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Uio

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Occupation: ehemaliger Handlanger, Dieb und Hexer! Seit anfang 513 Magierlehrling

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Monday, January 28th 2013, 8:47am

Die Arkana zu Sorbonn

Die hier folgende kurze Beschreibung ist aus RPG Texten zusammengesucht und ausbaufähig!!!

Die Arkana zu Sorbonn
Akademie der Energiemagier

Hier ist Magie allgegenwertig!

Sorbonn,
hat fünf Stockwerke, über zweihundert Zimmer, drei grosse Säle, davon
einer ausgelegt mit nahezu unerschwinglichem und auf Hochglanz poliertem
Ebenholz, und mehr als zwanzig Treppen!
Die Bibliothek liegt im Ostflügel, der grosse Übungssaal im Südflügel.

Es gibt unzähligen kleinen Übungszimmer in denen sich die Schüler zurückziehen können um ungestört zu lernen.

NSC´s

Meister LLlýr Erzmagier:
Magoraes der Arkana zu Sorbonn, ist ein schlanker Herzländer. Obwohl er bestimmt mehr als fünfzig Sommer gesehen hat, trägt er noch immer das Gesicht eines gut aussehenden Mannes Mitte Dreissig,
mit einem lächelnden Mund und gütigen, grauen Augen (die immer irgendwie
wissend in die Welt schauen). Er hat einen alten Sithechraben.

Lehrmeister Gralon: Ein strenger und unnachgiebiger Lehrmeister, der seine Lieblingsschüler bevorzugt behandelt. Seine Tochter geht ebenfalls auf diese Arkana

Meister Viersturm, der Hüter des Mondtors

Meryl von Dunkelstein, Novizin kurz vor der Prüfung zur Adeptin



SC`s

Uio, ehemaliger Straßenjunge ud Hexer. Seit Anfang 513 auf der Arkana als Lehrlig.
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Monday, January 28th 2013, 8:47am

Die Tage vergingen im Flug. Zurück in Sorbon ist die Situation weniger beklemmend und sowohl Nathanael als auch Uio tauen in der bunten Stadt etwas auf. Gegenüber Rayyan legt sich Uios Unmut wieder, der mit dem Auftauchen des schwarzhaarigen Hexers neu aufkeimte. Uios Meinung über den Magier wechselt ständig. Anfänglicher Haas und Abneigung, über gezwungene Neutalität ist später sogar ansatzweise in freundschaftliches scherzen übergegangen. E ist verwirrt. Wenn er es sich eingestehen würde, hat er auch wenn dieser Mann ihn entführt hat, nichts mehr gegen ihn und fing gerade an ihn mehr an sich heran zu lassen. Aber das zeigt er nur selten und schon garnicht gegenüber seinem ehemaligen Meister. Dort wird gemeckert, ihn in den Dreck gezogen und kaum ein gutes Haar an ihm gelassen. Nathan hingegen hat von Beginn an kein Interesse an soetwas. Uio muss schnell erkennen, dass der Kerker im ewigen Eis einen anderen Mann aus ihm gemacht hat, als er ihn noch kannte. Beide mussten wieder zueinander finden, doch Uio hält absichtlich mehr Abstand zu dem schwarzhaarigen Hexer. Hat ihm einerseits Rayyan gesagt, was geschehen würde, wenn er sich auch nur verspricht, weiss Uio einfach, dass es keine Möglichkeit gibt, für sie beide zusammen zu sein.
Nathans Entscheidung ein Zauberer zu werden, trifft Uio härter als er zugeben will und nach außen zeigt. Er ist nicht gut darin, seine Gefühle gänzlich zu verbergen, aber er versucht es zumindest. In den ernsten Gesprächen, die Nathan ihm regelrecht aufzwingt, bringt er ihn, dazu sich mit seine nahenden Zukunft auseinanderzusetzen. Etwas was er nicht gern will oder sich sehr, sehr, SEHR dickköpfig verhält!
"Es ist Zeit eine Enscheidung zu treffen, eine wichtige Entscheidung!", versuchte Nathanael dem sturen Rotschopf vor sich klarzumachen. "Als Hexer hast du keine Zukunft hier draußen, du wirst früher oder später dort landen, wo ich gewesen bin. Und das ist nicht das, was ich für dich möchte und du dir für dein Leben wünschen solltest. Denk nach Junge! Denk an die, die dich mögen...denk an Zoe!"
Zoe...ja an Zoe denken.
Es waren mehr als nur ein paar sanfte oder harte Worte notwendig, ihn zum nachdenken zu bringen. Aber Nathan gab nicht auf.

