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Emerald

Unregistered

31

Wednesday, March 20th 2013, 7:54pm

Nachdem der Trubel auf den Straßen sich endlich beruhigt hat, beschließt Emerald weiterzugehen. Die junge Frau streicht dem schwarzen Hund neben ihr ein letztes Mal liebevoll über den struppigen Kopf, anschließend prüft sie, ob die beiden Messer an ihrem Gürtel gut unter dem langen grauen Hemd, welches sie trägt, verborgen sind. Schließlich hat sie keine Ahnung, wie man in dieser Stadt auf Waffen reagiert. Emerald hat keine Lust auf erneute Probleme. Die Situation auf dem Hof würde fürs erste reichen...

In Gedanken den Geschmack eines kühlen prickelnden Bieres und einem saftigen Stück Fleisch im Mund, machte Emerald auf den Weg. Sie geht in die gleiche Richtung, wie zuvor die Händler alle geströmt waren. Sie wollte sich auf dem Marktplatz dieser Stadt umsehen...jetzt, wo sie darüber nachdachte, viel ihr ein, dass sie nicht einmal wusste, wie dieser Ort hier überhaupt hieß. Vielleicht sollte sie das zuerst in Erfahrung bringen, dann konnte sie auch gleich fragen, welches Wirtshaus hier lohnenswert und vor allem billig war.
Wehmütig denkt Emerald an ihren leeren Geldbeutel. Wie ärgerlich es doch war, dass sie sich erst einmal darum kümmern musste, bevor sie endlich entspannen konnte. Vor allem, da sie auch nicht geringste Lust hatte, heute noch für jemanden zu arbeiten.

Seufzend geht die junge Frau weiter. Sie streicht sich das blonde Haar aus dem Gesicht und blickt kurz in den Himmel...wenigstens war das Wetter besser geworden...

--> Der Marktplatz Talyras

Atevora

Unregistered

32

Wednesday, March 20th 2013, 11:09pm

<--- Das Larisgrün

Taumond 513


Nachdem sie sich vom Narg getrennt hat, setzt sich Atevora zu Fuß in Bewegung. Sie ist nahezu am Ende ihrer Kräfte, doch sie konnte sich noch keine Pause leisten. Nach einer gefühlten Ewigkeit trifft sie am Ort ein wo Schnitzert Kielwasser seit den frühen Morgenstunden zuwartet und auf die Pferde acht gibt. Entfernt am See kann sie zwei Boote ausmachen, und ohne genauer hinzusehen weiß sie wer es ist der sich nähert.

Sie selbst kümmert sich nur mäßig darum. Steifen Schrittes geht sie also zu den Pferden die geduldig unter Schnitzerts wachsamen Blick warten. Sie nimmt aus Harms Satteltaschen die vorbereitete Kleidung und die Seife heraus, schlüpft an einem vor des Mannes Blicken geschütztem Ort aus ihren blutbesudelten Gewändern und befreit sich anschließend von den Resten der Farbe und des Blutes in ihrem Gesicht.
Ihr ist bitterkalt und zittert, ihre Finger sind klamm und steif und gleichzeitig schwitzt sie von der Anstrengung und ihr ist als würde jede ihrer Zellen laut aufschreien. Bald hat sie keinen tropfen Mana mehr übrig.
Als Atevora nach einem kurzem Gespräch mit den Rudereren, sowie frisch gewandet und gesäubert - sodass nichts mehr auf ihre Verkleidung und die blutigen Szenen am Schiff erinnert - zu Harm zurück stapft, merkt das gute Tier Atevoras Verfassung und stubbst sie sanft mit seiner samtigen Nase, als wollte das Kaltblut sie vorsichtig fragen ob alles mit ihr in Ordnung sei. Irgendwie schafft es die Eismaid auf des Pferdes Rücken, und lässt sich von ihm zurück in die Stadt tragen.

Sie hatte sich auf Harms Rücken wieder etwas erholt als sie bei den Stadtoren und am Rande des Marktplatzes ankommt. Die Shin führt Harm in den Stall, versorgt ihr Pferd und geht zum Kupferkessel hinüber. Ronan sollte ihr dort Neuigkeiten hinterlassen, und tatsächlich im Inneren des Gasthauses wird ihr ein Zettel entgegengestreckt. Das einzige was darauf vermerkt war, waren 5 Worte: Er hat es nicht geschafft.
Dalem ist tot... wie seine Familie.



---> das Larisgrün

Emerald

Unregistered

33

Friday, March 29th 2013, 11:16am

<-- Marktplatz Talyras <--

Mit schnellen, schmerzhaften Schritten entfernt Emerald sich immer weiter vom Marktplatz. Nach etwa zehn Minuten strammen Fußmarsches durch die verwinkelten Straßen und Gassen, beschließt Emerald, dass sie weit genug geflüchtet ist.
In einer einsamen und dunklen Gasse, eingerahmt von Häuserrückwänden mit verschlossenen Fenstern, bleibt sie stehen. Die Ruhe genießend lässt Emerald sich an einer Wand hinabgleitend zu Boden fallen. Der Schmerz in ihrem Knöchel war mit jeder Bewegung schlimmer geworden und Emerald war es immer schwerer gefallen, einfach weiterzulaufen und die Verletzung weiterhin zu ignorieren. Erschöpft lehnt Emerald ihren Kopf an die kalte Wand hinter sich und schließt für einen Moment die Augen...am liebsten wäre sie auf der Stelle einfach nur eingeschlafen und hätte das Geschehen auf dem Marktplatz vergessen...es ist ihr unglaublich peinlich, dass sie ausgerutscht und gestolpert war...aber genauso sehr ärgert sie sich darüber, dass sie sich überhaupt aus der Fassung hat bringen lassen und es soweit gekommen war. Dabei wollte sie doch eigentlich vermeiden, dass sie hier einen Aufruhr veranstaltete und schön im Hintergrund bleiben...nun ja, dafür war es jetzt wohl zu spät.
Svea, die neben Emerald steht, stupst ihr Frauchen sanft mit der Nase an und leckt ihr über die Wange. Die junge Frau öffnet die Augen und blickt das Tier liebevoll an. "Da hast du ja was schönes angerichtet", flüstert Emerald der Hündin tadelnd zu. "Du kannst doch nicht einfach irgendwelchen Leuten hinterherrennen." Emerald senkt ihren Kopf und verbirgt ihr Gesicht für einen Moment im dichten Fell des Tieres und drückt Svea fest an sich. Für einen Moment, wo es niemand sehen kann, lässt sie es zu, dass der Schmerz auch in ihrem Gesicht zu sehen ist. Denn selbst jetzt, wo sie ihren Fuß nicht bewegte, pocht der Schmerz unaufhörlich.
Nach ein paar Atemzügen richtet Emerald sich wieder auf. "Ich könnte dir doch nie böse sein", sagt sie sanft zu Svea und wendet sich schließlich ihrem verletzen Fuß zu. Langsam beginnt sie, ihren Stiefel aufzuschnüren. Noch vorsichtiger zieht sie sich den Schuh anschließend aus. Doch auch, wenn es wehtut, Emeralds Gesicht ist wieder einmal nichtssagend und verbirgt den Schmerz perfekt...jahrelange Schläge hatten Emerald schmerzresistenter gemacht, als es andere waren. Es war immer sehr hilfreich gewesen, dass sie Schmerzen nicht sogleich zeigte, im Waisenhaus verloren die Erzieher irgendwann den Spaß daran, sie zu peinigen, weil sie es langweilte.
Die junge Frau entledigt sich auch ihres Sockens und legt diesen neben dem Stiefel auf den Boden. Svea beobachtet sie bei ihrem Tun interessiert und stupst sie immer mal wieder mit der Nase an oder leckt ihr über Hand oder Gesicht.
Emeralds linker Knöchel sieht nicht gut aus, er ist stark geschwollen, nur mit Mühe kann sie ihren Fuß strecken und die Zehen bewegen. Die junge Frau lehnt sich zurück, obwohl es eisig kalt ist, zieht sie sich ihren Stiefel nicht wieder an, die Kühle tut gut gegen den Schmerz.
Verzweifelt schließt Emerald erneut die Augen und denkt nach...was tat sie nur jetzt?

