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Raven

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1

Monday, June 18th 2012, 2:03pm

Das Händlertor

In der südwestlichen Stadtmauer, direkt neben der Nyzemia, befindet sich das Händlertor. Wie jedes Tor hat auch dieses zwei Tortürme, zwischen ihnen ein mächtiges, zinnenbewehrtes Vorwerk über einem hohen, breiten eisenbeschlagenen Tor, durch das gut und gern zwei Ochsengespanne nebeneinander oder ein Kriegselefant samt Aufbau passen. Die Mauern der Türme des Händlertores schmücken zwei Reliefstatuen. Zur Linken wird Imugdub, Archon Sils und Patron aller Kaufleute, als freundlicher Dschinn mit einem Seidenäffchen auf der Schulter gezeigt, zur Rechten hält Alvarion als Wächter der Brücken, Straßen und Städte Pergament und Zirkel in den Händen. Auch die Tore des Händlertors sind aus steinhartem, eineinhalb Fuß starken Eichenholz, altersglatt und mit schweren Beschlägen versehen. Von Innen kann das Tor mit vier baumstammdicken Sperrbalken verriegelt werden und wird bei Bedarf zusätzlich von einem schweren Fallgitter geschützt. Alle Tore besitzen zudem eine in einen der Torflügel eingelassene Mannpforte, die separat zu öffen oder zu schließen ist. Diese Mannpforten werden in der Regel nur des Nachts benutzt, um einzelnen Reisenden selbst dann einen Durchgang zu ermöglichen, wenn das große Tor geschlossen ist und sind ausreichend bemessen, ein großes Pferd passieren zu lassen. Auch sind alle Tore immer - in wechselnden Schichten - von gut geschulten Torwachen, tagsüber acht, des Nachts vier an der Zahl, besetzt und zugleich Zollstationen, an denen von fremdländischen Händlern Warenzölle erhoben werden. An hohen Festtagen, wenn viel Volk nach Talyra strömt, sind die Tore mit doppelter Wachenstärke besetzt und rund um die Uhr geöffnet, da die Menge an Passanten sonst nicht zu bewältigen wäre. Sonst öffnen die Tore für gewöhnlich bei Sonnenaufgang für die einheimischen Händler und Bauern, die zu dieser Zeit mit ihren Waren zum Marktplatz eilen, für die Fischer, die ihren Fang zum Fischmarkt bringen und die Bürger, die ihr Kleinvieh aus den heimischen Ställen stadtauswärts in den Stadtgraben und auf die Weiden treiben. In den ersten Tagesstunden und kurz vor Sonnenuntergang, wenn die Tore wieder geschlossen werden, herrscht also an fast allen Zugängen zur Stadt Hochbetrieb: Eselskarren, Fuhrwerke, Viehherden, Hausierer, Abenteurer und Reisende, die mit dem Strom treiben, Marktfrauen mit Kiepen auf den krummen Rücken, Hirten, Kinder, die schnatternde Gänse vor sich hertreiben, Jäger und Späher, die zu ihrem Tagwerk ins Larisgrün aufbrechen oder von nächtlichen Ausflügen daraus zurückkehren, Boten, die mit wichtigen Nachrichten an- oder abreisen und ähnliches Volk mehr. Des Nachts sind die Tore geschlossen. Spät ankommende Reisende oder Händler müssen entweder mit der Nyzemia als Unterkunft vorlieb nehmen und bis zum Morgen warten oder die Wachen bitten, sie durch eine der Mannpforten einzulassen.

NSC's:

Mouidoam Doaschdeh ~
Befehlshaber des Händlertores. Mouidoam stammt ursprünglich aus Azurien und gehört dem Nomadenvolk der Targa an. Er hat allerdings sein gesamtes Leben in den Herzlanden verbracht, den größten Teil davon in Talyra, und ist seit gut zwei Jahrzehnten bei der Stadtgarde.

Eine kleine Auswahl weiterer Torwachen am Händlertor:
Anmarin, Sal Leisetritt, Osfryd Leichthand, Katzengold, Listig ~ Gardisten und Torwächter

Anm. der Redaktion: Die Torwachen sind nur mit NSCs besetzt, das heißt, es ist allein euch überlassen, eure Ankunft in der Stadt oder eure Wege durch die Tore hinein oder heraus auszuspielen. Bitte beachtet dabei jedoch, dass ein Tor niemals unbesetzt ist und dass die Wachen weder total verblödete Hinterwäldler, noch überfreundliche Kaffekränzchendamen darstellen. Sie versehen ihre Aufgaben durchaus freundlich, aber auch gewissenhaft, wachsam und absolut unbestechlich. Es wird nicht automatisch jeder, der nach Talyra hinein oder aus der Stadt heraus will, aufgehalten und durchsucht. Die Wachen nehmen stichprobenartig Durchsuchungen von Fuhrwerken und Handelsgütern vor oder sehen sich genauer an, wer und was ihnen verdächtig vorkommt.