Und nun heißt es Abschied nehmen. Für wie lang weiss Uio nicht. Im Gegensatz zu den anderen, wird er nicht zurück nach Talyra übersetzen, jetzt noch nicht. Der Wunsch nach Talyra zurückzukehren bleibt bestehen, jedoch hat er sich überreden lassen, vorher seine Magie in den Griff zu bekommen. Natürlich ist es klug, das zu tun, doch will er wirklich was kluges tun...?
"Ja, verdammt ich machs ja", sagte er nach erneutem Bearbeiten von Nathan mit leicht genervtem Ton, aber schmalem Grinsen. "Aber nicht weil ich darauf BRENNE ein verschissener Magier zu werden, damit das klar ist!" Was soviel bedeutet, dass er in der Akademie bleibt und ein, Uio will das Wort garnicht in den Mund nehmen, Magier wird.

Nathan musste Uio versprechen Zoe einen Brief zu geben und ihn blos nicht zu lesen! "Dummkopf, kann ich lesen?", fragte Nathan ihn grinsend. Nein, sein ehemaliger Meister kann nicht lesen, erinnerte sich Uio ebenfalls grinsend. Er nahm den Brief an sich und drückte den Jungen, den er einst aufgenommen hatte, um ihn das beherrschen des Manas beizubringen zur Verabschiedung an sich bevor sie zum Hafen gingen. "Leb wohl Uio!" Uio nickte nur, plötzlich war seine Kehle zugeschnürt und lies keinen Ton heraus. "Schreib mir, ja?" Wieder ein Nicken. Würde er tun!


Seufzend steht Uio am Hafen und schaut dem Schiff hinterher. Hier am Hafen war es eine eher förmliche kurze Sache des Abschiedes gewesen. Keine langen Reden oder übeschwengliche Umarmungen. Kurz knapp und weg waren sie. Rayyan, Tahirih und Nathan sind plötzlich nur kleine Figuen auf einem immer kleiner werdenen Schiff. Ein leichter Wind zaust durch seine Haare, die Uio mit einer Handbewegung sich aus dem Gesicht steicht. Ja, haut nur ab! , denkt er mürrisch. Es ist kalt...er würde sagen arschkalt! Schließlich dreht er sich um und macht sich auf zur Arcana, dem Ort an dem aus dem jungen Hexer nun ein Magier werden soll.
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Friday, February 1st 2013, 12:29pm

Der Morgen ist wolkenverhangen, grau und kalt. Schnee fällt in nicht wenigen Mengen vom Himmel und verbirgt einfach alles, das nicht schon in den letzten Tagen weiß bepudert worden ist, entgültig unter sich. Mürrisch macht sich der neue Schüler der Arkana daran, sich aus seinem Nachtlager zu quälen. Die meisten Schüler sind schon eine ganze Weile auf den Beinen. Uio schenkt ihnen nur einen mürrischen Blick und dreht sich nochmal um, bis ihn dann kurz vor knapp die Androhung von dem Lehrmeister Strafarbeiten aus den warmen Decken zwingt. Murrend und seufzend macht er das notwenige an Waschen und einigermaßen ordenlich daran, sich für den Unterricht anzukleiden, ja darauf achten einige der Lehrmeister mehr, andere weniger. Besonders Lehrmeister Gralon hat es auf Uio abgesehen. Erst Gestern schickte er Uio aus seinem Unterricht, weil er ihn nicht angemessen sauber, gepflegt und gewaschen erschien. Uio weiss, der Magier nimmt es ihm immer noch übel, dass er seiner Tochter vermutlich mehr als nur ein Haar gekrümmt hat. Er sucht förmlich nach Dingen, mit denen er den ehemaligen Hexer bestrafen kann. So musste Uio die Lehrstunde nach dem regulären Unterricht nachholen und seitenweise langweilige Texte abschreiben.

