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Facilis

unregistriert

106

Montag, 2. September 2013, 20:42

Facilis ausführliche Schilderungen der gestrigen Begebenheiten werden durch ein Stück Semmel unterbrochen, welches in seinem Schoß landet. Eine der anwesenden Personen scheint sich nicht sonderlich für seine Erzählung zu interessieren.

Hmm der Narg mag mich wohl nicht? Was hab ich dem getan? Oder mag er es allgemein nicht wenn jemand lange redet? Besser ich provoziere ihn nicht weiter & mach etwas anderes stattdessen. Aber was könnte ich den tun außer meine Geschichte zu erzählen. Hmm mir fällt nix ein. Ich muss weiter erzählen um mich von der Langeweile abzulenken. Auch wenn ich Gefahr laufe den Narg zu nerven.
Facilis huschen zu Venditius hinüber. Der schaut wirklich nicht sonderlich freundlich aus. Ob er mich mit der Axt gleich spalten wird? Probieren wir's aus. Ich kann den Drang zu reden nicht zurück halten.

Sein Blick wandert weiter zu Cinaed. Hmm ist er jetzt der Gutsherr hier? Egal. Ich muss ihm meine Geschichte erzählen. Er muss erfahren was mir passiert ist. Sonst wird man mich auf diesem Hof nicht willkommen heißen. Bestimmt sind alle gespannt darauf was mir passiert ist. Mal schauen wer noch aller anwesend ist.


Seine Augen wandern weiter zu Atevora. Ah da ist ja auch seine reizende Gattin. Dachte mir schon, dass so ein Gutsherr, auch eine stattliche Frau haben muss. Die macht den Eindruck, dass sie für sich selbst sorgen kann. Sie sieht ein bisschen wie eine Magierin aus. Bestimmt ist sie gebildet & beherrscht viele Zauber. Vielleicht sollte ich sie nach ihren Zaubern fragen, die inspirieren mich bestimmt zu neuen Kunststücken. Mal schauen wer noch hier ist.


Er erblickte Freya. Oder ist das seine Gattin? Die sieht mehr nach einer Kämpferin oder Jägerin aus. Bestimmt eine Reisende so wie ich. Sicher nicht seine Frau. Oder doch?

Er blickt noch einmal prüfend nach Cinaed. Nein, das ist sie bestimmt nicht. Die Andere ist seine Gattin. Die mit den weißen Haaren da bin ich sicher. Bei der hier spür ich eine Schüchternheit in ihrem Verhalten. Ihr Gehabe wirkt so als wäre sie nicht heimisch auf diesem Hof. Die Weißhaarige wirkt routinierter in ihren Bewegungen. Bestimmt ist sie schon lange hier. Das ist seine Gattin. Passt, jetzt weiß ich schon Mal eines. Jetzt kann ich mich von ihr verabschieden & bedanken, wenn ich weiter ziehe & er wird verblüfft sein, dass ich erraten hab', welche der beiden Frauen seine Gemahlin ist.


Er blickte noch einmal in die Runde, während er das Gebäckstück schnell hinunter schlingt.
"Bitte bringen sie mir ein Glas Wasser & dazu gleich einen ganzen Krug. Ich bin sehr durstig." sagt Facilis zu Rhona, als er sieht, dass sie gerade Atevora einen Cofea reicht & sie damit als Bedienstete identifiziert. Lächelnd zieht er den Gebäckskorb zu sich und schaufelt sich mit Brot voll, während ihn die Anderen neugierig anstarren. Etwas seltsames hat er an sich, das weiß er. Da er nach ein paar Minuten Brotstücke ab reißen & hinunter schlingen, keinen Platz mehr in seinem Magen hat, schaut er noch einmal kurz zu Cinaed rüber.
Das ist eindeutig der Chef hier und so gelassen wie er sich benimmt, will er sicher eine Geschichte hören. Ein faszinierendes Abenteuer voller Nervenkitzel & Romantik. Die sind ja neugierig darauf, wie du dir das Bein verletzt hast & wollen eine Begründung dafür hören. Warum mich selbst foltern? Besser ich riskiere dem Narg auf die Nerven zu gehen, als, dass ich vor Langeweile sterbe. Ich kann es nicht mehr für mich behalten. Ich muss meine Geschichte einfach zu Ende erzählen.


Facilis würgt den letzten bissen einer vierten Semmel herunter, obwohl ihm sein Magen sagt, dass er bereits voll ist. Da er seinem Körper misstraut & selbst der Meinung ist, dass da durchaus noch Platz für eine fünfte Semmel sein sollte. Außerdem gibt es noch so viele andere Köstlichkeiten auf dem Tisch, die er verzerren möchte. Es kann doch nicht sein, dass er jetzt mit seinem Appetit schon am Ende ist. Die meisten der Umsitzenden drehen sich vor diesem ungustiösen Anblick weg. Man sieht Facilis nämlich an, wie sehr es ihm schon vor Semmeln graust. Nur sehr widerwillig dehnen sich Gaumen und Kehlkopf, um platz für das Stück zu machen, welches anschließend durch die Speiseröhre flutscht.


Facilis greift nach dem Wasserglas, das ihm gereicht wird & leert es in einem Zug. Er klopft auf seinen Bauch, um dem Magen zu sagen "Hey verdau endlich schneller, damit ich mir noch mehr Essen rein ziehen kann!" Dann verkneift er sich einen Rülpser, so etwas gehört sich ja nicht für einen Magier und schwaffelt wieder los.


"Also bevor wir unterbrochen wurden waren wir an der Stell', wo der fiese Gesell', erleichtern wollt' mich um meine Habe und mit dem Messer drohte & dem Grabe. Darauf hin antwortete ich schnell, die Flammen der Wut brannten in mirgrell: „Was willst du Unhold, ist mir das Glück heut' nicht hold? Ich werde dich mit feurigen Flammen in die Flucht schlagen, solltest du es wagen, mit deinen Gefährten näher an mich heran zu treten, dann kannst du für dein Überleben nur noch beten. Denn ich bin Facilis, der Magier, der sich gerne inszeniert, üble Gesellen wie dich schnell massakriert. Aber zu deinem Glück bin ich heute in eile, deshalb zerleg' ich dich nicht in deine Einzelteile, wenn du schnell das Weite suchst & dir und deinen Gefährten eine Kutsche zum Magistrat buchst. Dort suchen sie nämlich wen der die Straßen saniert und so vor dem drohenden Zerfall pariert. Damit ihr endlich, ganz schnell taugende Arbeitskräfte werdet & nie wieder ein rechtsschaffender Mann wegen euch üblem Gepack sterbet.“

Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (2. September 2013, 21:15)


Venditius

unregistriert

107

Dienstag, 3. September 2013, 10:34

Nachdem Venditius leise Hoffnungen geschöpft und der plappernde Magier endlich sein Mundwerk mit Essen beschäftigt hat, bleibt ihm fast die Luft weg als eben dieser wieder Anfing vor sich hin zu quasseln. Für einen kurzen Moment überlegt der Narg ob er ihm auf Nargenart mitteilt das er gefälligst den Rand zu halten hat. Aber er entscheidet sich letzten Endes dagegen. Immerhin würde er damit die Gastfreundschaft von Cinaed riskieren und müsste wohl oder übel die Blutflecken selbst beseitigen.

Aber wenn ihn die Zeit mit der Shin eines gelehrt hat dann war es, dass selbst Worte, wenn Sie richtig genutzt wurden, eine Axt sein können. Nur eben mit viel weniger Blut.
Und so unterbricht er die Quasselstrippe und setzt zu einem Konter an der selbst die Shin dazu brachte überrascht von Ihrer Tasse aufzuschauen.

"Noch mehr Worte wenn Ihr bringt, schon bald um Luft ihr ringt. Lasst mich folgendes erörtern, bald fehlt es euch nicht nur an Wörtern. Auch die Zunge ist bald fern, helf ich euch hier nur zu gern. Wenn nicht bald den Mund ihr haltet, meine Axt den Rest verwaltet. Den Stock der Euer Gleichgewicht heut eint, schon bald steckt wo keine Sonne scheint. Aus der Tugend wird heute eine Not, also haltet den Rand sonst seid ihr tot."

Nach seinem kleinen Gespräch, blickt er zu der Shin die ihn noch immer mit offenem Mund anstarrt.
Doch er sagt nichts, setzt sich einfach wieder hin und genießt weiter das Frühstück. In der Hoffnung das die Mitteilung endlich bei dem Magier angekommen ist.

