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1

Sonntag, 1. Dezember 2013, 12:08

Adventskalender

1. Langschnee


von Matthias Claudius
Ein Lied, hinterm Ofen zu singen


Der Winter ist ein rechter Mann,
kernfest und auf die Dauer;
sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an
und scheut nicht süß noch sauer.

War je ein Mann gesund, ist er's;
er krankt und kränkelt nimmer,
weiß nichts von Nachtschweiß noch Vapeurs
und schläft im kalten Zimmer.

Er zieht sein Hemd im Freien an
und lässt's vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Kolik in Gedärmen.

Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
hasst warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
adventskalender-1-0169
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn's Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;

wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich' und Seen krachen;
das klingt ihm gut, das hasst er nicht,
dann will er sich tot lachen.

Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
beim Nordpol an dem Strande;
doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schveizerlande.

So ist er denn bald dort, bald hier,
gut Regiment zu führen.
Und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren.

2

Montag, 2. Dezember 2013, 09:44

2. Langschnee



Die stille Zeit

Die Winterwelt zieht uns in ihren Bann,
die Luft so rein und kalt und klar,
die Welt hält kurz den Atem an –
in der schönsten Zeit im Jahr!

Die Schneeflöckchen im sanften Tanz,
Ruhe und Frieden für den einen Moment,
mit Kerzenschein und Lichterglanz
kommt die stille Zeit – Advent!

© 2012 Adventsgedichte.org

3

Dienstag, 3. Dezember 2013, 09:43

3. Langschnee



Advent

von Hilde Fürstenberg

Im Tale sind die Blumen nun verblüht
Und auf den Bergen liegt der erste Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
In Eis verwandelt ist der blaue See.

Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
Und in des Winters Kälte angstvoll gehen,
Könnt ich in aller tiefen Dunkelheit
Nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehn.

Es leuchtet fern und sanft aus einem Land,
Das einstens voll von solchen Lichtern war,
Da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
Und trug in Zöpfen noch mein braunes Haar.

Verändert hat die Welt sich hundertmal
In Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahre Mühen, Freud und Qual
Leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!

4

Mittwoch, 4. Dezember 2013, 09:35

4. Langschnee


Christmarkt vor dem Berliner Schloss
von: Gottfrid Keller

Welch lustiger Wald um das graue Schloß
Hat sich zusammengefunden,
Ein grünes bewegliches Nadelgehölz,
Von keiner Wurzel gebunden!

Anstatt der warmen Sonne scheint
Das Rauschgold durch die Wipfel;
Hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,
Das Räuchlein zieht um die Gipfel.

Es ist ein fröhliches Leben im Wald,
Das Volk erfüllt die Räume;
Die nie mit Tränen ein Reis gepflanzt,
die fällen am frohsten die Bäume.

Der eine kauft ein bescheiden Gewächse
Zu überreichen Geschenken,
Der andre einen gewaltigen Strauch,
Drei Nüsse daran zu henken.

Dort feilscht um ein verkrüppeltes Reis
Ein Weib mit scharfen Waffen:
Der dünne Silberling soll zu gleich
Den Baum und die Früchte verschaffen!

Mit glühender Nase schleppt der Lakei
Die schwere Tanne von hinnen,
Das Zöfchen trägt ein Leiterchen nach,
Zu ersteigen die grünen Zinnen.

Und kommt die Nacht, so singt der Wald
Und wiegt sich im Gaslichtscheine;
Bang führt die arme Mutter ihr Kind
Vorüber dem Zauberhaine.

Einst sah ich einen Weihnachtsbaum:
Im düstern Bergesbanne
Stand eisbezuckert auf dem Granit
Die alte Wettertanne.

Und zwischen den Ästen waren schön
Die Sterne aufgegangen,
Am untersten Ast sah ich entsetzt
Die alte Schmidtin hangen.

Hell schien der Mond ihr ins Gesicht,
Das festlich still verkläret;
Weil sie auf der Welt sonst nichts besaß,
Hatte sie sich selbst bescheret.


5

Donnerstag, 5. Dezember 2013, 08:53

5. Langschnee


Kalter Winter - warmes Herz


Wenn es kalt wird und dann Glocken klingen,
wenn Kinder frohe Lieder singen,
wenn das Eis ans Fenster Blumen malt,
wenn überall Kerzenlicht erstrahlt,
wenn Tannen-, Zimt- und Kekseduft allerorts liegt in der Luft,
wenn nachts fleißige Engelchen schon fliegen,
sich Schneeflöckchen im Winde wiegen,
dann wird es uns, trotz "Frostalarm",
ums Herz herum wohlig und warm –
dieses Gefühl ein jeder kennt. . .
kalter Winter – herzerwärmender Advent!