Er hasst langweilige Texte. Aber noch mehr hasst er laut Vorlesen oder Texte aus den Lehrbüchern mit eigenen Worten wiedergeben oder aufzuschreiben. Dem ehemaligen Straßenjungen fällt es schwer, sich an einige Dinge an der Arkana zu gewöhnen. Die wichtige Theorie, die den Großteil seiner Unterrichtseinheiten einnimmt und die Grundlage, für die meisten Dinge und Gegebenheiten im Umgang mit Magie darstellt, ist im Gegensatz zum Praktischen nicht Uios Stärke. Im praktischen Bereich besonders im freien Anweden von Magie entpuppt er sich hingegen als wahres Naturtalent. Selbst andere Dialekte und andere Sprachen fallen ihm leicht...müsste man sie nicht nur auswendig Lernen. Gehörtes vermag er schnell anzuwenden und kann es sich einfacher merken, als alles was er sich selbst mühsam anlesen muss.

Freizeit ist mehr und mehr zu einem Fremdwort geworden.
Uios Tag ist streng geregelt und in feste Blöcke unterteilt.
Untericht, Arbeiten und Lernen. Letzteres bis nicht selten tief in die Nacht. Da bleibt oft nur wenig Zeit sich mit Meryl zu treffen und über etwas anderes, außer den Unterricht zu reden. Zwischen ihnen ist etwas wie eine Freundschaft gewachsen. Er hat nicht viele Freunde und Meryl ist die einzige Person, die er wirklich näher an sich heranlässt. Sie hilft ihm beim Lernen und überredet ihn zu Dingen, die nicht auf dem Lehrplanstehen, wie z.B. Ausflüge ins Dorf. Selten verlässt er die Akademie und kehrt in den tanzenden Zauberer ein, um mit Meryl, Don oder Twenk etwas tinken zu gehen und einmal, wenigesten einmal an was anderes als an Magische Gesetze, Regeln und Abläufe, das Arkanumvokabular oder etwas anderes aus dem Unterricht zu denken. Uio hat sich vorgenommen nicht länger als nötig an dieser Arkana zu bleiben und gibt deshalb ablenkenden Freizeitaktivitäten nur selten mehr Raum.

Einige Stunden am Tag arbeitet er bei einem der Lehrmeister und verdient sich ein paar Münzen. Er hat keine Eltern oder Verwandte die ihm, wie vielen anderen, was zuschicken oder sonst wen, der ihn irgendwie unterstützen könnte. Keine Arbeit keine Münzen, so einfach ist das. Schon immer. Und da er nicht mit seinen eigentlichen Fähigkeiten und vorherigen Berufen etwas anfangen kann, so bleibt ihm nur die Arbeit für die Lehrmeister. Also säubert er Reagenzien, Böden, Regale und erledigt all das was was ihm auftägt nach dem Unterricht.

Wiedermal letzter..., bummelt er in Gedanken, als er den Raum betritt, in dem schon alle auf ihren Plätzen sitzen und auf den Beginn des Unterrichts warten.
Uio schiebt sich leise auf einen Platz in der letzten Reihe und versucht nicht wieder einzuschlafen. Ein langer Tag steht ihm heute bevor, denn auch heute muss er nach dem regulären Unterricht bei seinem guten Freund Lehrmeister und Oberstinkstiefel Gralon antreten. Wenn er ihn dann entlässt, steht Arbeit auf dem Programm und anschließend Lernen und Üben...ach ja und zwischendurch irgendwann, dass hat er sich vorgenommen, will er heute einen Brief an Nathanael schreiben. Also auf in den Tag! Das schaffst du Uio! Ganz sicher!!!
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Thursday, February 28th 2013, 8:47pm

Es ist schon dunkel als Uio die Bibliothek der Akademie verlässt und sich mit einem herzhaften Gähnen Richtung des Raumes schluffend bewegt, in dem er mit einigen anderen Jungen schläft. Aber ans Schlafen ist noch nicht zu denken. Er hat noch einen Text abzuschreiben und einen anderen zu lesen. Lehrmeister Gralon wird ihn sicher Morgen drannehmen, das hat Uio schon gespürt als der Magier, der ihn gern vorführt oder ihm wissen lassen will was er von ihm hält... nämlich einen Scheißdreck! Uio bringt ihm Gleichgültigkeit entgegen. Zuckt meist nur desinteressiert mit den Schultern oder provoziert ihn mit absichtlichem Fehlverhalten. Morgen jedoch will Uio diesen staubtrockenen und sicher hochlangweiligen Text wenigstens schon ein- bis zweimal gelesen haben und wissen, worum es da wirklich geht... denn Gralon wird denken, Uio hat den Text nicht gelesen und wird ihn was fragen.
Trotz, dass der ehemalige Hexer nach getaner Arbeit und anschließendem Lernen hundemüde ist, grinst er in sich hinein und greift das dicke Buch fester unter seinem Arm. Ein dicker Schinken der sich demselben Thema widmet wie der Grottenratten-Gralon-Text. Der wird staunen!!!

