit den Fingerkuppen fährt, färben sich diese rot. "Blöde Biester, ich werde nie gestochen. Seid ihr noch gescheit?"
Mit Kopfschütteln tut sie es ab und erreicht als letztes die andere Seite.

Lorwen betrachtet den Normander wie er sich groß aufstellt und die Arme verschränkt. Was würde ihn überzeugen die Augen zu verbinden? Nichts vermutlich. So wie auch sie gedenkt nicht blind zu sein. Von Lyona hätte sie eine derartige Reaktion nun nicht erwartet.
Sie wartet ruhig. Die verschmutzten Tücher allerdings missfallen sehr. "Mit denen da?" Scharf ist der Ton, den sie anschlägt. "In 1000 Jahren nicht!"
Katzengleich tritt sie an den Kerl heran. "Ich nehme das da."
Lorwen zieht kurz und unglaublich schnell Rattenhains schwarzes Halstuch ab. Es passte nicht zum Rest der Kleidung und wird in dessen behandschuhte Hände gelegt, bevor sie ihm seelenruhig den Rücken zeigt, auf dass er ihr die Augen bindet. Sie brauchte ihre Augen nicht, doch das brauchte niemand zu wissen.

Als das getan ist, dreht sie ihren Kopf zu Lyona als könnte sie diese noch immer sehen. "Er sagte schon was passieren wird. Ihr werdet sterben."
Sogleich wendet sie sich an Learcan und grinst frech. "Schätze das erhöht euren Preis auf Hemd, Hose und Fassbier?"

Bregond

Herr Bergland

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10

Donnerstag, 5. Juni 2014, 21:33

ER hatte nichts anderes erwartet, sie wären schön dumm wenn sie ihm vertrauen würden. Selbst die Waldelbin kann ihn nicht täuschen mit ihrer unbeschwerten Art. Er wußte was sie ist, er wußte was sie zu tun im Stande war und er würde keinen der vier auch nur eine Sekunde aus den Augen lassen. Also zuckt er mit den Schultern, wirft die restlichen Binden auf den Boden. „ Sagt nicht ich hätte euch nicht gewarnt“ sagt er schlicht und geht in den dunklen Tunnel der immer weiter abfällt, das schon bald die Waden schmerzen von der stetigen Belastung.