Facilis

unregistriert

108

Dienstag, 3. September 2013, 12:07

Facilis schaut den Narg verdutzt an. Götter der kann vernünftig Reden? Dachte seine Spezies würde nur aus hohlköpfigen Axtschwingern bestehen. Am besten ich mach schnell 'ne spontane Reaktion, sonst hält der mich noch für dumm. Als wär' ich auf so etwas nicht vorbereitet.
Facilis dreht seinen Kopf in Atevoras Richtung und spricht: "Werte Herrin dieses Hofes, währt ihr so gütig euer Schosshündchen zurück zu rufen, es scheint heut' nur zu fluchen & spricht wohl gerne etwas doofes."
Ich weiß, dass sie hier die Herrin ist. Ich hab' sie vorher schon mit ihm tuscheln gesehen. Da hat sie ihn wohl angewiesen, sich zurück zu halten.
Er nimmt noch einen Schluck und lehnt sich gelassen zurück: "Euch scheint meine Geschichte nicht zu interessieren werter Narg, doch verkriecht euch besser gleich in euren Sarg. Denn wenn ihr euch mit mir anlegt, werdet ihr von feurigen Flammen weggefegt."
Feurige Flammen ein Stabreim. Diesen niederen Kreaturen fallen die vielen Stilfiguren die ich meine Texte einbaue doch gar nicht auf. Die sind hier alle nicht auf meinem Sprachniveau. Auch wenn der Narg mich wirklich sehr überrascht hat. Hätte nicht gedacht, dass er sich so schnell eine Antwort auf meinen Text zurecht legt. Ich hab' ja die hälfte meiner Worte mir schon gestern Nacht zurecht gelegt.
Mit der rechten Hand stellt er langsam wieder sein Glas auf dem Tisch ab, während er unter dem Tisch die linke öffnet und in seinen Gedanken schon nach dem Zauberspruch für einen Feuerball sucht, dabei aber die ganze Zeit ans Jonglieren denkt & überlegt nachher auf dem Hof für die jüngeren eine Feuerballshow zu machen. Mit dem Narg ist nicht zu spaßen & die Situation könnte auf einen Kampf hinaus laufen, sofern eine der beiden Streitpersonen die Beherrschung verliert. Das weiß Facilis auch ohne, dass er diese Gedanken offen vor sich ausdenkt. Meistens ist besser nicht alles in Gedanken auszuformulieren, da man nie weiß wer mit ließt. Da eine Magierin anwesend ist, könnte es sein, dass sie über telepathische Fähigkeiten verfügt. Und Facilis ist sich nun sicher, dass sie eine Magiebegabte ist. Er erinnert sich als er sie genauer betrachtet nämlich daran, dass er sie am Vortag kurz mit seinen zusammen gekniffenen Augen wahrnahm, wie sie gerade mit Wasser Magie frisches Wasser für ihn bereitete. Würde sie nun hören, wie er in seinem Kopf über Kampfeshaltungen spricht, könnt sie den Narg warnen & sein Überraschungseffekt wäre verloren. Außerdem ist die Heilerin noch immer nicht aufgetaucht & diese könnte genauso Telepathie beherrschen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (3. September 2013, 12:23)


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Beiträge: 134

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

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109

Dienstag, 3. September 2013, 18:09

Nachdem Cináed von sanftem Sonnenschein und unsanftem Hahnengeschrei aus der den Elben eigenen nächtlichen Trance gerissen worden ist, macht er sich wie alle anderen Hofbewohner daran seinen täglichen morgendlichen Aufgaben und Verpflichtungen nachzukommen. Während die zahlreichen Gäste - Lady Shin und Venditius, Frejya, Mirrle und Facilis - also noch schlafen oder zumindest still in ihren Kammern weilen, ist der Hofbesitzer ebenso wie sein Gesinde schon bald auf den Beinen. Die Frauen - Rhona, Nara und Mair - beginnen in der Küche zu werkeln und alles für das Frühstück vorzubereiten und die Männer - Owyn, Emrys, Liam und Cináed selbst - verschwinden in den Stallungen oder auf den Weiden. Sogar Úna und Gwyn sind schon bald mit ihren täglichen Aufgaben beschäftigt und kümmern sich darum dass die Schweine gefüttert und frische Eier fürs Morgenmahl eingesammelt werden.

Als Lady Shin schließlich wie ein morgendliches Gespenst in die Küche gehuscht kommt, herrscht dort daher längst eifrige Geschäftigkeit. Úna sitzt brav am Tisch, eine große Schüssel vor sich in welcher sie nach Anweisung ihrer Mutter fleißig Pfannkuchenteig anrührt und Rhona wacht wie üblich über die Köstlichkeiten, die in ihren Kochtöpfen warten oder im Ofenrohr backen. Lady Shin wird freundlich empfangen. Gnädig kommt die Oberste Magd der höflichen Bitte der Magierin nach und schenkt ihr vorab einen Becher mit frischgebühtem Cofea ein, bevor sie sich wieder daran macht aus einem riesigen Teig Unmengen an Milchbrötchen zu formen.
Als nächstes erscheint Venditius in der Küche und auch ihn begrüßen die anwesenden Mägde höflich, wenn auch sichtlich zurückhaltend. Der Narg ist ihnen mittlerweile vertraut, doch die schüchterne Mair findet ihn nach wie vor recht erschreckend, wohingegen Nara sich sicherlich mehr für ihn interessieren täte, wenn er etwas mehr dem Ideal eines typischen Märchenprinzen entsprechen würde. Nur Úna schaut neugierig auf, als der Narg sich neben seiner Herrin niederlässt - die lustigen Späße die Venditius mit ihr und Gwyn zu treiben pflegt, haben das Mädchen längst völlig für den Sandnargen eingenommen.

Die nächste die sich zu den kleinen Runde am Tisch gesellt ist Freyja, die junge Frau aus dem Norden. Auch sie wird von Úna mit interessiertem Blick gemustert, wobei das Messer mit welchem die Frau gedankenverloren herumspielt das Mädchen etwas abzuschrecken scheint. Trotzdem beobachtet sie fasziniert wie geschickt Freyja die Klinge zwischen ihren Fingern hin und her wenden kann. Lange tut Úna dem Messerspiel jedoch nicht folgen, denn ihre Aufmerksamkeit wird schon bald von dem letzten Neuankömmling auf sich gezogen.
Staubig und dreckverschmiert kommt der fremde Mann - ein Magier wie die Lady und der Herr Cináed soll er sein, soviel hat das Mädchen mittlerweile gehört - herein und lässt sich einfach so auf dem nächstbesten freien Stuhl an der langen Tafel plumpsen. Úna rümpft leicht die Nase und fängt dabei auch den missbillugenden Blick auf, der sich auf Rhonas Gesicht schleicht, als Facilis in der Küche erscheint. Freyjas und Venditius haben sich ohne zu murren dem eisernen Regiment der Obersten Magd unterworfen udn wie schon am Abend zu vor gleich nach dem Betreten der Küche ihr Schuhwerk sorgsam neben der Tür zum Garten aufgereiht. Der Magier jedoch, der am zurückliegenden Abendmahl aus verständlichen Gründen nicht teilgenommen hat, hat mit seinen verdreckten Schuhen eine hässliche Spur einmal quer durch die Küche gezogen.

Úna kann sehen wie es hinter der Stirn ihrer Mutter arbeitet und wie schwer es ihr fällt dem armen Tölpel nicht sogleich die Leviten zu lesen - immerhin ist er Herr Cináeds Gast. Mühsam beißt Rhona also die Zähne zusammen und gibt Mair hinter Facilis Rücken ein stummes Zeichen, woraufhin die junge Magd hurtig fort eilt um Eimer und Besen und Scheuerlappen zu holen und die erst heute in aller Frühe sorgsam frisch gebohnerten Küchenfliesen wieder zu reinigen. Als der Magier großspurig ansetzt seine kleine Geschichte zu erzählen, schenken ihm die Oberste Magd daher bloß einen giftigen Blick, während Mair und Nara lieber gleich ganz sicheren Abstand zu dem Geschehen wahren. Nur Úna hört dem Magier wirklich gespannt zu - welches aufgeweckte kleine Mädchen hört nicht gerne zu, wenn jemand anfängt von Abenteuern und Gefahren zu berichten?
Cináed, der kurz nach Facilis durch die Hintertür in die Küche tritt, bekommt derweil nur die Hälfte von dem mit, was gerade gesprochen wird. Er hat seine Hände draußen am Brunnen gewaschen, nachdem er seine Arbeit in den Pferdeställen beendet hat und stellt seine Stiefel wie gewohnt sorgsam neben der Tür ab, während Facilis soeben seinen erheiternden Vortrag zu halten beginnt. Der Shida'ya schenkt den Worten des Magiers kaum Gehör, da er in Gedanken noch zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt ist, doch als schließlich Venditius einschreitet, wird er endlich aufmerksam.

"Hm", bummt er etwas knapp angebunden, als der Narg eine kurze Entschuligung für sein raues Verhalten ausspricht und wendet sich dann Lady Shin zu, welche den Wortwechseln zwischen Venditius und Facilis kurz unterbricht, um sich nach der noch fehlenden Kräuterkundigen zu erkundigen. "Mirrle wird gleich hier sein", entgegnet der Shida'ya freundlich. "Sie sucht noch ihre Kräuterchen und Tiegel zusammen, aber sie wird gewiss in wenigen Minuten zu uns stoßen." Der Gutsbesitzer lächelt und nimmt Nara einen Korb voll mit frischem Brot und Brötchen ab, welchen diese gerade fürs Morgendmahl auf den Tisch stellen will. Er trägt den Korb zum Tisch hinüber, stellt ihn darauf ab und lässt sich etwas abseits von den übrigen Anwesenden ebenfalls an der langen Tafel nieder.
Cináed beschließt sich erst einmal aus der Unterhaltung herauszuhalten, zieht allerdings leicht missbilligend eine Augenbraue in die Höhe, als Facilis wie selbstverständlich einfach in den bereitgestellten Brotkorb lang und sich ungefragt bedient, obwohl offensichtlich ist, dass das Essen noch nicht fertig angerichtet ist und etliche Plätze noch sind. Gute Tischmanieren gehören scheinbar nicht zu den Vorzügen des wortgewandten Magiers, der eifrig damit beginnt sich ein Milchbrötchen nach dem anderen in den Mund zu stopfen. Ja, als Rhona ihm, wenn auch wiederstrebend, einen Becher Wasser reicht, hält der Mann es nicht einmal für nötig sich bei der Magd dafür zu bedanken, und nimmt stattdessen seine kleine Erzählung wieder auf, als sei nichts weiter gewesen.

