Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Weltenstadt Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 135

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

  • Nachricht senden

91

Freitag, 16. August 2013, 20:48

Cináed weiß beim besten Willen nicht, was er von Lady Shin halten soll, obwohl er sie nun schon einige Monde lang persönlich kennt. Einen Moment lang ist der Elb daher versucht den Schutzwall um seine empathischen Sinne zu lockern, unterlässt es dann aber doch. Obwohl der Gutsbesitzer nun schon deutlich länger in den Menschenlanden lebt, als er je in seiner eigenen Heimat zugebracht hat, ist er trotzallem viel zu sehr Elb - und außerdem einfach viel zu höflich. Also reicht er der Magierin einfach nur ein sauberes Taschentuch, dass sich zufällig noch in seiner Hosentasche befindet, sieht zu das sie ihm Zustand nicht noch auf dem Hof umkippt, gibt ihr etwas Zeit sich zu sammeln und zu erhlen und hört sich anschließend geduldig ihre Erklärung an.

Offenbar sieht die Magerin ihm jedoch an, dass ihre Worte ihn nicht wirklich zufriedenstellen und er vor allem ihre letzten Worte für eine winzige Untertreibung hält, denn zu guter Letzt lenkt sie ein: »Ja, gut, es war überreizt!«, gesteht sie ein, verteidigt sich im nächsten Augenblick sogleich wieder. »Aber ein Feuermagier der nicht bei Sinnen in einem engen sehr holzlastigen Raum einen Zauber webt ist nicht nur gefährlich, das kann katastrophal enden. Sein Versuch gehörte im Ansatz unterbunden...« Sicher, denkt Cináed und nickt zustimmend, wer wüsste das schließlich besser als er, der einstige Feuer-Hexer? Aber gleich so drastisch?! Der Shida'ya zieht leicht eine Augenbraue in die Höhe. "Ich gebe Euch völlig Recht", pflichtet er der Shin bei. "Dafür hättet Ihr dem Mann aber nicht gleich an die Gurgel gehen müssen... und das wisst Ihr." Der Gutsbesitzer ist nicht dumm. Ihr hättet genauso gut seine Arme niederdrücken können. Einer hätte vermutlich schon genügt, denkt er stumm, und das ist ihm nicht erst aufgrund des Studiums bei Pól An Bhriotin klar.

Cináed mustert die Magerin von oben bis unten und seufzt lesie, als ihm klar wird, dass sie ihre Tat vermutlich trotz seiner Worte kein bisschen bereut und sehr wahrscheinlich jederzeit wieder so handeln würde wie gerade eben. "Ihr seid mir ein absolutes Rätsel", gibt er schließlich mit einem Schulterzucken zu. Dann wird das Gesicht des Elben ernst. "Ich glaube, ich würde mich gerne bei Gelegenheit einmal etwas länger mit Euch unterhalten. Es gibt da ohnehin ein paar Dinge bezüglich unserer Vereinbarungen in Sachen Morak, die ich gerne noch einmal erörtern würde?", fügt er unumwunden zu. "Doch nicht heute, oder was meint Ihr? ...Das dachte ich mir... Bleibt hier sitzen, ruht Euch noch etwas aus. Ihr habt Eure Kräfte heute schon genug verausgabt", erklärt er, dabei huscht tatsächlich kurz ein spitzbübisches Grinsen über sein Gesicht. "Mirrle hat Euch genug herumgescheucht, den Rest kann sie auch alleine erledigen. Dafür ist sie schließlich da, nicht wahr?!"

Der Schafzüchter sich abzuwenden, hält dann aber noch einmal in der Bewegung inne. "Ich werde nach Mirrle und unserem feurigen Neuzugang schauen", erklärt er. "Rhona ist gewiss auch bald mit den Vorbereitungen des Abendmahls fertig, dann können wir uns hoffentlich alle endlich ein wenig entspannen." Cináed hofft ehrlich, dass dem tatsächlich so ist. Der zurückliegende Tag ist auch so schon anstrengend genug gewesen. Der Shida'ya nickt Lady Shin noch einmal zu, dann kehrt er mit ein paar langen Schritten ins Gesindehaus zurück, wo Mirrle und Venditius nach wie vor um den angeschlagenen Feuermagier bemüht sind.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cinaed« (19. August 2013, 15:22)


Facilis

unregistriert

92

Samstag, 17. August 2013, 09:46

Als Facilis seinen Zauber sprechen will, stürzt sich plötzlich die Eismaid auf ihn und drückt ihn zurück auf das Bett, damit er den Zauber nicht aussprechen kann. Durch die schnelle, unerwartete Bewegung vergisst Facilis für einen Moment seinen Schmerz & schafft es wieder klar zu denken. Sein Bewusstsein geht in einen Schockzustand über, in dem er kurz keine Schmerzen mehr wahrnimmt.
Was ist denn jetzt los? Was habe ich denn falsch gemacht? Wieso wollen die mich nicht helfen lassen? Halten die mich für einen Anfänger, was das Zaubern betrifft? Die haben wohl noch nicht von mir gehört. Mir dem großen Facilis. Ich muss diesen Zauber wirken sonst wird die Wunde nicht genesen. Wer weiß wie zuverlässig die Heilmagie der Heilerin ist. Es muss doch einen Weg geben sie zu überzeugen. Verdammt diese ständigen Schmerzen nerven. Wieso kann die ihre blöden Hände da nicht weg nehmen. Ich fühl mich zu schwach um zu sprechen. Verdammt, sieht so aus als wäre ich machtlos in dieser Situation. Au ... nicht daran denken. Ich kann nur daliegen versuchen mich vom Schmerz abzulenken & warten, dass die Anderen die Wunde wieder hin kriegen. Ich hasse solche Situationen der Ohnmacht.
Der Hausherr haucht die Wassermagerin an, worauf sie Facilis los lässt.
Ich darf nicht mehr Zaubern, dann heißt es sich zurück lehnen & warten was passiert. Was soll ich jetzt machen? Schmerz. Ignorieren, an was anderes denken. Ich halt das nicht mehr aus. Denk an was beruhigendes. Am besten an was friedliches. Was friedliches, friedliches. Sonnenstrahl, Kerzenlicht, Fackelschein, nein das beruhigt mich alles nicht. Wie wär's mit 'nem Laubwald. 'nem dichten schönen Laubwald. Genau denk an 'nen Laubwald.
Facilis beginnt sich nen dichten grünen Wald vorzustellen, in dem er in Ruhe wieder fackeln kann wie er will, diese Gedanken beruhigen ihn. Er sieht in Gedanken wie eine Schar Feen auftaucht und ihn mit Amurs Magie abkühlt. Er fühlt wie sich ein großer Wasserschall über seinen brennenden Körper gießt. Als ihn das kalte, angenehme Nass in seinen Träumen berührt, fühlt es sich so an, als würde sich auch in der Realität das brennen in seiner Wunde abkühlen & langsam beruhigt er sich endlich.

