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Raven

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1

Monday, June 18th 2012, 2:04pm

Fliegengrund und Lumpenmarkt

Der Fliegengrund

Eingepfercht zwischen Handwerkerviertel, dem Sithechacker und der Stadtmauer liegt der Fliegengrund, das ärmliche und heruntergekommene Gängeviertel Talyras, so benannt nach den verwinkelten Gassen und engen, meist ungepflasterten Wegen, die gerade noch Platz für einen kleinen Eselskarren, aber bestimmt nicht mehr für ein Fuhrwerk bieten – Wasserträger versorgen die Menschen hier mit trinkbarem Nass aus den nächstgelegenen Brunnen oder dem Llarelon. Rund um den Lumpenmarkt südlich des Flusses, unweit der Grenzen zum Hafen und jenseits der stinkenden Gerbergruben und Jauchebecken, drängen sich hier hohe, aber windschiefe Häuser, die ihre Fachwerkgiebel oft so weit über die Gassen neigen, dass sie sich fast zu berühren scheinen. In allen Hinterhöfen und auf jedem freien Fleck wuchern Hütten aus Holz, Baracken aus Reisig und Schilfgarben oder Verschläge für Kleinvieh wie Pilze aus dem Boden. Holzstiegen schmal wie Hühnertreppen winden sich durch die Höfe und führen hinauf in höhlenartige Wohnräume, die sich dicht an dicht in den Häusern drängen, Wohnungen über Wohnungen, links und rechts, oben und unten, fast alle eng neben- und ineinander geschachtelt. Die scheußlichste Pestluft aus den Gossen und der Brodem der Gerbergruben erfüllt beißend die engen Höfe, in welchen die Bewohner einander in die Fenster sehen, von denen die wenigsten Scheiben haben, sondern die meisten mit dünnen, fleckigen Tierhäuten verhängt sind. In der Gosse spielen schmutzige Kinder mit noch schmutzigeren Hunden im Dreck, halbverhungerte Katzen streunen auf der Jagd nach fetten Ratten durch die Höfe und überall grunzen halbwilde Fleckschweine herum und wühlen im Unrat. Auch im Fliegengrund und auf dem Lumpenmarkt patrouillieren die Blaumäntel regelmäßig, doch wenn sie es tun sind ihre Hände an den Knüppeln und Kurzschwertern, und ihre Mienen grimmig.

Der Lumpenmarkt

Der Lumpenmarkt ist der einzige größere Platz mit halbwegs freien, unbebauten Flächen im Fliegengrund, doch drängen sich zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang auch hier die Stände und Buden, wenn sie auch nicht hübsch anzusehen sind und meist nur aus ein paar schmutzigen Kisten und Körben, sowie darübergelegten Brettern bestehen. Hauptsächlich werden hier gebrauchte Kleidung und allerlei Stoffreste oder Lederflicken verkauft, doch es gibt auch Flickschuster und Kesselflicker, die ihre Dienste und Waren anbieten, Fettfischer und Reiserjungen, die Feuerholz und Kienspäne verkaufen, Straßenhuren, die hinter jeder Ecke ihre Beine für einen Kupferling breit machen, Krämer und Hausierer der billigen Sorte, Knochenrassler, Barbiere und Rattenfänger. Mitten auf dem Lumpenmarkt steht einer der wenigen Brunnen des Fliegengrunds, die "Tiefe Ada": ein weites, ummauertes Rund, mit einem einfachen Schindeldach geschützt und vollkommen schmucklos, aber mit sechs Schöpfstellen und steinernen Trögen zum Tränken von Vieh oder Waschen allzu schmutziger Finger (oder sonstiger Körperteile) versehen, in die mühsam von Hand das Wasser heraufgeholt werden muss. Im Osten und Westen des Lumpenmarkts, einander direkt gegenüber und durch die Breite des Platzes getrennt liegen auch die einzigen beiden Schenken des Fliegengrunds. Im Westen befindet sich der "Löchrige Eimer", eine billige Wein- und Bierschenke mit schlechter Küche und noch schlechteren Schankmaiden. Dafür aber hat der "Löchrige Eimer" willige Huren und einen Wirt, der gern das ein oder andere kleine, krumme Geschäft erledigt, nämlich den "Fetten Gaugin" - ein teigiger, schmieriger Kerl, der zehn Mäuler zu stopfen hat und mit einer keifenden Alten gestraft ist. Im Osten des Lumpenmarkts liegt der "Schwarze Humpen", ein besseres Gasthaus, aber ohne Huren und mit weniger Tischen - dafür ist es sauberer und wenn man Hammeleintopf bestellt, ist das Fleisch darin auch wirklich Hammel. Die Wirtin des Schwarzen Humpen ist die "Alte Safron", eine runzlige Vettel, aber flink zu Fuß und noch flinker in Gedanken.