Abermals ist es Venditius, der Facilis ins Wort fällt und alle Anweseden mit seiner kleine Reimerrei in Staunen versetzt. Wäre Úna nicht ohnehin schon längst völlig von dem kriegerischen Sandnargen beeindruckt, spätestens jetzt wäre es um sie geschehen. Cináed weiß derweil nicht, was ihn mehr in Staunen versetzt. Der Narg, der fremde Magier oder die Reime die hier in einem regelrechten Schlagabtausch gewechselt werden.
Es ist Facilis, der den Wettstreit um des Elben Erstaunen schließlich für sich entscheidet, indem er sich offen Lady Shin zuwendet: »Werte Herrin dieses Hofes, währt Ihr so gütig Euer Schoßhündchen zurück zu rufen, es scheint heut' nur zu fluchen und spricht wohl gerne etwas doofes.« Und ungeniert fügt er schließlich noch hinzu: »Euch scheint meine Geschichte nicht zu interessieren, werter Narg, doch verkriecht Euch besser gleich in Euren Sarg. Denn wenn Ihr Euch mit mir anlegt, werdet Ihr von feurigen Flammen weggefegt.« Der Gutsbesitzer glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Der Kerl hält Lady Shin für meine Gemahlin?! Es dauert eine Weile bevor Cináed diesen Gedanken verdaut hat. Facilis weitere Worte sorgen allerdings rasch dafür, dass der Gutsbesitzer seine Verwunderung rasch wieder ablegt und sich nun doch genötigt sieht in die Unterhaltung einzuschreiten. "Genug. Ich werde keine weiteren Schmähworte oder Drohungen unter meinem Dach dulden", wendet der Elb sich ruhig aber bestimmt sowohl Facilis als auch Venditius zu, wobei sein Blick kurz zu Úna hinüber wandert. Es ist offensichtlich, dass der unnötige Unfrieden schon so früh am Morgen ganz klar sein Missfallen erweckt hat. "Ihr seid zu Gast auf meinem Hof und als solche gerne gesehen... solange Ihr Euch entsprechend verhaltet." Cináed wendet sich nun direkt Facilis zu. "Erzählt was Euch gestern wiederfahren ist, wenn Ihr wollt", erklärt er diesem höflich, "doch tischt mir keine Mären auf." Der Shida'ya sieht den Magier geradeheraus an, ohne auch nur mit einer Wimper zu zucken. "Und lasst das Zaubern auf meinem Grund und Boden sein", stellt er bestimmt und unmissverständlich klar, auch wenn er weiterhin einen freundlichen, höflichen Tonfall wahrt. "Eure Magie wird auf diesem Hof nicht geschätzt."

"In der Tat", murmelt Rhona leise hinter vorgehaltener Hand,nicht ohne ihrem Herrn gleich darauf einen entschuldigenden Blick zuzuwerfen. Nara und Mair huschen derweil unauffällig und hurtig wie Mäuse hierhin und dorthin und decken den Tisch fertig, damit das Morgenmahl endlich beginnen kann. Just in diesem Augenblick öffnet sich nun auch die Hintertür und die fehlenden Hofbewohner - Owyn, Emrys, Liam und Gwyn - sowie die Kräutermirrle kommen herein, stellen ihre Schuhe und Stiefel und Sandalen nebend er Türschwelle ab und lassen sich auf den freien Plätzen an der langen Tafel nieder. Gespannt schauen die Neuankömmlinge in die Gesichter der übrigen Anwesenden um zu ergründen, was gerade vor sich geht, während sie geduldig darauf warten, dass ein kurzes Dankgebet für die Zwölf gesprochen und das Morgenmahl damit eröffnet wird.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Atevora

unregistriert

110

Dienstag, 3. September 2013, 21:51

Die Magierin kommt aus dem Staunen heute Morgen gar nicht mehr heraus. Nach dem Cofea, dem reimenden Magiergesell, und den reimenden Narg und wird sie jetzt auch noch Cinaeds Ehefrau. Während sie sich köstlich amüsiert und insgeheim schon sinniert ob es sich beim Reimen vielleicht um einen sich ausbreitenden schleichenden Fluch, oder eine seltsame neuartige Krankheit, die Reimeritis, handelt die bevorzugt Magier und Nargen befällt, und sich überlegt ob sie sich sorgen um sich selbst machen muss, ist sie über Venditius neu aufgedeckte Fähigkeit mehr als verblüfft. Niemals hätte sie so etwas ihrem Krieger zugetraut. Er erstaune sie immer wieder aufs neue. Allerdings missfiel es ihr, dass er sich hier unter fremden Dach wo sie nur zu Gast waren das Recht herausnahm jemand anderen zu drohen.
Gegen die Paarung die Facilis ihr und Cinaed angedichtet hatte, hatte sie jedoch nichts einzuwenden. Sie war maßlos erheitert von ihm tatsächlich als alleinige die Hofherrin, oder eben offenbar für Cinaeds Frau gehalten zu werden. Sie könnte sich auch wirklich wesentlich schlimmeres vorstellen als Gutsherrin zu sein, mit einigen Bediensteten um sich herum und einen hübschen Elb an ihrer Seite den sie - von dem was sie von ihm bisher zu sehen bekam - durchaus ansprechend empfand. Aber der geradezu verdatterte Blick des Elben, den sie leider auch erfasst, spricht hier bedauerlicher Weise Bände. Natürlich, sie hat vergessen wie hässlich sie ist, innerlich wie äußerlich. Die kleine zotige kleine Stimme im Hintergrund ihres Verstandes und die zermürbende Erkenntnis die sie ihr vermittelt, dämpft ihr Amüsement, ebenso es ihre übrige Verärgerung es tut. Venditius hat mit den Drohungen begonnen und das Ganze hatte Potential sich sehr unschön aufzustacheln, bzw. es war gerade im Gange. Der unbesonnene Magier - der in einer Taverne gewiss einiges an Anerkennung und Applaus für seinen Vortrag erhalten hätte - drohte nun ebenfalls überheblich einen Narg anzugreifen, mit Feuer, hier, im Haus wo Kinder am Tisch saßen. Wusste dieser Tölpel nicht was geschehen würde, wenn er sich tatsächlich zu einem Angriff verleiten ließ? Und der Narg zürnt natürlich, fletscht seine Zähne und erhebt sich augenblicklich schwungvoll, dass der Sessel beinahe polternd nach hinten fällt. Atevora reagiert sofort, erhebt sich halb im selben Atemzug und greift nach dem Narg. Seine ganze Haltung atmet Aggressivität und Angriffslust nur Atevoras unerwarteter Griff nach ihn lässt seinen Blick ruckartig von seinem Ziel weg zu ihr hin springen und er wirkt fast so als wollte er nun sie feindlich mit einem „WAS!“ andonnern oder an Facilis statt anfallen. Er schnaubt wie ein zorniger Drache, mühsam beherrscht und die Magierin lässt den Groll an sich branden. Sie hat nicht im Sinn zurückzuweichen, und die Entschlossenheit in ihrer Haltung ist eine eindeutige Warnung. „Venditius.“ Spricht sie eisig und mit eisener Bestimmtheit. Venditius kennt den Gestus und die bestimmte frostige Tonlage, als auch diesen Blick. Eine unverkennbare Drohung und er weiß um Atevoras tatsächliches Wesen, die Gestalt hinter der gesellschaftlich angepassten Fassade. „Bitte.“ Fügt sie freundlicher hinzu und gibt mit einer Bewegung zu verstehen, dass er sich wieder hinsetzen soll.
Zerknirscht, nur mühsam sich beherrschend kommt er dem Befehl nach und setzt sich zusammen mit seiner Herrin wieder an den Tisch, unterdessen der Elb die Fronten klarstellt. Die Shin stimmt dem Elb im Geiste zu, und sie weiß sie sind dabei das Gastrecht zu verspielen. Sie selbst hätte das Ganze jedoch wesentlich resoluter und weniger freundlich vorgetragen und abermals schleicht sich etwas wie Bewunderung für des Eben besonnenes Gemüt an sie heran. Außerdem ist sie im geheimen richtig stolz auf den Narg und seine Selbstbeherrschung mit der er den ganzen Schauergeschichten, die man sich um seinesgleichen zu erzählen weiß all zu oft lügen straft. Sie klopft ihm sogar anerkennend mit der Hand auf den Unterarm und zeigt ihm ein Lächeln das ihm eindeutig vermitteln sollte, dass sie gerade wieder sehr zufrieden mit ihm und seiner Handlung ist. Dann zieht ein Satz des Elben ihre Aufmerksamkeit in eine andere Richtung.
Seine Künste sind auf diesem Hof unerwünscht? Nur seine oder generell das Magiewirken? Mit letzterem würden sich die seltsamen Blicke die an sie brandeten erklären nachdem sie aufopferungsvoll ihre Künste gewandt hatte um zu helfen. Sie wird sich bei dem Elb erkundigen um Klarheit zu erlangen.
Atevora beschließt vorerst in eine andere Richtung zu lenken.
„Mären? Ach wo, das nennt sich künstlerische Freiheit, Liebster." Mit dem Satz wirft sie dem Gutsherrn einen Blick zu der irgendwo zwischen lieblich, verliebt und schelmischer Ironie schwankt nur um von einem amüsiert nasalen Kichern abgelöst zu werden, als sie des Elben Mienenspiel als Antwort darauf sieht.

