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Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

Occupation: Bäcker

Location: Talyra

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61

Tuesday, October 29th 2013, 10:56pm

Zunächst wortlos erhebt sich der Elb und faltet die Decke ohne die beiden eines Blickes zu würdigen. Aneirin befürchtet, er könnte etwas falsch gemacht haben, obwohl er eigentlich helfen wollte. Er blickt hinunter auf das Bündel in seinem Arm und muss trotz allem unwillkürlich lächeln, denn Aneirin hatte es sich angeeignet in den Dingen, die geschehen, immer etwas Gutes zu suchen. Und obwohl er sich seine ersten Stunden in dieser Stadt so beileibe nicht vorgestellt hat, hat er zwei interessante und völlig verschiedene Individuen kennengelernt und ist gerade dabei einem von ihnen in einer scheinbar schweren Lage zu helfen. Und helfen ist doch etwas Gutes. Der junge Mann blickt auf als der Elb wieder an ihn herantritt.
< „Nun werdet ihr sie langsam auf die Decke legen, während ich dabei ihren Arm stütze. Dann will ich euch zeigen, wo ihr auf mein Zeichen, ihren Arm packen und kurz und beherzt ziehen werdet und nichts anderes tun.“ >
Aneirin unterdrückt den Schauer, der ihm über den Rücken laufen will und starrt den Elben an. Er soll an diesem sowieso schon so zerbrechlichen Wesen ziehen? Was, wenn er es noch schlimmer macht?
< „Können wir?“ >, fragt ihn dieser. Aneirin zögert noch einen winzigen Augenblick, nickt dann aber entschlossen und zuversichtlich. Immerhin war sein Gegenüber ein Heilkundiger. Er weiß scheinbar genau, was zu tun ist, und Aneirin ist sich sicher, dass es in diesem Moment das Beste ist auf ihn und seine Fähigkeiten zu vertrauen und genau das zu tun, was man von ihm verlangt. Er will schließlich helfen.
„Bereit!“ Wie auf ein Zeichen heben beide den Körper der Bewusstlosen auf die Decke. Der Elb stützt den Arm des Wesens und folgt Aneirins Bewegung sicher und bedacht. Als sie schließlich auf der Decke liegt, schlägt er den Mantel an der verletzten Schulter zur Seite, so dass Schulter und Arm frei liegen. Aneirin sich genau erklären, wie er ihren Arm zu greifen hat und wann er in welche Richtung ziehen soll. Vorsichtig umgreift er mit seinen Händen den zarten Arm.
„So?“, sichert er sich noch einmal ab und wartet dann auf weitere Instruktionen.
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Dayan

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62

Wednesday, October 30th 2013, 8:36am

Schmerzen, so stark und so kräftig, so erschütternd und zerreißend, wie Dayan sie nicht kennt, als stünde sie selbst in haushohen alles verschlingenden Flammen. Es ist heiß, fürchterlich, schrecklich. Die Wanderin kennt Angst, aber niemals zu vor war sie die Geisel, nicht so. Bisher war es ihr immer gelungen sich davon zu machen.


Dann Licht, so rein und so klar wie das Lied Eas. Kühlend und beruhigend wie es nichts auf der Welt noch einmal geben könnte. Es war schon da, hatte sie erwartet, freudig aufgenommen, nur wollte oder könnte Dayan nicht über Furcht und Schmerzen hinweg sich auf das Licht konzentrieren, es nicht festhalten oder sich dran klammern. Sie wollte, vertrauen, doch im Letzten siegte sie nicht. Scharm steigt auf, doch das Gefühl wehrt nur Herzschläge. Etwas streifte ihren Geist und ließ alles hinter sich. Da waren keine Schmerzen, keine Übelkeit, keinerlei Empfinden. Nur die Ruhe. Dayan fühlt sich federleicht, wie betäubt, einfach schwerelos, vielleicht wie das Licht von vorhin.


Sucht mich im Wald und in den Feldern, im Meer und an Land, im Schatten der Bäume und im Wind auf den Weiden, denn dort erwartet euch mein Segen...


Dayans Leib und Seele beruhigen sich. Lassen nun endlich geschehen, was getan werden muss.




