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Venditius

unregistriert

76

Dienstag, 23. Juli 2013, 14:50

Gerade als Venditius das ihm angebotene Essen ablehnen will erscheint der Hausherr Cinaed in der Tür.

Den Göttern sei Dank. Es wäre mir schon schwer gefallen, dass angebissene Brot höflich abzulehnen.

Erleichtert richtet sich Venditius zu voller Größe auf, auch wenn die Räume dies nur knapp zulassen. Der Elb ist ihm gegenüber zwar immer noch etwas unterkühlt aber immerhin höflich. Wenn man die Vorkommnisse der letzten Zeit betrachtet ist dies dennoch eine mehr als zuvorkommende Geste.

Venditius nickt nur knapp um die Begrüßung des Elben zu erwidern, da ergreift die Shin auch schon das Wort.

„Darf ich vorstellen? Der Herr dieses wundervollen Gutshofes: Cinaed.“

Es war ihm immer wieder ein Rätsel wie die Shin es schafft, sich so höflich und förmlich auszudrücken obwohl es ihr sicherlich mehr im Sinn stände Freyja gründlich Dampfzustrahlen. Hier kann er noch viel von ihr lernen.
Natürlich nur für den Fall, dass sie ihn nicht sofort vor die Tür setzt. Aber bisher zeigt sich keine Anzeichen, dies vorzuhaben.

Facilis

unregistriert

77

Freitag, 26. Juli 2013, 14:16

<--- Larisgrün

Facilis der sich gerade mit einem Teleportationszauber aus dem Wald gerettet hat, manifestiert sich mitten auf dem Hof. Da ihm die Reste eines Pfeils im linken Unterschenkel stecken, fehlt ihm die Kraft auf zustehen & er bleibt auf dem Kiesboden liegen. Seine Magierrobe ist zerrissen, da er einen Teil von ihr abgerissen hat um sich seine Wunde zu verbinden. Mit letzter Kraft schaut er sich um und erkennt die ihn umgebenden Gebäude.
Ach Gott wo bin ich denn hier gelandet? Denkt er sich. Das ist definitiv nicht Talyra. Ich hab auf meiner Flucht wohl die Richtung aus den Augen verloren.
Er versucht sich noch Mal auf zu richten, schafft es aber nicht. Der Schmerz in seinem Bein ist zu groß, außerdem hat er bereits zu viel Blut verloren.
Er erkennt die Weinreben, die das Herrenhaus hinauf wandern & denkt sich: Na ja, wenigstens bin ich in der Nähe eines Gebäudes gelandet. Hier gibt es bestimmt Menschen, die mir helfen können. Ich muss mir so schnell wie nur möglich Wasser & Nahrung besorgen. Auch die Wunde muss versorgt werden. Wenn ich gefragt werde warum ich verletzt wurde, sage ich einfach, dass waren Räuber.
Während er in Gedanken sinkt, fallen ihm plötzlich die Augen zu & er verliert aus Erschöpfung das Bewusstsein.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (29. Juli 2013, 12:24)


  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 134

Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

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78

Freitag, 26. Juli 2013, 16:03

~ Im Gesindehaus ~
Irgendwann im Goldschein

Venditius nickt dem Elben knapp zu, während Lady Shin Cináeds Gruß mit einer sehr respektvollen Erwiederung begegnet: »Copria.« Der Elb verzieht keine Miene und unterdrückt gekonnt ein leichtes Schmunzeln, als die Magierin ihm in seinem eigenen Heim förmlich "Willkommen" wünscht. Ja, er fasst es als Zeichen von gegenseitigem Respekt auf, dass die Shin bemüht ist ihm in seiner eigenen Sprache zu antworten. Genug andere würden sich gar nicht erst darum scheren eine fremde Sprache zu erlernen und auch zu gebrauchen. Und daran, dass die Shin sich stets sehr steif und zumeist weitaus förmlicher verhält als nötig wäre, hat er sich in der Zeit, die sie einander nun schon geschäftlich näher kennen gelernt haben, bereits gewöhnt. Der Magierin ist eine Art zu eigen, die sehr speziell und nur schwer zu fassen ist, aber der Gutsbesitzer hat gelernt damit umzugehen. Böse Zungen sagen der Shin allerlei Gemeinheiten nach, das ist ihm durchaus bekannt. Und vielleicht ist an dem einen oder anderen auch ein Funken Wahres dran... doch Cináed hat den Verdacht, dass ein Großteil davon oftmals einfach gegenseitigem Missverstehen geschuldet ist. Das kühle, unnahbare Naturell der Magerin, ihre sonderbare Redeweise, ihre eigenwillige Kleidung, dies alles stößt bei vielen Talyrern vermutlich auf Unverständnis und unbewusste Ablehnung - seinem eigenen Gesinde ging es anfangs, wie er selbst miterlebt hat, kaum anders. Der Elb lächelt ihr freundlich zu, als die Shin ihn auf ihre unvergleichliche Art vorstellt und wendet seine Aufmerksamkeit dann wieder Freyja zu.

Leider hat der Gutsbesitzer an diesem Tag nur wenig Zeit. Geduldig wartet er ab und lässt die junge Frau sprechen, entschuldigt sich anschließend jedoch höflich und verabschiedet sich wieder. Jedoch nicht ohne zuvor das Gastrecht auszusprechen, welches er jedem Reisenden und Hilfesuchenden gewährt, der auf seinen Hof kommt und sich angemessen verhält. "Nochmals, seid willkommen auf Glyn-y-Defaid", erklärt er. "Bitte entschuldigt, dass ich nicht genug Zeit habe, um mich noch länger mit Euch zu unterhalten, aber ich bin sicher, meine Leute werden gut für Euch sorgen." Der Shida'ya lächelt. "Seid unser Gast. Gerne teilen wir unser Abend- und Morgenmahl mit Euch. Diese Kammer steht Euch für diese Nacht zur Verfügung. Auch das Badehaus könnt Ihr nutzen, wenn Ihr wünscht..." Cináed zwinkert munter mit einem Auge. "...auch wenn mir scheint, dass dies nicht mehr nötig ist. Falls man Euch ansonsten irgendwie behilflich sein kann, lasst es einfach jemanden wissen." Der Gutsbesitzer deutet ein knappes Nicken an, bevor er sich endgültig verabschiedet und zurückzieht. "Nur eine Bitte noch: Achtet auf Euren Hund. Anonsten, wir sehen uns beim Abendmahl wieder..." Zum Schluss, bevor Cináed die Kammer verlässt, wendet er sich noch einmal Venditius und Lady Shin zu: "Auch Ihr seid selbstverständlich heute Abend an unserer Tafel willkommen."

Ohne Umwege begibt sich der Gutsbesitzer anschließend ins Haupthaus, wo er sich sogleich Rhonas missbilligenden Blick zuzieht. Der Elb ignoriert die Einwände seiner Obersten Magd bezüglich seiner Erscheinung jedoch, lässt Anweisungen bezüglich seiner unerwarteten Gäste zurück und verschwindet anschließend in seine privaten Gemächer, wo er sich zunächst ein wenig wäscht und im Anschluss daran in seinem Arbeitszimmer vergräbt. Auf einem Anwesen wie Glyn-y-Defaid gibt es immer viel zu tun, und ein Tag hat leider nicht mehr als 24 Stunden...
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Atevora

unregistriert

79

Sonntag, 28. Juli 2013, 18:04

Cinaed nickt Atevora freundlich zu, und fast ist ihr so, als könnte sie ein amüsiertes Funkeln in seinen Augen erkennen. Aber sie könnte es sich auch eingebildet haben. Sie ist sich sogar fast sicher, denn sie ahnt nicht, und kann sich nicht einmal vorstellen, was den Elben an ihrer Begrüßung amüsiert hat. Fest steht allerdings, dass sie Cinaed als eine sehr angenehme Person kennen gelernt hat, mit der sogar sie ihr Auskommen findet. Wobei, genauer findet er dieses eher mit ihr. Der Elb ist ein sehr umsichtiger und geduldiger Mann, der zu seinem Wort steht. Er ist jemand der dem Gegenüber seine Eigenheiten zugesteht und vorurteilsfrei begegnet. Atevora ist in diesem Fall gewiss eine Liga für sich, denn ihr Wesen und auch ihr Aussehen bestehen aus erheblichen Eigenheiten. Anstatt ihr aber ablehnend zu begegnen, nimmt er Atevoras Gebaren oft nur mit einem unterdrückten Schmunzeln hin, ohne sich groß daran zu stören. Es war der Shin damals, auch wenn sie es nur unbewusst so wahrnahm, ein gewisser Hochgenuss die teilweise sehr langen und intensiven Verhandlungen mit ihm zu führen in dem diverse Bedenken aufgeworfen, ausgeräumt oder gemeinsam Möglichkeiten ausgearbeitet wurden diese zu minimieren, oder zu beseitigen. Andere hätten sich auf das Wagnis sicher niemals eingelassen, aber mit ihm gelang es eine beiderseitige faire Übereinkunft zu finden. Cinaed war auch wirklich ein sehr angenehmer Gesprächspartner, und er ist ein verlässlicher Geschäftspartner. Ob er ersteres bei der Magierin ebenfalls behaupten könnte, ist ungewiss, aber unverleugbar hält sich die Magierin genau an getroffene Absprachen und Vereinbarungen.

Während Cinaed der Eismaid sehr offen und möglichst vorurteilsfrei begegnet, kann sie bei seinen Angestellten ihr gegenüber immer wieder einen gewissen Widerstand wahrnehmen. Es gibt natürlich nichts zu beanstanden, sie sind allesamt höflich, tüchtig und gewissenhaft, aber es ist dennoch zu merken, dass hier eine große Kluft vorhanden ist. Es ist auch beileibe nichts verkehrtes daran Atevora mit Vorsicht zu begegnen und sogar ein nötiges Soll. Atevora ahnt dennoch nicht, dass sie mit dem heutigem Tag und mit ihrem Gebaren bei den Angestellten des Hofes nicht unbedingt dazu beigetragen hat, dass deren Sympathien ihr gegenüber in die Höhe geklettert sind.