Nach nur wenig Schlaf und schon zwei Unterrichtseinheiten magische Wörter, Formeln und ihre Anwendung ist es dann soweit. Gralon, der sich Selbstverherrlichende, betritt den Klassenraum mit einem triumphierenden Lächeln auf dem Gesicht. Alle erheben sich und warten darauf das Gralon beim Pult angekommen ist.
"Guten Morgen Schüler!", säuselt er, wie Uio findet, widerlich schleimig dahin. Und schaut durch die Klasse. Im gewohnten EinheitsBLAH antworten alle: "Guten Morgen Meister Galon!"
Gralons Blick bleibt auf Uio hängen.
Dann geht es also los!, denkt Uio sogleich und die Hälfte der Klasse fragt sich wie lange es dauert bis der Lehrmeister den frechen und ungehorsamen Schüler wiedermal der Klasse verweist.
"Setzt Euch!", sagt er gut gelaunt und fixiert Uio immer noch mit seinem Blick. "Ach Uio, kommst du bitte nach vorne!"
Uio, der sich grade setzen wollte, hebt eine Augenbraue, nickt und macht sich zugegeben nicht ohne sich zu fragen was Gralon vorhat, daran zu seinem Lieblingslehrmeister zu gehen.
Diesem entgeht nicht, das Uio alles andere als ausgeschlafen und fit aussieht und verzieht genüsslich grinsend sein Gesicht. "Ich hoffe ihr seid alle gut ausgeruht und bereit für einen Test!"

Die Klasse raunt und tuschelt während Uio die Zettel verteilt. Einen Test hatte wohl kaum einer vermutet. Griesgraben-Gralon hat sich unterdessen auf seinen "Thron" am Lehrerpult niedergelassen und lächelnd die Beine übereinander Geschlagen. Er weiß, was kommt und freut sich ungemein auf das I-Pünktchen des Testes!
Uio ist nun beim letzten seiner Mitschüler angekommen und legt das Blatt mit der Schrift nach unten auf den Tisch.
Er ist müde und unkonzentriert, muss sich zunehmend zusammenreißen, um nicht ausfallend zu werden, besonders da er bemerkt hat, dass für ihn kein Zettel übrig ist. Galon macht so einen Fehler nicht. Er hat immer alles in auseichender Ausgabe und Form dabei, er ist ein Perfektionist!
Uio atmet tief durch und spürt den Blick von seinem Lehrmeister auf sich kleben wie Fliegenscheiße.
"Meister Gralon, ein Zettel fehlt!", sagt er knapp und dreht sich zu dem selbstgefällig grinsenden Magie um. "In der Tat mein Junge,"
Ich bin nicht, dein Junge!!!
" Die ganze Klasse wird sich jetzt an die andere Seite an ihrer Tische setzen und du Uio, du wirst den Test an der Tafel vorn schreiben!"
Arschloch, Nargenficker, Drecksschwein, Hurensohn...

Während Uio sich auf den Weg zu Tafel macht presst er die Lippen und Zähne wütend aufeinander, um nicht eines der Wörter, die ihm zu Haufe durch den Kopf gehen auszusprechen.
Darauf wartet Gralon nur, um Uio des Raumes zu verweisen und ihm wegen nicht mitschreiben des Testes einen reinwürgen zu können.
Doch Uio sagt keinen Ton und schmiert so gut er kann die Antworten an die Tafel bis die Zeit abgelaufen ist. Es ist keine Glanzleistung, besonders weil Uios Schrift und Schreiben der Wörter sehr eigenwillig ist... aber beim Lesen muss Gralon erkennen, dass sein Lieblingsschüler wohl gelernt hat.

Unentschieden!!!