Bregond ist sich sicher das er dem Alten trauen kann, er ist die einzige Spur die sie zu Skor haben. Seine Beschreibung passt auf seinen Freund, wenn sie eine Chance haben wollten ihn zu finden dann war der der Alte Mann der vor ihnen unermüdlich durch die Dunkelheit stapft. Das seine Begleiter sich nicht wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen wollen mach ihn auf unbeschreibliche Art Stolz. Selbst Lorwen mit ihrer Selbstsicheren Art hat die Situation unter Kontrolle. „ Wenn wir schon sterben müssen so werden wir dies nicht blind tun Alter Mann“ hatte der dunkle Elb Learcan zugestimmt „ Führe uns zu deiner Herrin und dort wirst du deine Belohnung bekommen“ hatte er ihm noch gesagt bevor er in die Tunnel gegangen war. Schon kurze Zeit später war ihm aufgefallen das die Begleitratten verschwunden waren und sie mit Rattenhain alleine in den Tunneln waren. Doch hatte er nichts gesagt um niemanden zu verängstigen. Zum ersten mal in seinem Leben hätte er gerne eine Mentale Verbindung zu seinen Gefährten wie es seine helle Vettern hatten, doch dies war ihm nie vergönnt gewesen. Plötzlich bleibt der Alte stehen, wie angewurzelt steht er vor ihnen die Luft ist stickig und das Atmen fällt schwer. Es ist nicht so wie in den Abwasser Kanälen, es stinkt nicht es ist so als wenn die Luft verbraucht wäre, als wenn sie von Hitze erfüllt ist und sie einlullt. „ Wir sind nicht alleine“ flüstert der Alte und eine schärfe ist in der Stimme die nicht seinem alter entspricht. Und dann wird es Dunkel, das Licht von Lorwen und auch die Fackel die Bregond trägt wird von einer satten Finsternis verschluckt, etwas streift Bregond an der Schulter ein scharfer stechender Schmerz durchzuckt ihn. Fast hätte er Schattentod gezogen, doch ist die Gefahr zu groß einen seiner Freunde zu treffen. Neben sich hört er den Nordmann fluchen und das murmeln eines Zaubers. Lorwen würde mit ihrer Magie für den Durchblick sorgen, doch ein spitzer kurzer Aufschrei gefolgt von dem unmissverständlichem Geräusch von einem Körper der auf Stein aufschlägt lässt ihn diese Hoffnung schnell aufgeben. Der Alte hatte sie in die von allen befürchtete Falle gelockt .
Genauso plötzlich wie es Dunkel geworden ist, wird es wieder hell. Die magische Kugel der Druidin vermischt sich mit dem Fackellicht Bregonds. Das Bild das sich dem dunklen Elb bietet ist fast komisch zu nennen. Leacrean hat in der Panik irgendwie Rattenhain zu fassen bekommen und hält ihn knapp eine Handbreit über dem Boden, seine mächtigen Oberarme sind geschwollen von der Kraftanstrengung, er braucht nur zuzudrücken um dem Alten das Genick zu brechen. Allerdings hält dieser eine sehr spitz zulaufende Klinge vor dessen Auge.
Auf dem Boden liegt eine bewusstlose Druidin, eine kleine Metallkugel, kaum größer als eine Mädchenfaust liegt etwas abseits. Doch das seltsamste Bild gibt Lyona ab, das scheue Reh steht breitbeinig über einem Elben. Einem Blutelben! Bregond schluckt sein grinsen herunter! Lyona dreht sich zu ihnen herum, einen Juwelenbesetzen Dolch in den Händen, einen Ausdruck schieren Entsetzen in den Augen. „ Er wollte...“ beginnt sie. Bregond nähert sich vorsichtig dem Blutelben, nie hätte er geglaubt gerade hier jemanden wie ihn zu treffen. „ Er muss in meinen Dolch gelaufen sein“ versucht Lyona sich mit zittriger Stimme zu rechtfertigen. Und tatsächlich der berüchtige Xa Maruver hat nicht damit gerechnet das Lyona, die zarte Waldelbin derart bewaffnet ist. Die Gefährliche Druidin hatte er gezielt mit dem Wurf der Metallkugel ausgeschaltet, sein Runenanhänger hatte ihn ungesehen in ihre Nähe gebracht. Bisher konnte er sich immer auf seine Dunkelheit verlassen . Sie wäre so eine gute Geisel gewesen... Ungläubig schaut er Bregond in die Augen, ein kurzes aufblitzen, ein erkennen, ein letztes gehässiges grinsen. Der Blutelb will noch etwas sagen, doch Lyona hat seine Lunge durchbohrt und das Gift an der Klinge tut sein übriges. Und so stirbt ein sadistischer Mörder unter Talyra nahe der Flüstergrotten, getötet durch die Klinge von Zerwas Rimbold.
„ Möge der graue Wandere sich um ihn sorgen“ sagt Bregond rau immer noch auf den Knien.
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Bregond« (5. Juni 2014, 21:50)


11

Samstag, 7. Juni 2014, 11:15

Hemd, Hose und Fassbier? Learcan sieht Lorwen an und zieht die Brauen hoch. "Ich werde Euch daran erinnern", verspricht er mit einem süffisanten Grinsen, denn das Leben ist zu kurz, um selbst in brenzligen Situationen auch nur auf ein einziges Grinsen zu verzichten. Wie kurz, würde sich vielleicht bald herausstellen.

