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61

Montag, 8. Juli 2013, 15:54

Freyja bewundert die Bewegungen des Narge, aber der Hyaenodon ist ein ausgesprochen gefährliches Tier. Auch wenn Odin auch kein Schmusekätzchen ist, so ist doch seine Aggressivität nur dann sichtbar, wenn Freyja bedroht wird, oder wenn irgend etwas oder jemand sich ihnen aggressiv nähert.
Ansonsten ist Odin eher ignorant zu seiner Umgebung. Mit Ausnahme von seinem Frauchen natürlich. Freyja schmunzelt bei dem Gedanken.

Ihr selbst macht der Morrak einen zu aggressiven Eindruck. Es wird ewig dauern, bis dieses Tier sich zähmen lässt. Aber das soll nicht ihr Problem sein. Der Narge hat es soweit ganz gut im Griff. Wenn auch noch nicht mit einer Selbstverständlichkeit, doch zumindest mit einem guten Ansatz.

Als der Narge dann den Zwinger verlässt und sich zu ihnen gesellt, steht Freyja auf. Sie mag es nicht, wenn sie in einer untergebenen Stellung verharrt und jemand über ihr thront.

"Wie ist eigentlich Euer Name?" fragt der Riese.

"Ich heisse Freyja. Und wie ist Euer Name?"

Ihr geht es schon besser, denn das zittern ist verschwunden. "Darf ich Euch fragen, wo ihr den Hyaenodon her habt? Ist er schon bei Euch seit er geboren wurde?" Sie beisst sich auf die Lippe.
Ihr Vater hatte sie gewarnt allzu Neugierig zu sein. "Das gehört sich nicht für eine Kriegerin." Hört sie die Stimme in ihrem Kopf, als stände er neben ihr.

Sie entschuldigt sich gleich darauf. "Ich wollte Euch nicht zu nahe treten. Leider ist eines meiner Laster Neugier und Wissbegierigkeit." Ein schiefes Lächeln lässt ihre Sommersprossen und ihre Grübchen deutlicher hervortreten.

Atevora

unregistriert

62

Montag, 8. Juli 2013, 20:26

Die Tempelglocken läuten. Atevora sieht von ihren Bücher auf und ihr Blick gleitet zu den polierten Scheiben ihrer Gaubenfenster, durch die das abendliche Sonnenlicht strebt. So spät ist es schon? Ihre Augenbrauen ziehen sich unmutig zusammen und mit jedem Schlag der Glocke bröckelt die sorgsam ausgebreitete Gelassenheit in ihrem Inneren. Es war doch besprochen, dass er am Abend zurückkäme, oder? Atevora lässt das Gespräch, das sie mit ihm nach Rücksprache mit dem Elb geführt hat und ihm dabei die Erlaubnis erteilt hatte fortan auch ohne ihre Begleitung zum Hof Glyn-y-Defaid gehen zu können, Review passieren. Hatten sie aneinander vorbeigeredet? Es wäre nichts neues. Überhaupt nichts neues. Oder gab es einen Zwischenfall? Beide Optionen gefallen ihr nicht.
Shafir, der neben ihr dösend am Teppich liegt bemerkt mit seinem feinen Gespür den unterdrückten, aufkeimenden Hauch der Unruhe und sieht sie aus müden Augen einen Moment fragend an. Auf eine beschwichtigende Handbewegung Atevoras hin bettet er seine Schnauze wieder auf seinen großen Pfoten und setzt seinen Schlummer fort.
Atevora jedoch erhebt sich und vom Rascheln ihrer luftigen Kleidung gestört, öffnet die auf der Sessellehne ruhende Eule ihre Augen, streckt ein Bein aus, schüttelt ihr Gefieder sacht und schließt ihre Augen wieder unterdessen Atevora auf leisen Sohlen in ihr Schlafzimmer hinüber geht und ihren Holzdielen dabei nicht mal ein kurzes Knarren entlockt.
Wie üblich beginnt Atevora mit der notwendigen Ankleideprozedur wenn sie beabsichtigt das Haus zu verlassen wenn die Sonne scheint. Auch wenn es am Morgen nicht so ausgesehen hatte, der Tag wurde sonnig und ist es zu ihrem Missfallen noch immer. Aber sie kann sich kaum beschweren, dieses Jahr kommt ihr mit dem Langen grauem Winter und den immer wieder ungewöhnlich reichlichen Regenfällen sehr entgegen. Wie immer tauscht sie also ihre leichte Robe gegen ein Unterkleid mit hochgeschlossenem Kragen und nur leicht ausgestellten Ärmeln aus fester Baumwolle. Es ist zusammen mit dem Überwurf, den oberarmlangen, geschmeidigen, dünnen Lederhandschuhen und der weiten Gugel eigentlich eigentlich viel zu warm für dieses Wetter. Wie zumeist wird sie in der Hitze ihrer schützenden Kleidung leiden. Auch wenn sie sonst aufgrund abstruser, schwer zu erklärender Gründe darauf verzichtet, hat sie diese Mal zur Sicherheit sogar das Schmuckstück angelegt, das sie mit Erle zusammen aus der Grabstadt des Vampires geborgen hat. Als sie sich fertig angekleidet hat und sorgsam die letzten dreisten Falten glatt streicht, überlegt sie auf welche Art sie bestenfalls reisen sollte. Sie entscheidet sich für den Pfad durch das magische Gewirr. Sollte es notwendig werden, könnte sie auf selben Weg nach Talyra zurückkehren und dann noch immer ihr Pferd satteln. Wobei satteln der falsche Ausdruck ist, selbst Aufzäumen ist nicht der Rechte Begriff hinsichtlich dessen, dass sie ihr ach so edles Ross wie ein derber Bauerntrampel mit umfunktionierten Lederhalfter und ohne Sattel reitet.

Ihrer Entscheidung gemäß rezitiert sie also die komplexen magischen Worte und nur wenig später tritt Atevora aus einem Tor aus Nebeldunst heraus und befindet sich unweit des Zwingers auf Glyn-y-Defaid und erspäht vor sich sofort den Narg. Er unterhält sich mit einer ihr mit den Rücken zugewandten und ihr augenscheinlich vollkommen unbekannten Person und zwar sehr entspannt und friedlich. Das ist in Anbetracht dessen welche Haltung die Leute ansonst gegenüber Venditus einnehmen durchaus ungewöhnlich. Ob sich die Beiden von früher kennen? Auch das Tier neben der Unbekannten entgeht Atevora nicht. Es steht mit dem Hinterteil zu der Magierin und wäre wirklich nur äußerst schwerlich zu übersehen. Ist das tatsächlich ein Hund, oder doch eher ein deformiertes Kalb? Atevora ist sich im ersten Augenblick tatsächlich nicht ganz sicher. Noch nie hat sie einen derart großen Köter gesehen, und sie würde nahezu an ihrer Wahrnehmung zweifeln, da erinnert sie sich jedoch im tiefsten Winkel ihrer als nicht unmittelbar nützlich ausgesiebten Erinnerungen daran einmal etwas von Pferdegroßen Kriegshunden bei einem nebenher aufgeschnappten Tavernengespräch gehört zu haben, welches sie als unsagbare Übertreibung abgestempelt hatte. Offensichtlich ein Fehler, wie sie sich nun eingestehen muss. Es war wohl nur ein klein bisschen übertrieben, wobei Atevora die gegebene Möglichkeit einräumt, dass dieser Hund, der ihre Anwesenheit ebenso wie Venditus gerade gemerkt hat und seinen riesigen Schädel zu ihr nach hinten wendet, eventuell noch nicht ausgewachsen ist.
„Doggra, wo bleibt ihr? War es nicht vereinbart ihr wärt bis zum Abendrot wieder zurück an meiner Seite? Ich war schon in Sorge es könnte jemanden etwas zugestoßen sein.“ Sie lässt mit der Formulierung absichtlich offen, ob sie in Sorge um Venditus, oder eher um andere war. „Oder wurdet ihr schlicht von einer freundlichen Begegnung aufgehalten?“ Die Magierin mustert die Frau vor ihr kurz unverhohlen und nickt ihr kurz darauf höflich grüßend zu. Besonders gepflegt wirkt die Unbekannte nicht. Atevoras kurzer Einschätzung nach entspricht ihre durchtrainierte Statur am ehesten der einer Kriegerin. Ihre Ausrüstung unterstreicht den Eindruck. Sie war offensichtlich auf der Durchreise und musste sich Quer durch den Wald oder durch Feld und Flur oder eher noch durch den Schlamm der letzten verregneten Tage gekämpft haben, ohne bisher die Gelegenheit besessen zu haben sich von diesem zu befreien. Oder es war ihr bisher einfach gleichgültig gewesen. Vermutlich war sie ein rohes Naturkind das auch ohne Zelt und Decke unter freiem Himmel und ohne Gemecker oder Terz gleich am nackten Erdboden schlief. Würde die Frau es so von sich erzählen, würde es ihrem derzeitigem Auftreten nach jedenfalls bestimmt keiner in Abrede stellen, dass es nicht tatsächlich genau so wäre wie sie es einem schilderte. Auch dem Hund lässt die Magierin nochmals einen kurzen prüfenden Seitenblick zukommen, bevor sie der Frau wieder ins Gesicht sieht. „Einen eindrucksvollen Hund besitzt ihr da.“ Meit sie mit angedeutet offenem Lächeln. Nutzt ihr ihn gelegentlich als Reittier?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (8. Juli 2013, 21:24) aus folgendem Grund: Tippfehläär