Nach dem Unterricht und seiner Arbeit fällt Uio ohne darauf zu achten, wer oder was oder wie laut es noch im Zimmer ist, in einen tiefen Schlaf.
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Friday, May 24th 2013, 11:10am

Ein neckischer Blick über die Schulter, ein zuckersüßes Lächeln und das glockenhelle leichte Lachen bei dem sie den Kopf leicht schräg legt, um sich dann umzudrehen und mit weit geöffneten Armen ihm entgegen zu laufen...
Wie als würden die Körner der Sanduhr, die das geschätze Zeitmessgerät eines ihm bekannten Lehrmeisters auf Sorbonn ist, wie leichte Federn zu Boden schweben verrinnt die Zeit und bewegt sich das zierliche Feenmädchen mit gewohnter Leichtigkeit langsam auf ihn zu und ruft verzückt seinen Namen.
"UIOOOOOOOO!"
Um sie herum ist ein wunderbarer Sommertag. Es ist warm, eine goldgelbe Sonne scheint am strahlend blauben Himmel auf sie beide herab. Zoes schillernde Flügel flattern hin und wieder aufgeregt. Eins, zwei, drei kleine Vögel ziehen einen Kreis um sie in der Luft und zwitschern etwas, was nur sie verstehen kann. Ein Meer aus tausend Blumen blüht um sie herum, doch keine ist so schön wie sie!
Im völligen versinken ihrer klaren strahlenden Augen und dem Tonfall wie sie seinen Namen ruft, beginnt der junge Magierlehrling zu lächeln und kann es kaum erwarten, bis seine Hände, die sich nun in ihre Richtung bewegen, mit ihrer zamtweichen Haut in Berührung kommen und er sie endlich wieder in die Arme schließen kann.
"JuchuuuuuuUiiioooooo!", jauchtz Zoe vor Glück und hat ihn fast erreicht.
"Zoe!", bringt er trotz plötzlicher trockener Kehle heraus.
Nur noch wenige Schritte, denkt er sich und will einen Schritt auf seine Freundin zu machen, wird aber von etwas an seinem Fuß, nein seinen Füßen daran gehindert. Ungeduldig dessen, noch länger warten zu müssen, bis er sie erreicht hat und der lästigen Frage was verfickt nochmal seine Füße festhält, legt er seine Stirn in zornige Falten und senkt den Blick. Mürrisch sucht er am Boden nach dem Störenden, besser, dem Grund, warum er den Blick von Zoe abwenden musste...und erstarrt.
Der Sand der Zeit beginnt zu stocken, kein Sandkorn fällt mehr durch die enge Öffnung und rieselt auf den kleinen Haufen im unteren Behältnis der Uhr. Mit geweiteten Augen schaut er auf zwei feste Eisenringe, die um seine beiden Fußknöchel prangen. Eben noch im Glauben er habe seine Stiefel an, sieht er jetzt zwei dreckige nackte Füße. Seine Hose viel zu kurz und zerschlissen, fällt der Blick wieder auf seine Fesseln, die mit einer schweren Eisenkette verbunden mit einem rostigen Eisenring am Boden verbunden sind.
Kein Schloss... kein entkommen!, schießt es ihm durch den Kopf.
"Nein!", haucht Uio wendet seinen Blick von seinen Füßen ab um... müsste Zoe nicht schon lägt hier sein?
"Zoe!" ruft er laut. Und in seiner Stimme schwingt Angst und Verzweiflung mit. Was ist nur geschehen?
Aber aus der blumigen Landschaft und dem blauen Himmel ist eine karge Kerkerzelle geworden und statt Zoe steht dort jemand anderes der mit verschränkten Armen und herablassenden Blick auf ihn hinab sieht!
Rayyan.