NSC's des Fliegengrunds und des Lumpenmarktes

Der Fette Gaugin, Wirt des Löchrigen Eimers, Zuhälter, Hehler und Vater einer grauenhaften Meute dreckiger, verlauster, brutaler Söhne im Alter zwischen sechs und siebzehn
Die einäugige Emma, die Rote Terys, Ladda und die Stumme - Schankmädchen und Dirnen im "Löchrigen Eimer"
Die Alte Safron, Wirtin des "Schwarzen Humpen"
Geschwür-Merri, eine Straßenhure von ungewissem Geschlecht
Der Hundemann, ein stadtbekannter Schläger, hält sich vier bissige, schwarze Hunde, die seinen Hof bewachen
Zaffaraya, eine Wahrsagerin und Seherin völlig unbekannter Herkunft, die gelegentlich ihre Dienste am Lumpenmarkt feilbietet
Graukatze, eine berühmte Rattenfängerin, die beste ihrer Zunft, gerade einmal vierzehn Sommer alt und unter ihrem ganzen Dreck und den Lumpenkleidern vermutlich sehr hübsch
Gralean Rotzahn, ein stadtbekannter Kesselflicker und fürchterliches Klatschmaul, mal auf dem Lumpenmarkt, mal auf dem Marktplatz anzutreffen
Arron Mauersegler, ein zwölfjähriger Bengel und Anführer des Rattenpacks, einer fast zwanzigköpfigen Bande von Kindern jeden Alters, die sich für die Beschützer und Wächter des Fliegengrunds halten, allesamt irgendwann einmal Blaumäntel, berühmte Ritter, Räuberhauptmann oder mindestens Wächter im Pfirsich werden wollen und ihr Auskommen einstweilen mit Rattenfang, Botengängen und "Wachdiensten" bestreiten

Atevora

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Sunday, December 16th 2012, 10:57pm

21. Langschnee - Jultag




Die Zeit ist wieder einmal mit rasenden Schritten vergangen, und schneller, viel schneller als sie es ahnte, war er heran, der Festtag den vor allem die, zumindest die meisten von ihnen, Kinder jedes Jahr voller Ungeduld herbeisehnen: Mitwinter.
Hier in Talyra wird das Fest natürlich ebenfalls gefeiert, und wie jedes Jahr sind auch heuer die Straßen wieder festlich mit Wintergrün, Ilex, allerhand roten roten Beeren, sowie Fichten- und Tannenzweigen, oder Buchsbaum geschmückt um etwas Farbe und Grün in die sonst so eintönig weiß bedeckte, stille Winterwelt zu zaubern. Wer nicht gut acht gibt findet sich sogar unverhofft unter einem der oft versteckt hängenden Mistelzweige wieder, wo so manch Fräulein von einem listigen Knaben, und umgekehrt, ein kleines Küsschen entlockt wird. Die im übrigen Winter eher ruhigen Straßen pulsierten die letzten Wochen nur so vom Leben vieler Besucher, die von der Pracht und dem bunten Angebot auf Talyras weithin bekannten Märkten in der Vor-Jul-Zeit angezogen wurden. Aber auch die Einheimischen werden allzeit aus den Häusern und warmen Stuben auf die verschneiten Straßen gelockt. Die Tausendwinkelgassen sind für ihr buntes Treiben dieser Wochen besonders berüchtigt und bekannt und versprechen ein ganz spezielles unvergessliches Erlebnis, wenn die dortigen Magier mit allerhand kleinen und großen Kunststücken Kinder - die mit kleinen schwebenden, magischen Lichtern fangen spielen - und Passanten gleichermaßen erfreuen, und nahezu überall steigt einem der herrliche Duft von süßem Gewürzwein, schmackhaften Keksen und Honiggebäck, oder gerösteten Kastanien in die Nase.
Heute sind die Straßen im Vergleich zu den letzten Tagen etwas ruhiger geworden. Viele haben sich in den Schutz ihrer Häuser zurückgezogen um den Tag im engsten Kreis ihrer Familien und Freude zu verbringen. Sie schmücken das Haus, Kochen und richten alles für die Feierlichkeiten am Abend her.
Nicht so Atevora.

