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Atevora

Unregistered

1

Wednesday, July 4th 2012, 11:40pm

Atevoras Heim

Informationen zum Gebäude:
Atevoras Wohnung befindet sich in der Tausendwinkelgasse, und belegt Teile der obesten zwei Stockwerke (2. und 3. Stock) eines der größeren Gebäude dort. Das Wohnhaus ist mit reichlich Grünspan überzogenen Dachschindeln bedeckt und dazu farblich passend spannen sich zwei grüne Sonnensegel vom Gebäude ausgehend über die Straße. Unter diesen ist ein verblichenes Schild zu sehen, auf dem Nadel und Faden abgebildet sind, und somit klar auf das Vorhandensein der Schneiderei im Ergeschoß hinweist. Das Gebäude selbst besitzt Erker, Gauben, milchige und klare Butzenschreiben sowie einen Balkon mit schmiedeeisernen Geländern. Es ist auch ein gepflasterter Innenhof mit Brunnen und kleinen Grünflächen vorhanden, welche die Bewohner des Gebäudes zusammen mit den Anreinern nutzen können.

Im Erdgeschoß: Wohnt/befindet sich ein Schneider mit seinen Verkaufsräumlichkeiten. Sein Name ist Cordus Kameruk. Durch einen Durchgang gelangt man in den Innenhof. Im Erdgeschoß gibt es zudem einen Abort.
Im ersten Stock: Befinden sich einige kleinere Wohnungen.
Im zweiten Stock: Ist der Eingang zum unteren Teil von Atevoras Wohnung zu finden. In dieser Etage woht in einer kleinen Wohnung neben der von Atevora Isleen mit ihren Kindern Ferris und Aiden.
Im dritten Stock: Am Gang befindet sich eine Leiter die hinauf zur Dachkammer führt, und 3 Türen. Hinter einer der Türen liegt der zweite Abtritt des Gebäudes, vermutlich des saubersten in ganz Talyra. So sauber, dass sogar jene, die ihn benutzen - unterdessen sie ihn benutzen - auf nie mehr wieder sehen verschwinden. Einst meinte einer der Kobolde, die zuvor in diesem Haus wohnten, es wäre viel zu anstrengend, den Abort immer mühevoll zu leeren und zu putzen.
Seither reinigt sich der Abtritt auf magischem Wege selbst und niemand, der kein ausreichendes magisches Gespür besitzt, sollte ihn betreten, ansonst – so heißt es – wird er mit viel Pech noch während er sein Geschäft verrichte ins Nirwana gezogen.
Hinter den weiteren Türen sind Atevoras, und die ihres Nachbarn- ein Kobold mit dem Namen Lonolik - Wohnung zu finden.



Atevoras Wohnung:
http://s1.directupload.net/images/121026/jcxzhio2.jpg


- Wohnraum:
Die Wände im Inneren sind größtenteils kalkweiß. Der Boden besteht aus sorgsam geputzten, polierten und gewachstem Parkettboden aus dunkel geräucherter Eiche. Es duftet im Inneren leicht nach Zedern vom Putzmittel bzw der Holzpolitur und die Wohnung strahlt auf den ersten Blick eine gewisse Unnahbarkeit und Kälte aus, wobei erst auf dem zweiten Blick zu erkennen ist, woran dies liegt.
Die Kopfseite des Zimmers besitzt eine Abschrägung vom Dach. Sie wird unterbrochen durch eine Gaubenausfassung mit einem doppelten Fenster. Dort wo die Wand noch nicht abgeschrägt ist befinden sich links und Rechts des Fensters teils farbige, teils milchige Butzenscheiben die direkt in die Wand eingelassen sind.
Unter dem Fenster befindet sich ein runder kuscheliger Teppich auf dem Atevoras Hund Shafir zu dösen pflegt.
Die Einrichtung ist aus dunklem Holz oder Schmiedeeisen und durchaus schmuckvoll mit Intarsien und Schnitzerei verziert. In einigen der vielen Regalen und Ablageflächen stehen dicke Bücher, in einem werden sie von zwei Buchstützen aus Bronze gehalten. Alles ist sorgsam und akribisch zusammengeräumt. Der Raum könnte beinahe schmucklos und leer wirken, wären da nicht die Teppiche, denn kein zierliches Deckchen, oder sonstiger persönlicher Gegenstand ist auf den Regalen zu finden, die ansonst ihre Geschichte über die Besitzerin der Wohnung, oder die Wohnung selbst erzählen. Alles in Allem lässt die Ordnung und irgendwie seltsam präsente Leere eine gewisse Strenge und Härte der Bewohnerin vermuten.
Zudem dominiert ein runder Tisch, mit einer gemütlichen Eckbank und zwei gepolsterten Holzstühlen das innere des Raumes. Der Tisch steht auf einem von blauer und weißer Farbe dominierten viereckigen Teppich mit einem Lebensbaummotiv darauf.
Obwohl von der Küche ein Teil des gekachelten Ofens in diesen Raum ragt und sich in den Ecken Kohleschalen befinden, vermögen sie in dem großen Zimmer im Winter nicht genügend Wärme zu spenden um es wirklich wohlig warm werden zu lassen.
Eine mit einem dicken Vorhang verdeckte Tür führt hinaus zum Balkon und eine Wendeltreppe in ihre öffentlichen Arbeitsräume eine Ebene tiefer.

- Das Schlafgemach
Betritt man durch die Tür das Schlafgemach fällt der Blick als erstes auf das große, in Bezug auf die Besitzerin, überdimensionierte Bett, welches den Raum hauptsächlich dominiert. Über der Matratze liegt ein Unterbett das meist mit frischen Kräutern gefüllt ist und den Raum mit ihrem wohltuendem Duft nach Kamille, Melisse und Pfefferminze erfüllt. Darauf liegen eine edle Decke aus weichem Fell und eine meist zurückgeschlagene warme Steppdecke.
Auch hier im Schlafraum besteht der Boden aus Holzdielen und in den Ecken sind Kohleschalen, doch sie werden selten benutzt. Neben Kästen für Gewand und Bettwäsche, einer kleinen Polsterbank vor dem Bett und einer Kommode mit Spiegel und einer Waschschüssel an der Wand vor der Bank, lieg tein gebürstetes, kuschelig weiches Schaffell am Boden.
Außerdem findet sich hier in der Mauer eingelassen der vermutlich eindrucksvollste Blickfänger in der Wohnung: Ein großes Motivfenster das nahezu die ganze Wand einnimmt. Es besteht aus drei Teilen: Auf dem ersten Abschnitt ist das Bild einer rauen See zu sehen, am mittleren Teil beruhigen sich die Wogen und ein hübscher Regenbogen beginnt, der sich im dritten Teil, der ruhiges Wasser und einen Strandabschnitt zeigt, fortsetzt. Ein großer schwerer Vorhang aus dunkelblauem Stoff reicht hier von einer Raumseite zur Anderen. Er ist meist zugezogen und versperrt nicht nur den Sonnenstrahlen den Weg, sondern auch den Blick auf das Motivfenster. Eine weitere Tür befindet sich in dem Zimmer, gleich zur linken an der Wand wenn man das Schlafgemach betritt. Sie ist immer verschlossen und den Gästen ist der Zutritt untersagt.

-Die Küche
Sie ist relativ geräumig bemessen und sie ist im zweiten Stock der hellste Raum. Zwei kleine Fenster lassen den ganzen Tag genügend Licht hereinscheinen, dass eine Köchin den ganzen Tag fleißig den Kochlöffel schwingen könnte. Eine ausreichend große Arbeitfläche, mit Anschließender Spüle sowie ein Ofen und eine zusätzliche Kochstelle sind vorhanden, ebenso befindet sich Geschirr in den Kästen. In den dunklen Ecken des Raumes hängen einige Kräuterbuschen und an den Wänden einige Kochtöpfe. Es ist schnell zu erkennen, dass einige der Töpfe lieber nicht zum Kochen verwendet werden sollten, sie sehen nicht nur so aus als würde Atevora darin Farben und Tusche herstellen, sie nutzt sie dafür tatsächlich.
Eine Tür in den Raum führt in die Vorratskammer die meist nur sehr üppig mit Käse gefüllt ist, und eine weitere in den Waschraum in dem unter anderem ein großer Zuber steht.

- Der Balkon
Der Balkon wirkt den Sommer über wie eine blühende bunte Oase. In Blumentöpfen und Körben, adrett und ansehlich zusammengestellt gedeihen hier verschiedene Pflanzen wie Hibiskus, Malve und Ringelblumen, oder Brunnenkresse, Hängebelagonien, Rosengeranie, Portulak, Silberkraut und verschiedene Kräuter schmücken die Töpfe, umspielen das Geländer und wachsen dem Himmel oder streben dem Boden entgegen.



Eine Wendeltreppe führt hinab in die offiziellen Arteitsräume, eine ehemalige Wohnung welche seit kurzen ebenfalls Atevora gehört und welche sie mit ihre vorherigen Wohnung durch die Treppe verbinden ließ.
Hier gibt es ebenfalls einen Vorraum einen Küchenbereich mit Feuerstelle, einen Hauptraum und noch unbenutzte leere Zimmer.


- Vorraum:
Der Vorraum wird dominiert von der schmiedeeisernen Wendeltreppe deren Stufen zum Wohnraum hin auslaufen und eine geschwungene Rückwand besitzen. Der übrige Vorraum ist ausgestattet mit einem schmalen Kasten, und Haken fürs Gewand, sowie einem hölzernen Gestell mit einer Tropfwanne darunter zum Schuhe abstellen. Zudem steht neben dem Gestell für die Schuhe eine Kiste in denen einige Pantoffeln aus Filz für Gäste sind.
Venditius hat hier sein einfaches und rustikal anmutendes Bettlager im typisch Sandnargischen Stil (nur etwas weniger staubig sandig und dreckig) eingerichtet um hier nahe an den Eingängen zur Wohnung gut Wache halten zu können.

- Hauptraum:
Im Hauptraum lassen die Fenster in den Erkern genügend Licht zum Arbeiten in den Raum. Davor befindet sich ein großer Tisch mit einigen Stühlen. Ebenso befinden sich dort ein Schreibpult und einige schlichte Kästen und Regale. Die einsehbaren Regale biegen sich förmlich von der Last unzähliger mit Schreibblättern gefüllter Lederumschläge, in Lederhüllen verstauter, gerollter Pergamente, Folianten, Wachstafeln, Federn und Tuschen und allen weiteren Dingen die ein Schreiber benötigt. Etwas auffällig ist vielleicht der Sandsack der hier fix montiert frei hängend einigermaßen am Rade des Raumes von der Decke hängt und sich so überhaupt nicht in die sonstige Schreib und Gelehrten-Stubenatmosphäre fügen möchte. Ebensowenig wie die leicht mitgenommene und eindeutig erst kürzlich ausgebesserte verputzte Wand und die Ablagefläche davor auf denen sich Lederreste und Werkzeuge zum Bearbeiten von ebendiesem befinden.

Eine Kochnische ein Kamin samt kleinem Tisch sowie einfachen Sesseln davor sowie ein Raum der als Abstellkammer genutzt wird, befinden sich ebenfalls in dieser Etage.


Charaktere:

Schneidermeister Cordus Kameruk (NSC):
Cordus Kameruk ist ein schon etwas betagter Mann, mit freundlichem Wesen, aber leichtem Hang zum Düsteren oder zur Melancholie. Er hat graues Haar, eine etwas gedrungene Statur und ist vermutlich nicht größer als 167 Senkel. Trotz dessen ihn bereits bei grausigem nasskaltem Wetter ab und an die Gicht plagt, ist er noch bemerkenswert flink auf den Beinen und noch schneller und gewandter mit Nadel und Faden.

