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Raven

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1

Monday, June 18th 2012, 1:24pm

Der Grüne Aal

Inmitten des Hafenviertels, an der Stirnseite des weiten, gepflasterten Rechtecks des Fischmarktes, steht der "Grüne Aal", zweitgrößtes Gasthaus der Stadt und Anlaufstelle für alle Seeleute, Fischer und Händler, die den Ildorel befahren. Selbst von außen sieht das große Gasthaus einladend aus mit seinem Fundament aus grauen Flußsteinen und den dunklen Holzverkleideten Stockwerken darüber. Über der breiten Eingangstür ragt gleich einem gewaltigen Balkon der Bug eines Schiffes aus dem Mauerwerk, so daß es von weitem fast aussieht, als stehe dort tatsächlich ein aufgebocktes Schiff zwischen zwei Häusern. Es heißt, dies sei der Rest des letzten Schiffes vom alten Yohn Humperknie, der Seehure - das was ein wütender Mondwal davon übrig gelassen hatte. Neben dem Schiff, der gesamten Besatzung und all den Gütern, die der alte Seebär einst zwischen Nachtschimmer und Fa'Sheel hin und her befördert hatte, hatte sich der Wal auch noch sein linkes Bein, zwei Finger der linken Hand und sein halbes linkes Ohr geholt, weswegen der rauhbeinige, grauhaarige Wirt des "Aals" so zerrupft wie ein alter Kater aussieht und ein Holzbein sein Eigen nennt. Zudem trägt er eine Augenklappe, doch ob sie tatsächlich eine leere Augenhöhle verbirgt oder der alte Yohn sich damit nur einen Witz erlaubt, hat noch nie jemand herausgefunden.

Betritt man den "Grünen Aal", schlägt einem der Geruch von Rum, Fisch und Pfeifentabak entgegen. Eine lange Theke zieht sich an der linken Wand entlang und im Raum verteilt stehen wuchtige, hölzerne Tische auf denen Schiffslaternen ein schummriges Licht verbreiten.
An der Decke und den Wänden sind Netze gespannt, in denen getrocknete Seesterne und Ildorelmuscheln liegen, und hin und wieder finden sich dazwischen präparierte Fische, die wohl größten Fänge der talyrianischen Fischer: Aale, die Flossen zart wie Flaum, riesige Hechte, gewaltige Forellen mit schillernden Rücken und derlei mehr. Meist ist die Hafenkneipe gefüllt mit Seeleuten und Fischern, die hier ihre Lieder gröhlen und ihr Seemannsgarn spinnen, doch es steigen auch Händler, Kaufleute oder Reisende im "Aal" ab. Vom Wirt, Yohn Humperknie wird zudem gemunkelt, er sei nicht nur Seemann und Kapitän eines Schiffes, sondern einst auch Pirat gewesen - aber seine Sternguckerpastete und sein Fischeintopf sind in ganz Talyra und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.
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Diantha

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2

Sunday, January 27th 2013, 7:28pm

Ende Silberweiß

Nachdenklich wandert Dianthas Blick von einem präparierten Fisch zum nächsten und sie stochert gedankenverloren in ihrem Eintopf herum. Nicht, dass das Essen schlecht wäre – es ist genauso wie es soll und der fangfrische Fisch schmeckt hervorragend. Nur eigentlich hatte die Immerfrosterin sich mit einem Seehändler namens Rodachan Dubh verabredet um über Edelsteinlieferungen aus Brioca, Dartanjan und Morayfurt zu verhandeln. Gut, sie war etwas früh dran gewesen, aber mittlerweile müsste die verabredete Zeit schon rum sein. Der Grüne Aal ist so früh noch recht leer, die meisten Seeleute, Fischer und Harfenarbeiter kommen erst später hierher. Bisher sind nur drei Tische besetzt, am Ecktisch hinten links sitzen zwei alte, von der Sonne braungebrannte Fischer und schweigen sich einvernehmliche an, vermutlich arbeiten sie schon seit Jahrzehnten auf demselben Boot. An einem Tisch in der Mitte des Raumes sitzt ein junges Pärchen, das sich verliebt anschmachtet, bei der Umgebung ist davon auszugehen, dass einer der beiden bald eine Seereise machen würde, wohingegen der andere in Talyra bliebe. Der hochgewachsene, breitschultrige Mann sieht jedenfalls so aus, als könne er als Seefahrer so manchem Sturm trotzen. Der andere Ecktisch ist von drei gut gekleideten azurianischen Händlern und ihrem finster dreinblickenden Wachmann besetzt, die sich in ihrer fremdklingenden Muttersprache unterhalten. Warum sie wohl nicht in der Harfe sind? Suchen sie vielleicht eine Überfahrt? Der Grüne Aal hat durchaus seinen Reiz, es ist immer sehr gemütlich, vorausgesetzt, dass man den intensiven Geruch nach Tabak, Fischgerichten und Alkohol mag. Diantha war was das angeht nie zimperlich und sie findet die Gesellschaft hier durchaus angenehm, trotzdem ist die Harfe normalerweise ihr bevorzugtes Gasthaus, einfach weil sie Borgil und Azra gut kennt und sich dort regelmäßig noch andere Freunde und Bekannte herumtreiben. Dafür interessiert es im Aal niemanden eine Bohne, dass sie die Frau des Lord Commanders ist, auch wenn es zumindest Humperknie sehr genau weiß und sie als „M’lady“ anspricht. Sie ist wie für solche Anlässe passend einfach, aber gut gekleidet, mit einer festen Lederhose, einem hellen Hemd und einer braunen Weste mit unauffälligen Stickereien. Damit ist sie zwar etwas besser als der Großteil der Kundschaft hier gekleidet, fällt aber nicht besonders auf.

Als hätte er ihre Gedanken gelesen, wendet sich der alte Seebär von den Schnapsflaschen ab, die er vorher schon fast liebevoll poliert hatte und will wissen: „Na, wer hat’n Euch in die Supp‘ gespuckt? Ich war’s nicht, versprochen.“
„Die Suppe ist gut, daran liegt es nicht“, versichert sie und schiebt sich zur Veranschaulichung noch einen Löffel in den Mund. „Nur warte ich auf meine Verabredung, aber der alte Dubh taucht einfach nicht auf.“
„Das hättet’s gleich sagen müss’n! Dubh steckt im Hafen von Nérac fest, Conall, sein Steuermann, hat ´ne Stadtwache zu viel aufs Maul gehau’n und steckt jetzt im Verließ.“ Yohn Humperknie zeigt sich davon nicht weiter beeindruckt, aber Diantha kann sich ihre Enttäuschung nicht verkneifen.
„Wie lange kann denn so etwas dauern?“, will sie wissen.
Der Alte zuckt mit den Schultern, entkorkt eine Flasche, schenkt zwei kleine Gläser mit einer hellbraun funkelnden Flüssigkeit voll, die so riecht, als wäre sie gemacht um die Geschmacksnerven zu verätzen. „Wenn’s nur ein paar blaue Augen gab ´n paar Tage. Aber wenn Conall wirklich wen verletzt hat, gebroch’ne Nase, Rippen oder so, dann muss Dubh sich ‘nen neuen Steuermann suchen. Und die finden sich nich‘ leicht.“ Er schiebt Diantha eins der Gläser rüber, die ein bisschen mit sich hadert, es dann aber entgegen nimmt und mit ihm anstößt. „Auf den Lad’n, nich‘?“
„Ja, danke, auf den Laden“, antwortet die Immerfrosterin, kippt den Schnaps in einem Zug hinunter und hat daraufhin kurz das Gefühl, als würde ihre Speiseröhre verbrennen. Zum Glück hat sie sich so weit im Griff, dass sie nicht wie eine Ertrinkende nach Luft schnappt und auch nicht hustet. Kaum hört das beißende Gefühl auf, wird es ihr wohlig warm. Sie würde jetzt trotzdem noch ihre Suppe in Ruhe aufessen, auch ohne ihre Verabredung.
The thing with words is that meaning can twist just like a snake.
(Terry Prachett, Lords and Ladies)