Uios Kehle ist mehr als staubtrocken und er ist nicht im stande, etwas zu sagen. Bin ich auf dem Schiff? Wo bin ich? Was soll das Rayyan? Wo ist Zoe? Mach mich sofort los sonst..., überschlagen sich seine Gedanken in rasendschneller Hektik, so dass er keinen wirklich klaren Gedanken fassen kann.
Der Magier, namens Rayyan, der ihn vor ungefäir 6 Monden aus der Unterstadt entführte und nach Sorbonn brachte, sagt kein Wort. Dem jungen Mann mit den rotbraunen Haaren versagen seine Beine und er fällt hart auf die Knie. Ein Schmerzenslaut entweicht ihm, beißt sich dann aber auf die Lippen. Der scheiß Magier soll nicht denken, er habe gewonnen. Ich habe keine Angst. Belügt er sich selbst, Uio hat große Mühe seinen vor Panik zitternden Körper unter Kontrolle zu bringen.
Gerade als er genug Spucke gesammelt hat, um eine ihm brennende Frage auszusprechen hört er Schritte und noch jemand stellt sich vor ihn und betrachtet ihn abwertend von oben. Es ist eine Frau mit langen schwarzen Haaren und bleicher Haut.
"Du!", spuckt Uio aus.
Kali beginnt zu lachen und nickt amüsiert.
"Wo ist Zoe?", schreit er ihr heiser entgegen, als hätte er tagelang geschrien und wirft sich gegen seine Fesseln, die ihn unnachgiebig festhalten.
"Vergiss sie, du wirst hier verrotten und sie niemals wiedersehen!", mit diesen Worten drehen sich beide um und lassen hinter sich eine knirschende Tür ins Schloss fallen. Der donnernde schlag der Tür und das rasseln der Schlüssel ist das einzige was Uio jetzt noch hört. Wie gelämt steht er da und schaut auf den Punkt wo eben noch Licht in seine Zelle fliel. Kein Lachen, kein Lächeln...niemand ruft seinen Namen. Es ist dunkel, kalt und feucht in seinem Loch...Uio sackt nach einer Weile einfach zusammen und spürt warme Tränen über seine Wangen laufen.
Plötzlich beginnt etwas an ihm zu ziehen und zu zerren. Stimmen an seinem Ohr,die er nicht versteht und jetzt nicht verstehen will. Ein Wärter bestimmt, Kali oder sonst wer der ihn zerrt und zergelt.
"Lass mich!", bringt er leise herraus. Doch die Hände die an ihm reißen werden grober und stärker, die Stimmen ernergischer.
"UIO!"
"Verdammt noch mal lass mich in..."

"Ruhe!"
Uio schreit so laut er kann und sitzt nun schnellatmend aufrecht in seinem Schlaflager und schaut in das verdutzte Gesicht Merryl´s.
"Na da haben wir wohl einen ganz tollen Traum gehabt was?", sagt sie grinsend und kopft ihm auf die Schulter.
"Wa...was?!", Uios Kopf fühlt sich an wie eine Tempelklocke die ordendlich mit dicken
Klöppeln bearbeitet wurde. Nicht das er etwas von Tempeln versteht, aber in seinem
Kopf klingelt und schallt es dumpf das er sich an die Stirn fasst.
"Verdammt..." murmelt er.
Die junge Magiernovizin schaut ihren Freund nachdenklich an.
"Ich sollte dich wecken wenns losgeht. Und... es geht los!"
Merryl will grade aufstehen, als Uio sie festhält und grob wieder herunterzieht.
"Hey!" protestiert sie.
"Was...was hast du gehört?", fragt er und schaut sie ernst an.
"Gehört? Lautes Schnarchen, und schmatzen nichts du Trottel und jetzt lass mich los,
sonst hörst du gleich was!", erwiedert Merryl genervt. Beide schauen sich noch einen Moment lang an und eine der beiden wünschte sich jetzt nichts mehr als eine Umarmung, die wohl jetzt
eher blöde kommt und deshalb nicht stattfinden wird.
"Hm...ja...alles klar, danke!", grummelt Uio vor sich hin und lässt sie los. Nichts um der Welt möchte er, dass sie mitbekommen was er getäumt hat.
Nein, Merryl, ...keiner soll das wissen...niemand!
Merryl schnaubt ärgerlich aus, schüttelt den Kopf und schiebt den Gedanken beiseite zu fragen, wer den eigendlich Zoe ist. Ja natürlich weiss sie, das er ihr Briefe schreibt...aber das erklärt noch nicht ...eindeutig...wer sie ist.

Wenige Momente später findet sich auch Uio, noch mit dumpfen Gedanken an den vergangenen Traum, unten im Hof ein um mit einigen anderen Schülern und zwei Lehrmeistern einen Ausflug zu starten.
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Wednesday, July 31st 2013, 12:52pm

Schhhht...schhhht...schhhht...
In regelmäßigen Abständen ertönt das schleifende, kratzende geräuscht des Besens, welches er von sich gibt, wenn er kraftvoll über den Steinboden geschwungen wird. Das Gesicht des Besenfühers ist von den unregelmäßig geschnittenen Haaren verdeckt und gibt nur dann einen Blick auf den nicht erfreuten Gesichtsausdruck frei, wenn dieser mit einem kräftigen Pusten die Strähnen aus seinem Gesicht verscheuchen will. Nicht alle geben dem Luftstoß nach oder baumeln schnell wieder nach vorn und verhängen sein Gesicht.

