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Emerald

unregistriert

46

Samstag, 16. März 2013, 11:38

Mit einem leichten Grinsen auf dem Gesicht betrachtet Emerald die vier Männer vor sich. Lächerlich, wie sie doch alle versuchten, ihre Wut auf sie zu verbergen...
Die junge Frau beginnt Svea sanft hinter den Ohren zu kraulen. Der schwarze Hund schmiegt seinen Kopf an ihr rechtes Bein und schließt genüsslich die Augen.
Als der Elb dann das Wort wieder an sie richtet, wird Emeralds Grinsen noch ein wenig breiter. Will er sie etwa mit der Aussicht auf eine Mahlzeit ärgern? Wie kindisch...
"Na dann...meine Herren", Emerald macht einen kurzen, wirklich lächerlich aussehenden Knicks. "Ab mit Euch ins Haus. Das Essen wartet." Der jungen Frau entrinnt ein kurzes kehliges Lachen. "Husch, husch", setzt sie noch nach und wedelt mit den Händen in Richtung des Gebäudes, aus der die letzten beiden Männer gekommen waren.
Sie freute sich jetzt schon darauf, dass sie gleich endlich dieser nervigen Situation entkommen konnte. Nie wieder würde sie auf ein Magenknurren hören...

Als dann der Elb auch noch nach den sechs Hunden ruft, die Emeralds Anwesenheit auf dem Hof zuvor schon verraten hatten, kann sie nicht mehr an sich halten und lacht schallend los. "Vier Männer und sechs Hunde um mich in Schach zu halten?"
So viel hatte sie schon lange nicht mehr zu Lachen gehabt. Normalerweise war sie auch eher einer der Menschen, die ihre Gefühle nicht so offen trugen...aber diese Situation war einfach zu lächerlich.
"Ich muss ja wirklich furchteinflössend aussehen", meint sie, nachdem sie sich ein wenig beruhigt hat, und blickt an sich herunter. "Verhalten sich alle hier in der Gegend so lächerlich?"
Die Antwort auf diese Frage interessierte Emerald eigentlich wirklich. Bei einer Bejahung, würde sie schleunigst das Weite suchen und die Stadt erst gar nicht betreten. Solch ein erbärmliches und ständig ängstliches Volk machte nur Probleme. Eine Antwort aber erhält sie nicht, die vier Männer hatten sich bereits auf den Weg zurück ins Haus gemacht.

Eine Weile steht Emerald noch da, umgeben von den sechs Hunden, bis sie schließlich die Hand von Sveas Kopf nimmt, wo diese den Hund die ganze Zeit über weiter gekrault hatte, und sie in ihre Hosentasche steckt.
Anschließend macht Emerald sich auf den Weg endlich diesen Hof zu verlassen. Sie tritt durch den Torbogen, pfeift leise vor sich hin und nimmt, ohne sich noch einmal umzusehen, den Weg in Richtung Stadt.


--> weiter in der Stadt Talyra - Das Händlertor

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Emerald« (19. März 2013, 17:08)


Nathanael

Stadtbewohner

Beiträge: 750

Beruf: CoffeeClubBetreiber

Wohnort: Bavaria

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47

Freitag, 22. März 2013, 20:29

Nathan ist hin und her gerissen zwischen absoluter Belustigung und dem Gefühl von Unverständnis wie eine Frau mit so einem Mundwerk auch nur ein paar Siebentage auf den Straßen der Immerlande hat überleben können. Er zuckt mit den Schultern und beschließt, das Weib so schnell wie möglich wieder zu vergessen. Sie ist ihm auf eine ehrliche Art und Weise völlig egal, ihre Geschichte interessiert ihn nicht und ihre Beleidigungen bestärken in ihn in der Gewissheit, es mit einer Person zu tun zu haben, die sicherlich nicht ernst genommen werden kann.

Gemeinsam macht er sich also mit Cináed in Richtung „Hütten“ auf. Er freut sich darauf, etwas Warmes in seinen Magen zu bekommen, schließlich ist sein Appetit seit seiner Entlassung aus dem Rashangefängnis ungebrochen und wenn er sich recht erinnert, dann war die Küche auf Glyn-y-Defaid immer ausgezeichnet.
Als die beiden die Küche betreten sitzen Aruna, Úna, Gywn und Zoe schon am Tisch und schlingen, nach ihren braunen Mündern zu urteilen, sicherlich schon die zweite Tasse Cocoa genüsslich in sich hinein. Der riesige Tisch in der Mitte des Raumes ist reich gedeckt und aus den dampfenden Schüsseln und Töpfen steigt ein wunderbar herzhafter Duft auf, der dem Zauberer sofort den Mund wässrig macht.
„Hmmmm riecht gut“, meint er in Richtung Rhona gewandt, dann lässt er sich neben Kali Mayas Sohn auf die Holzbank fallen. Grinsend wuschelt er ihm über sein dichtes, pechschwarzes Haar und meint:
„Na Kleiner, dir schmeckt der Cocoa gar nicht... hm? Deine Tasse ist ja noch halb voll. Na, nicht schlimm! Ich bin mal so nett und trinke es aus…“ Mit diesen Worten schnappt er dem Jungen den Tonbecher aus der Hand und führt ihm zum Mund.
„Nein….nicht….“ Arunas nachtschwarze Augen weiten sich entsetzt und mit einer Geschwindigkeit, die man dem Jungen gar nicht zutrauen würde, klettert er auf Nathans Schoß. Hastig greift er nach oben, um zu verhindern, dass die kostbare und extrem leckere Flüssigkeit plötzlich in Nathans und nicht in seinem Mund verschwindet. Dieser beobachtet über den breiten Rand des Tonbechers verschmitzt lächelnd die Versuche des Jungen, ihm vom trinken abzuhalten.
„Ach du magst ihn doch?“, fragt er ihn mit gespielter Überraschung. Mit seinem freien Arm schnappt er sich die halbe Portion auf seinem Schoß, derweil er mit der anderen den Becher wieder auf den Tisch stellt.
„Natürlich mag Aruna Cocoa“, antwortet Zoe kichernd für den Kleinen. „Wer mag den nicht!“ Gywn und Una können dieser Aussage nur mit heftigem Kopfnicken zustimmen.
„Na dann hast du ja noch einmal Glück gehabt, mein Freund!“ Grinsend wirft er Aruna über die Schulter kitzelt den gluckenden und quietschenden Jungen richtig durch, um ihn dann mit einem leisen Plumps wieder neben ihn auf seinen Platz zu setzen. Auf den sonst so farblosen Wangen des Azadouras hat sich eine leichte Röte gelegt.
„Meiner.., sagt er breit lächelnd, während sich seine kleinen Finger fest um den Becher schließen.
„Ja deiner…“, bestätigt Nathan.

