You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Weltenstadt Forum. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

136

Sunday, May 12th 2019, 1:46am

Müde lenkt Dar den Wagen zum Mietstall. Dass der Nachtwächter unterwegs den Anbruch der schwarzen Stunde ausgerufen hatte, hatte Dar, der dachte, das Fest von Briants Familie um die Stunde der Nachtwache herum verlassen zu haben, zwar verwundert, aber vermutlich hatte das doch einfach länger gedauert. Das tatsächlich die allabendliche Meditation, die Ketell ihm zur Festigung des eigenen Geistes in dieser Nacht auf dem Knochenacker mal eben gut siebenmal so lange gedauert hatte, wie üblich – der Gedanke war ihm gar nicht erst gekommen, auch wenn sein Steiß in schmerzte, als hätte er stundenlang mit bloßem Arsche auf einem eisigen Totenacker herumgesessen. Olett aber ist schnell abgerieben und versorgt und auch ansonsten steht wohl erst am kommenden Abend ein großes Ausmisten der Box an. Als Dar schließlich den Pfirsich betritt, sieht er sich indes sofort Tane gegenüber, der besorgt fragt, ob er wisse, was mit Briant ist und, ob Dars darauf folgender Beschwichtigung, „Alles in Ordnung, sie begießt nur mit ihrer Familie die Geburt ihrer zwei Neffen und bleibt wohl über Nacht da!“ beinahe ärgerlich reagiert. Dass eine Nachricht, eben über die Geburt der Zwillinge ihrer Schwester, hier eingegangen war, sie aber eben nie erreicht hatte und das darum die Sorge aufgekommen war, die alte Vettel von der Orchidee könne einen neuen bösen Streich angezettelt haben wird ob seiner offensichtlichen Müdigkeit von Dar nur mit einem lapidaren „‘schuldigung, muss die Zeit auf dem Fest vergessen haben.“ bloß beantwortet, ehe er sich an Tane vorbei erst in die Waschküche und dann ordentlich sauber geschrubbt ins Bett in den Keller verzieht.

Noch bis in seine Träume hinein folgt ihm indes die Erinnerung an jene steinerne Sphinx und auch wenn Dar sich am kommenden Morgen an nichts davon festzuhalten vermag, glaubt er doch lange Wege unter dunklen Zypressen zu erinnern, die er, mit jener – nur dieses Mal überaus lebendige – Sphinx an seiner Seite einherschreitend in stundenlangen Gesprächen zugebracht hatte. Doch statt sich, ob dieser intensiven Träume, etwa zusätzlich seines eh schon spärlichen Schlafes beraubt zu sehen, fühlt sich Dar am Morgen vielmehr ausgeruht, als hätte er Stunden geschlafen oder – er kennt das Phänomen leider nur zu gut – als hätte er so wenig geschlafen, das sein Körper von sich aus schon in den Ausnahmemodus geschaltet hat – in welchem Falle er irgendwann im Laufe des kommenden Tages dann vermutlich von der Müdigkeit brachial wohl überrannt werden dürfte. Aber nichtsdestotrotz findet sich Dar als einer der Ersten heute zum Frühstücken ein, hilf noch ein wenig in der Küche aus und will grade gehen, als Briant schließlich in die Küche geschlurft kommt, so übernächtigt – aber glücklich dabei – ausschauend, wie er sich eigentlich fühlen müsste. „Na du K- … äh, na du? Ist wohl doch noch etwas länger bei dir geworden, hm?“ Und um den Beinaheversprecher zu kaschieren, wendet sich Dar an den mit am Tisch sitzenden Perrin: „Du sag mal, Perrin. Ich hab noch etwa zwei Stunden, ehe ich beim Tempel sein muss. Denkst du, die Zeit reicht die Box von der Olett auszumisten? Ich fürchte nämlich, dass ich heute Nachmittag nur noch seitwärts in meine Matratze kippen werde, wenn ich wieder komme und dann sicherlich keinen Finger mehr mit Ausmisten krumm machen will.“ Am liebsten würde Dar, nach gestern, ja einfach blau machen. Aber wie heißt es doch so schön? Wer feiern kann...
“Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.”

Briant

Stadtbewohner

Posts: 28

Occupation: Pfirsich

Location: Pfirsich in Talyra

  • Send private message

137

Monday, May 13th 2019, 3:42pm

Briant kehrt in den frühen Morgenstunden zum Pfirsich zurück. Das Frühstück bei ihrer Mutter hat sie schweren Herzens ausgeschlagen, mittlerweile hat sie nämlich ein schlechtes Gewissen ob ihrer langen Abwesenheit. Im Hinterhof weicht sie den Geschenken des Pfirsichkaters aus, der gönnerhaft seine Jagdbeute – in diesem Fall eine fette Ratte - mit den Bewohnern des Gasthofes teilen will. Ihhh wähhh, das braucht man in aller Götterfrüh! Perrin oder sonst jemand würde in den Genuss kommen, den Kadaver zu beseitigen. Mit einem Gähnen betritt sie die Küche. >Na du K- … äh, na du? Ist wohl doch noch etwas länger bei dir geworden, hm?< wird sie von Dar begrüßt. „Naja man sollte sich nicht überreden lassen, zu nächtlicher Stunde neue Saufspielchen mit seinen Brüdern auszuprobieren.“ Grinst sie etwas schief. Ihr war nicht entgangen, dass dem Zwerg beinahe ihr Spitznamen entschlüpft wäre, aber sie übergeht es geflissentlich. Das hat sie in ihrer Familie gelernt, je weniger man über solche Dinge meckert, umso schneller werden sie vergessen. Tane, der sich gerade im hinteren Teil der Küche einen Cofea einschenkt, brummt was von herumstreifenden Weibsbildern, denen ein Brummschädel nur recht geschehe. Aber dennoch stellt er der Mogbar ebenfalls einen Becher vor die Nase.