Während Atevora auf ihre eigene Art den Elben vorstellt, schenkt dieser ihr ein sehr freundliches, fast jugendliches und etwas spitzbübisches Lächeln, welches Atevora beinahe angesteckt hätte. Ja seine Gegenwart ist eindeutig ausgleichend und angenehm. Es schmeichelt in dieser sonst so aufwühlenden Welt fast ihrem Gemüt. Es hat schon seinen Grund weshalb die Magierin nichts dagegen hatte eine längere Zeit den Narg hierher zu begleiten und zwischen ihm und den anderen als sichere Pufferzone zu dienen. Sie hat sich dazu ihre Arbeit einfach mitgenommen und während er mit seinem Morrak beschäftigt war, diese abgearbeitet.
Venditius verhält sich im Moment auch bemerkenswert vorbildlich. Als ihm Freyja das Butterbrot unter die Nase hielt, hat er darauf nur einen sehr eigenwilligen Blick geworfen, und seine Nasenflügel zuckten verräterisch, aber er hat sein aufbrausendes Gemüt inzwischen nicht schlecht unter Kontrolle, vor allem wenn er sich körperlich und geistig ein wenig mit Morrak, oder in den Kampfgruben austoben konnte. Vielleicht ist auch Atevoras unterkühlte Art ein wenig ausgleichend für ihn, aber sie würde niemals beschwören, dass es wirklich so ist. Wie es sich gehört – auch wenn es von manchen als Bedrohung aufgefasst werden könnte, wenn sich so ein riesiger Narg zur vollen Größe Aufrichtet, anstatt sitzen zu bleiben - räumt Venditius den Platz, dass der Hausherr eine ungetrübte Sicht auf die Frau im Zuber hat und sich gegebenenfalls auch neben sie setzen kann, falls er dies wünscht.
Mit minderem Interesse verfolgt Atevora die Unterhaltung zwischen den Elben und Freyja, und linst zwischenzeitlich zum Narg hoch. Ihre Mundwinkel zucken kurz, als sie sieht, dass dieser mit seinen Kopfschuppen beinahe an der Decke kratzt. Von dem her dürfte er sich fast wie 'zu Hause' fühlen. Auch der obere Bereich ihrer Wohnung hat beinahe eine viel zu niedrige Decke für ihn. Was den Narg allerdings nicht davon abhält dennoch jede Nacht die gewundene Treppe hoch zu gehen und sich vor ihrem Schlafgemach niederzulassen, oder sich sogar hinein zu begeben. Ihr Lächeln wird bei dem weiterführendem Gedanken verschluckt bevor es sich auf die Lippen stehlen kann. Ein Gespräch mit dem Narg gestaltet sich sicher schwierig. Überlegt sie. Es ist fast nicht anzunehmen, dass sie sich ernsthaft mit ihm zusammensetzen und die Dinge und Gegebenheiten erörtern kann.

Unterdessen kund gibt sich leider bald zurückziehen zu müssen, beschließt Atevora noch ein wenig zu bleiben, der Frau aus der kalten Wanne und in die neue Kleidung zu helfen, ihr vielleicht sogar anzubieten sie morgen in die Stadt zu begleiten, und dann endlich ihrer übrigen Agenda weiter zu folgen. Die Eismaid hatte heute weitere interessante Informationen von ihren Helferlein erhalten. Sie hatte nicht nur durch ihre üblichen Quellen und ihrem vorhergegangenen Wissen aus ehemaligen eigenen Schmugglertagen einiges für ihre Aufgabe in Erfahrung bringen können, sondern mittlerweile mit Hilfe der ihr zugetragenen Informationen auch bekundete verdächtige Ereignisse auf einer Karte des Umlandes verzeichnet und damit gewisse Ruten und Aktionsradien und somit ein plausibel eingegrenztes Umfeld für Verstecke verzeichnet. Jetzt galt es noch zu eruieren ob abseits ihrer bekannten Strecken entsprechende Möglichkeiten wie Höhlen, alte Höfe oder ähnliches vorhanden sind, welche die Schmuggler auch nutzen konnten. Auch bei ihrem speziellen Beobachtungssubjekt war sie über leichte Verdachtsmomente bereits hinausgewachsen. Ob es möglich wäre? Nein, es war noch zu früh, zu wenig klar. Sie musste noch ein wenig warten, ihrem besonderem Spitzel etwas mehr Zeit einräumen. Sie wird ihm anweisen mit Hilfe seiner speziellen Fähigkeit seine Beobachtungen zu erweitern. Leider standen der Shin hier auf diesem Gebiet nicht ihre üblichen Methoden zur Verfügung. Sie hätte so gerne mehrere Informationswege zur Verfügung und nicht nur eine einzige Quelle, doch auf diesem Terrain fehlen ihr noch entsprechende Möglichkeiten. Ein Umstand der korrigiert gehört. Ob es angebracht wäre den Lord Commander zu informieren? Diese lästige Berichterstattung und die Absprachen machten sie behäbig. Allerdings hätte sie dadurch eventuell einige Männer mehr zur Verfügung und auch mehr Möglichkeiten. Warum nicht das System nutzen? Aber er wird sicher erfahren wollen woher sie ihre Verdachtsmomente und Informationen bezog. Ihren fähigsten Informanten wollte sie nicht enttarnen. Andererseits musste sie einen Vertrauensbeweis vom Commander einfordern. Es gab in der Unterstadt Interessenten und Annäherungsversuche, die vermuten ließen, dass ihr Spiel auf der anderen Seite aufging. Sie konnte sich aber nicht sicher sein, ob es sich nicht vielleicht um die eingeschleusten Männer des Commanders selbst handelte. Außerdem, wenn sie wusste wer das falsche Schurkenpack war, dann..
Aber gut, soweit wenn es dazu kommt.

In Gedanken wäre ihr beinahe die Verabschiedung des Elben entgangen. Es ist Doggra der sie ganz subtil mit dem Ellbogen anstößt, als wüsste er, dass es ihr unangenehm wäre so derart in ihren Grübeleien versunken es zu verabsäumen irgend eine Reaktion auf den Elben - der gerade dabei ist das Zimmer zu verlassen - zu zeigen. Sie hat den richtigen Zeitpunkt zum Glück nicht versäumt, denn der Hausherr entsinnt sich noch eine Bitte bezüglich Freyjas Hund zu deponieren. Innerlich atmet Atevora auf und ist dem Nargen für seinen kleinen Anstoß sehr dankbar. Er kennt sie mittlerweile ja doch zu genüge. Wie es sich gehört möchte sie eine Verabschiedung an den Hofherrn richten, da sie nicht annimmt ihm heute noch einmal zu begegnen. Doch zu ihrer Verwunderung bedenkt er auch sie und Venditius noch mit einem Nachsatz. Hat sie sich gerade verhört? Er hat sie tatsächlich zum Essen eingeladen? Atevora scheint ungeahnte gesellschaftliche Fortschritte verzeichnen zu können, denn bisher wurde sie hier in Talyra noch nie von jemanden einfach eingeladen das Abendmahl in seinem Heim und an seiner Tafel mit ihm zu teilen. Selbstverständlich sind sie eingeladen. Selbstverständlich. Nein, für sie ist das alles andere als selbstverständlich. „Danke für das großzügige Angebot. Es wäre uns eine ausgesprochene Ehre.“ Antwortet sie gleich auch für den Narg, der dieses gesellschaftliche Ereignis vermutlich weniger als Ehre, als vielmehr als Qual ansieht. Andererseits muss er in dem Fall heute nicht essen was ihm Atevora ansonst so vorsetzt. Dann ist der Elb fort.

Die Drei bleiben alleine zurück in der Gesindekammer. Atevora beobachtet wie Freyja genüsslich das Brot vertilgt und das Wasser trinkt. Der Magierin gelingt es auch etwas wie eine Unterhaltung mit ihr zu entfachen. Sie benutzt die üblichen Themen, beginnend bei dem Hund über den sie sich mehr erzählen lässt. Auch woher Freyja denn genau kommt, wie lange sie bereits auf Reisen ist und so fort. Sie schickt Venditius aus dem Raum und hilft der Frau anschließend dabei sich von ihrer Nassen Kleidung, vor allem vom vollgesogenen Leder, zu befreien. Als Freyja nur noch mit ihrer Tunika in der Wanne hockt, hört sie plötzlich die Hofhunde anschlagen. Auch Freyjas Hund - bei dieser Stimmengewalt muss es Freyjas Hund sein, denn das Gebell der Hofhunde kennt Atevora bereits zu genüge – lässt sich von dem Radau anstecken. „Ich werde nach dem Rechten sehen.“ Bemerkt Atevora. Freyja scheint bereits wieder rüstig genug um selbst aus der Wanne zu kommen, sofern sie das schon will, oder dort weiter gemütlich zu verbleiben und sie traut ihr auch zu sich selbstständig die trockenen Sachen überzustreifen. Vor der Tür bedeutet sie Venditius ihr zu folgen.
Der Narg gehorcht aufs Wort und wirkt sogar froh nicht länger dumm vor der Gesindekammer rumstehen und warten zu müssen.