Der Alte führt sie wortlos weiter, misstrauisch beäugt von Learcan, der jetzt in Rattenhains Nähe bleibt. Falls ihnen etwas zustößt (und Learcan ist sich ziemlich sicher, dass Rattenhain sie in eine Falle führt), würde Learcan dafür sorgen, dass auch der Rattenmann nicht gänzlich ungeschoren davon kommt.
Plötzlich umgibt sie eine bleierne Dunkelheit und Learcan sieht sich in seinen Befürchtungen bestätigt. Die Falle hat zugeschnappt. Learcan spürt eine Bewegung neben sich. Ein stumpfer Schlag trifft ihn an den Rippen und er greift blindlings zu, wobei er mit viel Glück die Ratte zu fassen bekommt. Es folgt ein kurzes Gerangel, in dem sich Learcan über die Kräfte und die Wendigkeit Rattenhains wundert. Er hat nicht das Gefühl, einen alten Mann vor sich zu haben. Ganz und gar nicht. Ein gut gezielter Tritt lässt den Nordmann laut fluchen, doch dann gewinnt er die Oberhand und hält Rattenhain fest gepackt. Die Situation sieht jedoch anders aus, als die Dunkelheit weicht und Learcan die Klingenspitze bemerkt, die sich nur etwas mehr als zwei Wimpernlängen vor seinem linken Augapfel befindet. Learcan wagt nicht einmal zu blinzeln. Er schluckt. Entsetzt blickt er abwechselnd von der viel zu nahen Klinge zu Rattenhain. Beide Männer sehen nicht besonders glücklich aus, bis Learcan ein Stück zurückweicht, seinen Griff lockert und Rattenhain ganz vorsichtig absetzt, um ihm schließlich beinahe entschuldigend auf die Schulter zu hauen. Wo hatte er diese Klinge versteckt?, fagt sich Learcan noch, doch das wird unwichtig, denn nun wird klar, wer in diesem Fall der Angreifer war und wer ihn zur Strecke gebracht hat. Ausgerechnet Lyona! Learcan betrachtet sie mitfühlend. Er hat eine vage Ahnung davon, dass es ihr nicht gut dabei geht. Trotzdem gibt es derzeit dringlichere Probleme als Lyonas Schuldbewusstsein. Lorwen zum Beispiel, die zusammengesunken daliegt. Learcan bückt sich zu ihr hinunter. Sie lebt, stellt er erleichtert fest und dreht ihren Kopf ein wenig auf die Seite, um sich die Stelle zu betrachten, an der sie von der Metallkugel getroffen wurde. "Lorwen? Lorwen!" Ruhig spricht er die Elbin an und tätschelt ein wenig ihre Wangen, damit sie das Bewusstsein zurückerlangt. Sein Blick ist dabei sehr besorgt und glättet sich erst, als ihre Augenlieder flattern und sie langsam wieder die Augen öffnet und ihn ansieht. "Wir haben keine Zeit für ein Nickerchen", sagt er mit spürbarer Erlecihterung in der Stimme und versucht dabei, ihr langsam aufzuhelfen.

12

Sonntag, 8. Juni 2014, 18:47

Schlagartig wird es stockdunkel. Lorwen reißt sich das schwarze Tuch von den Augen, stellt sich kampfbereit auf. Sie kennt den Zauber, kann ihn selbst, der sämtliches Licht verschluckt. Doch bevor sie auf irgendwas reagieren kann, also keinen Wimpernschlag später, trifft sie ein Geschoß am Kopf. Der Schmerz des Eisen durchzuckt sie. Unsagbare Qualen erschüttern sie. Dabei hat sie noch Glück, dass ihr Feenholzdiadem etwas von der Wucht nimmt. Dann schwinden ihr auch schon die Sinne und sie sackt zusammen.
Wie durch Watte gesprochen, hört sie ihren Namen mit ruhiger Baritonstimmlage. Gleichzeitig, nimmt sie Tätschelungen großer Hände der Wange wahr, sodass ihre Augen aufflattern. Es ist Learcan, den Lorwen erkennt, sobald sich ihr Blick klärt und sie sich dabei helfen lässt wieder auf die Beine zu kommen. Ihr Kopf hämmert und dröhnt. Da entdeckt sie die kinderfaustgroße Metallkugel. Den Kopf mit der Rechten haltend, wischt sie über die aufgeplatzte Stelle. Das Ansicht ist nicht schlimm, aber der dumpfe Schmerz scheint sich bleiern auf den ganzen Leib auszubreiten. Irgendwie fühlt sie sich schwer, geradezu entrückt.