Atevora

unregistriert

93

Samstag, 17. August 2013, 15:07

Der Elb hockt sich vor ihr hin und während Atevora ihre Erklärung abgibt, wandert seine Augenbraue in der Weise in die Höhe, wie sie es von sich selbst kennt.
>"Ich gebe Euch völlig Recht. "< Spricht er mit einem Nicken und fügt mit ernstem Ton an: „Dafür hättet Ihr dem Mann aber nicht gleich an die Gurgel gehen müssen... und das wisst Ihr."<
Ja, das ist ihr bewusst, und ein kleiner Teil in ihr grämt sich sogar, dass sie trotz ihres angespannten Gemütes derart die Beherrschung verlor, aber wenn er in ihrem Gesicht nun nach Reue forscht, und sei es auch nur ein Funke, dann sucht er vergeblich.
Der Elb ihr gegenüber seufzt vernehmlich, ganz so, als wäre er von der Person ihm gegenüber schwer enttäuscht. Das kennt die Magierin bereits zu genüge. >"Ihr seid mir ein absolutes Rätsel"< Spricht er, und Atevora kommt nicht dazu seinen Gestus zu studieren um zu ergründen, ob die Aussage wohl eher negativ behaftet ist, oder noch neutral. Sie sitzt nur ein wenig kraftlos in sich zusammengesunken, erschöpft am Boden, und tupft sich weiter das Blut unter der Nase weg. Zu des Elben Glück ist das Taschentuch aus keinem teuren Stoff, so wie die ihren es zumeist sind, denn es wäre nun gewiss ruiniert, oder fortan spaßig mit rostrotbraunen unförmigen Blutflecken bedeckt.
Im ernsten Tonfall stellt der Elb anschließend fest, dass er sich gerne etwas ausführlicher mit ihr unterhalten wolle, auch zum Thema Morrak. Sie vermutet, dass er sie nach dieser Aktion nicht mehr an seinem Hof sehen möchte, und auch nicht das Hyänodon oder den Narg. Es galt wohl für das Tier eine neue Unterbringung zu finden, und sie kann es sogar ein wenig nachvollziehen. Er spürt nur wie alle anderen, dass mit ihr etwas nicht stimmt, das Risiko in Verbindung mit dem Monster im Gehege und dem heißblütigen Narg ist mehr als ihm zugemutet werden kann. Es war ohnehin nur eine Frage der Zeit bis es so kommen würde. Sie pflichtet ihm in Anbetracht der Situation bei, das Gespräch zu verschieben, schließlich liegt, oder sitzt da im Gesindehaus noch immer ein Verletzter, Freyja schleicht mit ihrem nicht ganz berechenbarem Bluthund am Hof herum und sie selbst war im Moment kaum in der Lage ein länger andauerndes Gespräch zu führen. Ihre Gedanken sind in Watte gepackt, dass sie nicht einmal dazu kommt sich zu überlegen wohin sie mit Morrak übersiedeln könnten, sondern sie starrt nur noch immer etwas schwer atmend ein wenig Geistlos ins Nichts. Der Scherzhafte Ton des Elben würde sie aufgrund ihrer vorhergegangenen Annahme vermutlich sehr irritieren, aber sie registriert es nur noch am Rande, lässt sich ohne es zu bemerken von dem Schmunzeln Anstecken, oder reagiert mehr instinktiv darauf, sodass auch auf ihre Lippen ein kurzer Widerhall in Form eines schwach zuckenden Lächelns zu sehen ist.
Er steht auf und gibt bekannt, dass er wieder zum Verletzten gehen möchte. Eine kluge Entscheidung. >"Rhona ist gewiss auch bald mit den Vorbereitungen des Abendmahls fertig, dann können wir uns hoffentlich alle endlich ein wenig entspannen."<
Die Einladung galt noch? „Entspannen klingt ausgezeichnet.“ Erwidert Atevora und wirkt entsprechend ihrer Verfassung nicht so ganz bei der Sache, sondern eher in einem gelösten Dämmerzustand der Erschöpfung hinübergleitend. Sie lehnt auch den Kopf an die Wand und schließt einige Augenblicke, oder auch mehrere, die Augen.

Ein heißer muffiger Atem schlägt ihr entgegen und Atevora öffnet ihre Augen wieder. Der Bluthund sitzt an ihrer Seite und hechelt sie an. Huh?!Wann hat er sich neben sie gesetzt? Der riesige Hund schleckt über seine Lefzen, schmatzt ein paar mal, steht auf und geht die Nase auf den Boden gedrückt und irgend etwas ganz interessantes erschnüffelnd wieder davon. Was zum..? Ihre Gedanken waren wieder einigermaßen klar, die Erschöpfung zu einem erträglichen Maß gewichen, dass sie wohl etwas träge, aber dennoch problemlos wieder aufstehen könnte. Es wäre theoretisch die rechte Zeit um sich der Meditation zu widmen. Aber sie hat das sachte Gefühl, dass ihr hier mit den ganzen herum streifenden Hunden und Personen in Kombination mit ihrer eigenen Aufgewühltheit, die sich noch nicht ganz gelegt hatte, dazu nicht die nötige Ruhe bliebe.
Weiter tatenlos herumsitzen und über den Innenhof starren möchte sie auch nicht. Ihre Gedanken könnten versuchen eine aufkeimende Langeweile auszufüllen, und sie weiß, zu häufig sind diese äußerst destruktiv und nicht besonders Gesund für die Personen in ihrem Umfeld.

Mit trägen Gliedern müht sich die Magierin hoch, lässt den Blick nochmal über den Innenhof schweifen, wo nur der Bluthund herumschlüffelt, und beschließt, anstatt hier weiter unproduktiv, tatenlos herum zu sitzen in Richtung Haupthaus zu gehen. Ihr zuerst steifer Schritt wird wieder annehmbar fließend, und bald hat sie das Gebäude erreicht. Ob es ihr überhaupt zusteht einfach so rein zu gehen, die Frage stellt sie sich nicht, und wie selbstverständlich öffnet die Magierin die Tür und lenkt ihre Schritte in Richtung Küche, wo ihr vielleicht jemand Auskunft geben kann, wann es gilt sich zum Essen einzufinden.

Als sie die Tür zur Küche öffnet, schlägt ihr ein geradezu verführerischer Duft entgegen.
Im inneren des Raumes herrscht ein sehr geschäftiges, fast hektisches Treiben unter den Bediensteten und es wirkt zwar einerseits routiniert und als hätten sie natürlich alles bestens im Griff, aber doch ein wenig so, als würde da, oder dort eine zusätzliche helfende Hand gerade dringlichst fehlen. Langsam gleitet die Tür hinter ihr wieder ins Schloss und die Herrscherin des Refugiums hier hat den Neuankömmling bemerkt und wirft Atevora einen irritierten Blick entgegen der ihr förmlich ein 'was macht sie den hier?' gepaart von ihrer Haltung her mit einem 'Ich habe doch gerade schon genug um die Ohren als mich noch um einen weiteren Terz zu kümmern' bedeuten könnte, ohne es auszusprechen.
>„Mylady, wie kann ich euch helfen? Benötigt ihr etwas?“< Erkundigt sie sich pflichtbewusst und klingt dabei doch ein wenig gestresst, oder in Eile. Atevoras Aufmerksamkeit hat sich rotzfrech schon von Rhona ab und dem Herd beziehungsweise einem Topf darauf zugewandt, auf dem vom Dampf des kochenden Inhaltes bewegt der Deckel scheppert.
„Darf ich?“ Erkundigt sich die Eismaid und ihre Bewegung gibt eindeutig zu verstehen, dass sie beabsichtigt neugierig den Deckel anzuheben und zu inspizieren welcher Inhalt darunter herumblubbert.
>„Sicher.“< Hat die Frau noch Zeit zu antworten, bevor Atevora es ohnehin auch so getan hätte. Neugierig und mit kritischen Blick einer Feinschmeckerin linst die Magierin in den Kessel und begutachtet den köchelnden Eintopf. Sie hat keine Ahnung was sie hier im Topf sieht, aber wenn es so schmeckt, wie er riecht, dann ist es höchst wahrscheinlich vorzüglich.
„Was wird denn das, wenn es fertig ist?“ Erkundigt sie sich und die Wortwahl könnte versehentlich herablassend, oder vor den Kopf stoßend wirken, obwohl sie es gar nicht so meint. Mühevoll geduldig erklärt Rhona der Shin, was sie da gerade sieht, während diese den Deckel wieder zurücklegt „Ahja? Sieht köstlich aus.“ Erwähnt die Magierin wie beiläufig und wirkt mit ihrem Gestus trotz des freundlichen Inhaltes der Worte vermutlich noch immer dreist und arrogant. „Eigentlich wollte ich mich erkundigen, wann das Mahl wohl fertig sein wird.“ Es wird einfach nicht besser, oder doch? „und“ Ihr ist die Hektik wirklich nicht entgangen, welche die Küche atmet: „Ob ihr eventuell meine Hilfe gebrauchen könntet?“ Nun ist die Frau perplex. Sie war schon so sehr damit beschäftigt ärgerlich zu werden, dass sie mit vielem, aber bestimmt nicht damit gerechnet hat. Vor allem nicht, dass eine Lady anbietet Küchendienste zu erledigen. Sie blinzelt ihren Gegenüber ein wenig fassungslos und entgeistert an. Einmal, zweimal und erkennt, dass die Frau mit ihrem höflichen Lächeln da auf den blassen Lippen keine üblen Scherze mit ihr treibt, sonder es wirklich ernst meint und trotzdem rutscht es ihr heraus: >“Maylady? Ihr möchtet hier in der Küche helfen?“< „Gewiss!“ Erklärt die Eismaid beschwingt. Aber es wäre nicht Atevora, wenn sie bei ihrem freundlichen Angebot nicht einen für sie gewinnenden Hintergedanken hätte. Die Gerichte wirken einfach und bodenständig - nicht so ausgefallen wie die von Annest, die sie sowieso immer rein vorsorglich schon aus der Küche im Pfirsich scheucht bevor sie irgend etwas hilfreiches erspähen könnte - und es sieht nicht nur schmackhaft aus, es duftet geradezu vorzüglich. Vielleicht kann sie sich hier das eine, oder andere für sich selbst abschauen oder nebenher etwas aufschnappen und lernen? >“Ja, aber...aber..“< Da hat sie wieder etwas angerichtet, aber was weiß sie nicht. Die Frau ringt jedenfalls nach Worten, und Atevora versteht nicht was ihr den an ihrem Angebot nicht passt. „Aber?“ Die Frau gibt sich geschlagen. Wie sollte sie auch ihren Gedankengang der Lady erklären, dazu hat sie eigentlich gerade gar keine Zeit, schließlich muss sie hier mit ihren Mägden völlig überraschend für 5 zusätzliche Personen ein Abendmahl stemmen. Also kann etwas Unterstützung, wenn auch auf der Zielgerade, tatsächlich nicht schaden.