Es ist kalt, aus dicken Wolken verhangenem Himmel schweben unzählige weiße, weiche Schneeflocken zu Boden. Einige von ihnen verfangen sich in der Magierin Haaren von denen sie sich farblich kaum abheben. Trotz dessen der Wind kaum bläst, und es längst nicht so bitterkalt ist wie noch einige Tage zuvor, steht die Magierin verfroren im aufgewühlten Schnee wo sie ein wenig mit ihren von der Kälte bereits tauben Zehen wackelt. Normalerweise kommt sie mit Eiseskälte sehr gut zu Rande, doch sie war heute schon lange im Freien und ihr Körper hatte nicht nur deshalb mittlerweile einige Probleme genügend Energie aufzubringen um sich warm zu halten. Ein weiterer Grund für ihr Frieren war vor Allem, dass sie die letzte Nacht zu ihrem Bedauern vorüber war, bevor sie die Zeit fand zu schlafen.

Die letzten Wochen hatten generell wenig besinnliches, oder vorjulfestliches für sie an sich, denn sie hatte mit ihren Befürchtungen recht behalten. Immer wieder geriet Ronan aufs Neue ins Fadenkreuz absonderlicher Ereignisse und Vorkommnisse, oder Anschuldigung. Eine absurder und Haarsträubender als die Andere. Einige Geschehnisse, Anklagen und Anschuldigungen ließen sich rasch erklären, in Wohlgefallen auflösen und als nichtig zerschlagen, andere bedurften etwas mehr Nachforschungen um seinen Kopf aus einer ausgelegten Schlinge wieder herauszuziehen. Atevora war aufgrund dieser Geschehnisse weit öfters in der Steinfaust zu Gast um ihrem Kumpan wegen irgend einer neuerlichen Beschuldigung anhand von recherchierten Beweisen und Zeugen zu entlasten, als es ihr lieb war und noch öfter musste sie in eine alte Rolle zurückkehren, die sie langsam aber sicher lieber endgültig hinter sich ließe. Die weiße Mistress war zurückgekehrt und trieb in den dunklen Winkeln und verkommenen Ecken Talyras wieder ihr Unwesen. Ihre Informationsquellen sind noch immer in Takt und flüstern unaufhörlich von den Vorgängen in der Stadt. Auch viele kleine Rechnungen und Gefälligkeiten sind bei Manchen immer noch ausständig und gut zum einfordern. So wurden auch alte Kontakte bemüht und erneuert, Personen bestochen, erpresst, oder bedroht und der Übeltäter schlussendlich endgültig entlarvt. Sie hätte genügend belastendes Material und Beweise besessen um damit zur Stadtwache zu gehen, und das Ungemach durch die Bahnen des Gesetzes beseitigen zu lassen - zumindest theoretisch. Doch die Magierin legte noch immer nicht viel Vertrauen in das Gesetz und deren Erfüllungsgehilfen. Zum Ende hin wäre sie noch selbst in einem Verhör gelandet und in Erklärungsnot geraten, wie sie an die aufgeschlüsselten Informationen überhaupt gelangte. Sie hätte dem Unhold natürlich auch eine Falle stellen und ihn auf diese Weise in die Arme der Steinfaust treiben können, und obwohl dies sogar ihrer üblichen Vorgehensweise entspricht, und sie das überwältigen eines Gegenspielers, das Fesseln, Einkerkern und zuweilen auch ermorden desselben bestenfalls anderen und sogar vorzugsweise dem Gesetz selbst überlässt, diese Angelegenheit nahm sie zu persönlich, nicht zuletzt weil die letzten intriganten Ereignisse auch sie selbst zum Ziel hatten.
