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Azra

Stadtbewohner

  • "Azra" started this thread

Posts: 1,058

Occupation: Wirtin der Goldenen Harfe

Location: Talyra

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Wednesday, March 5th 2014, 3:33pm

Die Stadt Talyra

Die Freie Stadt Talyra



Landeswappen:
Das Wappen des Freien Fürstentums Talyra zeigt einen brüllenden, goldenen Löwen auf dunkelblauem Grund. Talyra führt als einziger Stadtstaat der Immerlande und als ehemalige imperiale Provinzhauptstadt auch im Fünften Zeitalter noch das alte Wappen des vergangenen Imperiums von Ûr.


Bevölkerungszahl:
Die Bevölkerungszahl Talyras beträgt insgesamt etwa 50.000. Davon leben allein 38.000 in der Stadt selbst, die Übrigen zwölftausend verteilen sich auf die wenigen kleineren Städte der talyrischen Lande, sowie die zahlreichen Marktflecken und Dörfer des Umlandes.


Bevölkerungsanteile:
Talyra ist wohl eine der vielvölkerreichsten und buntesten Städte der ganzen Immerlande, in deren Mauern man Angehöriger zahlreicher verschiedenster Rassen findet. Die Menschen stellen wohl nur knapp zwei Drittel aller Einwohner von Stadt und Umland, gefolgt von den Mogbars, die sich in Talyra einst in großer Zahl niederließen und in der Stadt sogar ihr eigenes Viertel besitzen. Es leben allerdings auch ungewöhnlich viele Feen, Kobolde und Elben in Talyra, auch sieht man zahlreiche Zwerge, hin und wieder sogar Faune, Zentauren und Gnome, je selbst Oger und Vampire sind in dieser Stadt kein allzu ungewöhnlicher Anblick.


Sprachen:
In Talyra herrscht die allgemeine und in den Herzlanden weit verbreitete Handelssprache vor, doch viele der alteingesessenen Bürger sprechen auch noch Tamaraeg, die ursprüngliche Sprache Ildoriens. Ansonsten herrscht auf den Marktplätzen und Basaren der Stadt fast stets ein kailafar'sches Sprachgewirr.


Regierungsform:
Über die Freie Handelsstadt Talyra, die im ildorischen Ländergefüge den gleichen Rang einnimmt, wie ein Fürstentum, herrscht ein gewählter Stadtrat, der sich aus insgesamt 24 Ratsmitgliedern zusammensetzt. Der Rat besteht aus zwölf gewählten Vertretern des Adels, der Gelehrsamkeit, der Stadtgarde und der Gilden, und zwölf Bürgervertretern aus allen Vierteln der Stadt. Über alltägliche Belange wie Rechtsprechung und Stadtangelegenheiten, Bauvorhaben, öffentliche Ordnung und Einhaltung derselben und so fort entscheidet meist der Kleine Rat. Gesetzgebung, Steuern und große Entscheidungen, welche das Allgemeinwohl der gesamten Stadt betreffen, werden vom Großen Rat gemeinsam beschlossen und erlassen. Das talyrische Umland wird weitgehend von den dort seit alters her ansässigen Adelssippen und Rittern regiert, die ihre eigenen Ländereien weitgehend autark beherrschen, sich aber den talyrischen Gesetzen verpflichtet haben.


Herrscher Talyras und der talyrischen Lande:

Der Stadtrat von Talyra:
Lord Ellyn Tallard, Ratsherr und Adelsvertreter
Lady Yesabel Gwyned, Ratsherrin und Adelsvertreterin
Olyvar von Tarascon, ein Ritter Brans, Ratsherr und Lord Commander der Stadtgarde
Lord Darvo Uliaris, Ratsherr und Nauarch Talyras
Borgil Blutaxt, Ratsherr und Meister der Flüsterer und Ohrenbläser
Lystrato von Ildala, Ratsherr und Münzmeister
Aberthol Silberbart, Ratsherr und Vorsteher des Hauses der Bücher
Maester Owein Glwndr, Gildenrat der Gelehrten
Findinmir Daumengrün, Ratsherr und Erzdruide des Larisgrüns
Lady Arúen Mitharlyr, Hohepriesterin der Anukis, Ratsherrin und Vertreterin des Klerus im Stadtrat
Meister Kornbrog, Gildenrat der Handwerker
Jelarkan Kupfernase, Gildenrat der Händler, Verwalter der Nyzemia

Die zwölf Viertel der Stadt stellen jeweils einen eigenen Bürgervertreter, der die Belange "seines" Stadtteiles im Rat vertritt. Alle diese Bürgervertreter aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Sie werden alle vier Jahre neu gewählt und wissen oftmals am besten, was die Talyrer bewegt und wo Handlungsbedarf besteht.