Argothos

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3

Monday, January 28th 2013, 8:07pm

Argothos betritt das Gasthaus, sofort bemerkt er die starken Gerüche die in der Luft liegen, er atmet einmal tief ein und aus um sich an den Geruch zu gewöhnen, dann wendet er sich nach links zum Thresen um.
Sein Blick schweift über die Menge an Leuten die diesen Abend zugegen sind, er erkennt viele Seeleute, aber auch Händler und andere Reisende die sich wohl den Abend hier vertreiben.
Am Thresen angekommen legt er seinen Rucksack und den Mantel ab, das Schwert jedoch bleibt am Rückenhalfter befestigt, denn ohne es fühlt er sich nicht komplett.
Langsam wandert seine Hand nach oben in Richtung des Wirtes, "Ich grüße euch, einen Teller Eintopf und ein einfaches Bier bitte..."
Erst jetzt bemerkt Argothos das der Wirt wohl beschäftigt zu sein scheint und senkt die Hand wieder um das Gespräch nicht zu unterbrechen.
Während er wartet betrachtet er aus dem Augenwinkel den Wirtshausbesitzer und seine Gesprächspartnerin.
Er erkennt sofort von wo die Frau stammen muss, auch wenn Sie etwas kleiner erscheint als die typische Immerfrosterin erkennt man doch die Merkmale die Sie als solche auszeichnen
Interessant von wo die Leute die sich hier in der Stadt aufhalten so kommen, ich denke hier werde ich noch die ein oder andere Überraschung erleben.
Ein lautes Knurren unterbricht seine Gedanken und er schaut an sich herunter, und legt eine Hand auf seinen Bauch.
Kein Wunder..ich habe seit fast einem Tag keine ordentliche Mahlzeit zu mir genommen..
Auf dem Schiff hatte er nur das Nötigste das er für die Überfahrt brauchte gekauft um seine Ersparnisse nicht zu sehr zu strapazieren, das heißt er hat sich hauptsächlich von Brot, Wasser und Trockenfleisch ernährt.
Als er wieder aufschaut trifft sein Blick kurz den des Wirts, ein Hoffnungsschimmer glänzt in seinen Augen bei der freudigen Erwartung auf eine warme Mahlzeit und ein gutes.
"Verzeiht mein Herr, könntet ihr mir einen großen Teller Eintopf und einen großen Krug einfachen Biers bringen?"
Der alte Mann nickt ihm zu, "N' Moment, kommt sofort!"
"Ich danke euch!"
Voller Vorfreude reibt Argothos sich die Hände und wartet darauf das ihm seine Speisen gebracht werden.

Odysseus

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4

Tuesday, January 29th 2013, 9:03am

Als er zum ersten Mal den "Aal" betritt, begrüßen ihn die Gerüche des Hafens in ungeahnter Intensität. Der Geruch des Teeres und der für die Seefahrt verwandten Materialien nimmt ab, dafür gesellt sich der schwielige Geruch von Fischgerichten und Rum hinzu, irgendwo unterschwellig das Aroma von altem Pfeifentabak. Wahrscheinlich aufesogen von jedem Stück Holz hier. Das Destillat der Seefahrerei...
Der Tag ist noch jung und so sind nicht viele Gäste im Schankraum vorzufinden und als die auffälligste Person erscheint Odys der Wirt, der in den Raum blickt und fragend eine Augenbraue hebt, während er unentwegt Gläser reinigt. Odys blickt sich nochmal im Raum um, um sicher zu gehen, dass die Augenbraue ihm galt und begibt sich dann zum Wirt. So hätte mein Oheim wohl ausgesehen, wenn die See ihn wieder entlassen hätte... Er räuspert sich vernehmlich, inhaliert dabei das gemischte Aroma des Gasthauses und versucht einen sich daran anschließenden Hustenreiz zu unterdrücken. Schon viel zu lange war er einer solchen Umgebung ferngeblieben, etwas vergleichbares gab es in der Stadt seiner Jugend zwar, aber da war er noch zu jung. Und als er endlich alt genug war, gab es in seiner Nähe nur kleine Spelunken in dunklen Gassen...
"Ich hätte gern ein Zimmer." Der Wirt blickt ihn weiterhin an, stellt das Glas beiseite und erwidert "'n Zimmer, ja?" Odys nickt und greift in seine Weste und löst einen präparierten Faden, um somit an sein Geld zu gelangen und dem Wirt zu beweisen, dass er fähig und willens ist, für seine Bleibe zu zahlen. "Kein Großes. Klein reicht. Für ein paar Tage." Odys legt einige Münzen auf den Thresen und schiebt sie dem Wirt zu, der einen kontrollierenden Blick auf sie wirft und schließlich auf eine beißt, um ihren Gehalt zu erkennen. Anschließend nickt er.

Es ist schon spät, als er aus den verwinkelten und verwirrend vielfältigen Straßen und Gassen der Stadt wieder zum "Aal" geht. Nachdem er sein Zimmer bezog und einige Zeit döste, entschloss er sich, sich die Stadt und insbesondere den Hafen näher zu beschauen. Stundenlang ging er in Ufernähe entlang und genoss den Geruch des Wassers und das geschäftige Treiben all jener, deren Unterhalt und tägliches Leben mit der See zusammenhängt. Hier könnte ich mich wohl fühlen...
Der Geruch im Aal hatte sich nicht verändert und Odys hat sich diesmal darauf eingestellt, es beinahe sogar herbeigesehnt. Er weiß nicht, wie der Schankraum im Laufe des Tages aussehen mochte, ob gefüllt oder nicht und welche Geschichten hier alles die Lippen und Ohren wechselten. Er mag derartige Orte, an dem das Leben greifbarer und zugleich unwirklicher erscheint, sie haben etwas von einer gewissen Romantik. Seemansgarn und Tagträumerei... Ein Paar im intensiven Gespräch, ein Kerl am Thresen und eine sehr auffällige Frau, das sind die Dinge, die ihm auffallen. Illustre Gesellschaft. Pah, wenigstens die Zwei erfüllen die Romantik... Odys begibt sich zu einem leeren Tisch, mit dem Rücken zur Wand und lässt sich nieder. Anschließend legt er einen kleinen ledernen Beutel auf den Tisch, der seine neusten Errungenschaften enthält. Die Verkäuferin versicherte ihm, dass es die besten Werkzeuge wären, die er für gutes Geld bekommen könnte. Er hatte seine Zweifel, konnte sie aber nicht genau bennenen. Und immerhin schienen sie das richige Gewicht zu haben.
Odys greift in den Beutel und erstastet eine Feile und eine kleine Säge. Während er den Inhalt weiter erfühlt, findet er auch das Messer. Indem er in die Klinge greift...