Lonolik (NSC):
Er ist einer der vielen Kobolde der Tausendwinkelgasse, und vermutlich - wie fast jeder Kobold in der Stadt - auf mehreren Umwegen irgendwie mit Euron verwand, oder zumindest mit ihm bekannt. Er wohnt in der Wohnung gegenüber Atevora. Er ist flink, gewitzt und auch durchaus verschlagen, und er amüsiert sich gerne damit mit wenig aussagekräftigen manchmal konfusen Worten die Bürger der Stadt zu verwirren. Aber darüber hinaus ist er ein freundliches Naturell.

Isleen (NSC):
Isleen ist eine von Atevoras Nachbarn. Sie ist eine etwa 35 Jahresläufe zählenden Frau. Sie ist eine Herzländerin, etwa durchschnittlich groß und von dünner aber nicht hagerer oder gar zerbrechlicher Statur. Ihr Gesicht hat eine ovale Grundform, sie besitzt hellbraunes Haar und Blaugrüne Augen. Ihr Erscheinungsbild ist weder als besonders hübsch, noch hässlich zu und insgesammt ebenso durchschnittlich wie ihre Körpergröße zu beschreiben. Sie trägt immer Kleidung die etwas älter wirkt aber immer sorgsam ausgebessert und gereinigt erscheint. Sie wohnt zusammen mit ihren Söhnen Ferris und Aiden im ersten Stockwerk, also auf der Etage zum unteren Bereich von Atevoras Wohnung. Seit ihr Mann bei dem Dämonenangriff ums Leben kam, zieht sie ihre Söhne alleine groß und schlägt sich mit ihren Kindern mit kleinen Dienstleistungen, wie Häuserputz, Wäsche waschen, oder ähnlichem über die Runden.

Ferris und Aiden (NSC):
Die Beiden sind zwei aufgeweckte Buben. Sie sind unerschrockenen, neugierigen und manchmal sogar etwas neunmalkluge, aber sehr gut erzogen und die Söhne von Isleen.
Ferris ist der Ältere von den Beiden. Er ist mittlerweile 13 Jahre alt und wirkt seiner Mutter wie aus dem Gesicht geschnitten, seine Augenfarbe ist allerdings grünlicher als die seiner Mutter.
Aiden ist sein jüngerer Bruder und 11 Lenze alt. Seine Haare sind wesentlich heller als die von Ferris und seine Nase ein wenig stubbsig. Er ist ein wenig neugieriger und besitzt etwas mehr Tatendrang als sein Bruder.

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Atevora

Unregistered

2

Monday, October 22nd 2012, 3:11pm

<-----Die Goldene Harfe


Es dauert nicht lange bis Atevora samt Hund und Gepäck bei sich zuhause ankommt. Jeder Magiergenosse hätte es als hochgradig fahrlässig erklärt in ihrem Zustand das magische Tor zu nutzen, aber jene Memmen sind auch nicht so oft wie sie seit Kindheitstagen mit intensiven Schmerzen konfrontiert und es somit ohnehin gewohnt auch unter entsprechender Beeinträchtigung die Zauber nicht zu versemmeln und vor Allem, so lange sich die Shin dabei nur selbst in Gefahr bringt nimmt sie das gerne in Kauf um dem Gewühl auf den Straßen zu entgehen und ihre Habseligkeiten nicht schleppen zu müssen.

Ihre Wohnung begrüßt sie mit dem wehmütigen Gefühl von Vernachlässigung, das einem immer entgegenschlägt, wenn man einen Raum betritt, der sich unter einer gleichmäßigen dünnen Schicht aus Monatelang nicht bewegten Staubes ergraut vor einem auftut. Aber da ist ist nicht der Staub, der alle Flächen dumpf und fahl erscheinen lässt, denn schon beim zweiten Hinsehen eröffent sich der Magierin eine weitere Erkenntnis. Yasraena hatte sich wohl in ihrer Abwesenheit Zutritt verschafft, alles Habe der Elbe, das die Wohnung schleichend mit immer mehr Leben und Natürlichkeit erfüllt hatte, ist fort. Nur am Bett liegen noch ein weiteres Kissen samt Decke für eine weitere Person bereit.
Niedergeschlagen und Melanchonisch setzt sich Atevora an die Kante des Bettes, auf jener Seite wo Yasraena zu schlafen pflegte wenn sie hier übernachtet hatte. Behutsam streicht die Shin über den Kopfpolster auf dem die Elbe ihren Kopf gebettet hatte, während das gleichmäßige Klickern von Shafirs Krallen am Holzboden verstummt. Er legt den Kopf schief, winselt und bettet seinen massigen Schädel mit seinen treuen rollenden Augen auf der Magiern Schoß. Auch Via, die schon am Fenstersims auf Einlass gewartet hatte und von der Kommode aus zu ihr herübersieht, bedenkt die Eismaid mit einem eigenwilligen Blick. Ob auch ihre Tiere verstanden haben, oder gerade dabei sind die Dinge zu begreifen? Es wirkt jedenfalls so.
Lange sitzt Atevora nur schweigend auf dem Bett und krault ihr schwarzes Fellungetüm. Wer hier wohl wen tröstet?
Nach einiger Zeit steht die Shin schließlich auf, zieht die Bettwäsche ab um die Lacken nachher einer Wäscherin zu überantworten und legt Kopfkissen und Decke zurück in den Kasten. Sie wird beides so bald wohl nicht mehr brauchen. Sie ist wieder alleine und wird es vermutlich auch lange bleiben.

Nachdem sie ihr eigenes Bettzeug in die Mitte ihres Bettes geschoben hat, nimmt sie sich ihrer Post an, die im Kupferkessel, oder unter den Türschlitz durchgeschoben auf sie gewartet hatte. Die Entwicklungen sind bis auf eine allesamt freudiger Natur. Sie sprechen von glücklich erledigten Geschäften, guten Einnahmen, Gewinnen und neuen Aufgaben. Ihre Helferlein waren fleißig und sind ihren Arbeite sehr zufriedenstellend nachgekommen. Ganz besonders Tane. Wer hätte je gedacht welch verborgenen Fähigkeiten in ihm schlummern, ein vielgesegnetes kreatives Talent, das lange ungenutzt in der Unterstadt versauerte. Ein ewiger unverbesserlicher Spitzbub ist und bleibt er trotzdem.
Während Atevora die Schreiben durchliest, ordnet sie ihren Tagesplan. Heute würde sie nur das Notwendigste erledigen, Ausstände begleichen, sich hier und dort wieder blicken lassen, und natürlich muss sie auch erst ihr Pferd aus Borgils Stall holen und zurück in seine eigentliche Unterkunft stellen. Hoffentlich hatte Mealla Wort gehalten und die Wunde des Tieres entsprechend versorgt. Sie hätte vor dem Ortswechsel noch einmal nachsehen sollen.

---> Die Goldene Harfe

Azra

Stadtbewohner

Posts: 1,058

Occupation: Wirtin der Goldenen Harfe

Location: Talyra

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3

Saturday, November 3rd 2012, 5:14pm

Ende Beerenreif


Zum bestimmt dreihunderttausendsten Mal lupft Azra vorsichtig einen Zipfel des blauen Tuchs und linst in den Korb, nur um ganz, ganz, ganz sicher sein zu können, dass sie auch gar nichts vergessen hat. Aber es ist alles da. So wie alles da war bei den letzten dreihundertausend Mal, dass sie den Inhalt kontrolliert hat. Etwas zu Essen, Paste, Tee, Blumen und die Einladung zur Hochzeit. Atevoras Bleibe liegt direkt oberhalb der Schneiderei Kameruk, die seit vielen Jahren von dem rüstigen, kleinen Ildorer Cordus Kameruk geführt wird. Der Schneidermeister ist mindestens genauso bekannt wie Dornenbeutel, allerdings eher für seine scharfe Zunge und seine ungewöhnlichen Schöpfungen, als für qualitativ hochwertige Alltagsgewandung und festliche Roben. Der ständige Streit zwischen den beiden, wer jetzt eigentlich zuerst in Talyra war und die besseren Edelkreationen schneidert, gehört inzwischen zum Alltagsklatsch. Das Haus steht genauso schmal und schräg wie alle Häuser in der Tausendwinkelgasse, es ist nur grösser und sieht ein bisschen aus, als würde Klimmauf und Grünspan es gleich unter sich begraben. Sehr sauber sieht das ja nicht aus, denkt sich Azra und betrachtet mit geübtem Putzfrauenauge die durch Strassenstaub und Sonne trüb gewordenen Butzenscheiben. Ein bisschen Wasser und ein Lappen und... In Gedanken schon dabei dem Grünzeug mit Harke und Heckenschere zu Leibe zu rücken, findet sie ein Fenster, das nicht aussieht, als wäre es hundert Jahre alt, und hält abrupt mitten im Schritt inne. "Ooohhhh..." Dreck, Grünspan, Staub und was auch immer da war, ist sofort vergessen, als sie der Kleider in der Auslage gewahr wird. Eine ganze Weile klebt sie mit ihrer Nase am Glas und weiss gar nicht, was sie als erstes bewundern soll. Den traumhaften Batist in zartrosa mit filigranen Rankenstickereien in Violett, die pfirsichfarbene Atlasseide, den kostbaren Silberbrokat, die verschiedenen Borten geklöppelt, gewoben, mit Perlen, Goldstickereien, und Edelsteinen versetzt, oder mit Pelz verbrämt... Sie kann sich gar nicht satt sehen, an glänzenden Seidenstrümpfen, feinsten Wollröcken und gerüschten Leinenblusen, umso mehr erschrickt sie, als sich plötzlich ein altes, faltiges Antlitz in ihr Sichtfeld schiebt. "Huch!", entfährt es ihr und eine Hand über ihr wild klopfendes Herz gelegt, stolpert sie einen Schritt zurück und wird prompt dunkelrosa bis unter ihr Häubchen. "Meister Kameruk, ich... ich wollte nicht... ich war nur... so schöön!" Der Schneidermeister, der durch die Scheibe natürlich kein Wort hört, lächelt nur und nickt und deutet mit einem Handwink in Richtung Tür. Sie hat noch keinen Schritt in den Laden getan, als er sie schon mit überschwänglicher Freundlichkeit begrüsst, ihr erzählt, wie sehr es ihn freue, sie wiederzusehen, wie es denn ihrem Mann, dem hochgeehrten Herrn Gemahl ergehe, und ob sie sich vielleicht anhören wolle, was die Lieblingssklavin des Scheichs von Mar´Varis gerade trage, oder was in Ambar im Moment der letzte Schrei wäre und ausserdem habe er gerade über die Herbstkarawane eine Handvoll besonders exotischer Federn direkt von den Sommerinseln erstanden. Azra schmilzt innerlich vor sich und hätte dem Schneidermeister am liebsten mit tausend Fragen beide Ohren abgekaut, aber sie ist nicht hierhergekommen, um sich mit Tand und Luxus einzudecken. Das würde sie einfach morgen machen, mit Borgil im Schlepptau, der dann das nötige Kleingeld bei sich trägt.