Lyall

Stadtbewohner

Posts: 458

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Location: Anwesen de Winter

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34

Monday, April 8th 2013, 10:25am

--> Der Marktplatz Talyras

Den Marktplatz hinter sich lassend, nimmt Lyall einen zick-zack Kurs durch die kleinen Gässchen in Richtung Seeviertel. Die große breite Straße meidend, die sie fast direkt vor das Anwesen bringen würde, läuft sie lieber die stilleren und weniger frequentierten Wege entlang. Sie hat kein Bedürfnis auf Leute zu treffen, die Zeuge des Spektakels auf dem Markt geworden waren. Am Ende würde noch jemand auf die Idee kommen sie den Schaden bezahlen zu lassen, denn Lyall ist sich ziemlich sicher, dass die Fremde zwar durch die Menschen aufgehalten worden war... aber nicht allzu lange. Wenn sie die Drachenländerin schon mit einem Messer bedrohen wollte, wer könnte dann sagen, dass sie sich nicht auch einen Weg aus der Menschenmasse heraus schneiden würde? Und so bockig und unvernünftig wie dieses Weibsbild gewesen war, konnte sie auch sicher nichts dazu bringen den Schaden zu bezahlen. Selbst wenn sie das nötige Geld besessen hätte.
Nein, Lady Aurian wird nicht die Zeche dafür übernehmen. Dann mache ich eben einen kleinen Umweg durch die Stadt., denkt die Wargin bei sich und beschleunigt ihren Schritt noch etwas.
In den Gassen ist es noch sehr kühl, kleine Pfützen haben sich durch den beständigen Regen der letzten Siebentage in den Unebenheiten des Pflasters gebildet und dienen nun als Bad für Spatzenschwärme. Die Vögel fliegen schreiend auf, als die Wargin sich nähert und schimpfen von den Dachkanten auf sie herunter, doch sobald sie sich etwas weiter entfernt hatte kamen sie wieder herunter und nehmen ihr illustres Treiben wieder auf. In den Gassen ist es ansonsten einsam und still, fast wie ausgestorben. Die meisten Einwohner werden sich wohl nun auf dem Markt befinden oder ihrem Tagwerk nachgehen und selbst die Schurken verkriechen sich zu dieser Tageszeit in ihren Löchern unter der Stadt, um sich von ihren nächtlichen Eskapaden auszuruhen. Dumpf hallen ihre Schritte von den abweisenden Häuserwänden um sie herum wieder, fast so als befände sie sich in einer urbanen Kathedrale, deren Säulen die Häuserwände und die Decke der Himmel wäre. Kurz richtet sie ihren Blick nach oben zu dem schmalen Streifen Himmel, den sie zwischen Dächern ausmachen kann. Es musste nun fast Mittags sein. Die Wolken hatten sich zwar nicht ganz verzogen und auch das Grau wollte sich nicht in ein einladenderes Blau verwandeln, doch hier und da versucht die Sonne ihre Strahlen durch Lücken in den vorbei jagenden Wolken zu zwängen, was ihr jedoch noch nicht ganz gelingen will.
Avila wird wohl schon warten und vielleicht ist Lady Aurian auch schon wach. Mist, das alles ist doch einfach Mist! Und jetzt muss ich auch noch einen Umweg laufen, der mich noch mehr Zeit kostet!
Seufzend wendet sie sich der Gasse zu ihrer Rechten zu, die sie wieder in den westlichen Teil der Stadt bringen wird und taucht in dessen Zwielicht ein. Eine Katze sitzt nicht allzu weit vor ihr auf einem Haufen Unrat und blickt sie aus ihren glänzenden Augen an, dabei herzzerreißend miauend. Während sich Lyall nähert, springt die Katze von ihren Aussichtsplatz herunter und läuft der Wargin entgegen. „Ich habe nichts für dich, kleine Katze. Und Äpfel willst du sicher nicht.“ Sich kurz zu dem Tier herab beugend streicht sie über dessen ausgemergelte Gestalt und kratzt dieses hinter einem zerfetzten Ohr. „Tut mir leid, aber ich habe nichts, was du fressen würdest.“ Normalerweise mieden Katzen – oder auch Pferde, Schafe, Hühner, die Lyall nicht kannten... - ihre Gegenwart, doch dieses Exemplar war wohl zu hungrig, um bei vorbeikommenden Personen wählerisch zu sein. Sie könnte der Katze mitteilen, dass sie beim Anwesen etwas zu Fressen bekommen würde, doch in ihrer menschlichen Gestalt ist dies schwer und würde seine Zeit dauern, zudem sind Katzen im Allgemeinen nicht gerade für ihre Bereitschaft bekannt zuzuhören und Dinge zu befolgen. Vor allem nicht wenn Canidae zu ihnen sprechen. So bleibt es bei einem Tätscheln des Kopfes, bevor sich die Wargin wieder erhebt und ihren Weg fortsetzt. Diesmal jedoch begleitet von eben dieser Katze. „Kommst wohl doch mit, was?“, fragt sie lächelnd und bekommt ein kurzes Miauen als Antwort.
So geht sie ein Stück des Weges in Begleitung der kleinen Katze, die voraus läuft dann wartend stehen bleibt und kurz bevor Lyall sie einholt, wieder losläuft. Hier und dort springt sie in eine Ecke oder lugt in offene Kellerschächte, was die Drachenländerin amüsiert schmunzeln lässt. Gerade nimmt das Tier wieder Fahrt auf, um sie zu überholen und voraus zu laufen, da bleibt es auch schon wieder stocksteif stehen und macht einen Katzenbuckel, den die Wargin diesem mageren Tier kaum zugetraut hätte. Interessiert was die Katze so irritiert haben könnte schaut die Magd des Anwesens weiter die Gasse entlang und kann im Halbdunkel einen Schemen erkennen, der zusammengesunken an einer Hauswand kauert. Vielleicht ein Betrunkener... oder sogar ein Toter? Ein Schauer läuft ihr über den Rücken, bis ihr einfällt, dass sie Katze wohl kaum vor etwas totem Angst haben würde. Grübelnd bleibt sie stehen, die fauchende Katze neben sich und versucht die Gestalt auf dem Boden zu erkennen. Doch ihre menschlichen Augen schaffen es nicht die Kakophonie aus Schatten und Zwielicht zu durchdringen, doch immerhin ist sie Person allein. Umkehren ist sowieso keine Option, sie hatte einfach schon zu viel Zeit verloren. Also strafft sie die Schultern, rückt den Sack mit Äpfeln auf ihrem Rücken zurecht und geht mit schnellen Schritten auf die Person zu. Die Katze scheint da jedoch nicht mitmachen zu wollen, sondern faucht ein letztes Mal bevor sie umkehrt und sich aus dem Staub macht.
Was die Katze wohl so aufgebracht haben mag?
Bis jetzt hatte sich die Gestalt dort jedenfalls noch nicht bewegt... ein paar schnelle Schritte würden sie rasch vorbei bringen, doch... dann schält sich eine zweite Gestalt aus dem Halbdunkel und die Magd bleibt wie angewurzelt stehen. Es ist ein großer Hund. Daher hatte die Katze wohl Reißaus genommen! Doch vor Hunden hatte Lyall keine Angst. Eigentlich will sie auch schon energisch weitergehen, aber dann erkennt sie den Hund wieder... und damit auch die Person dort am Boden.
„Nicht du schon wieder...“, sagt sie laut und weiß nicht genau, ob sie lachen oder weinen soll.
'Er, excuse me,' said the man as Nanny Ogg turned away, ' but what is that on your shoulders?'
'It's... a fur collar,' said Nanny.
'Excuse me, but i just saw it flick its tail.'
'Yes. I happen to believe in beauty without cruelty.'
~Terry Pratchett "Maskerade"~