Diantha

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5

Tuesday, January 29th 2013, 2:14pm

Zwar ist Diantha noch immer recht enttäuscht, dass Kapitän Dubh nicht auftauchen würde, doch Humperknie stellt sich als ein angenehmer Gesprächspartner heraus. Er hat einen etwas derben, aber auch teilweise recht scharfzüngigen Humor und bringt die Immerfrosterin damit immer wieder zum Lachen. Sie reden über Dianthas bald eröffnenden Laden und Neuigkeiten aus der Schifffahrt, so erfährt sie Namen von Seehändlern, von denen sie noch nie etwas gehört hat. Vielleicht ist Dubh doch nicht die beste Wahl, scheinbar treibt sein Steuermann öfter solche Scherze… Während sie reden beginnt sich der Aal langsam etwas zu füllen, doch die beiden bemerken den jungen Mann zunächst gar nicht, der an den Tresen tritt. Erst mit einem lauten Magenknurren macht er auf sich aufmerksam und Diantha versteckt ihr Grinsen hinter ihrem Bierkrug um ihn nicht zu beleidigen. Während der Mann seine Bestellung aufgibt, nutzt sie die Zeit um ihn flüchtig von der Seite zu betrachten. Er ist nicht übermäßig groß, dafür aber sehr breit und kräftig gebaut und wirkt, als könne er hart arbeiten. Der Anderthalbhänder, den er am Rücken trägt, legt die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Fremden um einen Schwertkämpfer, eine Leibwache oder einen Söldner handeln könnte. Sie wirft einen kurzen Blick auf seine Hände, die Spuren harter Arbeit tragen, aber nicht nur Schwielen von dem Schwertgriff. Von jemandem, der ein so schönes Schwert auf dem Rücken trägt, hätte Diantha nicht erwartet, dass er seinen Lebensunterhalt von etwas anderem bestreitet, als den genannten Berufen. Auf die Idee, dass es sich bei dem Mann um einen Schmied handeln könnte, kommt sie jedenfalls nicht im Entferntesten. Ansonsten sieht er recht gepflegt, aber erschöpft von einer langen Reise aus und scheint halb verhungert zu sein, denn er reibt sich voll Vorfreude auf das Essen die Hände.

Es dauert nur wenige Augenblicke, da hat der Schwertträger bereits sein Bier vor sich stehen. „Auf Euer Wohl!“, prostet ihm Diantha frech heraus zu. Sie sind hier im Aal, er hat keine Ahnung wer sie ist und sie wird daran gewiss nichts ändern, also zu den Höllen mit Etikette und Sittsamkeit. Ihr geht es ohnehin auf die Nerven, wenn sie anders behandelt wird, sobald sie sich mit vollem Namen vorstellt. Eine angeheiratete Adlige und dann auch noch die Ehefrau des Lord Commanders, kein Wunder, dass sie Leute da übervorsichtig und überfreundlich sind. Und lieber so behandelt werden, als wie früher als das dreckige Gossenkind.
„Mein Name ist Diantha und wie heißt Ihr? Ihr seht aus, als wärt Ihr länger auf Reisen gewesen, wo stammt Ihr her?“ Neugierig schaut sie dem Mann ins Gesicht und ihr fallen seine ungewöhnlich vielfarbigen Augen auf. Sie könnte nicht sagen, woher er wohl stammt, er könnte gut und gern ein Rhaínländer sein, ein Ostländer, ein Laiginer oder ein Drachenländer. Sie hat ihn auch noch zu wenig sprechen hören um von seinem Akzent auf seine Herkunft zu schließen. Letztlich ist es auch egal, vielleicht hat der Unbekannte ja etwas Interessantes zu erzählen, wo auch immer er herkommt.
The thing with words is that meaning can twist just like a snake.
(Terry Prachett, Lords and Ladies)

Argothos

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6

Wednesday, January 30th 2013, 5:39pm

Direkt nachdem Argothos sein Bier bekommt spricht die Fremde neben ihm ihn an und prostet ihm zu.
"Auch auf euer Wohl!" Er hebt das Glas hoch und nickt der Frau zu, "Mein Name ist Argothos Tardemil, erfreut euch kennen zu lernen Lady Diantha, ich komme aus den Ordensländereien des Drachenlandes, daher kann man sagen das es eine sehr lange Reise war..jawohl." Nun setzt er das Glas an seinen Mund und trinkt mit großen Zügen bis nurnoch die Hälfte darin verbleibt. "Aaah..tut das gut endlich wieder etwas anderes als Wasser zu trinken.." Der junge Mann betrachtet seine Trinkpartnerin nun auch etwas genauer, es spricht immer mehr dafür das sie wohl eine Immerfrosterin ist.
"Und woher kommt ihr wenn ich fragen darf Mylady?"
Er nimmt noch einen Schluck und lächelt die Frau neben sich an.

Im Hintergrund hört man die Gespräche der andere Gäste, auch fällt Argothos der Mann auf der sich an einen Tisch etwas weiter entfernt gesetzt hat und nun beginnt in seinen Taschen zu wühlen.
Zwei Männer an einem Tisch ein paar Meter hinter ihm schneiden grad ein für Argothos sehr interessantes Thema an, er wendet seinen Kopf unauffällig um besser hören zu können was gesagt wird.."Hast du schon gehört? Der alte Dillean, der von der Schmiede, sein Sohn soll vor einigen Tagen auf Reisen umgekommen sein.." Die zwei Männer sehen nicht aus wie Händler, eher wie Seemänner oder Handwerker. "Ouh dat is hart..des war sein einzger Sohn nech?" Der erste Sprecher schaut etwas betrübt drein. "Ja, er sollte eigentlich die Schmiede übernehmen wenn Dillean zu alt für die harte Arbeit wird..ich frage mich was er nun machen will." "Hmm..ich wett der sucht sich´n würdign Nachfolger oder wat menst du?" "Das kann sein, aber sicher nicht sofort, er wird seinen Verlust ersteinmal verarbeiten müssen..." Das Thema verliert sich und wechselt nach einer Zeit in andere Richtungen, daher blendet Argothos das Gespräch der beiden Männer aus und konzentriert sich wieder auf die junge Frau mit der er gerade spricht.
Das hört sich wirklich interessant an, wenn ich mich etwas in der Stadt eingelebt habe sollte ich diese Schmiede einmal aufsuchen..Dillean war der Name..

Odysseus

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7

Friday, February 1st 2013, 9:53am

Odys flucht leise grummelnd in seinen Bart und saugt an dem verletzten Finger wähhrend er missmutig in den Raum schaut. Zumindest das Messer scheint sein Geld wer gewesen zu sein. Doch bei genauerer Übberprüfung stellt er fest, dass das Blatt der handlichen Säge krumm ist und einige Zähne gleichsam eines Rentners fehlen oder brüchig erscheinen. Abermals flucht er. Er hätte doch nicht auf der Straße kaufen sollen...
Verärgert und weiterhin gedankenverloren an seinem Finger saugend, die eine oder andere seemänische Verfluchung ausstoßend, begibt er sich zum Thresen. Ein ordentliches Bier, vielleicht auch ein ordentlicher Rum, würde seine Stimmung vielleicht ein wenig zu heben vermögen. Mein Hals ist trockener als ein Streifen Dörrfleisch... Aus den Augenwinkel betrachtet er den Fremdling, dessen Bauch vorhin derart gegrummelt hat, dass man hätte meinen können, dass ein Rudel Wölfe im Schankraum Einzug gehalten hätte. Er sieht aus, als sei er in diesem Gasthaus durchaus an der richtigen Stelle: Sein Schwert griffbereit auf dem Rücken und eine Körperhaltung die davon berichtet, dass dies ein lastengewöhnter Körper ist. Aber keiner von der See... Dafür fehlte ihm etwas, Odys konnte nicht genau erkennen was. Vielleicht war sein Gesicht zu wenig wettergegerbt. Und die Frau mit der er sprach? Ganz sicher nicht von der See! Aber das wäre bei einer Frau auch eher unüblich, erst recht bei einer solchen. Eine latente Aura der Autorität haftet ihr an, unbewusst und nich nach Außen getragen. Und ihre Kleidung verrät, dass sie vermutlich keine finanziellen Engpässe hatte, um sich über überteuerte Werkzeuge zu ärgern...
In dem Moment erinnert er sich seines Fingers, nimmt ihn schnell aus dem Mund und grummelt abermals in seinen Bart. Die Frau passte nicht in das Bild der Schenke, des Hafens. Als Odys seinen Blick auf die Alkoholika richtet, hat er jedoch schon wieder vergessen, warum er überzeugt ist, dass die Frau einen "Mantel" über sich geworfen hat. Dörrfleisch, eindeutig Dörrfleisch... Er lässt sich einen Humpen Bier reichen und stellt sich so hin, dass er die beiden Fremdling... Wer ist hier der Fremde? ... beobachten kann. Sein Blick wandert wiederholt vom Schwert des Mannes zum Gesicht der Frau und er fragt sich abermals, was diese Gesellen zusammengeführt hat. Doch ein weiterer Schluck des Bieres verdrängt wiederholt seine Gedanken...