Etwas später wird das Gebet gesprochen, auf das Atevora gerne verzichtet hätte. Noch immer kann sie der Götterverehrung nichts abgewinnen. Götter. Sie war noch immer der Ansicht es sind einfach nur machtvolle Wesen. Aber nur weil sie machtvoll sind, war es kein Grund für sie diese als Anbetungswürdig zu empfindet. Schließlich kann auch sie mit ihrer Magie bewirken und ihren Sinnen wahrnehmen was teilweise weit über das Können und die Vorstellung derer hier am Hof hinausging. Wenn es also danach ginge, müssten ihr die Leute hier am Hof auch zu Füßen liegen und ihre Herrlichkeit anbeten.
Aber sie folgt natürlich den Gepflogenheiten am Hof, ganz gleich wie unnötig sie diese auch erachtet.
Sie lächelt freundlich, als das Gebet beendet ist, und nimmt sich etwas von dem wundervollen Frühstück, allerdings so wenig, dass man annehmen könnte es schmecke ihr nicht, was aber gewiss nicht zutreffend ist. Sie hat einfach keinen sonderlichen Hunger. Das Mahl gestern Nacht war reichlich und ihr Magen ist noch gut gefüllt. Auf Venditius müsste das genaugenommen auch zutreffen, doch der lässt sich nicht davon abhalten fern jeder Tischmanier das Essen förmlich zu inhalieren, als wäre es das letzte Mahl für Monate. Er greift gierig gleich nach dem Teil vom Brot der nicht aufgeschnitten ist, sprich nach dem halben Brotlaib, beißt herzhaft davon ab, stopft Milchbrote zwischendurch in sich hinein, schlingt, schmatzt, rülpst und frisst weiter wie 10 ausgewachsene Männer, dass man meinen könnte sie hätte es verabsäumt dem Armen die letzten Monde etwas zu Essen zukommen zu lassen.
Und da sie selbst schon lange satt und im Grunde fertig mit dem Morgenmal ist, hat sie ausreichend Zeit ihn beim hineinschaufeln zu beobachten und ist alles andere als besonders erfreut, aber gleichzeitig auch erstaunt darüber wo er – ebenso wie dieser Fracilis – alles hinfrisst.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (4. September 2013, 08:37)


Venditius

unregistriert

111

Mittwoch, 4. September 2013, 10:23

Dieser Knilch hat Nerven mich beschimpfen. Er hat lediglich Glück, dass die Shin und Cinaed zugegen sind. Sonst hätten wir das schon bald geklärt.

Mehr widerwillig setzt sich Venditius wieder an seinen Platz und lässt den Tadel des Hausherren über sich ergehen. Natürlich hat Cinaed Recht und schon allein aus diesem Grund ist das Leben dieses Hochstaplers sicher. Zumindest für den Moment.
Venditius beendet sein Frühstück, nachdem er gefühlt die Vorräte des Gutshofes aufgebraucht hat und sich zu guter Letzt fühlt als müsste er die nächsten Jahre keine Nahrung mehr aufnehmen.

Er steht auf und Entschuldigt sich bei den Anwesenden mit der Aussage, er müsse nach Morrak sehen.

Als er auf dem Weg hinaus, gerade neben Facilis steht, dreht er sich noch einmal schwungvoll zu Atevora um wodurch der Knauf seiner Axt exakt die Wunde des Magiers trifft. Natürlich glaubt niemand der Anwesenden an einen Zufall, jedoch entschuldigt sich Venditius mehrmals bei Facilis, wenn auch mit einer nicht überhörbaren Portion Ironie und Schadenfreude.

"Oh das tut mir unendlich leid werter Magier. Aber wie Ihr ja sicher wisst, haben wir Schoßhunde nicht gerade einen Sinn für räumliches Denken. Ich hoffe doch es schmerzt nicht zu sehr und ihr könnt schon bald Eure Reise in die Höl... äh ich meine natürlich an Euer Ziel fortsetzen. Es war mir ein großes Vergnügen Euch kennenzulernen und ich hoffe ihr kommt mich einmal in Doggra besuchen wenn ihr in der Gegend seid. Ich würde euch so gerne einige Leute vorstellen. Sie würden euch sicherlich gebührend Empfangen."

Mit diesen Worten verlässt Venditius den Raum um dem Weg zum Zwinger zu folgen. Dort angekommen beschleicht ihn ein ungutes Gefühl. Die Schlachtabfälle liegen immer noch unangetastet im Aussenbereich und von Morrak fehlt jede Spur.
Zuerst befürchtet Venditius er könnte ausgebrochen sein, was einer absoluten Katastrophe gleich kommen würde. Doch als er um den Zwinger herum geht erkennt er keinerlei Beschädigungen und auch die Tür ist fest verschlossen.
Und so öffnet er vorsichtig die Tür zum Zwinger.

Dort findet er Morrak auf dem Boden liegend, die Augen leer und glasig. Bei einer schnellen Überprüfung spürt Venditius weder Atmung noch Herzschlag. Morrak war tot.
Da er keine äusseren Verletzungen erkennen konnte und es sicher nicht am Fressen lag, musste er einer Krankheit zum Opfer gefallen sein.

Venditius weiß was er zu tun hat. Er schleift den Kadaver von Morrak in den Freiluftbereich des Zwingers, möglichst weit weg von sämtlichen brennbaren Objekten und bedeckt ihn dann mit Ästen und Zweigen die er eilig in der näheren Umgebung zusammensucht. Es ist eine bekannte Methode um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern. Und so nimmt Venditius die Fackel die den Zwinger bei Nacht beleuchtet hatte und wirft Sie auf den Haufen.
Schon Sekunden später züngeln die Flammen gierig in alle Richtungen und der Gestank von verbranntem Fleisch erfüllt die Luft.

Er wird seine Handlung wohl oder übel erklären müssen, doch er ist sich sicher, dass Cinaed als auch die Shin seine Beweggründe nachvollziehen können.