Dayan kleine Gestalt wird fürsorglich betreut. Die beiden Helfer betten sie vor sich und legen den ausgekugelten Arm in Position, damit er mit ihrer Hilfe wieder in seine Gelenkpfanne schlüpfen kann. Es mag durchaus ein Segen für die Wandlerin sein, dass sie nicht mitemfinden muss, wie man ihr dies verrichten wird.

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Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

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63

Wednesday, October 30th 2013, 10:45pm

„Ja, genau so..“ Tyalfen ist zufrieden und klopft dem jungen Mann aufmunternd auf die Schulter. Ohne sich gegen die Gefühle und Absichten des jungen Mannes nach Abbruch des Zaubers wieder gewappnet zu haben, spürt er dessen innigen Wunsch, der Wandlerin zu helfen und seinen Weisungen Folge leisten zu wollen , selbst anfänglichen Selbstzweifeln zum Trotz. Solang er die Menschen nicht anders einschätzen kann, beschließt der Elb, wird er sich in relevanten Situationen der Empathie bedienen und sieht keinen Frevel darin, Leibeswohl über Privatsphäre zu stellen.
„Aber erst auf mein Zeichen. Ich muss vorher etwas richten.“
Doch bevor er wieder im Zauber versinkt, hebt er der Wandlerin Lider, ob ihre Augen auf Licht reagieren, prüft die Stabilität ihres Pulses und die Regelmäßigkeit ihres Atems. Wieder konzentriert er sich auf gleiche Weise auf die magische Gabe, wieder dringt ein Licht aus seinen Handflächen, wieder taucht er damit in die Schulter der jungen Frau ein, sieht von Neuem, ob beim Anheben ihres Körpers weitere Verletzungen aufgetreten sind und erkennt zu seiner Erleichterung, dass es wohl eine Veränderung gab, eine äußerst positive. Der eingeklemmte Nerv, auf den der Knochenkopf gedrückt hatte, liegt frei.
Dann beginnen seine Hände fingerfertige Bewegungen in die Luft zu zeichnen, leicht und schnell, als webten, zupften, knüpften, zwirbelten und spannten sie ein unsichtbares Geflecht, das äußerliche Zeichen, dass er Gelenklippe an Pfanne und Band an Knorpel fügte. Schlussendlich gibt er seinem Helfer das Zeichen, presst seine Linke auf der Wandlerin Schulter, während seine Rechte den jungen Mann heranwinkt.
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

Aneirin

Stadtbewohner

Posts: 649

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64

Thursday, October 31st 2013, 3:16pm

Geduldig wartet Aneirin auf das Zeichen des Elben. Beeindruckt, aber weiterhin konzentriert, beobachtet er die Bewegungen seiner Finger. Weder sieht noch spürt er eine Veränderung, dennoch vertraut er darauf, dass der Elb das richtige tut.
Als er schließlich das Zeichen bekommt, packt Aneirin den Arm des Mädchens und zieht, wie ihm geheißen, kurz aber beherzt daran. Sofort lässt er ihren Arm los und lehnt sich ehrfürchtig zurück.
‚Oh, ich hoffe, ich habe es nicht schlimmer gemacht. Hoffentlich ist alles in Ordnung‘, schießt es ihm durch den Kopf. Er sieht den Elben an und wartet ab.
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Dayan

Unregistered

65

Thursday, October 31st 2013, 4:48pm

Mag Dayans Leib und Seele betäubt sein, so vermag ihr Geist sich dennoch nicht völlig zu beugen, oder vielleicht sollte er auch frei sein. Wer vermag schon als normal Sterblicher dies zu beurteilen. Wie so oft findet man den Weg im Glauben und wie jeder andere im Wolkenvolk bekennt sich die Wandlerin zur Mutter aller. Wann immer Dayan in die Lüfte steigt, oder mit atemberaubender Leichtigkeit über den Schnee jagt ohne auch nur tiefer einzusinken, weiß sie, was Freiheit, Wildheit, Schönheit, Leichtigkeit, Zerbrechlichkeit, Kraft... Einfach alles ist... Sie... Und sie spendet ihr auch jetzt Trost, lässt sie nicht in der Dunkelheit sitzen und wacht über sie. Ea Sand ihr in der Not zwei ihrer wunderbaren Söhne.