Außerhalb des Gebäudes sieht die Shin einen kleinen Aufruhr. Freyjas Hund bellt und wirkt leicht unentschlossen, ob er fortstreben, oder lieber hier vor Ort vor der Tür wachen und auf seine Herrin warten sollte. Er schließt auch Atevora und Venditus in seinen Blick ein in dem man seine Unschlüssigkeit besonders gut erkennt. „Bleib.“ Spricht Atevora bestimmt und unterstrichen mit einer Geste wie sie diese bei Shafir anwendet, zu dem Riesenvieh, das sich auch - als würde er zuvor noch gedanklich zustimmend nicken - hinsetzt und auf den Boden legt. Zeitgleich ertönt es: >>„Ja, Herrin.“<< neben ihr. Irritiert zuckt ihr Blick zum Narg. „Wie? Doch nicht du. Der Hund!“ >>“Achso.“<<
Einer der Bediensteten des Hofes wurde auch alarmiert und ist bereits hastigen Schrittes auf den Weg zur Quelle des Radaus. Auf einen Befehl hin ziehen sich die Hofhunde etwas zurück und stellen ihr Bellen ein.

Während Atevora mit dem Narg auf den Unbekannten zusteuert, erkennt sie, dass dieser verletzt ist. Sein Bein blutet stark, und er wirkt auch so, als würde er den Blutverlust nicht mehr lange überstehen. Atevora beschleunigt ihre Schritte, ebenso der Narg, mit dem sie allerdings nicht mithalten kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (28. Juli 2013, 18:54)


Facilis

unregistriert

80

Montag, 29. Juli 2013, 12:03

Facilis liegt schlafend mitten auf dem Hof. Die Sonne scheint ihm ins Gesicht. Blut tropft aus dem Stofffetzen, den er um sein Bein gewickelt hat. Das laute Bellen der Hunde macht die Bewohner des Gutes auf ihn aufmerksam. Atevora und Venditius sind schon auf dem Weg zu ihm. Aber Facilis merkt von all dem nichts, er ist zu schöpft & schläft friedlich weiter, während er seine Abenteuer im Träumeland bestreitet:

"Verdammt böser Finsterlord! Wieso hast du deinen Speer auf mein Bein geworfen! Dir werd ich's zeigen! Ich vernichte dich jetzt mit meiner allmächtigen Feuermagie!"
Facilis steht einem finsteren, pechschwarzen Dämonen gegenüber. Der Finsterlord trägt lange schwarze Hörner auf seinem Kopf, sein Gesicht sieht aus wie das einer Ziege mit Schweinsnase. Sein Körperbau ist groß & kräftig. Der Höllendämon hat Facilis ins Weltall verschleppt. Astronomie ist Facilis kein Begriff. Deshalb stellt er sich das Weltall als ein großes schwarzes Meer, voller glänzender Tennisball großer Sterne vor. Der große schwarze Speer des Finsterlords, welcher an einen Dreizack erinnert, steckt in Facilis Bein.
"Ich vernichte dich jetzt Höllendämon! Nimm das, Flammen der Hölle! Hearmloca Blysian!"
Aber während er den Zauber vorbereitet, spürt er plötzlich den starken Schmerz, den der Speer in seinem Bein verursacht. Die Flammen, die er gerade auf den Dämonen speien will, ersticken in seiner Kehle. Seine Hände greifen nach seinem Bein. Er presst seine Handballen fest gegen sein Schienbein und versucht den Schmerz raus zu drücken.
"Es muss doch irgendeinen Weg geben diesen Schmerz los zu werden! Komm schon Schmerz verschwinde aus dem Bein!"
Er drückt immer fester & fester gegen das Bein, was ihm natürlich nichts bringt. Der Höllendämon grinst, während er betrachtet, wie der Magier verzweifelt gegen den Schmerz kämpft. Anstatt weiter anzugreifen, schwebt er siegessicher im All vor sich hin.
"Na warte dir werde ichs noch zeigen!" brüllt er.
Facilis packt mit beiden Händen den Speer und versucht ihn heraus zu ziehen. Doch der Schmerz wird dadurch stärker. Facilis stöhnt vor Schmerz auf.
Verdammt so einfach geb' ich doch nicht auf! Mit Willenskraft geht alles!
Facilis nimmt seine ganze Willenskraft zusammen, schafft es den Schmerz zu überwinden & zieht den Speer aus seinem Bein heraus. Wütend schmeißt er den Speer hinaus in das endlose All.
Verflucht was mach ich nur? Diese Ausgeburt der Hölle hat mein Bein verletzt. Mit dieser Verletzung kann ich nicht weiter kämpfen. Ich muss die Wunde irgendwie versorgen. Was mach ich bloß! Hmm ... Ah ich habs! Feuerheilmagie! Jetzt ist er dran! Damit hat er nicht gerechnet!
Facilis breitet seine Hände über seinem Bein aus & spricht seinen Heilzauber. "Los Flamme des Lebens! Drohtnian Frycynn!"
Grüne Flammen schießen aus seinen Händen und umschließen das Bein. Ihre heilsame Wärme belebt seine Adern & regt seinen Blutkreislauf an.
"Hahaha! Höllendämon mit meinem Heilzauber werde ich neue Kräfte erlangen & dich zürck in die Hölle befördern! Muhahaha!"
Der Höllendämon verharrt nach wie vor reglos im Sternenhimmel & macht keine Anstalten sich zu rühren. Für Facilis ist es die Ruhe vor dem Sturm. Er muss schnell etwas unternehmen.
Er richtet seinen Blick auf das Bein. Mach schon Wunde heil endlich! Vielleicht muss ich das Feuer beschleunigen! Er setzt noch mehr Mana frei & verstärkt den Zauber. Seine Flammen werden heller & stärker. Sie brennen noch stärker auf sein Bein.
"Haha, bald bin ich wieder gesund! Dann gehts dir an den Kragen!"
Facilis lässt die Flammen verschwinden & betrachtet das Ergebnis seines Zaubers. Anstatt seinen Körper zur Zellenneubildung anzuregen, haben sie das ganze Fleisch seines Beines verbrannt. Facilis sieht nur nach die verkohlten Überreste seines Schenkels.
"Was wieso hat der Zauber denn nicht gewirkt?"
Er greift mit den Händen nach seinem Bein und tastet die verkohlten Überreste ab, da zerbricht plötzlich der Schenkel & sein Fuß schwebt einsam im All.
"Was nein!!!!!"

"Wieso hat mein verdammter Zauber nicht gewirkt!" schreit er noch im Traum & wacht vor Schreck plötzlich auf. Er hört das Geschrei der Hunde, hält sich die flache Hand vor das Gesicht, um die Sonne abzuschirmen & schaut sich um. Da erkennt er plötzlich den großen mächtigen Narg, der vor ihm steht.
"Ähm, hallo. Ich bin ..."
Er will noch seinen Namen sagen, da verliert er wieder die Kräfte & schläft erneut ein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (29. Juli 2013, 16:01)


Venditius

unregistriert

81

Dienstag, 30. Juli 2013, 10:09

Ungläubig steht Venditius vor dem am Boden Liegenden. Heute war bei Weitem nicht sein Glückstag. Erst die Träumerin, dann eine ohnmächtige Kriegerin und jetzt ein Verwundeter von dem keiner weiß woher er kommt.
Er wendet sich an seine Dienstherrin die inzwischen auch bei ihm angelangt ist.

"Wenn das die Rache für heute sein soll, dann finde ich übertreibt Ihr ein wenig Herrin."

Natürlich weiß er, dass die Shin nichts damit zu tun hat. Aber irgendwie muss er seinem Unmut Luft machen ohne dabei groß jemanden zu verletzen.
Er begutachtet sich die Wunde genauer. Ein Pfeil hat ihn direkt ins Bein getroffen aber offenbar nichts lebensbedrohliches verletzt. Zumindest würde der Mann nicht auf der Stelle verbluten. Es würde ein paar Stunden dauern, ehe er das Zeitliche segnet.

"Herrin ich frage nur ungern, aber das hier übersteigt meine Fähigkeiten. Könntet Ihr Euch eventuell zur Kräutermirle begeben? Ich denke sie weiß hier Rat und kann dem Kerl hier helfen."

Venditius weiß natürlich, dass die ganze Teleportationsgeschichte enorm an den Kräften der Shin zehrt. Aber selbst wenn er rennen würde, wäre der Verwundete wohl inzwischen ausgeblutet bis er mit der Heilerin zurückgekommen wäre.
Scheinbar sieht das auch die Shin so, denn Sie nickt wenn auch resigniert, beginnt den Zauber zu weben und verschwindet dann in der ihm nur zu gut bekannten Nebelwolke.

"Immer diese unnötigen Effekte. Magier legen wirklich zu viel wert auf ihren Auftritt." brummt Venditius in sich hinein, flucht leise und wirft sich den Verletzten etwas unsanft über die Schulter.

"Wehe du blutest mir meine Rüstung voll. Dann ist der Pfeil dein geringstes Problem."

82

Dienstag, 6. August 2013, 10:07

Freyja sitzt noch immer in dem mittlerweile schon ganz schön
dunklen Wasser vor Dreck. Gerade eben war die Kammer noch gefüllt gewesen mit
Menschen einem Elben und einem Nargen. Schwupps ist sie auch schon allein. Mit
einem Grinsen lehnt sie sich noch mal zurück und legte den Kopf auf den
Bottich. Die Leute hier sind sehr nett und gastfreundlich. Aber sehr
zurückhaltend. Alle benehmen sich, wie wenn man sich gegenseitig nicht auf die
Füße treten will. Sie wird aufpassen müssen nicht in Ernsthafte Schwierigkeiten
zu geraten.

Bei ihr zuhause ging es anders zu. Zotige Witze und auch
eine eher ruppige Art sind dort an der Tagesordnung. Sie wäre von Spott
überschüttet worden, ob ihrer Nachlässigkeit nicht genug zu trinken. Ein
Fehler, den sie sich merken müsste. Hier wurde wohl mehr Wasser und Wein
getrunken. Freyja stand der Kopf mehr nach Met und härteren Getränken. So war
sie es zumindest von zuhause gewöhnt. Deshalb auch dieser Unwille Wasser zu
trinken. Jetzt war sie klüger.