Emerald

Unregistered

2

Monday, March 18th 2013, 2:43pm

--> kommend vom Umland - Glyn-y-Defaid

Ausnahmsweise hatte Emerald mal wirklich großes Glück gehabt. Nachdem sie den Hof des Elben verlassen hatte, war sie etwa eine Stunde die Straße entlanggelaufen.
Es hatte angefangen zu schneien und Emerald war mit jedem Schritt wütender auf sich selbst geworden...warum war sie nur immer so stur, hätte sie sich anders verhalten, hätte sie gewiss etwas zu Essen und einen Schlafplatz im Anwesen bekommen.
Auch Svea merkte man die Müdigkeit langsam an. Der sonst so zähe Hund trottete lustlos hinter ihrem Frauchen hinterher.
Der Schnee wurde immer dichter. Emerald, obwohl sie Kälte aus ihrer Heimat eigentlich gewohnt war, fror. Doch mehr als die Kälte, störte es sie, dass sie durch das Schneetreiben nicht weit sehen konnte. Es machte sie nervös, nicht zu wissen, ob jemand ihr entgegen kam oder hinter ihr war. Aber wer würde bei diesem Wetter schon das schützende Haus verlassen?
Nach einer weiteren Stunde Fußmarsch dann, kam hinter Emerald ein Karren angefahren, gezogen von zwei Maultieren. Auf dem Bock saßen zwei ältere Männer, dick eingemummt in Felle und Decken. Als sie die Frau sahen, hielten sie an. Bevor Emerald auf die Ankömmlinge reagieren konnte, fragte einer der beiden sie bereits, ob sie nicht aufspringen wolle. Sie würden nach Talyra fahren und hätten noch Patz auf ihrem Karren. Ohne weiter zu überlegen, nickte Emerald, ging um das Gefährt herum, hob Svea hinauf und kletterte dann selbst auf die Ladefläche, die bereits voll mit Kisten war. Vermutlich waren es Händler, die ihre Waren auf dem Markt verkaufen wollten.
Einer der Männer warf ihr eine Decke zu, dann gab er den Maultieren den Befehl zum weitergehen. Normalerweise würde Emerald nicht einfach auf einen fremden Karren springen, aber das Wetter und der lange Weg hatten sie und ihre zottelige Begleiterin erschöpft und sie wusste nicht, wie lange sie noch laufen mussten.
Es war eine wirklich angenehme Fahrt. Die Männer waren schweigsam, nur einmal drehte einer von ihnen sich um, gab ihr ein Stück Brot, etwas Käse und Schinken. Sie biss einmal vom Käse ab und teilte dann das Brot in zwei Hälften. Svea bekam ihren Anteil vom Brot, den Rest Käse und den Schinken. Gierig fraß der Hund, dann kuschelte er sich mit Emerald unter die Decke und gegen all ihren Gewohnheiten, schlief sie auf dem Wagen von zwei ihr völlig unbekannten Männern ein...

Als sie wieder aufwacht, haben sie bereits die Stadt erreicht. Es schneit nicht mehr, einige wenige Sonnenstrahlen scheinen ihr ins Gesicht und es weht ein leichter Wind. Emerald blickt in Richtung Tor, überall um sie herum stehen Händler mit Körben voll mit ihren Waren oder sitzen auf ihren klapprigen Karren. Hinter ihr steht ein Junge mit einer Kuh, die nervös auf der Stelle trampelt.
Emerald nutzt das Treiben, richtet sich auf und springt zusammen mit Svea vom Wagen. Die beiden Männer auf dem Bock drehen sich nicht einmal um. Unter anderen Umständen hätte sie den Beiden vermutlich ein oder zwei Münzen für ihre Mühen dagelassen. Aber da sie wie so oft kein Geld hatte, entfiel dies. Bedanken kommt für Emerald aber auch nicht in Frage, so etwas tat sie einfach nicht, besonders nicht für solch eine Kleinigkeit. Und schließlich hatte die Männer sich hier ja angeboten und sie hatte nicht um Hilfe gebeten...