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Emerald

Unregistered

35

Tuesday, April 9th 2013, 8:44pm

Die Worte des Wolfsohres lassen Emerald aufschrecken...sie hatte keine Ahnung, wie lange sie geschlafen hatte, der Stress in den letzten Tagen hatte sie ganz schön geschafft. Normalerweise schlief sie nicht einfach in einer Gasse auf dem Boden ein, ihr war bewusst, wie gefährlich es war, in den Städten liefen viel zu viele Verbrecher herum. Zwar konnte man bei Emerald nichts holen, aber das hieß ja nicht, dass es einige nicht versuchen würden.
Emerald gähnt und wischt sich mit dem linken Handrücken über die Augen. Es dauert eine Weile, bis sie richtig wach ist und sich voll und ganz auf ihre Umgebung konzentrieren kann.
Irgendwo am Ende der Gasse miaut eine Katze. Svea spitzt ihre Ohren, bleibt aber entspannt neben ihrem Frauchen sitzen. Auch die Gestalt, welche vor ihnen steht und Emerald geweckt hatte, scheint den Hund nicht zu stören, das Tier wedelt sogar leicht mit dem Schwanz. Neben Emerald steht noch immer ihr Stiefel und daneben liegt ihr Socken, anscheinend war während sie geschlafen hatte, niemand vorbeigekommen, ansonsten, wären die Kleidungsstücke gewiss nicht mehr da.
Schließlich hebt Emerald ihren Kopf und richtet ihre Aufmerksamkeit auf die Frau vor ihr...für einen kurzen Moment huscht ein erstaunter Ausdruck über ihr Gesicht, der sich aber schnell in Wut wandelt...war das verdammte Wolfsohr ihr etwa gefolgt? Es konnte doch kein Zufall sein, dass sie sich in so kurzer Zeit nun schon das dritte Mal über den Weg liefen. Einen winzigen Augenblick hat die junge Frau das Bedürfnis aufzuspringen und ohne ein Wort an ihr Gegenüber einfach zu gehen...doch das unaufhörliche Pochen in ihrem geschwollenen Knöchel warnt sie, ihrem Bedürfnis nachzugehen. Sie musste sich schonen und vielleicht war es ja auch ein Zeichen, dass sie beide ein weiteres Mal aufeinander getroffen waren...
Die schwarze Hündin neben Emerald dreht neugierig den Kopf von ihrem Frauchen zu der Fremden und anschließend wieder zurück...es sieht fast so aus, als ob sie darauf warten würde, was nun passierte.
"Nun, Ihr scheint ja wirklich einen Narren an mir gefressen zu haben", meint Emerald nach einer Weile des Schweigens die Gestalt vor sich. "Habt Ihr mir wenigstens etwas zu Essen mitgebracht, wenn Ihr mich schon durch die halbe Stadt verfolgt?"