<"Wir haben keine Zeit für ein Nickerchen", > Learcan erntet ein schiefes Lächeln. "Ich dachte das gehört zum Angebot dieser Absteige der besonderen Art. Nehmt ihr mir die Kugel mit? Irgendwie stimmt mit dem Ding was nicht."

Sie schaut in die Runde. Alle noch da, unverletzt, soweit sie das beurteilen kann, auch wenn Bregond knieend bei einer Leiche verbleibt.

So lässt die Druidin mit einem dankenden Blick den Nordmann los, um festzustellen, ob der am Boden liegende Mann noch lebt. Als sie den Toten erkennt spuckt sie angewiedert aus. "Was treibt ein Shebaruc hier unten? Kennt ihr den alter Mann? Und was ist mit euch, Shu're Bregond? Seid ihr unverletzt?"

Lorwen schaut Rattenhain scharf an. "Treibt keine Spielchen mit mir!" Wieder wischt sie sich über die Stirn. Winzige Schweißperlchen bilden ein feines Netz am Haaransatz. "Lasst uns Skir holen und hier verschwinden!" Stirnrunzelns schaut sie auf, hin zum dunklen Elben.

"Bregond, könnt ihr sein Armulett hier mitnehmen?" Die Waldelbin hebt das Band behutsam wie ein rohes Ei über die Handschuhe an. "Ich möchte wetten, dass es Runenmagie ist und es nicht in falsche Hände gehört."

Lyona

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13

Sonntag, 8. Juni 2014, 22:49

Dunkelheit zieht in den Tunnel, schwer und undurchsichtig. Das Licht verlöscht nicht einfach, es wird von einer fremden Macht erwürgt. Flüche und Schläge wirbeln durcheinander, dazwischen jemand, der nicht zu ihnen gehört, sondern gelauert haben muss.
Mit einem Mal ist es wieder hell, doch Lyona fühlt sich in den nächsten Albtraum versetzt. Wenige Farben zieren das kleine Bild; Grau natürlich und Schwarz, dazu Rot, Weiß und Silber. Zu ihren Füßen liegt ein bleicher Mann in dunklem Blut, genauso tropft es von der Klinge, die auf seltsame Weise vom Gürtel in ihre Hand gelangt scheint.
Es ist so ein Moment, in dem man die eigene Existenz bezweifelt, die eigene Stimme nicht zu sich zählt. Sie sieht durch einen Schleier, der alles wertfrei macht. Ein Elb am Boden, sterbend. Der andere, lebend, ihn betrachtend. Nicht weit die Elbin, liegend, von irgendetwas getroffen. Der Riese bei dem fünften Mann. Sie selbst wohl längst schon fort.

Ihr Körper springt von dem Toten weg und taumelt in Richtung Tunnelwand. Irgendetwas drückt in ihre Hand, Kälte muss es sein. Ein wenig vermag die Empfindung den Schleier zu klären. Die wahren Gefühle, die er verdrängt, türmen sich gut versteckt in ihrem Kopf oder Herzen oder wo auch immer und warten darauf, hervorzubrechen.
Sie steht da und müht sich, den schimmernden, nun getränkten Dolch wieder zu verbergen.
>Treibt keine Spielchen mit mir!< hört sie die Elbin zu dem genauso alt wie jung erscheinenden Mann sagen.
Als nächstes sieht sie den Feuerstein an einer Goldkette, ein Amulett, dem Lorwen Runenmagie zuschreibt. Gern wüsste sie, was das bedeutet.
Lyona geht zu den anderen und möchte nur schnell wieder aufbrechen. Dabei huscht ihr Blick zwischen ihnen hin und her, nur den Toten meidend und den Alten. Dessen dunkle Augen sind es, die sich in sie bohren, als versuchten sie ihre Gedanken zu lesen und den Gegenstand zu erraten, den sie unter ihrem Umhang verborgen hält.

