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31

Mittwoch, 8. Januar 2014, 14:58

Am selben Tag, nur etwas später

Nach der Begegnung mit dem Azadoura schweigen Keeshar und Keylan erst einmal.
Soviel war passiert.
Der Einäugige schnaubt. "Komm mit, wir sollten reden. Aber irgendwo, wo wir ungestört sind, und wo es nicht so feucht ist."
Keylan nickt, dann folgt der Bursche dem Herrn des Toten End.

Zielstrebig begibt sich Keeshar zu seiner eigenen Bleibe. Viel hat sich dort nicht verändert, soweit Keylan das erkennen kann.
Immer noch lungern einige Handlanger vor der Wohnung herum, warten auf einen Auftrag den sie ausführen sollen. Verbringen die Wartezeit so lange mit Karten spielen, leichten Alkoholischen Getränken (wenn sie zu stark betrunken wären, würden sie das unter Keeshars Hand sehr schnell bereuen) und mit sonstigen Gesprächen.
Als sie Keeshar erblicken, ruht das Spiel, erwartungsvoll blicken sie ihren Herrn an... und starren dann verdutzt auf Keylan. Einigen der Männern kommt der ach so saubere Bursche irgendwie bekannt vor, andere sind noch zu neu dabei um Keylan kennen gelernt zu haben. Vorallem diese Männer werfen dem jungen Hexer einen eher bösen Blick zu - wer mag dieser Bursche sein? Vielleicht eine mögliche Bedrohung in der Rangfolge der Untergebenen von Keeshar? Wer weiß, wer weiß.

Im Inneren von Keeshars Haus hat sich kaum etwas verändert. Eine der Frauen die im Toten End leben, und die sich heute um Keeshars Wohlbefinden kümmert, kommt ihnen sofort entgegen, nimmt den beiden die Umhänge ab.
"Bring uns etwas zu Essen, und..." kurz hält Keeshar inne, schaut zu Keylan. Dann nickt er, erinnert sich wieder. "... und bring uns bitte etwas von dem fruchigen Sommerwein. Es müsste noch eine Flasche ganz hinten im Regal stehen."
Die Frau nickt, deutet so etwas wie eine Verbeugung an, und verschwindet dann in die Küche.

"Wir gehen nach oben."
In Keeshars Arbeits-und Schlafzimmer angekommen, deutet der Einäugige auf einen Sessel.
Das Kohlebecken im Zimmer spendet Licht, und Keeshar macht sich erst einmal daran die Lampen im Zimmer anzuzünden für ein besseres Licht.
Die Frau bringt das Essen vorbei - Bratenstücke, Käse, Brot, dazu der gewünschte Wein. "Wir wollen nicht gestört werden. Auch nicht von Tjes." Die Frau nickt, verschwindet wieder nach unten.
Dann sitzen Keeshar und Keylan sich gegenüber, schweigend sich gegenseitig musternd, sich an ihren Weinbechern festhaltend.

"Du hast dich gemausert, Keylan." beginnt Keeshar das Gespräch schließlich. "Bist gewachsen, und was mich sehr freut, du hast deine Magie besser unter Kontrolle."
Kurz stockt der Einäugige, verzieht dann sein Gesicht zu einer Grimasse - man sieht Keeshar an, dass er am liebsten ausspucken würde, wenn er sich gerade nicht in seinem eigenen Schlafgemach/Arbeitszimmer befinden würde.
"Da scheint der Hexer wenigstens eine sinnvolle Sache geschafft zu haben, als er dich mitgenommen hat. Warst du die ganze Zeit bei ihm? Hat er dich gut behandelt... dieser Sohn einer Nebrinôrschnecke? Oder habe ich mit ihm ein noch größeres Hühnchen zu rupfen, weil er mich nicht nur hintergangen und bestohlen hat, sondern dich auch noch misshandelt hat?"
Das Knurren in Keeshars Stimme hat mit jeder Frage zugenommen.
Man kann sich ausmalen, was mit dem Hexer geschehen würde, wenn Keeshar ihn in diesem Moment in die Finger bekommen würde, allein aufgrund der Stimmlage und der Grimasse die Keeshar gerade zieht.
Fragend, mit einem Funkeln in seinem einen verbliebenen Auge, schaut er zu Keylan, was dieser wohl erzählen wird.