Es machte keinen Sinn mehr weiter in dem Zuber zu sitzen.
Also steht sie auf. Die Pfützen auf dem Boden würde sie versuchen später weg zu
machen. Schließlich will sie den netten Elben nicht vor den Kopf stoßen.


All ihrer Kleidung entledigt sie sich. Betrachtet die
Schmutzflecken und benutzt einen noch vollen Eimer, um ihre Kleidung zu
reinigen. Nacktheit stört sie nicht und ein Blick auf das Kleiderbündel auf dem
Bett schreckt sie ab. In ihrer Lederbekleidung fühlt sie sich einfach viel
wohler. Wenn es sich vermeiden lässt, dann wird sie nicht in diese
schlabbernden kratzenden Kleider steigen.

Sie legt ihre Lederkluft nass wie sie ist wieder an und
beschließt, dass sie besser das ihr angebotene Badehaus aufsucht. Tritt aus
der Kammer und folgt dem Weg zum Hof. Ein vorbeistrebender Junge wird von ihr
kurz aufgehalten. „Kannst du mir zeigen wo das Badehaus ist? Und mir einen
Lumpen bringen bitte?“ Der Junge blickt erstaunt zu ihr hoch, nickt dann aber
und zeigt mit dem Finger in die Richtung von einem Gebäude. „Danke!“ Aus der
Ferne sieht sie, wie der Atevora in einer Nebelwolke verschwindet und der Narge
eine Person über die Schulter wirft. Blut tropft gemächlich aus einer Wunde
erst über die Rüstung des Nargen und dann mit hellroten Tropfen auf den
Sandigen Boden. Was für ein Unglückstag muss das wohl sein, für den Besitzer
von diesem Gut. Scheint als würden hier all die bedürftigen Personen
angeschwemmt kommen. Sie beschließt so schnell wie möglich weiter zu ziehen. Am
Morgen am Besten. Freyja merkt selber, dass sie noch mehr Flüssigkeit und auch
essen braucht, um gestärkt genug die nächste Etappe zur Stadt zu meistern.


Vielleicht würde sich jemand finden, der sie begleitet.

Als Odin sie entdeckt springt er gleich auf sie zu und begrüßt sie stürmisch. Freyja drückt ihn und macht sich dann auf zu dem Badehaus.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Freyja« (6. August 2013, 10:13)


Venditius

unregistriert

83

Dienstag, 6. August 2013, 12:35

Als Venditius den Verletzten ebenfalls ins Gesindehaus schaffen will, kommt ihm Freyja entgegen. Sie sieht schon wesentlich kräftiger und sogar sauberer aus. Und auch wenn ihre Kleidung noch immer vor Dreck steht, so verdeutlicht die durch das Wasser an Ihrer Haut klebende Kleidung ihre mehr als weiblichen Rundungen.
Erst als er spürt wie das Blut des Magiers über seine Rüstung zu Boden tropft kann er seine Gedanken wieder ordnen.

"Verdammt nochmal jetzt reicht es mir. Hat eigentlich irgendjemand eine Ahnung wie teuer diese Rüstung war?"

Er stapft in das Gesindehaus um den Verwundeten abzulegen, doch durch den Pfeil in seinem Bein gestaltet sich das schwieriger als vermutet.

Ach der wird schon nicht gleich verbluten. Und wenn doch, bleibt ihm immerhin die Reinigung meiner Rüstung erspart.

Mit einem Ruck reisst Venditius den Pfeil samt Spitze aus dem Bein des Magiers und legt ihn dann unsanft auf das Bett in der Kammer. Natürlich fließt reichlich Blut nachdem der Pfeil entfernt war, doch als geübter Kämpfer wusste Venditius eine Blutung zumindest vorrübergehend zu stoppen. Kurzerhand greift er nach einem Laken und bindet damit das Bein des Unbekannten fest ab.
Mit etwas Pech verliert dieser dadurch zwar sein Bein aber er wäre immerhin am Leben. Ausserdem schert es Venditius inzwischen nicht mehr wirklich. Er hatte heute schon genug gute Taten vollbracht, als jetzt für diesen Kerl noch die Amme zu spielen.

Er verlässt das Gesindehaus um auf die Heilerin zu warten.

Atevora

unregistriert

84

Dienstag, 6. August 2013, 18:55

Die zweite Person die zusammengebrochen ihr zu Füßen liegt. Als wäre hier irgendwo ein Nest. Als würde sie irgend jemand damit verhöhnen sie mit solchen Situationen zu konfrontieren. Wieder ist sie gezwungen sich gezielt gegen ihr Naturell zu entscheiden. Dieser Tag hält wirklich einige unangenehme Überraschungen bereit. Atevora seufzt schicksalsergeben. Dann heißt es also seine Pflicht zu tun. Die unnötigen Anstrengungen sind ihr jetzt schon zu wider. Aber sie wird sich fügen. Missmutig und gänzlich ohne Elan hebt sie die Hände, webt mit Wort und Geste die zarten Linien der Magie und begibt sich auf die Reise so weit sie ihr Zauber tragen kann. Auf halben Weg zur Stadt intoniert sie wieder aufwendig die magischen Worte und tritt in ihrer Wohnung aus dem Gewirr. Raschen Schrittes eilt sie die Stiegen des Hauses hinab, drängt sich in den Engen Straßen der Tausenwinkelgassen an der ewigen Fülle an dicht stehenden Leibern vorbei in Richtung des Heimes der hier als Krausemirrle bekannten Heilkundigen. Mit voller Wucht hämmert Atevora gegen ihre Haustüre und der altersschwache Lack der die Eichentür, der vor der Witterung nur noch äußerst ungenügend schützt, bröselt dabei ein wenig zu Boden.
Es fühlt sich für Atevora an als würden Ewigkeiten vergehen bis die alte Kräuterfrau ihren Kopf durch den sacht geöffneten Türspalt steckt und sie mit zusammengekniffenen Augen abschätzend mustert. >„Ihr braucht was von mir das eilt?“< Man kann wirklich nicht behaupten, dass die Frau sich lange mit Höflichkeiten, oder herumreden um den heißen Brei aufhalten würde. Aber Atevora sieht nach den schnell hintereinander gewirkten Zaubern und dem gehetzten Tempo bei der Hitze vermutlich auch nicht so aus als wäre sie hier nur wegen eines netten Pläuschchens oder einer wenig dringlichen Sache. „Richtig. Auf Glyn-y-Defaid ist ein Mann mit einer Schussverletzung im Bein erschienen. Der Pfeil steckte noch im Oberschenkel. Er brach zusammen, verliert wie es scheint viel Blut und war zuletzt schon ohne Bewusstsein. Bzw gleitet wohl immer wieder dorthin. Er ist ein Mensch und ich schätze er ist ein Magiekundig.“ Zumindest brabbelte er in seinem halb besinnungslosen Dämmerzustand etwas von einem missglücktem Zauber. >“Verstehe. Kommt herein, raus aus der Sonne.“< Mit den Worten öffnet sie die Tür weiter und Atevora tritt ins kühlere Innere des hohen schmalen Holzgebäudes, das sich nahtlos an die Nachbarbauten kuschelt. >“Ich suche schnell alles nötige zusammen, wartet hier.“< Meint die alte Frau mit einer sehr bestimmten Routine zu Atevora. „Ich werde Euch durch das magische Gewirr dorthin transportieren, wenn es euch Recht ist.“ Spricht die Magierin etwas Lauter während sie die gedrungene bejahrte Kräuterkundige in dem Nachbarraum kramen und etwas vor sich hinmurmeln hört was sich wie: „Was brauch ich da.. Das, und das .. und das auch.< anhört. >„Ist gut.“< Tönt es ihr etwas lauter zurück bevor das Gemurmel weitergeht: >„hmhm. Wo ist es nur, ach das könnt auch nicht schaden..“<
Atevora tritt derweilen ungeduldig von einem Bein aufs andere und sieht sich im Heim der alten Schachtel genauer um. Es ist dunkel, aber augenscheinlich akzeptabel sauber, hat mit den an der Decke hängenden Kräuterbuschen einen gewissen Hauch des Chaotischen ohne wirklich unordentlich zu wirken, und zugleich einen alten heimeligen Charme. Dann Taucht der wirre oder eher krause namensgebende Haarschopf der alten Frau im Türrahmen wieder auf und sie signalisiert ihre Aufbruchsbereitschaft mit einem knappen altersrauem: >„Na dann los.“<
Wieder spricht Atevora die bekannten Worte, und verschwindet mit der Frau in einem Hauch aus Nebel, der schon bei ihren Lehrmeistern etwas Erstaunen ausgelöst hat.