Für einen Moment flattern Dayans Augen unter den Lidern gestresst und unruhig hin und her. Just in dem Moment als Aneirin an ihrem Arm zieht und für einen Augenblick friert alles in ihr ein, doch durchdringt kein Schmerz die Ruhe, die der Elb ihr schenkte, ihr förmlich auferlegt hat.
Dann ist alles wieder wie zuvor. Die kleine Gestalt ruht friedlich auf der Elbebdecke, ist eingehüllt in Bardentuch und erfreut sich eines wunderbar ruhigen Pulses, einer flachen, aber gründlichen Atmung und einem inneren Frieden. Alles würde gut werden...

Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

Occupation: Aniran / Heilkundiger

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66

Thursday, October 31st 2013, 7:59pm

Er hätte es selbst nicht besser tun können! Durch des jungen Mannes beherzten Zug springt der Knochenkopf von seiner flachen Hand geleitet in die gerichtete Gelenkpfanne zurück, wie er es soll. Tyalfen vergewissert sich, dass das Schultergelenk reibungslos funktioniert, hebt der Wandlerin Arm an ihrem Handgelenk an und legt ihn behutsam wieder ab. Doch bevor er den Nebel von ihrem Geist zieht, webt er einen anderen um die Muskel und Nervenbahnen der Schulter, denn weder soll sie den Arm sogleich wieder beanspruchen, noch unnötig Schmerz leiden. Kraftlos und taub würde er sich anfühlen, wenn sie wieder zu sich kam, doch im Laufe der nächsten Tage würde sein Einfluss verblassen. Nun löst er den Schleier von ihrem Bewusstsein und lässt ihn zusammen mit seinem Zauber flüchten. Es könnte einige Augenblicke dauern, bis die Wandlerin erwacht, denn das Bewusstsein eines jeden Geschöpfes hat seine eigene Spielweise. Tyalfen indessen sammelt sich und verschließt seine Empathie vor jeglichem fremden Einfluss.
„Dank eurer Hilfe hat sie es gut überstanden und wird gleich zu sich kommen. Kennt ihr sie?“ Wenn nicht dem Namen nach, dann vielleicht vom sehen?“
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

Aneirin

Stadtbewohner

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67

Friday, November 1st 2013, 12:01pm

Aneirin seufzt leise, aber erleichtert. Es scheint, als hätte der Elb nichts zu bemängeln, nachdem er das Wesen noch einmal eingehend untersucht hat. Während sich Aneirin erhebt und seine Laute aufhebt, um sie wieder sicher umzuschnallen, wendet sich der Elb an ihn.
<„Dank eurer Hilfe hat sie es gut überstanden und wird gleich zu sich kommen. Kennt ihr sie? Wenn nicht dem Namen nach, dann vielleicht vom sehen?“>
Sogleich schüttelt Aneirin den Kopf.
„Nein, jemandem wie ihr begegne ich heute zum ersten Mal“, antwortet er mit einem Lächeln und zieht den Gurt seiner Laute etwas fester. „Ich bin erst seit wenigen Stunden in der Stadt und kenne hier auch sonst niemanden.“ Er hockt sich wieder neben das Wesen, schlägt den Mantel wieder um ihren Körper und beobachtet wie sie ruhig und gleichmäßig atmet. „Ich war gerade auf der Suche nach einer Bleibe für die Nacht.“ Sein Magen knurrt unüberhörbar und Aneirin grinst verlegen. „Und nach einem Ort, an dem es sich gut speisen lässt.“ Er schaut den Elben an und streckt ihm seine Hand entgegen.
„Mein Name ist Aneirin.“
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Dayan

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68

Friday, November 1st 2013, 1:04pm

Dayans hört zuerst Worte wie durch eine Höhle, ein ganzes Höhlensystem gerufen. Der Wiederhall prallt hier und dort ab und klingt wie ein ganzes Orchester wirr klingender, misstönlicher Haufen. Dann aber flachen die Wellen ab und die Sprache wird leise und sanft. Es klingt schön, so schön, dass ihr Tränen in die Augen steigen. Die Stimmen gehören zwei Männern, unverkennbar, und zwar genau den beiden, die ihr geschickt wurden, und sie muss unwillkürlich lächeln, leicht nur, denn ihr Bewusstsein ist noch nicht in der Lage zur völligen Besinnung zu kommen. Sie fühlt sich leicht und umsorgt, auf eine merkwürdige Art und Weise beschützt, so wie schon lange nicht mehr und sie war und ist noch nicht bereit dieses Gefühl loszulassen, aus Angst es würde spürbar kühler und hässlicher sein.