Monde sind vergangen, seid dem Tag an dem sein alter Meister Nathanael, Rayyan der Magier und seine in Seide gehüllte Freundin, Sorbonn verlassen haben. Stunden, Tage, Siebentage und Monde, vollgepackt mit Unterricht, Lernen und Arbeitszeit, ziehen so an Uio vorbei. Aber seine Lehrmeister, nicht alle wohlgemekt, sind ganz zufrieden mit ihm. Er macht gute Fortschritte und hat sich mit so manchen Regeln, Anforderungen und besonders mit seinem wenigen Mana arangiert. Selbst Meryl, die echt hart und oft unnachgiebig ist, lobt ihn hin und wieder. Sie und Jarre sind schon Novizen, sind aber echt dufte Kumpanen, die ihm helfen und er ihnen, wenns mal wieder Stress mit anderen Schülern gibt. Uio arbeitet hart daran, so schnell wie möglich die erste Stufe, der für Uio gefühlten 100 Stufen zum Magier sein, zu erklimmen. Er will nicht lang ein poppeliger Erstklässler sein. Also heißt es Lesen, Lernen, üben und wieder von vorn! Zwischendrin arbeiten oder wie heute...
als Strafarbeit für unruhe in der Klasse den Hof fegen!
Keinen Spaß vestehen diese Magier...also muss ich noch shcnell etwas davon haben bevo ich auch so ein nie grinsender magier werde! Uio schmunzelt in sich hinein. das Fegen macht ihm nicht aus. Frische Luft und ein wenig Zeit zum Nachdenken ist nicht das schlechteste.

Seine Haare sind wieder länger geworden und hängen ihm weit ins Gesicht. Es ist ihm egal, er hatte schon einen Zopf bis zum Hintern...damals in der Unterstadt am Rande der Verzweiflung.
"Tzzzz", prustet der junge Lehrling aus und stellt den Besen an die Steinmauer des Hofes. Mit der linken Hand schiebt er seine Haare hinter die Ohren und lehnt sich dabei lässig an die Mauer.
Pause!

Hätte ihm zu der Zeit jemand erzählt, dass er einmal in diesem sauberen Aufzug den Hof eine Magieschule fegt, er hätte gelacht und es vielleicht sogar gut gefunden, wäre neugierig gewesen und wäre für ein deftiges Mahl oder ein paar Münzen sofort dazu bereit gewesen.

Zu der Zeit sah alles noch anders aus. Er hatte seine Magie noch nicht entdeckt...oder sie ihn? Das Mana brodelte noch nicht in seinen Adern wie dann später es ihm zum Verhängnis wurde. Er war ein immer fröhlicher, aufgeweckter Staßenjunge, Bettler und...ja ein Dieb war er, der selbst, wenn er Hiebe bekam, kurz darauf wieder lachen konnte und so tat als wäe das alles nicht schlimm. Er hatte immer einen frechen Spruch parat der, wenn er bettelte, seinen "Opfern" meist ein Grinsen bescherte und sich ein paar Kupfer! Sein Lächeln war stets sonnig, freundlich und sein Blick zeigte meistens den Frohsinn, der in ihm im überfluss wohnte.
Ich lebte in meiner eigenen Welt und verdrängte das Dunkle, die verkacke Scheiße, in der ich lebte...bis es mich dann einholte..., hängt er ein wenig der Vergangenheit nach. Warum seine Elten in weggaben oder wer sie waren weiss er bis heute nicht. Erwachsene besah er immer mit vorsicht, besonders Männer. Frauen waren leichter von seinem Leid zu überzeugen und sie gaben eher etwas einem kleinen verdrecktem Jungen, der sie mit seinen großen baunen Augen ansah und trotz seinen erbärmlichenAussehens ein lockeren Spruch ausspuckte. Das ist Jahre her... und Uio ist bald selbst das, vor dem er am meisten Angst als Kind hatte.
Ein magiebegabter Mann!
Ich war so naiv, dumm und leichtgläubig...ach, wer weiss, sonst hätte ich nicht überlebt. Ich war auch dreist und ziemlich feist, wenns ums stehlen ging. Uio beginnt zu grinsen. Ja, das mit dem stehlen und andere übers Ohr hauen, sich Geschichten ausdenken, über Mauern und durch enge Spalten flüchten...das fehlt ihm ein wenig. Er fühlte sich wie der Meisterdieb, den die Stadtwache niemals findet.
Glück! Ich hatte einfach unfassbar viel Glück, dass mich nie jemand ewischt hat. Die meisten von den Jungs, die ich aus Geros Zeit kenne, sind entweder Tod oder früher oder später erwischt worden...und Gero, der Arsch, hat sich nicht um sie gekümmert!
Uios Gedanken schweifen von Gero ab zu jemanden der sich um ihn gekümmert und viel riskiert hat.
Keeshar! Der Boss des Toten Ends.
Ich stehe immernoch in deiner Schuld und hoffe für Rayyan, das er dich nicht verpfiffen hat!
Und in diesem Moment schwört sich der ehemalige Hexerjunge, der den Pfad eines "rechschaffenden" Magiebegabten eingeschlagen hat, jedenfals von außen betrachtet, dass er so denn er in Talya zurück ist, Keeshar einen Besuch abstatten wird. Es wird viel zu erzählen geben, dessen ist sich Uio sicher!