Als sie am Hof ankommen ist es an Atevora sich so zu fühlen als würde sie beinahe zusammenzubrechen. Ihre Hände zittern bedenklich, ihr ist heiß und kalt zugleich, die Luft in der Lunge viel zu knapp. Sie fühlt sich als wäre sie die Wegstrecke soeben im Dauerlauf hierher gerannt und sie kann nur mühevoll ihren weichen Knien befehligen der Schwäche nicht nachzugeben. Die Krausemirrle wirft einen Skeptischen Blick auf Atevora, die nur eine Wegwerfende Handbewegung vollführt. Sie braucht nach diesem Teleportmaraton Erholung. Sie kennt dieses Gefühl, dieses brennen und gieren in ihren Adern, das davon kündet, dass sie sich viel zugemutet hat und nahe am Ende ihrer Zauberwirkfähigkeit angelangt ist. Es ist dringend notwendig zu Meditieren wenn sie den Großteil der Wegstrecke nicht zu Fuß zurücklegen möchte.
Die Heilkundige verlässt sich auf Atevoras Geste und Einschätzung und peilt zielstrebig die nächste Person an die sie sieht. „Heyda, Jungchen! Ich hörte jemand ist verletzt und man braucht mich hier. Wo ist der Verletzte?“<

Facilis

unregistriert

85

Dienstag, 6. August 2013, 23:26

Schauer durchzucken Facilis. Der Schreck sitzt tief in seinen Knochen. Wieso hatte der Zauber nicht gewirkt? Im Halbschlaf liegt er regungslos vor dem Narg. Ein Knecht steht daneben & beobachtet die Szene. Facilis rührt sich zwar nicht aber in seinem Kopf wirren die Gedanken um her.
Was zum Teufel war das gerade? War das ein Narg? Wie diese Kreaturen wohl sind?
Das fremde Wesen regt sein Interesse. Sofort überlegt er wie er mit dem Narg spielen kann.
Dem müssen wir umbedingt Mal unsere Zauberkünste zeigen. Der wird sie lieben. Ich wette der springt vor Schreck bis zum Mond, wenn er erst Mal die Flammen aus meinen Händen kriechen sieht. Er wird mich verehren wegen meiner mächtigen, gar allmächtigen Magie. Seine niedere Spezies ist ja zu so tollen Kunstwerk gar nicht in der Lage. Ich wette ich bin der erste Feuermagier den er kennen lernt. Ob er mich für einen Gott halten wird? Die Menschen hier werden auch nicht schlecht staunen. Auf diesem einfachen Hof kann ich bestimmt viel Bewunderung ernten. Für die werd' ich ne Art Akron sein & ihnen ständig erklären müssen, dass ich nichts göttliches an mir habe. Nur meine Magie, meine außergewöhnliche Magie. Magie mit der ich Menschen verzaubere.

Facilis liegt ausgestreckt am Boden & verliert sich in Gedanken über den Narg, als sich sein Körper plötzlich in die Höhe hebt. Er weiß nicht wie ihm geschieht, aber er fühlt, dass er den Boden unter den Füßen verliert.
Ja ich schwebe! Ich schwebe in Richtung Jenseits! Dort gibt's viele hübsche Damen, die nur auf mich gewartet haben. Meine schmeichlerischen Worte werden ihre Herzen schnell erobern. In ihren dürren, kalten, toten Herzen entflamme ich ein Feuer, dass sie längst nicht mehr kennen. Das Feuer der Liebe wird im Himmel heißer Glühen, als hier auf dieser schrecklichen, kalten, herzlosen Welt, aus der ich nun sanft entschwinde.

Ihr Götter hört mich mein Gedicht sagen:

Auf allen Wegen,
Wanderte ich der Sonne entgegen
Wusste nicht wohin mich der Weg führte,
Folgte ihm, bis man mich zum König kürte
Weil ich den einen Ort fand
An dem das Sonnenlicht nie verschwand

Denn dieser seelige Ort, nach dem ich mein Leben lang suchte. Ist das Jenseits.
Shenrah & Lyr führt mich in ein Reich, in dem sich Loa & Amur die Arme reichen.
Denn ich will für immer jegliche Aggression aus meinem Dasein streichen.
Dort wo Feuer & Wasser verschmelzen und zum erhabenen Regenbogen werden,
In tausenden Farben herab strahlen, auf friedlich grasende Einhorn Herden.
Die dummen Menschen, die mich hier nicht respektierten, werden sterben,
Im abgrundtiefsten Abgrund der Hölle unter qualvollsten Qualen verderben.
Doch von den Göttern geliebte Menschen, wie ich kommen in den Himmel,
Reiten dort durch die Lande auf ihrem vom Einhorn gekrönten Schimmel,
Und lassen zurück all den Kummer und das Leid
Denn im Himmel ist jeder vor'm Unglück gefeit
Und ich werde endlich glücklich sein!
Endlich Glücklich sein! Vor Glück nur so strahlen!
Ja im Jenseits dort wird's mir gefallen!

Während Facilis in Gedanken euphorisch dem Tod entgegen fiebert, spürt er wie sich sein Körper weiter bewegt. Ich schwebe über die Welt. Ziehe ein letztes Mal durch die Lande. Doch die Reise fühlt sich eher holprig & unbequem an. Was ist denn das? Die Reise in den Himmel hätt' ich mir angenehmer vor gestellt. Wieso schmerzt mein Bauch? Seine Glieder baumeln in der Luft. Er spürt einen Körper unter sich, der sich vorwärts bewegt & ihn trägt. Der Weg geht in Richtung Gesindehaus.
Irgendwas stimmt da nicht. Der Weg in Richtung Himmel führt doch nach oben & nicht gerade aus. Durch streift meine Seele noch ein letztes Mal die Erde bevor sie sich in Richtung Götterreich erhebt?
Um so länger der Venditius Facilis trägt, umso mehr beginnt Facilis daran zu zweifeln, dass seine Seele gerade in Richtung Himmel schwebt. Dennoch wagt er nicht die Augen zu öffnen & verweilt im Halbschlaf, während er weiter vom Jenseits träumt. Mit jeder Sekunde die vergeht glaubt er weniger daran, dass für ihn eine Überlebenschance besteht. Er spürt, dass er immer mehr Blut verliert & die Kräfte seines Körpers weiter schwinden. Die Art mit der er getragen wird, wirkt sich nicht gerade positiv auf seine körperliche Konstitution aus. Die Schulter des Nargs schmerzt Facilis in den Rippen.
Er hört wie eine Tür geöffnet wird & es mit einem Ruck eine Stufe nach oben geht. Die Schritte unter ihm knacksten auf dem Holzboden. Die Bewegungen schütteln seinen Körper. Plötzlich wird er abgelegt. Vielleicht war der Türbogen für den Narg zu nieder & Facilis musste deshalb abgesetzt werden. Oder es gab hier ein Bett, ein Bett in dem er endlich versorgt werden & sich danach ausruhen könnte. Facilis Körper wird auf eine Matratze gelegt. Das Material unter seinem Rücken fühlt sich sehr weich an. Er erkennt den Stoff sofort & tastet mit seinen rechten Hand danach. Er erkennt als er leise darüber greift, auf welche Stoffart er gebettet wurde.
Der Narg wendet sich ihm zu & greift mit seiner Hand nach Facilis Bein. Facilis spürt wie er ihm den selbst gemachten Verband abnimmt & den Pfeil packt.
Ah jetzt ist es endlich so weit. Meine Wunde wird verarztet. Endlich werde ich geheilt. Ihr Kinder des Jenseits verzeiht, ihr müsst wohl noch länger auf mich warten. Ich spüre ich habe, auf dieser Welt noch eine Aufgabe.
Während Facilis glaubt, dass nun alles wieder gut wird & gerade sanft aus seinem Halbschlaf in einen Tiefschlaf entschlummern will, zieht der Narg mit seiner Hand kräftig am Pfeil an & reißt ihn aus der Wunde heraus. Facilis wird von einem gellenden Schmerz aus seinem Schlaf heraus gerissen. Blitzschnell schießen Alarmsignale seines Körpers durch seine Nervenfasern bis in sein Gehirn.
Er schreit plötzlich auf: "Arrrggghhh!!! Was zum Sithech soll denn das?? Man reist einen Pfeil doch nicht einfach so aus einer Wunde heraus!"
Er blickt mit entsetzen auf sein wundes Bein. Das Blut spritzt nur so heraus. Da der Pfeil ruckhaft heraus gezogen wurde, sprudelt der ganze Druck auf einmal heraus. Facilis schreit noch ein paar Mal auf. Der Schmerz verdrängt alle Gedanken. Der Narg verbindet das Bein mit einem frsichen Stoff, während Facilis mit den Schmerzen kämpft.
Als der Schmerz etwas nach lässt öffnet Facilis wieder die Augen & blickt auf das Bein. Ihm wird schlecht. Das muss doch wohl nicht amputiert werden? Verdammt denk besser gar nicht mehr daran. Du wirst es behalten, behalten! Es gibt 2 Möglichkeiten. A sie schneiden es dir ab, B sie schaffen es zu retten. Jetzt nur nicht die Panik verlieren! Das wird schon gut gehen. So schlimm sieht es doch gar nicht aus. Na ja ... wenn ichs mir recht überlege, sieht da nicht mehr viel zum Retten aus. Andererseits ich bin kein Fachmann.
Vor Schmerz & Angst wird ihm schwarz vor Augen & er schläft erneut ein.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (9. August 2013, 21:25)


Atevora

unregistriert

86

Freitag, 9. August 2013, 20:57

Unterdessen die Heilerin vom jungen Gwyn zum verletzten geführt wird und zusammen mit ihm im Gesindehaus verschwindet, dreht sich um Atevora herum alles. Um diesen wirren Trudeln nicht zum Opfer zu fallen, beugt sich Atevora nach vorne, stützt sich mit ihren Unterarmen auf ihren Oberschenkeln ab und atmet zweimal kräftig durch bevor sie sich wieder aufrichtet. Ja, Rast, das wäre nun wirklich Sinnvoll. Es wäre allerdings unklug sich alleine in den Schatten zu setzen und zu Meditieren. Das hier ist nicht ihr zu Hause und sie traut den Bewohnern dieses Gehöfts mindestens genau so weit über den Weg, wie diese ihr. Sie möchte sich hier nicht die Blöße geben und völlig wehr und schutzlos ihren Körper und Geist dem magischen Geflecht hingeben um ihre Reserven wieder aufzufüllen. Ganz besonders nicht an diesem Tag, an dem ihr die Anzahl an zufälligen Besuchern am sonst so friedlichen und von den Wachhunden gut beschütztem Hof so gar nicht gefällt. Aber wozu hat sie auch einen Narg als ihren Leibwächter angeragiert? Nun darf er zur Abwechslung an diesem Tag auch einmal seinen Dienst tun und für sein Geld etwas leisten was seiner eigentlichen Anstellung entspricht.