© 2012 Adventsgedichte.org


6

Freitag, 6. Dezember 2013, 09:07

6. Langschnee



Holler Boller

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.

Volksgut


Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Zitat Nelson Mandela



[/quote]

7

Samstag, 7. Dezember 2013, 07:48

6. Langschnee

[

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Volksgut



Die Güte des Menschen ist eine Flamme, die zwar versteckt, aber nicht ausgelöscht werden kann.
Zitat Nelson Mandela



[/quote]

8

Sonntag, 8. Dezember 2013, 08:42

8. Langschnee


2. Advent

Der zweite Sonntag im Advent
Die zweite Kerze heute brennt.
Mit der ersten Kerze Schein,
möchte sie vereinigt sein.

Zwei Kerzen leuchten still und hell.
Die Zeit der Weihnacht geht so schnell.
Die Kinder steh´n vor den Schaufenstern still.
Weil jedes doch was haben will.

Zwei Kerzen leuchten uns nun zu.
Sie verstrahlen eine Ruh´.
In weißen oder bunten Farben.
Geben alles was sie haben.
© A. Adams

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.
Zitat Nelson Mandela


Barbara Tag
Ein Kirschzweiglein ins Wasser stellen...

9

Montag, 9. Dezember 2013, 07:44

9. Langschnee


Weihnachtszeit

Hört, es schallen Himmelslieder
Lieblich zu der Erde nieder:
In der heil'gen Nacht
Gottes Liebe wacht!
Halleluja!

In den Festesklang der Glocken
Mischt sich jubelndes Frohlocken:
Gnade wird uns heut
In der Weihnachtszeit!
Halleluja!

Die so treu am Heiland hangen,
Mög' sie alle lieb umfangen
Bei dem Lichterbaum
Sel'ger Kindheit Traum!
Halleluja!

Julius Gersdorff (1849 - 1907)


Wenn man einen hohen Berg bestiegen hat, stellt man fest, dass es noch viele andere Berge zu besteigen gibt.
Zitat Nelson Mandela



10

Dienstag, 10. Dezember 2013, 08:37

10. Langschnee


Adventswarten

Es ist das ganze Leben
für den, der Jesus kennt,
ein stetes, stilles Warten
auf seligen Advent.

Er kommt, heißt unser Glaube,
er kommt, heißt unser Trost,
wir hoffen in der Stille
und wenn das Wetter tost.

Wir schauen auf im Kampfe,
wir seufzen oft im Dienst:
Ach, dass du kämst, Herr Jesu,
ach, dass du bald erschienst!

Hedwig von Redern (1866 - 1935)




11

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 07:03

11. Langschnee


Advent
© Vicco v. Bülow alias Loriot


Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort, von ferne her durchbricht
den dunklen Tann ein helles Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
Am Niklasabend muss es sein.

Und als das Häslein ging zur Ruh,
das Rehlein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei- drei- viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sterne traulich funkeln.

Und in der Guten Stube drinnen,
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Weidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
was der Gemahl bisher vermied.
Behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück.
Und packt sodann, es geht auf Vier -
die Reste in Geschenkpapier.

Von Ferne tönt´s wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist's, der in so tiefer Nacht
so spät noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt auf goldnem Schlitten
mit einem Hirsch herangeritten.
Sagt, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Die sechs Pakete, heil'ger Mann,
s' ist alles, was ich geben kann.
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise,
die Silberschellen klingen leise,
im Försterhaus die Kerze brennt,
die Glocke klingt, es ist Advent.




12

Donnerstag, 12. Dezember 2013, 08:21

12. Langschnee


Was wäre wenn ...?
© Dieter Haberland


Advent, Advent ein Lichtlein brennt ...

Diesen Vers kennt jedes Kind,
egal wie alt die Kleinen sind.

Was ich euch heute sagen möcht',
das kennt ihr sicherlich noch nicht!

Was wär, wenn's gäb kein Tannengrün,
Adventszeit wär nur halb so schön.

Und stellt euch vor, ganz ohne Kerzen,
das könnten wir wohl kaum verschmerzen,
denn Kerzen sind, ob groß ob klein,
für die Gemütlichkeit ganz fein.