"Rattendreck.",
Ein Tropfen berührt seine Stirn und reißt ihn aus seinen Gedanken. Sogleich hebt er den Blick gen Himmel und betachtet argwöhnisch die Wolken die sich über ihm zusammenbrauen.
"Das hat mit noch gefehlt, ich hasse ...Wasser!", bei den letzten Worten muss Uio breit grinsen.
Wie war, wie war! Wasser fand ich schon immer scheiße!

Aber es hilft nichts...die Hofreinigung wartet und Uio wettet hinter einem Fenster wartet auch der Lehmeister, der ihm das aufgebrummt hat, solange bis er fertig ist!
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Tuesday, February 3rd 2015, 12:59pm

Noch im Jahre 514


"Du hast eine Menge verpasst!"
Uio schmunzelt, wieso sollte sie ihn auch anders begrüßen. Mit den Armen vor der Brust verschrängt steht sie da und schaut ihn herausfordernd an. "Um das aufzuholen wirst du mal WIEDER meine Hilfe brauchen, Rotfuchs."
"Ähm ja, es war schön und ich freu mich auch, dich zu sehen, Merryl!" sagt Uio lachend und geht auf seine Freundin zu. Ganz ohne Vorwarnung nimmt er sie in die Arme und drückt sie kräftig bevor sie sich mit mürrischem Blick aus seiner Umklammerung befreit. "He Finger weg. Kaum bist du in deiner Heimmat gewesen, glaubst du wohl, du kannst einen einfach so begrabbeln!" bei den Worten muss sogar Merryl jetzt grinsen, denn eigendlich mag sie es, wenn er so nahe bei ihr ist. "Oh ja...schon klar! Ich lass meine dreckigen 8 und halb Finger von dir", scherzt er mit und legt ihr seinen Arm um die Schulter. "Los, sag schon, was war hier los, während ich weg war? Sicher total langweilig und so!"Uio grinst frech.
"Jetzt übertreib mal nicht, der Laden hier läuft auch ohne deine Anwesenheit!"

Lachend gehen die beiden die Gänge der Arcana entlang und Merryl erzählt von der Zeit, in der Uio weg war sowie er ihr einiges erzählt, von dem was er erlebt hat...einiges nicht alles! Das Uio sich in der Unterstadt herumgetrieben hat und seinen Kontakt zu Keeshar hat aufleben lassen sowie die Liebeleien zwischen ihm und Zoe, gehen Merryl nichts an. Er erzählt ihr von den Wochen in Talyra, den Unternehmungen mit Zoe, ja, und von der Geschichte mit Lyall, die sie verflogt hat, davon dass er Nathanael nicht getroffen hat, weil dieser auf eine idiotische Reise gegangen ist und von dem Besuch bei Madame Azra.

Eine ganze Zeit später sitzen sie beide an einem ihrer abgelegenen Lieblingsplätze auf einem kleinen Hügel und sehen schweigend der Sonne beim Untergehen zu. Keiner von beiden sagt etwas und Uio weiss garnicht warum. Aber einige Augenblicke später liegt er auf dem Rücken und Merryl über ihm. Ihre Lippen berühren ihn in junger Leidenschaft, während seine Hände den Weg unter ihrer Tunika suchen...
Das wird wohl eine der Geschichten werden, die er dann bei seinem nächsten Besuch in Talyra nicht erzählen wird. Aber daran denkt der junge Magielehrling nicht...nein nicht eine Sekunde!
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