Diantha

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8

Sunday, February 3rd 2013, 4:09pm

Dianthas Trinkspruch wird begeistert erwidert und der Fremde stellt sich prompt mit vollem Namen vor. Scheinbar ist ihm nicht aufgefallen, dass die Immerfrosterin ihm nur ihren Vornamen genannt hat und er spricht sie in höflicher Form an, wobei er sogar noch ein „Lady“ vor ihren Namen setzt. Ihr ist danach das Gesicht zu verziehen, als hätte sie auf etwas Saures gebissen, doch sie lässt es bleiben. Sie wird ihn gewiss nicht als „Lord“ bezeichnen und sie wundert sich auf, wie er auf den Titel im Zusammenhang mit ihr kommt – vielleicht hat er es von Humperknie aufgeschnappt. Sie schaut Argothos dabei zu, wie er seinen halben Bierhumpen leert und sich darüber freut, etwas anderes als Wasser trinken zu können. Erst dann scheint er sie wirklich wahrzunehmen, mustert sie kurz, aber recht höflich und fragt sie dann nach ihrer Herkunft. Noch bevor sie antworten kann, lächelt er sie freundlich an und Diantha vermutet, dass er auf seiner Reise nicht nur die Abwesenheit von Bier vermisst hat. Er liegt zwar nichts Aufdringliches in seinem Blick, doch vorsichtshalber legt sie ihre rechte Hand so an den Bierkrug, dass Argothos ihren Ehering kaum übersehen kann. Es ist kein Ring, der nach Reichtum schreit, er ist weder mit Edelsteinen verziert, noch besteht er aus einem besonderen Metall. Es ist ein schlichter Goldring mit eingravierten Stechginsterblüten, die jedoch so fein gearbeitet sind, dass sie bei genauem Hinsehen zumindest von einem kundigen Goldschmied als kleines Meisterwerk angesehen werden können. „Ich lebe jetzt schon mehr als sechs Zwölfmonde in Talyra, von daher kann man mich wohl mittlerweile als Herzländerin bezeichnen.“ Sie merkt, dass Argothos vom Gespräch nebenan abgelenkt ist, obwohl er versucht das zu überspielen. Es macht ihr nichts aus, ihn einen Moment lauschen zu lassen, also wischt sie den letzten Rest Fischsuppe mit einem Stückchen Brot aus dem Teller und hört ebenfalls zu. Es kann nie schaden etwas über Handwerker und Händler zu erfahren, besonders wenn es sich dabei um Schmiede handelt, zumindest wenn es keine Hufschmiede sind. Dianthas Laden mag noch nicht eröffnet sein, doch sie plant schon nach einem fähigen Goldschmied zu suchen – ein Edelsteinhändler und ein Goldschmied können zusammen einen wahren Reibach machen. Doch auch Waffenschmiede können interessiert an Juwelen sein – denn was ist ein wahrhaft edles Schmuckschwert ohne Verzierung? Auch ohne Karfunkelstein wäre Siaíl ein einzigartiges Schwert – doch mit ist es einfach wunderschön.

Sie merkt, wie Argothos seine Aufmerksamkeit wieder auf sie richtet und fährt fort: „Ursprünglich stamme ich allerdings aus Immerfrost. Sagt Euch die Stadt Nachtschimmer etwas?“ Sie wartet seine Antwort ab und erzählt dann weiter: „Dort in der Nähe wurde ich geboren. Ich habe jedoch auch einige Jahre in Sichelstadt verbracht, bevor ich nach Talyra kam.“ Keine sonderlich schönen Jahre… Sie nimmt noch einen Schluck aus ihrem Krug, dann wechselt sie das Gesprächsthema: „Ihr trag ein schönes Schwert, gibt es dazu eine Geschichte?“ Ihrer Erfahrung nach kann sogar ein Blaumantel, der noch grün hinter den Ohren ist, etwas über sein Schwert erzählen. Sie muss daran denken, dass Olyvar sie darauf aufmerksam gemacht hat, sich zumindest zwei Wachen anzuschaffen, besonders für die Wege, die sie mit Edelsteinen in den Taschen zurücklegen muss. Je nachdem, was er zu erzählen hat und wie er sich im Verlaufe des Abends anstellt, wäre Argothos möglicherweise ein Kandidat dafür. Vorausgesetzt Olyvar hält ihn dann auch für brauchbar. Egal wen, Diantha würde die mögliche Wache auf jeden Fall ihrem Ehemann vorstellen, denn der Lord Commander hat ein einzigartiges Talent dafür, Menschen einzuschätzen. Noch bevor der Schwertträger antworten kann, fällt Dianthas Blick auf einen anderen Mann, der wohl schon einige Zeit am Tresen steht, ihr bisher aber noch nicht aufgefallen ist. Es ist ein stämmiger, wettergegerbter Mann, der seinen Blick nicht von Argothos‘ Schwert und Dianthas Gesicht lassen kann. Er trägt einen sehr langen, schon etwas grauen Bart, aber keine Haare auf dem Kopf, was doch etwas ungewöhnlich ist. Die Immerfrosterin fragt sich, was den Bärtigen so interessieren mag, denn er sieht eigentlich nicht so aus, als suche er Ärger. Ihr fällt auf, dass der Mann sich wohl erst vor kurzem an der Hand verletzt hat, denn es ist frisches Blut zu sehen. „Ich glaube wir müssen die Geschichte kurz verschieben, doch dann würde ich sie gern hören.“ Sie nickt in die Richtung des älteren Mannes mit der blutigen Hand, damit Argothos versteht, warum und spricht den Bärtigen dann direkt an: „Kann man Euch helfen? Sollte der Schnitt tief sein: Ich kenne eine hervorragende Anirani.“ Ihre hellblauen Augen sind bei dieser Frage so unmissverständlich auf den Mann gerichtet, dass er sie angesprochen fühlen muss.
The thing with words is that meaning can twist just like a snake.
(Terry Prachett, Lords and Ladies)

Odysseus

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9

Sunday, February 3rd 2013, 6:32pm

Odys fokussiert die Fremde vor ihm und fühlt sich sogleich wie bei einer Dummheit ertappt und senkt den Blick ein wenig, verlegen darüber, dass sie scheinbar bemerkt hatte, dass er sie anblickte. Während er sich räuspert, um seine Stimme wiederzufinden, lässt er seine verletzte Hand schuldbewusst hinter dem Rücken verschwinden. Nur um sich im gleichen Augenblick seiner Narretei wegen zu schelten. Ich bin doch kein kleines Kind... Er streckt sich ein wenig, beweiten jedoch nicht ausreichend, um gegenüber der Frau mit seiner Größe imponieren zu können. Aber darum geht es ihm auch nicht, es ist ihm nur daran gelegen, dass er den ersten, vermeintlich sehr tollpatschigen, Eindruck widerlegen kann.