Venditius

unregistriert

94

Montag, 19. August 2013, 12:37

Als die Shin auf den scheinbar ebenfalls zauberkundigen Verwundeten stürzt, begreift Venditius zunächst nicht warum die aktuell herrschende ungewöhnliche Hilfsbereitschaft plötzlich in ein solches Verhalten umschlägt. Allerdings interessiert es ihn auch nicht. War Sie schon zuvor am Ende Ihrer Kräfte, so ist Sie nun erneut weit über diese Grenze hinaus. Daher wird es schon einen guten Grund geben. Wirkte Venditius trotz des unablässigen Fluchgewitters der Heilerin gerade noch entspannt, ja sogar fast gelangweilt, so ist er in diesem Moment wieder hellwach und bereit jeden Versuch die Shin an Ihrem Tun zu hindern zu unterbinden. Doch schon nach ein paar Sekunden war klar, dass dies nicht notwendig ist. Selbst die schimpfende Heilerin, hat eingesehen, dass es keine gute Idee ist den Verwundeten einen Feuerzauber sprechen zu lassen.

Als sich die Shin daran macht, die Hütte zu verlassen wendet Sie sich nocheinmal kurz an Venditius:

"Doggra gib bitte Mirrle zu Liebe Acht, dass der Feuermagier hier nicht auf die Idee kommt einen Zauber zu weben. Wenn doch, halt seine Hände fest, oder seinen Mund zu.“

Venditius nickte kurz, konnte es sich aber nicht verkneifen eine kleine Bemerkung anzubringen.

"Die Arme oder den Kiefer zu brechen würde sicherlich auch helfen oder?"

Den Blicken zu folgen würde der Verletzte nun eher darauf verzichten einen Magieversuch zu unternehmen und auch wenn die Shin kaum noch gerade stehen kann, so wirkt Sie zumindest für einen Moment tatsächlich amüsiert, während die Mirrle nur wieder den Kopf schüttelt. Da er ja nun doch schon einige Zeit in Ihrer Nachbarschaft wohnt und auch schon den ein oder anderen Dienst erledigt hat, kennt Sie Ihn und seinen gelegentlich recht blutigen Humor.

  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 135

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

  • Nachricht senden

95

Montag, 19. August 2013, 15:31

Nachdem Cináed draußen vor dem Gesindehaus mit der Shin gesprochen hat, kehrt er schließlich in die Gesindekammer zurück, die mit Mirrle, dem Verletzten und vor allem aufgrund der Anwesenheit des massigen Nargen immer noch gut gefüllt scheint. Kräutermirrle ist redlich bemüht dem Feuermagier das Bein zu rennten und Venditius nimmt die ihm von Lady Shin zugewiesene Aufgabe, den Mann auf sein Krankenlager zu drücken, seeehr ernst. "Lasst gut sein", wendet Cináed sich dem Hünen zu. "Ich übernehme, geht Ihr hinaus, um nach Eurer Dienstherrin zu schauen... oder nach Morrak und dem Bluthund." Das lässt sich Venditius nicht zweimal sagen.

Nachdem der Narg den Raum verlassen hat, wendet sich der Gutsbesitzer endlich der Heilkundigen und dem Feuermagier zu. Er tritt neben die Alte, um Venditius Position einzunehmen und die Hände des Mannes auf das Lager nieder zu drücken, damit Mirrle ihre Arbeit tun kann. Dabei lässt er sich von der Alten über den Gesundheitszustand des Feuermagiers in Kenntnis setzen, während er das Gesicht des Fremden aufmerksam mustert. "Habt Ihr Euch wieder beruhigt?", fragt er in leicht sarkastischem Tonfall. Der Shida'ya kann sie zwar nicht huntertprozentig sicher sein, aber der verletzte Magier wirkt tatsächlich, als hätte er sich wieder unter Kontrolle und nicht die Absicht in nächster Zeit noch einen unbesonnenen Zauberversuch zu starten. Trotzdem will Cináed sich vergewissen. "Kann ich Euch loslassen, ohne das Ihr der guten Mirrle hier wieder ins Handwerk pfuschen wollt", erkundigt er sich. "Oder soll ich damit lieber noch warten?" Mit festem Blick schaut der Elb dem verletzten Magier in die Augen und wartet auf dessen Antwort.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Facilis

unregistriert

96

Mittwoch, 21. August 2013, 09:26

Cinead betritt wieder das Gesindehaus, betrachtet Facilis & spricht einige Worte. Das Bild beginnt vor Facilis Augen zu verschwimmen. Die Worte dringen zwar an sein Ohr, aber sie hören sich wie das Plumpen von Steinen, die in einen Tümpel geworfen werden an. Nicht eine Silbe kann er verstehen. Langsam schließen sich seine Lieder. Der ganze Schreck & die Aufregung sind ihm zu viel. Er will jetzt nicht mit Cinead reden & kann es auch nicht. Zu viel Energie hat er heute schon verbraucht: Das Gehetzt werden durch den Wald, die vielen Feuerzauber, um sich vor wilden Tieren zu schützen, der Teleport, die Schusswunde, der heraus gerissene Pfeil, niedergedrückt werden von Atevora. Die schreckliche Angst was nun mit seinem Bein geschieht. Über mögliche Folgen will er nicht einmal nachdenken. Alles wird ihm zu viel. Deshalb verlässt er diese Welt & gleitet wieder hinüber in das friedliche Träumereich. Er stellt sich einen großen Tannenwald vor in dem er versinkt, die Bäume schließen sich immer dichter um ihn, beschützen ihn mit ihren gefährlichen Nadeln, vor jedem Angreifer.

  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 135

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

  • Nachricht senden

97

Mittwoch, 21. August 2013, 19:18

Was auch immer der Magier erlebt hat, das zurückliegende scheint nun endgültig seinen Preis zu fordern. Die Kräfte des Mannes sind offenbar vollständig erschöpft. Nur kurz hält er dem Blick des Gutsbesitzers stand, dann sinkt sein Kopf erschöpft auf ein Kissen nieder und er schläft ein, ohne Cináeds Worte zu beantworten. Der Shida'ya entspannt sich, lässt den Schlafenden los, richtet sich auf und wendet sich stattdessen wieder Kräutermirle zu. "In der Küche wird bald das Abendmahl aufgetischt", erklärt er. "Wollt Ihr mit uns essen oder soll ich Euch etwas herüberschicken?" Die Heilkundige wäscht sich die blutverschmierten Hände in einer kleinen Waschschüssel, während sie antwortet. "Ich werde hier bleiben", entgegnet sie. "Schickt uns", offenkundig meint sie sowohl sich als auch den Magier, "etwas zu essen herüber, wenn Ihr so gut sein wollt." Sie lächelt. Cinaéd nickt. "Soll Emrys Euch anschließend mit dem Karren zurück in die Stadt fahren?", erkundigt er sich. "Es ist schon spät. Ich kann Euch auch hier ein Bett herrichten lassen, wenn Ihr wollt." Mirrle lächelt abermals dankbar. "Ein Bett wäre gut. Ich nehme nicht an, dass Lady Shin mich heute noch nach zurück nach Talyra bringen kann, oder?" Bei diesen Worten grinst die Heilkundige schief. Auch sie ist sich ganz offensichtlich bewusst, dass die Magierin ihre magischen Fähigkeiten für heute hinreichend verausgabt hat. Der Gutsbesitzer geht nicht näher darauf ein und entgegnet nur: "Gut, ich werde alles entsprechende veranlassen." Damit nickt er der alten Frau noch einmal kurz dankend zu und zieht sich anschließend zurück.