Venditius

unregistriert

63

Montag, 8. Juli 2013, 20:53

Noch bevor Venditius die Fragen von Freyja beantworten kann, erscheinen die ihm inzwischen bekannten Nebenschwaden in einiger Entfernung.
Ein hektischer Blick in den Himmel erklärt so einiges. Er war spät dran. Verdammt spät. Durch das Training und die aufgetretenen Ablenkungen hat er die Zeit völlig aus dem Fokus verlorgen.

Verdammt nochmal. Heute geht wohl alles schief.


„Doggra, wo bleibt ihr? War es nicht vereinbart ihr wärt bis zum Abendrot wieder zurück an meiner Seite? Ich war schon in Sorge es könnte
jemanden etwas zugestoßen sein.“

Der Tonfall lässt keinen Zweifel daran, dass die Shin nicht gerade erfreut über die inzwischen gehäuften Verfehlungen ihres Leibwächters ist. Und auch Venditius muss gestehen, dass er seinen Dienst in letzter Zeit nicht gerade auf aussergewöhnlich gute Art geleistet hat. Auch das muss er dringend ändern.
Doch aktuell bleibt ihm keine Zeit sich darüber zu ärgern. Für den Moment gilt es das Schauspiel fortzusetzen. Immerhin ist Freyja neu in der Stadt und auch wenn Sie ihm nützlich erscheint, weiß sie doch nichts von dem Auftrag dem Venditius und die Mistress nachgehen.

Also komm schon kleine Kröte. Spiel brav den Sklaven.


Eilig kniet er sich hin, beugt demütig den Kopf und begrüßt die Shin.

"Willkommen Herrin, verzeiht meine Verfehlung. Es gab ein paar kleinere... nun Zwischenfälle die meinen Zeitplan über den Haufen geworfen..."

Eine Handbewegung der Mistress deutet ihm zu schweigen bevor Sie sich mit dem Gespräch an Freyja wendet.
Während die Beiden sich unterhalten, erhebt sich Venditius wieder aus der Hocke und wartet geduldig darauf, dass die Shin ihn wieder anspricht.
Seit ihrem plötzlichen Verschwinden am frühen Morgen, hat er Sie nicht mehr gesehen und ist sich unschlüssig wie Sie wohl reagieren wird wenn sie beide unter sich sind. Ob ihr Missfallen über seine Pflichtvernachlässigung die hoffentlich nicht zu geringe Freude über die speziell für Sie angefertigte Rüstung überwiegt?
Es bleibt ihm nichts anderes übrig als abzuwarten. Und er hasst es abzuwarten. Allerdings vergisst er nicht seine Axt in die Hand zu nehmen, für den Fall dass Freyja oder ihre Begleitung die Manieren vergessen. Er achtet auch sehr darauf, dass Freyja diese kleine Erinnerung versteht.

64

Dienstag, 9. Juli 2013, 10:40

Freyja steht vor Vendetius und sieht ihn erwartungsvoll an. Er wollte etwas sagen, aber seine Aufmerksamkeit und die von Odin konzentrieren sich plötzlich auf etwas hinter ihr. Sie ist zwar alamiert, aber da Odin nicht knurrt, dürfte es sich nicht um eine direkte Bedrohung handeln.

Eine helle Stimme ertönt hinter ihr. Schimpft mit jemanden, den sie Doggra nennt. Freyja dreht sich neugierig um. Und erstarrt. Wow. Was ist das für eine Frau? Ganz weiß und zart und mit schwarzen und weißen Haaren. So völlig anders als sie selber. Durscheinend wirkt sie. Die Frau sieht sie von oben bis unten sehr kritisch mit den blauen Mandelaugen an.

Freyja ist sich wohl bewusst, dass sie total verdreckt ist, stinkt und immer noch ein wenig ausgehungert ist. Doch das tut ihrem Stolz keinen abbruch. Sie starrt die hübsche, wenn auch verwirrende Erscheinung weiter an. Diese Grüßt sie dann mit einem kleinen Kopfnicken. Welches Freyja gerne erwiedert. Sie ist wirklich fasziniert von dieser Frau.

Freyjas Kopf ruckt zu Verditius herum. Nun ist sie völlig perplex und weiss nicht was sie denken soll. Dieser stolze große Krieger von einem bestimmt auch sehr stolzem Volk beugt sein Knie und begrüßt die Frau demütig? Das einzige Mal, als sie einen Mann aus ihrem eigenen Völkern niederknien sah vor einer Frau, war als er ihr einen Heiratsangrag machte.

Vendetius würde ihr doch jetzt keinen Heiratsantrag machen, oder etwa doch? Uh. Wo war sie nur hinein geraten? Sie war jetzt schon verwirrt, doch als dann der Narge auch noch eine demütige Entschuldigung vorbringt, muss sie ihren Eindruck noch mal überdenken. Entweder ist der Narge doch kein so stolzer Krieger? Nein..... das ist er schon. Das hat sie schon bemerkt als sie ihn beobachtet hat und mit ihm geredet hat. Oder ... Oder sie ist eine sehr mächtige Frau? Freyja sieht zwischen den beiden hin und her und versucht zu erfassen, in was für einer Beziehung die beiden stehen und ob die Frau wirklich so viele Kräfte haben konnte? Wo ist sie eigentlich her gekommen? Vielleicht eine Magierin? Das war eine mögliche Erklärung. Hatte er nicht vorher eine Mistress erwähnt?

Vendetius steht wieder auf und nimmt seine Axt in die Hand. Sieht Freyja eindringlich an und lässt die riesige und schwere Axt locker in seine andere Hand fallen, immer und immer wieder. Freyja grinst ihn an und macht einen kleinen Schritt zurück. Sie versteht seinen KLEINEN Wink sehr gut.

Die Frau spricht über Odin und lächelt Freyja offen an. Da bemerkt Freyja die Vampirzähne und ist schon wieder überrascht. Diese Gegend der Welt ist wirklich faszinierend. Freyja bedankt sich höflich bei der Frau. "Er ist noch nicht ganz ausgewachsen. Schätzungsweise wird er noch ein kleines bisschen größer." Teilt sie ihr offen mit. Odin, der wohl gespürt hat, das es um ihn geht, setzt sich und drückt seinen riesigen Kopf unter die Hand von Freyja. Ihre Hand wirkt auf seinem Kopf recht klein.

Freyja kann nicht mehr an sich halten. "Ihr seid sehr faszinierend. Genauso wie der Narge." Sie grinst. "Es ist schön Eure Bekanntschaft zu machen. Mein Name ist Freyja." Sie verbeugt sich kurz ein wenig vor der Frau. Und sieht kurz zu den Nargen, der endlich aufgehört hat seine Axt bedrohlich in seine Hand fallen zu lassen.