Odys hebt de Blick und schaut der Fremden in die blauen Augen, die ihn unbewusst an das sonnenbeschienene Wasser in Ufernäher seiner Heimat erinnern. Es sind mitunter diese Augen gewesen, die ihn unentwegt in das Gesicht der Frau haben blicken lassen. Wie ein Narr, natürlich musste sie es bemerken... Er stand eigentlich dort, um seinen Hals etwas Gutes zu tun und konnte dabei vom ungleichen Paar nicht die Augen lassen, dabei konnte er den einen oder anderen Wortfetzen ihres Gespräches mitbekommen und darauf schließen, dass auch die zwei sich fremd waren, zumindest erst kürzlich miteinander in Kontakt getreten. Er schien mehr denn je jemand zu sein, der sich des Kämpfens sicher ist. Ob er aber auf Durchreise hier war oder langfristig seinen Hafen hier erwählen wollte, war ihm nicht klar. Auch egal, muss ja nicht jeden kennen...Und vor ihm stand die Immerfrosterin und fragte ihn, nachdem er sie eindringlich beschaut hatte, ob er einer Heilerin bedürfte. Abermals räusperte er sich, besah sich seinen Finger und blickte anschließend wieder in die Augen seines Gegenübers. Blau, blau wie die See... "Nein, danke." Sie sah ihn weiter an, leicht fragend. Er räusperte sich noch einmal und kam sich dabei ziemlich verschroben vor. Wahrscheinlich dachte sie, er sei ein lallender Idiot. Oder ein einfältiger Fremdling. Nicht jeden kennen, aber manche schon...Odys nickte kurz und strich sich mit der anderen Hand durch seinen graumelierten Bart. "Es ist nicht notwendig. Aber gut zu wissen, wo man Hilfe bekäme." Er blickt an ihr vorbei zu ihrem Gesprächspartner der sich mittlerweile umgewandt hatte und in seine Richtung blickte und ihm dadurch ermöglichte, zum Schwert auch ein Gesicht zuordnen zu können. Er sah wieder der Immerfrosterin ins Gesicht. "Ihr seid beschäftigt." Es war weniger eine Frage denn eine klare Aussage, denn Odys mochte es nicht, wenn er auf die Hilfe anderer angewiesen wäre und noch weniger, wenn dadurch andere ihre vernehmlichen Tätigkeiten unterbrechen würden. "Später vielleicht. Wenn es keine Umstände mehr bereitet..."

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Argothos

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10

Sunday, February 3rd 2013, 10:25pm

Argothos will gerade zur Antwort ansetzen als die Frau einen anderen Mann anspricht und ihm anbietet einen Heiler den Sie kennt aufzusuchen.
Auch er schaut zu dem Mann und mustert ihn, sein Aussehen ist sehr markant durch den Bart und das fehlende Haupthaar. Die Geste der Frau, ihren Ehering auf diese Weise zu präsentieren, verwirrt Argothos ein wenig, denkt sie er würde sich auf diese Art für sie interessieren?
Nachdem der Mann das Angebot bis auf weiteres dankend abgelehnt hat setzt Argothos erneut an und dreht sich zu Diantha. "Ja, ich kenne beide dieser Orte, jedoch nur vom Hörensagen."
Argothos legt eine Hand nach oben an den Schwertgriff und streichelt diesen fast schon zärtlich. "Ja, zu diesem Schwert gibt es eine lange Geschichte, wenn ihr gewillt seid werde ich sie euch erzählen."
Nach einem weiteren Schluck hat der junge Mann sein Bier geleert und stellt den Krug beiseite. "Wie ich bereits erwähnte bin ich in den Ordensländereien der Drachenlande geboren. Mein Vater ist Mitglied des Ordens der Sturmschwerter, zwar kein sehr hohes, aber doch gut angesehenes. Mit sechs Jahren begann meine Ausbildung in der Kampfkunst, ich lernte das Schwert als meinen ewigen Begleiter kennen und habe gelernt das es mitunter ein wichtiger Teil eines jeden Kriegers ist. Das Training war zwar hart, ich habe einiges an blauen Flecken und Prellungen davon getragen, jedoch bin ich dafür dankbar. Jeder Tag im Unterricht meines Vaters lehrte mich neue Dinge. Auch wurden mir Lesen, Schreiben, etwas Mathematik und Diplomatie beigebracht, man kann also sagen das ich viele wichtige Dinge lernen durfte."
Als der Wirt an Argothos vorbei geht winkt er ihn an sich heran. "Herr Wirt, wie steht es denn um meine Suppe? Und könnte ich noch ein Glas Bier bekommen?"
Humperknie bestätigt die Bestellung und wendet sich um um ein neues Bier zu zapfen.
Argothos wendet sich wieder Diantha zu und holt erneut zum Sprechen aus. "Wie gesagt, ich habe einiges gelernt, auch habe ich zusammen mit meinem Vater Aufträge für den Orden erledigt, eher kleine Dinge wie Räuber fassen und ähnliches. Ich kann also auf ein gutes Maß an Kampferfahrung zurückgreifen. Jedoch wurde mir allein diese Tätigkeit zu langweilig.." Es legt sich zuerst ein etwas finsterer Ausdruck auf sein Gesicht, dann jedoch hellt sich seine Miene wieder auf. "Also habe ich mich, da ich mich schon lang dafür interessierte, dazu entschlossen das Schmiedehandwerk zu erlernen!" Ein breites Grinsen steht nun auf seinem Gesicht als er dazu ansetzt über die Schmiedekunst zu erzählen. "Mein Vater war nicht sehr begeistert das zu hören, wir haben lang diskutiert und hatten einige Auseinandersetzungen aufgrund dieses Themas. Doch am Ende hat er mir dann doch gestattet bei den Schmiedemeistern des Ordens in die Lehre zun gehen. Es war eine schöne Zeit welche ich in den heißen Schmieden verbracht habe, der Klang von Hämmern die auf glühenden Stahl treffen ist wie Musik die von einem großen Orchester gespielt wird.." Ein lautes Seufzen entfährt dem jungen Mann als er zurückdenkt an die Tage in denen er diese Ausbildung genossen hat.
"Doch wie es so ist, habe ich nach einigen Jahren, zehn waren es an der Zahl, meine Ausbildung abgeschlossen..ich bin darin bewandert verschiedene Waffen, Rüstungen und Werkzeuge herzustellen. Und nun, da ich all diese Kenntnisse besitze wollte ich mein Leben selbst in die Hand nehmen, in die Fremde ziehen und als Schmied in einer mir unbekannten Stadt mein Handwerk ausüben. Sei es nun das des Krieges oder des Schmiedens, wobei mir letzteres lieber wäre." Einen kurzen Moment hält er inne, bevor er erneut nach seinem Schwert greift, es aus dem Rückenhalfter zieht und sanft vor sich auf den Thresen legt. "Dieses Schwert, war mein Meisterstück. Die letzte Waffe die ich in den Schmieden des Ordens angefertigt habe. Genau auf meine Bedürfnisse angepasst." Ein Leuchten liegt in seinen Augen als er sein Schwert betrachtet. "Man sagt, das Schwert eines Kriegers hat eine eigene Seele..und ich glaube das das stimmt." Nachdem er sein Schwert noch einen Moment begutachtet hat steckt er es wieder weg und richtet seinen Blick auf Diantha. Mit einem schiefen Lächeln spricht er weiter. "Ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt mit meiner Geschichte..doch wenn ich ersteinmal anfange zu erzählen fällt es mir schwer ein Ende zu finden."
Leicht verlegen kratzt er sich am Hinterkopf und wartet auf die Antwort seiner Gesprächspartnerin.