Dar hat sich eben an Perrin gewandt, um Tipps zum Ausmisten und den Zeitaufwand derselben Arbeit zu bekommen. Der Rotschopf kratzt sich hinter einem seiner Segelohren. >Naja, die Box sollte nicht schlimm aussehen, stand ja nicht lange drinnen. Aber ich mach dir einen Vorschlag: Du fängst an und wenn es nicht fertig wird, mach ich den Rest mit. Und dafür … könntest du mir vielleicht demnächst helfen, das Dach am Stall zu richten? Sonst bricht uns das ganze beim ersten Schnee noch zusammen. Ein paar Schindeln sind verdammt morsch. Ich wollte das ganze Dach im Frühjahr neu decken aber ein paar Stellen müssen schon jetzt abgedichtet werden.< Briant entgeht nicht der leicht unsichere blick des angehenden Heilers. Sie kann sich lebhaft vorstellen, dass die Vorstellung, auf einer Leiter und einem Stalldach herum zu klettern nicht zu seinen Lieblingstagträumen zählt. Doch ehe sie etwas sagen kann, fährt Perrin fort >Ich klettere selbst rauf, das ist kein Problem. Aber wenn du mir die Materialien hoch reichst, wäre mir geholfen.<
Lieber eine Hure mit Herz, als eine Edle mit Gift in der Seele

Tane

Stadtbewohner

Posts: 9

Occupation: Frauenheld

Location: Pfirsich

  • Send private message

138

Wednesday, May 29th 2019, 11:34am

!!ACHTUNG: Spielt vor den letzten Einträgen!!

Am Tag nach der Auslegung der Katzenköder Ende Nebelfrost 518

Tane hat nach der Schmach mit dem Nachttopf den Abend damit zugebracht, sich gepflegt volllaufen zu lassen. Zum einen, um sich nicht mehr ganz so idiotisch zu fühlen, zum anderen um seinen Ärger über Briant, Tasha, Sigourny und überhaupt all die Weiber auf Rohas Weiten zu ersäufen. Tief drinnen weiß er ja, dass die Ablenkung notwendig war, um den Pfirsich zu schützen aber auf der anderen Seite wäre das nicht notwendig gewesen, wenn Sig nicht wie eine Geistesgestörte in die Unterstadt gestampft wäre. Und wer hat mit den blutigen Ratten an der Tür angefangen? Und das Ale geschickt? Das war sie sicher nicht! Gib die Schuld also den Schuldigen! Meldet sich eine kleine Stimme in seinem Kopf, die sich Vernunft nennt. Aber zu allen neun Höllen, er will nicht unbedingt vernünftig sein. So gießt er sich einen weiteren Schnaps (so ziemlich das stärkste was zu finden ist) hinter die Binde. Und weil er ist wer er ist, braucht auch sein angekratztes männliches Ego Pflege und so landet er schließlich mit Estella in seiner Kammer.

So erwacht er am kommenden Morgen erstaunlich ausgeruht mit der weichen, anschmiegsamen Estelle an seiner Seite. Die Hure grinst ihn frech an.>Besser? < Tane erwidert das Grinsen. „Ay, danke Stell. Das hab ich gebraucht.“ >Immer wieder gerne. Und jetzt komm, ich brauch was im Magen. Und soweit ich mitbekommen habe, hast du einen Weg zu erledigen. < Fragend sieht er sie an. >Sigourny hat Dar gestern gebeten, ihr einige Geschäftsunterlagen zu schicken. Beth hat gestern alles gerichtet, du wolltest gleich los … hat da jemand etwas Gedächtnislücken? < „Ach das meinst du, sicher erinnere ich mich! Los Frechdachs, raus aus dem Bett!“ Estella lacht vergnügt und wenig später betreten sie die Küche des Pfirsichs. Briant verteilt hier gerade diverse Arbeiten für den Tag und Tane fragt sich bereits zum wiederholten Male, wie diese kleine, quirlige Mogbar es so schnell geschafft hat, Sigournys Abwesenheit abzufedern und sich um all die organisatorischen Kleinigkeiten zu kümmern, die man zwar kaum bemerkt, ohne die der Betrieb aber zum Stillstand kämme. Er selbst kann in der Gaststube die Gäste unterhalten, ausschenken und für Stimmung sorgen, aber diese ganzen Tätigkeiten im Hintergrund würden ihn hoffnungslos überfordern. Er stopft sich noch schnell zwei Honigfinger in den Mund, nickt seinen Arbeitsauftrag bezüglich Holz hacken ab und verschwindet dann durch die Hintertür.

Die Straßen der Stadt ->

Similar threads