Doch das Reale fängt sie ein, wie es sich für ein Abendkind gehört. Regung kommt in den kleinen Leib. Ihr Arm fühlt sich taub und schwer an, nicht wirklich gut und schlimmer noch nicht brauchbar! Und so zwingt sie sich durch den Nebel. Ihre Augen flattern, Sie holt tief Luft und lässt sie langsam wieder entweichen, bevor sie blinzelnd die Augen aufschlägt. Vorsichtig tasten ihre Finger der gesunden Seite, den tauben Arm ab, zart und weich in der Bewegung. "Das ward ihr?" Es war keine Frage, es war eine Feststellung. Wie immer musste man sich anstrengen ihre Worte zu hören, so leise waren sie gesprochen.


Dann versucht sie sich aufzurichten. Möchten die beiden ihr geholfen haben, aber Dayan war kein Mensch, der lange in einer Abhängigkeit oder Unterwürfigkeit, verletzbar sein wollte. Beide Tiere, die ein Teil ihrer Persönlichkeit wurden liebten und brauchten ihre Freiheit.


Als nächstes würde sie ihre Kleidung und ihr sonstiges Hab und Gut brauchen, doch ob sie in der Lage war vor die Tore zu treten, konnte sie sich nicht beantworten. Ihr ihr Seelenheil kam eine Wandlung nicht in Frage und das aus mehreren Gründen.
Sie blickt über die beiden hinweg, weit in die Ferne.


"Mitä tuuli kivelle mahtaa" Dayan verzieht genervt ihr Gesicht. Der Ausdruck spricht Bände. "Was kann der Wind dem Stein schon anhaben" übersetzt sie beiläufig in ihrer gewohnten Art und Weise. Sie fixiert den Barden, lässt ihn nicht aus den Augen. "Ihr solltet etwas essen!" Fast klingt Dayan etwas belustigt und anschließend wechselt die Wandlerin ihre Aufmerksamkeit dem Nächsten zu ihrer Seite. Ihn kann sie überhaupt nicht einschätzen. Er war unverkennbar begabt. Wie sagte er noch gleich? Ein Aniran. "Ihr seid kein Mensch." Wieder klingt es nach einer Feststellung, nicht nach einer Frage. "Aber ihr seid nicht hungrig..."


Dayan legt den Kopf schief und beobachtet die beiden. Sie kann sich nicht mal dran erinnern, wann sie zuletzt so in Plauderlaune war und so fragt sie sich schnell ob irgend ein Zauber noch auf ihr lag, so wie auf ihrem Arm, denn dass es so war, war sie sich absolut sicher. Ihr Blick folgt ihren Gedanken und begutachten den Schaden.


Mein lebe bist verwirkt, wenn dass nicht heilt... Wieder eine Feststellung und Trauer steigt in den gletscherblauen Augen auf. Wieder steigt der Gedanke, das Sprichwort in ihr auf und sie wiegt die Worte wie ein Mantra. Es muss heilen...

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Tyalfen

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69

Friday, November 1st 2013, 4:44pm

Er ist hier also genauso fremd, wie er selbst und wusste ebenso wenig, mit welcher Art Geschöpf sie es hier zu tun hatten und dennoch bedenkt er sie mit einer solchen Fürsorge. Nachdenklich betrachtet Tyalfen den jungen Mann, der sorgsam seinen Mantel um die Wandlerin richtet.
Dass er Obdach und Mahlzeit suchte, erfährt Tyalfen ebenso, wie seinen Namen – Aneirin. Zögerlich ergreift Tyalfen seine Hand. Der Handschlag ist ihm nur als Bekräftigung eines Wortes oder als Abschluss eines Handels geläufig. Gerade im Bezug auf Letzteres will er doch vorsichtig sein. Die Schmach des letzten Handels ist ihm noch zu gegenwärtig. „Der meine ist Tyalfen. Es gibt ein Gasthaus hier ganz in der Nähe. Zimmer und Speisen sind akzeptabel … seid nur auf der Hut, will man euch einen Pfirsich aufschwatzen.“ Näher erklären mag Tyalfen seinen wohlmeinenden Rat jedoch nicht und so kommt es ihm gelegen, dass sich die Wandlerin regt.
„Das war ich.“, bestätigt er sanft und leise ihre Worte, auch wenn sie nicht wie eine Frage klingen. „Dein Arm wird sich noch einige Tage taub und kraftlos anfühlen. Du musst ihn schonen wenigstens zwei Siebentage und keine Wandlungen vor dem nächsten Mond!“, mahnt er sie. Es ist schwer zu erraten, was gerade in ihr vorgehen mochte. Sie scheint nicht erleichtert, keine Schmerzen mehr zu fühlen. Sie wirkt, als quälten sie andere Sorgen. Klangen die Worte ihrer eigenen Sprache resigniert? Als sie sie übersetzt, erwidert Tyalfen behutsam: „Der Wind kann den Stein ins Rollen bringen, wenn er Stärke zeigt.“ Und als sie trocken feststellt, dass Aneirin etwas essen sollte, zeigt sich ein amüsiertes Schmunzeln kurz auf des Elben Zügen. Es verschwindet jedoch wieder, als sie richtig bemerkt, dass er weder Mensch noch hungrig ist. Es ist bemerkenswert wie verwunderlich, dass sich ihre Gedanken auf derlei nebensächliche Dinge richten. Viel wichtiger ist doch die Frage: „Wo sind deine Kleider?“
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Aneirin