"Vielen Dank, aber ich habe leider keine Zeit", wehrt sie also ganz heroisch ab, nicht ohne noch einmal einen schmachtenden Blick in Richtung dieses wirklich ganz besonders schönen, zart glänzenden, traumhaft silbernen... Nein! Keine mit Opalsplittern versetzte Seidenbandschuhriemen oder mit Goldfäden und Glanzmantelfederhaaren gesäumte Brokatmieder! Du bist hier für Atevora. Schäm dich. Ihr schlechtes Gewissen hat seine Wirkung noch nie verfehlt. Auch jetzt zuckt sie entschuldigen mit den Schultern, frimelt umständlich eine ihrer Locken zurück unter die Haube und versucht gleichzeitig den Kopf zu schütteln: "Nein, wirklich, ich bin hier um nach Lady Shin zu sehen." Der Schneidermeister sieht dermassen enttäuscht aus, dass sie ihm hastig versichert, sie würde schon morgen wieder vorbeisehen , um sich mit ihm lang und ausführlich über sämtlichen Klatsch und Tratsch aus den grossen Modestädten zu unterhalten – und natürlich wird es nicht beim Reden bleiben, denn sobald er auf schönen, zart glänzenden, traumhaft silbernen...
Meister Kameruk lächelt verständnisvoll – und siegesgewiss – und begleitet sie bis zur Treppe, die zu Atevoras Heim hinauf führt. Azra bedankt sich, streicht imaginäre Falten aus ihrem blauen Leinenkleid, rückt ihr himmelblaues Häubchen zurecht, kontrolliert noch ein letztes Mal – dreihundertausenduneins – den Inhalt ihres Korbs, hebt den Rocksaum ein Stück in die Höhe und atmet noch einmal tief durch. Sie hat keine Ahnung, wie die Magierin auf ihren Überfall reagieren wird – um genau zu sein, hat sie noch nie von jemandem gehört, der die etwas eigensinnige Mistress in ihren eigenen vier Wänden besucht hat, und wenn sie ganz ehrlich ist, ist sie schon ein klitzekleines bisschen neugierig, wie eine Frau wie Atevora denn lebt. Erzählen tut man sich so einiges, von unterirdischen Gängen und steinernen Särgen, von opulentem und vor allem exzentrischem Luxus, von heimlichen Liebhabern in Käfigen, Orgien auf Türmen von Seidenkissen, verhexten Unglücklichen in Einmachgläsern mit Leiter, und eine der besonders tüchtigen Waschweibern will sogar gesehen haben, wie sich die weisse Madame schon mit einem Dämon vergnügt hat – auf nackten, kalten Marmorfliesen. Es spielt gar keine Rolle, wie sie sich ihr Haus einrichtet. Die gelben Chrysanthemen passen zu allem... fast allem... wenn sie nicht passen, pack ich sie gar nicht aus. Und am besten frage ich sie, ob sie Blumen überhaupt mag. Die Nervosität ist da, seit Azra sich mit einem Kuss von Borgil verabschiedet hat, um sich auf den Weg zu Atevora zu machen, aber erst jetzt macht sie sich wirklich bemerkbar. Meister Kameruk wirft ihr über einen Tisch voller Stoffrollen bereits einen fragenden Blick zu, als sie endlich den ersten Schritt wagt. Na los. Du kannst jetzt nicht feige sein. Sie wird dich schon nicht gleich fressen, nur weil du dich versichern möchtest, dass alles in Ordnung ist. Du bist es ihr schuldig, immerhin hat dein Mann sie abgefüllt und du musstest ihre Kratzbürstigkeit ja auch unbedingt ignorieren. Sie wollte gar nicht von dir betüdelt werden, sie wollte einfach nur ihre Ruhe, das hast du jetzt davon und jetzt los, klopf an... klopf an? Tatsächlich. Sie steht bereits vor der Tür. Etwas verwirrt wirft sie einen Blick zurück über die Schulter zur Treppe, die ihr gerade eben noch so ewig lang vorkam und sich aber als viel zu kurz herausgestellt hat. Zögerlich hebt sie die Hand... und klopft an.
Avatar (c) by Niniane

An Irish taxi driver: "We Irish don't tell lies. We just try hard not to tell the truth."


nyanyanyanyanyanyanyanya.... BAT-CAT! :yell:

You walk me animally on the cookie! - Du gehst mir tierisch auf den Keks! ;D

Atevora

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4

Sunday, November 4th 2012, 7:08pm

Langsam beginnt sich der Tag in einen orangen Ton zu färben, der den nahenden Abend und in Folge unweigerlich das Näherrücken der nächtlichen Stunden ankündigt. Atevora hatte sich, nachdem sie ihr Pferd gut versorgt wusste, den nächsten Punkten auf ihren Tagesplan gewidmet und hatte keine Zeit mehr gefunden in der Harfe vorbeizusehen. Zumindest würde die Shin das groß behaupten, vielmehr hat sie alle möglichen kleinen Erledigungen vorgezogen, unter Anderem ihre derzeitige Tätigkeit. Sie hatte insgeheim bereits vor die ausständige Geldsumme für die nächtliche Unterkunft und die übrigen Diestleistungen, aufgrund des sehr eng gesteckten Zeitplanes der nächsten Tage, durch einen Boten begleichen zu lassen. Im Moment war Atevora übrigens damit beschäftigt ihre eigenen vier Wände von der Vernachlässigung der letzten Monde zu befreien und sie hatte dabei nicht bemerkt wie die Zeit verstrich.
Mittlerweile waren die Regale wieder penibel sauber und jedes Staubkorn, dass sich gewagt hatte darauf niederzulassen sorgsam vernichtet, sie hatte die Pflanzen auf ihrem Balkon begutachtet und jene die es benötigten gegossen, auch die Holzflächen waren inzwischen frisch poliert und hatten wieder ihren edlen Glanz inne. Atevora schwingt gerade mit nachlässig hochgesteckten Haaren, sodass ihr einige Strähnen wild ins Gesicht fallen, und in einer absolut gewöhnlichen und ganz und gar nicht exzentrischen Kleidung aus naturfarbenem Leinen, einigermaßen gekonnt den Wischmob, als sie ein Geräusch wie von Klopfen wahrnimmt. Obwohl sie glaubt sich verhört zu haben, hält die Eismaid zur Sicherheit in ihrem Tun inne und im selben Moment schlägt ihr Hund an, wufft einmal leise und sie hört ihn in auch gleich Richtung der Türe tabbsen. Atevora zieht die Stirn fragend kraus. Besuch? Wer würde sie denn nun besuchen? Es dürfte niemand vollkommen Fremdes sein, aber auch niemand von ihren engsten Bekannten, denn wären es Tane, Vinandé oder Ronan mit seinen Kindern hätte Shafir anders reagiert.
Ratlos lehnt die Magierin den Wischmob gegen die Wand und schreiet unter den Wachsamen Blicken der Eule, die im Hauptraum hoch auf einem der Kästen thront, zum Eingang vor dem Shafir schon wartet, der sacht mit seinem buschigem Schwanz wedelt, kurz zu ihr und gleich wieder sehnsüchtig zur Türklinge hinaufstarrt und ihr den Weg versperrt. Vielleicht einer der Bewohner, oder Maester Kameruk? Sie hatte dem Schneider heute das vom Unfall in Mitleidenschaft gezogene und provisorisch geflickte Kleid in die Hand gedrückt. Er hatte bei der Stopfnaht schockiert die Augen aufgerissen und sofort einige wagemutige Vorschläge vorgebracht, wie er das arme Kleid retten, besser noch, eine raffiniere Beinote geben könnte. Die Eismaid hatte nur genickt, obwohl sie vermutlich gerade einmal die Hälfte von dem verstanden hatte wovon der Mann gesprochen hatte. Es war irgend etwas von keilen ausschneiden, raffinierter durchsichtiger Seide, extravaganter Schnürung, und so fort, ganz so als wolle er aus dem vorhandenen ein vollkommen neues Kleid kreieren. Atevora würde sich demher mehr als wundern wenn er mit seinen Plänen und mit ihrer Gewandung tatsächlich schon fertig wäre. Vielleicht ist es auch jemand der Bewohner der sie um einen Gefallen bitten möchte? Womöglich war aber auch am Gang etwas zu säubern? Nun nach ihrer Rückkehr war sie schließlich für einen ganzen Mond dafür verantwortlich die Stiege und den Flur sauber zu halten.


„Xsst“ Zischt Atevora also leise, und winkt mit der Hand um ihrem Dummerchen von Hundemonster zu bedeuten, dass er gefälligst seinen felligen Hintern umparken und sie zur Tür lassen soll. Treudoof zu ihr hochschauend rückt er zur Seite und gibt den Weg frei. Da Atevora eindeutig eine Person aus diesem Gebäude vor der Tür vermutet, löst die Magierin die schmissig hochgesteckten Haare nicht, die Bewohner des Hauses kennen sie ohnehin auch in Zivil, und öffnet schwungvoll die Tür. Die Überraschung steht ihr ins Gesicht geschrieben, als sie sieht wer hier vor der Türe steht: Es ist Azra. „Azra?“ Die zierliche Halbelbe trägt eindeutig ein anderes Kleid als am Morgen, hält einen Korb in der Hand und wirkt ein wenig scheu - nein, mehr als würde sie gleich wieder kehrt machen und aus dem Gebäude flüchten wollen. Obwohl sie der Wirtin Attitüde nach nicht mit einer Begleitung rechnet, schaut Atevora flüchtig an der schlanken Gestalt vorbei, und tatsächlich, sie scheint alleine zu sein. „Welch“ unerwartete „freudige Überraschung. Entschuldige meine Manieren. So bitte, komm doch herein.“ Atevora vollführt eine einladende, und etwas affektiert wirkenden, Geste und tritt dabei zur Seite, weswegen Shafir, noch immer freundlich wedelnd, hechelnd ausweichen muss und scheinbar nur Erwartungsvoll auf eine Regung des Gegenübers wartet die ihm erlauft ihn überschwänglich Willkommen zu heißen, doch der Hund hält sich gewissenhaft zurück die schwangere Frau mit der vollen Wucht 70 Stein schwerer hündischen Begrüßungsfreude zu beglücken. „Kann ich dir etwas abnehmen?“ Fragt die Shin ein wenig gekünstelt zuvorkommend.
Es ist ein wenig dunkel im Vorraum und so angenehm kühl wie am Flur. Der Boden ist mit hellen, sauberen Keramikfliesen bedeckt über dem ein dünne Läufer liegt. Ein schmaler Kasten, sowie eine Holztruhe stehen an der einen Seite der Wand und an der anderen Seite ragen fünf schmiedeeiserne Haken, die wohl dazu gedacht sind um einen Mantel aufzuhängen, doch sie sind leer.
Normalerweise lässt Atevora ihre seltenen Gäste, und auch die Bewohner des Hauses, damit diese ihr keinen unnötigen Dreck in ihre Wohnung schleifen können, nicht weiter in ihr Heim vordringen ohne ihr Schuhwerk gegen ein paar Hausschuhe zu wechseln. Bei Azra, da diese sich dank ihres großen Bauches wohl nicht gut bewegen kann, sie der Frau auch nicht wie ein Diener das Schuhwerk wechseln möchte und da sie ohnehin noch den Eimer samt Wischmob in einem anderen Raum bereitstehen hat, sieht sie von diesem kleinen Sauberkeitswunsch entgegenkommend ab.
Durch einen türlosen Rundbogendurchgang betreten sie den Wohnraum in dem Via neugierig auf den Gast herabspäht. „Bitte setz dich doch.“ Die Magierin verweist auf die gepolsterten Stühle und die Rundbank. „Was verschafft mir die Ehre deines Besuches? Ist es wegen der Ausstände? Ich weiß ich hatte heute morgen zugesagt am Nachmittag vorbeizukommen um die Schulden zu begleichen, doch, nun, zu dem Zeitpunkt als ich in der Harfe aufschlug waren dein Gatte und du etwas okkupier.. ahm, ich meine, beschäftigt.“ Thema wechseln! „Möchtest du etwas zu trinken? Ich hätte Wasser und Tee, und.. hm, ich fürchte das ist alles was ich derzeit anbieten kann.“

Atevora

Unregistered

5

Tuesday, November 6th 2012, 9:06pm

Anfang Blätterfall 512


Wie die Zeit vergeht.
Der Eismaid kommt es wie Gestern vor, als sie sich noch immer gequält und eingeschränkt durch ihre Blessuren - herrührend vom Unfall - und leidend unter bedauerlicher Weise notwendigen Stoffschichten in den Altweibersommertagen die Seele aus dem Leib geschwitzt und den Winter herbeigesehnt hat. Nun aber sind die Verletzungen lang schon verblasst und die Anzeichen für das heranrücken der Jahreszeit, die ihr am Liebsten ist, allgegenwärtig. Die Baumkronen strahlen im immer schwächer werdenden Sonnenlicht in prächtigen Farben, von Gelb, Orange bishin zu Rot, die Wege sind mit dem bunten raschelnden Laub, das Kinder dazu animiert möglichst lärmend hindurch zu schlurfen und zu stapfen, bedeckt und manche Nächte duften als künden sie von baldigem Schneefall.