Facilis

unregistriert

112

Donnerstag, 5. September 2013, 23:54

Facilis Heldentaten bekommen ein "zischt mir keine Mären auf" als Antwort. Natürlich hat der Räuberhauptmann nicht wirklich gereimt. Muss ich ihm das etwas erst sagen? Kann er sich nicht selbst denken, dass dies meine Vortragsform ist? Wie begriffsstützig sind manche Menschen, dass man ihnen alles erklären muss.
Facilis blickt Cinaed verdutzt an, man erkennt in seinen nachdenklichen Gesten, dass am Verstand des Hofherren zu zweifeln beginnt.
Und so einer hat eine weise Magerin als Frau. Ist er hier die Muskelkraft & sie das Hirn des Hofs? Hmm hört sich nach einer idealen Ergänzung an. Warum verlieben sich intelligente Frauen nur immer in solch kräftige Hohlköpfe? Ich weiß nicht soll ich ihm das wirklich erklären. Hmm soll ich, soll ich nicht? Ich mach's besser bevor es hier noch zu Missverständnissen kommt.
Als Atevora das Wort ergreift & erklärt, dass dies keine "Mären" sondern "künstlerische Freiheiten" wären, fühlt er sich in seinen Gedanken bestätigt. Jap sie ist wirklich das Gehirn des Hofes.
Facilis erhebt wieder das Wort aber anstatt weiter fröhlich & heiter seine Erlebnisse in Reimform fließen zu lassen, ist seine Stimme nun ernst: "Nun werter Gutsherr. Die Kurzfassung ist, dass ich gestern von 2 Räubern überfallen wurde & diesen nur knapp entkommen bin. Leider ist dabei meine Robe zerrissen & ich bin von einem Pfeil angeschossen worden. Ich benötige nun neue Kleider, welche ich ihnen selbstverständlich bezahlen oder retournieren würde, nachdem ich mir in der Stadt neue gekauft habe. Ich würde sofern es Ihnen nichts aus macht gerne noch einige Tage auf ihrem Hof verweilen, damit ich mich wieder ein wenig erholen kann. Meine Reise nach Talyra jetzt sofort fortzusetzen, wäre eine Schnapsidee, da ich dann ständig mein Bein belasten müsste. Ich weiß nicht ob Euch das etwas aus machen würde, ich bitte darum hier einige Zeit bleiben zu dürfen. Selbstverständlich würde ich euch das Quartier bezahlen & euch meine Magiefähigkeiten zur Verfügung stellen. Wenn ihr diese Bitte ablehnt, werde ich sofort das Weite suchen. Jedoch wäre es in diesem Fall sehr freundlich wenn Ihr mir noch etwas Proviant für die Reise mit geben könntet."
Facilis macht mit dem Kopf eine kleine Verbeugung, die wohl mehr wie ein verlängertes Nicken aussieht. Aber die Bedeutung der Geste ist dennoch erkennbar. Er bittet um Zuflucht & will sich dafür auch Revangieren. Jetzt ist es an Cinaed zu entscheiden ob er den Magier länger auf seinem Hof dulden will oder nicht. Das Bild des auf den Stock gestützten Magiers, der humpeln versucht die Stadt aufzusuchen, erwärmt die Herzen der meisten Anwesenden. Und seine schlechten Manieren & arrogantes Gerede wird ihm von den Meisten verziehen. Nur einer ist noch immer sauer auf ihn, der Narg Venditius, der sich für das Wort 'Schoßhündchen' noch rächen will. Venditius steht auf & als er bei der Tür vorbei kommt, schwenkt seine Axt in die Richtung von Facilis & berührt dessen schmerzende Wunde. Sofort schreit Facilis auf.
"Au du verdammter Drecks..."
Er schafft es gerade noch eines der tausenden schlimmen Schimpfwörter die ihm einfallen zu unterdrücken. Seine Schmerzenstöhne gehen im schallenden Gelächter des Nargs unter.
"Aber wie Ihr ja sicher wisst, haben wir Schoßhunde nicht gerade einen Sinn für räumliches Denken."
Da hat er zwar recht. Aber das war trotzdem eine assoziale Tat! Meine Rache soll er spüren!
Ein stechender Schmerz kriecht bei der Berührung durch Facilis Körper. Er kneift die Zähne zusammen und versucht es zu unterdrücken. Aber es geht nicht. Der Schmerz bleibt da. Als der Narg auch noch hähmisch grinst, wird es Facilis zu blöd. Wutentbrannt verfällt er in einen Rausch, der ihn den Schmerz nicht mehr wahrnehmen lässt. Er springt auf & humpelt dem Narg, der sich gerade zum Stall aufmacht nach. Facilis öffnete seine Hand & will dem Narg schon einen Feuerball nach schmeißen. Da schießen die Schmerzen der Verletzung, die er jetzt nach der Berührung auch noch zusätzlich unnötig belastet hat wieder in seinen Kopf.
"Au, au, aua!" Verdammt geh weg Schmerz.
Facilis sucht mit den Augen nach dem Narg.
Ah da ist er. Jetzt versetz ihm den Gnadenstoß! Gib's ihm! Er hat's verdient! Dieses ... Argh!!!
Er beobachtet kurz Venditius, der über den Hof schreitet, überlebt heftig ihn anzugreifen soll ich, soll ich nicht, was werden die anderen sagen? Die sind dann alle sauer. Besser nicht. Die meisten Menschen hassen Leichen. Und ich muss dann die ganze Wut über mich ergehen lassen. Also besser nicht. Außerdem ist er eh schon außer Reichweite.
Facilis kehrt grinsend wieder zurück an die Tischrunde & versucht sich nichts anmerken zu lassen.
Ruhig, ruhig einfach nur nett grinsen. Sich nicht's anmerken lassen. Die haben nicht mit gekriegt, dass du ihm gerade einen Feuerball oder Feuersturm nachschicken wolltest. Vielleicht dachten sie auch, dass du ihm nur etwas böses nach rufen wolltest. Du bist ja nur verbal aggressiv. Körperliche Schäden zieh ich niemanden zu. Niemandem hmm ... zu. Und jetzt wieder ganz brav Essen als wäre nichts gewesen, wir müssen tun als wäre nichts gewesen.
Facilis greift wieder nach einem Brotlaib, schneidet sich vorsichtig eine Scheibe ab & beginnt sie zu bestreichen. Er versucht sich nun normal zu verhalten & nicht mehr alles unkontrolliert in sich hinein zu stopfen.
Vorsichtig verhalten, vorsichtig verhalten. Nur die Ruhe, nur die Ruhe. Du musst dich normal verhalten. Sonst fliegst du hier schneller vom Hof als du bis ... ähh 3 Zählen kannst? Blöder Vergleich. Hmm mir fällt grad kein besserer ein. Blödsinn.
Facilis schaut wieder zu Cinaed rüber als er einen kleinen Bissen vom Brot ab beißt. Durch die Berührung der Axt hat er komischerweise wieder Appetit bekommen. Er hat ja vorher schon gesagt, dass er hier keine Magie duldet. "Ist hier unerwünscht" hat er wortwörtlich gesagt. Aber ob das nur hier drinnen oder auch draußen gilt?
"Sagt werter Hausherr, was haltet ihr davon wenn ich nach dem Frühstück auf dem Hof für eure jungen Kinder, Knechte & Mägde eine kleine Zaubershow veranstalte. Und etliche Kunststücke die ich bei den verschiedensten namhaften Zaubermeistern gelernt habe vorführe. Ich bin nämlich ein Gaukler von Beruf. Wann ich immer dazu komme biete ich mein Können zur allgemeinen Erheiterung an. Nichts macht mir nämlich mehr Freunde als das Lachen von Kindern zu hören denen mein Werk gefällt. Da mir dieses sagt, dass mein Leben nicht um sonst war, sondern wieder einen Mensch mehr für kurze Zeit glücklich machte."
Facilis blickt zu Boden, ihm ist gar nicht mehr heiter zu Mute. Wenn er bedenkt was ihm alles in den letzten Tagen geschehen ist, kommt ihm das Kotzen. Er fühlt sich immer & überall unfair behandelt. Sein Leben hängt ihm nur mehr zum Hals raus.
"Und damit dieser kalten lustlosen Welt, wenigstens ein paar Sekunden einen Grund für ihre Existenz gegeben hat." fügt er traurig in sich hinein murmelnd hinzu.

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Atevora

unregistriert

113

Freitag, 6. September 2013, 00:52

Die übrigen am Tisch haben ebenfalls verblüfft auf den Narg gesehen und sich wohl die selben Fragen gestellt wie die Magierin. Da Atevora immer Aufmerksam ihren Blick auf ihr Umfeld gerichtet hat um gegebenenfalls Veränderungen im Verhalten zu registrieren, ist ihr das Ganze natürlich nicht entgangen. Sie ist sich mit einem Mal sicher, es war das Erste und das letzte Mal, dass sie zu einem Mahl geladen wurden. Innerlich seufzt sie, während sie nach außen hin gewohnt kühl und ungerührt erscheint.
Als der Narg nach seinem beendeten Frühstück die nächstbeste Situation nutzt um den Magier wieder zu provozieren und ihm Schmerzen zuzufügen, hätte sich Atevora am liebsten mit der flachen Hand gegen die Stirn, oder ihren Kopf gegen die Tischplatte geschlagen, so begnügt sie sich mit einem dramatischen Seufzen. Facilis wird natürlich von einer Schmerzwelle geplagt und wirkt auch so ziemlich verzweifelt, warum auch immer. Mirrle rügt den Nargen und möchte zu dem Verletzten gehen und sich seiner annehmen, und verharrt fassunglos als der Magier hochschießt wie ein Stehaufmännchen und dem Narg hinterherhumpelt. Ihr Mund klappt auf und zu, wie bei einem Fisch auf dem trockenem der nach Luft schnappt und ohne dass ein Wort herauskäme.

Der Magierin schwant böses. Sie steht ruckartig auf um was immer sich da anbahnt zu unterbinden. Da sieht sie wie Facilis quasi noch im Türrahmen stehen bleibt, sich wieder umdreht und sich wieder auf den Stuhl setzt.
Sie betrachtet den Magier vor sich lang, sie durchbohrt in förmlich mit einem nicht klar zu deutenden Blick, während dieser plötzlich geschäftig wieder beginnt essen in sich hineinzustopfen, wo auch immer dieses überhaupt noch Platz findet. Vom ursprünglichen beschwingtem Gefühl wegen der Freude über den Cofea ist ihr wenig übrig geblieben. Was für eine kuriose Einlage, was für eine groteske Komödie. Nur das Leben schreibt so bizarre Stücke und Darbietungen. Es wird Zeit, dass sie sich wieder wichtigen Dingen widmet und von hier fort kommt und das so rasch wie möglich.

Sie setzt sich also wieder hin, verspeißt den letzten Bissen auf ihrem Teller und leert den letzten Schluck Cofea. Dann bedankt sie sich freundlich für das köstliche Frühstück und die Einladung und erntet dafür auch wieder eigenwillige Blicke. Vermutlich weil sie selbst fast nichts gegessen hat und ihre Aussage, sie hätte das Frühstück köstlich gefunden, dadurch mehr wie eine höfliche Floskel klingt, als die Wahrheit. Dabei ist es ihr damit durchaus ernst. Das eine Milchbrot, das sie mit spitzen Fingern Stück für Stück weg zupfender Weise genossen hat, hat ihr wirklich sehr gemundet.
„Habt dank für Eure in Reimform vorgetragene Geschichte Herr Magus, ich empfand sie sehr kurzweilig. Und entschuldigt die Anfeindungen und die, hm, Unbeholfenheit von Venditius. Zu einem Teil bleibt er nunmal ein hitzköpfiger Narg, der es lieber hat wenn es nicht so wortreich zugeht.“ Spricht sie in einem ausgesucht freundlichen Tonfall zu dem Magier, bemüht des Hausherren vorgelebte ausgleichende Art aufzugreifen. Dann möchte sie sich dem Hausherrn selbst zuwenden. Er wirkte von dem Verlauf des Frühstückes nicht besonders begeistert. Sie ist sich wirklich sehr sicher, sie wird von ihm wohl niemals mehr eine Einladung zum Frühstück erhalten. Sie möchte sich gerade danach erkundigen ob nun vielleicht die Zeit für das Gespräch Recht wäre, das sie am Vortag verschoben haben, doch bevor sie dazu kommt ihr Vorhaben umzusetzen, nimmt sie einen seltsamen Brandgeruch wahr. Man merkt ihre Aufmerksamkeit geht sprunghaft in eine Andere Richtung, auch ihre Haltung ist nicht mehr gezielt dem Hausherrn zugerichtet sondern plötzlich angespannter und aufrechter als vorhin „Riecht es hier nach Rauch?“

Irritiert folgt sie der vermeindlichen Quelle, schreitet gedankenfern durch den Raum und ohne zuvor ihre Schuhe anzuziehen aus dem Raum ins Freie. Und dort sieht sie auch schon im Freibereich des Zwingers Flammen wild in die Höhe züngeln, und einen Narg direkt davor wie er das Flammenspiel betrachtet.