Ungesehen kommt Emerald an der Menge und den Torwachen vorbei, welche einige der Händler und deren Waren durchsuchen. Die junge Frau schlängelt sich an den letzten Menschen vorbei, die ihr im Weg stehen und bleibt schließlich selbst stehen. Sie blickt sich um und überlegt, wo sie jetzt am Besten hingehen könnte...


--> weiter in Straßen der Stadt

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Mitarlyr

Stadtbewohner

Posts: 45

Occupation: Klingentänzer

Location: Lomirion

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3

Wednesday, June 19th 2013, 9:58pm

Es ist eine knappe Woche vor dem Ehrentag Thaylon Goldauges, des Schutzpatrons aller Wächter, und Shenrahs Auge senkt sich langsam dem Horizont zu. Im Westen liegt ein sanfter, rötlicher Schimmer über den Wipfeln der Bäume und vergoldet die Stämme der mächtigen Buchen, Lärchen, Schwarztannen und Kiefern, während sich der Himmel im Osten in purpurne und lavendelfarbene Schleier hüllt. Die Schatten werden länger und bald würden die Nachtfeuer auf den Mauern Talyras entzündet werden. Der Tross der Elben kommt von Südwesten, sie sind von den Mondtoren aus dem Heideweg gefolgt und dann durch das südliche Larisgrün geritten. Die letzte Stunde haben sie die Tiere im langen Schritt gehen lassen, um ihnen etwas Erholung zu gönnen. Eine Rast haben die Elben aber nicht eingelegt, sie wollen die Tore der Weltenstadt unbedingt noch erreichen, ehe diese zur Nacht verschlossen werden. Gildin treibt sein Pferd noch einmal zu einer schnelleren Gangart an, ebenso wie die Männer in seinem Gefolge. Als die Zugrösser vor den beiden Wagen sich ins Geschirr legen, klirrt es und Leder knarrt.

Sie passieren die verfallenen Ruinen eines Dorfes, das einst Weidenhag hieß, und von dem heute nur noch Rest verfallener Mauern unter wuchernden Kräutern, Gräsern, Brennnesseln und Efeu künden. Die Wiesen und Felder hier gehören zu den Ländereien Vinyamars und Gildin lässt im Vorbeireiten den Blick über das Land wandern. Das Getreide steht reich und kräftig auf den Feldern, zumindest so weit, wie er das im schwindenden Tageslicht erkennen kann. Und auf den Wiesen wurde ganz offensichtlich das Heu der ersten Mahd schon eingebracht. Im ersten Moment irritiert es Gildin, als er Lichtschein am Rande eines der entfernten Felder sieht, nicht weit vor dem Waldrand. Dann erinnert er sich an einen der Briefe seiner Schwester, sie hatte berichtet, dass sie eine der alten Ruinen auf ihrem Fundament wieder aufbauen will, um dort im Sommer eine Unterkunft für die Schnitter und Tagelöhner direkt bei den Feldern zu haben und auch einen festen Unterstand für Fuhrwerke, Sensen und anderes Gerät und Werkzeug. Das Haus muss fertig sein… und das Licht bedeutet hoffentlich, dass das Jahr schon so viel Arbeit gebracht hat, dass sie bereits Tagelöhner in Dienst genommen hat, die jetzt dort wohnen. Er nimmt sich vor, Arúen danach zu fragen. Nicht, dass sich dort doch irgendwelches Gesindel oder Streuner eingenistet haben.

Der Abend senkt sich über die Herzlande, die Luft ist klar und das weiße Licht der ersten Sterne erscheint im Osten, während sich im Westen noch ein Rest Helligkeit am Himmel hält, Purpur und Violett mit Streifen von blassem Orange darüber. Der abendliche Wind trägt den Duft von frisch gemähtem Gras und trocknendem Heu von den Feldern heran, der sich mit dem Duft des Waldes und der Blumen in den Wiesen vermischt. Vertraut und doch so ganz anders geht es Gildin durch den Kopf, als seine Gedanken kurz in die Elbenlanden im Westen wandern. Im letzten Licht der untergehenden Sonne und dem aufziehenden Schimmer von Faêyris' silbrigem Licht glänzen unter den silbergrauen Wappenröcken Kettenhemden wie Fischschuppen aus Silber und Perlmutt, als sich der kleine Zug der Elben auf die Südstraße einreiht und sich dem Händlertor nähert. Der Zug passiert die Nyzemia und langt schließlich am Südtor der Stadt Talyra an. Mag man in Talyra auch deutlich mehr und öfter Elben zu sehen als in anderen Regionen und Städten der Immerlande, so ist diese Gruppe trotz allem ein eher seltener Anblick. Elbische Ritter auf prächtigen Rössern, gekleidet in lange, silbergraue Mäntel, mit wappengeschmückten Surkots über Kettenhemden und prächtige Langschwerter an den Seiten. Krieger mit Hellebarden in denselben Farben, ein Wappen mit Adler und Stern auf der rechten Schulter, flankieren zwei schwer beladene Wagen aus mit kunstvollen Schnitzereien verziertem Holz, die von großen kräftigen Pferden mit edler Haltung gezogen werden.