Diantha

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11

Monday, February 4th 2013, 6:29pm

Der Bärtige wirkt ein wenig peinlich berührt, als Diantha ihn so direkt anspricht und hält die verletzte Hand zunächst hinter den Rücken, bevor er sich streckt und versucht, selbstbewusster auszusehen. Die Immerfrosterin kann nicht anders als zu lächeln, die kleine Handgeste erinnert sie an ihre Kinder, wenn sie sich durch eigene Dummheit verletzt haben. Schließlich hebt er den Blick und seine Augen sind alles andere als kindlich, es sind die Augen eines Menschen, der schon einiges im Leben mitgemacht hat. Erst scheint er nicht interessiert an ihrem Angebot, dann weist er darauf hin, dass sie beschäftigt ist und er sie später noch einmal darauf ansprechen wird. Diantha schaut noch einmal kurz auf seine Hand, mit ihr wurde offensichtlich schon viel gearbeitet, sie hat Schwielen und eine dickere Hornhaut, als Dianthas Hände je hatten. Wenn durch diese dicke Haut ein Messer durchsticht, dann muss der Schnitt tief sein. Aber er wird schon wissen, wie schlimm es ist. „In Ordnung, ich spreche Euch später noch einmal darauf an“, stellt sie schließlich fest. Humperknie hat mittlerweile auch mitbekommen, worum es geht und reicht dem Bärtigen mit einem schiefen Lächeln eine Verbandsrolle. Es ist nicht sehr überraschend, dass Humperknie im Grünen Aal stets eine Verbandsrolle zur Hand hat, denn es kommt doch immer mal wieder zu kleineren Rangeleien, wenn die Gäste der Wirtschaft zu viel getrunken haben. Ernsthafte Schlägereien mit Schwerverletzten oder Toten gab es in den letzten Jahren jedenfalls keine, Humperknie scheint ein Talent darin zu haben, so etwas zu verhindern.

So wendet sich Diantha wieder Argothos zu, der feststellt, von den beiden Städten in Immerfrost schon gehört, sie aber noch nie besucht zu haben. Schade, denkt sie sich, auch wenn sie nicht wirklich damit gerechnet hatte, dass er schon dort war. Dann beginnt er von seinem Schwert zu erzählen und Diantha hört ihm aufmerksam und interessiert zu. Sobald er auf den Orden der Sturmschwerter zu sprechen kommt, wird ihr abwechseln heiß und kalt und sie ist den Jahren auf der Straße dankbar, dass es ihr gelingt, sich davon nichts anmerken zu lassen. Ein Mitglied der Sturmschwerter … oder zumindest der Sohn eines Mitglieds! Ist es Zufall, dass er in Talyra ist oder hat er etwa etwas von Iéras gehört? Vor allem jetzt, wo wir alle dachten, dass über die Geschichte mit dem singenden Thron schon Gras gewachsen ist! Muss ich Iéras und Kea warnen? Sie hört ganz genau zu, doch Argothos erzählt nichts davon, dass er auch selbst eingeschworen wurde. Vielleicht ist er ja auch wirklich nur durch Zufall hier gelandet?, überlegt sie, als der Schwertträger berichtet, was er bereits alles gelernt hat und dann nach einem weiteren Bier fragt. Im Anschluss daran erzählt Argothos vom Schmiedehandwerk und da scheint er voll in seinem Element zu sein, er sieht beinah aus wie ein Verliebter, der über seine Liebste spricht. Vermutlich versteht er wirklich etwas von seinem Handwerk, wenn er beim Schmiedemeister der Sturmschwerter in die Lehre gegangen ist… Langsam beruhigt sich Diantha wieder ein wenig, denn Argothos scheint mittlerweile nicht mehr sehr ordensnah zu leben. Trotzdem werde ich Iéras und Kea nachher eine Nachricht schicken…

>"Und nun, da ich all diese Kenntnisse besitze wollte ich mein Leben selbst in die Hand nehmen, in die Fremde ziehen und als Schmied in einer mir unbekannten Stadt mein Handwerk ausüben. Sei es nun das des Krieges oder des Schmiedens, wobei mir letzteres lieber wäre."<
„Das verstehe ich gut“, antwortet Diantha. „Es ist doch immer besser sein eigener Herr zu sein.“ Sie beginnt zu überlegen, ob Argothos Pläne nicht durchaus mit ihren zusammen passen könnten, lässt ihn aber ausreden, bevor sie ihn darauf anspricht.
Dann schwärmt Argothos noch ein wenig von dem Schwert, dass sein Meisterstück ist und angeblich eine eigene Seele hat. Er schließt seine Geschichte mit den Worten: >"Ich hoffe ich habe euch nicht zu sehr gelangweilt mit meiner Geschichte..doch wenn ich ersteinmal anfange zu erzählen fällt es mir schwer ein Ende zu finden."< Dabei kratzt er sich so verlegen am Hinterkopf wie ein Lausejunge und schaut sie erwartungsvoll an.
„Ach, das ist doch eine durchaus interessante Geschichte und ein wirklich schönes Schwert“, kommentiert sie wohlwollend. „Und ich denke es lohnt sich immer, seinen Träumen zu folgen, auch wenn der Weg zu ihrer Erreichung nicht immer geradeaus geht.“ Sie überlegt einen Moment, dann beginnt sie zögerlich: „Ich vermute einfach mal, dass Euer Plan am Geld hapert, nicht?“ Sie versucht ihre Stimme möglichst freundlich und respektvoll klingen zu lassen, sie will ihn nicht beleidigen. „Vielleicht hätte ich ein Angebot, dass Euch zumindest vorläufig interessieren könnte. Ich eröffne nächsten Mond einen Laden für Edelsteine und Geschmeide und bräuchte dafür zwei Wachen, die mich bei Verhandlungen und Edelsteintransporten begleiten. Außerdem wäre ich sehr daran interessiert zu erfahren, welche Eigenschaften Edelsteine brauchen, die für Schmuckschwerter verwendet werden. Wenn Ihr mir in beiden Bereichen weiterhelfen könntet, würde ich Euch angemessen entlohnen und Ihr könntet das Geld für Eure eigene Schmiede sparen. Später wäre dann eventuell eine weitere Zusammenarbeit denkbar.“ Waffenschmiede müssen ja schließlich auch ihre Edelsteine irgendwoher beziehen, nicht? „Was haltet ihr davon?“ Sie erwähnt natürlich nicht, dass sie ihn auch wegen seiner Sturmschwertervergangenheit gerne im Auge hätte. Gespannt schaut Diantha in die vielfarbigen Augen ihres Gegenübers und wartet seine Antwort ab.
The thing with words is that meaning can twist just like a snake.
(Terry Prachett, Lords and Ladies)