Diese Nacht saß er schließlich vor ihr, der Übeltäter und er war nicht nur geknebelt sondern auch an einem robusten Stuhl festgebunden. Gelangweilt verharrte sie vor ihm in einer stillen Hocke umgeben vom Gestank der Kanalisation und wartete darauf, dass ihr unfreiwilliger Gast aus den Traumnebel erwacht in den sie ihn etwas über eine Stunde zuvor mit einem vergifteten Wurfmesser geschickt hatte. Nur langsam regte er sich, legte den Kopf schwer zur Seite der wunden Schulter. Die Magierin erhebt sich langsam. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht die Verletzung zu verarzten, nur von ihren Helfern festbinden lassen und die Blutung hatte sie gestillt, damit ihr das elende Schwein nicht womöglich, wider erwarten, zu früh wegstirbt, denn sie hatte einen speziellen Plan, oder eher einen ganz bestimmten Ort für sein endgültiges dahinscheiden ersonnen. Nun waren es wohl die Schmerzen, die den Mann als erstes zurück in die Gegenwart holten. Träge öffnete er die Augen und blinzelte zweimal, bevor er endlich zu sich kam, sich seiner Situation gewahr wurde und sich seine Augen vor Entsetzen weit öffneten. Vermutlich hätte er Geschrien, womöglich sogar um Gnade gefleht, oder mit silberner Zunge mit dem zierlichen Schreckgespenst mit Maske und grauweißer Gewandung vor sich um sein Leben gehandelt, doch der Knebel in seinem Mund nahm ihm die Möglichkeit dazu. So drangen nur ein Wimmern und erstickte, dumpfe Laute durch den Stoff, denen es aber nicht gelang sich über das Gurgeln und Schmatzen der zäh dahinfließenden Brühe in den Kloaken, oder dem Quietschen der fetten Ratten in seinem Rücken zu erheben und an der weißen Mistress Ohr zu dringen. Ein maliziöses Schmunzeln umspielte hart und bitter der Magierin Lippen, als sie die Maske abnahm und es vertiefte sich sogar noch, als sich des Geknebelten Augen sogar noch ein Stück weiteten, da er sie erkannte und auch den Grund weshalb er hier saß. Langsam tat die Shin einen Schritt näher, beugte sich zu dem Unglücklichen herab und hauchte im fast zärtlich ins Ohr: „Ich fürchte du wirst es niemandem mehr erzählen können. Du hättest wirklich besser mit jemand anderes Spielen sollen.“ Dann richtet sie sich wieder auf und stellte mit frostiger Stimme fest: „Es heißt Gleiches gesellt sich gern. Swilta ubils!*.“ Mit einem festen Tritt gegen den Stuhl kippte selbiger samt seiner daran festgebundenen menschlichen Fracht nach hinten, und wurde sofort von der braunen Brühe beinahe vollständig verschluckt. Niemand treibt solche Spielchen mit meinen Freunden und kommt ungeschoren davon. Einige Augenblicke betrachtete die Magierin noch wie einige Blasen in dem Gemisch aus Unrat, Pisse und Kot zwischen dem Holz der Stuhllehne aufstiegen und die letzten Atemzüge des Sterbenden markierten, während er langsam fort geschwemmt wurde. Schade um den Stuhl.
Zwei Minuten später war sie zurück in ihrer Wohnung, schlüpfte aus den von der Kloakenluft stinkenden Gewändern und gab sich einem wohltuendem Bad hin um ihn sich den Gestank aus den Haaren und von der Haut und später mit dem Badewasser auch aus den Kleidern zu waschen. Als sie damit fertig war, begann es draußen bereits zu dämmern. Sie gönnte sich noch den Luxus eines ausgiebigen Frühstückes, kleidete sich warm an und verließ dann in den frühen Stunden des erwachenden Tages das Haus, denn es gab viel vorzubereiten.