Bregond

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14

Dienstag, 10. Juni 2014, 19:27

Er kennt die Finsternis die so plötzlich kommt und wieder verschwindet. Xa war schon immer ein Idiot gewesen, doch heute hatte er sich eindeutig überschätzt. Wie konnte er eine so starke Gruppe alleine angreifen, hatte er wirklich damit gerechnet das er ihm helfen würde? Nun liegt er auf dem kalten Boden und blutet aus. Zerwas würde dafür sorgen das jeder erfahren würde das ein kleines scheues Reh den berüchtigten Xa getötet hatte, das würde er wollen, da ist sich Zerwas sicher. Lorwen die Druidin erhebt sich wieder und ihr ist anzusehen das sie ihm am liebsten an die Kehle gehen würde. Langsam steckt er den Dolch wieder in seinen Gürtel, jetzt wieder für alle sichtbar!

„ Ja mir geht es gut, und nein ich weiß nicht was ein Blutelb hier unten macht.“ Ist alles was der dunkle Elb antwortet, ohne ein weiteres Wort nimmt er den Juwelenanhänger und verstaut ihn in einen seiner vielen Innentaschen, dann dreht er sich zu Rattenhain um. Dieser steht ungerührt zwischen ihnen, er mustert mit scheinbarem desinteresse Lyona.
Erst jetzt wird Bregond bewusst das dies Wahrscheinlich ihr erster Tote ist, sie ist kreidebleich und zittert am ganzen Körper. Wie schwer muss es für sie sein, selbst wenn sie begreift das sie die Welt von einer schrecklichen Bestie befreit hat. Es gibt nichts was man in einer solchen Situation sagen kann, nichts um die verletzte Seele zu heilen. Bregond geht langsam zu ihr, nimmt sie bei den Händen und versucht ihren Blick mit seinem zu fangen, sie zu trösten und zu beruhigen.
<Treibt keine Spielchen mit mir, lasst uns Skor holen und von hier verschwinden>
Ein letztes mal nickt Bregond Lyona zu und wendet sich an Rattenhain, der immer noch unbewegt zwischen ihnen steht.
„ Du hast gesagt du bringst uns zu deiner Herrin, stehst du noch zu deinem Wort alter Mann?“ Bregond flüstert die Worte eher als er sie spricht, die Begegnung mit einem Blutelben macht ihm mehr zu schaffen als er sich selber eingestehen mag.
„ Ich stehe zu meinem Wort! Ihr vier habt allem Anschein nach mein Leben gerettet und ich bin ein Mann der zu seinem Wort steht und ich stehe tiefer in eurer Schuld als ihr euch vorstellen könnt. Ich kenne diesen Elben, sein Name war Xa Maruver, ein blutrüstiger und kaltblütiger Killer. Seine Opfer sind unzählige hier und im ganzen Land, er wurde geschickt um einen ehemaligen Assassine zu finden und zu töten. Er ist überheblich und unvorsichtig geworden. Ihr solltet ihn durchsuchen und alles mitnehmen was ihr finden könnt, es wird euch sicherlich helfen. Vertraut mir“ fügt er noch hinzu als er die zweifelnden Blicke der Gruppe bemerkt. „ Ich führe euch in die Flüstergrotten“

Bregond traut seinen Augen kaum, während der alte Mann spricht streift er den schweren Hut ab, mit einer flinken Handbewegung fällt auch der Umhang und vor ihnen steht der bleiche Krieger mit der schlanken Klinge. Er offenbart sich ihnen und gibt sich völlig in ihre Hände, etwas anderes kann Zerwas nicht mehr tun, er musste endlich lernen den richtigen Leuten zu vertrauen. „ Wenn ihr mir vertraut, führe ich euch zu eurem Freund und wieder einen Weg an die Oberfläche. Der Rückweg durch den Teeladen ist für immer versperrt, dafür hat Xa gesorgt! Ich bin nicht euer Feind....“
Noch während er spricht und sich erklärt liegt Schattentod wie von selbst in seiner Hand. Wer war dieser Mann vor ihm das er ihn hat so täuschen können, wieso offenbarte er sich gerade jetzt , waren denn alle hier unten nicht das was sie vorgaben zu sein?
„ Du bist aber auch nicht unser Freund, also darf ich bitten?“
Langsam öffnet er seinen Schwertgurt und die fahle Klinge fällt zu Boden.
„ Und nun, führe uns zu deiner Herrin!“
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