Atevora

unregistriert

65

Dienstag, 9. Juli 2013, 18:20

Gespielt demütig wirft sich Venditus vor Atevora in den Staub was die Magierin wohlwollend zur Kenntnis nimmt, aber sie zeigt es vor der stolz und aufrecht vor ihr stehenden Unbekannten nicht. Sie hält auch im Verborgenem, dass sie ihre augenscheinliche Verwirrung über des Nargen merkwürdigen Gestus durchaus amüsiert. Wie herrlich zu beobachten, wie sie starren wenn das große böse Monster vor ihr buckelt. Vielleicht sollte sie das nächste Mal noch eines obenauf setzen und dem Narg befehlen sich auf alle Vier zu knieen und für sie als Sessel zu fungieren. Allerdings erscheint es ihr sehr wahrscheinlich, dass ihr der Narg für diese Überreizung anschließend, wenn sie wieder unter sich sind, schlicht den Kopf abbeißt und so zerstreut sie den Einfall wieder. Zudem schätzt die Magierin die Lage neu ein. Dadurch, dass Venditus die Waffe unmissverständlich drohend zur Hand nimmt, verwirft sie den Gedanken die Beiden könnten miteinander bereits bekannt sein und beschließt selbst zur Sicherheit auf der Hut zu sein. Ein wenig gesunde Paranoia hat ihr noch nie geschadet. Aber wenn sie nicht gezielt auf Venditus zuhielt um eine alte Bekanntschaft aufzufrischen, war sie dann nur zufällig hier vorbeigekommen und von Neugierde heimgesucht, weil Venditus und Morrak ein eigenwilliges Bild abgeben - selbstsicher und ausgeglichen und von sich und ihren Fähigkeiten selbst überzeugt genug um sich von seiner eigentlich durchaus respekteinflößenden Gestalt nicht abschrecken zu lassen wirkt sie jedenfalls - oder war sie gezielt auf dem Weg zu Cinaed, oder einen seiner Dienstnehmer? Nichts was sich nicht in Erfahrung bringen ließe. Stellt sie fest.
Auf Atevoras lahme Schmeichelei bezüglich des Hundes steigt die Frau sogar ein. Aber damit war sogar zu rechnen. Die Meisten reagieren gewollt positiv, wenn Interesse an ihren Tieren gezeigt wird. Warum das so ist kann die Magierin zwar nicht erklären, aber es ist so. Weitere Themen die sich anzusprechen lohnen sind meist noch Hochzeit, Ehepartner, Kinder, Beruf, Freizeitbeschäftigungen. Jedenfalls gibt sich die Frau sehr freundlich und umgänglich, bedankt sich bei Atevora und antwortet: >>"Er ist noch nicht ganz ausgewachsen. Schätzungsweise wird er noch ein kleines bisschen größer."<<“
Atevora nutzt die Zeit um mit wenigen Schritten die bestehende Distanz zwischen sich und Vendituts und der Frau samt Hund zu überwinden, wobei sie mit spitzen Fingern den Handschuh von ihrem rechten Arm zupft.
„Tatsächlich.“ Noch Größer! Entgegnet die Magierin ruhig, und sie hält dem Hund ihre Hand hin um ihren Geruch erschnüffeln zu können. „Sehr..“ Der Kampfhund schnüffelt nicht nur sondern schleckt ihr augenblicklich mit seiner riesigen schleimig-feuchten fleischigen Riesenzunge, die weit breiter ist als ihre Handfläche, quer über ihren zarten Handrücken. „äh..“ Atevora verzieht das Gesicht und ein unausgesprochenes schockiertes 'igitt' ist kurz darin zu lesen, aber sie beendet mit Konsequenz das was sie eigentlich aussprechen wollte: „formidabel.“ Sie weiß das Vollsabbern ist eigentlich ein gutes Zeichen bei Hunden und drum wischt sie ohne Scheu schlicht ihre vollgesabberte Hand gleich am Hundefell trocken, was der Hund offenbar als Streicheln deutet und ihn freundlich mit der Rute wedeln lässt.

>>„Ihr seid sehr faszinierend. Genauso wie der Narge."<<
Das war eine Feststellung und sie überrascht Atevora. „So?“ Sind wir das? Das ist die Magierin nicht gewohnt. Sonst reagieren die Leute eher mit Skepsis, Verunsicherung auf sie und verbergen ihre Unsicherheit entweder mit Ablehnung oder bemühter unsicherer Höflichkeit, und schon gar nicht sprechen sie Dinge so frei und ungezwungen an. Die Eismaid muss zugeben, dass ihr dieser Zug der Frau imponiert und gefällt. Aber einen kleinen Teil von ihr, jenem der aus der Paranoia genährt wird, mahnt sie gleichzeitig auch zur vorsichtig. >>"Es ist schön Eure Bekanntschaft zu machen. Mein Name ist Freyja."<<
„Die Freude ist ganz meinerseits.“ Heute wirfst du wirklich gekonnt mit laschen Floskeln, kleine Magierin. Aber in diesem Fall ist sie sogar mit einer gewissen Ehrlichkeit behaftet.
„Mit meinem Guten Venditius scheint ihr Euch bereit etwas näher bekannt gemacht zu haben" Sie wirft dem Narg ein nettes Schmunzeln zu bei dem wie bei fast allen Gefühlsregungen die Atevora präsentiert nicht sicher ist, ob es gespielt oder echt ist, und wendet sich dann wieder Freyja zu: "und meinereins ist gemeinhin als Lady Shin bekannt. Mit verlaub, verzeiht meine Offenheit, es wirkt so, als hättet ihr eine beschwerliche Reise hinter Euch. Was führt euch auf Glyn-y-Defaid?“ Während die Magierin spricht schlüpft sie beiläufig wieder in ihre Handschuhe. „Seid ihr auf dem Weg zum Gutsbesitzer, oder einem seiner Dienstnehmer? Oder ist eurer Ziel ein anderes?“ Ein Geräusch lenkt Atevoras Blick zu einer anderen Körperpartie der Frau. Ja, eindeutig eine lange Reise. Ihr Magen knurrt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (9. Juli 2013, 23:37)


66

Mittwoch, 10. Juli 2013, 10:46

Die Frau vor ihr wirkt als wenn sie sich bemüht ein menschliches Gebahren an den Tag legt. Aber Freyja lässt sich nicht abschrecken. Viel zu fasziniert von diesen Beiden beobachtet sie weiter. Der Narge, der Morrak und die Lady Shin sind so exotisch. Und sie ist ja in einer eher kargen Gegend aufgewachsen, wo es so viele Verschiedene Personen nicht gegeben hat. Zwar hatte sie ihre Clans und in den beiden Familien ist der Zusammenhalt groß geschrieben, aber mit Artfremden Personen hatte sie noch nicht viel zu tun.

Freyja sieht dass die Frau Odin anfassen möchte. Ein Zeichen von ihr gibt ihm die Anweisung ruhig zu bleiben und es zu zu lassen. Wie diese Frau auf Ablehung reagiert, möchte sie nicht heraus finden. Denn Freyja geht davon aus, dass wenn ein Narge sich ihr unterordnet, dann muss sie über eine Art von Macht verfügen. Auf jeden Fall wird sie es in diesem Moment nicht versuchen es heraus zu finden.

Bei ihr zu Hause muss man sehr auf Stimmungen und Kleinigkeiten achten. Ansonsten ist ein Familienleben, wie dort nicht möglich. Je mehr Menschen an einem Ort zusammen leben, desto mehr muss man sich auch mit den anderen arrangieren.

Odin reagiert überraschend freundlich. Aber vielleicht liegt es ja auch daran, dass die Frau vor ihr so klein und zart ist. Er hält sie vielleicht für ein Kind? Zu Kindern sind die Bluthunde neutral bis freundlich. Zumindest Odin. Dennoch grinst Freyja frech, das wird sie der Lady bestimmt nicht auf die Nase binden. Es ist anscheinend schon Strafe genug, dass Odin sie abgeschleckt hat. Sie wird ihn bestimmt nicht mehr so schnell anfassen.

Zurückhaltend reagiert die Lady auf ihre kurze Bekanntschaft mit Vendetius. Dabei hatten die beiden ja noch nicht mal viel Zeit mit Sprechen verbracht. Freyja hat ihn ja nur die meiste Zeit beobachtet und sein Spiel der Muskeln betrachtet. Und eben gegessen.
Bei dem Gedanken an Essen fängt auch schon ihr Magen wieder das knurren an. Sie ist wirklich ausgehungert. Freyja konzentriert sich wieder auf die Lady.