Auf seinem Weg zurück ins Haupthaus richtet er Liam die entsprechenden Anweisungen aus, sammelt anschließend Gwyn ein und schickt den Jungen los, um Owyn und Emrys - und falls er ihm über den Weg läuft auch Venditius - zum Essen zu holen. Auf der Schwelle der Hintertür, welche direkt in die Küche führt, sieht er schließlich Úna sitzen und lächelt. "Sei so gut und lauf hinüber zum Badehaus", weist er das Mädchen an. "Wir haben einen Gast dort, ihr Name ist Freyja. Sei höflich und richte Ihr aus, dass sie zum Essen in die Küche herüberkommen kann, sobald sie soweit ist." Úna nickt. "Wird gemacht", antwortet das Mädchen fröhlich und läuft davon. "Und halt dich vom Zwinger fern, hörst du!", ruft Cináed ihr noch nach, auch wenn das eigentlich nicht nötig wäre. Keine zehn Pferde könnten Úna in Morraks Nähe bringen. Das kleine Mädchen, welches normalerweise keinem einzigen Tier lange wiederstehen kann, fürchtet das hässliche Hyaenodonjungtier so sehr, dass es in der letzten Zeit ständig von fürchterlichen, regelmäßig wiederkehrenden Alpträumen geplagt wird.

Cináed öffnet die Hintertür des Hauses, welches vom Garten aus direkt in die Küche führt und tritt hindurch. Dahinter erwartet ihn ein seltener Anblick: Eine apfelschälende Wassermagerin. Nun, zumindest versucht die Shin ihr Bestes. Einen Apfel sorgfälltig von seiner Schale zu befreien und in regelmäßige Spalten zu schneiden, scheint auf den ersten Blick keine übermäßig große Herausforderung zu sein, doch was bei Rhona wie ein Kinderspiel aussieht, sieht bei der zierlichen Lady... nun ja. Selbst in Gedanken verkneift sich der Gutsbesitzer lieber jeden Kommentar. Immerhin, dass Abendmahl scheint mittlerweile in der Tat so gut wie fertig zu sein. Der Tisch ist gedeckt, in den Töpfen auf dem Herd köchelt es munter vor sich hin und in der ganzen Küche hat sich ein köstlicher Duft ausgebreitet, der einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Fehlen nur noch die Äpfel für die Nachspeise, wie mir scheint, denkt der Shida'ya schmunzeld, während er sich neben Lady Shin niederlässt und die langen Beine zufrieden unter dem Tisch ausstreckt, nachdem er seine Stiefel neben der Tür ausgezogen und aufgereiht hat. "Hände waschen!", scheucht Rhona ihn allerdings schon im nächsten Moment wieder missbilligend auf. Mit einem gespielt theatralischen Seufzen ergibt der Elb sich in sein Schicksal.

Wenig später lässt Cináed sich abermals neben der Shin nieder - dieses Mal mit ordnungsgemäß gewaschenen Händen. Auch die übrigen Hofbewohner und Gäste beginnen nach und nach einzutrudeln und sich um den langen Tisch herum zu versammeln, nachdem sie sich ebenfalls mehr oder weniger erfolgreich Rhonas Reinlichkeitszeremoniell unterworfen haben. "Nun, habt Ihr schon herausgefunden, was uns gleich erwartet?", wendet sich der Gutsbesitzer im Plauderton an die Magierin, der Nara mittlerweile dankenswerterweise wieder das kleine Küchenmesser abgenommen hat, bevor es ihr gelungen ist, sich damit ernsthaft zu verletzten. Kurz kreuzt sein Blick dabei auch den seiner Köchin und auch ohne weiß er sofort, dass Lady Shin ihr schneeweißes Zuckernäschen vermutlich in jeden einzelnen Topf gesteckt hat - und sei er auch noch so klein und gut bewacht gewesen. Der Elb grinst verschmitzt.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cinaed« (21. August 2013, 19:24)


Atevora

unregistriert

98

Freitag, 23. August 2013, 16:52

Atevora hat sich bemüht. Sie hat es wirklich, aber Küchenarbeit würde wohl niemals zu ihrem Steckenpferd werden. Alles war so neu so diffus und unklar. Welch eigenartige Begriffsverwendungen. Fast als würde das Küchenpersonal etappenweise eine geheime Code-Sprache sprechen die sich ihr nicht erschließt.
Nach einiger Zeit redlichen Bemühens um die Nachspeise, tritt der Hausherr in die Küche. Er bedenkt sie mit einem vielsagenden Blick und Atevora ignoriert es gütig. Sie vermutet zudem noch immer, dass ein Nachhall der Ereignisse im Gesindehaus kurz bevor steht und gibt sich geschäftig ihrer Aufgabe hin diese vermaledeiten Äpfel zu schälen. Wie hat das die Küchenchefin bloß vollbracht die Schale in einer zügigen Spirale vom Apfel zu trennen? Wenn es nach ihr ginge ließe sie die verdammte Schale einfach dran!
Wieder erwarten setzt sich Cinaed sogar zu ihr an den Tisch und macht es sich gemütlich. Ein wenig abschätzend blickt sie von ihrer Arbeit auf und mustert den Hausherren, der gar nicht dazu kommt sich der Entspannung hinzugeben. Sein theatralisches Seufzen in der eindeutig lockeren Atmosphäre zaubert Atevora ein Schmunzeln auf die Lippen. Mit diesem blickt sie Cinaed nach, während dieser dem harschen Befehl der Herrin dieses Refugiums nachkommt.
Atevoras Lächeln verliert sich aber bald wieder und wird von einer nachdenklichen Stimmung abgelöst. Wie Familiär die Szene doch wirkte.
Huch! Ein beinahes Ungeschick reißt sie aus ihren beginnenden Grübeleien. Jetzt hätte sie sich beinahe geschnitten. Ein Glück, nur der Nagel ist ein wenig angeritzt.

Das Gewiesene vollbracht setzt sich Cinaed wieder auf den Stuhl von vorhin. >"Nun, habt Ihr schon herausgefunden, was uns gleich erwartet?"< Spricht er im unbefangenem Tonfall zu ihr. Nun, Atevora ist wirklich nicht gut bei solcherlei schlichtem gesellschaftlich verbalem Austausch, aber sie wird sich Mühe geben.
„Natürlich.“ Gibt sie unumwunden im leichtem Tonfall zu. Sie hat ihrer Neugierde zu Rhonas Leidwesen ungezügelten Lauf gelassen, und es ist wohl nur ihrer guten Seele zu verdanken, dass sie bei Atevoras – ungewollten - Sabotage der geübten Abläufe in der Kochstube nicht zum Küchendrachen mutiert ist.
„Es gibt allerlei Schmackhaftes!“ Nicht, dass der Gutsbesitzer nicht selbst über seines Personals Kochkünste bestens im Bilde wäre, und die Magierin ist sich sehr wohl bewusst, dass er nun exemplarisch gerne gewusst hätte, was konkret auf dem Esstisch landet, doch Atevora schmunzelt ein wenig hintergründig bei ihrer Aussage und gibt damit zu verstehen, dass sie sich über des Elben Ansinnen sehr wohl im Klaren ist, aber nicht beabsichtigt seine Neugierde zu befriedigen. Leichthin setzt sie fort: „Ich kann Euch sagen, die Zeit in der Küche war sehr interessant und lehrreich. Allerhand Merkwürdigkeiten und Brutalitäten tragen sich hier zu. Seit heute weiß ich: Ein Teig kann gehen, Eier gehören getrennt und geschlagen, und für eine Brise Mehl bedarf es nicht der Künste eines Luftmagiers!“

  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 135

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

  • Nachricht senden

99

Freitag, 23. August 2013, 19:10

"In der Tat", stimmt der Gutsbesitzer der Magierin schmunzelnd zu. "Und vergesst nicht: Sauce gehört gebunden, Hühner gerupft, Enten der Hals umgedreht, Fische gebeizt und Fleisch zerlegt. In jedem Fall gilt: mit seiner Köchin sollte man es sich lieber nicht verscherzen, wenn man noch ein bisschen länger leben will." Cináed grinst spitzbübisch und lacht, als Rhona scherzhaft drohend mit einem ihrer dicken Nudelhölzer zu ihnen herüberwinkt.
Während sich nun nach und nach alle Anwesenden um den großen, schweren Eichentisch herumversammeln, der die riesige Küche dominiert, niederlassen und mit eigenen Anmerkungen und Scherzen in das Gespräch einmischen oder weitere Gespräche aufnehmen, tragen Mair, Nara und Rhona das Essen auf.