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Freitag, 6. September 2013, 16:17

Das Morgenmahl entwickelt sich ganz und gar nicht so wie Cináed sich dies vorgestellt hat. Im Gegenteil, der Tag scheint nahtlos dort fortsetzen zu wollen, wo er am vergangenen Abend aufgehört hat. Das überrascht den Elben zwar, scheint ihm aber andererseits auch wieder gar nicht einmal so sonderbar. Ein einziger Blick in die Runde genügt, um ihm all die unterschiedlichen Persönlichkeiten zu zeigen, die, die einen würden es Zufall, die andere Schicksal nennen, der Lauf der Welt auf seinem Hof zusammengeführt hat. Die Persönlichkeiten seiner Gäste könnten vermutlich kaum unterschiedlicher sein. Der Gutsbesitzer seufzt innerlich laut auf. Seinen Appetit ist ihm mittlerweile gründlich verdorben, doch wäre Cináed nicht Cináed, wenn er sich so schnell aus der Fassung bringen und seine Geduld und Langmut verlieren würde. Tatsächlich, könnte er Gedankenlesen, es würde ihn wohl eher amüsieren, erstaunen und vielleicht auch etwas irritieren, was Lady Shin und Facilis gerade in Bezug auf seine Person denken. Der Elb wäre ehrlich verwundert, täte er ahnen, dass die Magierin zu glauben scheint, in seinen Augen hässlich und unattraktiv zu erscheinen, was keinesfalls der Wahrheit entspricht.

Und Facilis, nun, mittlerweile ist selbst Cináed klar, dass der Mann mit dem bloden Haar, der sich offenbar am allerliebsten selbst reden hört, ein Aufschneider ist. Zugegeben - ein netter, wortgewandter Aufschneider, aber trotzdem eben nur ein Aufschneider. Noch dazu einer, der scheinbar glaubt, es würde niemandem auffallen, dass er sich den einfachen Gutsbewohnern in Hinblick auf seine eigene Bildung und Gelehrsamkeit ein kleinwenig - vielleicht auch etwas mehr - überlegen fühlt. Es würde den Shida'ya, der dem Magier einiges an Lebensjahren voraus hat, ausgesprochen amüsieren, wenn er wüsste, dass dieser in ihm einen ungebildeten Hohlkopf sieht. Ein Mann, der so eilfertig mit hübschen kleinen Wörten wie "retournieren" um sich wirft, mit der gelegetlich etwas altmodischen Redeweise des Elben jedoch Schwierigkeiten hat und einer Erklärung von Lady Shin bedarf, um zu verstehen, dass das schon vor einigen Jahrzehnten aus der Mode geratene Wörtlein "Mär" oder "Märe" nichts weiter als "Gerücht oder eben kleine unglaubhafte Erzählung" bedeutet.

Nachdem der junge Magier allerdings eingesehen hat, dass er mit seinen Reimen hier offenbar nicht weiterkommt, kann der Gutsbesitzer an seiner von den gröbsten Übertreibungen und Ausschmückung befreiten Kurzversion seiner Abenteuergeschichte nicht viel aussetzen. Dass sich Räuber in dieser Gegend des Larisgrüns aufhalten kommt eher selten vor, ist aber durchaus kein Ding der Unmöglichkeit. Bevor der Gutsbesitzer jedoch auf Facilis Ansinnen eingehen kann, kommt ihm Venditius dazwischen. Und das Verhalten, welches der Narg nun im folgenden an den Tag legt, findet der Shida'ya keinesfalls in irgendeiner Weise erheiternd oder gar angemessen. Bevor er allerdings etwas sagen kann, kommt ihm Lady Shin zuvor, welche sich höflich und in aller Form bei dem jungen Magier, der sicherlich erhebliche Schmerzen verspüren muss, für das Fehlverhalten ihres nargischen Leibwächters entschuldigt, derweil sich auch Mirrle von ihrem Platz erhoben hat um an Facilis Seite zu treten und so schnell, dass dem Burschen keine Zeit für irgendwelche Einwände bleibt, niederkniet, um dessen Wunde zu untersuchen. "Der Verband muss gewechselt werden", murmelt sie und Cináed kann sehen was sie meint. Nachdem sie des Magiersrobe ein wenig angehoben hat, um sich die Wunde näher zu begutachten, ist leicht erkennbar, dass das Blut - vermutlich ausgelöst durch Venditius "unabsichtliche" Rempelei - wieder stärker zu fließen begonnen hat und auf dem hellen Linnenverband bereits einen leuchtend roten Fleck zu bilden beginnt.

Lady Shins Aufmerksamkeit hingegen wird von etwas anderem in Anspruch genommen. »Riecht es hier nach Rauch?«, fragt sie. Cináed schaut zu ihr hinüber, runzelt die Stirn. Ja, nun, wo die Magierin es anspricht, nimmt er den Geruch auch deutlich war. Er gibt der Shin keine Antwort und während sie noch halb in Gedanken durch den Raum wandelt, ist der Elb auch schon auf den Beinen und auf direktem Weg zur Tür. Ohne sich mit solch banale Kleinigkeiten wie Stiefel aufzuhalten (Calait würde gewiss gehörig mit ihm schimpfen, wüsste sie davon) stürmt der Elb barfuß wie er ist durch die Hintertür hinaus in den Garten und eilt über die steinigen Kieswege weiter in Richtung Hofplatz. Die Rauchfahne, die in einiger Entfernung - dort wo sich Morraks Zwinger befindet - in den Himmel emporsteigt, ist unübersehbar. "Wir brauchen Eimer und Wasser", weist Cináed Owyn und Emrys an, die ihrem Herrn umgehend gefolgt sind, sich aber immerhin noch die Zeit genommen haben, ihre festen, schweren Arbeitsstiefel wieder überzustreifen. Die beiden Männer reagieren sofort, während Cináed zum Brunnen eilt und einen Eimer Wasser heraufholt mit dessen Inhalt er sogleich weiter in Richtung Zwingergebäude eilt. Die Hunde des Hofes haben derweil zu bellen begonnen, denn auch sie wittern den Brand und versuchen die Hofbewohner nun lautstark darauf aufmerksam zu machen.

"Was hat das zu bedeuten?", donnert der Gutsbesitzer wütend, als er den Ort des Feuers schließlich erreicht und vor den hohen Gittern des Freiluftbereichs stehen bleibt. Cináed braucht keine Antwort. Der beißende Geruch von brennendem Fleisch ist unverkennbar und auch Morraks Überreste sind noch verzerrt in den Flammen auszumachen. Der sonst so höfliche, gutmütige und stets gelassene Gutsbesitzer starrt Venditius mit unverholenem Zorn an, die allgemeine Abneigung, die man in und um Talyra noch immer gegen des Volk der Narge hegt, schlägt sich nun auch bei ihm endgültig ihren Weg an die Oberfläche frei. "Wollt Ihr mir absichtlich den Hof abfackeln, Ihr Narr!", fährt er den Nargen an. Nur langsam gewinnt er seine Selbstbeherrschung wieder und wird wieder ruhiger. Morraks Anblick in den Flammen lässt ihn die Beweggründe des Sandnargen erahnen und sie leuchten ihm ohne weiteres ein - doch ist der Ort für ein solches Vorgehen mehr als schlecht gewählt, und es ist ein wahrer Segen, dass der Rauch des Feuers schlimmer ist, als der eigentliche Brand selbst.

Mittlerweile ist auch die Shin an der Seite des Elben eingetroffen, doch dieser schenkt der Magierin vorläufig keinerlei Beachtung. Owyn, Emrys und Liam, die nun ebenfalls heraneilen, starren Venditius feindselig an, doch ein Wink ihres Herrn genügt, um sie schweigen zu lassen. "Sorgt dafür, dass das Feuer sicher abbrennen kann", weist Cináed seine Knechte an, denn abbrennen muss es, das ist ihm klar. Dass sich eine Seuche unter den Tieren seines Hofes ausbreitet, kann er sich beim besten Willen nicht auch noch leisten. Nein, nicht nach den Kosten, die der verheerende Sturm im vergangenen Zwölfmond angehäuft hat. Glyn-y-Defaid ist ein ausgesprochen wohlhabendes Anwesen, aber derartige Einbußen würden ihnen dennoch große Sorgen bescheren. "Was ist geschehen?", verlangt der Gutsbesitzer, diesmal schon wieder mit halbwegs ruhiger, beherrschter Stimme, zu wissen, und sieht Venditius geradeheraus an. Ein letzter feiner Hauch von Zorn im Glanz seiner Augen ist noch immer nicht völlig verschwunden. "Erklärt Euch!"
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

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Venditius

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115

Freitag, 6. September 2013, 17:24

Gedankenverloren starrt er auf die Flammen wie sie zischend den Kadaver von Morrak Stück für Stück auflösen. Es ist eine Schande. Die ganze Zeit, Arbeit und vor allem das Geld welches er in die Ausbildung von Morrak investiert hat löst sich gerade mit dem Hyaenodon in Rauch auf.
Er bemerkt die heraneilenden Männer des Gutshofs erst sehr spät und als ihn Cinaed anbrüllt lässt er dies anstandslos über sich ergehen. Zwar hat er sehr wohl darauf geachtet, dass die Flammen nicht zu nahe am Zwinger ihr Werk verrichten, jedoch kann er die Sorge des Gutsherren durchaus verstehen.