Was sie hier her geführt hat, wird sie gefragt. Aber Freyja hat nicht vor darauf zu Antworten. Es ist eine Sache sich mit anderen Personen zu unterhalten, eine andere seine Beweggründe dar zu legen. "Ich war auf dem Weg nach Talyra und habe mich wohl verlaufen. Die meiste Zeit war ich abseits der Wege um zu jagen und Beeren zu sammeln. Der Hunger hat mich auf Vendetius aufmerksam werden lassen. Er hat mir auch etwas zu essen gegeben." Sie schenkt dem Nargen ein strahlendes Lächeln, dass kurz darauf wieder verschwindet, da ihr Bauch so laut knurrt, dass alle um sie herum es gehört haben müssen.

Sie schämt sich nicht. Hunger ist sie schon gewöhnt. Auch in Ihrer Heimat bekommt man nicht immer was zu essen in den langen Wintern. Allerdings hätte sie schon gerne ihre volle Kraft. Geschwächt zu sein ist gefährlich. Zum Glück ist Vendetius nicht aggressiv ihr gegenüber. Im Moment hätte sie keine Chance gegen ihn. Aber ansonsten wäre sie Schätzungsweise schon in der Lage ihn in Bedrängnis zu bringen. Sie sieht ihn noch mal näher von oben bis unten an, um ihn einzuschätzen. Er gefällt ihr, alleine weil er sie an die Männer in ihrer Heimat erinnert. Nicht vom Aussehen. Aber von der Kraft, Stolz und Kriegerischen Eigenschaften. Plötzlich kann sie sich nicht mehr konzentrieren. Sie sieht schwarze Pünktchen.

Ihre Beine knicken ein und sie fällt, während ihr schwarz vor Augen wird.

Venditius

unregistriert

67

Mittwoch, 10. Juli 2013, 15:12

In einem Moment unterhalten die Shin und Freyja sich und schon einige Augenblicke später bricht Freyja unvermittelt zusammen. Ein kurzer Blick zu seiner Dienstherrin reicht Venditius um festzustellen, dass Sie nichts damit zu tun hat.
Leider ist Freyjas Begleiter Odin nicht so leicht zu überzeugen. Schützend stellt er sich neben sein bewusstloses Frauchen und knurrt beide mahnend an.

Die Mistress verleiert die Augen und ein genervtes "Na wunderbar." Ist zu vernehmen. Auch Venditius ist nicht gerade begeistert von der neuen Situation.
Er weiß genau, dass der Hund sein Frauchen bis aufs Blut verteidigen wird, andererseits sollte er merken, dass man ihr nur helfen will.
Und so legt er seine Axt auf den Boden und bewegt sich langsam auf die am Boden liegende Freyja zu.
Zwar knurrt Odin weiterhin drohend aber immerhin macht er keine Anstalten anzugreifen.

Als Venditius Freyja erreicht, lässt sich Odin sogar behutsam auf die Seite schieben.
Venditius fühlt ihr den Puls und wendet sich dann an die Mistress.

"Der Puls ist schwach aber fühlbar. Ich würde mal behaupten die Beste hat sich übernommen. Ich trage sie zum Haupthaus. Allerdings trauen mir die Leute hier noch nicht über den Weg. Ihr könntet mich vielleicht dort hin begleiten und etwas Wasser und vor allem Essen organisieren."

Nach einem kurzen Atemzug fügt er mit gerümpfter Nase hinzu: "Und um Himmels Willen einen Zuber. Sie riecht als hätte Morrak sie ausgespuckt."

Natürlich ist er sich bewusst, dass Sie seine Herrin ist, doch auch sie scheint der Meinung zu sein, dass es im Augenblick wichtigeres gibt.

Dann wirft er Freyja so behutsam er es für nötig erachtet über die Schulter und macht sich auf den Weg zu den Hauptgebäuden, während Odin wachsam hinter ihm her trottet.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Venditius« (10. Juli 2013, 18:13)


Atevora

unregistriert

68

Mittwoch, 10. Juli 2013, 18:29

>>“Der Hunger hat mich auf Vendetius aufmerksam werden lassen.<<
Wie sollte sie die Aussage nun genau deuten? Sie wird wohl kaum vorrangig auf Narge Jagd machen um diese aufzuspießen und über einem Feuer zu rösten. Welch irriges Bild! Atevora schmunzelt in sich hinein. Und, ja gut, wenn es eine von ihr erwählte Diät wäre, würde sich sofort erklären weshalb sie trotz ihrer Gesamtstatur im Moment etwas verhungert wirkt. So viele Narge gibt es schließlich in diesen Breiten nicht, oder vielmehr nicht mehr. Und Venditus ist sowie sie weiß auch der einzige Sandnarg weit und Breit.
>>“Er hat mir auch etwas zu essen gegeben.“<<
Aah! Dann war er wohl gerade am Speisen, als sie sich aus dem Gebüsch geschlagen hat und der gute Junge hat ihr etwas abgegeben. Bei den Ganzen Verfehlungen der letzten Monaten, den grandiosen Fettnäpfchen in die er trat, und die ganzen Hürden vor die er sie stellte – mindestens ein Azurianisches Dreihorn, und zwar das von Heute Morgen, steht zur Aufarbeitung ohnehin noch im Raum - ist sie zur Ausnahme einmal sehr zufrieden mit ihm. Das war zivilisationskonformes Verhalten. Es zuckt sogar ein halbes Lächeln in ihren Mundwinkeln. Freyja hingegen schenkt Venditus ein derart offenherziges, fast ein wenig neckisches Lächeln, dass Atevora beinahe die rechte Augenbraue interessiert in die Höhe gerutscht wäre. Fehlt nur noch ein Augenplinkern. Entweder ist die Frau so in sich gefestigt und ohne Vorurteil wie die Magierin bisher lange keinen – mit Ausnahme so manchem von den Eltern noch nicht verdorbenem Kind – Menschen begegnet ist, oder, sie versucht vollkommen planmäßig und kalkuliert gewinnend zu wirken um die aufgebaute Achtsamkeit und Defensive eines Zielobjektes zu manipulieren.
„Ihr habt Glück," Beginnt Atevora im betont freundlichem Tonfall: "Talyra ist nicht mehr weit entfernt. Ich kann euch gerne den Weg..“
Völlig ohne jede Vorwarnung bricht die Frau während Atevora spircht vor ihr zusammen .. zeigen..?. und Atevora kann ihre zusammengeklappte Gestalt am Boden nur noch überrascht anblinzeln.
"Na, wunderbar." Haucht Atevora. Vorbei ist die entspannte Atmosphäre. Der Hund neben ihr baut sich zur vollen Größe auf, stellt sich Schützend vor seine Herrin und zeigt damit ganz eindeutig, dass der Ohnmachtsanfall echt und nicht etwa gespielt ist. Er knurr bedrohlich, dass ihr der grollende Ton durch Mark und Bein geht. Wobei der Hund - wie sie registriert - weniger sie, als vielmehr Venditus im Blickfeld behält und die Eismaid - warum auch immer - größstenteils ignoriert. Es wirkt schon fast so, als hätte er Atevora als nicht enstzunehmendes Objekt ausgesiebt, außerdem knurrt er nur und findet es vorerst nicht nötig seine Fänge zur Drohung zu zeigen, als wollte er bloß als Warnung seinen Standpunkt klar aufzeigen. Den hat sie verstanden. Wo sind die Druiden, oder Anukispriester wenn man sie braucht? Die Magierin kennt den Hund und die Rasse nicht und sie hat auch hat keine Ahnung wie dieser wohl weiter reagieren wird, aber so wie er die Axt des Nargen fixiert, scheint eines klar: Venditus sollte sich dieser vermutlich entledigen, und das sofort wenn er dieses Biest nicht herausfordern möchte. Schon gut Hundchen. Botschaft angekommen. "Doggra,“ Spricht Atevora mit betonter Gelassenheit. „legt besser die Axt ab, bewegt Euch betont langsam und vorsichtig und.. nicht den Hund fixiern.“ Als der Narg seinen Blick abwendet und der Magierin Anweisung Folge leistet wird des Hundes Grummeln leiser. Es scheint ihn sehr zu beruhigen, dass weder Venditus noch das kleine weibliche Ding neben ihm irgend eine Aufregung, oder den Hauch von Aggression zeigen, sondern sehr bestimmt ihre Handlungen setzen, als wäre hier nichts schlimmes oder besorgniserregendes geschehen. Das Geräusch verstummt kurz darauf vollkommen, auch die drohende Haltung entspannt sich eindeutig etwas, und es gelingt der Magierin sogar den Hund wegzudrängen, oder ihn vielmehr zur Höflichkeit zu bewegen beiseite zu weichen, während sich Venditus der Frau annimmt. Dennoch, er behält Beide, insbesondere Venditus sehr aufmerksam in Auge um nötigenfalls sofort einzugreifen.