Die Fürsten des Umlandes:
Dafyd Coinmagil, Lord von Merthyr und Herr des Hauses Coinmagil
Herygh Airetach, Lord von Penderyn und Herr des Hauses Airetach
Xacbeart Rífbardán, Lord von Rhayader und Herr des Hauses Rífbardán, genannt "der Löwe der Schlacht"
Alun Wyn Darragh, Lord von Caern und Herr des Hauses Darragh, genannt der "Lord vom Südweg"
Aneirin Lorcain, Lord von Lyness und Herr des Hauses Lorcain, genannt der "Sarthelord"
Meithrin Godfraidh, Lord von Drôtian und Herr des Hauses Godfraidh, genannt der "Lord vom Kreuzweg"
Gandryl Blaenafon, Lord von Wrecsam und Herr des Hauses Blaenafon, genannt der "Tiefwaldlord"


Lage und Geographische Grenzen:
Talyra ist formell ein Stadtstaat, de facto gehören jedoch ausgedehnte Gebiete am Nordwestufer des Ildorel ebenso zu Talyra wie die Stadt selbst und genau genommen ist das talyrische Land so groß oder größer wie eines der kleineren Fürstentümer Ildoriens. Talyra und das talyrische Land liegt im Nordwesten der Herzlande. Die Stadt selbst befindet sich direkt am Seeufer, ihr Umland liegt wie ein Keil zwischen Draingarad und Gríanàrdan im Norden, dem Verdland und den Sümpfen von Nedserd im Westen, und Brioca und Sûrmera im Süden. Das Umland ist aufgeteilt in mehrere kleine Fürstentümer im Besitz von alten herzländischen Adelshäusern. Dies sind Merthyr im Nordosten, Penderyn im Norden, Rhayader im Nordwesten, Lyness westlich der Stadt, Caern südlich Talyras, sowie Drôtian und Wrecsam südwestlich am Kreuzweg. In unmittelbarer Nähe der Stadt liegen noch die Ländereien der kleineren Adelshäuser Gwyned, Tallard, Dewinter und Harlech.


Klima und Landschaft:
Inmitten der nordwestlichen Herzlande gelegen befinden sich Stadt und Umland im Übergangsbereich von gemäßigtem zu mediterranem Klima. Die Sommer sind für gewöhnlich lang, sehr sonnig und warm ohne schon wirklich heiß zu werden, die Winter sind üblicherweise nicht sonderlich streng, aber doch recht schneereich. Frühjahr und Herbst sind mild, aber regenreich und so manches Jahr von heftigen Stürmen geprägt, vor allem der Sturmwindmond und der Blätterfall.

Die Landschaften Talyras sind - selbst für die für ihre Schönheit der Natur berühmten Herzlande - ungewöhnlich beeindruckend und von einer ganz außerordentlichen, abwechslungsreichen Vielfalt. Im Norden und Westen Talyras reicht das Larisgrün mit seinen sanften Hügeln und dem grünen Schatten seiner uralten Baumriesen bis auf wenige hundert Schritt an die Stadtmauern heran und wird nur durchbrochen von kleinen Dörfern und Marktflecken, Waldgehöften, Bauernhütten, aber auch einzelnen, größeren Landgütern, die wie Inseln menschlichen Lebens und bäuerlicher Betriebsamkeit inmitten dieser grünen Wildnis liegen.

Südlich der Stadt dagegen, aber auch ein Stück nordöstlich bis hinauf nach Wegesend, herrschen entlang der großen Straßen, aber auch entlang des Seeufers, offenes Land mit zahlreichen Fischerdörfern, malerischen Höfen und Ansiedlungen zwischen Weinbergen, Obstbaumhainen, Weizenfeldern, Schafweiden und blühenden Wiesen vor. Das Umland wird jedoch hauptsächlich von den dichten - und weitgehend unbesiedelten - Wäldern des Larisgrüns mit ihren schattigen, tiefen Tälern geprägt. Diese Wälder sind alt und vielerorts noch vollkommen unberührt. Hier wachsen noch geheimnisvolle Herzbäume mit silberweißer Rinde und blutroten Blättern, die nie abgeholzt wurden, es gibt verborgene Sümpfen, zahlreiche heiße Quellen, geheimnisumwitterte Grotten und Tropfsteinhöhlen, wildschäumende Wasserläufe, uralte Steinkreise, halb zerfallen und von Moos überzogen, und geheime Lichtungen mit kleinen, kristallklaren Seen.