Und das Essen kann sich wirklich sehen lassen: da gibt es zum einen eine große Schüssel mit grünem Sommersalat, und für all jene, die lieber eine deftigere Vorspeise bevorzugen, eine cremige Pilzsuppe mit gerösteten Zwiebeln darauf. Als nächstes werden etliche Schalen und Schüssel mit leuchtend buntem Inhalt wie etwa Karotten, Rüben, grünen Bohnen und rote Bete aufgetragen. Und diesen Beilagen folgen anschließend zwei Dutzend in Butter ertränkte Wachteln und frisches Schwarzbrot sowie lieblicher Wein, herbes Met, kühles Hopfenbräu (selbstverständlich alles aus dem hauseigenen Kellergewölbe) und frische Ziegenmilch für Úna.
Lady Shin hat also eindeutig nicht untertrieben, was Rhona da mit ihrer ganz eigenen Magie auf den Tisch zaubert, ist wahrhaft schmackhaft - und überaus reichlich. Dies mag einer der wenigen Tage sein, an dem sämtliche Schüssel und Schalen absolut leergeputzt vom Tisch wandern, doch trotz der zahlreichen zusätzlichen Gäste, wird gewiss niemand hungern müssen. Nicht zuletzt wenn, wie Cináed mittlerweile sehr stark vermutet und hofft, die noch ausstehende Nachspeise aus Rhonas berühmt-berüchtigten Honigküchlein mit warmem Apfelkompott besteht.

Bevor das Abendmahl losgehen kann, bleibt daher zu guter Letzt eigentlich nur noch eins zu tun: ein kurzes Gebet an die Zwölfgötter zu entrichten, um ihnen für den reichgedeckten Tisch und die köstlichen Speisen zu danken. Erst im Anschluss daran macht man sich gemeinschaftlich über das üppige Mahl her. Alle sind hungrig, denn hinter jedem liegt aus dem einen oder anderen Grund ein langer, anstregender Tag. Es verwundert daher nicht, dass sich die gut gefüllten Töpfe und Schüsseln auf dem Tisch rasch leeren und auch die Nachspeise - es gibt in der Tat Honigküchlein mit warmem Apfelkompott - bleibt nicht mehr viel übrig. Nur Rhonas umsichtigem Wesen ist es zu verdanken, dass ein reichgefülltes Tablett beiseite gestellt wird, welches Gwyn zwischendurch während des Essens hinüber ins Gesidnehaus bringt, damit auch Mirrle und Facilis nicht vergessen werden und etwas in den Magen bekommen. Sogar an Freyjas Bluthund und die eigenen Hofhunde denkt die Köchin und lässt den Tieren ein paar ordentliche Knochen zukommen. Morrak hingegen geht vorerst leer aus. Das Hyaenodonjunge wird von keinem der Hofbewohner sonderlich geliebt und geschätzt und die Vereinbarungen mit Venditius sind klar. Später, wenn das Mahl vorüber ist, wird Emrys dem Nargen einige Schlachtabfälle für sein Tier zur Verfügung stehen, die der Narg in den Zwinger hinüber bringen kann, darüberhinaus kümmert sich niemand auf dem Hof um die hässliche Bestie.

Als schließlich alle zu Ende gegessen haben, zerstreut sich die große Gesellschaft rasch. Während Rhona, Nara und Mair sich um die Küche kümmern, werden Úna, Gwyn und Liam damit beauftragt, die letzten beiden freien Kammern im Gesindehaus für Venditius und Kräutermirrle herzurichten, wobei die Heilkundge die Kammer neben Facilis erhält, damit sie halten soll. Damit sind alle Räume im Gesindehaus belegt und Cináed nimmt es persönlich auf sich für die Unterbringung von Lady Shin zu sorgen. Aufgrund der späten Stunde und weil aus eigener Erfahrung weiß wie erschöpft die Magierin nach all den Zaubern sein muss, die sie an diesem Tag gewirkt hat, hat der Gutsbesitzer darauf bestanden, dass die Shin und ihr Leibwächter in dieser Nacht ebenfalls auf dem Hof bleiben. Am nächsten morgen würden sie nach dem Morgenmahl früh genug zurück in die Stadt aufbrechen und dabei auch gleich Kräutermirrle und gegebenenfalls auch Facilis mit zurücknehmen können.

Also führt Cináed Lady Shin, nachdem alle anderen das Haus verlassen haben und die vorgesehene Gästekammer vorbereitet ist, durch die Eingangshalle des Hauses und die Treppe hinauf ins Obergeschoss des weitläufigen Herrenhauses. Wirken die wenigen Räume im Erdgeschoss alle bis auf wenige Ausnahmen riesig und überdimensioniert, so empfangen einen im Obergeschoss weitaus behaglichere Dimensionen. Auch hier sind die Räume keinesfalls klein und beengend gestaltet, doch sind sie keinesfalls so groß, dass ein einzelner Mensch darin verloren gehen könnte.
Der Shida'ya führt die Shin an seinen privaten Räumlichkeiten vorüber und geleitet sie schließlich in eines der Gästezimmer, welches schön abgelegen am Ende des gewinkelten Korridores, sodass sie sich dort völlig ungestörrt zurückziehen kann. Das Zimmer ist wie alle Gästekammern mit einer sehr schlichten Ausstattung versehen: es gibt zwei Einzelbetten, zwischen welchen ein Beistelltischen samt Kerzenhalter und Kerzenlöscher steht. Unter jedem Bett befindet sich ein sauberer Nachttopf, dazu gibt es eine leere Truhe in welcher bei Bedarf Bekleidung verstaut werden kann und selbstverständlich ist der Fußboden mit dicken, weichen Schafsfellen ausgelegt, während die Fenster mit schweren, schützenden Vorhängen versehen sind. Der Gutsbesitzer wünscht der Magierin eine angenehme Nachtruhe, nachdem die beiden ihr noch ausstehendes Gespräch auf den kommenden Morgen verschoben haben, und zieht sich anschließend in seine eigenen Gemächer zurück.

Am kommenden Morgen werden die Gutsbewohner und ihre Gäste von sanften Sonnenschein und unsaftem Hahnengeschrei geweckt. Ein neuer Tag bricht an und auf Glyn-y-Defaid beginnt jeder damit, seine üblichen Pflichten aufzunehmen. Aus der Küche zieht schon bald der verlockende Duft von frisch aufgebrühtem Cofea durchs ganze Haus, welchen Rhona sonst normalerweise nur an Shentagen und hohen Festtagen rausrückt. Heute, sehr wahrscheinlich aufgrund der Anwesenheit von Lady Shin, macht die Oberste Magd in diesem Punkt - hoffentlich nicht nur zu Cináeds eigener Freude - in diesem Punkt einmal eine riesengroße Ausnahme.
Durch die geöffnete Hintertür zieht der Duft des heißen, dunklen Bräus schon bald auch hinaus in den Garten, wo er vom Wind erfasst und bis in Richtung Gesindehaus hinübergetragen wird. Nach und nach mischen sich auch noch weitere Düfte in diesen morgendlichen Wohlgeruch und schon bald kitzelt der vielversprechende Duft frischgebackener Haferkekse, Butterschnecken und knuspriger Brötchen die mehr oder weniger empfindlichen Nasen diverser noch träumender Schläfer.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Cinaed« (3. September 2013, 16:37)


Atevora

unregistriert

100

Dienstag, 27. August 2013, 20:29

Atevora war schon länger wach und saß an der Bettkante und starrte gedankenverloren zum Boden hinab. Sie verharrte da völlig regungslos, seit vermutlich schon fast einer Stunde.