Lyall

Stadtbewohner

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36

Tuesday, April 16th 2013, 11:17am

Nur langsam kommt wieder Bewegung in die leblos wirkende Gestalt dort auf dem kalten Boden. Fast marionettenhaft wirken die fahrigen Versuche sich zu orientieren und wieder in eine aufrechte Position zu gelangen. Erst jetzt bemerkt Lyall, beim zaghaften näherkommen, dass die Person nur einen Stiefel trägt und der andere Fuß entblößt ist. Eine Socke liegt neben dem abgelegten Stiefel an der Seite.. eines großen, schwarzen Hundes.
Nein... nicht sie schon wieder! Bei allen Göttern auf Rohas grünem Grund... wofür habe ich diese Strafe verdient?
Kopfschüttelnd setzt sie den Sack, der eben noch über ihrer Schulter baumelte, auf den Boden ab und blickt verärgert auf die Gestalt vor sich. Es ist tatsächlich dieses biestige Stück Mensch. Hatte sie es also doch noch vom Markt geschafft. Aber nicht ganz ohne Blessuren, wie es scheint. Lyall dämmert, dass die Fremde sich bei der Attacke auf sie selbst verletzt haben musste. Der unbekleidete Fuß ist am Knöchel blau wie eine reife Pflaume und so dick, dass es schwer gewesen sein musste ihn überhaupt aus dem Schuhwerk zu befördern.
Welch eine Ironie. Da ist doch glatt der Angreifer selbst das Opfer.
Erstaunen legt sich kurz auf die Gesichtszüge ihres Gegenübers, als sie Lyall sieht, was sich jedoch gleich wieder in Wut und Missmut wandelt. Doch das kennt die Wargin ja nun schon.
Eine längere Zeit herrscht Schweigen, da keiner so recht weiß, was er mit der unliebsamen Bekanntschaft nun anfangen soll. Und auch der tierische Begleiter scheint unschlüssig ob der Situation. Schließlich ergreift die blonde Frau das Wort: "Nun, Ihr scheint ja wirklich einen Narren an mir gefressen zu haben. Habt Ihr mir wenigstens etwas zu Essen mitgebracht, wenn Ihr mich schon durch die halbe Stadt verfolgt?"
Spöttisch schnaubt die Wargin als Antwort auf diese unverfrorene Ansage. Da lag dieses Mädchen dort am Boden, offensichtlich nicht in der Lage alleine weiter zu gehen oder auch nur zu stehen... und hatte nichts besseres zu tun, als ihr freches Mundwerk weiter am losen Zügel zu lassen. Hatte sie selbst jetzt nicht verstanden, dass sie auf die Hilfe anderer angewiesen ist? Gerade jetzt? Welch ein jugendlicher Starrsinn. Obwohl sie, bei eingehender Betrachtung, gar nicht mehr so jung auf Lyall wirkte. Nun, auch sie selbst hatte die Phase des „Allein gegen Roha“ wohl schon durchgemacht und das Leben hatte sie vieles gelehrt. Lektionen, die dieser Frau wohl noch bevorstanden. Darum beneidet Lyall sie wahrlich nicht.
Wortlos greift die Magd des Anwesens de Winter in den Jutesack mit Äpfeln und befördert den Erstbesten heraus, ohne jedoch auch nur einmal die Augen von der Fremden abzuwenden.
Kurz wiegt sie das Gewicht des Apfels in ihrer Hand und schleudert ihn dann wie ein Geschoss der kauernden Gestalt entgegen. Diese fängt ihn jedoch geschickt mit den Händen auf und Lyall kassiert für ihren Angriff einen wütenden Blick. Nicht der erste an diesem Tag... und sicher auch nicht der letzte. Irgendwie hatte sie im Gefühl, dass sie diese Person so schnell nicht wieder los werden würde. Vor allem, da sie nun verletzt vor ihr lag. Wenn Avila oder ihre Herrin erfahren würden, dass sie eine 'hilflose' Person hatte in den Gassen liegen lassen.... und das bei dem Wetter! Da würde ein gehöriges Donnerwetter über ihr losgehen. Da ist sich die Wargin sicher. Denn wenn sie eines nicht konnte, dann überzeugend Lügen.
Wieder wird es still zwischen den beiden Frauen und bis auf das mahlende Kauen ist in der Gasse um sie herum kein Laut zu vernehmen.
Abschätzend sieht die Wargin auf den geschwollenen Fuß der Frau hinunter. Der Sturz ist Lyall nicht schlimm oder gar heftig vorgekommen, sie war ja nur ausgerutscht. Und doch sah die Verletzung böse aus, fast als wäre etwas in der Extremität geplatzt. Innerlich seufzt sie laut auf und auch ihre Seelenwölfin winselt bemitleidenswert. Das würde noch ein Spaß werden, doch hier einfach so liegen lassen konnte sie die Frau auch nicht. Zudem würde der Hund ihr sicher nicht von der Seite weichen und da sie selbst nicht in der Lage war Essen für beide zu beschaffen...
„Willst du mir nicht jetzt sagen, wie du heißt?“, fragt sie ohne den Blick von dem Knöchel zu lösen.
„Ich kann dich im Anwesen schlecht als „die da“ vorstellen...“
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Emerald

Unregistered

37

Wednesday, April 17th 2013, 9:35pm

Gelangweilt blickt Emerald den Apfel in ihrer Hand an, den die Frau ihr zugeworfen hatte...vermutlich würde das kleine Ding ihren Hunger eher steigern, als ihn zu dämpfen.
"Habt Ihr nichts Besseres?", fragt sie an die Frau vor ihr gewandt.
Ihr ist wohl bewusst, dass sie eigentlich dankbar sein sollte, überhaupt etwas zu Essen bekommen zu haben, aber die paar Bissen die an der Frucht dran waren, würden in ihrem Magen gewiss das Verlangen nach mehr wecken...und Svea mochte auch keine Äpfel. Lieber wäre ihr ein Stück Brot oder dergleichen gewesen...das stopfte und machte satt.
Kurz starrt Emerald den Apfel in ihrer Hand noch an und überlegt, ob sie nicht doch hineinbeißen sollte...doch mit einem Blick auf ihre Begleiterin neben ihr, senkt die junge Frau schließlich die Hand und steckt sich die Frucht in die Tasche...später, sie wollte Svea schließlich auch nichts voressen...

Emerald wendet sich wieder ihrem Gegenüber zu...wie hieß sie noch gleich? Emerald war sich sicher, dass sie ihr ihren Namen mitgeteilt hatte, doch irgendwie wollte er ihr einfach nicht mehr einfallen. Nun ja...dann würde sie sie halt einfach weiter Wolfsohr nennen...
Dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, scheint auch das Wolfsohr nicht gerade begeistert zu sein, sie zu sehen...vielleicht war das erneute aufeinander treffen ja wirklich nur Zufall gewesen. Irgendwie glaubte Emerald auch nicht daran, dass die Frau ihr gefolgt war, was sollte sie auch für einen Grund haben, dies zu tun?
Als die Fremde dann wieder das Wort an sie richtet, ist Emerald leicht verwirrt. Von welchem Anwesen sprach sie da? Es klang fast so, als ob sie beschlossen hatte, Emerald irgendwohin mitzunehmen...vielleicht um sie gesund zu pflegen. Bei diesem Gedanken muss Emerald grinsen... es musste wirklich erbärmlich aussehen, wie sie hier, schuhlos auf dem Boden saß und nach Essen bettelte.
"Die da klingt doch gut", erwiedert Emerald und überlegt einen Moment...eigentlich konnte sie der Frau ja ihren Namen sagen, wenn sie etwas erträglicher war, kam sie so vielleicht endlich zu ihrem lang ersehnten warmen Bett und einer guten Mahlzeit. Auch hatte sie dort bestimmt eher die Möglichkeit ihren Fuß ein wenig zu schonen, damit er schneller wieder verheilte.
"Emerald", sagt sie schließlich, es ist ihr anzusehen, wie schwer ihr es fällt, der Fremden etwas über sich zu verraten, selbst wenn es nur der Name ist.
"Und Ihr wollt mich also zu Euch nach Hause einladen?" Emerald grinst. "Seit Ihr Euch sicher...ich bin gewiss kein angenehmer Gast."