Es ist schon Abend, aber so lange der lichte Abend noch nicht in die Dunkelheit der Nacht übergegangen ist, ist auch noch viel Volk auf den Straßen und vor dem Tor unterwegs: Bürger Talyras ebenso wie Bauern aus dem Umland, die ihr Vieh für den nahenden großen Markttag eintreiben, Mütter mit ihren Kindern, die in der Nyzemia Einkäufe erledigt haben oder fremde Reisende und Händler. Geduldig und mit den Erfahrungen der vergangenen Besuche hier in Talyra reihen Gildin und der Tross sich vor dem Tor ein.
Die Torwachen, Männer in dunkelblauen Mänteln, haben ein wachsames Auge auf jeden, der das Tor passiert. Den Befehlshabenden hier am Tor erkennt Gildin von seinen letzten Besuchen wieder: Ein hochgewachsener Mann mit dunkler Haut, noch dunkleren Augen und schwarzen Haaren, dem man sofort ansieht, dass er nicht in den Herzlanden geboren wurde. Man hält sie nur kurz auf und wechselt einige Worte. Da seit nunmehr sechs Jahresläufen in jedem Jahr ein Tross mit dem Sternenadler im Wappen aus den Elbenlanden in Talyra eintrifft genügt es den Männern am Tor und dem sie anführenden Targa, dass Gildin für die Männer in seinem Gefolge bürgt. Und als der silbergraue Tross schließlich das Tor passiert, nicken die blau bemäntelten Wachposten respektvoll, so wie es Sitte war in früheren Zeiten und wie sich die Elben noch heute grüßen. Ein kurzer Ruf von Gildin hat genügt, und der ganze Tross hat sich wieder in Bewegung gesetzt. Keines der Pferde muss noch angetrieben werden, sie alle scheinen zu wissen, dass nur wenig vor ihnen ein Stall, frisches Heu, mit Hafer gefüllte Tröge und eine Nacht auf sauberem Stroh auf sie warten.
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Faron

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Posts: 21

Occupation: Oberster Stallmeister der Steinfaust

Location: Steinfaust, Talyra (Herzlande)

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4

Tuesday, October 8th 2013, 7:04pm

« Das Larisgrün

"Wichtig? Wer? Der Sandnarg?" Faron runzelt bei Fyllyllyllas Frage leicht die Stirn. "Nein, ich kenne ihn schließlich nicht. Ein Sandnarg so weit nördlich ist nur sehr ungewöhnlich", erklärt er schließlich. "So auffällig wie ein einzelner Faun so fern des Grünen Herzens." Der Oberste Stallmeister lacht leise. "Ich wollte dir nur klar machen wie vielfällig die Bevölkerung dieser Stadt ist... aber du wirst ja selbst sehen." Gemächlich nähert Faron sich weiter dem Händlertor nähert, welches von zwei hohen Tortürmen geschützt wird. Zwischen diesen beiden Türmen befindet sich wiederum ein mächtiges, zinnenbewehrtes Vorwerk, welches sich weit über das hohe, breite eisenbeschlagene Tor selbst spannt. Zwei Ochsengespanne können es bequem nebeneinander passieren.

Der Faun lenkt die Aufmerksamkeit der Fee auf die Reliefstatuen, die die beiden Türme schmücken: Links kann man Imugdub, den Archon Sils und Patron aller Kaufleute sehen, welcher als freundlicher Dschinn mit einem Seidenäffchen auf der Schulter dargestellt wird. Rechtes ist Alvarion, der Herr der Baukunst und allen Bauhandwerks, zu sehen, da er unter anderem als Wächter aller von Wesenhand errichteten Boll- und Bauwerke gilt. Ein Händlerkarren bewegt sich ratternd vor Faron und Fyllyllylla auf das Tor zu und der Faun passt seine Schritte der Geschwindigkeit des Gefährts an. Tagsüber wird der Durchgang von acht tüchtigen Männern bewacht und so findet sich nicht nur jemand der den Händler in Empfang nimmt und kontrolliert, sondern auch gleich zu dem Faun und der Fee herüberkommt.