15

Mittwoch, 11. Juni 2014, 17:31

Interessiert betrachtet Learcan die Metallkugel in seiner Hand. <"Irgendwie stimmt mit dem Ding was nicht">, waren Lorwens Worte. Learcan kann jedoch nichts Ungewöhnliches feststellen. Die Kugel ist perfekt gearbeitet, ein Meisterwerk der Handwerkskunst. Liegt gut in der Hand und lässt sich sicher noch nutzbringend verwenden, hofft der Normander. Es juckt ihn direkt in den Fingern, ihre Wurfeigenschaften auszuprobieren. Nur fehlt ihm noch das passende Ziel. Mit leicht schiefgelegtem Kopf fixiert er Rattenhain, der sich gerade Bregond gegenüber rechtfertigt. Learcan glaubt dem alten Mann zwar nicht, dass er zu seinem Wort stehen wird, hört sich aber aufmerksam an, was er über den Blutelben zu erzählen hat.
"Wie es aussieht, habt Ihr uns mit seinem Tod einen großen Dienst erwiesen", flüstert Learcan Lyona zu, die noch immer eingeschüchtert wirkt. Es soll ihr ein Trost sein, aber Bregond hat sicher Recht mit seiner Annahme, dass Worte hier wenig nützen. Lyona wird Zeit brauchen, um das Geschehene zu verarbeiten. "Ihr werdet darüber hinwegkommen... irgendwann", fügt Learcan noch hinzu.

Dann fällt ihm vor Überraschung fast die Kinnlade herunter, als sich der Alte zu erkennen gibt. Unter seiner Kostümierung verbirgt sich niemand anderes als der bleiche Krieger. "Bemerkenswert", entfährt es dem Nordmann trocken, obwohl es ihm nicht gefällt, getäuscht worden zu sein. Kann man dem Mann jetzt eher trauen? Learcan ist skeptisch. Wer sagt ihnen, dass der Kerl nicht mit Xa Maruver unter einer Decke steckte? Vielleicht hat er noch weitere Überraschungen parat, von denen sie nur noch nichts ahnen.
Von Vorteil ist jedoch, dass Zerwas nun sein Schwert ablegt. Bregond nimmt es sogleich an sich.
"Wie ist euer richtiger Name?", verlangt Learcan von dem bleichen Krieger zu wissen. Er weiß gerne, mit wem er es zu tun hat, selbst wenn davon auszugehen ist, dass Zerwas sie auch in diesem Punkt täuschen wird. "Und wer ist Eure Herrin?"
Learcans Interesse, dieser Frau zu begegnen, ist mehr als gering. Wesentlich lieber wäre es ihm, wenn Zerwas sie direkt zu Skor führt und sie dann schnell verschwinden. Aber Learcan hält sich mit seiner Meinung zurück und folgt der Gruppe schließlich mit ernster Miene. Dabei lässt er Zerwas nicht einen Augenblick aus den Augen, so dass er kaum merkt, wie sich die Umgebung um sie herum langsam verändert. Der schmale Tunnel weicht nun einem breiteren Weg und die Luft wird besser. Sie durchqueren kleinere Höhlen, in denen teilweise klares Wasser steht. Wasser tropft hier und da von der Decke und die Felswände glitzern an einigen Stellen verheißungsvoll, wenn der Fackelschein auf sie fällt.

Nachdem sie eine Weile schweigend gegangen sind und sich Learcan davon überzeugen konnte, dass Bregond dem bleichen Krieger die gleiche Aufmerksamkeit schenkt wie er selbst , gesellt sich der Normander zu Lyona, die immer noch sehr blass und still neben ihnen geht. "Erzählt Ihr mir etwas über Eurem Freund Skor? Was genau hat er hier unten gesucht?" fragt er Lyona und versucht sich an einem aufmunternden Lächeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Learcan« (11. Juni 2014, 17:38)