Atevora hat die letzte Zeit damit verbracht ihren Lebensunterhalt zu sichern, Geschäfte wieder fortzuführen, die Bücher zu aktualisieren, ihre kleinen Netze zu spinnen und die ersten Früchte ihrer teilweise ausgemachten intrigantie zu ernten und sich in neue Geschäfte einzuschleichen und hineinzudrängen. Hier eine Investition, da eine Gefälligkeit, und ein einfordern dieser, dort eine Beteiligung, und immer sorgsam darauf bedacht bedeckt im Hintergrund bleiben, sachte die Fäden zu ziehen, sowie das Anstreben und weben möglichst geschlossener gewinnträchtiger Kreisläufe.
Wie verdient sie eigentlich ihr Geld? Viele fragen es sich, vieles munkelt man, kaum etwas weiß jemand bestimmt, nur was sie offen zeigt. So ist sie offiziell tätig in Rahmen ihrer Fähigkeiten als Wassermagierin. Sie hilft rasch und unkompliziert manch durch Wassereintritt vernässte Wände trocken zu legen, dass kein Hausschwamm oder Schimmel der Bausubstanz, oder den edlen Besitztümern zu Leibe rücken kann, füllt Eiskeller und Schränke, oder steht bei Geschäftsanbahnungen zur Seite, denn sie kennt Leute die kennen Leute die Leute kennen. Es ist ab und an ein lukratives Geschäft Kontakte zuzuflüstern und Provisionen bei geglückten Transaktionen einzustreifen. Sie übernimmt Lese- sowie Übersetzungsdienste und Schreibarbeiten. Gerade mit letzterem hatte sie die letzte Zeit allerdings ihre Liebe Not. Warum nur hatte sie bei dem Auftrag zugesagt?
Ein reicher Pfeffersack, überzeugt von seinem Talent, gab die Abschrift seiner Werke in Auftrag. Ein Gedicht für jede Woche im Jahreszyklus. Nicht auf den neumodischen Papieren sollten seine Werke gesammelt niedergeschrieben werden; nein, kleine Bücher - vier an der Zahl - sollten es werden, auf Seiten aus feinstem Pergament aus der Haut neugeborener Kälber. Reich verziert mit goldenen Initialen, auf den Seitenanfängen, schmucke Rankenverzierhungen und vier Bilder, Seitenfüllend, gleich einer Quartalsunterteilung im Jahr sollten die Büchlein beherbergen. Die Magierin wusste die Inizialien und Randverziehrungen könnte sie in Eigenregie bewerkstelligen, die bemalten Seiten würde sie aber auslagern müssen was allerdings kein Problem dastellte, sie hatte schließlich ihren Buchmaler des Vertrauens. Guten dichterischen Werken kann sie mittlerweile auch wirklich etwas abgewinnen und und Alles in Allem war es ein durchaus lukrativ wirkender Auftrag, den sie gerne annahm. Ein Fehler.
Lyrik, Poesie? PHA! Eine Zumutung! Das Reimschema knüppelte vor sich hin als rattere ein Wagen über eine völlig ruinierte Karstgebirgsstraße, aufdass sie sich zu Beginn noch ernsthaft die Frage stellte, ob diesem aufgeblasenem Aushilfslyriskus die Wörter Anapäst, Daktylus, Jambus, und Trocheus überhaupt auch nur entfernt ein Begriff sind, und es sich alsbald schon mit einem Nein beantwortete. Seine Sonette haben das luftig, duftig Liedchenhafte nie kennen gelernt, und die Wortwahl hätte der letzte Hinterwälder nicht schlechter zu kreieren vermocht. Wenn das Lyrik ist, was der edle Herr hier praktiziert hatte, dann ist sie männlich und der ehrenwerte Lordcommander der Stadt höchstselbst.

Wo es ging hat sie sich davor gedrückt diese Grausamkeit auf das arme Pergament - welches ihrer bescheidenen Meinung nach diese Behandlung einfach nicht verdient hat - zu bannen, und wenn sie ihrer Pflicht dann doch nach kam, fragte sie sich jeweils, ob die vielen Schreibfehler als ein gewolltes Stilmittel zu übernehmen sind, oder es ratsamer wäre die korrekte Rechtschreibung zu wählen. Die Problematik bei der konsequenten Umsetzung von Letzterem wäre gewesen, dass viele Reime nur noch als Unreime im Versmaß stünden. Sie hatte sich somit für einen möglichst gütigen Mittelweg entschieden.

Nun war sie endlich fertig mit dieser schriftlichen Odyssee, hatte die Bücher gebunden, und es war bis zur Fertigsstellungsfist noch genügend Zeit für die Bilder. Bedauerlicher Weiße war ihr ins Auge gefasster Buchmaler eine Woche zuvor verstorben. Angeblich soll er den ersten Strich für ein Portrait der Frau irgend eines wohlhabenden Kaufmannes gesetzt haben, aufgrund der schier unerträglichen Hässlichkeit des zu malenden Objektes und der innerlichen Abscheu dieses Bildnis wirklich und wahrhaftig zu verewigen jedoch plötzlich einfach umgefallen und tot gewesen sein, sodass sie sich nun nach einem neuen verlässlichen qualitativen Künstler umsehen muss. Gute, verlässliche Künstler? Es ist nicht immer eine besonders leichte Angelegenheit diese zu finden. Die Meisten besitzen, gleich den wandernden Spielleuten, eher ein flatterhaftes Gemüt. Sie beschließt somit den Auftrag an einen der Buchmaler in der Bibliothek zu vergeben, denn obwohl es augenscheinlich ihre eigene Gewinnspanne bei diesem Auftrag schrumpfen lässt, sie erspart sich mühsame eilige Recherche und gewinnt damit Zeit für andere Projekte.

Sorgsam packt sie die kleinen Büchlein mit dem Wörterschund und den kleinen Notizen für den Künstler darin in ihre Tasche, kleidet sich an, und verlässt ihre Behausung.

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Atevora

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6

Friday, December 14th 2012, 11:16am

Ende Beerenreif 512


Die Magierin ist sich noch immer unklar weshalb Azra sie hier aufsucht. Dem Korb zu urteilen hat die Frau womöglich Besorgungen in den Tausendwinkelgassen getätigt und diese zum Anlass genommen einmal - womöglich aus Neugierde denn die Stadt weiß sich wie immer viel von der weißen Lady und ihrer Wohnung zu erzählen, bei ihr vorbeizusehen.
Während Atevora sich Gedanken zum Zweck, oder Grund Azras Besuches macht und nicht im Traum daran denkt Azra macht sich vielleicht Sorgen um sie und besucht sie um sich zu vergewissern, dass es der Magierin gut geht, folgt ihr die Wirtin der Harfe vorsichtig ins Innere der Wohnung wobei ihre hübschen Augen interessiert an der Inneneinrichtung vorbeigleiten und kurz an der Eule hängen bleiben, die gelangweilt zu ihr herabspäht, bevor sie die angebotene Sitzgelegenheit annimmt. Die Magierin selbst bleibt allerdings stehen und öffnet, unterdessen sich Azra auf einen der Stühle am runden Tisch setzt, die schmissig zurückgebundenen Haare.
Als Atevora spricht und bekannt gibt, dass sie heute bereits in der Harfe, aber Azra und Borgil zu dem Zeitpunkt anderweitig beschäftigt waren, tritt plötzlich eine verräterisch, lieblich rosa Nuance auf die Wangen der Halbelbe, und die Magierin kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Frau sehr dankbar über den Themenwechsel ist. Als Azra dies zum Anlass nimmt das Tuch von ihrem Korb zu heben, und zu verkünden, dass der Inhalt für sie sei, ist die Eismaid mehr als irritiert und die Überraschung und das Unverständnis zu dem Geschenk sind ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Blumen? Wurst, Brot? Ein Brief? Der Brief stellt sich bald als schriftliche Einladung zur Hochzeit heraus und Atevora ist sich nicht sicher was sie von dem Ganzen, das heißt besonders vom Geschenkkorb halten soll. Sie ist es nicht gewohnt, dass sich jemand um sie sorgt, bei ihr nach dem Rechten sieht ob es ihr gut geht, oder einfach so etwas Geschenkt zu bekommen, und so erkundigt sie sich als Erstes was Azra für die Gaben als Gegenleistung haben möchte. Der Magierin Verwirrung verflüchtigt sich nicht, sondern das fragende Stirnrunzeln vertieft sich sogar noch ein Stück, als ihr Azra hastig versichert, dass sie gar nichts dafür haben möchte. Einen Augenblick sieht sie noch Verständnislos in der Wirtin helle Augen - die, um ihren Händen irgend etwas zu tun zu geben, unsicher das Tuch knetet, welches vorher über dem Korbinhalt lag - dann ringt sich die Shin dazu durch die Zweifel fortzuwischen. Es ist Azra. Azra hegt sicher keine Hintergedanken. Punkt. So wie die Arme neben ihr am runden Tisch sitzt und zu ihr hoch sieht, wirkt sie ein wenig unsicher und verloren, fast so als säße sie auf einer Richtbank vor der Urteilsverkündung und das obwohl sie gerade jemanden ein liebes Geschenk gemacht hat. Dieses liebliche Bild vor ihr schafft es dann sogar Atevora ein weiches Lächeln zu entlocken und ohne genau darüber nachzudenken, ob es angebracht ist, oder nicht, beugt sie sich zur Halbelbe herab und streift ihr sacht, fast zärtlich, eine verirrte lockige Strähne aus dem Gesicht. „Du bist reizend. Ich danke dir.“

Azra bemüht sich die Zeit die sie in Atevoras Wohnung verbringt redlich so etwas wie Vertraulichkeit, oder Nähe aufzubauen, aber das Vorhaben glückt nur mehr als verhalten. Es scheitert gelegentlich nicht nur an der Shins Vorsicht, und Reserviertheit, sondern auch an gemeinsamen Gesprächsthemen, und manchmal auch an Azras Scheue. Natürlich unterhalten sie sich, doch es bleibt sehr oberflächlich. Sie sprechen über Atevoras Tiere, spaßige Ereignisse in der Harfe, und immer wenn ein Thema angesprochen wird, welches mehr in die Tiefe ginge, macht zumeist Atevora einen Rückzieher und hüllt sich in Verschwiegenheit. So ist es eher ein vorsichtiges herantasten Beider und als Azra sich wieder verabschiedet, bleibt ein Schaler Geschmack von verpasstem Einklang und unausgesprochener Worte.