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70

Friday, November 1st 2013, 5:29pm

Dem Zögern von Tyalfen, endlich kennt er den Namen seines Gegenübers, schenkt er wenig Beachtung und drückt dessen Hand kräftig zum Gruße. Er ist froh, dass der Elb ein akzeptables Gasthaus kennt, auch wenn die Warnung vor einem Pfirsich seine Stirn runzeln lässt. Gerade will er vorschlagen, dort einzukehren, als das Wesen erwacht und auch sogleich wider Erwarten zu sprechen beginnt. Zwar immer noch leise, aber scheinbar aufgeschlossen. Aus irgendeinem Grund hatte Aneirin vermutet, dass sie sich fürchten würde, wenn sie aufwacht.
Zunächst spricht sie in einer Sprache die er nicht versteht, aber wie als wäre sie dessen Gewahr geworden, spricht sie vermutlich denselben Satz in seiner Sprache. Tyalfen erklärt ihr, dass ihr Arm einige Tage Ruhe bräuchte und sie sich nicht wandeln dürfe. Da schaut sie ihn an, ja starrt beinahe. <"Ihr solltet etwas essen!">, stellt sie fest und Aneirin muss kurz lachen und nickt.
Als sich Tyalfen nach ihrer Kleidung erkundigt, wird auch Aneirin wieder aufmerksamer. „Das ist eine gute Frage, um die wir uns als erstes kümmern sollten. Ihr könnt ja nicht nackt umherlaufen! Und um meinen Mantel tragen zu können, müsstet Ihr schon noch ein wenig wachsen.“ Mit einem erwartungsvoll fragenden Lächeln schaut er die Wandlerin an. „Oh, ich bin übrigens Aneirin“, dieses Mal hält er dem kleinen Wesen die Hand entgegen. „Ich bin froh, dass es euch wieder besser geht.“
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Dayan

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71

Friday, November 1st 2013, 8:03pm

Dayan hört die Anweisung und reibt sich nachdenklich den Arm. Dann betrachtet sie den Sonnenstand und sinnt über die Abstände. Für etliche Augenblicke verstreichen die Tage bis zum nächsten Vollmond. Jetzt könnte sie nicht mehr einfach sich aus Eas Schoß nehmen was sie zum Leben brauchte. Sie hatte jenes für sie wertlose Tauschmittel gesammelt, um aus dem Gejagten, ihr, den Jäger zu machen, und das Gefühl loszuwerden verfolgt zu werden.


Sie seufzt schwer. Lange Pläne lösten sich im Nichts auf, einfach so, ohne viel Zutun. Tränen sammeln sich und verwässern die blauen Augen, die sich langsam aber stetig mit Stand des Salzwassers in Bernstein wandeln.


"Meine Stärke ist nicht das." Sie schwenkt mit dem gesunden Arm mit einer katzengleichen Anmut irgendwie leicht abfällig an ihr entlang. Auch diesmal ist ihre Aussprache, die eines Windhauchs. Wegblickend, dass man ihre Tränen nicht sieht.