Die Magierin hatte nicht besonders gut geschlafen, zum Einen weil sie viel zu viel von den wirklich köstlichen Speisen genossen hatte, aber auch wegen des ungewohnten Umfeldes und generell, quälten sie einige Überlegungen und Gedanken. Als sie noch vor dem Morgengrauen nach öfteren hin und her wälzen dennoch keine Ruhe mehr fand, hatte sie es aufgegeben. Sie fühlte, dass die Nachtruhe nicht ausgereicht hatte um ihr Mana in den Adern wieder vollends aufzufüllen und es darum mit Meditation versucht. Das Problem an diesem Vorgang war, dass der Geist sich vielem öffnete, auch dem eigenen Inneren, welches zuweilen abstrakte Bilder herauf rief. Innenschau. Etwas das mit der Meditation oft einherging und ihr besonders schwer fiel. Die Bilder die ihr gestörter Geist beeinflusst von denen des Tages und den Energien im Umfeld heraufbeschwor, waren mehr als schwere Kost. Die Magierin seufzte vernehmlich. Langsam nur befreiten sich ihr Körper und Geist von dem seltsamen Alarmzustand der sie zum Schluss zwang die Meditation zu beenden. Sie saß dann da, als fürchte sie ein Dämon spränge jederzeit aus den Ecken hervor den es zu Bekämpfen, oder vor dem es zu fliehen galt während gleichzeitig ein erdrückendes Erschöpfungsgefühl schwer an ihr zerrte, da sie wusste das nichts davon passieren würde und die Aufregung die sie in einen unruhigen hellwachen Zustand versetzte vollkommen unnötig war. Es waren ihre inneren Dämonen die an ihr nagten, immerzu. Sie erinnerten sie an ihre Aktion am Vortag, überreizten sie und führten ihr ihre surrealen Ängste und Szenarien vor Augen.
Sie hörte die Schritte des Hausherren am Gang, die erwachende Schar am Hof und hielt sich selbst jedoch beständig im Raum gefangen. Ruhe und Ausgeglichenheit galt es wiederzuerlangen, das beklommene Gefühl von Gefahr die ihre Innersten Bilder heraufbeschworen hatten abzustreifen und bis dahin fremden Leuten und zu vielen Leibern fern zu bleiben. Mittlerweile begann auch ein verführerischer Duft den Raum zu durchweben der ihr das Wasser im Mund zusammenlaufen ließ, obwohl sie doch noch einen vollen Magen vom Vortag hatte. Hätte sie nun jemand beobachtet, wie sie zierlich wie ein kleines Mädchen zusammengesunken und verloren an der Kante des Bettes sitzt, und fast traurig oder trostlos mit ihren großen blauen Augen zur Tür blickt, hätte ihn wohl Mitgefühl für das arme liebe Dinglein übermannt, obwohl sie nichts davon war. Die Magierin schüttelte hohl den Kopf. Es war Zeit hinaus zu treten. So stand sie auf, quälte sich allein in ihre Kleidung und trat ihrer Nase folgend den Weg zur Küche an.

Oh diese Dürfte! Nach frischem Gebäck, nach Süßem, und war das Cofea? Ja, eindeutig. Ihr zartes weißes Näschen zuckte. Der herbe Geruch dieses dunklen Gebräus war unverkennbar. Es war zwar unschwer zu erkennen, dass dieser Gutshof sehr wohlhabend ist, schon allen wegen der Einrichtung der vielen Gebäude und großzügig dimensionierten Räumlichkeiten, aber sie hatte dennoch nie nicht damit gerechnet dass dieses kostspielige Getränk aus dem Süden hier aufgetischt würde. Sie selbst gönnte sich dieses Gebräu nie. Eigentlich ein Umstand den sie durchaus ändern könnte.
Atevora lächelt erfreut. Cinaed war so freundlich sie auch noch zum Frühstück einzuladen, beziehungsweise war er erstaunt klarstellen zu müssen, dass sie natürlich auch zum Morgenmahl am Tisch willkommen sind und er sie nicht mit leerem Magen in den Tag starten oder aufbrechen lassen würde. Eine sehr entgegenkommende Geste des Elben, die Atevora sehr wohl zu schätzen wusste. Sie selbst hatte nämlich angenommen nach dem Aufstehen das angekündigte Gespräch mit ihm abzuhalten und dann zurück in die Stadt zu reisen, das heißt sie war von diesem Ablauf Überzeug bevor der Elb die anderen Gegebenheiten klargestellt hatte. Die Magierin war ab dem Zeitpunkt davon überzeugt, dass sie die Dinge womöglich zu schwarz gemalt hatte, denn warum sollte er Personen auch noch zum Morgenmal einladen, die er lieber weit entfernt von sich und seinen Hof sehen würde.
„Guten Morgen.“ Grüßt sie freundlich mit gesetztem Tonfall in die Runde der Anwesenden. „Täuscht mich meine Nase, oder riecht es hier tatsächlich nach Cofea? Sie täuscht mich nicht? Ach wie herrlich!“ Atevoras Tonfall ist ungewohnt herzlich und beschwingt, ob sie sich tatsächlich sehr freut, das Umfeld genießt, oder eine schauspielerische Darbietung präsentiert bleibt offen. Vermutlich von allem ein klein bisschen außer vielleicht davon, dass sie das Umfeld wirklich genießt. Rhona wirkt jedenfalls sichtlich erfreut und in ihrer Entscheidung bestätigt heute ausnahmsweise dieses Getränk unter der Woche aufzutischen. „Ich habe seit nahezu Ewigkeiten keinen mehr getrunken.“ Spricht sie während sie sich auf den Sessel niedersinken lässt an dem sie am Abend saß. „Das letzte Mal..“ Atevora stockt und wirkt selbst überrascht, als sie feststellt wie lange es nun tatsächlich schon her ist: „Oh. ..Das muss nun bald 3 Jahre her sein.“

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (27. August 2013, 23:47)


Venditius

unregistriert

101

Donnerstag, 29. August 2013, 10:17

Venditius hatte das Abendmahl regelrecht und wortwörtlich verschlungen. Immerhin kann niemand ahnen, wann seine Herrin es erneut in Betracht ziehen würde wieder selbst zu kochen. Und für diesen Moment wollte er auf jeden Fall gewappnet sein.
Als er trotz des üppigen Mahls vom Vortag noch vor Sonnenaufgang erwacht findet er sich wie gewohnt vor der Tür zum Schlafgemach seiner Herrin wieder. Er hat es sich auch hier in einem für ihn völlig fremden Haus nicht nehmen lassen seinen Wachdienst zu verrichten. Ausgeruht und erstaunlich gesättigt streckt er seine Glieder soweit dies für ihn möglich ist. Er versichert sich noch kurz, dass keine ihm unbekannten Personen in der Nähe sind und macht sich dann auf Morrak die Schlacht- und Essensabfälle von gestern in den Zwinger zu werfen.
Unerwarteter Weise kommt Morrak nicht sofort aus dem Zwinger geschossen um sich an dem reichlichen Frühstück zu laben.
Venditius entschließt sich kurzerhand nachher einmal nachzusehen, denn er schiebt es auf die frühe Uhrzeit.

Die ersten Stimmen erwachen auf dem Hof und der Narg macht sich auf den Weg zurück zum Haupthaus. Zu seiner freudigen Überraschung wird ihm mitgeteilt, dass der Hofherr selbst ihn noch zum Frühstück einläd. Sofern seine Herrin dem zustimmt, wird er einen Teufel tun und dieses Angebot ablehnen.
Der herbe Geruch von Cofea sowie die verschiedensten Speisen dringen zu Venditius und locken ihn fast wie in Trance zu Tisch.

Dort angekommen sieht er bereits die Shin an ihrem Platz vom Vortag sitzen wie sie sich über eine Tasse heissen Cofea her macht. Und so nimmt auch er erneut Platz um die Frühstückstafel wie bereits am Abend zuvor das Abendmahl in einer Geschwindigkeit zu leeren als hätte er die letzten Jahre nichts zu essen bekommen.
Zieht man das was ihm Atevora regelmäßig vorsetzte als Beispiel heran, so war dies in den letzten Monaten wohl annähernd auch der Fall.