Wichtige Berge und Gebirge:
Das Talyrische Umland ist ohnehin hügelig, doch wirkliche Berge gibt es kaum. Die Sartheberge am gleichnamigen Sarthefluss sind ein kleiner, schroffer Mittelgebirgszug mit reichen Silbererzvorkommen, reichen jedoch nicht über 800 Schritt Höhen hinaus. Ein weiterer Höhenzug sind die eher sanften, nichtsdestotrotz fast tausend Schritt hohen Runaberge nordwestlich der Stadt zwischen Grünwasser und Frostweg. Nar'Sarnis oder das Hohe Herz ist ein einzelner, weithin aufragender Kegelberg mitten im Larisgrün und stolze 649 Schritt hoch.


Wichtige Gewässer:
Wichtigstes Gewässer Talyras ist natürlich der Ildorel, an dessen Nordwestufer die Stadt liegt. Wichtige Flüsse der talyrischen Lande sind die Grünwasser nördlich der Stadt, der Llarelon, ein kleiner Fluss, der mitten durch Talyra fließt, sowie Sarthe, Feenwasser und Ain. Größere Seen in unmittelbarer Umgebung der Stadt sind der Linnfesgaran und der Farnensee, doch das gesamte talyrische Umland ist reich an Wasserläufen, Waldteichen und wild sprudelnden Forellenbächen, zahlreichen heißen Quellen, von denen einige sogar heilende Kräfte besitzen.


Wichtige Städte, Dörfer und Burgen des Umlandes:
Neben Talyra selbst, die nicht nur eine der größten Städte Ildoriens, sondern der ganzen Immerlande ist, wenn auch nicht so groß wie Ambar oder gar Lair Draconis, gibt es in den talyrischen Landen nur noch wenige Städte, die diesen Namen auch verdienen. Als erstes ist hier Caernavon an der Großen Südstraße zu nennen, zugleich Grenzstadt des Umlandes zum benachbarten Brioca, und dann wären da noch Wegesend im Norden und Tiefwald im äußersten Westen.

Die westlichen Gebiete in den Ländereien rund um die Stadt Talyra sind nur äußerst dünn, ja geradezu spärlich besiedelt, die Ostlande hingegen voller kleiner Marktflecken und Dörfer, die hier alle aufzuzählen jeden Rahmen sprengen würde. Im näheren Umland der Stadt sind noch einige wichtige größere – wobei "groß" hier heißt, dass sie mehr als hundert Einwohner haben und das Marktrecht besitzen – Orte, etwa Steinmühle, Sternfels, Ffestiniog, Grimmen, Runenstein, Acht Schwerter, Ribérac, Siebenföhren, Altmarkt, Heldenstein, Carsairs Ehr, Schädelwacht und Zwölfeichen.

In den Fürstentümern und Rittergütern der talyrischen Lande finden sich auch einige bemerkenswerte Burgen und Festungen, etwa Burg Troyes im Fürstentum Penderyn am Fuß der Runaberge, Burg Sarria, die Festung von Caernavon an der großen Südstraße, Burg Midforêt in Merthyr östlich von Wegesend an den Furten des Can, Burg Lyness im Sarthetal und noch viele mehr.


Wichtige Verkehrswege:
In den Herzlanden gibt es ein altes Sprichwort, das besagt: Alle Wege führen nach Talyra. Das mag übertrieben erscheinen, aber was Ildorien angeht, trifft es durchaus zu. Als ehemalige Hauptstadt einer imperialen Provinz und dank ihrer zentralen Lage, verfügt Talyra auch heute noch über ein gut ausgebautes Netz von Straßen und Wegen in alle Himmelsrichtungen, von den zahlreichen Schifffahrtsrouten über den Ildorel ganz zu schweigen. Wichtigste Handelsstraßen der Stadt sind jedoch nach wie vor die Große Südstraße in Richtung Sûrmera und die Nordstraße über Wegesend und Rhydychen bis nach Mawr Hafran im benachbarten Gríanardàn. Außerdem der Frostweg nach Nordwesten, der durch die Herzlande und die Rhaínlande bis hinauf nach Immerfrost führt, sowie der Kreuzweg in Richtung Tiefwald und zahllose weitere Waldwege und Saumpfade durch das nördliche Larisgrün.


Besondere Örtlichkeiten im Umland der Stadt:
Die Herzlande sind alt und ihre Geschichte war stets bewegt, daher gibt es auch im talyrischen Umland eine Vielzahl besonderer, einzigartiger oder wundersamer Orte. Zu nennen sind an dieser Stelle die Weißen Grotten, von einigen Elben in Talyra auch Serershen So'tar genannt, ein ausgedehntes Höhlensystem mit wundersamen, schneeweißen Tropfsteinkathedralen; der Legende nach hat hier Clegane, ein berüchtigter Räuber, einst seinen größten Schatz versteckt. Nar' Sarnis, das Waldherz, ist ein Hügel nordwestlich Taylras, auf dessen Kuppe sich eine uralte, der Grünen Erdenmutter heilige Quelle in einem Kreis von zwölf Herzbäumen befindet.