Die Kekse, die sind auch sehr wichtig,
wenn die nun fehlten, wär das richtig?
Ich glaub da sagen alle nein,
denn naschen, ja, das muss jetzt sein.

Doch außer Keksen, das ist klar,
gibt's Marzipan, wie wunderbar
und Lebekuchen, Mandarinen,
Haselnuss und Apfelsinen.

Die verkürzen uns die Zeit,
ohne sie das Fest wär weit.

Kalender mit viel guten Sachen,
kann das Warten leichter machen.
Gäb's ihn nicht, wär er nicht da,
erfänd ich ihn, das ist doch klar!

Fehlten Lieder und Gedichte,
das wär 'ne schreckliche Geschichte.
Wenn's die nicht gäb, ich sage dir,
diese Seite wär nicht hier.

Und ganz schlimm wäre es, ich denke,
gäb's Heilignacht keine Geschenke
und keinen schönen Tannenbaum,
zerplatzt wär dann so mancher Traum.

Wunschzettel könnten wir uns sparen,
kaufen müssten wir die Waren
und die Gans im großen Bräter,
äßen wir dann viel, viel später.

Doch zum Glück gibt's alles - klar
und ist das nicht so wunderbar?
Drum freuet euch und seid bereit
für die schöne WEIHNACHTSZEIT!!




13

Freitag, 13. Dezember 2013, 08:25

13. Langschnee


Jammern auf hohem Niveau
© Norbert Lehner


Uns geht's so schlecht, schon Jahre lang,
so hört man's klagen, da wird einem bang.

Doch jetzt im Advent, wo Weihnachten naht,
da plagen uns Sorgen ganz anderer Art:

Was soll ich den Freunden, Verwandten denn schenken?
Und ob die dann auch an mich wohl denken?

Der Liebsten Schmuck, Parfüm oder Kleider?
Doch hat sie schon alles im Übermaß – leider!

Den Eltern vielleicht eine schöne Reise?
Die waren schon überall, denk ich leise!

Der Sohn auf ein neues Handy baut,
er hat zwar schon zwei, doch die sind out!

Es könnt' auch ein neuer Computer sein,
er hat schon einen – doch viel zu klein!

Den Freunden Zigarren oder Wein?
Doch ist das genug – nicht viel zu klein?

Man kann nicht mehr schlafen, was soll ich nun geben?
Was kann man noch brauchen zum „Schöner Leben“?

Man denkt dann oft an vergangene Zeiten,
oder an Armut in anderen Breiten!

Man könnte sich freuen an kleinen Dingen
und damit so viel Freude bringen.

Doch leider ist's bei uns nicht mehr so –
wir jammern weiter auf hohem Niveau!




14

Samstag, 14. Dezember 2013, 19:45

14. Langschnee


Es ist Advent, die Welt in Stille

Hell erleuchtet sind die Fenster,
Haus und Hof sind zugeschneit
und ein Jeder fühlt im Herzen,
Ruhe und Besinnlichkeit.

Verlassen sind die Straßen heute,
dunkel ragen Tannen auf,
friedlich und von hellem Glanze,
liegt pulverweißer Schnee darauf.

Aus den Häusern, aus den Stuben,
hört man friedlichen Gesang,
am Himmel strahlen, leuchten Sterne,
zu weihnachtlichem, süßen Klang.

Es ist Advent, die Welt in Stille,
es bleibt kein Platz für Traurigkeit
und ein jeder fühlt im Herzen,
Freude und Behaglichkeit.




15

Sonntag, 15. Dezember 2013, 08:54

15. Langschnee



3. Advent

Nach Kerze eins kommt Kerze zwei
Nach Kerze zwei kommt Kerze drei
Die dritte Kerze ist heute wichtig.
Und jeder freut sich doch so richtig
auf den neuen Sonntag jetzt
der da wird zu guter Letzt
abgelöst von Kerze vier
Doch sieben Tage steht sie hier

Drei Kerzen brennen jetzt, und nun
Gibt es noch allerhand zu tun.
Bald wird in der Weihnachstwelt
Der Tannenbaum gar aufgestellt.
Geschmückt mit Kugeln und mit Kerzen
Erfüllt von Aufregung im Herzen.
Dann bald, da brennt die Kerze VIER
Und das Christkind ist bald hier.

© A. Adams

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns erschreckt.
Zitat Nelson Mandela



Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dayan« (16. Dezember 2013, 07:33)