Wieder zerknirscht ihr Gesicht. Nun ihre Sachen, ihre Kleider waren nicht hier. Sie schnaubt leise. Gern bereit eine Dummheit zu begehen. Schon fragt sie sich wie weit sie käme...
Die Antwort darauf ist niederschmetternd, denn allein der Gedanke aufzustehen drückt ihr die Luft aus den Lungen. Ein Glück vernimmt sie bald ein helles, fröhliches Lachen. Es ist der Musiker, der sich als Aneirin vorstellt, der Hungrige.


Augenblick dreht sie sich wieder zu ihm. Die Trauer verflogen, in Wut gewandelt."Vor den Toren, hungriger Aneirin, wo auch Nüsse und ein Apfel sind. Mit einem Pfirsich kann ich nicht dienen. Pelze mag ich an Früchten nun einmal gar nicht."
Und merklich kühler, und noch leiser fügt sie: "Größe hat nur wenig mit Wachsen zu tun!", hinzu. Es ist eine Drohung, ganz unverkennbar.
Entschlossen reckt sie ihr Kinn vor. Wenn es nicht völlig peinlich und unter ihrer Würde wäre und sie zu stehen vermochte was sie nicht einzuschätzen vermochte, würde sie gern einfach durch die Gassen laufen, durch das nahe Tor schreiten und zu ihren Sachen gelangen. Eigentlich müsste sie Angst haben. Sie hatte immer Ängste, doch jetzt erscheint sie selbst für sich überaus mutig und redselig. Ich muss auf den Kopf gefallen sein!

"Es soll mal einen Herrscher gegeben haben, dessen neue Kleider keine waren..." Meint sie, jetzt wieder milder gestimmt. "Meint ihr, das wäre eine gute Idee?" Spinnst du jetzt völlig?!

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Tyalfen

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72

Friday, November 1st 2013, 11:22pm

„Genug,.“, beendet Tyalfen gelassen aber bestimmt der Wandlerin Worte. Bei aller Nachsicht ob ihrer misslichen Lage ist er nicht Willens Schmähungen gegenüber Aneirin zu dulden. „Du tust ihm Unrecht. Es ist der Übermut der Erleichterung, der seine Worte lenkt. Ich konnte seine aufrichtige Sorge um dich fühlen.“
Damit erhebt er sich und wendet sich ab, zu seinem Gepäck zu gehen, dass noch immer dort liegt, wo er es hat fallen lassen, als er noch einen Raben vor sich glaubte. Doch statt es aufzuheben und zu gehen, öffnet er seinen Reisesack und nimmt das zuoberst liegende Päckchen heraus. „Fangt!“, ruft er Aneirin zu und wirft es ihm zu. In einer geschnürten Lederhaut verpackt, wird er darin getrocknete Früchte und Elbenbrot finden. Nicht mehr viel, schließlich hat Tyalfen während seiner Reise selbst vom Proviant gezehrt, doch es sollte reichen, dem jungen Mann den Magen an diesem Morgen zu füllen. „Für euch, ein kleiner Dank für eure Hilfe.“
Es ist nicht alles, was er seinem Gepäck entnimmt. Mit einem abschätzendem Blick zurück zur Wandlerin, der ihrer Größe gilt, beugt er sich wieder über seinen Reisesack, sucht darin nach etwas geeignetem und findet schließlich eine Tunika, grün wie seine Augen aus feinem Linnen, als Alltagsgewand gedacht nur mit schmaler Rankenstickerei an den Säumen verziert, doch hochgeschlossen und lang genug, ihr als Kleid zu dienen, gleichwohl ihr die langen Trompetenärmel sicherlich entschieden zu groß sein werden. Damit kehrt er zurück und reicht es ihr. „Kleide dich an!“
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Aneirin