Während sich die Eismaid wieder aufrichtet, schweift ihr Blick nicht nur auf der Suche nach einem geeigneten luftigen Schattenplatz über den Hof. Sie sieht auch sofort den Narg der tatsächlich dieser Teilzeitohnmächtigen – die vermutlich darauf wartet das Badehaus wie angeboten nutzen zu können – hinterher starrt wie ein Wolf einem saftigen Steak.
„Hey Doggra!“ Macht sie auf sich Aufmerksam, während sie sich in Bewegung setzt. „Kommt mit mir dort rüber!“ Weist sie ihm an und deutet auf den Schatten den das Gesindehaus wirft. Dort mit müdem Schritt angekommen muss sie natürlich ihren Kopf in den Nacken legen um ihrem Schuppenköpfchen ins Gesicht blicken zu können.
Genau in dem Moment hört sie ein erschrockenes: >„Bei den Göttern, welcher Berserker hat denn das verbrochen?!“< aus dem inneren des Gesindehauses. Unweigerlich wird der Magierin Aufmerksamkeit abgelenkt und ihre Augenbraue wandert für sie so typisch fragend kühl in die Höhe. „Hm.“ Die Eismaid ahnt nicht, dass die Heilerin vollkommen schockiert über Venditius Verarztungsversuche ist, sondern sie nimmt an die Heilerin ist entrüstet über die Schusswunde selbst. Auch wenn sie es ein wenig merkwürdig findet, sie wird doch gewiss schon schlimmere Verletzungen gesehen haben als einen Pfeil im Schenkel. Als aber keine weitere Folgebeschwerte zu vernehmen ist, zuckt die Shin nur gedanklich mit den Schultern und wendet sich wieder dem Narg zu:
„Ich beabsichtige zu Meditieren und möchte, dass ihr über mich Wache haltet während ich schutzlos bin.“ Als sie den Satz ausgesprochen hat, stürmt Gwyn aus dem Gesindehaus und hastet auf des Haupthaus zu. Kurz blickt die Magierin ihm nach. Vermutlich muss er der Krausemirrle irgend etwas zum Zwecke der Verarztung holen. Sie hält sich nicht lange damit auf und nimmt den Faden dessen wieder auf, was sie dem Narg mitteilen wollte: „Ach und übrigens, meinen Ehrlichen Dank für euer Werkstück, es gefällt mir wirklich sehr. Die Entschuldigung, es diente doch als solches, oder? Sie ist angenommen, aber wir müssen uns noch über diese ganze Angelegenheit näher austauschen. Aber nicht hier und jetzt.“ Atevora setzt sich bequem auf den Boden. „ Noch etwas. Eure Rüstung sieht schrecklich aus, säubert diese bevor das Blut eintrocknet. Ihr kennt diese permanente Überreaktion des Umfeldes auf Euch. Nicht, dass jemand noch gellend aufschreit, oder gleich in Ohnmacht fällt, weil er bei Eurer Gesamterscheinung absurder Weise annimmt ihr hättet kleine Kinder abgeschlachtet.“ Das meint Atevora vollkommen ernst. Sie traut diesen Kleingeistern mittlerweile schon alles an absurden Gedankengängen in Bezug auf Venditius zu.
Beide kommen aber nicht dazu umzusetzen worüber sie gerade gesprochen hatten. Denn während Gwyn aus dem Haupthaus heraus kommt, erscheint auch der alten Heilerin Gestalt im Türrahmen des Gesindehauses. „Warum sitzt ihr hier so tatenlos herum?“ Fragt sie mit brüskem Tonfall, der keine Antwort erwartet. „Da drinnen ist ein Verletzter! Ihr seid doch eine Arkanin Amurs, hopp hopp auf, ich brauch eure Dienste, sofort!“ Atevora schnaubt innerlich. Ihre Dienste werden benötigt. Soso. Natürlich, steht’s zu Diensten. Denkt sie bitter, sieht aber davon ab etwas zu entgegnen. Sie wird ihr wohl nicht mehr lange an Nutzen sein. Glaubt die gute Frau denn Zauberwirken sei ein Kinderspiel und am Laufenden Band oder Grenzenlos möglich? Und was interessiert sie der Verletzte? Sie hat ihm schon genug an wohltätiger Dienste endgeldlos damit für ihn erwiesen quer durch die Immerlande zu teleportierten um ihm einen Heiler herzuholen, damit er nicht verreckt, obwohl es ihr vollkommen egal wäre wenn es so wäre.
Ihren Missmut und besonders ihre angeschlagene Konstitution so gut wie möglich verbergend, müht sich Atevora wieder in die Höhe und folgt der Heilerin ins Innere des Gebäudes.
>“Sagtet ihr nicht der Pfeil steckt noch? Welcher Wüstling hat ihn herausgerissen? Das sieht aus als hätte der Dunkle hier gefuhrwerkt! Ich brauche reines Wasser. Reichlich Wasser.< Weist die Frau an und Atevora verabsäumt es nicht einen leicht giftigen Blick zum Nargen hoch zu werfen bevor sie beginnt den Zauber zu weben und den von Gwyn hereinbetragenen Eimer zu füllen.

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87

Montag, 12. August 2013, 20:43

Cináed hat Pech. Irgendwie scheint dieser Spätnachmittag, eigentlich schon früher Abend, wie verhext. Kaum hat er sich hinter seinen Büchern und Dokumenten vergraben, da klopft es auch schon an der Tür zu seinem Kammer, und Mairs schüchterne Stimme erklingt: "Mîn Herr?" Der Shida'ya seufzt schicksalsergeben. Auf einem Hof wie Glyn-y-Defaid gibt nur wenig ruhige Minuten, vor allem zu dieser Jahreszeit. "Ja, was gibt es Mair?", fragt er mit lauter Stimme durch die geschlossene Tür und legt die Feder in seiner Hand wieder beiseite. "Rhona schickt mich. Liam sagt, da ist schon wieder einer... ein Verletzter." Das letzte Wort ist kaum mehr als ein Flüstern, doch kaum das Cináed es hört, stürzt er zur Tür und reißt ebendiese hastig auf. "WAS sagst du da?", fragt er eine Spur zu heftig wie er sogleich mit Bedauern an Mairs erschrockenem Gesichtsausdruck erkennt. "Schon gut", beschwichtigt er die junge Frau. "Erzähl mir genau was los ist. Der Reihe nach. Und so knapp wie möglich." Die Magd nickt. "Ein Mann ist auf den Hof gekommen. Er war verletzt und ist zusammengebrochen. Der Narg und Lady Shin haben ihn ins Gesindehaus gebracht. Dann hat die Magierin Krausemirrle geholt. Rhona hat Gwyn raus geschickt, damit er Mirrle hilft..." Der Gutsbesitzer hört der Magd schweigend zu, schüttelt nur dann und wann fast schon ungläubig den Kopf und unterdrückt ein leises Seufzen als Mair ihren Bericht endlich beendet hat. "Danke, du kannst gehen. Sag Rhona und Nara Bescheid. Ich werde nach dem Rechten sehen..." ...schon wieder!, denkt er und schüttelt einmal mehr den Kopf.

In diesem Tag steckt eindeutig der Wurm. Noch vor wenigen Stunden sah alles nach einem ganz gewöhnlichen Tagesende aus. Und nun das. Erst Freyja und jetzt dieser zweite Fremde. Noch dazu verletzt. Dabei hatte Cináed doch nur auf ein beschauliches Abendmahl und ein paar ruhige Stunden in seinem Arbeitszimmer gehofft. Er, die Hof- und Haushaltsbücher und ein oder zwei Becher Wein." Stattdessen platzt sein auch sonst schon nicht gerade unterbevölkterter Hof gerade zu aus allen Nähten vor lauter Leuten. Einmal mehr an diesem Tag stapft der Gutsbesitzer zum Gesidnehaus hinüber, wobei seine Stirn sich in tiefe Falten legt, als Liam sich zu ihm gesellt. "Gwyn hat die Fremde - Freyja - ins Badehaus geführt, mîn Herr. Jetzt ist der Junge bei Mirrle und..." Der Knecht verzieht das Gesicht, als hätte er in eine saure Zitrone gebissen. "...die Magierin kann das zaubern nicht lassen." Der junge Bursche spuckt missbilligend aus. "Ich werde mit Lady Shin sprechen", antwortet Cináed schuldbewusst - die Anwesenheit der Magerin ruft seine eigenen Verfehlungen immer wieder aufs neue ins Gedächtnis seines Gesindes zurück. "Für heute lass es gut sein, Liam. Sieh zu, dass du Owyn hilfst und hol Emrys von den Feldern. Ich schicke Gwyn, wenn ich einen von Euch brauche." Liam nickt. "Wie Ihr wünscht, mîn Herr", entgegnet er und mit diesen Worten macht er sich davon. Der Elb schaut ihm nur noch kurz nach, dann strafft er die Schultern und betritt das Gesindehaus, wo ihn bereits wenige Schritte weiter das absolute Chaos zu erwarten scheint...
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Facilis

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88

Dienstag, 13. August 2013, 09:40

Der Hausherr betritt das Gesindehaus. Facilis bemerkt ihn nicht gleich, da er zu sehr mit seiner Verletzung beschäftigt ist. Wütend betrachtet er, was der Narg mit seiner Wunde angestellt hat. Im ersten Moment dachte er noch, dass es wichtig gewesen wäre den Pfeil ruckhaft heraus zu ziehen & der damit verbundene Schmerz ein notwendiges Übel zu seiner Gesundung gewesen wäre. Aber nun da, die Krausemirrle das Lager des Verwundeten betreten hat & mit Venditius heftig über seine primitiven Behandlungsmethoden schimpft, wird Facilis langsam misstrauisch. Was wenn der Narg doch nicht richtig gehandelt hat? Kann es sein, dass es einen einfacheren schmerzloseren Weg gibt, das Selbe zu erreichen? Bei dem die Gefahr sein Bein zu verlieren außerdem auch noch geringer wäre?
In Facilis Kopf überschlagen sich einmal mehr die Gedanken. Nein, das muss schon alles richtig sein. Der brutalste Weg ist immer der richtige. Mit Gewalt geht alles. Man muss den Göttern zeigen, dass man entschlossen ist, seine Verletzungen zu bekämpfen. Sonst werden sie nicht verheilen. Nur solch brachiale Handlungen, belohnen die Götter.