Atevora

Unregistered

7

Friday, April 5th 2013, 4:48pm

<-- Die Tausendwinkelgassen


Taumond 513



Der sonst immer fast welpenhaft tapsig, freundliche alte Bärenhund verhält sich vorsichtig und zurückhaltend gegenüber dem Narg und hält sich zur Sicherheit dicht an Atevoras Seite. Via nimmt die neuen Gäste gelassener hin, straft sie sogar mit Desinteresse, und selbst die Magierin würdigt sie während sie die Stiegen hoch gehen keines Blickes, ganz so als wäre sie beleidigt, dass diese sie so lange alleine gelassen, oder eben nicht mitgenommen hat. Im ersten Stock spielen die Nachbarskinder der ältere Ferris und sein Bruder Aiden mit ihren Murmeln. Zwei gut erzogene und tüchtige Jungen im Alter von 10 und 12 Lenzen, die auch artig Grüßen. Zumindest waren sie dabei bis der Narg am Gang auftaucht und die Begrüßungsfloskel jäh von einem überraschtem >>„Woa!“<< unterbrochen wird. Atevora lächelt die Beiden nett an, und öffnet dann umständlich mit einer Hand die Tür zu ihrer Wohnung im ersten Stock, wobei sich Ferris freundlich erkundigt ob sie vielleicht Hilfe benötigt was sie dankend ablehnt.
Ferris und Aiden sind die Söhne einer etwa 35 Jahresläufe zählenden Frau. Sie wohnte schon vor ihr in diesem Haus und zieht die beiden Kinder, seit ihr Mann bei dem Dämonenangriff ums Leben kam, alleine groß und schlägt sich mit ihren Kindern mit kleinen Dienstleistungen, wie Häuserputz, Wäsche waschen, oder ähnlichem über die Runden. Auch Atevora nimmt öfter ihre Dienste in Anspruch. Besonders gerne lässt sie die Frau das Schleppen der Wasserkübel vor und nach dem Bad sowie das Reinigen des Zubers übernehmen, wenn sie selbst nicht die Lust danach verspürt zu Zaubern, oder diese Tätigkeiten selbst auszuführen. Die Frau behandelt die Magierin respektvoll, wobei sie nicht weiß ob dies aus tatsächlicher Sympathie heraus geschieht, oder aus Bange Atevora könnt sie in eine Kröte oder ähnliches verwandeln wenn sie nicht nett und artig bliebe. Für die Eismaid ist der genaue Grund nicht weiter von Bedeutung, sie schätzt einfach die verlässliche Arbeit und den respektvollen Umgang, wofür sie der Frau auch möglichst freundlich begegnet und ihre Arbeit gut bezahlt.

Im Inneren ihrer Wohnung umfängt sie die sterile Kälte eines Fließenbodens und weiß gekalkter Wänden, sodass die schwarze schmiedeeisene Wendeltreppe wesentlich wuchtiger erscheint als sie es tatsächlich ist. Sofort flattert die Eule davon und sucht sich einen Platz der ihr zusagt. Inzwischen entledigt sich die Magierin in üblicher Routine ihres Mantels, hängt diesen an einen Haken an der Wand, schlüpft aus ihren Stiefeln und in ihre warmen Filzpantoffeln. Im Inneren der Wohnung ist es ist kaum wärmer als auf den Straßen, schließlich war sie war länger nicht anwesend und die großzügig dimensionierten Räume, die in dieser Etage sogar hoch genug sind, dass sich der Narg beinahe genüsslich nach oben hin strecken könnte, sind einerseits im Winter ohnehin schwer angenehm zu temperieren und andererseits geht die Wärme auch rasch verloren.
„Wenn ihr etwas ausziehen möchtet, wie ihr seht sind dort an der Wand haken dafür vorgesehen.“ Ihr Blick gleitet auf des Nargen Schuhwerk hinab. Normalerweise würde sie ihren Besuch nun darum bitten die Schuhe auszuziehen, aber sie beschließt von diesem Brauch vorerst abzusehen und nachher den Dreck den er in die Wohnung geschleppt hat aufzuwischen. „Bitte folgt mir. Ich werde gleich den Kamin anfachen damit es etwas wohliger wird.“
Gleich hinter dem Durchgang ist der Kamin zu finden, davor steht ein relativ einfacher und schmuckloser Tisch aus dunkel abgebeiztem Holz und zwei solide Eichenholzstühle. Sie bittet den Narg an einem davon Platz zu nehmen. Unterdessen sie den Kamin in Gang bringt, erklärt sie ihm die Regeln in ihrer Wohnung. Unter anderem setzt sie ihn davon in Kenntnis, dass er jedweden Dreck den sein felliger Begleiter hinterlassen sollte, zu beseitigen hat, sie würde ihm noch zeigen wo er dazu alles zu finden hat. Sollte sich Morrak auf die Dauer als nicht Stubenrein herausstellen, darf der noch kleine Bursche in ihre Abstellkammer im Innernhof ziehen. Außerdem gibt sie ihm zu verstehen, dass sie die Stiegen aufwärts wohnt und die untere Etage nahezu sein Refugium ist, er sich jedenfalls im Groben aussuchen kann wo er seine Bettstatt eingerichtet haben möchte.
Als das Feuer schön brennt und langsam die kühle Luft im Inneren des Raumes vertreibt, entschuldigt sie sich kurz. „Entschuldigt mich, ich werde nach einem Heiler schicken lassen.“
Mit den Worten verlässt sie ihre Wohnung und tritt auf den Gang wo die zwei Buben noch immer mit ihren Kugeln beschäftigt sind. „Hallo ihr Beiden. Hättet ihr Lust Euch mit einem Botengang etwas dazuzuverdienen?“
Was für eine Frage, natürlich haben sie das. „Mein Gast..“ Beginnt sie, wird aber mitten im Satz unterbrochen:
>>“War das wirklich ein Narg?“<< Möchte Aiden wissen.
„Ja.“
>>“Boa Wirklich? Ein echter Narg? Aber sind Narge nicht stämmiger?“<< Wirft Ferris ein.
„Schon, aber Venditius ist ein Sandnarg.“
Ein Taktischer Fehler, sofort wird sie von einer Flut von Fragen überhäuft wie: Ein Sandnarg? Und warum sehen die anders aus? Woher kommt Vendidings? Wo leben Sandnarge normalerweise? Warum heißen sie so? Wohnt der Narg ab jetzt hier?“ Und die Flut hört nicht mehr auf, geschweige denn dass sie die arme Magierin zu Wort kommen ließen. Oh weier...
>>“Halt; Stopp ihr Beiden. Ich nehme mir nachher gerne Zeit um die Fragen so gut ich kann zu beantworten, aber Venditius ist verletzt. Er hat eine Wunde am Bein die versorgt, vielleicht genäht werden muss. Also, kann von Euch jemand so nett sein das Kräuterweiblein holen welches vor einiger Zeit ein paar Gassen weiter eingezogen ist?“
>>“Die Krausemirrle?“<< Erkundigt sich Aiden.
Ach richtig, so heißt sie.„ Genau, die Krausemirrle. Und ich hätte später auch noch einen Brief der in die Steinfaust gebracht werden müsste.“
>>“In die Steinfaust?“<< Ferris seine Augen, der schon seit immer davon träumt einmal als landesweit bekannter Hauptmann im Dienste der Steinfaust zu stehen, werden in Aussicht dieses Botenganges in die riesige Festung groß. >>„Kann ich den Brief in die Steinfaust bringen?“<<
„Sicher, aber du solltest zuerst deine Mutter um Erlaubnis bitten, ob die lange Wegstrecke in Ordnung geht, ist sie da? Ich hätte da ohnehin eine kleine Frage an sie.“

Etwas später ist sie zurück in ihrer Wohnung. Venditius hat es sich am Stuhl, der bei ihm so seltsam klein wirkt, gemütlich gemacht und genießt offenbar die wohltuende Wärme des Kaminfeuers. „Es ist bereits jemand auf dem Weg zu einer heilkundigen Person, ich würde vorschlagen in der Zwischenzeit etwas zu essen. Ihr habt doch sicher Hunger, nicht? Meine Kochkünste sind leider erbärmlich, und .. das ist noch eine Untertreibung. Ich hoffe ihr seid auch mit einer kalten Platte zufrieden.“

Venditius

Unregistered

8

Saturday, April 6th 2013, 6:39am

Fast schon neugierig blickt er sich in der Wohnung seiner neuen Dienstherrin um. Für seinen Geschmack ist sie perfekt eingerichtet. Für einen Menschen hingegen scheint die Wohnung eher karg, fast schon unpersönlich zu wirken. Aber soetwas gehört zu den Dingen für die Venditius kein Talent hat, daher kann er sich das auch genauso gut einbilden.
Der Kamin verbreitet inzwischen eine angenehme Wärme und so langsam werden Venditius die Anstrengungen der letzten Wochen spürbar bewusst die er zuvor so erfolgreich ausgeblendet hatte. Er setzt sich in einen Stuhl, streckt die schmerzenden Glieder und begutachtet nocheinmal genau seine Wunde am Bein, während Morrak es sich ebenfalls am Kamin bequem macht und sich unter den wachsamen Blicken des Bärenhundes zusammenrollt. Auch er scheint durch diese plötzliche Bequemlichkeit zumindest vorerst von seinem wilden Wesen abzulassen.

Venditius lässt seine Gedanken über die weitere Vorgehensweise schweifen, als die Shin wieder hereinkommt und ihm diese Arbeit zumindest für die nächsten Minuten abnimmt.

„Es ist bereits jemand auf dem Weg zu einer heilkundigen Person, ich
würde vorschlagen in der Zwischenzeit etwas zu essen. Ihr habt doch
sicher Hunger, nicht? Meine Kochkünste sind leider erbärmlich, und ..
das ist noch eine Untertreibung. Ich hoffe ihr seid auch mit einer
kalten Platte zufrieden.“

Ein knurrender Magen erinnert Venditius daran, dass er tatsächlich einen wahnsinnigen Hunger hat. Dankbar nimmt er das Angebot der Shin an.
Nach dem Essen klopft es an der Tür und die Magierin beeilt sich sie zu öffnen. Nach einem kurzen Gespräch im Türrahmen kommt sie gefolgt von einer kleinen älteren Frau zurück. Mit ihrer alten, aber gepflegten Kleidung, dem zerzausten schulterlangen Haar und den vielen Beutelchen und Pflanzensträussen an ihrem Gürtel bietet sie für einen Nargen einen amüsanten, wenn auch etwas schrulligen Anblick. Doch an ihren wachen, glänzenden, grau-blauen Augen erkennt Venditius, dass er es bei Leibe nicht mit einer Verrückten zu tun hat.
Scheinbar wurde Sie vorgewarnt mit wem sie es hier zu tun hat, denn auch wenn die Alte sich vorsichtig verhält, so scheint sie zumindest nicht erschrocken als Sie den Nargen zu Gesicht bekommt. Sie begrüßt ihn sogar höflich, was Venditius mit einem typischen Nargenlächeln erwidert.

Ganz anders verhält sich das Kräuterweib bei dem Anblick seiner Wunde. Während Sie die sorgsam untersucht und fleissig den Kopf schüttelt, ruft sie immer wieder laut auf:

"Ach du Schreck! Oh oh oh oh! Bei den Göttern!"

So langsam reizt sie die eh schon angespannte Geduld von Venditius. Genervt versucht er die Fassung zu wahren, was ihm im Falle seines Tonfalles nur bedingt gelingt:

"Was ist denn? So schlimm ist das Ganze nicht. Könnt ihr es behandeln oder nicht?"

Gleich darauf straft er sich selbst für seine unüberlegten Worte und er fügt eilig hinzu:

"Es war eine anstrengende Zeit und ich wäre gerne so bald wie möglich wieder in Form."

Sollte der letzte Satz auch eine Entschuldigung darstellen, so glaubt nicht mal Venditius seine eigene Reue. Doch der Kräuterfrau scheint seine Art nichts aus zu machen. Scheinbar wurde Sie auch hier von der Shin vorgewarnt.
Ohne Vorwarnung zückt sie ein kleines Messer und schneidet flink ein Loch rund um die Wunde aus der Hose heraus.