Die Ruinen von Liam Cailidh sind die Überreste einer Festung des lange schon untergegangenen Königreichs der Dornen - drei halbverfallene Türme an der äußersten Westgrenze Wrecsams, dort wo die Sümpfe von Nedserd beginnen, in denen ein grüngoldener, recht freundlicher Lindwurm namens Ddreiglas hausen soll, gemeinsam mit seinem Gefangenen, Diener, Sklaven oder Kumpan (die Gerüchteküche kann sich hier nicht festlegen), einem missmutigen, aber harmlosen Goblin namens "Lippe". Die Ruinen von Hen Domen, was auf Tamaraeg schlicht "alte Burg" heißt, im Fürstentum Rhayader sind ebenfalls Überreste einer Festung aus den Tagen Rhondayrs. In den Kellergewölben der Ruine, so heißt es, gingen die Geister der Gefallenen von einst noch heute um, und es ist ein unheimlicher, verwunschener Ort, an den sich nur selten Abenteurer wagen. Ein wahrer Magnet für Schatzsucher, Wagehälse, Hasardeure und Glücksjäger aller Art hingegen sind die Ruinen des alten Ailín-Anwesens unweit der Stadt, wo sich im unterirdischen Kellerlabyrinth noch immer einige Türen sämtlichen Öffnungsversuchen beharrlich widersetzen, was natürlich allerlei Spekulationen Nahrung gibt, das sich dahinter möglicherweise Gold, Silber, verbotene Bücher oder sonstige Schätze verbergen.

Auch mit Naturwundern und Orten von besonderer Schönheit sind die talyrischen Lande gesegnet. Als erstes sind hier die Sarthefälle im Sarthetal westlich von Talyra zu nennen, wo sich der gleichnamige Fluss in rauschenden, funkelnden Kaskaden über zahllose felsige Treppen zu Tal stürzt. Sie zählen mit ihrem kristallklaren, irisierend blaugrünen Wassern zweifellos zu den schönsten Wasserfällen der ganzen Immerlande. Von besonderem Reiz ist auch der Farnensee, ein stiller smaragdgrüner Waldteich, an dessen Ufer ein Pavillon aus schwarzem Holz mit einem kleinen Brunnen aus grünem Marmor steht, der längst über und über mit blühenden Waldranken und Moos bewuchert ist. Ein elbischer Ritter, so heißt es, lies ihn dereinst für seine Liebste errichten, doch ob an dieser Geschichte etwas Wahres ist, wissen in Talyra wohl nur wenige. Die heißen Quellen von Llan Nor in ihren grünschimmernden, steinernen Becken, die wie flache Treppenstufen übereinander liegen, zählen ebenfalls zu den talyrischen Naturwundern, außerdem der Baum am Smaragdstrand, die Mondgrotte in den Sarthebergen, die Feeneiche am Kreuzweg (das wohl einzige Gasthaus – oder besser gesagt der einzige Gastbaum – für reisende Feen und Kobolde in den Herzlanden) und noch viele mehr.

Besondere Orte und Plätze in der Stadt:
Ein besonderer und berüchtigter Ort in Talyra ist die Unterstadt, eine Art "Stadt unter der Stadt", bestehend aus Katakomben und Ruinen früherer Gebäude, das Reich der Diebe, Schmuggler und allen zwielichten Gesindels. Außerdem besitzt Talyra eine uralte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Bibliothek, in der - zumindest der Sage nach - viele Schriften der großen Bibliothek von Qum' Ran gehortet werden, das "Haus der Bücher". Die Tausendwinkelgassen sind ebenfalls ein ganz besonderer Ort, jenes magische Stadtviertel mit seinem unüberschaubaren Labyrinth aus verworrenen Gässchen und allerlei Läden. Weitere besondere Gebäude der Stadt sind der große Shenrahtempel, eines der größten und beeindruckendsten sakralen Bauwerke der gesamten Herzlande, der vor beinahe zweitausend Jahren von Cobrin dem Priester erbaut wurde, der Faêyristempel mit seiner heiligen Quelle und der riesigen, unterirdischen Krypta, weithin berühmt wegen seines Reichtums an blau-weißen Fliesen und der Sithechtempel, ein wuchtiger, nachtschwarzer Kubus mit spiegelglatten, lichtschluckenden Mauern.