Argothos

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12

Wednesday, February 6th 2013, 7:27pm

Meint Sie das ernst? Das wäre die Gelegenheit mich hier in der Stadt einzuleben, wer hätte gedacht dass ich direkt am ersten Abend so ein Angebot bekommen würde, noch dazu die Geschichte mit dem Schmied..da muss doch ein Haken sein..
Argothos versucht sich seine Verwunderung nicht ansehen zu lassen, scheitert dabei aber kläglich durch seine leicht angehobenen Augenbrauen und ein kaum zu unterdrückendes Lächeln.
Dann jedoch fasst er sich wieder und seine Miene wird ernst. "Ich muss sagen, euer Angebot hat mich sehr überrascht, ich habe nicht damit gerechnet so früh an eine Arbeit in dieser Stadt zu kommen.."
Er beugt sich seiner Gesprächspartnerin etwas entgegen. "Ihr müsst wissen, bevor ich euer Angebot annehmen kann, das ich ein sehr gesetzestreuer Mensch bin und Gerechtigkeit liegt mir sehr am Herzen..ich möchte also nicht mit irgendeiner Art zwielichtiger Geschäfte in Kontakt geraten. Wenn mir so etwas auffallen würde gäbe es keinen Moment des Zögerns bevor ich euch und andere die darin involviert sind den hiesigen Obrigkeiten ausliefere. Ihr seht jedoch nicht so aus als würdet ihr diese Art von Geschäft betreiben.." Sein Blick ruht auf der Frau ihm gegenüber und er wartet auf eine Reaktion, ein zuckendes Augenlied, Schweiß auf der Stirn oder ähnliches. Er hatte schon viel mit unehrlichen Menschen zu tun, seien es Diebe, Schmuggler oder gar Mörder gewesen, sie alle hatten ihre gerechte Strafe erhalten.
"Sollte ich also der Überzeugung sein das ihr ein guter Geschäftspartner seid so teile ich gern meine Stärke und mein Wissen mit euch."
Noch während er spricht stellt Humperknie ihm das neue Bier und dazu die Suppe auf den Thresen, er nickt dem Wirt zu und greift zu dem Bier, trinkt einen Schluck und stellt es wieder hin, lässt aber den Blick nicht von Diantha weichen.

Im Hintergrund ertönen noch immer die Geräusche und Gespräche der anderen Gäste, an einem Tisch haben sich fünf Männer versammelt die sehr interessiert daran scheinen um was sich das Gespräch zwischen Diantha und Argothos dreht. Sie sind allesamt stämmige Kerle, muskelbepackt und in ihren Gesichtern sieht man die lange Erfahrung im Dienst als Soldat oder Wache. Sie tuscheln vor sich her. "Ist das nicht... Ja das muss sie sein..was macht die Frau des..." Einer der Männer gibt den anderen ein Handzeichen und darauf verstummen sie, nur er spricht noch leise. "Ja es scheint Lady Diantha zu sein, die Frau des Lord Commanders. Aber nun beruhigt euch, sie wird schon ihre Gründe haben hier zu sein. Aber behaltet den Fremden im Auge, nur beobachten, wenn es euch erscheint als könne er eine Gefahr für die Lady darstellen greifen wir ein, vorher nicht." Die anderen nicken leicht und wenden sich wieder ihren Speisen und Getränken zu, behalten Argothos aber im Auge.
Argothos spürt das er beobachtet wird, kann sich aber nicht erklären warum. Hmm..ich frage mich warum diese Männer mich so anstarren.. Sein Blick liegt weiterhin auf Diantha. Es ist doch nicht etwa wegen ihr?

Diantha

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13

Thursday, February 7th 2013, 12:53am

Erwartungsvoll schaut Diantha ihr Gegenüber an und wartet auf eine Reaktion und als sie dann kommt, weiß sie sie nicht zu deuten. Argothos hebt die Augenbrauen und lächelt, bevor er dann feststellt, nicht so früh mit einem Arbeitsangebot gerechnet zu haben. Ich kam auch hierher um Handelskontakte zu knüpfen und nicht um eine Wache anzuwerben, aber so kann es manchmal gehen im Leben – es bieten sich Gelegenheiten, die es lohnt, anzunehmen. Wie als müsse er ihr ein Geheimnis verraten beugt sich Argothos dann vor und stellt fest, dass es etwas gibt, was Diantha wissen muss, bevor er mit ihr arbeiten kann. Sie wirft ihm einen fragenden Blick zu und erwartet schon das schlimmste, wie irgendwelche seltsamen Vorlieben oder Bedürfnisse. [i]Wenn er Achim wäre würde er sich weigern in einer anderen Kleidung Dienst zu tun als in einem maßgeschneiderten Matrosenkostüm oder dergleichen, denkt sie und muss dabei lächeln. Als Argothos dann schließlich seine Bedingung verkündet, kann sie nicht anders, als ihn vollkommen perplex anzustarren. >"Ihr müsst wissen, bevor ich euer Angebot annehmen kann, das ich ein sehr gesetzestreuer Mensch bin und Gerechtigkeit liegt mir sehr am Herzen… ich möchte also nicht mit irgendeiner Art zwielichtiger Geschäfte in Kontakt geraten. Wenn mir so etwas auffallen würde gäbe es keinen Moment des Zögerns bevor ich euch und andere die darin involviert sind den hiesigen Obrigkeiten ausliefere. Ihr seht jedoch nicht so aus als würdet ihr diese Art von Geschäft betreiben.."< Sie kann ihren verwunderten Blick einfach nicht von Argothos wenden und scheint darauf zu warten, dass er feststellt, es sei nur ein Scherz gewesen. Ich sitze hier im Grünen Aal, neben einem hochgewachsenen Mann, der so viele Muskeln hat, dass es aussieht, als könne er mich mit einer Handbewegung in der Mitte durchbrechen … und er hat Angst, dass ich ihn in unlautere Geschäfte verwickle? Argothos scheint mit etwas anderem gerechnet haben als unverwandt angesehen zu werden und fährt schließlich etwas zögernd fort: >"Sollte ich also der Überzeugung sein das ihr ein guter Geschäftspartner seid so teile ich gern meine Stärke und mein Wissen mit euch."< Diantha wird immer bewusster, wie grundsätzlich ironisch diese ganze Situation ist – vielleicht hat der Schwertträger tatsächlich etwas von ihrem alten Ich in ihr gesehen. Vermutlich ist er nur vorsichtig, aber denkbar wäre es und doch so fern der Realität.

Von dem Gespräch der fünf Männer am Nebentisch bekommt Diantha nichts mit und selbst wenn, würde sie nur darüber lachen. Gewiss, sie könnte es mit einem Mann von Argothoses Kaliber in einem fairen Kampf nicht aufnehmen, das steht außer Frage, erst recht nicht mit dem Schwert. Diantha hat allerdings in ihrer Zeit auf der Straße gelernt sich zu verteidigen, egal wie und sie war noch nie ein sonderlich ängstlicher Mensch. Sie weiß aus rein logischen Gründen, dass sie Wachleute braucht, doch es will ihr aufgrund ihrer Sturheit nicht recht in den Kopf, dass sie sich nicht selbst verteidigen kann, zu lange war sie auf sich angewiesen. Noch immer schaut sie Argothos unverwandt in die mehrfarbigen Augen und stellt fest, dass er jedes Wort ernst gemeint hat. Dann kann sie nicht mehr an sich halten und prustet laut los, ja, sie kann kaum an sich halten um nicht vom Stuhl zu fallen. Schon lange hat sie nicht mehr so lange und ausgiebig gelacht, wie sie es jetzt tut, obwohl ihr ihr Gegenüber durchaus leid tut – er hat ja nicht den Hauch einer Ahnung, was so lustig sein soll. Es richtet sich so manch ein Augenpaar auf die blonde Frau, die gar nicht mehr zu lachen aufhören scheint, was immerhin insofern positive Auswirkungen hat, als dass Argothos nicht mehr so besorgt beobachtet wird wie vorher. Als Diantha endlich wieder Luft kriegt und nicht mehr lachen muss, kann sie schließlich erklären: „Argothos, das ist überhaupt kein Problem, denn die hiesige Obrigkeit, zu der du mich ziehen könntest, ist Lord Commander Olyvar von Tarascon, mein Ehemann.“ Belustigt von der ganzen Situation schüttelt sie den Kopf, trinkt einen Schluck Bier und fährt dann fort: „Und die einzige Bedingung, die ich an dich stelle ist die, dass du dich eben diesem vorstellst, bevor ich die einstelle. Olyvar hat ein gutes Gespür für Menschen und ich bin mir ziemlich sicher, dass er dich mögen wird.“ Ohne es zu bemerken ist Diantha in das vertrauliche Du gewechselt, einfach, weil sie das Gefühl hat, Argothos jetzt um einiges besser zu kennen. „Ich kann ihn bitten morgen am späten Nachmittag im Laden zu sein, dann könntest du vorbeikommen und ihr könntet euch kennen lernen.“ Erst jetzt fällt ihr auf, dass sie Argothos nicht mehr in der höflichen Form anspricht und sie setzt hinzu: „Tut mir Leid, jetzt hab ich das Ihr und Euch fallen lassen. Wie wäre es, wenn wir auf das Du trinken? Ich lade auch auf ein Bier ein.“
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Argothos

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14

Friday, February 8th 2013, 10:47pm

Argothos stutzt als Diantha plötzlich zu lachen anfängt. Macht Sie sich über mich lustig..? Erst als sie erklärt wer genau sie ist und warum sie so lacht legt sich sein Ärger wieder und er beginnt auch zu lächeln.
"Na wunderbar! Dann habe ich wie es scheint genau die richtige Person an meinem ersten Abend hier in Talyra getroffen!"
Er prostet ihr zu und nimmt einen tiefen Schluck seines Bieres. "Auf das Du! Und ich bin sehr gespannt was für ein Mensch dein Mann ist." Er wendet sich kurz ab um ein paar Löffel seiner Suppe zu kosten.
Sein Gesicht hellt sich noch mehr auf und er ruft Humperknie zu sich. "Mein Lob an den Küchenchef, diese Suppe schmeckt wunderbar!" Nach ein paar weiteren Löffeln wendet er sich wieder Diantha zu. "Könntest du mir sagen wo dein Laden ist? Dann werde ich dort sein und mich mit dir und deinem Mann treffen. Soll also heißen, ich nehme das Angebot an." Argothos reicht ihr die Hand. "Auf gute Zusammenarbeit und das wir guten Profit aus ehrlichen Geschäften schlagen können."
Was für eine Wendung..viel besser kann es mich doch garnicht treffen, in einer fremden Stadt, der erste Abend und schon habe ich die Möglichkeit Geld für meinen Traum zu verdienen!
Argothos grinst vor sich her und trinkt noch etwas von seinem Bier.

Die Gruppe von Männern hat sich inzwischen wieder anderen Themen zugewand, nachdem sie Diantha und Argothos so erlebt haben sind ihre Befürchtungen das Sie in Gefahr sein könnte entschwunden.

Diantha

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15

Wednesday, February 13th 2013, 10:31pm

Nachdem sich die ganze Angelegenheit aufgeklärt hat, ist Argothos offensichtlich gut gelaunt. Er stößt mit Diantha auf das Du an und bemerkt, dass er gespannt auf Olyvar ist. Na ja, nicht viele Menschen lernen an ihrem zweiten Tag in Talyra den Lord Commander persönlich kennen. Mal sehen, was Olyvar von Argothos hält und von der ganzen Sturmschwerterordens-Sohn-Geschichte. Und ich sollte dafür sorgen, dass Iéras nicht plötzlich auf Besuch in den Laden kommt – er soll diesen Statuen der Drachenkönige ja wirklich verblüffend ähnlich sehen… Argothos lobt derweil sein Essen und will dann von Diantha wissen, wo und wie spät sie sich treffen wollen. „Du musst dich von hier nach Nordwesten in Richtung des Marktplatzes halten, es ist eigentlich nicht schwierig, alle großen Straßen führen dorthin. Dort angekommen musst du den Platz nach Norden hin überqueren, in Richtung der Badehäuser, nach denen kannst du auch die Händler fragen. Ein Stückchen links von den Badehäusern liegt dann mein Laden, links daneben ist eine Schusterei, rechts daneben ein Stoffhändler. Derzeit hängt das neue Schild noch nicht, daher musst du dich an den beiden anderen Läden orientieren. Ich denke, dass du es finden wirst.“ Argothos reicht Diantha als nächstes die Hand und sie schlägt ein, auch wenn sie noch kein festes Abkommen haben. Auch auf seinen Trinkspruch stößt sie an und stimmt ihm zu: „Das werden wir gewiss.“ Sie nimmt einen langen Schluck von ihrem Bier, dann kommt sie zurück zum Geschäftlichen: „Ich würde sagen wir sehen uns am Vormittag zur zehnten Stunde. Ich muss mit meinem Mann noch absprechen, ob er dann direkt da sein kann, vielleicht kann er auch erst später zu uns stoßen. Das hängt auch davon ab, wie viel morgen in der Steinfaust los ist. Es muss aber noch einiges im Laden eingerichtet werden, die Möbel wurden gestern geliefert, müssen noch an ihren Platz gerückt werden. Dabei könntest du mir ja dann helfen.“ Dem scheint Argothos nicht abgeneigt zu sein, also trinkt Diantha noch einen Schluck dann wünscht sie ihm: „Dir noch einen guten Abend und einen erholsamen Schlaf nach deiner langen Reise, wir sehen uns dann morgen.“ Sie lächelt ihm zu, stößt noch einmal mit ihm an und verlässt dann mit dem Bier in der Hand die Theke.

Diantha braucht einen Moment in dem nun deutlich volleren Schenkraum den Mann zu finden, den sie vor kurzem angesprochen hatte. Schließlich erblickt sie ihn, durchschreitet den Raum mit einer so vollkommenen Selbstverständlichkeit, als wäre sie häufig hier – was nicht der Fall ist, aber als Frau in einem Gasthaus mit zunehmend angetrunkenen Fischern sollte man selbstbewusst wirken – und blickt dem Fremden direkt in die Augen. „Darf ich mich zu Euch setzen?“, fragt sie, klingt dabei aber nicht sonderlich fragend. Sobald sie eine Regung von dem Fremden bekommt, die entfernt nach einer Zustimmung klingt, setzt sie sich und schaut ihn an. „Ihr habt mich vorhin sehr ausführlich betrachtet – kam ich Euch bekannt vor?“ Sie legt den Kopf kurz schief und überlegt, dann schüttelt sie aber den Kopf, dass die blonden Locken fliegen. „Ich glaube Ihr kommt mir nicht bekannt vor, obwohl ich in Nachtschimmer und Sichelstadt eine Menge Bekanntschaften gemacht habe, an die ich mich nicht mehr erinnern kann.“ Und eine Menge unerfreuliche noch dazu – die würden mich aber bei meinem heutigen Aussehen höchstwahrscheinlich nicht wiedererkennen und selbst wenn, es meiden, darauf hinzuweisen. „Oh und wie sieht es mit Eurer Hand aus, ist der Schnitt tief?“
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