Die Heilerin huscht schnell hin & her, scheucht die Knechte herum & beginnt alles für die Behandlung des Verletzten vorzubereiten. Facilis beobachtet sie gespannt. Sie scheint viel von ihrer Arbeit zu verstehen. Bei ihr fühlt er sich in guten Händen. Gleich wird das Problem gelöst & ich kann wieder normal gehen. Bin schon gespannt wie gut der Heilzauber wirken wird.

Seine Verletzung zwingt ihn ständig dazu seine Zähne zusammen zu beißen. Aber auch seine Augen kneift er oft zu, da er wie ein kleines Kind glaubt, dass er den Schmerz nicht mehr fühlen kann, wenn seine Augen ihre Quelle nicht mehr wahrnehmen. Aber in der selbstgeschaffenen Dunkelheit sticht ihn das unangenehme Gefühl genauso hart.
Nachdem er die Augen kurz geschlossen hält, schlägt er sie kurz wieder auf. Zum ersten Mal beginnt er den Raum genauer zu betrachten, primär um sich von den Schmerzen abzulenken. Aber auch seine Neugier zwingt ihn dazu nach interessanten Dingen, die sein Interesse erregen könnten zu suchen. Immerhin begann er seine Reise auf der Suche nach Ästhetik wieso sollte er sich jetzt in diesem Moment davon abhalten lassen?
Aufmerksam wandern seine Augen von einem Objekt im Raum zum nächsten. Dabei kneift er wieder mehrmals die Augen zusammen. Er schafft es nur mit großer Mühe sich auf etwas anderes als den Schmerz zu konzentrieren. Plötzlich erblicken seine Augen Cinaed.
Der ist aber groß. Viel größer als ich. Wieso ist der so groß? Man sagt man mir ständig, dass ich groß bin. Aber der da ist ja viel größer als ich! Hmm, ob er hier der Chef ist? Hmm, er wirkt selbstbewusster als die Knechte die ich vorher sah. Allerdings deutet seine Kleidung eher nicht darauf hin. Bin Mal gespannt was er zu sagen hat.

Facilis wendet seine Gedanken von Cinead ab und wieder der Kräutermirrle zu. Es ist wirklich faszinierend, wie talentiert sich diese Heilerin verhält. Wie schnell sie es organisiert, dass es mir wieder besser geht. Es wäre doch eine Schande, wenn ich sie hier alleine werken lassen, ohne, dass ich mir selbst ein wenig helfe.
Während die Personen um ihn herum damit beschäftigt sind: Wasser für seine Genesung zu zaubern, neue Verbände für sein Bein zu holen oder seine Wunde genauer zu analysieren. Will Facilis nun ebenfalls helfen und sein Problem selbst in die Hand nehmen.
"Wartet werte Heilerin! Ihr braucht euch nicht so sehr um mich zu bemühen. Ich vermag es auch Heilzauber einsetzen. Ich bin nämlich ein Feuerzauberer und arbeite schon länger an einem Heilzauber aus genesenden Flammen, die jede Wunde heilen können. Jetzt wäre ein perfekter Moment ihn auszuprobieren. Immerhin ist Feuer die Essenz des Lebens. Es gibt nichts, dass Feuer nicht wieder mit neuen Kräften beleben und zu neuer Stärke verhelfen kann."
Facilis, der sich sicher ist, dass es einen Weg geben muss Feuer zu Regenerationszwecken einzusetzen, breitet die Warnung seines Traumes ignorierend seine Hände aus und ist kurz davor einen Feuerzauber zu sprechen, der seine Hände entflammen lässt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Facilis« (13. August 2013, 09:56)


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89

Mittwoch, 14. August 2013, 17:27

Krausemirrle, die Heilkundige aus den Tausendwinkelgassen, scheint die einzige Person im Raum zu sein, die halbwegs bei Verstand ist - zumindest Cináed nach dem ersten kurzen Eindruck, den er beim Betreten der Kammer gewinnt, sagen kann. Von den anderen beiden Anwesenden kann er das jedenfalls nach besagtem ersten Blick zunächst nicht sagen:

Der Verletzte, ein schlanker großgewachsener Mann mit blauen Augen und kurzem Haar, der nach Cináeds Dafürhalten in eine relativ geckenhafte weinroter (und derzeit auch arg verschmutzte) Robe gekleidet ist, verfolgt Mirrles Tun angespannt mit zusammengebissenen Zähnen, wildem Blick und fiebrigem Glanz in den Augen. Eine hässliche Schusswunde, offenbar von einem Pfeil, klafft hässlich in seinem Bein und erklärt nicht nur den desolaten Zustand des unbekannten, sondern auch den grimmigen Blick der Heilkundigen. Einen Moment lang begegnet Cináeds Blick dem des Fremden und der Shida'ya fragt sich ernsthaft, was hinter diesen hinter den vom Fieber ganz glasigen Augen im Kopf herumspucken mag. Die empathischen Sinne des Elben sind wie immer sorgsam abgeschirmt, dennoch macht ihm der Ausdruck auf dem Gesicht des Mannes irgendwie... Sorgen.

Zu Recht wie sich rausstellt. »Wartet, werte Heilerin! Ihr braucht Euch nicht so sehr um mich zu bemühen. Ich vermag es auch Heilzauber einsetzen. Ich bin nämlich ein Feuerzauberer und arbeite schon länger an einem Heilzauber aus genesenden Flammen, die jede Wunde heilen können. Jetzt wäre ein perfekter Moment ihn auszuprobieren. Immerhin ist Feuer die Essenz des Lebens. Es gibt nichts, dass Feuer nicht wieder mit neuen Kräften beleben und zu neuer Stärke verhelfen kann.« Cináed traut seinen Ohren nicht ganz. Wie bitte? Feuermagie und Heilzauber? Um den Verstand des jungen Mannes scheint es eindeutig noch schlechter bestellt zu sein als um sein verletztes Bein. Und in seinem Fieberwahn meint der Bursche das Gesagte offenbar sogar ernst, denn er hebt bereits die Hände um tatsächlich einen Zauber zu wirken.

Bevor der Gutsbesitzer jedoch dazu kommt überhaupt zu einer Reaktion anzusetzen, kommt Lady Shin ihm zuvor. Die Magierin, die nur wenige Schritt neben Kräutermirrle am Lager des Verwundeten steht, stürzt vor und scheint dem Magier buchstäblich an die Gurgel gehen zu wollen - ein Umstand der dazu führt, dass Cináed auch an ihrem Geisteszustand zu zweifeln beginnt. Es fasziniert ihn aber auch mit anzusehen wie viel Kraft in dem kleinen, zierlichen Persönchen steckt - vor allem wenn man bedenkt, was die Magierin bisher heute schon alles geleistet hat. Der Schwung ihrer Bewegung drückt den verletzten Magier regelrecht auf sein Krankenlager zurück und ihre schlanken Finger schließen sich geradezu raubvogelkrallenhaft um die Kehle des Mannes. »Wenn Ihr es wagt in Eurem benebelten Zustand in diesem Haus einen Feuerzauber zu weben, dann wird Eurer Bein Euer geringstes Problem sein!«, faucht sie dem Verwundeten zu und starrt ihn mit ihrem eisigen Blick geradezu vernichtend an, während Cináed kaum weiß, was er als erstes tun oder sagen soll.*

Immerhin. Venditius sitzt dankenswerter Weise draußen vor dem Gesindehaus im Schatten eines Baumes und hat sich dem herrschenden Irrsinn noch nicht zugesellt. Noch nicht, wohlgemerkt, denn wer vermag schon zu sagen, wie lange es den heißblütigen Nargen noch draußen vor der Tür halten wird, wenn er den Lärm des soeben ausgebrochenen Tumults bemerkt. Cináed rechnet bereits damit den Leibwächter der Shin jeden Moment hereinstürmen zu sehen, um seiner Dienstherrin zu Hilfe zu eilen. Und mich wird er dabei einfach über den Haufen trampeln, geht dem Elben durch den Kopf, während er ans Krankenlager hastet und der armen Mirrle hilft Lady Shin wieder von der Kehle des Verwundeten zu lösen. "Schluß!", schreitet der Gutsbesitzer laut in für ihm völlig untypischem, gebieterischem Ton ein. "Den Ersten, der noch einen Zauber zu wirken wagt, werfe ich höchstpersönlich von meinem Hof", wütend schaut er von einem Anwesenden zum anderen. "Und jetzt: Würde bitte jemand die Güte haben mir zu erklären, WAS hier eigentlich vor sich geht...?!"