Regionale Flora und Fauna:
Das talyrische Umland ist geprägt von zwei Gesichtern, dem dichten Wald im Westen und der offenen, parkähnlichen Weidelandschaft entlang des Seeufers und der großen Handelsstraßen im Osten. Charakteristisch für das nördliche Larisgrün ist Mischwald aus uralten Buchen, Eichen, Fichten, Kiefern, vereinzelt auch mächtigen Tannen, Kastanien, Ulmen, kostbare Elsbeeren und Linden. In den talyrischen Landen finden sich zudem auch noch einige Blut- oder Herzbäume und Kletterpflanzen wie Efeu, Waldreben und wilder Hopfen. Zu Füßen der mächtigen Baumriesen wachsen Moose, Farne, eine Vielzahl essbarer Pilze, wie Gold- und Bronzeröhrling, Steinpilz, Waldritter, Speisemorchel und Eierschwamm. Es gibt Blaubeeren, Himbeeren und Brombeeren, sowie zahlreiche Kräuter und Wildpflanzen, die man essen kann oder die heilende Kräfte besitzen. Berühmt ist das nördliche Larisgrün darüber hinaus für seine weißen und schwarzen Trüffel. Als Nutzpflanzen werden von den talyrischen Bauern neben Gemüse vor allem Weizen, Gerste, Hafer, Hopfen, Mais, Kartoffeln, Flachs, Feuermelonen, Sonnenbeeren und Weintrauben angebaut. Entlang der großen Handelsstraße finden sich auch ausgedehnte Obstbaumplantagen, wo neben Äpfeln und Birnen auch Kirschen, Aprikosen und goldene wie purpurne Pflaumen wachsen.

Im Winter ziehen die großen Branbüffelherden aus den Weidegründen nördlich und östlich des Ildorel ins Larisgrün. Ganzjährig leben im Wald Schwarzhirsche, Damas, Wildschweine und Niederwild wie Hasen, Liptiks - eine große Nagerart mit grünem Fell – und Kaninchen, dazu Fasane, Rebhühner und Wachteln. An Raubtieren findet man im talyrischen Land noch einige große Höhlenbären, Silberwölfe, Goldfüchse, Schatten- und Wildkatzen, Seidenmarder und Grimbarts. Ferner gibt es natürlich noch eine Vielzahl anderer bekannter Tiere wie etwa Biber, Waschbären und Bisamratten und Ildorelotter.

In den Seen und Flüssen des Landes kommen Zwölfaugen und Silberhechte, Forellenbarsche, Sterngucker, Graskarpfen, Zander, Bachforellen, Barben, Blaufelchen und Grundeln vor, außerdem eine Vielzahl von Fröschen, Kröten und Lurchen, sowie Inarimuscheln, Ildorelkrebse, Goldhummer und noch viele mehr.

Auch für zahlreiche Wald- und Wasservögel bieten die talyrischen Lande eine Heimat. An den Gewässern gibt es Narrenten, Waldgänse, Faêyrisschwäne, Helmtaucher und Blaureiher in großer Zahl, im Larisgrün leben eine unüberschaubare Anzahl von Singvögeln, etwa Spottdrosseln, Tirinkis, Ranamseln, Inaritauben, Zaunkönige, Goldsperlinge, Smaragdspechte, Buch- und Indigofinken, Rubinraben oder Liktikas, ferner Raubvögel wie Baumfalken, zahlreiche Eulen- und Käuzchenarten, sowie Rotmilane und Fischadler. Es gibt Schlangen, Eidechsen und Schildkröten, und eine Unzahl von Insekten wie Käfer, Libellen, Stechmücken, Schmetterlinge wie den Mondfalter, Wald- und Honigbienen, Goldhummeln, aber auch gefährliche Sturmwespen. Wirklich endemische Tiere gibt es in den talyrischen Landen nicht.


Vorherrschender Glaube:
Da Talyra eine so kosmopolitische Stadt ist, herrscht hier natürlich, wenn auch ein überschaubares, Religionsgewirr. Bestimmend ist, wie fast allerorts in den Herzlanden, der Zwölfgötterglaube. Doch ob Druidentum, Schamanismus, Ahnenkulte oder obskurer Naturgeisterglaube, es wird eigentlich alles toleriert bis auf die Verehrung der dunklen Archonen. Besondere Ehren genießen natürlich Shenrah und Faêyris als Patrone der Stadt, aber auch Anukis, Sithech, Bran und Inari werden besonders gehuldigt.


Wichtige Tempel:
Der Shenrahtempel, einer der größten Tempel des Sonnengottes in den Immerlanden, sowie der Faêyristempel sind die wichtigsten und bedeutendsten heiligen Stätten der Stadt. Der Sithechtempel, das Haus Anukis' und der Tempel Inaris sind ebenfalls an dieser Stelle zu nennen, obwohl sich in Talyra natürlich für alle Zwölf Mächte jeweils ein Tempel findet. In der näheren und weiteren Umgebung der Stadt gibt es auch noch einige uralte Kultstätten der ersten Menschen und ein Druidenheiligtum, den Hügel von Nar' Sarnis.


Wichtige Handelspartner:
Talyra ist eine Großstadt, die praktisch mit den ganzen Immerlanden Handel betreibt. Handelspartner sind natürlich vor allem die anderen großen Städte am Ildorel, wie Brioca, Blurraent, Ildala und so fort, und die angrenzenden Fürstentümer Verd, Gríanàrdan und Draingarad, aber auch weit entfernte Lande wie die Rhaínlande und Immerfrost, Ardun, ja selbst Normand, die Städte im Norden Azuriens oder die Ost- und Drachenlande.


Wichtige Bodenschätze und Ressourcen:
Talyra ist eine reiche Stadt und hat damit auch ein wohlhabendes Umland. Obwohl die Stadt hauptsächlich vom Handel und ihrer Vormachtstellung am Dreh- und Angelpunkt der großen Handelsrouten. Die Fürstentümer des Umlandes, und damit natürlich auch die Stadt selbst sind jedoch auch nicht unbedingt arm an Bodenschätzen. Buntsandstein ist fast überall zu finden, ebenso wie Lehm. Es gibt auch Granit- und Flintsteinvorkommen. Silber und ein wenig Gold finden sich in den Sarthe- und Runabergen, im Osten an den Ildorelgestaden gibt es Kalktuff und Muschelkalklagerstätten. Außerdem besitzt Talyra mit den reichen Fischgründen des Ildorel und dem Larisgrün wertvolle Ressourcen, vor allem für Bauholz und allerlei pflanzliche Grundstoffe für medizinische, alchemistische und handwerkliche Zwecke, dazu fruchtbares Ackerland und saftige Weiden.


Hauptimportgüter:
Eisenwaren, Eisenerze, Metalle und Edelmetalle, exotische Gewürze, vor allem Pfeffer, aber auch Salz, kostbare Stoffe, Südfrüchte und Reis, allgemein hauptsächlich Luxusgüter


Hauptexportgüter:
Holz, vor allem Bauholz, aber auch Holzwaren und wertvolle Edelhölzer wie Elsbeere, Kastanie und Nußbaum, Buntsandstein, Steingut, Getreide, Feldfrüchte, Obst und Maronen, Flachs, Fisch und Fischereierzeugnisse, Pelze, Federwerk, Leder und Lederwaren, Wolle und Wollstoffe, pflanzliche Grundstoffe für Gifte, Heiltränke, Tinten und Farbpigmente.


Sozialstruktur:
In der Stadt Talyra existiert ein mehr oder minder demokratisches Bürgertum zumeist friedlich neben einem feudalistischen Adelsstand und beides hält sich in etwa die Waage, was Macht und Einfluss angeht. Im gewählten Stadtrat sitzen Vertreter beider Parteien, sowie der Gilden, des Klerus, der Gelehrten und der Stadtgarde. Die Fürstentümer des talyrischen Landes werden von ihren Herrscherhäusern weitgehend autark regiert, haben sich aber der Stadt verpflichtet und verbunden und ordnen sich in Notzeiten oder im Kriegsfall auch der Autorität des Stadtrates unter.


Politik:
Talyra ist eine große, bunte, vielgesichtige Handelsstadt und auch nach der Zeit des Blutes und der Kleinkriege noch eine der einflussreichsten Städte Ildoriens. Die Stadt verfügt über ausgezeichnete Handelsbeziehungen auf dem ganzen Kontinent und profitiert seit jeher von ihrer Lage am Knotenpunkt der wichtigsten Handelsstraßen der Herzlande. Die allgemeine Politik Talyras den anderen herzländischen Städten und Fürstentümern gegenüber ist selbstbewusst, doch eher von leisen, wenn auch bestimmten Tönen geprägt. Man weiß hier recht gut zu führen ohne seinen Nachbarn das Gefühl zu geben, gelenkt zu werden. Natürlich behält Talyra dabei stets das Wohl ihrer Bürger als oberste Priorität im Auge, doch der Handel außerhalb der eigenen Grenzen ist nun einmal die Basis für Reichtum und Wohlstand aller.