>>"Ich würde mal behaupten die Beste hat sich übernommen.“<< Die Magierin nickt und ihr Blick gleitet zum eigentlichen Wohngebäude von Glyn-y-Defaid. Es wirkt beinahe als hätte der Narg ihre Gedanken gelesen als er verlauten lässt:
>>“Ich trage sie zum Haupthaus.“<< Genau das zu tun hätte sie ihm nun aufgetragen. >>“Allerdings trauen mir die Leute hier noch nicht über den Weg. “<<
„Ja allerdings.“ Und bei mir sieht es nicht besser aus. Auch ihr trauen sie vermutlich nicht weiter über den Weg als ihre Nasenspitze reicht, und es wird auch nicht förderlich sein, wenn hier eine Frau zusammengeklappt ist, und der Elb mit seiner Empathie keine in so einem Fall üblichen Gefühle von ihr ausgehen spürt. >>„Ihr könntet mich vielleicht dort hin begleiten und etwas Wasser und vor allem Essen organisieren "
„Freilich.“ Das ist bestimmt klüger als ihn alleine über den Hof gehen zu lassen. Wer weiß schon wie jemand der Angestellten hier reagieren würde, wenn sie sehen, dass der große böse Narg geschultert eine Bewusstlose Frau mit sich herumschleppt.
"Und um Himmels Willen einen Zuber. Sie riecht als hätte Morrak sie ausgespuckt." <<
Atevora unterdrückt ein Kichern. Sie beneidet den Narg gerade keineswegs um seinen ausgezeichneten Geruchssinn. „Wenn ihr meint, ihr wisst wohl am Besten wie etwas riecht das Morrak hochgewürgt hat. Ein Glück wurde noch nie jemand tot gestunken, nicht wahr?“ Wie gut, dass niemand in der Nähe ist. Er hätte wohl mit Fassungslosigkeit reagiert, wenn er mitanhören könnte, dass Atevora ruhig witzelt, während jemand ohnmächtig ist und Hilfe bedarf. Dabei ist es auch durchaus möglich seine Pflichten zu erfüllen, das von der Gesellschaft vorgegebene Richtige zu tun, und nicht aufgewühlt und hektisch in Sorge zu zerfließen.
„Na dann los.“
Atevora geht voran, der Hund trottet neben ihnen her, ohne Venditus dabei aus den Augen zu lassen, und am Gutshaus angekommen klopft sie entschlossen und laut an der Tür.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Atevora« (10. Juli 2013, 22:31)


Venditius

unregistriert

69

Mittwoch, 10. Juli 2013, 19:09

Bevor jemand im Haupthaus reagieren kann, öffnet sich die Tür des Gesindehauses. Einer der Bediensteten des Hofes blickt etwas verwirrt zu der Truppe herüber, die sicherlich einen befremdlichen Eindruck hervorrufen muss. Venditius kann sich die Namen partu nicht merken, allerdings ist es ihm aktuell auch relativ egal wie der Bursche heisst.

"He da. Ähm.. Liam richtig? Die Beste hier hat gerade das Bewusstsein verloren. Können wir Sie irgendwo unterbringen, damit Sie sich wieder erholt?"

Der Stallbursche reagiert erstaunlich schnell und zeigt ihnen eine Kammer im Erdgeschoss die sie nutzen können. Noch während Venditius Freyja ablegen möchte sieht er, dass etwas nicht stimmt. Ihr Mund scheint trocken, die Haut heiss und gerötet. Diese Zeichen kennt Venditius nur zu gut. Wer viel in den Wüsten unterwegs ist erkennt Wassermangel wenn er ihn sieht.

"Verdammt. Das war nicht der Hunger. Schnell Liam, wir brauchen einen Zuber und einiges zu trinken. Herrin, könntet ihr einen Wasserzauber vorbereiten? Wir müssen Sie abkühlen. Unsere Kriegerin hier hat scheinbar seit Tagen nichts mehr getrunken."

Als Liam den Zuber in den Raum schleift, füllt ihn die Shin gekonnt schneller mit einem Zauber als es sonst möglich wäre. Venditius macht sich nicht die Mühe, Freyja zu entkleiden, sondern setzt Sie samt Kleidung in den Zuber. Dann schnappt er sich den Trinkschlauch und führt ihr kleinste Mengen Wasser ein.
Nach einigen Minuten kommt Freyja langsam zu sich und blickt sich etwas verwirrt um.

Mit beruhigender Stimme und einem kräftigen Druck seiner Hand hindert Venditius Sie daran aus dem Zuber zu stolpern.

"Ganz ruhig. Ihr habt zu wenig getrunken und das Bewusstsein verloren. Jetzt trinkt kleine Schlucke und nicht zu hastig. Ihr werdet Euch bald besser fühlen."

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Mittwoch, 10. Juli 2013, 21:49

Langsam lichtet sich das Dunkel und Freyja nimmt ihre Umgebung wieder war. Im ersten Moment begreift sie noch nicht, sondern blickt sich nur um. Sie ist nicht mehr draußen im Freien, sondern in einem Raum.

Venditius redet auf sie ein, doch sie hört nicht was er sagt. Begreift nicht, sondern fühlt plötzlich das kalte Wasser um sie herum und gerät in Panik. Der Narge drückt sie kräftig in das Wasser und verhindert so, dass sie aus dem Zuber springt. "Verdammt, lass mich raus hier!" ruft sie und versucht sich zu befreien. Sieht die Magierin hilfesuchend an. Doch die sieht sie nur kühl an und ein kurzer Blick auf Venditius macht Freyja klar, dass sie hier nicht so einfach weg kommt.

Sie entspannt sich kurz um die Panik aus ihren Gliedern zu bekommen. Dann endlich versteht sie, was er sagt. Dass sie zu wenig getrunken hat. Kurz überlegt sie. Da hat er wohl recht. Das hatte sie nicht bedacht. Die Schwäche hatte sie auf den Hunger geschoben. Als er ihr das Trinken reicht, versucht sie nicht zu gierig zu sein und macht kleine Schlucke.

Seine große Hand ist noch immer auf ihrem Brustkorb gedrückt, um auch ja ganz sicher zu gehen, dass sie nicht aus dem Zuber springt.
Doch das hat sie sowieso nicht mehr vor. Lässt sich sogar noch tiefer in den Zuber gleiten und taucht kurz unter um auch ihre Haare zu spülen. Nach einer Seife traut sie sich nicht zu fragen. Da sie den beiden Personen vor ihr schon genug Mühe gemacht hat. "Danke" krächtst sie und trinkt noch ein wenig. Sieht beide dankbar an.


"Wo ist denn Odin? Ist ihm was passiert? Hat er Euch etwas getan?" Besorgt blickt sie sich um.