Glücklicher Weise entdecken an diesem Tag nicht nur viele ihren sonst weniger ausgeprägten Familiensinn, sondern auch ihr Pflichtbewusstsein, neue Anteilnahme, oder schlicht ihr schlechtes Gewissen. Darum gab es die letzten Tage weit mehr Spenden und heute zur Ausnahme sogar genügend Helfer, und diese wurden auch dringend benötigt um alles für die Armenspeisung vorzubereiten. Atevora hat die letzten Tage übrigens nicht nur damit zugebracht einen Unhold aufzuspüren und zu beseitigen der es sich zu seinem Bedauern zum Ziel gesetzt hatte einem ihrer Freunde das Leben unerträglich zu machen. Sie hatte natürlich auch ihre eigenen normalen Geschäfte und Erledigungen am Laufen zu halten und einige organisatorische Aufgaben abzuwickeln. Die letzten Tage hat sie bei entsprechenden Händlern auch größere Mägen an Nüssen, Trocken und Zitrusfrüchten erstanden und auch zwei Backstuben mit einem großen Auftrag ausgelastet und an diesem Morgen alles auf einen Karren geladen und zum Fliegengrund transportiert, wo das erworbene mit der tatkräftigen Unterstützung spontan wohltätiger Mitbürger in Portionen aufgeteilt und in kleine Juttesäckchen gefüllt wurde.

Nun verteilte Atevora gekleidet ganz in weiß, mit künstlichen Engelsflügelchen aus Gänsefedern und einem fluffigen Haarkrantz aus Daunen und Watte schon einige Zeit in frostiger Kälte die kleine Gabe an die Kinder im Fliegengrund. Es hatte sich inzwischen auch eine kleine Traube an in Lumpen gepackten Kindern mit ihren nicht besser, oder sogar noch schlechter bekleideten Eltern gebildet und Atevora lächelt sanftmütig in manch scheues, oder neugieriges Gesicht und erfreut sich am Glänzen in den Augen der Kinder, wenn sie ihnen ein Juttesäckchen überreicht. So manch süße Szene hat sich heute schon ereignet, die in der Magiern langsam etwas regte, eine seltsame Wärme und ein Wohlgefallen, und das obwohl ihr eigentlich so schrecklich kalt ist. Vorhin bei den Waisenkindern deutete ein kleiner Junge sie sollte sich zu ihm herab beugen. Jovial sank Atevora in die Hocke, und der kleine Mann flüsterte ihr daraufhin verschwörerisch is Ohr, sie sähe mit dem Lächeln noch viel hübscher aus als sonst. Ein anderes Kind hat der Magierin, ein kleines braunlockiges Mädchen hat mit ihren kleinen Händen über der Shin die weiße Wange gestrichen um zu überprüfen ob sie wirklich echt ist, und sie dann einfach umarmt. Das süße Lächeln und die glockenhelle Stimme der Kleinen gehen der Magierin schon seit einiger Zeit nicht mehr aus den Sinn. Sie würde es niemals offen zugeben, doch es würde sie erfreuen, könnte sie das liebliche Stimmchen noch einmal hören.
Und wieder übergibt die heute nicht ganz so eisige Maid einem Kind einen kleinen Juttesack mit Milchbrot, Nüssen und und übrigen Nascherein darin, als sie am Rande der kleinen Traube einen Jungen mit aschbraunem Haar und unzäligen kleinen Sommersprossen auf der Nase an der Hand seiner Mutter entdeckt, der stehen geblieben ist und neugierig zu Atevora schaut. Seine Füße sind bloß in Lumpenstiefel gehüllt und seine Kleidung macht nicht den Eindruck, als würde sie den Winter noch einigermaßen überstehen, geschweige denn ausreichend wärmen. >“Mama, ist das eine Seharim?“< Fragt zu seiner Mutter hochschauend. Sein Vormund antwortet ihm ein wenig patzig und schleift in dann weiter an Atevora und der Armenspeisung vorbei. Es gibt auch im Fliegengrund Familien die nicht um Hilfe bitten und zu stolz sind um Almosen anzunehmen, oder zu den Armenspeisungen zu gehen, ganz egal wie arm sie sind, oder wie dreckig es ihnen geht. Das war eine davon. Atevora hat aber auch bei diesen Familien noch etwas spezielles vor, sie hatte die letzten Wochen dafür auch einige Energien aufgewendet um herauszufinden wer diese Familien sind und wo sie wohnen. >“Sag brav danke Eni.“< Ertönt eine angenehm tiefe, aber bereits altersbeschlagene, männliche Stimme vor ihr und lässt Atevoras Aufmerksamkeit zu dem Kind zurückkehren dem sie soeben die kleine Gabe überreicht hat. Dem Aussehen nach zu urteilen ist der Mann wohl des Jungen Großvater, aber sicher sein kann sie sich hier nicht. Ein Leben in Armut zehrt den Körper aus, die Jahre liegen schwerer auf die Schultern und lassen den Menschen oft schneller altern. Der Junge bedankt sich wie geheißen artig und die Beiden ziehen sich wieder zurück.