This post has been edited 2 times, last edit by "Emerald" (Apr 17th 2013, 9:43pm)


Lyall

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38

Friday, April 19th 2013, 8:43pm

>>„Die da klingt doch gut.“<<, kommt es Lyall schnippisch entgegen woraufhin diese nur mit einem Schulterzucken antwortet. Ihr ist es gleich, wie sie diese Fremde im Anwesen vorstellen würde. Wenn sie es vorzog keinen Namen zu nennen, dann soll es Avila oder ihre Herrin später versuchen. Gerade Avila hat so eine nette, freundliche Art, dass man das Gefühl bekam ihr einfach alles erzählen zu müssen . Es fühlte sich einfach richtig an. Zudem ist die Großmagd des Anwesens vertrauenswürdig und kein Klatschweib, von daher ist alles Anvertraute bei ihr sicher. Und auch wenn sie nicht mit ihr kommen würde, so hatte die Wargin es zumindest angeboten.
Zwingen würde sie niemanden.
Mehr als überrascht ist Lyall dann, als ihr schließlich doch ein Name genannt wird. Sehr leise kommen die Silben über die schmalen Lippen der blonden Frau, fast als wäre sie jedes Mal beim Aussprechen knapp dem Erstickungstod entkommen. Ob es nun der richtige Name ist, oder nicht... Lyall kann es nicht sagen. Doch es scheint der Fremden nicht gerade leicht gefallen zu sein diesen Namen gegenüber der Wargin zu erwähnen.
Den Blick vom blau angelaufenen Knöchel lösend, sieht sie ihrem sitzenden Gegenüber direkt ins Gesicht und findet dort... ein Grinsen.
Erstaunt über den doch recht freundlichen Gesichtsausdruck zucken ihre Ohren kurz, woraufhin sich eine Haarsträhne löst und Lyall ins Gesicht fällt.
>>"Und Ihr wollt mich also zu Euch nach Hause einladen? Seit Ihr Euch sicher...ich bin gewiss kein angenehmer Gast."<<
Die Strähne aus ihrem Gesicht pustend, antwortet die Magd: „Glaub ja nicht, dass ich das nicht bedacht hätte.“
Den Sack wieder schulternd tritt Lyall an ihr Gegenüber heran und tätschelt dem Hund den großen Kopf. „Ich zwinge dich nicht, doch man soll mir nicht nachsagen, dass ich Verletzte in der Gosse sitzen lasse... und ich mag deinen Hund. Es ist ein gutes Tier und sicher ein treuer Gefährte.“ Leise winselt der Hund darauf, fast als Bestätigung der Worte.
„Kommt mit oder lasst es bleiben. Aber ich möchte zumindest deinen Hund versorgt wissen. Schließlich ist er abhängig von... dir.“ Eigentlich ist Lyall eine sehr umgängliche, zurückhaltende Wargin, die nicht viel für Streitereien übrig hat. Doch diese Frau und ihr Auftreten zerrten doch schon sehr an ihrem Nervenkostüm.
„Du kannst sicher etwas essen und deine Begleitung auch. Wenn du am Abend weiter ziehen willst, bitte. Es ist nur eine Art... Angebot.“
Das ich hoffentlich nicht bereuen werde...
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Emerald

Unregistered

39

Sunday, April 21st 2013, 11:20am

"Verletzte? Wer ist hier verletzt?", fragend schaut Emerald an sich herunter. "Ihr meint das?", sie zeigt mit der linken Hand beiläufig auf ihren geschwollenen Knöchel. "Das ist nur ein Kratzer."
Erneut grinst Emerald...hatte sie nun also doch endlich einen Weg gefunden, kostenlos an etwas zu Essen zu kommen. Und einen Schlafplatz würde sie dort sicher auch noch bekommen. Irgendwie war es ja schon lächerlich, wie ihr Gegenüber sich verhielt. Da musste nur irgendwer Verletztes am Boden sitzen und sie schleppte ihn gleich mit zu sich nach Hause. Aber gut...für Emerald war dieses erbärmliche Verhalten ja sehr vorteilhaft...
Die Worte über Svea ärgern die junge Frau dann aber doch, es klang fast so, als ob sie den Hund nicht anständig versorgen würde. "Um Svea müsst Ihr Euch keine Sorgen machen", antwortet sie recht schnippisch, die Fremde hatte einen wunden Punkt von Emerald erwischt. Die schwarze Hündin war ihr unendlich wichtig, sie konnte es nicht fassen, dass jemand der Meinung war, sie wäre nicht gut für das Tier. Doch Emerald ignoriert die in Ihr aufkommende Wut, auch wenn es ihr sehr schwer fällt...nicht jetzt, wo sie so nah davor steht, endlich eine Unterkunft zu bekommen.
"Nun...sagt nicht, dass ich Euch nicht gewarnt habe", sagt Emerald schließlich und greift nach ihrem Socken, um ihn sich wieder anzuziehen. Vorsichtig streift sie sich ihn über, überraschenderweise tut es auch kaum weh. "Wie weit ist es zu Eurem Anwesen?", fragt sie ihr Gegenüber und blickt hinüber zu ihrem Stiefel...das würde vermutlich wesentlich mehr schmerzen, aber sie konnte ja schlecht barfuß laufen. Also nimmt die junge Frau das Kleidungsstück, schnürrt es komplett auf und schlüpft langsam mit ihrem linken Fuß hinein. Der starke, stechende Schmerz macht sich sofort bemerkbar, nur mit Mühe kann Emerald verhindern, dass man ihn auch in ihrem Gesicht sieht. Als sie den Stiefel endlich an hat, kann sie ihn kaum wieder zuschnüren, da der Knöchel zu stark geschwollen ist. "Die passten schon mal besser", meint sie grinsend zu ihrem Gegenüber, auch wenn ihr eigentlich gar nicht zum Grinsen zumute ist. Sie befürchtete jetzt schon, dass das Laufen kein Spaß werden würde.
Einen kurzen Moment innehalten überlegt Emerald, ob sie lieber langsam und vorsichtig oder gleich mit einem Ruck aufstehen sollte. Sie entscheidet sich für die zweite Methode, holt tief Luft und springt dann auf...der Schmerz treibt der jungen Frau fasst die Tränen in die Augen. Doch Emerald ist geübt, ihr Gesicht ist ausdruckslos und lässt kaum etwas von ihren Leiden erahnen.
"So...ich wäre dann soweit", meint sie lässig zu der Frau ihr Gegenüber und lehnt sich leicht gegen die Mauer hinter ihr, um ihren Fuß so lange es geht, noch zu entlasten. Hoffentlich wohnte die Frau nicht so weit weg...

Lyall

Stadtbewohner

Posts: 458

Occupation: Magd

Location: Anwesen de Winter

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40

Tuesday, April 23rd 2013, 6:17pm

Im Gegensatz zu ihrem vorherigen Treffen, redet die blonde Frau ja fast schon munter drauf los. Hatte sie noch vor ein paar Minuten nichts weiter als kurze Beleidigungen und unschöne Worte für die Wargin übrig gehabt, so schien sie nun seltsamerweise redselig. Vielleicht um die Schmerzen in ihrem Fuß herunterzuspielen oder auch einfach um Lyall einzulullen und einen freundlicheren Charakter zu mimen. Schließlich nimmt die Magd sie nun mit ins Anwesen de Winter und zumindest so viel - wenn auch nur gespielte – Nettigkeit, soll ihr doch wenigstens ein Essen sichern. Oder auch mehr.
Zumindest kann sich die Wargin diese Hintergedanken bei diesem Laienschauspiel durchaus vorstellen. Doch über dieses Verhalten zu richten liegt dann in den Händen ihrer Herrin und der Großmagd. Den stinkenden kleinen Schuft Uio hatten sie schließlich auch nicht abgewiesen. Im Gegenteil... und schlimmer als er, konnte sie wirklich nicht sein... zumindest riecht sie besser als er. Und konnte wahrscheinlich auch nicht zaubern.
Lyall versucht sich einzureden, dass sie dies nur für den armen Hund auf sich nimmt. Und schließlich soll ihr keiner nachsagen sie ließe arme Leute, die fremd in der Stadt UND verletzt sind, einfach so am Straßenrand sitzen...
Seufzend zuckt sie mit den Schultern und nickt leicht mit dem Kopf, als Antwort auf den fast schon zu freundlich ausgesprochenen Satz >>"Nun...sagt nicht, dass ich Euch nicht gewarnt habe"<<.
Als hätte sie das nicht bedacht. Mehrfach sogar! Doch wenn rauskäme, dass sie der Frau Hilfe verweigert... nein... dann nimmt sie sie doch besser mit und schaut dann weiter. Vorsichtshalber würde sie trotzdem das Tafelsilber im Salon verstecken.

Während die Fremde am Boden mit ihrer Socke und dem Stiefel kämpft, beantwortet Lyall die gestellte Frage nach der Entfernung bis zum Anwesen: „Nicht mehr sehr weit. Wenn man gut zu Fuß ist...“ Diesen kleinen Seitenhieb kann sich Lyall nicht verkneifen. Doch die Reaktion ist nicht so wie vorher. Keine schnippische Antwort, böse Blicke oder Messer. Mehrmals grinst die blonde Frau sie an und irgendwie gefällt der Wargin dieses Lächeln nicht. Es ist einfach zu breit, zu freundlich und einfach zu künstlich. Von Ohr zu Ohr reicht das Grinsen – fast als hätte sie sich in der kurzen Zeit in der Stadt den Wundstarrkrampf eingefangen, der nun schon auf ihr Gesicht übergegriffen hatte - als sie aufspringt und damit Lyall und den Hund überrascht, sodass beide einen Schritt zurück machen.
Knurrend erweitert die Magd den Abstand zwischen sich und der Fremden und sagt, mehr an den Hund gewandt: „Komm mit. Bevor ich es mir anders überlege...“, schiebt den Sack auf ihrer Schulter zurecht und beginnt loszulaufen. Schwanzwedelnd folgt ihr das Tier und aus ihren Augenwinkeln kann sie erkennen, dass die blonde Fremde es nach kurzem zögern ebenso tut.
Steht da als würde ihr die Gasse gehören. Ich kann verstehen, dass sie sauer ist, weil ihr Hund mir ebenso folgt wie ihr. Wenn sie wüsste...
Schweigend gehen sie die Straßen entlang, Lyall führt mit dem Hund und danach Emerald. Die Wargin fragt erst gar nicht danach, ob sie ihr helfen sollte. Anscheinend konnte und wollte Emerald den Schmerz unterdrücken und die Starke mimen. Doch anhand ihres langsamen und vorsichtigen Gangbildes kann man eine Verletzung erahnen. Ein paar mal, an Kreuzungen oder Straßeneinmündungen musste die Drachenländerin auf die Fremde warten, wenn viele Passanten und Karren Emeralds langsamens aber stetiges Vorankommen behinderten, doch irgendwann erreichen sie das Seevirtel und Lyall steuert den Weg zum Anwesen an.
Schon von weitem kann sie die große Eiche im Garten erkennen und gleich darauf die Einfahrt in den Hof. Vor dem schmiedeeisernen Hoftor bleibt sie stehen.
Als Emerald in hörweite ist, ruft sie : „Wir sind da Emerald.“ Oder wie auch immer du wirklich heißt...
„Ich hoffe du weißt dich hier besser zu benehmen...“
Solltest du meine Herrin oder Avila ein Haar krümmen wollen, werde ich nicht mehr so geduldig sein.
Die Wargin hatte bei Avila und Lady Aurian gelernt, Spott und Hohn über sich hinweg waschen zu lassen. Zumindest klappte dies meist. Doch wenn es um ihre geliebte Avila oder ihre Herrin ging -geschweige denn Apfelgribs- konnte ihr verstecktes Temperament doch mit ihr durchgehen.

→ Anwesen de Winter
'Er, excuse me,' said the man as Nanny Ogg turned away, ' but what is that on your shoulders?'
'It's... a fur collar,' said Nanny.
'Excuse me, but i just saw it flick its tail.'
'Yes. I happen to believe in beauty without cruelty.'
~Terry Pratchett "Maskerade"~

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Bregond

Herr Bergland

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41

Tuesday, June 4th 2013, 10:50pm

<--- Das Nordtor


Gemeinsam gehen sie durch die Straßen der Stadt, sein Pferd hinter sich her führend geht er neben Lyona, zeigt ihr ab und an eine vertraute Ecke oder einen Platz. Der Weg der vom Nordtor wegführt ist breit und gut gepflastert, die Bürgerhäuser sauber getüncht und selbst bei der noch recht kühlen Jahreszeit sitzt schon vor so mancher Tür eine alte Vettel und schaut den beiden neugierig nach, so wie sie es bei jedem tun der gerade hier seines Weges zieht. Ab und an kommt ihnen einige Blaumäntel entgegen und Bregond muss sich anstrengen nicht jedes mal bei ihrem Anblick zusammen zu zucken. Nach einigen Straßen, Gassen und Kreuzungen hört der dunkle Elb auf Lyona mit Namen und passenden Geschichten dazu beeindrucken zu wollen. Lachend bleibt er an einem Straßenstand mit gebrannten Mandeln stehen. „ Es tut mir leid Lyona es muss bestimmt schon so verwirrend genug für euch sein, ohne das ein brabbelnder alter Elb euch mit Gerüchten und Tratsch überschüttet.“ Die Mogbarhändlerin hinter dem Mandelstand schaut beide an und lächelt milde, scheinbar ist sie solches verhalten von Neuankömmlingen in der Stadt gewohnt.

Aus einem Kupferkessel dringt ein betörender Geruch an ihre Nase und kurze Zeit später haben vier Kupferlinge und eine Tüte gebrannte Mandeln den Besitzer gewechselt. „ Das Lyona ist mein Verderben“ sagt Bregond schelmisch und steckt sich eine noch warme klebrige Mandel in den Mund „ Bitte ihr müsst sie kosten, sie schmecken wunderbar“ auffordernd hält er ihr die Tüte hin, nur um kurz darauf von hinten einen leichten Stoß zu bekommen. „ Achja ich habe zu vergessen zu erwähnen das meine gute Stute hier ebenfalls ganz verrückt nach diesen Leckereien ist." Ich sollte aufhören soviel zu reden, sie muss mich ja für einen seltsammen Vogel halten. Nicht das ich sie noch verschrecke mit meiner Art oder durch mein Verhalten.
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

Lyona

Stadtbewohner

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Location: Der Turm des Verrückten

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42

Wednesday, June 5th 2013, 9:01pm

Ich werde mich unmöglich allein zu Recht finden! So viele Wege und Winkel, Möglichkeiten abzubiegen und sich zu verlaufen. Lyona hält sich dicht an Bregond, sie ist froh über seine doch auffallende Gestalt mit seiner mehr als dunklen Haut mit dem weißgrauen Haar.
Sie stellt fest, dass der Wald wirklich still ist gegenüber diesem brodelnden Kessel. Sie vermisst ihn, kann aber trotzdem staunen über die vielen Häuser, die es hier wie Bäume gibt.
Die vorüberziehenden Stadtwachen erschrecken sie nicht wirklich, jetzt da sie einmal in Talyra ist. Im Notfall rennen und verstecken, dieser Plan genügt ihr zunächst, während sie sich weiterhin umsieht. Ich habe schließlich nichts verbrochen. Zumindest hier noch nicht. Lyona merkt, dass sie den Elben zu beunruhigen scheinen und fragt sich, was er zu verbergen hat.
>Es tut mir leid Lyona es muss bestimmt schon so verwirrend genug für euch sein, ohne das ein brabbelnder alter Elb euch mit Gerüchten und Tratsch überschüttet.< Verwirrend ist es, da hat er vollkommen Recht. Doch sie hat nicht wirklich auf seine Geschichten geachtet, nur versucht, sich so viele Plätze und wichtige Straßen wie möglich zu merken.
Inzwischen hat die kleine, rundliche Frau hinter einem einzelnen Stand am Straßenrand ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ihr freundliches Lächeln wird von einem süßlichen, angenehmen Duft untermalt. Lyona beobachtet, wie der Elbe der Frau eine Tüte voll verlockend riechender Ware abkauft und stellt sich vor, wie sie, wäre sie allein, vielleicht einfach stehlen würde. Von dieser lächelnden Frau? Das Zeug macht bestimmt nicht einmal satt. Nein, wahrscheinlich würde ich es nicht tun. Vier Kupfermünzen, das muss sie sich jedenfalls merken.
Dankend steckt sie sich ebenfalls eine Mandel in den Mund. Wenn er mich schon bittet, denkt sie innerlich lächelnd. Wie kommt er nur auf dieses Ihr und Euch... Vielleicht hätte ich einfach Du sagen sollen...
Über die verfressene Stute muss sie sogar leise lachen und während Bregond mal wieder redet, lässt sie sich den Geschmack auf der Zunge zergehen. Sie kann sich nicht erinnern, jemals ähnliches gegessen zu haben.
Sie hat die kleine Mandel noch immer im Mund, während sie weiter gehen. Nach einer Weile scheinen Lautstärke und Gerüche sogar zuzunehmen. Aus der Ferne erkennt Lyona, dass die Straße auf einen Platz führt, den größten, den sie bis jetzt gesehen hat.

--> Die Goldene Harfe

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Tyalfen

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43

Thursday, September 19th 2013, 1:48am

<- Das Verder Tor

Nun als er das eindrucksvolle Verder Tor durchschritten hat, löst sich Tyalfen aus dem Strom der Masse, um die ersten Eindrücke der Stadt mit Bedacht auf sich wirken zu lassen und ihn beschleicht die leise Ahnung, dass sein Lehrmeister weit mehr Zutrauen in seine Anpassungsfähigkeiten legte, als er selbst aufzubringen imstande ist. Die Straße vor ihm scheint schier endlos und fast lückenlos reihen sich klobige Gebäude aneinander, als bedurften die Menschen, die hier leben, keinerlei Freiräume. Vor ihm liegt eine Schlucht kalten, toten Steines, regungslos und unnahbar. Hatte er wirklich angenommen, sich genug an die Menschenwelt gewöhnt zu haben, um hier bestehen zu können? Allerdings mochte seine ablehnende Haltung, hier ausharren zu sollen, seinen Geist trüben und die Dinge freudloser erscheinen lassen, als sie ihrer Natur nach sind. Er sollte ruhen und seinen Geist klären!

In diesem gewaltigen Häusermeer nun genau jenes zu finden, dass zu bewohnen ihm gestattet sei, dürfte sich mit der vagen Beschreibung, die er kennt, zeitaufwendig gestalten. Sicherlich nicht für Jemanden, der sich in Talyra auskannte, doch Tyalfen setzte an diesem Tag zum ersten Mal einen Fuß in diese Stadt. Doch dieser Tag weicht bereits der Dämmerung und die Nächte wurden hierzulande schon ungewohnt kühl. Er blickt sich unter den Passanten um und erkundigt sich bei einem jungen Burschen, wie er zum nächstgelegenen Gasthaus gelangen könne. Der Angesprochene heißt ihm mit unverhohlenem Grinsen, doch genau vor einem zu stehen und hat es so eilig, weiter zu kommen., dass ihm der Elb den Dank schuldig bleiben muss.

Ungeachtet des eigenwilligen Verhaltens des Burschen, wendet sich Tyalfen dem gewiesenen Haus zu, bei dessen Schild über der Eingangtür ihm nicht in den Sinn gekommen wäre, ein Gasthaus vor sich zu haben. Ob der Bursche die Wahrheit gesagt hatte, wird sich zeigen. Der Elb jedenfalls betritt das Haus.

-> Gasthaus "Der Pfirsich"
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

Dayan

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44

Friday, October 25th 2013, 11:22am

<-- Verder Tor

So, da sitzt sie nun, als Rabe mit höllischen Schmerzen und nicht einer Spur von einer Ahnung wie es jetzt weiter gehen mochte.

Der Rabenflügel steht schrecklich verdreht ab. Jeder Hüpfer der schwarzen Krallen kratzen auf dem Pflaster und an ihren Nerven. Sie drückt sich nun erst einmal an die Häuserwand, um aus den Füßen zu sein. Zwar ist noch nicht wahnsinnig viel los, oder vielleicht auch nicht mehr viel los, da die Tore der Stadt nun offen standen und die überwiegende Anzahl Menschen ihr Tagwerk begonnen hatten. Da war er hin, ihr Plan mit der Meute zu ziehen…
Ihre jetzige Lage war beunruhigend, womöglich weit mehr als das. Schon jetzt hatte sie zu weilen Schwierigkeiten das Bild ihres Sithechrabens aufrechtzuhalten. Bei jeder Welle des Schmerzes muss sie sich vollkommen darauf konzentrieren jedes Detail sich deutlich aufzuzeigen. Sie mochte sich noch immer nicht ausmalen, wie dieses Dilemma ausgehen konnte und da war die Peinlichkeit vor aller Augen nackte Tatsachen zu schaffen noch jene, die wenig Schaden anrichten konnte.
Ihr blieb nicht viel Zeit, dann würde ohnehin geschehen was passieren sollte, nur fürchtete sie einmal die große Aufmerksamkeit und noch mehr die Auswirkung sich zu wandeln mit einer ausgekugelten Schulter und dass sie ausgekugelt war, steht dummerweise gut zur Schau und schlimmer noch ist klar und äußerst fies was das Allgemeinbefinden betrifft. Fakt ist: es tut schrecklich weh!
Dayan muss sich aufrappeln, bevor ihr Selbstmitleid sie weiter lähmen konnte. Sie ruft sich das Bild der Stadt ins Gedächtnis. Dieses Monster hat zu viele Andern. Die großen Straßen sind breit, sehr breit. Der Rabe lässt seinen Kopf zucken und mustert die Umgebung. Der Einfach halber hätte sie doch auf einer der vier Straßen landen können, die ins Herz der Stadt führten, aber, nein…
Ihre Straße ist verwinkelt. Man kann kaum zwei Häuser weit blicken, ohne eine Ecke zu sehen. Der Ausblick ist geradezu weitblickend, denkt sie sarkastisch und lässt die Schultern hängen. Wieder steigt ein kehliger Klagelaut aus. Sie war kurz davor sich einzugestehen, dass man in dieser Lage gern den Verstand verlieren mochte. Hin und wieder glaubt sie eben diesen schon vor langer Zeit unter saftigen Pilzen abgelegt zu haben, nur um ein schnüffelndes Wildtier ihn samt Pilzschmaus zu verschlingen. Wie sonst könnte sie in so ein Missgeschick geraten?
Sie hat sich nicht nur den falschen Stand der Sonne ausgesucht, sondern auch die falsche Straße. Aber ein Plan reift. Im Herzen der Stadt sollte man Stände finden. Dort könnte man sich sicher etwas Tuch besorgen… aber nein, das sollte doch hier viel besser möglich sein. Sie möchte nicht stehlen, doch dies ist ein Notfällchen und sie würde es nur borgen. Wieder schaut sich der Sithechrabe um. Sein Gefieder glänzt nicht mehr so schön in der Morgensonne, kein gutes Zeichen! , aber ihr Blick fällt auf Frauen, die Körbe an Wäsche unter den Armen hatten, die sie sicher gedachten an Sticken aufzuhängen. Sie haben auch Schemel in der Hand und stellen sie lachend und vieldeutend vor einer Häuserwand ab, um sich wieder den Körben zu widmen.
Dayan beobachtet sie weiter, sich fragend ob ihr Plan einer ist oder was es auch immer ist funktionieren könnte. Sie hopst den Mägden, Frauen, was auch immer…ein paar unauffällige Schritte entgegen. Ihre Vorstellung anderen gegenüber war bestenfalls wage. Die Wanderin hat keine Ahnung von Schichten, Völkern, anderen Werten als ihre Eigenen. Für jetzt wollte sie ihren Notfall ein Notfällchen bleiben lassen und das hieß sich so schnell wie möglich ihrer dümmlichen Lage klar zu werden und Herrin ihrer Selbst zu bleiben.

This post has been edited 2 times, last edit by "Dayan" (Oct 25th 2013, 12:16pm)


Tyalfen

Stadtbewohner

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Location: Ferndartha / Talyra

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45

Friday, October 25th 2013, 1:42pm

<- Gasthaus "der Pfirsich"

Mehr oder weniger ausgeruht wohl aber mit einer herzhaften Frühstück gestärkt verlässt Tyalfen das Gasthaus, das Reisegepäck wieder geschultert, denn er hat nicht die Absicht, des Abends wieder hier her zurückzukehren.
Der Tag verspricht angenehm mild zu werden und der Strom der Passanten, die dem Verder Tor zustreben und die er während des Morgenmahls durch ein Fenster beobachten konnte, hat deutlich abgenommen. So ist es heute morgen weit erträglicher in das menschliche Stadtleben einzutauchen, als es ihm gestern abend noch erscheinen wollte. Zuversichtlich wendet sich der Elb der dem Tor gegenläufigen Richtung zu, die ihn mitten ins Herz Talyras führen sollte, dem Marktplatz, so erinnert er sich an den Beginn Shadano Arkendirs Wegbeschreibung. Doch weit kommt er nicht.

Aus einer nicht einsehbaren Seitengasse dringt neben Frauenlachen und Geschwätz unverkennbar Laute eines Rabenvogels an sein Ohr und klingen seltsam gequält, dass es Tyalfens Aufmerksamkeit weckt. Es unterscheidet sich ganz deutlich von dem Gekrächz, mit dem sie den Morgen oder Artgenossen begrüssten und wollte auch nicht zu den Klängen ihrer Zankereien passen. Nein es ist kehliger, weniger eindringlich, verzerrter, als ob etwas nicht stimmte. Es konnte nicht Schaden nachzusehen. Der Tag ist jung und nichts drängt ihn derart zur Eile, dass er dies ignorieren könnte oder wollte. Es will aber doch einige enge Windungen der Seitengasse dauern, bis er den Raben tatsächlich entdeckt - ein Sithechrabe, wenn seine Augen ihn nicht trügten, der statt sich in die Lüfte zu schwingen über das Straßenpflaster hüpft. Tyalfens anatomisch geschultem Auge entgeht nicht, dass einer seiner Flügel in einer widernatürliche Haltung verharrt und es ist nicht schwer zu erraten, dass Knochenbruch oder ein ausgekugeltes Gelenk dafür verantwortlich sein musste. Beides nicht nur sehr schmerzhafte Angelegenheiten für den Vogel, sondern sein unweigerliches Todesurteil, wenn es nicht fachmännisch geheilt wurde, auch wenn er sich im Augenblick wacker genug hielt, dass sein kräftiger Schnabel jede streunende Katze noch davon abhalten würde, ihm zu nahe zu kommen.
Tyalfen nähert sich dem Raben gemäßigten Schrittes, nicht zu schnell, um als Attacke gedeutet zu werden und nicht zu langsam, an anschleichen zu erinnern. Auch sein Blick liegt nicht direkt auf dem Vogel selbst, gleichwohl er ihn aus den Augenwinkeln beobachtet, um sehen, wie weit er sich dem Tier nähern durfte, ohne seinen Fluchtreflex auszulösen. Als sie nur noch 4 Schritte trennen, hält er in und geht langsam in die Hocke. Auch wenn er nicht darin geübt ist, imitiert Tyalfen ein Begrüßungskrächzen, wie er es aus der Erinnerung kennt. Ob er es einigermaßen treffen kann, mag nur der Rabe selbst beurteilen, denn dass es sich um eine Formwandlerin handelt, ahnt der Elb dabei nicht im Geringsten.
Wenn Du glaubst, dass Frauen das schwache Geschlecht sind, versuch mal nachts Deinen Teil der Decke wieder zu bekommen.

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