Es dauert eine Weile bis sich die Küche mit dem restlichen Gesinde des Gutes füllt. Nathan und Cináed nutzen die Zeit, um während des Wartens ihr Gespräch, das sie ihm Kaminzimmer begonnen hatten, weiterzuführen. Besonders Uios Verbleib und Schicksal interessiert den Shida'ya und so tut Nathan ihm den Gefallen, das eine oder andere Detail aus ihrer gemeinsamen Zeit in Sorbonn näher auszufürhen. Auch die Fee Zoe hört Nathans Ausführungen ganz genau zu. Manchmal seufzt sie ein bisschen, wenn der Name Uio fällt, doch Nathan hat sich an Zoes Liebeskummer und Herzschmerz schon so gewöhnt, dass ihm ihr sehnsuchtsvoller Blick schon gar nicht mehr auffällt.
Gut und Böse ist eine Frage des Standpunktes

  • »Cinaed« ist der Autor dieses Themas

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Beruf: Schafzüchter

Wohnort: Glyn-y-Defaid

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48

Montag, 25. März 2013, 15:50

Ohne sich noch einmal zu der Fremden am Brunnen umzudrehen, führt Cináed Nathan zum Haus zurück. Obwohl der Gutsbesitzer außerlich vollkommen gelassen erscheint, beschäftigt ihn die schmächtige, heruntergekommene Frauengestalt in Gedanken jedoch noch eine ganze Weile. Ryn – Regen., tauft er die junge Frau stumm. Ja, der Name erscheint irgendwie passend. Seine verstorbene Frau hatte jemanden wie die Fremde stets als Personen beschrieben, die nur im Regen weinen, weil sie zu Stolz sind: Zu stolz um um Hilfe zu erbitten, wenn sie Hilfe benötigen zum Beispiel. Ryn, denkt der Elb und das Wort trägt die Erinnerungen an längst vergangene Tage zu ihm zurück. Einst, vor langer Zeit, war er ebenso zufällig wie die junge, namenlose Frau nach Glyn-y-Defaid gekommen und hatte verloren und unschlüssig am Brunnen neben dem großen Blutbaum gestanden. Die Erinnerung lässt ihn wehmütig lächeln. Gerade einmal 28 Zwölfmonde hatte er an jenem Tag im Jahr 409 des fünften Zeitalters gezählt. Seine Kleidung schmutzig und abgetragen gewesen vom unsteten Leben auf der Straße.

13 Götterläufe zuvor war Cináed – oder besser gesagt Cadian – von Zuhause vorgelaufen, ein dummer, unerfahrener Knabe von 15 Jahren. Er hatte unter den Sternen geschlafen, sich in kalten Nächten in Heuschobern versteckt und vor Hunger mehr als einmal einen Apfel, einen harten Kanten Brot oder ähnliches gestohlen. Er hatte sich alte Kleider erbettelt und für ein paar Münzen seine Arbeitskraft angeboten. Von Hof zu Hof war er gezogen – immer auf der Suche nach einer kleinen Anstellung. Sein Leben war nicht einfach gewesen. Tagelöhner, Bettler und Vagabunden haben es noch nie leicht gehabt, und Cadian war ein junger Hexer gewesen. Irgendwann war immer etwas schief gegangen und früher oder später war er mit Stockhieben und Tritt fortgejagt worden – zumindest wenn Soris ihm hold gewesen war. Damals war er oft wütend gewesen, udn wie. Aber er hatte auch schnell gelernt, dass gute Manieren und Höflichkeit ihn stets weiter brachten, als grobe Worte und Feindseligkeit.

Mehr als einmal war er schlecht behandelt worden, nicht selten zu Unrecht... doch war seine Zeit auf dem einen Hof vorbei gewesen, so hatte er einige Tausendschritt weiter rasch wieder eine neue Anstellung gefunden – und sei es nur für kurze Zeit. Auf diese Weise war er vor so vielen Zwölfmonden schließlich auch nach Glyn-y-Defaid gekommen und hatte dort um Brot und Arbeit gebeten, nachdem die Hofhunde seine Ankunft für ihn kund getan und den damaligen Obersten Knecht des Anwesens – Bearach – auf ihn aufmerksam gemacht hatten. Von jenem Tag an war Cadians Vagabundenleben vorbei gewesen. Soris hatte es gut mit ihm gemeint, sehr gut sogar. Ohne es zu wissen hatte der junge Shida'ya an jenem kalten Tag im Spätherbst ein neues Zuhause und ein neues Leben gefunden. Und aus Cadian war im Laufe der Zeit Cináed geworden, der heutige Herr von Glyn-y-Defaid.

Doch Cináed hat seine Vergangenheit nie vergessen, seine unglücklichen Wanderjahre, wie er sie nennt. Der Elb ist gut zu Bittstellern und Tagelöhnern, weil er selbst einst einer von ihnen gewesen ist. Die Fremde – Ryn – tut ihm aufrichtig leid, trotz ihres spöttischen, feindseligen Verhaltens. Cadians – Cináeds – Reise, seine Suche nach ein kleinwenig Glück, hatte auf Glyn-y-Defaid geendet. Für die junge Frau war ihr Weg hier jedoch noch nicht zu Ende gewesen. Cináed lächelt. Für jeden von uns halten die Götter andere Pläne bereit, denkt er stumm, während er an Nathans Seite das Gutshaus betritt. Als sich die Tür hinter ihnen schließt, beginnen draußen auf dem Hof die ersten dicken Schneeflocken zu fallen.

In der Küche erwartet Nathanael und Cináed derweil warme Behaglichkeit, welche lässt die Ereignisse auf dem Hof schnell in Vergessenheit geraten lässt. Während die Kinder glücklich ihren Cocoa schlürfen und die letzten Vorbereitungen für das Mittagsmahl getroffen werden, unterhalten sich die beiden Männer angeregt und setzen das Gespräch, welches sie im Kaminzimmer begonnen haben, bei einem Becher warmen Honigmets fort. Zoes Liebeskummer entgeht Cináed dabei nicht. Sie ist so erwachsen geworden, stellt er beinahe etwas bekümert fest. Eine richtige, kleine Dame. Dass sich das hübsche Feenmädchen allem Anschein nach offenbar in Uio verguckt hat, wundert ihn dabei nicht sonderlich. Die beiden waren von jeher nahezu unzertrennlich gewesen, diese neue Entwicklung der Dinge kommt daher nicht wirklich überraschend. Eine zarte Fee und ein junger Feuermagier, denkt der Gutsbesitzer und schmunzelt leicht. Es hat schon ungewöhnlichere Liebespaare gegeben – wenn auch nicht viele. Bei dem Gedanken fallen ihm sogleich ein Dutzend Gesichten ein, die er erzählen könnte – die Kinder hätten gewiss ihre Freude daran.