"Ihr braucht sowieso eine Neue, also spart euch eure Beschwerden. Ich werde die Wunde säubern und dann nähen müssen. Sie ist zwar nicht tief aber sie wird sonst immer wieder aufreissen. Und jetzt beisst die Zähne zusammen, ihr habt ja schließlich genug davon." herrscht sie den Narg in einem gespielt strengen Tonfall an und noch bevor er etwas sagen kann kippt sie eine bräunliche Flüssigkeit auf und in die Wunde.
Ein scharfes Brennen durchzieht Venditius Körper als hätte man ihm flüssiges Feuer auf das Bein gekippt. Doch er bemüht sich, ruhig zu bleiben. Er war auch selbst schuld. Hatte er nicht inzwischen gelernt, dass man Heiler unter keinen Umständen beleidigt bevor man von Ihnen behandelt wurde?
Mit gekonnten Stichen vernäht die Kräuterhexe die Wunde und legt einen sauberen Verband an.
Gerade als sie sich verabschieden will, fällt es Venditius siedend heiss ein.

"Wartet. Ich habe etwas, dass euch vielleicht interessieren könnte. Ich habe das hier von einer Karawane die ich mal... getroffen habe. Eigentlich wollte ich es bei erster Gelegenheit verkaufen, aber ich habe keine Ahnung was es wert ist, also kann ich es auch genauso gut euch geben. Ihr wisst sicher mehr damit anzufangen."

Umständlich versucht er den Knoten an einem seiner Gürtelbeutel zu lösen. Dieser verdammte Zwerg Begrand. Warum muss er denn auch so einen dummen Knoten verwenden und nicht einen der Venditius geläufig ist?
Nach einer gefühlten Ewigkeit und ein paar kleinen Flüchen bekommt er den Beutel endlich auf und zieht einen kleineren Beutel heraus.

"Hier sind ein paar Blätter, Kräuter und einige Pflanzensamen die ich nicht kenne, welche aber wohl ganz nützlich sein sollten. Zumindest waren sie gut bewacht. Nehmt sie als Dank für eure Mühe."

Er reicht der verdutzt dreinblickenden Frau den Beutel. Diese verabschiedet sich und während sie hinausgeht begutachtet sie den Inhalt des Beutels. Man hört sie auch ausserhalb der Wohnung immer wieder mal >>Ach herrjie.<< und >>Das glaub ich jetzt nicht.<< rufen.

Belustigt von dieser Kräuterhexe wendet sich Venditius wieder an die Shin welche sich jetzt zu ihm gesellt.

"Kennt ihr zufällig ein Gehöft in der Nähe mit einem Zwinger? Ich würde Morrak gerne ausserhalb der Stadt einquartieren während ich mein Glück in seiner Ausbildung versuche. Es wäre sicherlich nicht gerade von Vorteil, wenn er in der Stadt einen Aussetzer hat und in alte Verhaltensweisen zurückfallen würde. Ausserdem würde er dann nicht eure Wohnung verunstalten."

Atevora

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9

Saturday, April 6th 2013, 4:09pm

Taumond 513


Gut bewachte Kräuter aus einer Karawane die er 'getroffen' hat? Wäre er ein kleiner Lümmel, würde Atevora dem Nargen nun mit der Flachen Hand dafür auf den Hinterkopf schlagen. Spricht hier offen von Straftaten. Da er aber kein Lausbub mit zu großer unüberlegter Klappe ist, sondern ein leicht zu erzürnender Narg, der im Zorn schonmal Zwerge durch Schiffsrümpfe schleudert gibt sich die Eismaid damit zufrieden nur innerlich wegen dem Fauxpas aufzustöhnen. Gleichzeitig fragt sie sich auch was das wohl für Kräuter und Samen waren? Die Krausemirrle wirkte jedenfalls sehr überrascht und von dem Geschenk angetan.
Atevora steckt der Frau noch die ausgemachte Geldsumme für die Wundversorgung zu, schließt die Tür hinter ihr und setzt sich zum Narg. Ihr Blick gleitet über die rot verfärbten Tücher, und die inzwischen mit blutigen Wasser gefüllten Töpfe welche die Frau in zum Säubern der Wunde vor dem Vernähen benötigt hatte und die Reste vom Mittagsmahl die daneben am Tisch liegen. In Gedanken beschäftigt sie sich schon damit das Chaos zu beseitigen, denn obwohl sie sich lieber etwas Ruhe und ein entspannendes Bad gönnen würde, diese Unordnung nagt an ihrem Akribischen Wesen außerordentlich unangenehm.
>>"Kennt ihr zufällig ein Gehöft in der Nähe mit einem Zwinger? Ich würde Morrak gerne ausserhalb der Stadt einquartieren während ich mein Glück in seiner Ausbildung versuche. Es wäre sicherlich nicht gerade von Vorteil, wenn er in der Stadt einen Aussetzer hat und in alte Verhaltensweisen zurückfallen würde. Außerdem würde er dann nicht eure Wohnung verunstalten." <<

Atevoras Blick klettert in die Höhe und ihre Überlegungen kehren zum den wesentlicheren Dingen zurück. Er rechnet also damit, dass das Tier sich nicht passend in ein Stadtumfeld fügt, oder sich gut erziehen lässt. Sie hatte es bei dem beobachteten Benehmen des Fellmonsters schon fast befürchtet. Möglichst bald einen Zwinger, oder ähnliches außerhalb der Stadtmauern zu finden wäre in dem Fall tatsächlich angebracht. Atevora kennt natürlich sehr wohl Höfe im Umland, aber sie Pflegt mit keinem der Besitzer Kontakt, und etwas über einen möglicherweise vorhandenen Zwinger ist ihr auch nicht bekannt. „Nein, ich bedaure. Aber ich kenne eine Person die mehr wissen könnte.“ Ihr kommt hier Borgil in den Sinn. Das Gespräch mit ihm zu dem Thema würde vermutlich genau so prickelnd wie das bevorstehende in der Steinfaust. Sie hat so das dumpfe Gefühl, dass Borgil mit dem nächstbesten Baum nach ihr oder Venditius wirft, wenn er auch nur entfernt das Wort Narg zu hören bekommt. „Ich werde hier abräumen dann den Schneider kommen lassen damit er Eure Maße nimmt. Ihr könnt Euch inzwischen aussuchen wo ihr die Bettstatt eingerichtet haben möchtet. Ich kann leider für diese Nacht mit keinem Bett, oder einer Matratze dienen die groß genug wären, werde mich aber Morgen sofort darum kümmern.“

Gesagt, getan. Blutigen Tücher und die Schüsseln verschwinden, das Geschirr wird abgeräumt und gesäubert. Sie hat dabei viel Zeit ihren eigenen Gedanken nachzuhängen, welche Schritte sie als nächstes setzen wird, und welche Auswirkungen diese nehmen könnten. Sie hat schon am Weg in die Stadt beschlossen, dass sie sicher nicht tatenlos warten wird, bis sie gewisse Ereignisse einholen. Kein weglaufen mehr, kein Verstecken. Hat sie überdies in der Kühle des Morgens beschlossen, ganz davon ab, dass es für sie ohnedies kaum einen Ort gibt an den sie flüchten könnte, oder auch gerade aus diesem Grund. Sie möchte es nicht mehr und dieser Entschluss kann sie nur in eine Richtung führen dessen Ziel mehr als ungewiss ist und der Entscheidungen anderer obliegt. Sie kann nur versuchen den Weg zu gehen bis er endet und hoffen das Beste damit herauszuschlagen, aber sie muss schlimmsten rechnen und das bereitet ihr einige Sorgen. Der Schritt den sie dazu setzen muss fällt ihr zudem alles andere als leicht und der Gedanke daran wühlt nicht nur auf, er widerstrebt ihr zu vielen Teilen zu tiefst, dass es sie beinahe körperlich schmerzt.
Als sie mit dem Aufräumen fertig ist, holt sie den Schneider.
Während dieser Venditius Maße nimmt, nutzt Atevora die Gelegenheit einen kurz gehaltenen Brief zu verfassen. Gerade als sie das Papier in ein Kuvert schiebt und dieses sorgsam versiegelt, klopft die Nachbarin an der Tür und bringt zusammen mit ihren Söhnen die Dinge für des Nargen provisorisches Nachtlager.

Venditius

Unregistered

10

Sunday, April 7th 2013, 6:32pm

Nur missmutig lässt Venditius das Maß nehmen über sich ergehen. Schon jetzt bereiten dem Schneider die ungewohnten Maße eines aufrecht stehenden Nargen einige Schwierigkeiten. Doch letzten Endes einigt man sich darauf, dass die Maße im Sitzen genommen werden.
Gerade als der Schneider mit seiner Arbeit fertig ist, klopft es an der Tür und die 2 aufgeweckten Nachbarjungen betreten, gefolgt von einer Frau die scheinbar ihre Mutter ist, schwer beladen die Wohnung. Offenkundig bringen Sie etwas woraus sich der Narg seine heutige Schlafstätte zusammensetzen kann.
So gut sie auch erzogen und in der Regel wohl auch folgsam sind, beim Anblick des Nargen überwiegt eindeutig die Neugierde.
Mit aufgerissenen Augen und einem schelmischen Grinsen auf dem Gesicht nähern sie sich vorsichtig dem riesigen Unbekannten.

Nach einigen kurzen Augenblicken der Ungewissheit und des vergeblichen rufens ihrer Mutter beschließt der ältere der Beiden, dessen Name Ferris ist soweit Venditius das mitbekommen hat, das Schweigen zu brechen.

"Du bist also ein echter Narg? Wo kommst du denn her?"

Ein kurzer Blick genügt Venditius und er erkennt, dass sich die Mutter der zwei Jungen furchtbare Sorgen macht, auch wenn Sie aus Höflichkeit gekonnt versucht diese Vorbehalte ihm gegenüber zu überspielen. Normalerweise hat er keine Geduld um mit neugierigen Kindern Frage und Antwort zu spielen.
Aber er ist immerhin hier in einem fremden Haus, in einer fremden Gegend und hat Doggra schließlich nicht umsonst verlassen.Ausserdem hat er es hier mit unschuldigen Kindern zu tun und nicht mit Söldnern wie zuletzt im Gasthaus. Er beschließt es als Training zu sehen für das er nunmal die nötige Disziplin aufbringen muss, wenn er den ersehnten Neuanfang tatsächlich schaffen will.


"Ja ich bin ein echter Sandnarg und komme aus Doggra. Das liegt weit im Süden in der Wüste."

Nicht nur auf den Gesichtern der Jungen erkennt Venditius offenes Erstaunen. Auch die Mutter der Beiden und seine Dienstherrin scheinen erstaunt über die unerwartet höfliche und bereitwillige Auskunft.

"In der Wüste? So ein Quatsch. Da lebt niemand. Da gibt es doch nichts zu Essen." wirft der kleinere der beiden Brüder ein.

Venditius beugt sich zu ihnen herunter: "Doch. Essen gibt es genug. Und meist sogar ganz frisch."
In diesem Moment packt er den Kleinen und knurrt leise "Kleine Menschenkinder!"

Im ersten Moment sind alle Anwesenden starr vor Erstaunen als Venditius den freudig quiekenden Jungen wieder auf den Boden setzt.

"So. Und jetzt ab zu Eurer Mutter. Sofern es die Mistress erlaubt, werde ich noch einige Zeit hier sein. Dann werde ich euch mehr von meiner Heimat erzählen. Und vielleicht gebe ich eurer Mutter auch noch ein Rezept für einen saftigen Lausbubenbraten wenn ihr nicht brav seid."

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Atevora

Unregistered

11

Saturday, April 13th 2013, 1:22am

Wer hätte jemals gedacht, dass Atevora einmal mit einem Sandnarg zusammen ihre Wohnung teilen würde? Niemand hätte es vor nur zwei Wochen weniger vermutet als die Magierin selbst. Mittlerweile hatte sich der Narg auch mehr, oder weniger wohnlich eingerichtet. Man könnte sagen er hat sich dazu entschlossen sein recht minimalistisches und eher spartanisches„Lager“ vorerst in dem Raum einzurichten, der genaugenommen eher als Vorraum diente. Hier konnte sein Blutäugiges Fellmonster weniger Unheil anrichten, und die kalten glatten Bodenfliesen waren auch wesentlich einfacher zu reinigen als die Holzdielen in den anderen Räumen des unteren Stockwerkes, denn von einem Hang zur Stubenreinheit konnte man bei dem Vieh nun wirklich nicht sprechen.