Uio

Stadtbewohner

Beiträge: 75

Beruf: ehemaliger Handlanger, Dieb und Hexer! Seit anfang 513 Magierlehrling

Wohnort: Arkana zu Sorbonn

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32

Donnerstag, 9. Januar 2014, 08:59

In Keeshars Haus

(Nach dem Vorfall mit Nirun)

Was für ein Tag! Denkt Uio/Keylan und lässt kurz die Ereignisse Revue passieren. Zurück in Talyra wollte er erst Zoe finden, was ihm nicht geglückt ist. Also verschieben und sich dem Nächsten zuwenden, Keeshar suchen. In der Unterstadt angekommen, trifft er dann aber auf einen Azadoura, von dem er sich unnötigerweise provozieren lässt. Das einzig gute daran, Keeshar tauchte auf und entschärfte die Situation.

Jetzt, einige Zeit nach dem zusammentreffen zwischen Uio/Keylan, Nirun und Keeshar sitzt er nun mit dem Herren des Toten Ends in seiner Behausung und bekommt Essen und Wein geboten. Viel hat sich hier nicht verändert, stellt er fest. Keeshar weiss sogar noch genau, welchen Wein er gern getrunken hat. Der junge Magierlehrling schmunzelt und wartet ab, bis der Einäugige das Wort ergreift. Uio ist sich sicher, er will einiges erfahren, besonders wo er die letzte Zeit gesteckt hat.

>"Du hast dich gemausert, Keylan. Bist gewachsen, und was mich sehr freut, du hast deine Magie besser unter Kontrolle."<
Der ehemalige Hexer nickt bedächtig und weiß genau was Kees meint. Ich war ein Risko, und trotzdem hat er mich aufgenommen. Aber nicht nur daran denkt Uio/Keylan, sondern auch daran, dass er das Mana nicht nur unter Kontrolle hat, sondern sie ihm das Mana reduziert haben und somit er kein Hexer mehr ist. Er wird das Kees noch erzählen müssen. Uio/Keylan betrachtet den rothaarigen Boss des Toten Ends und ihm entgeht nicht sein Ausdruck auf dem Gesicht als er weiter spricht.

>"Da scheint der Hexer wenigstens eine sinnvolle Sache geschafft zu haben, als er dich mitgenommen hat. Warst du die ganze Zeit bei ihm?<
Hexer? Meint er Rayyan?

>"Hat er dich gut behandelt... dieser Sohn einer Nebrinôrschnecke?"
Mehr oder weniger...

>"Oder habe ich mit ihm ein noch größeres Hühnchen zu rupfen, weil er mich nicht nur hintergangen und bestohlen hat, sondern dich auch noch misshandelt hat?"<
Kees ist sauer, richtig sauer...

Tief atmet Uio/Keylan ein dreht seinen Becher und schaut Keeshar dann direkt an.
Zeit auszupacken!

"Ja, es ist eine Menge passiert Keeshar.", beginnt er dann. "Der Mann, der sich hier Hexer nannte, Rayyan, hat mich entführt, um mir im Auftrag des magischen Rates ihre Ansichten über Hexer beizubringen. Das war erstmal nicht sehr witzig." Nachdenklich verzieht er das Gesicht und denkt daran zurück, an die Zeit auf dem Schiff. "Ich war schon vorher nicht gut auf ihn zu sprechen, war stinksauer und es dauerte eine Weile bis wir...REDEN konnten.", sagt er tonlos und spricht sogleich weiter. "Er hatte auch den Auftrag meinen alten Meister, den ich nicht mehr so nennen darf, abzuholen." Ein freches Grinsen zieht bei den Worten über sein Gesicht. "Aber ist auch egal. Er sollte Nathan holen und nahm mich mit. Dieses Eisgefängnis ist echt nicht...das wo man gern sein will. Scheiße kalt und ...wenn man da raus kommt, sieht man mehr tod als lebendig aus. Also er sah so aus. Nathan." Kurz stockt er bei seiner Erzählung, holt luft und weiter gehts. "Wie auch immer. Sie haben mich überzeugt, das es besser ist ein Magier zu werden, als ein wahnsinniger Hexer, der irgendwann dort landen wird."
Das ist im Groben die Geschichte... fügt er in Gedanken an.