Es mag etwa vier Stunden nach Mittag sein, als Atevora alle Geschenke verteilt hat und die letzten Hinweise auf die große Speisung weggeräumt sind. Die Magierin bedankt sich noch höflich bei den letzten eisernen Helfern und wünscht ihnen floskelhaft noch ein besinnliches und schönes Fest mit ihren Liebsten. Ihr wird selbiges gewunschen, und sie lässt die durchaus herzlich gemeinten Worte widerstandslos über sich ergehen, obwohl ihr Abend sicher ganz anders aussehen wird als ihn im Kreise von Freunden, oder Familie zu verbringen. Sie selbst ist nämlich zu keiner Julfeier geladen worden, aber sie wird ganz sicher nicht alleine in ihrer Wohnung sitzen und Krampfhaft den restlichen Festtag ignorieren, oder bekümmert Trübsal blasen und weinerlich in Selbstmitleid zerfließen.


*stirb schlecht!

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Atevora

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Tuesday, December 18th 2012, 11:45pm

21. Langschnee – Jultag. Nachts.



Die Magierin hatte sich vom Fliegengrund aus direkt zu dem kleinen Anwesen in der Nähe des Marktplatzes begeben, wo sich auch die Stallungen befinden in denen Harm untergestellt ist, um dort alles für ihre nächtliche Aktion herzurichten. Sie hatte von ihrer fleißigen Rattenbande, und aus anderen mitteilungsfreudigen Quellen Informationen zusammentragen lassen, Beobachtungen, Gerüchte, zur finanziellen Lage einiger Bürger. Sie hatte die Informationen überprüft und einzelne Leute sogar ob ihrer Wünsche und Nöte belauschen und unbemerkt aushorchen lassen und alles fein säuberlich sortiert und zusammengeschrieben. Sie weiß von der kleinen Familie die sie heute bei der Armenspreisung vorbeigehen sah, ihrer Lage und auch davon, dass sich der kleine Junge, wie auch die Mutter sich für ihn, warme Stiefelchen wünschte, damit ihm nicht immer so kalt den Zehen war, oder von einer alten Frau, die inzwischen schon lange ihre gesamte Einrichtung verheizt hatte und nur noch auf einem Strohsack am Boden schlief, da sie sich weder Kohle noch Holz, oder zusätzliche warme Decken, oder etwas vernünftiges zu Essen leisten konnte und mittlerweile so schwach auf den Beinen war, dass sie die Distanz zur Armenspeisung vermutlich nicht mehr alleine überwunden hätte, selbst wenn sie es gewollt hätte. Es gibt in der gesamten Stadt einige von diesen Leuten, die Hilfe dringend benötigen würden, doch zu ihrer eigenen, oder ihrer Kinder Leidwesen zu Stolz sind um welche anzunehmen.
Es wäre vermessen zu behaupten Atevora würde nun von all diesen Seelen in der Stadt wissen, doch von einigen hat sie die letzten Wochen erfahren und beschlossen, jene dieser Tags einfach zu etwas Glück zu zwingen.
Es war bereits dunkel, als sie damit fertig war alles ihren Aufzeichnungen und Informationen gemäß vorzubereiten, und dennoch noch viel zu früh. Sie holte also ihren Hund beim freundlichen Schneidermeister unter ihrer Wohnung ab, und gönnte sich endlich den Luxus einer Mahlzeit, sowie etwas Ruhe. Erst als die meisten Bewohner der Stadt bereits in ihren Betten lagen und selig dösten, brach die Magierin wieder in die Kälte hinaus auf um einen bereitgestellten Karren zu beladen und Harm davor zu schirren.