Die Magierin hatte inzwischen für die Beschaffung eines stabilen Steckbettes und einer mit frischem Heu gefüllten Matratze in ausreichenden Dimensionen gesorgt, was soviel bedeutet, dass sie beides gesondert für den Narg hat anfertigen lassen. Venditus beschäftigte sich so wie sich zeit bot täglich mehrere Stunden mit seinem Fellmonster, aber mit weit weniger Erfolg als es sich Atevora gewünscht hätte. Sie hatten aber, auch mit kräftiger Unterstützung von Shafir, der es sich als vorrangige Aufgabe gemacht hatte bei der Erziehung des kleinen Welpendings zu helfen, die ersten kleinen Erfolge zu verbuchen. Fest stand jedenfalls, dass das Biest, trotz dessen es seine Mahlzeiten erarbeiten musste, also nur bei entsprechendem Kooperationswillen stückchenweise etwas zu Essen bekam, alles andere als besonders vernünftig erziehbar wirkte.
Sie mussten, oder eigentlich der Narg musste sich, dringend nach einem Ort für den Hyaenodon umsehen an dem er den Hyaenodon vernünftig unterbringen konnte, um zu verhindern, dass er zur Gefahr für das Umfeld würde. Atevora ertappte sich teilweise schon dabei das Vieh als vollkommen nutzlos abzuschreiben. Etwas das ihr nicht nützt sondern nur Kosten und Dreck verursacht und obendrein eine Gefahr darstell für die sie vielleicht den Kopf hinhalten muss, hätte sie selbst längst beseitigt. Sie kann sich obendrein auch nicht vorstellen, dass ein Tier das dafür geboren wurde durch die Weiten der Wüste zu streifen in einem engen Gefängnis glücklich sein könnte. Sie selbst würde lieber sterben, als in einem elenden beengenden Käfig für den Rest ihres Lebens dahin vegetieren zu müssen, und ihrer Ansicht nach wäre es gegenüber dem Hyaenodon weit gütiger es schnell und schmerzlos zu töten anstatt ihm die lebenslange Gefangenschaft azutun.
Dieser Tags hatte die Shin gedanklich allerdings mit ganz anderen Dingen zu kämpfen. Nungut, vielleicht nicht ganz.

-----> Die Steinfaust

Venditius

Unregistered

12

Monday, May 27th 2013, 10:25am

----> Der Kupferkessel


Mit einem gewissen Stolz hält Venditius die zwei Lederrüstungen gegen das Licht um sie einem letzten prüfenden Blick zu unterziehen. In mühevoller Kleinstarbeit, hatte er sie die vergangenen Tage gefertigt und fast jede freie Minute dafür aufgewandt die ihm zwischen dem Training seines Hyaenodons, seinem eigenen Training und den Kämpfen in den Kampfgruben geblieben ist. Doch auch wenn er es nicht gewohnt war so kleine Rüstungen zu fertigen, so war er mit dem Ergebnis doch sehr zufrieden.

Die zwei Ledertorso bestanden aus stabilem Rindsleder, waren mit Nieten und Schulterkappen verstärkt und durch Riemen fixiert. Dazu waren Brandzeichen auf die Brust aufgebracht die den Kopf eines Hyaenodons darstellten. Auf diese feine Handwerksarbeit war er besonders stolz.

„Ich wusste gar nicht, dass Nargen inzwischen auch Rüstungen für Kobolde fertigen. Ihr rüstet doch nicht heimlich eine Armee aus um Talyra zu übernehmen?“

Die Stimme der Mistress klingt amüsiert. Vor allem wohl wegen der Tatsache, dass sie ihn fast zu Tode erschreckt hatte und er mit seiner Hand schon fast wieder bei seiner Axt angekommen ist.

Verdammt wie macht sie das immer? Selbst ein so kleiner Mensch muss doch verdammt noch mal Geräusche beim Gehen machen.

„Nun für Talyra reicht es wohl noch nicht ganz, aber ich denke meine zwei tapferen Krieger werden schon sehr bald die Kontrolle über dieses Haus übernehmen.“ Antwortet er während sein Herzschlag sich beruhigt und er die Rüstungen sachte beiseite legt.

Es ist klar dass er damit Ferris und Aiden meint. Die zwei Nachbarsjungen waren von Anfang an von dem ungewöhnlichen Gast begeistert. Und nach einer ungewöhnlich kurzen Aufwärmphase waren sie sogar Venditius ein wenig ans Herz gewachsen. Nachdem er sich ausreichend von seinen Verletzungen erholt hatte, hat er vor einigen Wochen ihrer Bitte entsprochen mit ihnen ein wenig zu trainieren.

Seit dem übt er regelmäßig mit ihnen den Ringkampf, lässt sie Wasser für die Bewohner des Hauses und der Nachbarschaft schleppen und Straße oder Wohnungen fegen. Natürlich begründet er dies nicht mit Hilfsbereitschaft sondern mit Training von Kraft, Geschicklichkeit und Körperbeherrschung.

Er war beeindruckt von Ihrer Disziplin und Willensstärke. Und so beschloss er, dass diese kleinen tapferen Krieger ihrem Stand entsprechend gerüstet werden müssen. Also begann er die Rüstungen für sie zu fertigen und gab bei einem Tischler noch zwei Holzschwerter in Auftrag die er gestern in Nacht und Nebel abgeholt hatte um nicht von den Beiden gesehen zu werden.

„Denkt ihr sie werden Ihnen gefallen Herrin?“

Atevora

Unregistered

13

Monday, May 27th 2013, 5:59pm

Langsam verblasst das wunderhafte Farbenspiel und die Welt um sie nimmt wieder ihre gewohnten starren Formen an. Wobei, gewohnt ist der falsche Ausdruck. Wie es hier schon wieder aussieht! Der untere Wohnbereich erscheint ihr wie ein halbes Schlachtfeld! Lieblos und vereinsamt in der Ecke sind noch ein derber farbiger Schwamm und braun bekleckste Tücher vom Lederfärben abgestellt; Lederstücke und Fetzen unterschiedlichster Größe und Dicke liegen neben Schüren und ausgestanzten runden fizzeligen Resten, Gurten, Schnallen und Ziernieten großzügig, chaotisch am Boden verteilt umher und die unterschiedlichsten Varianten von Werkzeug liegen penibel als grandiose Stolperfallen ausgelegt dazwischen. Ein drängender Zwang das Umfeld ihren Vorstellungen entsprechend umzugestalten, Ordnung ins Wirrwar zu bringen und aufzuräumen breitet sich in ihrem Inneren aus wie ein unbarmherziger Gewittersturm, aber sie widersteht ihm.

Wacker wendet sie den Blick ab vom Saustall, ignoriert ihn stoisch als wäre er überhaupt nicht da und richtet ihre Aufmerksamkeit auf ihren Mitbewohner. Mit verschränkten Amen betrachtet sie einige Augenblicke wie er – seiner Haltung zu urteilen scheinbar zufrieden – zwei Lederrüstungen in Miniaturausgabe begutachtet.
Er hat neben seinen üblichen Aufgaben die letzten Monde all seine zur Verfügung stehende Zeit in dieses Projekt gesteckt und daran mit so viel Geschick und Hingabe gearbeitet wie sie es einem Narg mit seinen großen Klauen nicht zugetraut hätte. Er hatte für sein geplantes Unterfangen sogar die Wirren des Handelns auf sich genommen. Das heißt zumindest zu Beginn, bis er bei einem dreisten und gewieften Händler im Zorn knapp daran war diesem seinen aufgedunsenen Schädel einzuschlagen. Ab da hat Atevora es übernommen zu feilschen, Preise zu drücken und gewünschte Waren für seine Lederarbeiten mit seinem Sold zu erstehen.

Als sie ihn ob der kleinen Rüstung amüsiert anspricht und er dabei erschrickt, lacht sie darüber belustigt zusätzlich in sich hinein.
>>„Nun für Talyra reicht es wohl noch nicht ganz, aber ich denke meine zwei tapferen Krieger werden schon sehr bald die Kontrolle über dieses Haus übernehmen.“<<
Antwortet er ihr, und in seiner Stimme schwingt etwas mit, das sie als so etwas wie Stolz deutet. Das Schmunzeln um ihre Mundwinkeln vertieft sich noch ein Stück und sie tritt näher heran um die kleinen Rüstungen näher zu inspizieren.
Ganz ohne, dass Venditus es darauf abgezielt hätte, hat er der beiden Narbarsjungen Herz im Sturm erobert, und er war obskurer Weise offenbar mittlerweile fast so etwas wie ein Vaterersatz für sie geworden. Der Jüngere der Beiden hat sich mittlerweile als Ziel gesetzt später einmal mindestens ein Berakhar zu werden und mit den ihm unterstehenden Ark'alars alle hilflosen Maiden noch vor seinem Gardisten-Ritter-Bruder zu erretten. Atevora hat sich bei den mit Inbrunst vorgetragenen Ausführungen köstlich amüsiert. Dabei hat sie von Venditus mit einem raubtierhaften Grinsen nahegelegt bekommen, dass er sie gerne Lachen hört. Es war ein Kompliment, das sie beschämt zurückweichen lies.
Der beiden Nachbarsjungen Mutter ist sich noch immer nicht ganz sicher, was sie von der Beiden Jungen Vernarrtheit gegenüber einen impulsiven Sandnarg halten soll, der oftmals doch recht zweifelhafte und in ihren Kulturkeis überhaupt nicht passende Aussagen tätigt, und beispielsweise Gewalt verherrlichende verquere Ansichten und Geschichten von Ahnentum, Ruhm, Ehre, Blut und Kampf erzählt. Aber sie ist mit den Gegebenheiten notgedrungen einverstanden. Dazu beigetragen hat sicher, dass sie dem Narg nacheifern, der völlig freiwillig für die Leute im Haus den Dienstboten spielt, ihnen das Holz hackt, Wasser aus dem Brunnen schöpft und hoch trägt, schwere Gegenstände schleppt und verrückt, oder oft zur Hand geht wenn es an einer Leiter fehlt. Die Jungen tun es ihm was die „Hilfsbereitschaft“ betrifft gleich, und natürlich gilt alles nur der Übung wegen um einmal Groß und Stark und ein mächtiger Krieger zu werden.
>>„Denkt ihr sie werden Ihnen gefallen Herrin?“ <<
„Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit.“ Die beiden Lederrüstungen sind wirklich gut überlegt gefertigt. Sie lassen großen Bewegungsspielraum an den wichtigen Stellen, wie beispielsweise den Schultern ohne den Schutz zu vernachlässigen. Behutsam und langsam fährt die Eismaid mit ihren bleichen Fingern über die Riefen im Brustbereich. Der stilisierte Bestienkopf den sie bilden und welcher die Rüstung schmückt gefällt Atevora besonders gut. Einfach aber wirkungsvoll. Ein wundervoll zierendes und liebevolles Detail. Es ist nur schade, dass die beiden Burschen rasch aus der Rüstung herauswachsen werden. „Mir würde es gefallen. Ich wusste nicht, dass ihr so etwas beherrscht. Habt ihr Euch das selbst beigebracht, oder habt ihr das damals in Doggra als Beruf erlernt?“

Venditius

Unregistered

14

Monday, May 27th 2013, 7:36pm

Vor seinem geistigen Auge lässt Venditius die Vergangenheit noch einmal vorbeiziehen bevor er auf die Frage der Mistress antwortet.