102

Donnerstag, 29. August 2013, 15:31

Auch Freyja hatte nach dem Abendessen in der Nacht und einem wundervollen Schlaf ohne Störungen ganz früh das ihr zur Verfügung gestellte Zimmer verlassen. Odin wartete bestimmt schon auf seine Herrin. Als sie leise das Zimmer verließ hörte sie schon auf dem Platz Venditius rumoren. Sie selbst überzeugte sich dass es Odin gut ging. Er hatte noch immer einen Knochen vom Vortag. Sie lächelte und strich sich die Haare aus dem Gesicht.

Langsam schreitet sie über den Hof. Die Gastfreundschaft würde sie nicht noch länger ausnutzen. Da sie zu dem Frühstück noch eingeladen war, würde sie das gerne noch besuchen. Nur dann müsste sie sich wohl überlegen, was sie als nächstes machen sollte. Die nächstgrößere Stadt besuchen vielleicht? Hatte nicht die Lady Shin mit den schwarz-weißen Haaren davon geredet, dass sie sich ihr vielleicht anschließen könnte? Sie beschloss dies noch einmal an zu sprechen. Venditius könnte ihr vielleicht auch noch ein wenig über sie erzählen. Denn sie konnte die Magierin nicht gut einschätzen. Sehr viel besser verstand sie ihn, war er doch mehr wie die Männer in ihrem Heimatland.

Der Besitzer dieses Gutshofes war sehr nett zu ihr, auch wenn er sie nicht kannte. Odin wurde zwar immer wieder beäugt, ob er sich nicht jederzeit auf jemanden stürzen würde. Aber das lag bestimmt einfach an der Rasse. An Odin selber nicht. Nur selten kam er in die Lage, sie beschützen zu müssen. Sie zuckte die Schultern. Am Besten sie gesellte sich erst mal zu den Anderen zum Frühstück. Also folgt sie einfach Vendetius, der einen Schritt vor ihr den Raum betritt, der am Vortag schon zum Abendessen gedient hatte. Sie sieht sich kurz um. Wünscht allen Anwesenden einen guten Morgen und setzt sich gut gelaunt an den gleichen Platz wie gestern Abend. Also gegenüber von Venditius und schräg von Lady Shin.

Der für sie etwas gewöhnungsbedürftige Geruch von Cofea liegt in der Luft. Sie beäugte Lady Shin unauffällig, wie sie sich ihrem Becher widmet. Überlegt, ob sie dieses Getränk auch probieren sollte und hängt ein wenig ihren Gedanken nach, während sie mit dem Messer auf dem Tisch spielt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Freyja« (30. August 2013, 10:52)


Facilis

unregistriert

103

Samstag, 31. August 2013, 10:38

Als Facilis auf wacht knurrt ihm der Magen. Sofort richtet er sich auf und sucht nach etwas im Raum womit er sich abstützen kann.
Super die haben doch tatsächlich vergessen mir ne Krücke oder so was ähnliches da zu lassen. Verdammt alles muss man selber machen. Egal auf geht's Richtung Essen. Nach einer Verletzung braucht man viel Nahrung, um die Energien des Körpers wieder aufzufrischen. Die werden sich wundern, wie viel ich heute in mich hinein stopfen werde. Aber zuerst einmal heißt es aufstehen.
Facilis wirft die Bettdecke zur Seite, wendet sich zum aufstehen & setzt vorsichtig das erste Bein auf den Boden. Das geht schon ganz gut. Das zweite landet daneben. Jetzt heißt es aufstehen. Auf dem gesunden Bein steht er schon einmal. Das zweite wird lansam daneben gestellt.
Au. Das ging nicht so gut. Noch Mal versuchen? Au nicht so gute Idee. Besser wir humpeln auf dem gesunden Bein Richtung Haupthaus.
Er hüpft auf einem Bein Richtung Tür, was sich um einiges anstrengender heraus stellt, als er es erwartet hätte. Mit letzter Kraft erreicht er die Tür, öffnet sie & stolpert hin aus in den Hof. Er überschlägt sich & bleibt liegen. Während er sich versucht auf seinem gesunden Bein wieder auf zu richten, erblickt er Gwyn der gerade über den Hof schreitet.
"Verzeihen sie werter Knabe, wir fehlt heute des Gehens Gabe." ruft ihm Facilis zu "Wären sie bitte so lieb & holen mir eines Baumes Trieb. Damit ich mich darauf abstütze & nicht stürze in die nächste Grütze."
Gwyn erkennt die Hilflosigkeit des Magiers, rennt zu einem nahe gelegenen Baum, neben dem er einen Ast liegen sieht & bringt ihn Facilis.
"Oh habt dank Fremder" bedankt sich Facilis "Mit diesem lebensrettenden Utensil, bin ich wieder gelenkig, welch ein eleganter Stiehl, ich gehe nun zum Frühstück ganz dreckig."
Er betrachtete die Reste seiner Magierrobe während er sich mit Hilfe des Stockes wieder aufrichtete. Gwyn will ihm zwar helfen, aber Facilis lässt ihn nicht, er wedelt mit den Händen um sich herum um jede helfende Hand weg zu scheuchen. Man merkt, dass der Magier gerne alles aus eigener Kraft schafft.
"Ah ich werde neue Kleider benötigen. Habt ihr vielleicht welche die ich euch ab kaufen kann?"
Gwyn macht gerade den Mund auf, um zu antworten, aber Facilis lässt ihn nicht zu Wort kommen.
"Ach egal, sagt mir doch bitte lieber wo das Frühstück ist und wie ich dort hin komme."
Gwyn erklärt ihm darauf den Weg zum Esszimmer & informiert ihn, dass der Gutsherr ihm das Gastrecht gewährt hat. Das lässt er sich nicht zwei Mal sagen und während Gwyn ihm noch dem Gesagten noch etwas hin zufügen will, ist Facilis schon dabei in Richtung Herrenhaus zu humpeln.

Wenig später erreicht er das Esszimmer, in dem sich die meisten bereits versammelt haben. Mit einem knappen "Guten morgen!" lässt er sich auf den erst besten freien Stuhl nieder. "Man ihr glaubt nicht was mir gestern alles wieder fahren ist."
Aufmerksam blickt er in die Runde, um heraus zu finden wer aller seiner Gesichte gehör schenken will.
"Ich muss euch berichten, von all meinen Gesichten. Aufregenden Abenteuern & mächtigen Ungeheuern. Also das vor so, gestern nachmittag da begegnete ich zwei Räubern. Nein nicht zwei, das waren weitaus mehr. Sehr viel mehr. Eine ganze Räuber Bande & deren Chef sagte zu mir 'Geld oder Leben, du solltest dich besser ergeben. Sonst schnitz ich dir auf die Kehle, während ich die Münzen in deinem Beutel zähle. Dich langsam bis ans Ende quäle & mir einfach alles was du hast nehme. ...'

Venditius

unregistriert

104

Montag, 2. September 2013, 12:56

Ungläubig starrt Venditius den Magier an. Es gab nicht vieles was ihn dazu gebracht hätte sein Frühstück zu unterbrechen, aber dieser Kerl hat scheinbar ein unglückliches Talent.
Irgendwie hat er es geschafft, selbst nach der Reinigung durch die Kräuermirrle um Entzündungen zu vermeiden und der Nacht in einem bequemen Bett am Frühstückstisch aufzutauchen und dabei auszusehen als hätte man ihn von Doggra hierher im Hinterteil eines Elefanten hierher geschmuggelt.

Und als wäre die, selbst für Venditius eindeutige Unverschämtheit, so verdreckt zum Frühstück zu erscheinen nicht schon genug, lässt er sich auf den erstbesten freien Platz sinken und beginnt auf eine Art zu reden die in Venditius eine unglaubliche Aggression hervorruf.

"Dieses hochnäsige Gequatsche ist ja schon von den normalen Menschen nicht zu ertragen. Aber von einem Magier der überlegt in einem Holzhaus einen Feuerzauber zu sprechen und es nicht einmal schafft von A nach B zu kommen ohne auszusehen wie ein totes Schaaf und zu riechen wie Morrak ist das doch schon purer Hohn." flüstert er der Shin zu.

Schon nach wenigen Sekunden reicht es ihm und mit eindeutiger unterdrückter Wut und kaum verhohlener Ironie wirft er ihm ein Stück Gebäck zu und ruft:

"Hier ach so großer Magier. Esst. Auf dass ihr bald wieder zu Kräften kommt und endlich den Rand haltet."