Inzwischen ist es tiefste, sternenklare, kalte Nacht und die Straßen liegt beinahe wie in der Zeit erstarrt vor ihr. Der Schneefall hat inne gehalten und klirrende Kälte kriecht mit frostigen Fingern beharrlich durch Atevoras Kleidung. Mit jedem Atemzug hinterlässt die Magierin kleine Wölkchen in der Luft die vom scharf bezahnten, eisigen Winterwind rasch verweht werden.
Der Schnee knarzt und knirscht laut unter ihren Sohlen, unterdessen sie, stoisch ihren grauen Akergaul hinter sich herführend, über die verschneite Straße stapft. Trotz der Kälte schnaubt ihr treues Pferdchen zufrieden und folgt ihr und Shafir willig den beladenen Karren hinter sich herziehend durch das Straßenlabyrinth in Richtung der Gossen Talyras.
Einige Male muss die Magierin den Wallach zusammen mit ihrem Hund zurücklassen, und die entsprechende Fracht das letzte Stück alleine tragen, da das Gespann, selbst das Pferd ganz ohne Karren, einfach zu ausladend wäre für die engen Gänge, zwischen den dicht gedrängten baufälligen Häusern.Die ungepflasterten Passagen sind an manchen Stellen so schmal, dass man meinen könnte, dass diese selbst den Tausendwinkelgassen Konkurrenz machen wollten, und die über die Straße geneigten schäbigen Wohngebäude unterstützen diesen Eindruck auch noch.

Als der Morgen graut steht vor jedem Haus auf ihrer Liste ein kleiner Korb voll mit kleinen Gaben für dessen Bewohner, und jeder ist ein klein wenig anders bestückt.

Atevora

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Sunday, February 9th 2014, 12:37pm

Rückblick: Was im Nebelmond 513 geschah...


Der Abend zeigte sich in düsteren Grautönen, und die Nacht würde bald über das Firmament kriechen. Die letzte Gelegenheit war am verstreichen, dass der Tag die Wolkendecke durchbrechen und, wenn auch nur für einen kurzen Moment, die durchgängige Dämmerstunde hätte unterbrechen können. Doch wen kümmert schon das nasskalte Wetter, der sich bald im trockenen Innenraum eines Gebäudes befindet und weit wichtigeres zu bedenken und zu besprechen hat?