"Seine Rüstungen selbst zu fertigen gehört in meiner Familie zum guten Ton, auch wenn man das meiner Gewandung bei unserem ersten Treffen vielleicht nicht angesehen hat. Die Techniken erlernen sich schnell und alles andere ist Übung und Geduld. In Doggra verbrachte ich meine Zeit mit Kampf und Jagd, bevor ich die Stadt verlassen habe."

Bei der Erinnerung an seinen Abschied erscheinen erneut Bilder aus seiner Vergangenheit in seinen Gedanken, bis ihn seine Dienstherrin mit einer erneuten Frage aus den selbigen reisst.

"Was bewog Euch dazu Euer altes Leben und Doggra hinter Euch zu lassen und in die Ferne aufzubrechen?"

Diese Frage trifft einen wunden Punkt, der ihm spontan ein schnauben entlockt bevor er Antwortet. Dabei achtet er sehr genau darauf die richtigen Worte zu wählen um die Wahrheit auch nicht nur im Geringsten zu verdrehen.

"Eine schwer zu beantwortende Frage. Ich hatte in Doggra ein zufriedenstellendes Leben aber egal wie viel ich auch erreicht habe, egal welche Mutproben ich bestand, es wurde immer begleitet von einem gewissen Gefühl der Leere. So als würden meine Taten und Erfahrungen nie ausreichen um mich ganz zu erfüllen. Es fehlt immer ein Stück von dem ich bis heute nicht weiß was es ist. Gleichzeitig wusste ich aber schon sehr bald, dass ich es unter meines Gleichen nicht finden werde. Also beschloss ich allem Widerstreben zum Trotz, meine Heimat zu verlassen."

Eigentlich hätte Venditius nach dieser Frage gerne seine Ruhe, doch sobald er geendet hat legt die Magierin mit ihrem gewohnt nüchternen Interesse an Unbekanntem nach.

"Wie habt ihr denn danach gelebt?"

"Wie ihr bereits wisst, habe ich mich als Söldner und gern auch mal als Jäger durchs Leben gekämpft."

Seine kurzatmige Antwort beweist erneut, dass Nargen nicht gerade zu den gesprächigsten Kreaturen dieser Welt gehören wenn es um private Themen geht. Doch so sehr sie normalerweise auf die kleinste Reaktion seinerseits achtet, so sehr überdeckt die Neugierde offenbar ihre Vorsicht.

"Ich finde es auch erstaunlich wie gut ihr mit den beiden Burschen zu
Rande kommt. Stammt ihr aus einer großen Familie, oder hattet bereits
selbst Kinder?"

Damit ging Sie ihm zumindest heute eindeutig zu sehr auf die Nerven. Er beschließt seine bisher streng gewahrte Zurückhaltung in dieser Sache beiseite zu legen. Es hatte ja doch keinen Zweck.

"So sehr ich Euer Interesse an mir schätze, aber jetzt ist es genug. Erzählt mir doch lieber von Euch. Was für Dämonen verfolgen Euch, dass Ihr die Nächte über wach liegt oder aus dem Schlaf aufschreckt? Ich habe weder die Nacht im Gasthaus vergessen, noch bin ich so taub, als dass ich Euch Nachts nicht hören könnte wenn ihr Euch ihnen wieder einmal im Schlafe entgegen stellt. In der ersten Nacht als ich euch gehört habe, wollte ich gerade die Tür zu Eurem Schlafraum aufbrechen als ihr aufgewacht seid und euch mit den Worten ´Es war nur ein Traum´ selbst beruhigt habt. Also versucht gar nicht erst, es auf einen schlechten Tag zu schieben. Und bevor ihr Antwortet, erinnert Euch an meine Regeln denen Ihr zugestimmt habt. Wenn Ihr von Gefahren wisst, die auf einer Mission lauern können, werde ich davon unterrichtet. Ich habe inzwischen den Eindruck erlangt, dass es so einige Gefahren aus Eurer Vergangenheit gibt die bereits auf uns gewartet haben, als wir die Tore dieser Stadt durchquert haben. Ich mag kein großer Diplomat oder gerissener Händler sein, aber ich bin garantiert auch nicht blöd genug um nicht zu merken, wenn ihr erwartet in den nächsten Sekunden einen Dolch zwischen Euren Rippen zu spüren."

Diese Ansprache hat selbst ihn überrascht. So hat er noch nie mit seinem Auftraggeber gesprochen ohne geplant zu haben ihn danach einen Kopf küzer zu machen. Doch in diesem Fall hofft er tatsächlich auf eine Antwort. Denn so ungewöhnlich es für ihn auch war, er mochte seine Dienstherrin. Nicht nur wegen der guten Bezahlung, sondern er war der Ansicht, dass sie Beide durch mehr verbunden wurden als nur durch bloßes Geld.

Atevora

Unregistered

15

Monday, May 27th 2013, 10:47pm

Lederrüstungen herstellen gehörte zum guten Ton? Atevora runzelt die Stirn. Guter Ton? Die Formulierung klingt mehr als seltsam. Aber sie versteht was er meint. Es ist kein erlernter Beruf, sondern es ist, oder war Brauch die Fertigkeiten zum Bau einer Lederrüstung innerhalb der Familie weiterzugeben. Ähnlich wie hierzulande eine Mutter ihrer Tochter das Sticken beibringt.
Von einem natürlichen Wissensdrang getrieben der gelehrten Personen oft zu eigen ist, erkundigt sich Atevora mit dem Feingefühl einer Dampframme weiter zu Venditus bisherigen Leben.

Das erwähnte ruhelose Gefühl von nicht definierbarer Leere ist ihr sogar bekannt. Aber besonders auskunftsreich war die Erläuterung ihrer Ansicht nach dennoch nicht. Sie befriedigt nur schal ihr Interesse und sie hätte nun auch gut nachhaken können und ihn ausfragen weshalb er sich so sicher war, dass er das Gesuchte unter Seinesgleichen nicht finden würde, oder wann genau ihm diese Erkenntnis kam. Schleichend, oder plötzlich wie eine Eingebung durch einen gewissen Umstand in seinem Umfeld? Wenn ja, durch welchen? Da er aber zuvor schon ein sehr unfrohes Schnauben verkündet hat, greift sie eine andere Frage auf. Sie hofft dadurch ein wenig mehr von seinem Leben zu erfahren, seinen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen. Etwas konkretes, wo er lebte, wie lang, warum er weiter Zog, was ihm da und dort nicht gefiel und weitertrieb. Doch seine Antwort ist nicht besonders ergiebig – was eine Untertreibung ist – sie wirft nur auf was er schon zu ihrem ersten Gesprächen von sich offenbart hat. Atevora versucht einen neuen Ansatz und erwähnt sein Verhalten gegenüber den zwei Buben um mehr von seinem Leben damals in Doggra und wie dieses ausgesehen hat, wie die Familienkonstellationen sind oder etwas in diese Richtung in Erfahrung zu bringen, oder eventuell zu verstehen weshalb er so viel Aufwand betreibt und Energien aufbringt für die beiden Jungen. Dieses ihr Vorgehen ist eigentlich für Atevora ein gutes Zeichen. Sie öffnet nicht oft ein Tor in ihrer Eisfestung und geht einen Schritt heraus. Nur sehr selten zeigt sie mehr als nur kühles wissenschaftliches, sondern echtes Interesse an den Geschöpfen ihrer direkten Umgebung und lässt sie nicht weiter an ihrer Mauer aus Gleichgültigkeit vorbeiziehen. Der Narg beschäftigt sie, sie möchte gerne mehr über ihn und seine Vergangenheit wissen.
Aber er schlägt ihr buchstäblich die Tür vor der Nase zu und zeigt ihr eine klare Grenze auf.
>>“"So sehr ich Euer Interesse an mir schätze, aber jetzt ist es genug.“<<
Genug. Das kann sie natürlich akzeptieren. Sie hätte genickt, sich damit abgefunden und später wieder einen Anlauf versucht tröpfchenweise ihren Wissensdurst von ihm gestillt zu bekommen, immer soweit wie er bereit ist etwas von sich, oder seiner Kultur Preis zu geben. Schließlich weiß kaum jemand etwas über dieses Volk, wie es lebt und überlebt und wie deren Gesellschaft genau aufgebaut ist und sie würde nicht nur gerne wissen, das etwas oder eine Reaktion von ihm so ist wie sie ist, sonder auch warum. Aber anstatt ihr Vordringen nur mit einem hochgerissenen Schild zu bremsen, holt er zum Angriff aus. Und er trifft.
>>„Was für Dämonen verfolgen Euch, dass Ihr die Nächte über wach liegt oder aus dem Schlaf aufschreckt? Ich habe weder die Nacht im Gasthaus vergessen,“<<
„Das Gasthaus?“ Haucht sie mehr mit einem Beiklang schockierter Überraschung. Er hat es gesehen? >>„ noch bin ich so taub, als dass ich Euch Nachts nicht hören könnte wenn ihr Euch ihnen wieder einmal im Schlafe entgegen stellt.“<<
„Ich..ihr konntet mich hören?“
>>“In der ersten Nacht als ich euch gehört habe, wollte ich gerade die Tür zu Eurem Schlafraum aufbrechen als ihr aufgewacht seid und euch mit den Worten ´Es war nur ein Traum´ selbst beruhigt habt. Also versucht gar nicht erst, es auf einen schlechten Tag zu schieben.“<<
Als wäre sie bei etwas wichtigem ertappt worden, das sie mit aller Macht zu Verbergen suchte, überschwemmt sie ein unangenehmes Gefühl ohnmächtiger Erschütterung und lässt sie unmerklich zurückweichen. Weg vom Narg. Dann herrscht wieder Leere, das allbekannte Gefühlsvakuum. Auch die Zugtür ihrer Festung ist wieder herabgefahren und eingerastet.
>>“Und bevor ihr Antwortet, erinnert Euch an meine Regeln denen Ihr zugestimmt habt. Wenn Ihr von Gefahren wisst, die auf einer Mission lauern können, werde ich davon unterrichtet. Ich habe inzwischen den Eindruck erlangt, dass es so einige Gefahren aus Eurer Vergangenheit gibt die bereits auf uns gewartet haben, als wir die Tore dieser Stadt durchquert haben. Ich mag kein großer Diplomat oder gerissener Händler sein, aber ich bin garantiert auch nicht blöd genug um nicht zu merken, wenn ihr erwartet in den nächsten Sekunden einen Dolch zwischen Euren Rippen zu spüren."

„Natürlich erwarte ich jederzeit einen Dolch zwischen meinen Rippen, weshalb denkt ihr leiste ich mir Euch als meinen Leibwächter?“ Atevora schüttelt den Kopf, atmet vernehmlich durch und setzt im sachlichen Ton fort: „Ich habe Euch im großen Ochsen die Sachlage aufgeschlüsselt. Ich habe auch nicht verschwiegen, dass es bereits Mordanschläge gab. Warum ist es von belang weswegen ich den Dolch in den Rippen fürchte? Ich bezahle Euch mehr als gut und zwar fast den Lohn eines Stadtgardisten, das ist mehr als ihr eigentlich erwarten könnt, und das wisst ihr. Ihr wart einverstanden und habt zugesagt. Über die neuen Gegebenheiten bezüglich der Sklavenhändler und meines Handlungszugzwanges habe ich Euch ebenfalls umgehend in Kenntnis gesetzt und Euch freigestellt zu gehen. Ihr habt beschlossen zu bleiben und mich zu unterstützen. Um ehrlich zu sein, ihr habt mich damit überrascht und mir imponiert. Aber ich verstehe euren Vorstoß nun nicht. Inwiefern bin ich Euren Bedingungen nicht nachgekommen?
Ich entschuldige mich wenn ich mit meinem unüberlegtem Wissensdurst unbeabsichtigt vorhin eine Grenze überschritten habe. Ich habe keinen Sinn für solche Grenzen. Ich möchte.. ich wollte einfach mehr über Euch erfahren.“

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