Gleichzeitig wendet er sich entschuldigend an Cinaed.

"Verzeiht. Ich weiß Ihr seid hier sehr gastfreundlich und er ist Euer Gast, aber es dient unser Aller Wohlergehen wenn er sein Mundwerk mit anderen Dingen beschäftigt als mit dem Schwingen von großen Reden oder ähnlichem.

Atevora

unregistriert

105

Montag, 2. September 2013, 17:27

Es wäre normal auf alle Gäste mit dem Frühstück zu warten, doch weil Atevora eine Lady ist und mit großen Augen fast wie ein Hundewelpe gar so hoffnungsvoll vorfreudig zur Quelle des Cofeaduftes geblickt hat, lässt sich Rhona erweichen und schickt eine der Mägde um der artig am Tisch sitzenden Magierin eine große Tasse davon einzuschenken. Die Freude ist gar nicht geheuchelt mit der sie sich für die zuvorkommende Behandlung bedankt. Oh, sie genießt es umsorgt und bedient zu werden. Ein Luxus den sie lange nicht mehr genossen hat. Dienstmägde und Knechte die ihr die Wünsche beinahe von der Nasenspitze ablesen, sie höflich und mit Respekt behandeln ohne dabei unterwürfig zu sein. Sie fühlt sich wohl.

Es braucht häufig nicht viel um einen gewissen Zustand der Ausgeglichenheit zu erreichen und diese kleine Geste, das einschenken des Cofeas hat es geschafft die letzten Überreste Atevoras morgendlicher Unruhe abfallen lassen.
Selig in sich ruhend, fast wie ein zufriedenes kleines Mädchen, hält Atevora den Cofeabecher mit beiden Händen, schließt die Augen und zieht genießerisch den herb aromatischen Duft durch die Nase um das volle Geruchsaroma aufzufangen. Zu dem Zeitpunkt betritt Venditius den Raum und setzt sich mit einem Blick als könne er es gar nicht erwarten die gesamte Vorratskammer auf einmal in sich hineinzustopfen, neben die Magierin die genießerisch an ihrem Heißgetränk nippt.
„Wo ist denn die gute Mirrle? Ist sie schon nach Talyra zurückgekehrt?“ Erkundigt sich die Magiern schließlich, mit dem Hintergedanken dann nachzuhaken ob jemand den Verletzten beaufsichtigt. Ihr wird erklärt, dass sie auch am Frühstück teilnehmen wird, aber vielleicht bei dem Magier im Gesindehaus. Dieser schlief noch tief und fest, und so hat sich die Kräuterkundige inzwischen ein Bad gegönnt. „Achso. Ist in der Zwischenzeit jemand beim Magier?“ Will sie wissen, da tritt Freyja durch die Tür und gesellt sich mit an den Tisch. Aus der Deckung einer angenehmen emotionalen Grundstimmung heraus, wagt es Atevora sogar sich freiwillig an so etwas wie belangloser Konversation zu versuchen: „Guten Morgen Freyja, wie geht es euch heute? Konntet ihr Euch nachts gut erholen?“ Natürlich ist Atevora hinreichend gleichgültig wie sich die Frau fühlt, doch sie ist so entgegenkommend Interesse zu zeigen, ganz so wie sie gelernt hat, dass es gesellschaftlich angepasst üblich ist.

Inzwischen sind fast alle am Essplatz versammelt, sodass es mittlerweile sogar etwas kuschelig, oder fast beengt am Tisch geworden ist. Genaugenommen fehlen nur noch drei Personen, wobei Atevora bei zwei von ihnen annimmt, dass sie gesondert speisen werden. Mittlerweile wurden auch schon die verschiedenste Speisen aufgetischt. Brot, Milchbrot, Butter, Marmelade, Eier, Speck und Käse, und sogar Sommeräpfel. Völlig unerwartet, da Atevora annahm er würde noch schlafen und womöglich im Bett sein Mahl einnehmen, erscheint der Feuermagier in seiner Ruß und Dreckbefleckten Robe mit einem Stock als Stütze bewaffnet in der Stube und beginnt wie ein Wasserfall und zwar in Reimform zu quasseln. Atevora blinzelt ihn nur irritiert über ihnen heiligen Cofeabecher hinweg mit leicht geöffnetem Mund an und ist sich unsicher ob sie wacht oder noch träumt. Venditius beugt sich sofort vollkommen auffällig unauffällig zu ihr herab und flüstert ihr etwas ins Ohr. Beipflichten kann sie ihm nicht ganz. Was hätte der gute Mann optional machen sollen? Etwa gänzlich nackt erscheinen? Und riechen konnte sie den Herren auch nicht sonderlich, aber ihr Geruchssinn war mit dem des Nargen einfach nicht zu vergleichen. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass seine Artgenossen in der Wüste sehr hygienebewusst waren. Vermutlich hatte sie den armen Schuppenträger mit ihrer Lebensweise schon arg verweichlicht. Sie selbst war nämlich äußerst bedacht auf Körperpflege und fühlte sich heute, nur weil sie noch nicht ihr morgendliches Bad genommen hatte, ansatzweise wie ein ausgemachter Dreckfink. Ich rieche nur den Cofea. Stellt Atevora fest und flüstert zurück: “lasst gut sein.“ Da sie der Ansicht ist, dass es dem Hausherren obliegt sich am Auftritt zu stören, oder nicht. Ihr war es nämlich vollkommen einerlei es war schließlich nicht ihre Tafel sondern die Cinaeds.

Hingegen Venditius, der generell äußerst ungehalten auf übermäßiges unnötiges Geplapper reagierte, als dementsprechend auch hier, machte sich Atevora ganz andere Gedanken. Spricht er in Reimform? War der Mann noch immer nicht ganz bei Sinnen? Hat sie ihm womöglich zu lange die Luftzufuhr abgeschnürt? Oder stand er gar unter dem Einfluss eines Fluches? Er spricht echt in Reimen! Sie kann sich nur all zu lebhaft daran erinnern als jemand das letzte Mal so wirr in Reimen sprach wie der Mann da vor ihr. Es war dem üblen Scherz des „Lies Mich“ Buches geschuldet. Der Narg, der nur eines im Sinn hatte, und zwar sich vernichtend auf die aufgetischten Speisen zu stürzen, rang entgegen ihr schwer mit seiner Beherrschung. Seine Reizschwelle, die nie besonders hoch ist, stürzte zunehmend ins Bodenlose, da ihm das Gerede an seinem Ansinnen hinderte, schließlich galt es nicht als Höflich sich vollzustopfen, während noch nicht alle am Tisch sind, und er hatte eindeutig vor dem Gebot in seiner Herrins Sinn nachzukommen, doch dieser Knilch setzte sich einfach nicht, sondern hielt einen Vortrag, nein mehr noch plapperte weiter reimender Weise Zeug das ihn nicht im entferntesten interessierte. Seine Klauenhand verkrampfte sich und auch seine Nasenflügel blähten sich verräterisch, als er tief die Luft ein und wieder aus atmete und sich zu beherrschen zwang, anstatt dem Mann gleich irgend etwas in Griffnähe an den Kopf zu donnern und ihn anzuschnauzen, dass er gefälligst die Klappe halten soll, denn er will essen.
Stattdessen hat er sich wohl eine von Atevoras Umgangsformen angewöhnt, leider nicht unbedingte eine ihrer Besten. Er wirft dem Mann ein Stück Brot zu und bedenkt ihn mit einem vor Ironie triefenden Satz.
Gleich anschließend erklärt er sich tatsächlich vor Cinaed, und das überraschender Weise in einer sehr ausgesuchten Wortwahl, beinahe wie ein Gelehrter. Oder vielleicht eher mit einer verstockten Wortwahl wie sie in dieser Art die Magierin in die Welt entlässt. Irr. Langsam ist sie sich fast sicher sie träumt noch. Oder man merkt Venditius mittlerweile eindeutig an, dass er Tag und Nacht in Atevoras Gesellschaft verbringt. Der Gedanke hätte sie beinahe diebisch schmunzeln lassen. „Venditius? Ihr könntet Euch optional einfach etwas von“ Dabei greift Atevora zu einer Speise am Tisch und hält sie dem Nargen unter die Nase: “dem Milchbrot in Eure Ohren stopfen, dann hört ihr ihn vielleicht nicht mehr.“

Zurzeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen