You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Weltenstadt Forum. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

  • Send private message

16

Wednesday, February 12th 2014, 6:16pm

21. Langschnee

<„Führe mich nicht in Versuchung.“> Aneirin grinst den Elben an und fühlt sich etwas erleichtert, nachdem er Tyalfens Zügen Heiterkeit entlocken konnte. Sein Freund würde ihm das Leben nicht unnötigerweise schwer machen, dessen ist er sich nun sicher. Der Ausgang dieser ‚Tradition‘, die Dayan so viel bedeutete, liegt also in seinen eigenen Händen. „Keine Sorge, das habe ich nicht vor. Ich glaube, eine Ewigkeit an deiner Seite wäre mir auch etwas zu lang. Aber ein paar Jahrhunderte würde ich sicher aufbringen können“, lacht er unbeschwert und nähert sich dann der Steilwand.
Sorgsam mustert er sie mit seinem Blick, auf der Suche nach einer geeigneten Stelle, während sein Daumen über den Rosenquarz in seiner Hand streicht. Der Klang von Dayans Stimme, die seinen Namen ruft, lässt ihn sich noch einmal herumdrehen. Fragend schaut er zu ihr herunter, als sie flüsternd an seinem Ärmel zupft. Er beugt sich zu ihr herunter und empfängt ihren hungrigen Kuss, woraufhin sein Herz vor Freude hüpft. Und als sie ihm auch noch mitteilt, dass sie an ihn glaube, verfliegt jeglicher Zweifel und seine Augen leuchten voll Verwegenheit. Tief verbeugt er sich vor ihr, ihre Hand in seiner und küsst diese, ehe er sich wieder aufrichtet. „Ich bin gleich zurück“, zwinkert er ihr zu. Nach zwei Schritten hält er nochmals inne und wendet sich ihr wieder zu. Rasch entledigt er sich seines Mantels, damit er ihn nicht beim Klettern störte und drückt in Dayan in die Hände. „Pass gut darauf auf“, grinst er.
Mit einer Hand an der Felswand und in der anderen den Stein, schreitet er die Wand ab und untersucht sie aus diesem anderen Blickwinkel erneut. Schließlich lässt er den Stein in der Tasche seiner Hose verschwinden, damit er beide Hände frei hat. Als er dann zu klettern beginnt hält er nach nicht einmal einem Schritt Höhe inne und springt wieder zurück auf den Boden, nachdem er feststellen musste, dass die Stelle nicht die geeignetste gewesen ist. Und wenn er schon einmal wieder unten ist, zieht er ein Band aus einer kleinen Tasche an seinem Gürtel und bindet sich die Haare im Nacken zusammen.
Wenige Schritt weiter probiert er es erneut und scheint zufriedener mit seiner Wahl. Der Stein ist kalt unter seinen Händen und obwohl nur leichter Wind weht, fröstelt er recht stark, da der kühle Luftzug sich natürlich unter seine weiße Tunika winden muss. Hier und da gräbt sich Erde unter seine Fingernägel, wenn er nach Halt sucht und ab und an gelingt es ihm eine Wurzel als Halt zu nutzen. Aber alles in allem gelingt es ihm leichter, als er gedacht hätte. Und mit jedem Sehkel, den er an der felsigen Wand emporklettert, macht sich sein Herz frei von Sorge, bis es sich ganz leicht anfühlt. Ein Lächeln umspielt seine Lippen und seine Augen huschen glänzend zwischen schmalen Nischen und kleinen Vorsprüngen hin und her, stetig auf der Suche nach dem nächsten Halt.
Ein sich lösender Brocken Erde, auf den er seinen Fuß stellt, reißt ihn wieder in das Hier und Jetzt und lässt sein Herz kräftig vor Aufregung schlagen, während sich seine Hände in den Fels krallen und der Fuß neuen Halt sucht. Kaum gefunden atmet er tief durch und zwingt sich zur Ruhe. Neugierig wagt er einen Blick über die Schulter nach unten, um herauszufinden, ob die Höhe bereits angemessen ist. Anschließend schaut er nach oben und stellt fest, dass er sich etwa auf der Hälfte befinden muss. Sein fragender Blick sucht für einen kurzen Moment Dayan und Tyalfen. Dann richtet er ihn wieder auf die Felswand. Er wagt es eine Hand loszulassen und tastet kontrollierend nach dem Stein in seiner Tasche. Erleichtert stellt er fest, dass der Stein noch da ist und schickt sich an weiter zu klettern. Nach wenigen Fuß jedoch hält er wieder inne und lauscht. Er hätte schwören können, ein Kichern vernommen zu haben.
Avatar © 2013 liegt bei der wundervollen Azra

Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

Occupation: Aniran / Heilkundiger

Location: Ferndartha / Talyra

  • Send private message

17

Sunday, February 16th 2014, 9:58pm

21. Langschnee

Die Ewigkeit wäre in der Tat ein hehres Vorhaben. Selbst er, der Unsterbliche. hat keine Vorstellung von der Endlosigkeit. Zu jener Zeit, als er selbst seine Liebste freite, wie Aneirin heute, da konnte ihn die Ewigkeit nicht schrecken. Doch heute? Nein heute wünscht er den beiden jungen Menschen hier, auf ihre Leben möge niemals ein Schatten fallen. „Du wirst doch jetzt nicht mich freien wollen!“, gibt der Elb dem jungen Mann scherzend zu Bedenken, gleichwohl er natürlich weiß, wie Aneirins Worte gemeint sind. Selbst wenn Aneirin Jahrhunderte zur Verfügung stünden, so steht dem Mensch nicht frei, ihn zu begleiten, wenn er heimkehrt. Tyalfen muss sich heute schon zum zweiten Male ermahnen, sich nicht zu eng an diese Menschen zu binden, nur leichter will es ihm deshalb nicht fallen. Sie bedeuten ihm etwas wider jeder Vernunft.

Auch Tyalfen tritt näher an die Steilwand heran und auch er traut Aneirin zu, dort hinaufklettern zu können, denn weder mangelt es ihm an Körperkraft, noch Geschick oder Verstand, allein probiert hatte er sich wohl noch nie an einer Felswand. Schwer zu nehmen sieht sie nicht aus, mit ihren vielen Klüften und Vorsprüngen, Hand und Fuß sollten sicheren Halt finden können, doch durch den Bewuchs mag sie auch ihre Tücken haben. Gespannt beobachtet Tyalfen, wie sich sein Freund anstellt und er macht sich doch recht gut. Einen Moment lang hält er den Atem an, da Aneirins Halt wegbricht, doch als er sich fängt, entspannt sich auch der Elb wieder. Mit einem Mal jedoch hält Aneirin inne ohne dass irgendein Grund erkennbar wäre, legt auch nicht dem Quarz in die Wand. Höhenangst? Vielleicht hätte er besser nicht hinab schauen sollen. Allerdings wirkt der Barde von hier unten nicht sonderlich verkrampft.
„Leg den Stein ab und komm runter.“, ruft ihm Tyalfen zu.
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

This post has been edited 1 times, last edit by "Tyalfen" (Feb 16th 2014, 10:18pm)


Dayan

Unregistered

18

Wednesday, February 26th 2014, 4:23pm

21. Langschnee

Noch nie hat Dayan jemand so ungeschickt klettern sehen. Es muss auch schwer sein die langen Hachsen zu kontrollieren und der ... Ähm Herzländer? Aneirin stellt sich für einen solchen ganz gut an, nur empfindet es die Wandlerin so nicht, sondern vielmehr als Angriff auch ihr aufgewühltes Herz. So knetet sie den Mantel des Barden und rügt sich jedem Atemzug dafür irgendwelche Traditionen fern ab der Heimat zu wünschen, wenn es doch nur schnell vorbei ginge! Sie zieht die Luft scharf ein als Aneirin etwas abrutscht und hätte bei nächst den Mantel fortgeworfen und zu ihm hochzuklettern. Erst als Tyalfen ihm verständlich macht, er solle den Stein ablegen und hinabsteigen füllen sich ihre Lungen wieder mit Luft: "das reicht!" Komm runter bevor mir schlecht wird. Und der Zopf... Der erinnert mich ohnehin nur an das Bäckermädchen! "Das sieht hervorragend aus! Toll, wie du das machst. Nur halte dich auch hinunter gut fest, hörst du?!"

Dayan wendet sich etwas vom Elben ab. Die dreiste Lüge steigt ihr so denn auf die Wangen. Das musste er ja nicht gleich sehen. Dennoch bleibt sie so stehen, dass sie jeden Schritt Aneirins hervorsehen kann und ihm notfalls zu sagen wohin sein Riesenschuhwerk treten soll.

Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

  • Send private message

19

Sunday, March 2nd 2014, 11:23am

21. Langschnee

Aneirins Finger umschließen eine Wurzel, als er Tyalfens und Dayans Stimmen vernimmt. Er wagt erneut einen Blick über die Schulter zu den beiden herunter. ‚Was haben sie bloß?‘, fragte er sich, nachdem beide darauf drängen, er solle wieder hinuntersteigen. Er wollte doch nur wissen, ob die Höhe ausreichend ist, nicht, ob er endlich wieder hinunter klettern dürfte. Stellte er sich in den Augen der beiden etwa so ungeschickt an? Er selbst fühlt sich gerade nämlich alles andere als unwohl, ja hat sogar inzwischen rechte Freude an der Aufgabe gewonnen, die ihm anfangs so unliebsam erschien.
„Sie haben Recht. Er sollte besser wieder hinab klettern“, erklingt eine leise männliche Stimme. Überrascht und aufmerksam zugleich wandern Aneirins Augen über die felsige Wand zu seiner Rechten. Seit sie in diesen Wald gekommen waren, hatte er ständig das Gefühl beobachtet und gar ausgelacht zu werden. Nicht unbedingt immer von den gleichen Wesen, wenn es denn überhaupt derlei waren. Vielleicht war es auch nur das Rauschen der Blätter. „Unsinn. Den letzten Rest schafft er nun auch noch“, antwortet eine weibliche Stimme, der ein Kichern folgt.
„Wer-?“, will der Barde gerade fragen, als er sie entdeckt. Sie sehen aus wie gewöhnliche Menschen, doch sind sie so viel kleiner. So klein, dass selbst Dayan neben den beiden riesig wirken würde. Gerade einmal die Größe eines seiner Finger haben sie erreicht. Verblüfft mustert Aneirin die beiden, die miteinander diskutieren, ob er denn nun hinunter oder hinauf klettern soll. „Bei der Art und Weise wie er klettert wundert es mich, dass er es überhaupt bis hierher geschafft hat.“
„He…“, meldet sich Aneirin empört zu Wort, seine Verwunderung beiseite schiebend. „Was soll das denn heißen?“ Nun ist es an den beiden ihn überrascht anzublicken, als hätten sie nicht damit gerechnet entdeckt zu werden. Die winzige Frau macht einen Schritt auf ihn zu. „Es soll heißen, dass er keine Ahnung hat. Klettere nur weiter! Ich bin sicher, du schaffst das“, kichert sie, während der kleine Mann mit den Augen rollt. „Und wenn er hinunter fällt? Was dann?“ Aneirin blinzelt und blickt ein drittes Mal hinunter, woraufhin sich seine Finger unbewusst stärker in die Wurzel krallen. Was auch immer er tun würde, er sollte es bald tun. Nicht, dass die Wurzel bald ihren Halt aufgibt.
Seine Hand greift in seine Hosentasche und holt den Rosenquarz hervor. „Verzeiht, ich soll das hier ablegen.“ Vorsichtig schiebt er den Stein an den beiden vorbei in eine Nische. „Nein, wie hübsch“, quietscht die Frau und streicht mit einer Hand über den für sie riesigen Quarz. „Ihr lasst ihn doch dort, nicht wahr?“, vergewissert sich der Barde und fragt sich im selben Augenblick, was er von der Situation überhaupt halten soll.
Die beiden Fingerlinge schauen einander an und grinsen plötzlich recht breit. „Wir lassen den Stein dort“, erwidert die Frau. „Aber nur unter einer Bedingung“, fügt der Mann hinzu. Die kleine Dame kommt etwas näher und schwingt sich behände auf seinen Arm, um darüber zu seiner Schulter zu balancieren. „Du kletterst ganz hinauf, ohne herunter zu fallen.“ Aneirin blickt nach oben und schielt anschließend wieder nickend zu der Frau auf seiner Schulter. Erwartungsvoll schauen die beiden ihn an. „Und ihr versprecht den Stein zu lassen wo er ist, wenn ich es schaffe?“ Mann und Frau nicken freudig und überzeugend.
Aneirin seufzt tief und verändert seinen Griff um die Wurzel. Eigentlich sollte es genügen, dass er den Stein dort abgelegt hat. Und wenn er vernünftig wäre, würde er die beiden ignorieren und wieder hinunter klettern, wie Tyalfen und Dayan es wollten. Aber in seinem Stolz fühlt er sich ein wenig zu sehr gekränkt, als dass er nun so einfach aufgeben würde. Er wird ihnen allen schon zeigen, dass er zu mehr imstande ist. „Also schön“, stimmt er daher zu und mit einem Satz ist das Fräulein an Aneirins Hemdkragen und krallt sich hinein. „Na dann, los!“, fordert sie.
Konzentriert klettert der Barde die Felswand hinauf. ‚Was, im Namen der Zwölf, tut ich hier eigentlich?‘, fragt er sich zwischendurch. Einmal glaubt er, Dayans Stimme zu hören, die er aber genauso ignoriert, wie das aufgeregte Schlagen seines Herzens. Sich jetzt bloß nicht ablenken lassen, nicht nach unten schauen. Es gibt nur die Herausforderung und ihn. Für Dayan, um ihre Erwartungen zu übertreffen. Aber vor allem für sich selbst. Nur das Kichern der Frau an seinem Ohr, vernimmt er zwischenzeitlich, was ihn breit grinsen lässt.
Schließlich ist die oberste Kante greifbar und mit einem kräftigen Ruck zieht er sich hinauf. „Gut gemacht“, flüstert die Stimme an seinem Ohr. Doch als er sich zu ihr umsieht, ist die kleine Frau schon verschwunden, als wäre sie nie da gewesen. Nur ein sich entfernendes Kichern ist noch zu vernehmen. Verdutzt steht Aneirin auf und reibt die Hände aneinander, um die Erde loszuwerden. Erleichert atmet er durch und tritt dann lachend, aber vorsichtig, an den Rand der Felswand, um zu Dayan und Tyalfen hinunter zu lugen. „HE!“, ruft er und winkt und jubelt. Dann legt er die Hände wie einen Trichter an seinen Mund, so dass es auch sicher unten ankommen würde, was er sagen will. „Dayan!“, ruft er und stellt sicher, dass sie ihm ihre Aufmerksamkeit schenkt, bevor er mit leichtem Herzen weiter spricht und seine Arme ausbreitet, als würde er die ganze Welt umarmen wollen: „Ich liebe dich!“
Avatar © 2013 liegt bei der wundervollen Azra

Dayan

Unregistered

20

Wednesday, March 5th 2014, 4:19pm

21. Langschnee

"Was treibt er da?" Fragt sich Dayan laut und folgt dem Barden gnadenlos mit ihren Augen. Jeden Zug, jeden Schritt hinauf hat sie gesehen und holt erst wieder tief Luft als ihr Liebster oben ist. "Oh endlich! Du verdammter Narr!" fügt sie nicht ohne eine deutliche Spur Erleichterung in der Stimme hinzu als der Barde endlich oben angekommen ist. Zumindest weiß sie, dass er dort oben ist und vermutlich schwer atmend und wie ein Fisch am Strände liegend, nach Luft schnappt. Aber und das ist der ausschlaggebende Punkt, er wäre stolz auf sich, so wie sie es ist, so wie es alle jungen Burschen waren, sobald sie den Menhirs besiegt hätten vor dem sie Jahr um Jahr standen und auf diesen Tag warteten.

Aneirin taucht auf und sofort hält Dayan. Die Luft an. So leichtsinnig er da stand, könnte er vor lauter Freude und Frohsinn glatt den Halt verlieren. Da ruft er sich die Seele vom Leib. Einfache drei Worte und doch in der Zusammensetzung alles was sie hören will.

Sofort springt Dayan tanzend hin und her und mit einer fliessenden Bewegung fallen ihr Gewänder und mit einer entzückenden Kehrseite zu Tyalfen springt sie galant in die Luft, flimmert kurz und schraubt sich mit dem Aufwind hinauf in den Himmel. Eine Feder kreist dabei langsam zu Boden und bleibt beim Elben liegen. Der Sithechrabe hingegen kräht fröhlich und schwingt sich in einer weiten Bewegung und einer vollendeten Grazie zu Aneirin. Noch während der große Vogel auf ihn zukommt wandelt sich wieder Tier in Mensch und springt Aneirin in die Arme um ihn einen wilden Kuss zu rauben und, und darauf kommt es an, ihn umzustürzen. "Ich dich auch. Ich liebe dich vom ganzen Herzen. Du machst mich so glücklich!", flüstert sie ihm immer wieder unter Küsschen zu. "Aneirin, bitte klettere nicht mehr, ja...?"

Similar threads