Nach und nach finden sich jedoch alle zum Essen in der Küche ein und einer nach dem anderen nehmen sie an dem großen Speisetisch platz. Rhona trägt mit Hilfe von Nara und Mair das Essen auf und dann sitzen sie schließlich alle einträchtig an der langen Tafel beeinander. Cináed am Kopf, Nathan links, Owyn rechts von sich, dann folgen Rhona und Emrys neben Owyn, während Aruna und Zoe es sich neben Nathan bequem machen. Auf Emyrs folgt Gwyn, auf Zoe Úna. Und Liam, Nara und Mair teilen halten sich derweil am Ende der Tafel etwas abseits vom Rest der kleinen Gesellschaft auf. Vor ihnen allen stehen mit dampfendem Eintopf gefüllte Teller, frisches Brot steht bereit und in großen Schüsseln warten saftiges Wildbret, große Klöße und rote Beete darauf verspeist zu werden. Für die Kinder gibt es dazu süßen Traubensaft, während die Erwachsenen mit Bier und gewässertem Wein vorlieb nehmen. Und nachdem Cináed ein paar kurze Worte des Dankes an die Götter gerichtet hat, lassen es sich alle Anwesenden erst einmal so richtig schmecken.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

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Zoe

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Beiträge: 24

Beruf: kleiner Sonnenschein

Wohnort: Sithechtempel

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49

Mittwoch, 27. März 2013, 09:24

Immer wieder aufmunternd lächelnd schiebt Zoe Úna eine dampfende Essensschüssel nach der anderen hin.
„Hier…probier das doch mal. Das riecht so gut!“
„Ja, ich weiß…“, antwortet Úna mit leuchtenden Augen. Zum Glück kann ihre junge Freundin jetzt wieder Lächeln. Ganz anders als vorhin, als das Mädchen weinend in die Küche kam und Zoe das Herz schlagartig ganz schwer in der Brust wurde. Sie hat zwar nur die Hälfte davon verstanden, was das Kind unter Tränen und den Kopf an Rhonas Schulter gedrückt von sich gegeben hat, doch irgendwas muss draußen auf dem Hof, nachdem Aruna, Nathi und Cináed ins Haus gegangen sind, vorgefallen sein. Etwas Schlimmes, das Úna und auch ihre beiden Mäusefreunde völlig verschreckt hat.
Nur gut das Zoe Úna schnell davon überzeugen konnte, dass es ihren beide Tierfreunden gut geht. Manchmal ist es sehr praktisch, wenn man eine Fee zur Hand hat, die mit befellten, geschuppten und gefiederten Freunden reden und sie beruhigen kann.
„Schön, dass du da bist…“, sagt Úna leise und greift nach ihrer Hand.
Obwohl Úna selbst noch eine junge und kleine Große ist, sind ihre Finger schon kräftiger, als die feingliedrigen Hände der Fee. Lächelnd blickt Zoe auf ihre beiden ineinander verschlungenen Finger. Die Handfläche ihrer Freundin fühlt sich ein wenig rau und hart an und erinnert sie an eine andere schwielige Großen-Hand, die sie schon oft in der ihrigen halten durfte, wenn sie sich selbst „groß“ gemacht hatte. Uio…

Für einen kurzen Moment schließt die Fee ihre Augen. Sie vermisst ihn so. Sein freches Lachen, sein abstehendes rotes Haar, der wilde Blick und diesen ihm so ganz eigenen Duft. Ja, stimmt schon, manchmal hat Uio gestunken, furchtbar gestunken sogar. Aber wenn er sich vor einem ihrer viel zu seltenen Treffen gewaschen hatte, dann konnte sie diesen herben Duft aus einer Mischung von harzigem Nadelholz, Moos und dem Sprühregen eines kristallklaren Flusses in ihrer Nase kitzeln spüren. Niemand auf der ganzen Welt roch so gut wie Uio. Niemand!
Oft denkt sie an ihren Freund, wie es ihm in der Akademie wohl geht, was er neues dazugelernt hat und ob er wohl wieder in Schwierigkeiten steckt, weil er Streit mit irgendwelchen anderen Mitschülern oder Lehrern angefangen hat. Seine Briefe sind nur kurz, aber jeder noch so dahin geschmierte und mit ganz vielen Tintenkleksen und Rechtschreibfehlern gespickte Satz, wiegt für Zoe mehr als alles Gold auf dieser Welt. Immer wieder kann sie die wenigen Zeilen lesen. Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe. Dann stellt sie sich vor, wie Uio sich in seiner Kammer mit gekrümmter Haltung bei dämmrigem Licht über das verknitterte Blatt Papier beugt. Seine Augenbrauen sind eng zusammen gezogen. Eine seiner wirren roten Haarsträhnen fällt ihm über die Stirn ins Gesicht. Ab und zu streicht er sie mit einer fahrigen Bewegung wieder hinter sein Ohr, wenn sie ihm die Sicht auf den Brief und das, was er schon geschrieben hat, nimmt. Er ist voll konzentriert. Manchmal, wenn er sich nicht sicher ist wie man ein Wort schreibt, verzieht ein trotziges Lächeln seinen Mund. Den Federkiel hält er viel zu steif zwischen seinen Fingern. Er kratzt über das Papier, immer wieder fließt Tinte an ihm herab, so dass an mehreren Stellen dicke Tropfen auf dem Blatt entstehen, die sofort von den Fasern aufgesaugt werden und hässliche schwarze Flecken hinterlassen. Doch das ist dem jungen Mann egal. Konzentriert arbeitet er weiter, denn in diesem Augenblick denkt er nur an sie, Zoe, seine geliebte Fee. Genauso wie Zoe, wenn sie ihm ihre Briefe schreibt, nur an ihn denkt.

„He…Zoe, du träumst, ja“
Ups. Eine leichte Berührung an ihrer Schulter holt die Fee wieder aus ihren Gedanken. Nahti schaut sie mit schiefgelegtem Kopf und einer Mischung aus Sorge und Belustigung an. Auch Aruna hat sich zur ihr umgedreht und seine nachtschwarzen Kinder-Kuller-Augen liegen auf ihr. Ob mich irgendjemand, was gefragt hat?
„Dein Essen wird kalt.“
„Ähm….ja… stimmt“ Überrascht blickt die Fee auf ihre Schüssel, die noch genauso voll ist wie vor ein paar Augenblicken, als ihre Gedanken zu Uio abgeglitten sind, während die Teller und Schüsseln der anderen Anwesenden alle schon leer sind.
Hastig nimmt sie den Löffel. Ihre Wangen glühen, als hätte jemand zwei heiße Kohlen darauf gelegt. Ohne auch nur einmal auf zuschauen, löffelt sie die Klöße und ein wenig Gemüse in sich hinein, während die Gespräche zwischen den Großen wieder weiter plätschern. Nathi nimmt zum gefühlten hundertsten Mal einen Nachschlag von all den Leckereien und erzählt den Anderen ein bisschen von dem, was er zurzeit in Talyra so treibt. Doch Zoe hört nur mit einem halben Ohr zu. Auch von seiner kurzen Dankesrede und seiner Entschuldigung für irgendwelche Ereignisse, die wohl am Blumenball passiert sein sollen, bekommt Zoe kaum etwas mit.
Erst als Nara und Mair den Tisch abräumen und plötzlich sich Únas Finger wieder um die ihrigen schlingen, kehrt Zoe aus ihren Gedanken zurück in die Gegenwart.
„Du…solln wir fragen, ob Cináed uns noch eine Geschichte erzählt? Er kann so toll erzählen!“ Die Augen des Mädchens leuchten bei ihren hastig gesprochenen Worten wie funkelnde Sterne in einer wolkenlosen Nacht.
„Eine Geschichte?“
Úna nickt mehrmals bestätigend. Für einen kurzen Moment denkt die Fee nach, dann lächelt sie ihr typisches Feenlächeln, das selbst Herzen aus Stein zu Butter werden lässt.
„Ja, das ist eine gute Idee!“
Ehe sich Zoe versieht, hat sich ihre junge Freundin schon von der Bank erhoben und zieht Zoe einfach mit, um Cináed nach einer seiner berühmt-berüchtigten Geschichten zu fragen.
Zoe, die Fee die Jeden mag!

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50

Dienstag, 9. April 2013, 18:51

Während Zoe vor sich hin träumt, lassen alle anderen es sich schmecken und langen ordentlich zu. Als Nathan schließlich eine kleine Dankesrede anstimmt und auf die weit zurückliegenden Ereignisse beim Blaumenball im Haus de Winter zu sprechen kommt, verstummen die Gespräche der Erwachsenen jedoch abrupt. Die Kinder schenken den Worten des einstigen Hexers keine besondere Aufmerksamkeit, aber Owyn und Rhona, Emrys, Nara, Liam und natürlich auch Cináed, hören schweigend zu. Und allen scheinen andere Gedanken durch den Kopf zu spuken. Doch niemand am Tisch äußerst sich abfällig oder verärgert, die gute Stimmung kehrt schnell zurück und alle beenden gut gelaunt ihr Mittagsmahl.

Nara und Mair haben bereits damit begonnen den Tisch abzuräumen, als Úna und Zoe schließlich an Cináeds Seite schlüpfen und mit großen Augen darum bitten eine Geschichte erzählt zu bekommen. Der Elb lacht. Die beiden Mädchen müssen ihn nicht lange bitten. „Gut“, willigt er ein. „Für eine kurze Geschichte ist immer Zeit.“

Der Gutsbesitzer überlegt kurz, dann beginnt er zu erzählen: „Es war einmal ein schlauer Fuchs, der bat einen hungrigen Storch darum am Inartag sein Gast zu sein. Der Fuchs setzte dem Storch die allerköstlichsten Speisen vor, aber die Schüsseln, die er verwendete, waren so flach, dass der Storch mit seinem langen Schnabel nicht daraus essen konnte. Und so musste der hungrige Storch hilflos zusehen, während der Fuchs sich gierig den Magen vollschlug. Obwohl er sich betrogen fühlte, machte der Storch jedoch gute Miene zum bösen spiel und lobte die Gastfreundschaft des Fuchses in den höchsten Tönen und lud den Fuchs am Shentag zu sich ein, um sich angemessen bedanken zu können. Er Fuchs ahnte das der Storch ihm die Beleidigung heimzahlen wollte und lehnte die Einladung höflich ab, doch der Storch lies das nicht gelten und überredete ihn schließlich doch. Am nächsten Tag zeigte sich, dass der Fuchs mit seiner Vermutung Recht behalten sollte. Denn als er beim Storch an die Türe klopfte und dieser ihn ins Haus ließ, konnte er bereits von der Türe aus sehen, dass der Tisch nur mit hohen, langhalsigen Schalen gedeckt war. Dieses Mal war es daher der Fuchs, der dem Storch hungrig beim Essen zusehen musste.“*

Schmunzelnd schaut Cináed in die Runde. „Und, was will uns diese Geschichte sagen?“, fragte er in die Runde. Auch Gwyn und Aruna haben sich mittlerweile zu ihm und den beiden Mädchen gesellt und aufmerksam zugehört. Gwyn grinst. „Was du nicht willst, dass man dir tu' das füg' auch keinem anderen zu“, ruft er keck und grinst, stolz die Moral der Erzählung so schnell verstanden zu haben. Cináed nickt zustimmend. „Richtig.“ Der Elb lacht verschmitzt. „Dann bist du jetzt an der Reihe, Gwyn“, erklärt er vergnügt. Der Junge schaut ihn verdutzt an. Der Gutsbesitzer nickt zustimmend. „Oh...“ Gwyn runzelt angestrengt die Stirn, plötzlich kommt ihm eine Gedanke und hastig beginnt er zu erzählen. „Es war einmal ein Fuchs...“, beginnt er, wird aber sogleich von Úna unterbrochen. „Noch eine Fuchsgeschichte?“ Cináed legt eine Hand auf den Mund. „Ruhig, lass Gwyn doch erst einmal erzählen“, schaltet er sich ein. Der Junge wirft seiner Schwester einen giftigen Blick zu und beginnt dann erneut: „Es war einmal ein Fuchs, der hatte ganz fürchterlichen Hunger und Durst. Während er so auf der Suche nach etwas zu Essen und zu Trinken umherstreifte, bemerkte er auf einmal einen Weinstock, an dem ganz viele saftige Trauben hingen – die Früchte würden nicht nur seinen Hunger, sondern auch seinen Durst stillen. Doch sosehr der Fuchs sich auch bemühte, er konnte die Trauben nicht erreichen. Enttäuscht dachte er »Sie sind noch nicht reif.« und zog weiterhin hungrig und durstig seiner Wege.“

„Was soll das den für eine blöde Moral sein?“, ereifert sich Úna entrüstet und schaut ihren Bruder grimmig an. Ein leises Lachen erklingt hinter ihrem Rücken. „Gwyns Geschichte lehrt uns, dass wir manchmal dazu neigen unsere Unfähigkeitauf die äußeren Umstände schieben, anstatt den Fehler bei uns selbst zu suchen oder uns etwas mehr anzustregen, Úna“, antwortet Mair freundlich. Úna runzelt die Stirn, um eine Weile über diese Worte nachzudenken. „Hm, vielleicht hast du Recht“, stimmt sie schließlich wiederwillig zu. „Dann bist du jetzt an der Reihe, Mair.“ Von einem Moment auf den anderen entspinnt sich in der Küche ein regelrechte Geschichtenwettbewerb, an dem sich alle Anwesenden munter beteiligen. Selbst Rhona beginnt eine Geschichte zu erzählen, während sie tapfer die Geschirrberge zu stapeln und zu spülen beginnt. „Ich habe einmal von einem Imker gehört“, beginnt die Oberste Magd, „dem von einem Dieb Honig und Wachs gestollen wurde, als er nich Zuhause war. Als der Imker heim kam und den Diebstahl bemerkte, da schaute er sich um und untersuchte auch seine leeren Bienenstöcke gründlich. Er war so sehr in Gedanken vertieft, dass er gar nicht bemerkte, wie seine Bienen zurückkehrten. Als sie ihn umschwierten und stachen und böse zurichteten, da rief er deshalb erbost: »Ihr garstigen Biester. Den Dieb habt ihr ungeschoren entkommen lassen, aber mich, der ich mich so sorgsam um euch kümmere und euren Zorn nicht verdiene, den stecht ihr in eurer Wut!«“

Zwischen den Kindern entsteht eine heiße debatte ob der vermeindlichen Moral von Rhonas Geschichte. Nach einigem hin und her einigen sich Zoe, Úna und Gwyn schließlich darauf, dass manche Menschen sich nicht ordentlich vor Feinden und schlechten Menschen in acht nehmen und stattdessen oft diejenigen, die es gut mit ihnen meinen, vor den Kopf stoßen und ungerecht behandeln. Gut gelaunt kramen sie noch die eine oder andere Geschichte heraus, doch schließlich gebietet Cináed dem fröhlichen Treiben einhalt. Es gibt Arbeit zu tun und so gerne sie auch noch weiter beisammensitzen würden, Nara und Mair, Liam und Emrys und die anderen haben Aufgaben, die sie heute noch erledigen müssen. Und außerdem müssen Zoe, Aruna und Nathan irgendwann wieder in die Stadt zurück.


Anmerkung: Fabeln frei nach Aesop
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

Venditius

unregistriert

51

Montag, 3. Juni 2013, 19:21

<----- Atevoras Wohnung

Und wieder steht Venditius vor der Zwingeranlage die auf dem Gutsgelände hier in seinem Auftrag errichtet wurde. Fast schon bewundernd streicht sein Blick über das alte Gebäude. Es ist wirklich gut in Schuss gebracht worden, was unter anderem gewiss daran liegt, dass niemand hier auf Glyn-y-Defaid ein ausgebrochenes Hyaenodon herumstreifen haben möchte. Die monatlichen Spesenzahlungen und Mistress Shins Fürsprache haben natürlich auch zur Bereitschaft der Leute hier beigetragen, dieses für sie völlig fremde und für einige sicherlich furchteinflößende Geschöpf namens Morrak hier unterzubringen.

Venditius hatte bei den Verhandlungen darauf bestanden, dass nur er das Hyaenodon füttern darf. Zum einen will er damit vermeiden, dass ein Unachtsamer selbst zum Futter für das Tier wird, zum Anderen will er das Hyaenodon so dazu bringen die Kommandos anzunehmen die ihm beigebracht werden.
Nachdem Venditius herausgefunden hatte, worauf er zu achten hat verlief das Training mit Morrak von Mal zu Mal besser.
Es gab zwar immer wieder Rückschläge, da sich Morrak als ausgesprochener Hitzkopf entpuppte, doch im Großen und Ganzen war Venditius von seinen Fortschritten überzeugt. Und sogar seine immer noch skeptische Dienstherrin musste zugeben, dass es eine Verbesserung gab.

Morrak war inzwischen fast 80 Sekheln groß, 70 Stein schwer und sehr
kräftig. Immer wieder ist Venditius überrascht von der Kraft der Kiefer
dieses Tiers.
Selbst die dicksten Knochen zermalmen sie scheinbar mühelos.

Heute beschließt Venditius einen Schritt weiter zu gehen. Sorgfältig überprüft er das verstärkte Ledergeschirr und die damit verbundene 5 Schritt langen Leine, welche er extra für Morrak anfertigen ließ. Es war hervorragend gearbeitet und stabil genug um dem Hyaenodon einhalt zu gebieten.
Damit ausgerüstet, will Venditius heute sehen wie gut er Morrak in freier Flur unter Kontrolle hat.
Bisher haben Sie immer Kommandos geübt mit denen das Tier sich sein Fressen durch gehorsam verdienen musste. Heute soll es ohne ständige Belohnungen, rein mit der aufgebauten Dominanz von Venditius und dem Rudelinstinkt funktionieren. Und sollte es Probleme geben, kann Venditius seinen aufbrausenden Gefährten mit der Leine zurückhalten.

Langsam und konzentriert öffnet Venditius die schwere Holztür zum Zwinger. Er achtet immer sehr darauf den Aufenthaltsort von Morrak im Blick zu haben bevor er die Tür ganz öffnet, damit er ihm nicht entkommt. Einen ernsthaften Angriff von Morrak auf Venditius hatte es noch nie gegeben. Lediglich die üblichen Versuche die Rangordnung anzufechten. Diese wurden jedoch stets mit strenger und konsequenter Hand abgewehrt und bestraft. Der letzte Versuch war gleichzeitig der heftigste und Venditius musste bei seiner Reaktion darauf achten, das Hyaenodon nicht versehentlich zu schwerer zu verletzen.
Doch seit diesem Versuch war Morrak vergleichsweise friedlicher Natur. Er forderte lediglich die gewohnte Aufmerksamkeit ein und schien seinen Platz im Rudel akzeptiert zu haben. Selbst der Shin gegenüber, obwohl diese nie die Hand gegen Morrak erhoben hatte.

Sorgsam schließt Venditius die Tür hinter sich und sofort kommt Morrak angetrottet. Venditius tätschelt ihm grüßend den emporgereckten Kopf.

"Na mein Kleiner. Ich hoffe du bist ausgeruht und noch satt von gestern, denn heute verlassen wir das erste Mal Glyn-y-Defaid. Ich bin gespannt wie du dich im Wald schlagen wirst. Immerhin sind wir Beide ganz andere Ländereien gewohnt."

Er legt dem Hyaenodon das Geschirr an und lässt es damit erst einmal ein paar Minuten herumstreifen. Das ungewohnte Gefühl scheint ihm nicht allzu viel auszumachen. Und so befestigt Venditius die Leine am Geschirr und öffnet die Türe des Zwingers.
Zögernd aber von sichtbarer Neugierde getrieben verlässt Morrak den Zwinger und schnuppert aufgeregt. Er stellt jedoch sehr schnell fest, dass ihn die Leine in seinem Bewegungsfreiraum begrenzt und ein Versuch diese Grenze zu überschreiten einen unsanften Ruck sowie den Ärger von Venditius einbringt. So orientiert Morrak sich wie im Zwinger trainiert an seinem Herren und folgt ihm neugierig in das Larisgrün.

------> Das Larisgrün

Venditius

unregistriert

52

Montag, 10. Juni 2013, 12:42

<----- Das Larisgrün

Endlich ist der Zwinger in Sicht. Venditius ist sich nicht ganz sicher wo sein neues Anhängsel steckt aber er geht schwer davon aus, dass Sie sich nicht wieder im Wald verlaufen wird. So verträumt kann niemand durch die Welt laufen ohne nicht irgendwelche giftigen Pilze gegessen zu haben. Selbst das Mädchen scheint zumindest soweit klar denken zu können, dass es die letzte Zeit irgendwie überlebt hat.

Vielleicht haben selbst die Wölfe beschlossen vorsichtshalber auf eine Beute zu verzichten die Kichernd einem Blatt im Wind zusieht. Da wäre wohl auch ich als Wolf vorsichtig. Wer weiß ob man sich damit nicht den Magen verdirbt oder schlimmeres.

Bei diesem Gedanken muss Venditius grinsen.
Er führt Morrak in seinen Zwinger und schließt die Tür hinter sich fest ab bevor er dem Hyaenodon das Geschirr abnimmt. Nicht dass Marie Anne auf die Idee kommt ihm in den Zwinger zu folgen. Danach gehen die Beiden noch etwas in den Aussenbereich um Kommandos zu trainieren und Morrak das Fell zu reinigen.
Venditius hat festgestellt, dass Morrak es geradezu genießt wenn Venditius ihm das Fell mit einem alten Fetzen Stoff abschrubbt. Und er weiß genau, dass gerade diese empfindliche Bindung zwischen ihm und Morrak über Erfolg oder Misserfolg des Trainings entscheidet.

Während Sie im Aussengelände des Zwingers sind, nähert sich nun auch letzten Endes Marie Anne. Natürlich nicht ohne zuvor noch so mancher Blume beim blühen oder wachsen zuzusehen.

"Ah sieh an. Das kleine Mädchen hat es ja doch noch aus dem Wald geschafft. Du kannst ja mal am Gutshaus nachfragen ob sie Arbeit für jemanden wie dich haben. Das Wachstum des Grases kontrollieren oder sowas."

Venditius ist sich darüber bewusst, dass er seinen Spott auch übertreiben kann. Aber jemand der so leichtfertig sein Leben riskiert verdient seiner Ansicht nach diesbezüglich keine Schonung. Und wer weiß. Vielleicht spornt der Spott sie ja sogar dazu an etwas kontrollierter zu werden.

Für einen kurzen Moment blickt Venditius zur Sonne. Es ist bereits Nachmittags und es wird nicht mehr lange dauern bis Mistress Shin hier auftaucht oder nach ihm schickt.

So oder so. Dann bin ich diese kleine Traumtänzerin los.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Venditius« (10. Juni 2013, 12:48)


53

Freitag, 5. Juli 2013, 13:02

Freyja ist müde und hungrig. Sie hat nun seit ein paar Tage nichts anständiges oder warmes mehr gegessen. Nur ein paar Beeren und Pilze. Die gefangenen Kaninchen hatte sie an ihren ständigen Begleiter weiter verfüttert. Ihrem Bluthund mit Namen Odin. Ihre Kleidung, der Anzug aus dünnem Leder und dem verstärkten Mieder starrt vor Dreck, und riecht ein wenig muffig, doch ist er noch genauso intakt, wie zu der Zeit, als sie die Reise zur Stadt Talrya angetreten hatte. Allerdings hat sie die Entfernung ein wenig unterschätzt. Sie hofft auf eine baldige Ankunft, doch wie es scheint, hat sie sich verlaufen.
In nächster Zukunft wird sie allerdings neue Schuhe brauchen. Zehenwackelnd starrt sie auf ihre Füße. Was würde sie jetzt dafür geben, ein paar Minuten auf einem Schlafplatz auszuruhen. Und mal wieder Gebratenes essen. Freyjas Magen knurrt. Sie wischte die Gedanken beiseite und geht unbeirrt weiter. Odin trottet neben ihr her.
Das Mädchen stolpert schon wieder über eine Wurzel und seufzte. Sie MUSS etwas essen. Freyja sieht sich um, allerdings kann sie nichts als dunklen Wald erkennen. Ausser.... dort hinten, sieht der Wald etwas weniger dicht aus. Als sie weiter in die Richtung vorstößt, kann sie noch mehr erkennen. Vorne zwischen den Bäumen, sieht sie eine Art Gehöft. Verwirrt schüttelt sie den Kopf. Das hat sie jetzt nicht erwartet. Eingezäunte Weiden trennen sie von den eher kleinen Gebäuden, die in der Nähe stehen. Die großen Gebäude sind noch weiter weg. Sie beschließt höflich nach dem Weg und vielleicht ein wenig Proviant zu fragen. Gegen Endgelt natürlich, oder ihrer Hände arbeit. Betteln ist wider ihrer Natur. Vielleicht sind die Besitzer auch interessiert an ein paar Fellen, die Freyja in ihrer Umhängetasche hat.
Sie hofft auf Gastfreundschaft und will das nicht aufs Spiel setzen, indem sie quer durch die Weiden von Schafen stapft. Geht also um die Weiden herum direkt auf die kleinen Gebäude zu.
Freyja vernimmt laute Geräusche und hält kurz inne. Ein Kampf? Aber kein Schwerterklirren ist zu hören. Sie ist neugierig und geht langsam um eines der Gebäude herum. Will niemanden erschrecken, deshalb geht sie möglichst laut. Allerdings hätte sie sich das auch sparen können, so viel Lärm, wie hier herrscht.
Odin stellt die Ohren auf und nimmt eine dominante Haltung an. Ein schnalzen mit der Zunge lässt Odin wieder seine Aufmerksamkeit auf Freyja richten. Sie gibt ihm ein Zeichen und er setzte sich. Das Knurren unterdrückt er jedoch nicht.

Freyja musst grinsen. Odin würde wohl noch ein wenig mehr lernen müssen.

Ungläubig beobachtet sie, was da vor sich geht. Ein riesieges Tier kämpt mit einem Narg. Zumindest sieht es für Freyja im Ersten Moment so aus.
Erst räuspert sie sich. Dann ruft sie laut. "Benötigen Sie Hilfe?" Ihre Arme hat sie fest vor ihren Busen verschränkt und Odin rührt sich nicht. Knurrt aber immer lauter.

Venditius

unregistriert

54

Freitag, 5. Juli 2013, 20:21

Venditius und Morrak trainieren gerade spielerisch den Kampf, wobei Venditius immer sehr darauf achtet die Dominanz zu wahren und Morrak nicht zu frech werden zu lassen. Mit wildem Gekichere gemischt mit lautem Knurren springt Morrak auf Venditius zu. Dieser weicht gerade noch aus und startet seinerseits einen Angriff um das Hyaenodon zu Boden zu werfen. Doch auch diese Attacke geht ins Leere und schon bald stehen die Beiden wieder in Angriffstellung und lauern auf einen Fehler des Anderen.

"Komm schon Morrak. Streng dich an. Wenn die Mistress hier auftaucht müssen wir Ihr etwas bieten können. Von Ihrer Meinung hängt es ab ob wir weiter Trainieren können oder ob du demnächst ein Kaminzimmer in Talyras gehobener Gesellschaft zierst. Vergiss nicht, es ist meine Dienstzeit die ich hier bei dir verbringe. Also von vorn. ADOK."

Auf Kommando springt das Hyaenodon mit gefletschten Zähnen nach vorn und schnappt nach dem Arm von Venditius. Abermals kann Venditius ausweichen und endlich bekommt er das Tier zu fassen. Mit gekonntem Griff und unter Einsatz seines Körpergewichts wuchtet er Morrak auf den Boden. Das Training scheint sich bezahlt zu machen und auch die vereinzelten Kommandos scheint Morrak langsam verinnerlicht zu haben.
Doch Venditius bleibt keine Zeit um seinen Triumph zu genießen. Plötzlich erklingt hinter ihm eine Stimme. Zwar auch eine weibliche, jedoch nicht die der Traumtänzerin.

"Benötigen Sie Hilfe?"

Verwirrt wendet Venditius den Blick in die Richtung aus der der Ruf kam. Die junge Traumtänzerin ist verschwunden. Scheinbar war es ihr zu langweilig den Beiden beim Training zuzusehen oder etwas hat Sie wieder einmal abgelenkt und von hier fortgeführt. Ein Schmetterling, ein Staubkorn, ein Blatt oder sonst irgendetwas das sich bewegt. Es ist ihm ziemlich egal. Immerhin hören damit auch diese ewigen Fragen auf.
Stattdessen steht nun in einigem Abstand eine Frau die eindeutig älter ist als das junge Ding. Sie dürfte vielleicht um die 20 bis 30 Winter hinter sich haben. Allerdings kann Venditius das nicht wirklich einschätzen. Erstens ist er schlecht in solchen Mutmaßungen und zweitens sieht Sie so aus als hätte Sie in Lehmgruben gearbeitet und jahrelang keinen Zuber mehr gesehen. Das täuscht jedoch nicht über ihre sportliche Figur hinweg. Sie scheint gut in Form zu sein, wenn auch etwas abgemagert.

Langsam richtet sich Venditius in voller Größe auf und musterte den Neuankömmling und ihren Begleiter. Auch Morrak beobachtet die beiden Unbekannten genau. Das offensive Verhalten des Hundes scheint ihm nicht zu gefallen. Es geht sofort zum Angriff über und wirft sich mit vollem Gewicht gegen das Gitter des Aussenbereichs.

"Morrak, Nasták!"

Auch wenn Venditius nicht fürchtet, es könnte die massiven Gitter überwinden, so muss er doch wieder einmal das Temperament seines Begleiters zügeln.
Dieses mal gehorcht Morrak aufs Wort und legt sich, wenn auch widerstrebend auf den Boden. Natürlich nicht ohne das übliche murrende Gekicher. Aber Venditius ist froh, dass er seine Lektion für die nächste Zeit gelernt zu haben scheint.
So kann er sich jetzt beruhigt an die Unbekannte wenden.

"Auch wenn ihr ein Schwert Euer Eigen nennt so wage ich es zu bezweifeln, dass Ihr und Euer kleiner Freund da, gegen Morrak eine Chance hättet. Und wie Ihr seht, komme ich mit ihm doch recht gut zurecht. Doch auch wenn Euer Angebot sicher höflich gemeint war, so hält sich die Hilfsbereitschaft der Menschen gegenüber einem Nargen erfahrungsgemäß sehr in Grenzen. Meist steckt doch irgend eine Gegenleistung dahinter. Was also wollt ihr?"

Ihm ist bewusst wie er klingen mag. Doch es passt ihm gar nicht unterbrochen zu werden und seine Nerven sind immer noch strapaziert von Marie Annes Fragerei. Ausserdem wenn die Unbekannte etwas taugt, wird Sie sein Tonfall nicht abschrecken. Und wenn doch, dann ist es nicht schade drum.


Adok = Angriff
Nasták = Stop

55

Freitag, 5. Juli 2013, 22:45

Amüsiert sieht Freyja ihn lange an. "Ich wage zu behaupten, dass ich und mein "Kleiner" doch eine Chance hätten." Sie hat ihre Pose mit den überkreuzten Armen nicht verändert. "Nur läßt meine momentane Konstitution kein Kräftemessen zu. Ansonsten wäre ich sehr gerne bereit, Euer Angebot anzunehmen, und mein Glück zu versuchen. Wer könnte so einem Angebot schon widerstehen?"

Sie beobachtet Morrak, sieht ihm aber nicht in die Augen. "Was für ein Geschöpf ist Euer Morrak? So etwas habe ich noch nie gesehen. Er ist eindrucksvoll!"

Sie spürt, wie der Narge sie langsam von Kopf bis Fuß betrachtete. Immernoch steht sie gerade und aufrecht da. Auch wenn ihre Beine vor Hunger zittern und sie genau deshalb auch ihre Hände versteckt hat.

Der Narge richtet sich langsam zur vollen Größe auf. Freyja muss den Kopf in den Nacken legen um ihn ansehen zu können, obwohl er nicht einmal direkt vor ihr steht, sondern auf der anderen Seite des Gitters. Seine Augen glühen grün und seine Reißzähne blitzen in der Sonne.

Sie ist sehr Neugierig, wie dieser Mann kämpft. Er ist bestimmt doppelt so kräftig wie sie selber. Jetzt versteht sie auch, dass er und das Tier nur Kräfte gemessen haben und nicht wirklich gekämpft.

Odin knurrt neben ihr weiter und das Tier von dem Nargen, wirft sich wütend und auf Angriff gepolt, gegen das Gitter. Freyja blinzelt nicht und weicht nicht zurück. Nur Odin knurrt noch lauter.

Er fragt sie ein wenig forsch, was sie von ihm will. Sie ist verwirrt. "Oh.. Die Menschen haben etwas gegen Nargen? Was tut eure Spezies denn, dass den meisten Menschen Angst einjagt?" Sie blickt ihn mit echter Neugier an. Versucht dabei allerdings gegen den Schwindel anzukämpfen. Da knurrt ihr Magen unangenehm laut. "Ich würde gerne Felle oder meine Arbeitskraft gegen etwas warmes Essen tauschen" sagt sie fest und blickt ihm weiter in die faszinierenden Augen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Freyja« (5. Juli 2013, 23:20) aus folgendem Grund: Falsche Anrede


Venditius

unregistriert

56

Freitag, 5. Juli 2013, 23:15

Ein breites Grinsen lässt Venditius seine Zähne zeigen. Eines muss er dieser Frau lassen, sie hat Mumm in den Knochen. Auch Marie Anne hatte versucht ihn mit gespielter Selbstsicherheit zu beeindrucken, doch der Gesichtsausdruck dieser Frau zeigt, dass sie nicht versucht ihre Angst zu verdecken sondern es tatsächlich auf einen Kampf ankommen lassen würde.
Er ist so positiv davon überrascht, dass er sich sogar dazu hinreissen lässt ihre Frage zu beantworten. Wenn auch nicht ganz ohne ein wenig zu provozieren.

"Eure Konstitution also. Sicher sicher. Nun Morrak ist ein Hyaenodon. Ein hervorragender Jäger aus meiner Heimat. Allerdings wird er wohl noch ein gutes Stück größer sein wenn er erstmal ausgewachsen ist."

Es entgeht ihm nicht, dass die Frau alle Mühe hat sich vernünftig auf den Beinen zu halten. Doch er kommt gar nicht wirklich dazu Sie darauf anzusprechen. Die Frage warum Menschen Angst vor Nargen haben trifft ihn mehr als überraschend. Ein laut schallendes Lachen das sogar Morrak aufschreckt verzögert seine Antwort etwas.

"Ihr wisst nichts von dem großen Krieg? Welches Erdloch hat euch denn ausgespuckt? Wobei ihr scheinbar tatsächlich aus einem Solchen gekrochen seit wenn man euch so anschaut."

Sie werden von einem gewaltigen Magenknurren unterbrochen und gleich darauf gesteht die Unbekannte Ihre Absichten ein.

Natürlich. Etwas zu essen wollte Sie. Eigentlich sind mir Bettler ja zuwider, aber dieses Weib hat etwas an sich.

"Ihr gefallt mir. Und daher werde ich euch wohl helfen. Ich kann euch momentan nichts Warmes zu Essen anbieten. Der Hof hier ist nicht mein Eigen. Aber ich habe ein wenig Trockenfleisch bei mir. Eigentlich war es für Morrak gedacht, aber ich denke ihr braucht es aktuell dringender als er. Und er sollte noch einen Tag ohne Futter durchaus aushalten."

Mit diesen Worten bindet er seinen Proviantbeutel von seinem Gürtel los und wirft ihn in hohem Bogen über den Zaun. Dann setzt er fort:

"Und was die Gegenleistung betrifft so sollten wir schon etwas finden. Trefft ihr mit Eurem Bogen auch etwas anderes als ein Scheunentor? Ich könnte jemanden gebrauchen der mir regelmäßig frisches Wild für Morrak besorgt. Wenn er immer nur Schlachtabfälle bekommt mutiert er mir noch zum Wildschwein."

57

Samstag, 6. Juli 2013, 19:22

Der Narge grinst, oder flätscht die Zähne. So genau kann sie es nicht sagen, doch als er dann über sein Tier spricht hört sie seinen Stolz heraus. Auch sie ist stolz auf Odin. Und dem Nargen seine kleine Provokation entgeht ihr nicht.
Jetzt ist es an ihr zu grinsen.

Dieser Narge hat ja Nerven. Sie schaut auf ihren Bluthund, der ihr im stehen, bis über die Hüfte reicht. “Nett, dein Hyaenodon. Aber Odin ist ein wenig grösser, oder nicht?“ Sie grinst ihn an, gibt Odin ein Zeichen mit der Hand und schon steht er mit seinen 1,15 neben ihr.

Ihr macht dieser Krieger Spass.
Dass er dann lacht und sie als dumm und dreckig darstellt, kann sie nicht widerlegen. Sie starrt vor Dreck von der langen Reise und dem schlafen im Wald. Von dem Krieg weiss sie wirklich nicht allzu viel, aber das Wissen wird sie sich bald aneignen. Somit stört sie sein necken nicht.

Er wirft ihr den Proviant über den Zaun und sie lässt keine Zeit verstreichen. Setzt sich auf den Boden und macht sich über das Trockenfleisch her. Odin legt sich neben sie, lässt die Beiden hinter den Zaun nicht aus den Augen.

“Ich danke euch sehr für das Essen und das Angebot.“

Mit vollem Mund versichert sie dem Nargen, sich für zwei Tage um das Essen für seinen Morrak zu kümmern. “Doch dann müssen wir die Bedingungen neu verhandeln.“ spricht Freyja und sieht ihn an um zu beobachten, wie er ihre Verhandlung aufnimmt.

“Meint ihr, ich könnte mit dem Besitzer von diesem Hof sprechen, für eine Nacht in einer Kammer zu schlafen und vielleicht einen Badezuber zu benutzen? Oder wird hier keine Hilfe benötigt?“ Das letzte Stück Trockenfleisch gibt sie ihrem Hund. Sieht den Nargen dann herausfordernd an, denn er hatte sie die ganze Zeit beobachtet.

Gerne würde sie erfahren, was er denkt.

“Hier Euren Beutel zurück.“ Sie wirft ihm den Proviantbeutel zurück über den Zaun. Bleibt aber sitzen. Sie hofft ihn noch ein wenig kämpfen zu sehen.

Venditius

unregistriert

58

Samstag, 6. Juli 2013, 20:38

Ein weiteres Lachen bricht aus Venditius heraus.

"Verhandeln? Der Letzte der mit mir handeln wollte, hatte letztendlich die Wahl zwischen meinem Angebot und einer Axt in seinem Schädel. Ich fürchte hier fehlt es mir an der nötigen Geduld. Damit wendet Ihr euch lieber an meine Herrin die Mistress. Was das Quartier und den Zuber betrifft, so kann euch der Gutsherr hier sicherlich entgegenkommen. Und sollte er euch den Zuber verweigern so werfe ich Euch gerne persönlich in den Brunnen, auch wenn daraufhin das Wasser die nächsten Tag nicht mehr genießbar sein wird."

Bei den letzten Worten grinst er erneut übers ganze Gesicht. Er kann nicht sagen warum, aber er magdiese Menschenfrau. Erneut mustert er die nun im Gras sitzende Frau. Sie war für einen Menschen recht groß, auch wenn er Sie dennoch um etliche Sekhel überragt. Ihr Körper ist muskulös aber dennoch sind ihre weiblichen Rundungen deutlich zu erkennen. Ja man könnte fast sagen für einen Menschen ist sie attraktiv.

Doch er darf nicht vergessen, dass er nicht hier ist um Freundschaften zu schließen. Allerdings würde sich die Unbekannte sicher als brauchbare Hilfe im Kampf erweisen. Dazu muss er Morrak besser unter Kontrolle bringen. Aktuell ist es nur für die Mistress vergleichsweise ungefährlich den Zwinger zu betreten.

"Ihr werdet verstehen, dass ich aktuell nicht gerade darauf aus bin mich zu unterhalten. Von nichts kommt nichts. Wenn ihr den Gutsherren sucht, fragt einfach am Haupthaus nach ihm. Ansonsten dürft ihr gerne hier bleiben und Eure Konstitution noch etwas entspannen. Doch eine Warnung. Sollte die Mistress hier erscheinen werdet ihr gebührenden Abstand einhalten, sonst seid Ihr einen weiteren Kopf kleiner als ich."

Mit diesen Worten begibt er sich wieder in die Mitte des Aussenbereichs, nimmt eine Verteidigungshaltung ein und wendet sich an Morrak.

"Morrak. Adok!"

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Samstag, 6. Juli 2013, 21:49

Freyja lacht in sich herein. Er will sie in den Brunnen werfen? Was für ein lustiger Gedanke. Früher oder Später, wenn sie es schafft eine kurzweilige Arbeit zu bekommen, wird sie sich mit ihm messen.
Er ist nicht nur lustig, sondern auch überheblich, was sie von ihrem eigenen Volk ganz gut kennt. Typisch Krieger! Auch das Verhandeln hat sie sich erst seit neustem angewöhnt.

Dass er sie warnt zu nah an die Mistress heran zu treten, lässt sie vermuten, dass er vielleicht mit ihr ein Liebesverhältnis hat? Ist die Mistress vielleicht auch ein Narge?

Gehörte das ganze Gut vielleicht dieser Spezies? Das könnte richtig interessant werden.

Sie beschließt noch ein wenig im Gras zu sitzen und ihn zu beobachten. Noch fühlt sie sich nicht stark genug, neue Begegnungen in Angriff zu nehmen. Freyja bewundert, wie die beiden kämpfen, auch wenn sie der Meinung ist, dass er das Tier schneller herunterringen sollte. Doch sie wird sich nie einmischen, wenn sie nicht gefragt wird. Einem Freund hätte sie vielleicht ein paar Hinweise gegeben. Aber leider war dieser Mann kein Freund.

Noch nicht. Schmunzelt sie, denn bestimmt ergänzen sie sich gut und sie ist sich sicher dass sie auch einiges von ihm lernen kann.

Sie lehnt sich ein wenig zurück, an Odin ran und entspannt sich, während die beiden vor Ihr immer und immer wieder die Angriffe üben. Selbst Freyja merkt, dass der Morrak noch nicht vollständig hört, aber die Ansätze sind definitiv da. Der Narge wird ein guter Herr für den Morrak sein.

Venditius

unregistriert

60

Montag, 8. Juli 2013, 13:34

Das Training verläuft gut, auch wenn Morrak heute scheinbar nicht ganz auf der Höhe ist.
Seine Bewegungen sind langsamer, seine Reaktionen schwerfälliger als üblich.
Venditius schiebt das auf die Ablenkung durch die zwei Besucher und beendet das Training früher als üblich.
Doch gleichzeitig muss er sich eingestehen, dass er heute mehr als leichtsinnig war. Morrak von der Leine zu lassen obwohl er ihn höchstens so weit hat, dass er keine ernsthaften Angriffe auf Venditius ausführt.
Es war reines Glück, dass Marie Anne nicht umgekommen ist.

Doch dieser Fehler passiert ihm nicht noch einmal. Venditius hegt noch immer die Hoffnung, dass er sich mit dem Hyaenodon nicht übernommen hat.

Im Moment jedoch sieht es so aus als behält die Mistress Recht mit ihrer Skepsis.
Venditius velässt den Zwinger und verschließt ihn sorgfältig bevor er sich zu der Unbekannten und Ihrem Begleiter begibt. Er vermutet, dass die Mistress demnächst hier auftauchen wird. Er beschließt die Zeit zu nutzen um noch etwas über die Neuankömmlinge herauszufinden.

"Wie ist eigentlich Euer Name?"

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