Sie sind nicht angemeldet.

Azra

Stadtbewohner

Beiträge: 1 289

Beruf: Wirtin der Goldenen Harfe

Wohnort: Talyra

  • Nachricht senden

121

Freitag, 19. Dezember 2014, 02:36

Soeben habe ich Die Brut des Feuers von Drew Karpyshyn beendet.. Ich schätze es ist eines von vielen Büchern, das man besser im Englischen liest, als in der deutschen Übersetzung - auf der anderen Seite weiss ich nicht, ob das Englisch soviel helfen würde. Es ist literarisch nicht besonders herausfordernd, liest sich gemütlich und hat durchaus interessante Momente. Bei diesen Momenten bleibt es allerdings. Viel mehr Momente sind von der Beschreibung von Macht und noch mehr Macht und besonders viel Macht und der mächtigsten Macht überhaupt bis zum Platzen vollgestopft. Ich kann das Wörtchen Chaos nicht mehr lesen. :yell:

Dann bedient sich der Autor den üblichen Klischees, vor allem was die Zusammensetzung der Gruppe anbelangt. Nur wenn die Gruppe droht auseinanderzubrechen, was vor allem an einem einzelnen Charakter liegt, der offenbar nur dazu dient zu jammern, dann werden die Klischees plötzlich verbogen und aus dem Barbar wird der gutherzige Softie. :rolleyes:

Die Hintergrundgeschichte ist zwar nicht neu, aber im bildlichen Sinne doch sehr interessant. Ebenso die Magie, vor allem ihre Wirkung und der daraus folgende Effekt. Das Gleichgewicht der Welt wird hier sehr wörtlich genommen. Und auch der Werdegang der Hauptcharaktere kann sich irgendwie sehen lassen, allen voran weil der Autor nicht unbedingt zimperlich mit ihnen ist. Trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass er sie eigentlich mit Samthandschuhen anfassen möchte. Aber sie sind ja noch jung. Was nicht ist, kann noch werden.

Im Großen und Ganzen hat mich der Roman nicht wirklich mitgerissen, trotzdem werde ich wohl weiterlesen, weil ich ein heimlicher Fan von... barbarischem Schnulz bin. *sich out* ;D

Jetzt widme ich mich erstmal wieder der Rivers of London - Reihe von Ben Aaronovitch. Die lese ich auf Englisch und ich muss zugeben, der Autor bringt mich ganz schön arg ins Schwitzen. Sowohl weil die Story zugleich spannend, wie auch witzig und dramatisch ist (britischer schwarzer Cop gerät unter die Fuchtel von der Sherlock Holmes Version eines Ghostbusterjägers und muss lernen, dass Polizeiarbeit manchmal ganz schön... creepy werden kann), als auch weil das Englisch nicht allzu leicht ist. Wer British prudery mit einem guten Schuss Black Humor mag und keine Angst vor unerwarteten und sehr kaltblütigen Schreckmomenten hat, der ist hier genau richtig. :grinsen:
Avatar (c) by Niniane

An Irish taxi driver: "We Irish don't tell lies. We just try hard not to tell the truth."


nyanyanyanyanyanyanyanya.... BAT-CAT! :yell:

You walk me animally on the cookie! - Du gehst mir tierisch auf den Keks! ;D

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Azra« (19. Dezember 2014, 02:42)


Bregond

Herr Bergland

Beiträge: 519

Beruf: Silberschmied

Wohnort: Der Turm des Verrückten

  • Nachricht senden

122

Donnerstag, 7. Mai 2015, 16:47

Zur Zeit lese ich Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter)
Den ersten Band habe ich an einem Wochenende gelesen, liest sich flüssig und ist ein echter Hingucker im Regal ( Hardcover in drei Bänden mit schönem Einband )

Rai kann nicht fassen, was mit ihm geschieht: Die dunkle Waffe in seiner Hand scheint Besitz von ihm zu ergreifen und sich wie von selbst gegen seine Feinde zu richten. Der Junge flieht aus den Gemäuern, rennt um sein Leben, unwissend, welch kostbaren Schatz er aus dem königlichen Palast von Tilet entwendet hat: Tausendsturm, ein sagenumwobenes Schwert, das demjenigen, der es bei sich trägt, ungeahnte Kräfte und grenzenlose Macht verleiht. Und so ahnt Rai auch nicht, welch düsteres Schicksal ihn nach dem Diebstahl der magischen Klinge erwartet: Ein Leben ohne Licht und Hoffnung in den grausam beherrschten Erzminen von Andobras ...
:biggrin:
Scharfe Schwerter schneiden sehr, scharfe Zungen noch viel mehr.

123

Sonntag, 9. Dezember 2018, 12:12

'Der Briefeschreiber Goethe' von Albrecht Schöne.
(Oder gilt Sachliteratur hier etwa nicht?)

Nein, im Ernst: Der Brief etwa des liebeskranken jungen Goethe an einen Freund und Mentor, darüber, wie er fieberkrank heimlich seiner Allerliebsten hinterher schleicht, welche, statt voller Sorge an seiner Liegestatt um sein Leben zu bangen, nichts Besseres zu tun weiß, denn mit einem anderen gutaussehenden jungen Besucher des Gasthauses, in dem sie arbeitet, eine Komödie (oder war‘s ein Lustspiel gar?) aufzusuchen, derweil Goethe, davon erfahren habend, heimlich von der Empore, fieberkrank, sich ein Fernglas vom Sitznachbarn borgend das ganze beobachtet, ehe das Fieber ihn vorzeitig wieder in seine Stube treibt, wo er zornesbebend sich an das Schreibpult stellt, eben jenen Brief zu verfassen, dabei wechselseitig so aufgebracht, das er den Gänsekiel immer wieder stumpfdrückt und nachspitzen muss, oder aber so selbstmitleidig, dass ersichtlich scheint, wo Goethe die Inspiration für sein späteres Werk der Leiden des jungen Werther wohl her hat, in Selbstmitleid zerfließend… Gaaaaaaaaamz große Kino, sag ich euch. – Da kommt nicht mal der liebeskranke Dobesto im Pfirsich am Vester-Tor grad auch nur ansatzweise ran!!!!1!EINSELF!!!1
“Siehst du einen Riesen, so prüfe den Stand der Sonne und gib acht, ob es nicht der Schatten eines Zwerges ist.”

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dar« (9. Dezember 2018, 15:21) aus folgendem Grund: Hatte erst das Kamasutra hier stehen, was mir dann aber doch zu peinlich war, weswegen ich das zu dem hier nun änderte.


Aurian

Stadtbewohner

Beiträge: 194

Beruf: zaubernde Gardelady

Wohnort: Talyra

  • Nachricht senden

124

Donnerstag, 3. Januar 2019, 09:32

Georg R.R.Martin - Feuer und Blut, Aufstieg und Fall des Hauses Targaryen von Westeros (Teil 1)

Bin noch ziemlich am Anfang, das Teil hat knapp 900 Seiten aber bis jetzt finde ich es absolut empfehlenswert.
Ist im Stil einer geschichtlichen Dokuntation geschrieben und erläutert sehr anschaulich die Anfänge des Hauses Targaryen in den sieben Königslanden. Wie immer muss man sich halt bei der Fülle der Namen ein wenig konzentrieren aber das geht schon.

Hoffe ja nur dass der gute Mann sich mit Teil 2 nicht zu viel Zeit lässt ...
Prinzessinnen richten das Krönchen, Königinnen ziehen das Schwert. :pferd:

Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weg lassen. (Mark Twain)

Ähnliche Themen