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73

Sunday, November 3rd 2013, 4:40pm

Die Wandlerin ignoriert seine ausgestreckte Hand, scheint etwas abwesend. Ihre Stimmung scheint zu kippen, denn plötzlich füllen sich ihre Augen mit Tränen. Aneirin zieht die Hand zurück und mustert die Kleine. ‚Ein seltsames Wesen‘, denkt er für sich, wartet aber weiterhin aufgeschlossen ab, was das Mädchen zu sagen hat.
<"Meine Stärke ist nicht das."> Sie scheint unzufrieden, mit der Situation, mit der Gestalt? Obwohl Aneirin das Gefühl kennt, sich in seiner Haut nicht wohlzufühlen, so kann er sich dennoch nicht vorstellen, dass er eine andere Gestalt bevorzugen würde. Aber er weiß auch, was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen. So stellt Aneirin sich vor wie er sich fühlen würde, wäre er an ihrer Stelle. Überfordert? Hilflos?
Dann plötzlich schaut sie ihn an. Nicht traurig, sondern wütend. Für einen winzigen Augenblick fragt er sich, ob sie vielleicht Gedanken lesen könne, und es ihr nicht passt, dass er sich derlei Gedanken über sie macht.
<"Vor den Toren, hungriger Aneirin, wo auch Nüsse und ein Apfel sind. Mit einem Pfirsich kann ich nicht dienen. Pelze mag ich an Früchten nun einmal gar nicht.">, antwortet sie ihm bezüglich ihrer fehlenden Kleider. Und dann, eine Drohung? Überrascht runzelt der junge Mann die Stirn und wirkt ob dieser Reaktion ein wenig überfordert.
<“Genug.“>, erklingt Tyalfens Stimme im Hintergrund. Die Aufforderung ist bestimmt und der Elb versucht dem Wesen deutlich zu machen, dass er sich lediglich gesorgt habe. Während er spricht, fühlt sich Aneirin kurz wie ein naives Kind, dessen Eltern sich für ihn verantworten, und seufzt innerlich. Dann aber lächelt er und nimmt die Herausforderung der Kleinen an. Bisher war es ihm gelungen, sich mit den meisten Leuten gut zu stellen, etwaige betrogene Ehemänner vielleicht ausgeschlossen.
Als Tyalfen ihm ein <“Fangt!“> zu ruft, blickt er auf und fängt gerade noch ein kleines, verschnürtes Bündel. <„Für euch, ein kleiner Dank für eure Hilfe.“> Aneirin öffnet das Bündel und findet darin getrocknete Früchte und Elbenbrot. Sein Magen macht einen Luftsprung vor Freude, während Aneirin sich bei dem Elben mit einem Kopfnicken und einem Lächeln bedankt. „Ich helfe gerne, wenn ich kann.“
Obwohl er es kaum abwarten kann endlich zu essen, hält er der Wandlerin, die ihn immer noch böse anblickt das Bündel hin und bietet es ihr mit fragendem Blick an, während Tyalfen einige Kleidungsstücke aus seinem Rucksack betrachtet. Er reicht ihr eine Tunika mit den Worten <„Kleide dich an!“>, während Aneirin sich nun doch endlich über das Elbenbrot hermacht.
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Dayan

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74

Sunday, November 3rd 2013, 8:15pm

Dayan zuckt bei jedem Wort ob der schneidenden Zurechtweisung. Als dann noch Aneirin seinen'Lohn' teilen möchte, duckt sie sich wie ein Kätzchnen, dass man mit einem Eimer Wasser bedacht hat. Sie starrt den Elben an, fassungslos und schließlich schuldbewusst. Die Wandlerin schenkt den beiden ein seharimgleiches Lächeln bevor sie beschämt ihr Haupt senkt und ihre Schultern in sich fallen. Dann steht sie auf und bleibt auf wackeligen Füßen stehen. "Verzeiht mir, ich... Ich muss ziemlich durcheinander sein! Ich... Ich erkenne mich... Hm.. Kaum wieder!", flüstert sie und nimmt die Tunika an. Dayan lässt den Stoff zwischen ihre Finger wandern. Er ist fein gewoben, makellos wie der Besitzer selbst und so schüttelt sie nur sanft ihren Kopf als der Mensch ihr vom geschenkten Proviant anbietet. Ihr dreht es den Magen rum, wenn sie nur dran denkt wie sie sich benommen hat. Sie ist nicht hungrig, und etwas mehr anzunehmen wie bisher schon getan, würde sie vermutlich völlig aus der Fassung bringen.
Bitter schluckt sie während ihre Erinnerungen zurückkehren. Wenn es überhaupt noch möglich ist, wird sie noch kleiner. So steht sie einige Augenblicke da wie ein Häufchen Elend, wie ein kleines Kind, dessen Vater eine Predigt über gutes Benehmen von sich gibt. Wie gern würde sie sich einfach gern in Luft auflösen.