* Die Atevora-Szene erfolgte nach Absprache und entspricht - hoffentlich - den Wünschen der Spielerin.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Cinaed« (14. August 2013, 22:50)


Atevora

unregistriert

90

Donnerstag, 15. August 2013, 17:25

Der Raum war beengt genug, und es schien nicht so, als könnte er behilflich sein, darum schickte Atevora den Narg wieder hinaus um seine Rüstung zu säubern. Sie selbst stand nun da, und wurde als Wasserpumpe, Herd und Kühlkeller gleichzeitig benutzt. >“Bitte mit Wasser anfüllen. Erhitzen. Nein nicht nur Lauwarm. Kochen solls. Abkühlen. Doch nicht so kalt, Handwarm. Jetzt, denkt doch mit Mädel!“< Du alte Schachtel! Was fällt dir ein! Sie beißt sich auf die Zunge und zeigt nicht den Funken des aufbrandenden Zornes. >“Frisches Wasser bitte.“< Bitte, gerne doch! Wieder sagt sie nichts, sondern intoniert eine weitere magische Formel um der Heilerin Wünsche nachzukommen, wie es sich für eine hilfsbereite Gönnerin, die sie schließlich ist, gehört.
Atevora ist mit ihren Nerven mittlerweile am Ende, doch nicht nur mit den Nerven, auch mit ihrem Kreislauf. Mit jedem Zauber den sie webt, steigert sich ein nicht benennbarer Durst, ein quälendes kaltes Brennen der Leere in ihren Adern das ihr nur zu bekannt ist. Ihr Kopf dröhnt ihr schrecklich und immer Schlimmer, und der Schweiß von der Anstrengung her bedeckt kalt und klebrig ihren Körper.

Als der Elb in das Gesindehaus tritt, nutzt Atevora eine Pause und steht nur noch mühsam einigermaßen aufrecht, sich mit dem linken Unterarm an der Wand abstützend, mit leicht nach vorne geneigtem Oberkörper und zu Boden hin gerichteten Blick da und massiert sich mit ihrer freien Hand die Schläfe.
Als der Verletzte zu sprechen beginnt ist sie genau so erstaunt wie der Elb. Doch entgegen ihm, der als erstes seine Sorge um den Mann bestätigt sieht, ist sie zu solch einem Gefühl nicht fähig. So sieht und erkennt Atevora nur die Gefahr die von diesem unsinnigen Gebrabbel ausgeht. Sie reagiert schnell. Sie drängt jede Pein die sie gerade plagt zurück und wie eine aufgescheuchte Wildkatze sich ihr Leben verteidigend auf ihren Kontrahenten stürzt, stürzt Atevora nach vorne, und greift, nein packt mit ihrer Rechten die Kehle des Verletzten. Der Geschwächte – wäre er es nicht, wäre es ihr nicht gelungen - wird von ihr regelrecht auf das Bett gedrückt und ihre Finger schließen sich unbarmherzig um seinen Hals. Die Worte die sie ihm Gefährlich ins Gesicht faucht lassen offen, ob sie damit die Verheerung meint, die der Mann bei einem gescheiterten Zauber in diesem sehr Holz-lastigen engem Raum auslösen könnte, oder was ihm blüht, sollten sie das Ganze mehr oder weniger glimpflich überstehen. Sie spricht natürlich genau von Beidem.

Das Monster das sie sein kann schlägt Risse in ihre sonst so bedachte und zelebrierte distanzierte Beherrschtheit, ihr Missmut und Zorn brodelt über und droht sich im vollem Umfang zu entladen. Sie registriert nicht den Schreck der Mirrle und auch nicht ihre schockierten und aufgebrachten Worte und ihr augenblickliches Zerren an ihr. Aber sie hört die Männerstimme herab donnern. >"Schluß!"< Der Shin Blick klettert in die Höhe, und wenn Blicke töten könnten, wäre der Gutsbesitzer nun leblos in sich zusammengesackt. Atevora löst sich langsam, lauernd, vom Magier unter sich und sie ärgert sich über des Elben Worte. Aber gut, zumindest bedeuteten sie, dass sie nicht mehr Mirrles Wassersklaven spielen muss. Sie richtet sich wieder auf, schließt kurz die Augen und Atmet vernehmlich ein und wieder aus um den Groll zurück zu drängen und ihre Gefasstheit wieder zu erlangen. Wieder in sich Ruhend, so gut es eben gerade geht, legt sie die Hände in einander und weiß bei des Elben Worten, dass mit irgendwer genaugenommen sie gemeint ist. Venditius ist mittlerweile natürlich auch in der Tür erschienen, hält die Axt in der Hand und wirkt nicht nur alarmiert sondern zu allem bereit. „Ist gut Venditius. Alles unter Kontrolle.“ Vermutlich hätte er die Leute vor ihr beschützen müssen, was er auch getan hätte, denn er dient niemanden der blutrünstig wehrlose und unschuldige abschlachtet. „Da die Gute Mirrle auf Euren Wunsch hin auf meine magische Hilfe zu verzichten hat.“ Was mir nur Recht ist. „macht es sicher nichts aus nach draußen zu gehen, wo es nicht derart beengt ist.“ Soll dieser Feuerwirker-Idiot eben sie und sich selbst dort drinnen abfackeln, es soll nicht mein Problem sein. Aber der Gefahr weiter selbst aussetzen wenn sie es nicht muss, will sie sich auch nicht. „Dort kläre ich Euch gerne auf so weit es mir möglich ist.“ Atevora wirft einen Blick zum Magier, genauer gesagt auf seine Hände. Wie um alles in der Welt hat es dieser unbesonnene Wicht bis zum Magier geschafft?
Der Elb willigt ein, und Atevora bemerkt in seiner Bewegung, dass seine Haltung ihr gegenüber anders erscheint als sonst. Es würde Konsequenzen haben, dass er ihr harsches Naturell kurz aufblitzen sehen konnte. Sie hat sich wieder vollends im Griff. Vorerst. Das alles nur wegen diesem elenden Knilch. Sie ertappt sich dabei in Gedanken schon die Feststellung zu formen, dass er ihr diesen Ärger büßen wird, und bricht es gezielt ab. Es ist auch nicht schwer, denn die rasche Bewegung, die aufgewendete Kraft und Anspannung war fast mehr als ihr Körper noch ertragen kann. Sie fühlt sich schrecklich elend und sie will raus aus dem engen Raum. Ihr Kopf schmerzt als wollte er ihr zerspringen, und das fehlende Mana in ihrem Blut giert, dürstet und reißt an ihr wie sie es lange nicht mehr erlebt hat. Noch ein Zauber und sie wäre nur noch etwa so magisch wie ein altes Stück Brot. Sie muss erst langsam damit umgehen lernen, wenn ihr erhöhter Manaspiegel nahezu aufgebraucht ist.

Venditius beäugt sie skeptisch. Auch wenn sie es gut verbirgt, er kennt sie mittlerweile. Er sieht an ihrer Haltung, dass etwas nicht stimmt. Er hat sie auch schon einmal gestützt als ihre Knie nachgegeben haben weil sie zu oft zuviele Zauber hintereinander sprach. Genaugenommen tat er es schon am Tag als sie sich begegneten. Ein Sandnarg der einem stützt und Halt gibt. Es klingt abstrus. Bevor sie sich in Bewegung setzt blickt sie noch ohne jedes Mitgefühl oder Anteilnahme, fast verächtlich auf den Verletzten dem vermutlich nicht nur sein Bein sondern auch seine Kehle schmerzt und weißt schließlich den Narg an: „Doggra gib bitte Mirrle zu Liebe Acht, dass der Feuermagier hier nicht auf die Idee kommt einen Zauber zu weben. Wenn doch, halt seine Hände fest, oder seinen Mund zu.“

Sie gehen hinaus aus dem Gesindehaus, und das Erste was die Magierin macht, als sie aus der Tür hinaustritt, ist sich erschöpft an der nächstbesten Mauer abzustützen. Da merkt sie, dass etwas ihre Nase hinabläuft. Sie wischt es mit der Hand weg und erkennt, dass es Blut ist. Er geht ihr wirklich erbärmlich. Sie hat sich viel zu viel zugemutet, so viel, dass ihr sogar eines der feinen Äderchen in ihrer Nase geplatzt ist.
Ein Taschentuch taucht in ihrem Blickfeld auf und die Magierin sieht auf. Cinaed hat es wohl aus seiner Tasche geholt und hält es ihr hin, dabei wirkt sein Blick wieder weicher, vielleicht ein wenig sorgenvoll. Die Magierin ergreift es:“Dankesehr.“ und tupft das Blut unter der Nase weg.
Ein wenig kraftlos gleitet sie an der Wand herab, wobei der Elb ihr hilft, damit sie sich nicht vielleicht noch weh tut, und setzt sich an die Wand gelehnt hin.
„Also. Folgendes ist hier los:“ Beginnt sie mit nicht besonders viel Kraft in der Stimme. „Ich war bei Freyja, da hörte ich Eure Hofhunde anschlagen. Auch der Bluthund setzte ein. Ich beschloss mit Doggra nach dem Rechten zu sehen. Wer weiß, es hätte sein können, dass der Kampfhund ärger bereitet. Draußen sahen wir den verletzten Herrn Heilfeuermagius. Ich holte sofort die Heilkundige her und seither diene ich ihr als gütige Wasserquelle. Das ist alles.“ Besonders zufrieden wirkt er mit der Erklärung nicht, und sie kann sich auch denken warum. Darum reicht sie nach: „Ich entschuldige mich übrigens für meine harsche Reaktion vorhin. Es war womöglich zu überreizt. “
Blicke sagen manches mal mehr als tausend Worte. „Ja, gut, es war überreizt! Aber ein Feuermagier der nicht bei Sinnen in einem engen sehr holzlastigen Raum einen Zauber webt ist nicht nur gefährlich, das kann katastrophal enden. Sein Versuch gehörte im Ansatz unterbunden.“

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (16. August 2013, 20:43) aus folgendem Grund: Tippfehler und so..


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