Es entsteht eine kurze Pause in der er ein Schluck Wein trinkt und dann lächelt. "Der ist gut!" Er schaut in den Becher und sein Lächeln vergeht. "Ich lerne also das Mana zu beherschen, was sie mir gelassen haben, in Sorbonn. Einer Arcana am anderen Ende des Ildorel...!" Uio/Keylan hebt den Blick vom Becher und schaut Keeshar an.
"Bin sonst aber noch der selbe, weiss wo ich herkomme und hingehöre!"
UNKRAUT VERGEHT NICHT!

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(c) by Niniane

Nirun

Stadtbewohner

Beiträge: 7

Beruf: Schüler der darstellenden Kunst

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33

Freitag, 17. Januar 2014, 20:43

Auf der Straße

Nirun rechnet mit vielem, als das
Geräusch seinen Fluchtversuch verrät, aber nicht mit dieser
Reaktion. Er hat vor allem erwartet, von dem Jüngeren Schläge zu
bekommen. Was vermutlich auch passiert wäre, wenn dieser sein „Boss“
nicht anwesend wäre.
Ihm werden wieder seine Schmerzen bewusst,
während sich die Ereignisse um ihn herum für sein Denken zu
überschlagen scheinen. Er ist noch geistig bei dem Kampf, während
sich vor ihm die Hand anbietet. Er versteht es nicht. Sein Geist
schafft es nicht, die Folge der Ereignisse in die richtige
Reihenfolge zu bringen. Zumindest nicht in diesem Augenblick. Er
zögert. Er versucht es zu ordnen. In seinem Kopf eine Ewigkeit. In
Realität vielleicht nur Sekunden.

Nirun hat bisher die
Erfahrung gemacht, keinem in diesem Rattenloch zu vertrauen. Was ihm
nicht schwer fällt, da er Menschen, dieser widerlichen
Karnickelrasse, eh nie traut. Man hat ihn öfters angegriffen, man
versteht ihn nicht, man versteht nicht, dass man ein unterlegendes
Volk ist. Nirun hat sich damit abgefunden, indem er sich im Schatten
hält, nicht auffällt und den erbärmlichen Kreaturen aus dem Weg
geht. Länger als notwendig mit Leuten an einem Ort zu bleiben
vermeidet er.
Seine Gedanken bringen ihn nicht weiter.
Normalerweise hätte er so eine Hand immer abgelehnt, aber es gibt
zwei Punkte, die ihn irritieren.

Erstens: Dieser Rothaarige,
von dem er einen ziemlich genauen Verdacht hat, wer es ist, scheint
ihn nicht hereinlegen zu wollen. Natürlich ist ihm nicht zu trauen.
Vielleicht will er ihn nur zu einem Sklaven machen..


Zweitens: Sollte er diesen Mann
jedoch beleidigen, indem er seine Hand ausschlägt, gäbe es
vielleicht ein viel größeres Problem.

Aus diesem Gedankengang entsteht bei
Nirun ein Reflex. Zwar empfindet er kein Ehrgefühl einem Menschen
gegenüber, aber für einen seines Volkes wäre es eine große
Beleidigung, eine solche Geste auszuschlagen. Eine Beleidigung, auf
die Konsequenzen folgen würden.

Er greift also zu. Ihm ist
nicht mehr bewusst, wie viel Zeit zwischen dem Ausstrecken der Hand
und seinem Einschlagen geherrscht hat, aber die Hand ist noch nicht
zurück gezogen worden.

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