"Was geschehen ist? Seit einiger Zeit war Morrak nicht mehr ganz auf der Höhe. Er wurde träger und behäbiger. Erst glaubte ich an eine Verletzung oder einfach nur Müdigkeit. Und vor einigen Minuten habe ich ihn dann tot im Zwinger gefunden. Am Futter kann es nicht liegen und da es keine Verletzungen gab musste ich von einer Krankheit ausgehen."

Er mustert den Elben aufmerksam der ihn immer noch mit wütendem Blick anstarrt.

"Ich weiß Morrak ist kein Wesen von hier, jedoch ist er Euren Hunden sehr ähnlich. Ich wollte nicht dafür verantwortlich sein, wenn Sie durch die selbe Krankheit dahingerafft werden. Und hier im Freibereich des Zwingers bestand das geringste Risiko. ich habe auch darauf geachtet, dass nichts brennbares in der Nähe liegt. Ich möchte nicht respektlos sein. Ihr habt mir heute schon mehr von Eurer Geduld geschenkt als ich verdient hatte und dafür danke ich Euch, jedoch dürft ihr mir ruhig glauben. Ich habe schon genug Brände gelegt um zu wissen worauf ich achten muss."

Mit diesen Worten dreht er sich wieder wortlos zu dem Feuer und beobachtet weiter wie seine Arbeit in Rauch aufging.
Und er musste sich eingestehen, dass er in den Monaten des Trainings seinen Gefährten trotz aller Schwierigkeiten ins Herz geschlossen hatte.

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Freitag, 6. September 2013, 19:33

Die ruhige Selbstbeherrschung mit der Venditius Cináed begegnet, trägt sehr dazu bei den Zorn des Elben, der ohnehin schon wieder am Abklingen ist, noch etwas rascher zu mildern. Wortlos hört der Gutsbesitzer sich an, was der Narg vorzubringen hat und die Erklärung deckt sich tatsächlich mit dem, was der Shida'ya ohnehin schon vermutet hat. Natürlich, es wäre Cináed auch nicht einen Augenblick in den Sinn gekommen, dass der Sandnarg das junge Hyaenodon völlig grundlos niedergeschlachtet und in Brand gesetzt hat. Seine eigene Einstellung gegenüber dem Tier mag etwas anders ausgesehen haben, aber Venditius hat zweifelsohne an dem Tier gehangen, andernfalls hätte er wohl kaum so viel Zeit, Geld und Mühen investiert, um Morrak an sich zu binden und zu trainieren - ganz unabhändig vom Sinn und Erfolg dieser Unternehmungen, über welche sich gewiss streiten lässt.

»Ich möchte nicht respektlos sein«, beendet der Narg seine Ausführungen. »Ihr habt mir heute schon mehr von Eurer Geduld geschenkt als ich verdient hatte und dafür danke ich Euch, jedoch dürft Ihr mir ruhig glauben: Ich habe schon genug Brände gelegt um zu wissen worauf ich achten muss.« Der Gutsbesitzer starrt den Sandnarg schweigend und mit unergründlichem Blick an. Ja, er glaubt Venditius sofort, dass dieser schon oft ähnliche Feuer gelegt hat - in den trockenen, vegetationsarmen Gegenden seiner sandigen Heimatlande. Aber dies hier sind die Herzlande; und sie befinden sich im Tal der Schafe - umgeben vom Larisgrün. Cináeds eigene Geschichte, die Geschichte eines Hexers dem die Kräfte des Feuers inne wohnen, haben den Elben im Laufe der vergangenen mehr als hundert Zwölfmonde gegenüber den Kräften dieses Elements weitaus wachsamer und vorsichtiger werden lassen, als manch anderen.

Der Shida'ya will bereits zu einer Antwort ansetzen. Dem Nargen gegenüber erwähnen, dass es besser gewesen wäre, wenn er ihn vorher informiert hätte, damit entsprechende Vorkehrungen hätten getroffen werden können. Beispielsweise eine sichere Brandgrube draußen auf den Wiesen rund um den Drych Cymylau, fernab der Wirtschaftsgebäude des Hofes, insbesondere fernab der nahen, mit Stroh und Heu gefüllten Scheune. Auch will Cináed anmerken, dass ihm der eingehaltene Abstand zu den nächsten brennbaren Objekten, Bauten und Pflanzen - die Scheune ist knapp 18 Schritt und die nächsten Sträucher sind nicht einmal 12 Schritt entfernt - im Gegensatz zu dem Nargen alles andere als ausreichend erscheint. Doch als der Gutsbesitzer sieht wie Venditius stumm und mit ausdruckslosem Blick in die Flammen zu starren beginnt, welche Morrak immer gierig verzehren, hält er die Worte zurück.

Cináed mag das Hyaenodon vielleicht in einem ganz und gar anderen Licht gesehen haben als der Sandnarg, aber er weiß die Gedanken, die sich der Narg in Bezug auf Glyn-y-Defaid gemacht hat und seine versuchte Umsicht zu schätzen. Und vor allem kann er das Gefühl des Verlustes nachempfinden, welches Venditius beim Anblick des Totenfeuers womöglich verspürt, obschon am Gesicht des Nargen Gefühle wie Schmerz und Trauer in diesem Moment nur schwer, wenn behaupt, abzulesen sind. Dennoch, auch ohne die Barriere, die seine empathischen Sinne von der ihn umgebenden Umwelt zuverlässig abschirmt, fallen zu lassen, kann der Shida'ya Venditius Verlust erkennen... und respektieren. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, zieht er sich einige Schritt zurück. In rücksichtsvoll gedämpftem Tonfall gibt er seine weiteren Anweisungen an Owyn, Emrys und Liam weiter, und die Knechte kommen den Wünschen ihres Herrn zügig, wortlos und so diskret wie möglich nach.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

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Atevora

unregistriert

117

Freitag, 6. September 2013, 20:21

Atevoras Augenbrauen wandern für sie so typisch in die Höhe. Welch ungewöhnlicher Anblick. Es war sehr interessant den Elben, der immer umsichtig ruhig, gelassen bleibt und seine Stimme quasi nie erhebt, derart im Zorn zu sehen. Wie es kaum anders zu erwarten war, gelingt es ihm sich bald wieder zu fangen und er gibt sich auch mit der sachlich dargelegten Erklärung ihres Geleitschutzes zu Frieden. Auch wenn er im ersten Moment so wirkte als läge ihm noch etwas auf der Zunge sieht er davon ab und tritt nur still zurück um seinen Angestellten die notwendigen Anweisungen zu geben.
Entgegen ihm, der den Verlust des Nargen nachempfindet und ihm mit seiner Zurückhaltung und diskreten Art Respekt und Anerkennung sowie Anteilnahme zollt, steht Atevora nur wie ein Stummer Geist in der Nähe und betrachtet vollkommen ungerührt das Geschehen. Sie überlegt ob sie Venditius etwas sagen sollte, irgend eine Floskel, doch sie entscheidet sich dagegen. Da ist kein Gefühl, keine Einzige Regung die seinen Verlust nachempfinden könnte, sie selbst verspürt nur Erleichterung. Sie hat die Entwicklung lange genug kritisch beobachtet. Es war besser so. Das Tier war keine lohnende Investition, es hatte für sie keinerlei Wert für sie, es war nur eine Last und eine Quelle für mögliches Ungemach und das Leben nur im Käfig bis zum ende seiner Tage hätte sie dem Hyaenodon ohnehin nicht gewunschen. Sie wird dem Sandnarg darum mit Ehrlichkeit begegnen und ihm nicht irgend welche bedeutungslosen Worte ohne jeglichen Wert entgegenbringen. Er würde es ohnehin nicht schätzen. Darum: Da ist nichts was sie ihm sagen könnte, nichts das sie ihm mitteilen wollte. Sie steht nur da ohne einer Regung zu zeigen, oder einem Anflug von irgend einem Gefühl auf ihren feinen Gesichtszügen. Nach einigen Augenblicken wendet sie sich schließlich ab vom knisternden Feuer das gierig das tote Fleisch verzehrt und überwindet die wenigen Schritte zum Gutsbesitzer. Er hat soeben seine Anweisungen gegeben und seine Bediensteten beginnen diese nach bestem Wissen und Gewissen umzusetzen. Darum richtet die Eismaid das Wort an Cinaed. Und mit der Tonlage die bar jeder Emotionalität ist, wird sie ihrem Beinamen dabei wieder mehr als gerecht:
„Ich werde Venditius noch die nötige Zeit einräumen und danach mit ihm aufbrechen. Ich schätze unsere Geschäftsbeziehung ist vorerst beendet. Ich denke auch die angestrebte Unterredung ist nun obsolet, denn der maßgebliche Grund für diese löst sich soeben in Rauch auf. “

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Freitag, 6. September 2013, 20:51