Die Pilviihmiset streift, wortlos und mit silbrig glättendem Tränengesicht, sich die Tunika über ihren schmalen Leib. Tyalfen ist fast einen Schritt größer als die Wandlerin und so hängt das grüne Linnen, so leicht es sicher über des Elben Brust gleitet, an ihr wie ein sehr schöner Sack, aber eben wie ein Sack. Als dann noch Dayans Arm, nur der Gesunde, in den Ärmel schlüpft juckt ihr beschämtes Gesicht und sie hat große Mühe ein Lachen zu unterdrücken. Das wäre im Augenblick völlig unangebracht... Aber das Bild das unweigerlich von ihr entsteht, ist einfach... Blöd! Peinlich? Fehlte nur noch ein Spitzhut...
Wieder neigt sie ihren Kopf. Sie dachte immer sie wüsste was Demut bedeutet, aber heute wurde sie belehrt. Große Augen wagen einen zarten Vorstoß:
"Danke, Aniran, danke Aneirin. Ich stehe tief in euer Schuld und ich habe mich euch gegenüber sehr schlecht benommen!"


Ihre Stimme klingt bei Nahe erstickt vor Schuld und Scharm. "Freunde nennen mich Dayan."
Dann schaut sie an sich hinunter, einschließlich der herunterhängenden Trompetenärmel. Eine Augenbraue rutscht nach oben, doch sie erspart sich jeden Kommentar. Der Mantel gleitet zu Boden und Dayan glaubt ihn auf, um ihn mit zittrigen Fingern zusammen zu legen. Schließlich ist die Decke dran, auf der sie noch immer steht.


Sie schluckt einen dicken Kloß im Hals hinunter, bevor sie noch leiser als bisher hinzufügt:"Diese nehme ich an mich bis ich meine Schuld begleiche."
Die Decke verschwindet unter dem Gewirr an Tunikastoff. Dabei verheddern sich mehrfach die viel zu langen Ärmel. Mehrere Flüche, wie immer sehr leise, entweichen ihr in ihrer Muttersprache, die Dayan nicht gedenkt zu übersetzen.

Tyalfen

Stadtbewohner

Posts: 538

Occupation: Aniran / Heilkundiger

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75

Monday, November 4th 2013, 1:54am

„Dayan“ wiederholt Tyalfen ihren Namen leise murmelnd, als könne er das Geheimnis ihrer Herkunft lösen. Wenn ihr Name es vermochte, so bleibt es dem Elben verborgen. Dennoch lächelt er die Wandlerin an, als er sich vor ihr wieder auf die Knie sinken lässt, genaugenommen nur auf eines. „Mich nennen Freunde Tyalfen und unter solchen gibt es keine Schuld.“
Die Decke ist ihm dabei völlig gleichgültig. Sollte sie darüber nach Gutdünken verfügen, wie immer es ihr auch beliebte. Er würde sie nicht länger benötigen, denn sobald er Shadâno Arkendirs Haus gefunden hatte, würde es ihm nicht an bequemer, warmer Lagerstatt mangeln. Unzufrieden ist er allein mit dem Sitz der Tunika. Das scheint sie ebenso zu sehen, auch wenn er kein Wort ihrer Sprache versteht. Die Art, wie sie es sagt, klingt alles andere als angetan. Er hilft ihr, sich aus den verschlungenen Enden der viel zu langen Ärmel zu befreien und bindet die Zipfelenden hinter ihr auf Kniehöhe lose zusammen, dass ihr noch genug Spiel bleibt, den gesunden Arm hinreichend zu bewegen ohne bei jedem Schritt über die Säume zu stolpern. Diese Lösung mag nicht sonderlich elegant sein, doch dazu taugen, heilen Fußes zu ihren Kleidern, Nüssen und Apfel zu gelangen.
Ihrem Gesicht so nah, glänzen die Tränenspuren auf ihren Wangen silbern. Tyalfen wagt es nicht, sie wegzuwischen. Sie gehören ihr ganz allein. Er flüstert nur: „Dayan Flammenauge, Stärke liegt in jeder Gestalt. Der Tag wird kommen, dass du sie erkennst.“
Er erhebt sich rasch und wendet sich an Aneirin: „Wenn du kannst, hilf ihr. Mögen die Götter euch behüten.“ Mit diesen Abschiedsworten wendet er sich endgültig ab, nimmt sein Hab und Gut an sich und geht die Seitengasse zurück, wie er gekommen war. Sie würden einander wieder begegnen, wenn es Llaeron gefiel.

-> Haus der Heilung zu Talyra (Llwyfanen Llawr)
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

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