Atevora

unregistriert

71

Dienstag, 16. Juli 2013, 14:34

Der irritierte Blick des Mannes der aus dem Nebengebäude kommt ist schlicht Gold wert. Atevora hätte beinahe dazu geneigt sein können aufzulachen, wenn ihr die Sache nicht im Grunde derart lästig wäre. >>"He da. Ähm..“<<
„Liam.“ Zischt Atevora gekonnt wispernd dem Narg zu. >>„Liam richtig? Die Beste hier hat gerade das Bewusstsein verloren. Können wir Sie irgendwo unterbringen, damit Sie sich wieder erholt?" <<
Der Mann legt seine, nun nennen wir es „Verwunderung“ erstaunlich rasch ab und öffnet die Tür zum Gesindehaus, ohne es dabei zu verabsäumen darauf hinzuweisen, das dieser riesige Hund da vor der Tür zu warten hat. Sie bringen die ohnmächtige Frau in eine leere Kammer mit spärlicher Einrichtung zu welcher unter Anderem ein Tisch und ein Bett gehört. Augenscheinlich eine unbewohnte Gesindekammer, stellt Atevora fest und kommt nicht dazu den Blick genauer schweifen zu lassen um ihren ersten flüchtigen Eindruck zu erhärten.
>> "Verdammt. Das war nicht der Hunger. Schnell Liam, wir brauchen einen Zuber und einiges zu trinken „<<
Spricht der Narg im resoluten Befehlston. Liam, dem zuerst einzig Sorge um die Unbekannte im Gesicht stand, wirkt einen Moment lang überhaupt nicht begeistert, nickt dann aber und eilt davon um des Nargen Auftrag Folge zu leisten. Hm. Atevora sieht seiner aus der Tür verschwindenden Gestalt kurz grübelnd nach und überlegt was dem Mann wohl missfallen hat, da sich seine Mimik für einen Augenblick über die Sorge hinweg derart schlagartig geändert hat. Bevor sie zu einer annehmbaren Schlussfolgerung kommt, zieht der Narg ihre Aufmerksamkeit wieder vollkommen zurück zu sich.
>>“Herrin, könntet ihr einen Wasserzauber vorbereiten? Wir müssen Sie abkühlen. Unsere Kriegerin hier hat scheinbar seit Tagen nichts mehr getrunken." <<
Wassermangel? Im Larisgrün, bei dieser Witterung die letzten Tage? Der Magierin Augenbrauen heben sich verdächtig. Atevora kann schwer beurteilen ob Veditus mit seiner Behauptung richtig liegt oder nicht, schließlich versteht sie von solchen Dingen mindestens genau so viel wie vom Kochen: das bedeutet also überhaupt nichts. Aber wenn es zutreffend ist, dann ist die Frau gekonnt um jede Wasserlacke herumgeschlichen die es weit und Breit im Umkreis gibt. Womöglich waren die Wasserstellen auf die sie traf auch auf irgend eine Weise verunreinigt, oder sie hat aus irgend einem Grund absichtlich nichts getrunken, allerdings erscheint ihr die letzte Option sehr absurd. Den Zuber mit Wasser füllen stellt natürlich kein Problem da und das gibt sie auch knapp Kund.

Einige Augenblicke später erscheint Liam zusammen mit dem Großknecht von Glyn-y-Defaid und sie tragen gemeinsam den schweren Zuber in die Gesindekammer. >>„Das Wasser kommt gleich.“<< Lässt Owyn verlauten, als sie den Zuber abgestellt haben.
„Danke. Ist nicht nötig. Ich werde mich darum kümmern.“ Antwortet Atevora wenig feinfühlig und einer der Knechte wirkt einen Moment so, als wollte ihm der Kiefer auf die Brust klappec. Die Magierin registriert allerdings nicht, dass sich mit ihrer harschen Art womöglich jemand vor den Kopf gestoßen fühlt, geschweige denn, dass sie daran denkt sich zuerst zu erkundigen, ob es denn überhaupt Recht und genehm sei einen Zauber zu wirken, obwohl das hier ein Gebot der Höflichkeit sein könnte. Dass es so sein könnte, darauf kommt sie schon allein deshalb nicht, da der Hof mittlerweile bekannter Maßen von einem magisch begabten Elben geführt wird, überdies existiert für sie hier zusätzlich schlicht eine Aufgabenstellung zu welcher sie in der Lage ist sie am effektivsten und am schnellsten zu erfüllen. Sie erachtet diese Vorgangsweise absolut im Sinne der Hilfsbedürftigen, dementsprechend agiert die Magierin auch ohne Verzug und ohne dabei an mögliches Unwohlsein, Abneigungen oder Sensibilitäten im Umfeld zu denken oder auch nur entfernt darauf gezielt zu achten.
Während die Knechte einen vielsagenden Blick tauschen, und Liam sich zurückzieht - um vermutlich bescheid zu geben, dass es keiner Hektik bezüglich Wassereimer schleppen bedarf - tritt die Eismaid ohne weitere Zeit zu verlieren an den Zuber heran und beginnt die lang geübten magische Formel zu Murmeln und eine entsprechende Geste in die Luft zu zeichnen. Kurz darauf ist der Zuber voll gefüllt mit kaltem Nass und Venditus stopft die Ohnmächtige gleich mitsamt Rüstwams und Schuhe in den Zuber.

„Owyn?“ Wendet sich die Magierin zur gleichen Zeit an den Großknecht: „Ist es möglich der halb verhungerten Ohnmächtigen nachher ein wenig zu Essen zu richten? Ich möchte verhindert wissen, dass sie, sobald sie ihre Augen aufschlägt, aus Hunger sofort wieder zusammenklappt. Und könnt ihr auch dem riesigem Hund vor der Tür etwas bringen?“ Nicht, dass das Riesenvieh auf die Idee kommt die Hofhunde zu fressen. „Auf meine Kosten versteht sich.“
Der Großknecht bestätigt ihr, dass das möglich ist und möchte sich entfernen, da hindert ihn die Magierin daran als sie auf eine knappe Überlegung hin im sachlichen Tonfall nachreicht: „Owyn wartet kurz.“ Der Mann dreht sich zu ihr um und harrt was die Shin verlauten möchte. „Ich kann schlecht abschätzen wie der Hund auf Unbekannte reagiert.“ Was für eine Logik, es ist ja nicht so, dass du eine Bekannte für ihn wärst. Allerdings weiß sie, dass er auf sie sehr gelassen und relativ gleichgültig reagiert hat, sie kann aber nicht behaupten zu wissen, dass es bei den übrigen Personen ebenso ist und sie möchte die Personen hier keiner unnötigen Gefahr aussetzen. Morrak im Umfeld reicht ihrer Meinung nach als erhöhte Gefahrenquelle vollkommen aus.
„Womöglich ist es besser ich kümmere mich zur Sicherheit um den Hund und bringe ihm die Dinge persönlich.“
Nach kurzer Absprache begibt sie sich zusammen mit Owyn in Rhonas Herrschaftsgebiet, die sehr verwundert über der Magierin Erscheinen wirkt. Atevora wartet dort in der Küche ruhig und schweigsam, während die Frau sie mit dem einen, oder anderen kritischen Blick taxiert und dabei etwas für den Hund richtet. Anschließend begibt sie sich vor die Haustür, stellt dem Riesenvieh - das die anderen Hofhunde gütig ignoriert - das Mitgebrachte vor die Nase und geht wieder zurück ins Haus und in die Gesindekammer.
Etwas Abseits betrachtet sie distanziert das Bemühen ihres Dienstnehmers und überlegt ob es nicht vielleicht klüger wäre einen Heiler hierher durchs Magischer Gewirr zu lotsen, doch was immer der Narg mit dieser Freyja treibt, es scheint zu wirken, denn die Frau beginnt sich wieder zu regen. Als Freyja die Augen aufschlägt wirkt sie verwirrt und panisch. Des Nargen Anblick und die unnachgiebige Pranke die sie nach unten drückt scheint ihr Unwohlsein – oh welch Wunder – sogar noch zu mehren. Hilfesuchend sieht sie zu Atevora die sie am Rande des Raumes nur emotionsleer und ruhig betrachtet und dabei einfach vergiss so etwas wie ein milde Haltung, oder ein mitfühlendes, freundliches Lächeln zu zeigen. Die Magierin weiß natürlich nicht was im Kopf der Frau vor sich geht, oder welche Emotionen sie zu bewältigen hat, vor allem letzteres nachvollziehen zu können ist Atevora immer schwerlich in der Lage, aber die Frau schafft es glücklicher Weise ihre Fassung zurückzuerlangen.

Die Magierin hält sich im Hintergrund während Venditus auf die Frau einredet, ihr Ratschläge erteilt und diese vorsichtig am gereichten Becher nippt. Sie bringt sogar ein knappes heiseres >>„Danke“<< hervor, und ihr nächster Gedanke gilt ihrem kleinem Schoßhündchen.
>>"Wo ist denn Odin? Ist ihm was passiert? Hat er Euch etwas getan?" << Ganz bei Sinnen scheint sie Atevoras Einschätzung nach noch nicht zu sein. Bei diesem Riesenköter wäre gewiss sehr schnell zu erkennen, wenn er eine Person, ganz besonders eine ihres Formates, angegriffen hätte. Der Köter könnte sie vermutlich mit Leichtigkeit mit einem einzigen Biss in der Mitte durchtrennen. Kein Wunder also, dass er sie nicht sonderlich ernst nimmt.
„Odin ruht vor der Haustür, ihm wurde Futter und Wasser zur Verfügung gestellt.“ Spricht Atevora kühl. „Die Bediensteten des Hauses haben Euch auch etwas zu Essen bereit gestellt.“ Atevora verweist auf ein ein kleines auf dem Tisch stehendes Tablett auf dem sich unter anderem einige Brotscheiben, Butter und Käse befinden. „Der Gutsherr ist derzeit nicht zugegen, doch die hier lebenden Personen haben für Euch das Gastrecht in Aussicht gestellt, das heißt ihr könntet heute hier auch nächtigen und Euch ausruhen bevor ihr weiterzieht.“

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72

Dienstag, 16. Juli 2013, 20:37

~ Irgendwo draußen auf den Feldern, Wiesen und Weiden ~

Es ist schon sehr spät am Nachmittag als Gwyn raus auf die Felder und Weiden gerannt kommt, um Cináed und Emrys recht eigenwillige Neuigkeiten zu überbringen. Die Sonne sinkt bereits immer tiefer herab, als der Junge über die Felder und Weiden auf die Männer zuläuft und schließlich völlig außer Atem und mit hochrotem Gesicht vor ihnen stehen bleibt. "Vater schickt mich... ", prustet er. Nachdem der Junge einen Augenblick verschnauft hat und wieder halbwegs zu Atem gekommen ist, sprudelt es nur so aus ihm heraus: "Lady Shin und der Narg sind auf dem Hof..." Keuchend schnappt Gwyn abermals nach Luft, während Cináed und Emrys ihn abwartend mustern. Das Venditius sich auf dem Hof befindet - vermutlich um wie so oft mit Morrak zu trainieren - überrascht die beiden Männer nicht weiter. Und auch die Anwesenheit der Magierin löst nur milde Verwunderung aus, war sie doch in letzter Zeit häufiger auf dem Hof gewesen, seid sie für ihren nargischen Wächter die Unterbringung von dessen ungewöhnlichem "Haustier" auf Glyn-y-Defaid arrangiert hat.

Gwyn atmet noch einmal tief durch, dann fährt er mit seinem Bericht fort: "Eine Fremde ist mit den beiden auf den Hof gekommen. Ich weiß nicht, ob sie sie kennen... aber die Frau scheint eine lange Reise hinter sich zu haben. Jedenfalls ist sie plötzlich zusammengebrochen..." Der Junge schaut zwischen Cináed und Emrys hin und her. "Liam und Vater haben sie in einer der leeren Gesindekammern untergebracht. Die Lady kümmert sich... und Mutter hilft ihr." Gwyn streicht sich ein paar Haarsträhnen aus der schweißnassen Stirn. "Die Frau hat einen riesigen jungen Bluthund dabei", erklärt er schließlich, sichtlich bedeindruckt. "Der ist sogar noch etwas größer als Mabon und Modron", fährt der Junge bewundernd fort. Cináed und Emyrs wechseln einen vielsagenden Blick. Ein Normander Bluthund? Mabon und Modron, die Wach-und Schutzhunde des Hofes sind ausgewachsene Castéroner Doggen, deren imposante Größe nur von wenigen anderen Hunden erreicht oder gar übertroffen wird - Bluthunde zählen dazu. Und solch ein Tier befindet sich gerade auf dem Hof? Entschlossen sucht Cináed das Werkzeug zusammen, welches er und Emrys benutzt haben, um die Zäune und Mauern der Felder und Weiden auszubessern.

"Sammel den Rest zusammen und komm nach, sobald du kannst", weist der Gutsbesitzer Emrys an. "Und du hilf ihm", fordert er Gwyn auf. "Ich werde lieber mal auf dem Hof nach dem Rechten sehen." Der Shida'ya klopft sich den Staub von der Hose, dann macht er sich auf den Weg. Die tiefer und tiefer sinkende Sonne lässt sein kurzes rötliches Haar wie loderndes Feuer schimmern, während er über die Felder und Wiesen in Richtung Glyn-y-Defaid davon stapft.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

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73

Donnerstag, 18. Juli 2013, 14:25

Ihre Sorge um Odin, oder besser gesagt um die Personen um
Odin herum, verflüchtigt sich schnell wieder. Er hat sich tatsächlich von
seiner besten Seite gezeigt und wohl erkannt, dass ihr nur geholfen wird.
Normalerweise beschützt er sie bis aufs Blut. Interessant auch, dass er den
Nargen nicht aufgehalten hat, als er auch in dem Zimmer verschwunden ist.
Sie sieht an sich herunter und betrachtet noch mal die
riesige Pranke, die sich noch immer auf ihrem Brustkorb befindet und schwer
dort lastet. Schuppen sieht sie und Krallen an den Enden. Angst hat sie jetzt
keine Mehr. Vorher war es die Panik, dass sie im völlig falschem Element
aufgewacht war.
Generell ist das Wasser ihr Lieblingselement. Auch in den
eiskalten Varianten. Sie sieht dem Nargen in das fremdartige Gesicht. „Danke, du
kannst mich jetzt loslassen.“ Er sieht sieht kurz auf seine eigene Pranke und
zieht sie dann langsam zurück. Hält ihr aber weiterhin einen Becher in
Reichweite, von dem Freyja immer mal wieder nippt.
Sie kann fühlen, wie ihre Körpertemperatur wieder auf
normale Werte sinkt. „Es tut mir leid, dass ich so viel Chaos verursacht habe. Ich
bin es nicht gewohnt so viel Trinken zu müssen. Das ist ja schon das Doppelte,
das ich normal trinke.“ Sie sieht kurz zu der Magierin, die recht desinteressiert
wirkt und dem Nargen. „Das muss an der Sonne liegen!“ Mit gerunzelter Stirn stellt
sie ihre Überlegungen an und genießt nebenher das kühle Nass. Ein Bediensteter
nimmt das Tablett samt Tischchen und stellt es in Reichweite neben den Zuber. „Ihr
solltet auch etwas essen, dass ihr schnell wieder auf die Beine kommt.“ Errötet
er, als er merkt, dass diese Bemerkung auch zweideutig aufgenommen werden kann.
Doch Freyja läßt sich nicht darauf ein, dass es auch als ein Rausschmiss gewertet
werden kann. Seine Reaktion verrät, dass es nicht so gemeint war. Sie grinst. „Danke
sehr. Das ist sehr aufmerksam.“ Und beißt ein großes Stück Käse ab. Mit
gefüllten Backen, hält sie das Restliche Stück dem Nargen hin. „Auch mal?“
Überlegt aber dabei, ob er Käse überhaupt isst.

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74

Donnerstag, 18. Juli 2013, 18:30

~ Auf dem Hof ~
Irgendwann im Goldschein

Verschwitzt und verdreckt von der Arbeit auf den Feldern kommt Cináed schließlich auf dem Hof an, wo er geradewegs auf den Brunnen zusteuert, um sich mit etwas kühlem Wasser ein wenig zu waschen, bevor er seinen Weg zum Gesindehaus fortsetzt. Mabon und Modron, seine beiden Hofhunde, sowie den fremden Bluthund hat er bereits zur Kenntnis genommen, doch da sich alle drei Hunde friedlich verhalten, Morrak sicher in seinem Zwinger eingesperrt zu sein scheint und sich zur Zeit sonst niemand auf dem Platz aufhält, entspannt sich der Elb etwas und sieht keinen Grund für allzu große Eile.
Der Gutsbesitzer holt einen Eimer voll kaltem Brunnenwasser in die Höhe, stellt das Behältnis auf dem Brunnenrand ab und klatscht sich erst erst einmal zwei Handvoll des kühlen Nasses ins Gesicht, bevor er seine ledernen Handschuhe und Armschienen ablegt und sich auch Hände und Arme wäscht. Nachdem dies getan ist, legt er sowohl die fingerlosen Handschuhe als auch die Armschienen wieder an, streicht sich mit einer Hand noch einmal durch das feucht gewordene Haar und begibt sich dann auf direktem Weg in Richtung Gesindehaus.

Kurz vor dem Gebäude kommt Liam dem Elben entgegen. Die Wangen und Ohren des jungen Knechts glühen verräterrisch rot und noch immer liegt ein leicht verlegener Gesichtsausdruck auf seinem Gesicht, als er Cináed gegenübertritt. Offenbar hat er - vermutlich auf Owyns Geheiß hin - etwas zu Essen ins Gesindehaus gebracht, während der Großknecht noch kurz etwas mit seiner Frau in der Küche des Haupthauses besprochen hat, von wo er nun ebenfalls zu ihnen herüber kommt. Die drei Männer unterhalten sich kurz. Owyn umreißt Cináed knapp die Situation, während Liam lediglich anmerkt, dass Lady Shin einfach so Wasser herbeigezaubert habe: "Ohne vorher zu fragen!" Der leicht vorwurfsvolle Tonfall in der Stimme des jungen Burschen ist unüberhörbar. Cináed nickt bedächtig, sagt aber nichts weiter dazu. Allem Anschein nach haben Owyn und die Shin soweit alles unter Kontrolle und der kleine Fauxpas der Magerin ist eigentlich nicht weiter der Rede wert...
...eigentlich, denn immerhin befinden sie sich hier auf Glyn-y-Defaid und der Elb ist sich sehrwohl bewusst, dass sein Gesinde es ihm durchaus krumm genommen hat, dass er sein eigenes magisches Talent so lange vor ihnen verborgen hat. Mittlerweile haben sich die Wogen zwar geglättet - nicht zu letzt weil der ehemalige elbische Hexer seine angeborene Begabung mittlerweile ordentlich ausbilden lässt - dennoch, die Enthüllung von Cináeds Geheimnis hat Spuren hinterlassen, die bis heute nicht völlig verblasst sind.

Der Shida'ya seufzt leise, schiebt seine düsteren Gedanken dann aber beiseite. "Owyn, hab eine Auge auf die Hunde, während du auf dem Hof bist." Der Großknecht nickt. "Das hatte ich ohnehin vor", antwortet er grimmig. Nach der Geschichte mit der letzten fremden Reisenden und ihrem Hund - der Gutsbesitzer hat mittlerweile von Aurians Mägden gehört, dass der Name besagter Frau Emerald ist - ist man Unbekannten und deren tierischen Reisegefährten gegenüber sehr vorsichtig geworden. Cináed nickt verstehend und wendet sich Liam zu, der ein leeres Tablett in Händen hält. "Bring das zurück in die Küche. Schärf Úna noch einmal ein, dass sie den Hunden fern bleiben soll, auch wenn ich mir sicher bin, dass Rhona das bereits erledigt hat, und dann komm zurück zum Gesindehaus", erklärt er. "Ich werde derweil mit Lady Shin sprechen und unseren Gast begrüßen." Liam nickt, eilt davon und Cináed selbst wendet sich ab, um die letzten paar Schritte zum Gesindehaus zurückzulegen.
Wachsam behält der Shida'ya den Bluthund im Auge und bewegt sich langsam ohne Furcht zu zeigen auf die Tür des Gebäudes zu. Das massige Tier mustert ihn mit regungslosen, wachsamen Augen, verhält sich aber ruhig. Allem Anschein besitzt es ein sehr feines Gespür dafür, dass von dem hochgewachsenen Gutsbesitzer keine Gefahr ausgeht. Trotzdem hält Cináed sicherheitshalber Abstand, schließlich will er das Tier keinesfalls provozieren. Ja, der Elb greift nicht einmal nach dem Mana in sich, um sich notfalls mit einem Zauber verteidigen können, denn einem Lebewesen mit seiner Magie zu schaden wiederstrebt ihm seit jeher.

Im Gesindehaus angelangt, folgt der Gutsbesitzer einfach den Stimmen. »Auch mal?«, hört er gerade eine ihm unbekannte Frauenstimme fragen und geht zu der Kammer hinüber, aus welcher die Worte zu ihm herübertönen. Im offenen Türrahmen bleibt er stehen, klopft einmal gegen das Holz, um sich bemerkbar zu machen und sieht sich um. "Mina Ljar, Lady Shin. Venditius." Cináed neigt den Kopf leicht, während er die beiden Angesprochenen begrüßt. Schließlich wendet er sich auch der Frau zu, die soeben geredet hat. "Khel Dar, Freyja", begrüßt er die Fremde, deren Namen er von Owyn erfahren hat. "Willkommen auf Glyn-y-Defaid. Man nennt mich Cináed." Abermals neigt er den Kopf leicht zu einer höflichen Begrüßung.

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Mina Ljar: Meinen Gruß (neutral)
Khel Dar: Guten Tag (förmlich)
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cinaed« (18. Juli 2013, 22:37)


Atevora

unregistriert

75

Dienstag, 23. Juli 2013, 10:47

Die Frau beginnt ihre Theorie vorzutragen, weshalb es zu dem Zwischenfall kommen konnte, doch Atevora könnte nicht behaupten, dass es sie sonderlich interessieren würde und betrachtet bei Freyjas Ausführung allen voran desinteressiert ihre gepflegten Fingernägel. "Ahja." In dem Moment kommt Liam mit trockener und sauberer Kleidung, wie es aussieht ein einfaches naturfarbenes Unterkleid samt braunem Überwurf und Gürtel, in den Raum. Als er sieht, dass die Frau aufgewacht ist, beschleunigt er seinen Schritt, legt die Kleidung auf dem Bett ab und stellt Freyja das kleine Tischchen mit dem Essen an den Zuber. Welch ein Service. Die Eismaid hat nicht einmal entfernt daran gedacht einen Finger zu rühren und der Frau das Essen an den Zuber nachzutragen. Sie hätte ihr wohl aus der Wanne und aus der Nassen Kleidung geholfen und vielleicht auch noch beim Ankleiden, damit sie sich dann in Ruhe und einigermaßen trocken und sauber der Nahrungsaufnahme widmen kann. Stattdessen langt sie nun mit ihren dreckwasserbeschmuzten Fingern nach einem Brot, beißt davon ab, und spricht ordinär mit vollem Mund zu Venditius >>„Auch mal?<<
Atevora wendet ihren Kopf mit hochgezogener Augenbraue wieder der Frau zu und möchte schon sagen, dass das Essen freundlicher Weise ihr und zwar nur Ihr zur Verfügung gestellt wurde, damit sie wieder zu Kräften kommt. Doch bevor die Eismaid dazu kommt darauf hinzuweisen, dass sie eventuell nicht Essen großzügig an Andere verteilen sollte, das ihr genaugenommen gar nicht gehört, lenkt ein sachtes Klopfen der Magierin Aufmerksamkeit zur Tür.
Der Hausherr steht im Türrahmen und grüßt sie neutral bis freundlich. „Copria.“ Gibt Atevora zurück und nickt dem Elben grüßend zu. Es ist gut, dass der Hausherr endlich zugegen ist. Da er die Frau mit dem Namen begrüßt hat, nimmt die Eismaid an, dass er über die Vorfälle ausreichend informiert worden ist. „Darf ich vorstellen?“ Spricht sie kühl zu Freyja die nicht wissen dürfte wer ihr hier gegenüber steht. „Der Herr dieses wundervollen Gutshofes: Cinaed.“
Atevora tritt zu Seite um Cinaed mehr Platz für einen eventuellen Wortwechsel mit der Frau einzuräumen. Sie wird wohl nachher den Elb zu einem kurzen Gespräch unter Vier Augen bitten um sich mit ihm abzustimmen. Sie ist durchaus bereit die entstandenen Kosten und Unannehmlichkeiten entgeltlich zu übernehmen, auch wenn sie genaugenommen nicht dazu verpflichtet ist, sich nicht einmal dazu verpflichtet fühlt und ihr im Grunde das Wohlergehen der Frau im höchsten Maße gleichgültig ist. Aber die Gesellschaft erwartet zum Teil solch ein hilfsbereites verhalten, vor allem von jemanden wie ihr, die nun einmal mit den Speisungen im Fliegengrund den Weg einer vermeintlichen Wohltäterin eingeschlagen hat. Sie wird dem dementsprechend handeln.

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Copria: Respektvolle Begrüssung

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