Von der kühlen, ja geradezu emotionslosen Art der Shin einmal mehr reichlich irritiert, schaut der Gutsbesitzer die Magierin an. "Wie...?", entgegnet er verständnislos, in Gedanken noch mehr mit anderen Dingen beschäftigt als mit den Worten der bleichen Lady. "Ja... oder nein, eigentlich nicht... Ihr habt natürlich Recht, ich hatte vor etwas in Bezug auf Morrak mit Euch zu besprechen", erklärt er etwas verworren, während er noch seine Gedanken und Worte sortiert. "Aber das war durchaus nicht alles." Cináed schaut die Magierin geradeheraus an. "Es gibt noch etwas anderes, was ich gerne mit Euch bereden würde, wenn es Eure Zeit erlaubt." Sein Blick nimmt einen fragenden Ausdruck an. "Selbstverständlich werde ich Euch nicht am Aufbruch hindern, wenn es Euch ungelegen kommt. Gewiss habt Ihr in der Stadt dringende Geschäfte, die auf Euch warten. Dennoch, wenn Ihr noch etwas Zeit für mich erübrigen könntet...?" Der Shida'ya deutet zum Haupthaus hinüber. "Owyn hat hier soweit alles im Griff, denke ich", stellt er fest. "Im Kaminzimmer wären wir ungestört..."
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Atevora

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Freitag, 6. September 2013, 21:44

Es scheint so als hätte sie den Gutsbesitzer reichlich kalt erwischt und ihn versehentlich aus seinen vorgegebenen Gedankenbahnen gerissen, denn es dauert einen Moment bis er im Geiste ihre Worte sortiert zu haben scheint. Er gibt ihr zu verstehen, dass er noch anderes abseits von Morrak mit ihr besprechen wolle. >>"Aber das war durchaus nicht alles."<< „Nicht?“ Rutscht es ihr knapp fragend heraus. Atevora beschleicht eine ungute Vorahnung und ein unangenehmes Gefühl. Ging es um ihr Zauberwirken, oder doch um etwas anderes? Um ihre Reaktion im Gesindehaus vielleicht? Genaugenommen hatte sie sich beim Frühstück selbst vorgenommen die Dinge mit dem Magiewirken anzusprechen, doch nun mit der neuen Sachlage erschien ihr dieser Punkt nicht mehr wichtig genug um ihn sofort, oder überhaupt noch zu erörtern. Eines stand fest, sie wollte, was immer an Gesprächsstoff in der Luft schwebte, nicht unnötig aufschieben. Sie wollte unbedingt vermeiden, dass es zu ähnlichen Missverständnissen wie gegenüber des Lord Commanders Frau kam. Wenn hier etwas zu besprechen offen war, dann würde sie das jetzt in Angriff nehmen und nicht weiter aufschieben, ganz gleich wie schwer der Gang und das Thema würde.
Sie folgt mit den Augen Cinaeds Geste zum Haus. Nundenn. Was immer es sein mag, und sei es am Schluss eine Art Gang zum Schafott: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Beschließt sie, und versucht wieder etwas mehr Milde in ihre Züge zu legen, und nickt sacht bevor sie spricht: „Natürlich kann ich dies. Kaminzimmer klingt fabelhaft.“
Entgegnet sie entschlossen und deutet einen Anflug eines Lächelns an, dann setzt sie sich in des Elben Begleitung zielgerichtet zum Haupthaus in Bewegung.

Der Weg ist schnell überwunden, und zwar schweigend. Cinaed wirkt ein wenig in Gedanken, und das ändert sich nicht als sie gemeinsam das Kaminzimmer betreten. Es dürfte wohl ein heikles Thema sein das er anzusprechen gedenkt, zumindest legt sein Gestus das nahe. Ein etwas beklommenes Gefühl überkommt Atevora als sie sich auf den Platz setzt den ihr der Hausherr anbietet. Ein wenig ungeduldig zu erfahren, was es wirklich ist, was der Hausherr mit ihr besprechen möchte, erkundigt sie sich: „Nundenn, was ist es das ihr mit mir gerne besprechen möchtet? Habe ich versehentlich irgend ein geltendes Gebot hier verletzt, oder mir etwas zu Schulden kommen lassen?“

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Freitag, 6. September 2013, 22:33

Huh. "Nein, nein", stammelt Cináed hastig und völlig überrumpelt von Lady Shins Frage. "Bitte... setzt Euch doch." Etwas unbeholfen deutet er auf einen der beiden Sessel, die vor dem großen Kamin stehen udn wirkt dabei ein wenig wie ein linkischer, schüchterner und etwas zu groß geratener Schuljunge. Wie es nun einmal seine gelegentlich ein wenig altmodisch erscheinende Art ist, rückt er den Sessel zurecht, damit sich die Magierin bequem setzen kann.
Nun wo Cináed der Shin so allein gegenüber steht, weiß der Gutsbesitzer nicht mehr so recht, wie er den eigentlichen Grund, weshalb er dieses Gespräch gewünscht hat, am Besten zur Sprache bringen soll, dabei hätte ihm die Frage der Shin eigentlich den perfekten Einstieg geboten. So aber, immerhin hat er diese Möglichkeit gründlich vermasselt, flüchtet er sich erst einmal auf sicherers Terrain. "Wie Ihr schon gesagt habt, beendet Morraks unerwarteter Tod unsere bisherigen Vereinbarungen", stellt Cináed schlicht fest, während er sich der Shin gegenüber in dem zweiten Sessel niederlässt. "Ihr habt in diesem Mond die vereinbarte Summe, die wir ausgemacht hatten, bereits gezahlt. Selbstverständlich werde ich Euch die entstandene Differenz zurückzahlen..."

Geduldig und mittlerweile wieder halbwegs sein übliches gelassenes Selbst, gibt der Gutsbesitzer der Magierin zunächst Gelegenheit auf das Gesagte zu reagieren, bevor er weiterspricht. Dabei merkt er bereits, dass seine Worte wohl nicht ganz dem entsprochen haben, was sein Gegenüber zunächst erwartet hat. Und damit hat die Shin sogar recht, denn irgendwie will es ihm immer noch nicht gelingen, den Bogen zu dem zu schlagen,w as er eigentlich ansprechen will.
Völlig ohne jeden Zusammenhang zu dem vorher Gesagten spricht der Elb daher mitten ins Blaue hinein: "Facilis scheint der irrigen Annahme erlegen sein, wir seinen Ehepaar..." Abrupt bricht der Shida'ya wieder ab. Die ganze Szene erinnert ihn entfernt an die Situation zwischen seiner Schwester und Calait. Wo die Resande jetzt wohl sein mag?, fragt er sich einen Moment lang etwas abgelenkt. Bei einem seiner letzten Besuche in der Goldenen Harfe hatte er eher zufällig erfahren, dass sie zur Zeit gemeinsam mit Colevar auf dem Weg zu ihrer Sippe irgendwo in Immerfrost ist. Er wünscht den beiden viel Glück auf ihrem Weg. Es kränkt ihn nicht, dass er erst eine ganze Weile nach ihrem Aufbruch und auch nur durch Zufall von Calaits Reise gehört hat. Schließlich ist er nur ein Schafzüchter und ihre Angelegenheiten gehen ihn nichts weiter an, auch wenn er die Resande mittlerweile als gute Freundin betrachtet. "Wie auch immer... ich hoffe das Missverständnis hat Euch nicht zu sehr in Verlegenheit gebracht...?", beendet Cináed seinen angebrochenen Satz, als seine Gedanken schließlich wieder zu der gegenwärtigen Situation zurückkehren.

Dann merkt er, was er da gerade getan hat, als sein Blick dem der Magierin begegnet. Wie peinlich. Ein wenig hilflos versucht der Gutsbesitzer die soeben entstandene, unangenehme Situation, die er mit seinen dummen, gedankenlosen Worten heraufbeschworen hat, zu überspielen. Irgendwie gelingt es der Shin einfach immer wieder ihn völlig aus dem Konzept zu bringen - sogar dann, wenn sie eigentlich gar nichts tut. "Ähh... also, weshalb ich eigentlich mit Euch sprechen wollte", bringt er schließlich irgendwie zustande, "betrifft die Ereignisse des gestrigen Tages..." Erleichterung durchflutet ihn und macht sich auf seinem Gesicht bemerkbar. Geschafft. Nun ja, irgendwie zumindest. Cináed erlaubt sich ein winziges verlegenes Lächeln, wird aber sogleich wieder ernst. "Bitte entschuldigt, aber meine Leute stehen dem offenen Gebrauch von Magie ein wenig... kritisch... gegenüber. Falls ihr Verhalten Euch in irgendeiner Form beleidigt haben sollte, möchte ich Euch bitten ihnen dies noch einmal nachzusehen." Er schweigt kurz und spricht den Gedanken, dass dies zum großen Teil seine eigene Schuld ist, nicht laut aus. Ja, denn das wirft er sich seit mittlerweile gut und gerne einem Zwölfmond in der Tat selbst vor. "Ich weiß Eure Hilfe sehr zu schätzen. Ihr habt meinem Gesinde einige Aufgaben sehr viel leichter gemacht... aber Eurer Reaktion auf Facilis Versuch einen Zauber zu wirken..." Ohne den Satz zu beenden, lässt Cináed seine letzten Worte einfach in der Luft schweben, weil er schlicht nicht weiß wie er das, was ihm durch den Kopf spukt, richtig formulieren soll.
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