Geschichte:
Talyra war schon zur Zeit der Neun Königreiche vor mehr als dreitausend Jahren eine Ansiedlung der Menschen, doch lange Zeit war der kleine Ort nicht viel mehr, als ein Fischerdörfchen in einer geschützten Bucht am Ildorel. Anfänglich gehörte es zum Königreich der Dornen (im Dritten Zeitalter), dem großen, nordwestlichen Menschenreich, später zum Reich Tamarlon, dem ersten Imperium der Drachenkönige (ab ca. 500 des Vierten Zeitalters). Als das Reich Tamarlon im Bruderkrieg (1400, Viertes Zeitalter) zerfiel und die Zeit der Wirren (1415 - 1426, Viertes Zeitalter) begann, zählte Talyra noch nicht mehr als ein paar hundert Einwohner, hauptsächlich Fischer, Bauern und Krieger, und war ein Ort unter vielen am Nordwestufer des Ildorel.

In den gesamten Herzlanden und im Osten herrschten nach dem Fall Tamarlons Kleinkriege und Fehden zwischen den Adelssippen, und Talyra blieb davon nicht verschont. Dreimal brannte die Siedlung völlig nieder, mehrmals wechselte sie ihre Zugehörigkeit zu diesem oder jenem Kriegsfürsten. Als die Barbarenhorden Immerfrosts, geeint unter ihrem Führer Asgrim Blodaxe, jedoch das vermeintlich geschwächte, zerbröckelnde Reich Tamarlon angriffen (1427, Viertes Zeitalter), schlossen die sich so eifrig untereinander bekriegenden Mächte rund um den Ildorel einen eiligen Frieden und stellten sich den heranrückenden Barbaren in den Herzlanden.

Und so kam es, dass der Name Talyra zum ersten Mal im Munde aller war, denn dort wurden die Kämpfe schließlich mit der Schlacht im Larisgrün im Jahr 1433 des Vierten Zeitalters entschieden. Niemand anderes als Cobrin der Priester gründete Talyra dann als Reichsstadt seines neuen Imperiums (1441, Viertes Zeitalter) und errichtete auf den Fundamenten des einstigen Fischerortes eine Stadt, prächtiger als das alte Sûrmera, stärker und mächtiger als Vînnar und Blurraent, mit gewaltigen Tempeln, trutzigen Mauern, einem großen Handelshafen und einer schier uneinnehmbaren Festung, der Steinfaust. Talyra wuchs und gedieh, erblühte als imperiales Juwel am Ildorel und blieb eintausend und dreihundert Jahre lang Hauptstadt der Provinz Ildorien... bis zum Fall des Imperiums von Ûr und seinem Untergang am Ende des Vierten Zeitalters.

Auch die nachfolgende Zeit des Blutes und der Kleinkriege, die Umbrüche der Macht, die Ströme der Tausenden und Abertausenden von Flüchtlingen aus den von Aufruhr und Naturkatastrophen heimgesuchten Südlanden, überstand die Stadt im Großen und Ganzen unbeschadet. Talyra rief sich in den ersten Jahren des Fünften Zeitalters - wie auch Blurraent - als Freie Stadt am Ildorel aus, konnte ihre Vormachtstellung in Ildorien behaupten und sich in jenen unruhigen Zeiten gegen alle Angriffe machthungriger Fürstentümer der übrigen Herzlande erfolgreich verteidigen. Die Stadt gedieh, gewann vor allem als großes Handelszentrum an Macht und Einfluss, und zählt heute neben Lair Draconis in den Drachenlanden, den Freien Städten am Meer der Ruhe und Fa'Sheel am Silbermeer mit vielen tausend Einwohnern zu den größten immerlandschen Städten überhaupt.


Einflussreiche Familien und Personen:
Neben den oben bereits aufgeführten Mitgliedern des Stadtrates und den vorherrschenden Adelshäusern der talyrischen Lande gibt es in der Stadt und im Umland selbstverständlich noch andere einflussreiche, mächtige, sagenhaft reiche oder schlicht stadtbekannte Personen und Persönlichkeiten.