"Katzengold. Listig. Schön Euch zu sehen", erklärt Faron den Torwächtern und nickt ihnen freundlich zu. "Faron", erwidert Katzengold, "schon wieder zurück. Wolltest du nicht dem Schmied in Schädelwacht zur Hand gehen." Der Faun lächelt. "Ja, aber die Dinge haben sich etwas anders entwickelt." Er deutet mit einem leichten Kopfnicken in Richtung Fyllyllylla, welche auf seiner Schulter hockt. "Das ist Fylla", kurzt er den unaussprechlichen Feennamen ab. "Sie hat im Larisgrün etwas gesehen, was sie in der Steinfaust melden möchte." Katzengold und Listig schauen interessiert. "So?", brummt Listig. "Na, dann halten wir Euch nicht weiter auf." Der Wächter nickt dem Faun freundschaftlich zu. "Wir sehen uns später in der Steinmfaust." Faron nickt. "Bis später."

Die Steinfaust »
Me? I've had so many Names. Old Names that only the Wind and the Trees can pronounce.
I am the Mountain, the Forest and the Earth. I am... I am a Faun.
(Pan's Labyrinth)

Fyllyllylla

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Occupation: Tausendsassa

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5

Wednesday, October 9th 2013, 12:36am

"Achso", verwirft Fyllyllylla das Interesse am Sandnarg und kichert während Faron leise lacht mit. Wenn sie daran dachte, wie aufgeregt sie war, als sie den Faum erspäht hatte, dass sie sich gar vorgestellt hatte, wie es wäre, ihn als Trophäe in dem heimischen Kobel zu führen, dann mochte wohl ein einzelner Sandnarg auf Andere vielleicht auch spektakulär wirken. Sie wüsste ja zu gern, welcher Pfad ihn in die Vielvölkerstadt geführt hatte, ob er länger zu bleiben gedachte oder bald wieder heim kehrte oder dies wie bei ihr in den Händen der Götter lag. Glaubte er überhaupt an die Zwölf? Er hatte Ealara schon mehrmals erwähnt, nie zum Thema gemacht, aber manch Seufzer galt ihr. Doch in Angesicht der sich immer höher auftürmenden Mauern und der vielen Langbeine, die sich davor sammelten, ist ihr nach Fragen nicht zumute. Sie kann nicht sagen, was beklemmender wirkt. Die Fee hat nicht gelernt, sich gegen die Gefühle Anderer abzuschirmen, wozu auch. Im Wächterwald inmitten der Tierwelt und ihrer begrenzten, sehr einfach gestrickten Empfindungen ist Emphatie so nützlich wie hören und riechen. Doch hier unter den so fremden Langbeinen mit ihrer immensen Fülle an Gefühlen und ihrer Freude, all deren Facetten so wankelmütig wie intensiv auszuschöpfen, dröhnt unsäglich wirrer und lauter Gefühlslärm auf die ein, bei dem jeder Mensch, so er ihn hören könnte, das Gesicht zu schrecklicher Grimasse verziehen und sich die Ohren zuhalten würde. Dagegen stehen die Mauern, so etwas Unüberschaubares und Gewaltiges, dass gerade sie nicht zu erfühlen, so beängstigens wirkt. Fyllyllylla schlingt Farons Tuch um sich, hüllt sich darin ein, wie in eine übergroße Decke, als könne es sie vor all dem schützen.
Wie gut, dass Faron das Reden übernahm, denn sie wäre nicht imstande gewesen, auch nur ein vernünftiges Wort über die Lippen zu bringen. Sie kann sich nicht einmal an den putzigen Namen der Männer erfreuen, mit denen der Faun spricht. Ihr ist so übel, als wolle sich ihr Innerstes nach außen kehren. Ganz fahrig sucht sie in ihrer Tasche nach ihrem Allheilmittel und schlürft schließlich hastig den ganzen verblieben Inhalt des Fläschchen Feenfeuers. Gleich würde es ihr besser gehen. Der ihr entfleuchende Rülpser zumindest klingt schon wieder recht kraftvoll, während sich wohlige Wärme ihren Schlund hinab den Weg in ihre Eingeweide sucht.
Avatar © 2013 liegt bei der bezaubernden Niniane


Drink like Dwarves, smoke like Wizards, sing like Elves and Party like Hobbits! (alte Feenweisheit)

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