Lady Caitrin Darragh, eine reiche, recht gewiefte und risikofreudige Kaufherrin und Schiffseignerin
Lady Aurian Dewinter, eine Halbelbin, Gardemagierin und letzter Spross einer alten, talyrischen Adelssippe
Waylon Steinhammer, Branpriester und Vorsteher des Brantempels in Talyra, ein Eisenzwerg
Gilraen von Sûrmera, Faêyrispriesterin und Vorsteherin des Faêyristempels in Talyra
Vater Vassambrin, Priester Shenrahs und Vorsteher des Shenrahtempels
Alezane Nachtschatten, Hohepriesterin der Inari und Herrin des Inaritempels Talyras
Ygerne Silberlied, Hohepriesterin Sithechs und Herrin des Sithechtempels Talyras
Nechta Graulicht, Priesterin des Sithech, Oberste der Schweigenden Schwestern und Herrin der Gräber
Niniane aus dem Haus der Tanzenden Winde, in Talyra vor allem als Protektorin des Larisgrüns bekannt, eine Halbelbin, Waldläuferin und Hohepriesterin Shenrahs (man weiß in Talyra zwar, dass sie uralt, mächtig und ein wenig seltsam ist, aber wirklich über sie Bescheid wissen nur wenige)
Sire Rhordri, Kastellan der Steinfaust, ein altgedienter Kämpe und ein stadtbekannter Blaumantel, Hauptmann der Kämmerer
Maester Ballabar, einhundertacht Jahre alter, blinder Heiler und Heilkundiger der Steinfaust, eine Koryphäe auf seinem Gebiet
Wielang Landunter, Hafenmeister und rechte Hand Lord Uliaris'
Blendertom, eine stadtbekannte Größe des Perlenhafens
Wagglefold, ein Kobold, Gelehrter und Allerley-Händler in den Tausendwinkelgassen
Grand Maester Cole, Gelehrter, Alchemist und Apotheker in den Tausendwinkelgassen
Meister Dornenbeutel, ein alter und sehr anstrengender, aber meisterlicher Schneider
Euron Krähenauge, ein Kobold, Erzmagier und Wirt des "Kupferkessels"
Yohn Humperknie, ein alter Seebär und Wirt des "Grünen Aals"


Zwielichtes Gesindel und schlimme Schurken:
Kapitän Frey, Kapitän der Cabhag und mehr oder minder stadtbekannter Schmuggler, Herzensbrecher und Tausendsassa, mal auf dieser, mal auf jener Seite des Gesetzes
Sigourney Al'Mere, Wirtin des Pfirsichs und Herrin der "Pfirsiche" dort, die sich selbst gern die "Königin der Nacht" nennt
Madame Lasairiona, Wahrsagerin und Mutter aller Dockschwalben, Besitzerin mehrerer Weinschänken und Herrin der Hafenhuren.
Nurio Kulgur, ein sehr unorthodoxer Zwerg, zudem Hehler, Schmuggler und eine mächtige Persönlichkeit der talyrischen Unterstadt
Tarot Streitaxt, bekanntester Hehler am Wolfsmarkt in der Unterstadt, ein Zwerg mit dem selten gut Kirschen essen, auf dessen Kopf jedoch ein hoher Preis ausgesetzt ist
Krätze, ein weithin bekannter Unterstädter, ehemaliger Schmuggler auf der "Kreischenden Nymphe"
Thorfir Einauge, ein herrenloser Schattendieb und einziger Überlebender der Kanalratten
Madame Grappe, Herrin der Schwarzen Orchidee, Kartenlegerin und gerissene Falschspielerin
Yorath Eisenhand, Hehler und Waffenhändler am Wolfsmarkt in der Unterstadt
Torren Weißauge, genannt der Lord der Gruben, ein Buchmacher und Wettkönig in den Kampfgruben der Unterstadt
Charbert von Nameira und die Bruderschaft der Tapferen Kameraden, ein Raubritter und seine Männer, die immer wieder entlang des Frostwegs, aber auch auf der Nordstraße und am Kreuzweg ihr Unwesen treiben.


Regionale Fest- und Feiertage:
In Talyra, sowohl in der Stadt, als auch im Umland, gelten die vier großen Feste des Zwölfgötterglaubens: Lichtweihe oder Faêyrisnacht am 2. Eisfrost, Inarinacht und -tag am 30. Sturmwind und 1. Grünglanz, Shenrahs Hochtag am 24. Goldschein und Sithechnacht oder Allerseelen am 1. Nebelfrost. Außerdem feiert man in Talyra auch die Julnacht am 24. Langschnee, Erntedank, den Hochtag Amitaris und Cenias am 24. Erntemond, und Anukis Hochtag, die Große Jagd, am 3. Nebelfrost, an dem traditionell die herbstlichen Büffeljagden zu Ende gehen. Alle vier Jahre findet, sofern Umstände und Stadtsäckel es zulassen, ein großes Ritterturnier statt, das an Shenrahs Hochtag beginnt und acht Tage lang währt. Alle zwei Zwölfmonde ist an diesem Tag auch das traditionelle Shenrahrennen, ein Pferderennen rund um die Stadtmauern. Berühmt ist Talyra aber vor allem für sein ausschweifendes Inarifest, zu welchem Besucher und Abenteurer oft aus aller Herren Länder anreisen und die Stadt mit ihrem Andrang regelmäßig aus allen Nähten platzen lassen.


Regionale Währungen und Maße:
Es gelten die allgemein üblichen Maße und Währungen.

Text (c) by Immerlan.de
Avatar (c) by Niniane

An Irish taxi driver: "We Irish don't tell lies. We just try hard not to tell the truth."


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