Die Magierin hatte eine Einladung zu einem Treffen ausgeschrieben. Nungut, womöglich war es vielmehr eine Weisung zum Anwesenheitswunsch. Nun saß ihr „Gast“ ganz alleine an einem kleinen Tisch im Hinterzimmer des Schwarzen Humpens und wartete mit zunehmender Unruhe auf das Erscheinen der Shin. Die Überraschung war in ihrem Gesicht förmlich abzulesen, als diese gleich direkt im Raum mitsamt ihrem Leibwächter aus dem magischen Gewirr trat. Das Wohlbefinden steigerte sich beim Anblick Venditius nicht, denn wie immer zeigte der Narg eine missmutige Miene. Er verachtete die Reisen auf diese Weise, doch er beschwerte sich nicht weiter, denn er ist ein äußerst praktisch denkendes Naturell, und da ihm das bereits Wochen andauernde grausige Wetter ein Gräuel war und nicht unnötig lange durch die stinkenden morastigen Straßen des Fliegengrundes zu stapfen gedachte, gab er diesem Übel dem Anderen eindeutig den Vorzug. Die Dame von durchschnittlicher Größe, einer statur die weder zu dünn oder zu Dick beschrieben werden kann und vermutlich Mitte Dreißig ist, steht zur Begrüßung auf. Ihr Name ist Darleen Mercant und sie ist die Frau eines äußerst reichen Kaufmannes, und musste vor Jahren Atevoras Dienste in Anspruch nehmen um ein entwendetes Schmuckstück wieder zu erlangen und somit ihre Ehe und ganz besonders ihren vornehmen Lebensstil zu retten. Sie hatte sich gemäß ihres sonstigen Auftretens eindeutig reichlich Mühe gegeben etwas provinzialer zu erscheinen und hatte gewiss ihr schäbigstes und abgetragenstes Kleid für dieses Etablissement gewählt, und dennoch wirkte ihre Erscheinung für diese Gegend zu edel und sie selbst zu adrett ausstaffiert.
„Es freut mich, dass ihr meiner Einladung nachgekommen seid, Miss Merchant. Wie ist das werte Befinden an diesem trüben Tag?“
Eröffnet Atevora das Gespräch, während ihr Gegenüber zur Begrüßung aufsteht und ihr Leibwächter an die Tür tritt und diese mit starkem Ruck aufreißt. Jäh wird die Tür mit einem dumpfen Geräusch aufgehalten, und es ertönt ein schmerzvolles Gejammer, das sich entfernt. Der Narg schmunzelt zufrieden mit einer leicht boshaften Beinote, schließt die Tür wieder und stellt sich wie eine unüberwindbare Mauer mit verschränkten Armen neben den Eingang. Es war klar, dass sich Darleen Mercant nicht allein in diesen Stadtteil vorwagt, doch ein neugieriges Ohr an der Tür wird die Magierin nicht dulden, und Venditius hat soeben erfolgreich einen Lauschangriff unterbunden. Dank seines ausgezeichneten Gehörs wird es auch keinem gelingen einen neuen Anlauf zu starten. Unfroh verzieht die hohe Dame den Mund, und zeigt sich über die Vorgänge und der Frage zu ihrem Wohlbefinden nicht besonders erfreut. <<“Es könnte besser sein, sowohl die Laune als auch das Wetter.“>> Sie versucht nicht einmal die Frage zurückzugeben, denn sie ahnt ganz genau wozu dieses Treffen hier dient, und dieses Spiel von Anstand ist ihr im Moment außerordentlich zu wider. Doch noch hält sie ihre eiserne Erziehung und Geduld zurück, und sie zwingt sich diese, ihrer Empfindung nach, Tortur mitzuspielen.
„Ja, da habt ihr Recht, das Wetter könnte sich tatsächlich gütiger zeigen. Ich habe gehört, ihr werdet nun öfters von dem hiesigen Adel geladen und habt neuerdings die Jagd für euch entdeckt?“
<<“Das ist richtig. Doch, mit Verlaub, ich gehe doch Recht in der Annahme, dass ihr mir nicht nahe gelegt habt eine Unterredung mit mir hier“ In ihrer Stimme schwingt bei dem Wörtchen 'hier' eindeutige Abscheu mit, und ihre Haltung und ihr Gesichtsausdruck verpassen ihren harten und scharfen gezeichneten Gesichtszügen eine rigorose und unsympathische Beinote. <<„zu wünschen, weil ihr seichte Gespräche über meine Befindlichkeiten, oder meine Freizeitbeschäftigungen führen wollt?“>> Obwohl es eine Frage war, klang es eher wie eine Feststellung.
„Zum Teil richtig.“ Die Magierin schmunzelt kühl, und ihr Gegenüber schenkt ihr einen leicht irritierten Blick. „Nungut, dann eben keine leichte Konversation und auf zum wesentlichen.“ Wenn sie ehrlich ist, ist ihr das auf diese Weise ohnehin lieber. „Ich habe Euch damals verlässlich aus Eurer misslichen Lage geholfen und euch Euer Schmuckstück wiederbeschafft. Wie ihr wisst, bin ich preislich sehr entgegen gekommen, und ihr erinnert euch sicherlich noch an unsere Vereinbarung diesbezüglich, nicht?“
Wortlos und langsam lässt sich ihr Gegenüber auf den Sessel zurück gleiten lässt. Was Darleen geahnt und befürchtet hatte sich also bestätigt, und dennoch zeigt sich ob dieser Erkenntnis auf ihren Zügen ein Anflug von Fassungslosigkeit, oder Erschrecken, doch so genau vermag die Magierin das Stimmungsgemisch nicht zu deuten. „Ich schätze es ist an der Zeit den ausständigen Gefallen einzufordern.“

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Atevora

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Sunday, February 16th 2014, 9:13pm


Rückblick: Was im Silberweiß 514 geschah...


Es ist ein trüber Tag von vielen in diesem Winter. Zur Ausnahme sind dieses Mal jedoch die Dächer der Häuser mit verräterischem Weiß überzogen, das anzeigt, dass es des Nachts geschneit haben musste. Freilich musste es so sein, denn am frühen Morgen vor der Haustür, sogar auf den Straßen war ein wenige Finger Breiter Schleier, und auf den freien Flächen die im Sommer mit üppigem Grün von saftigen Gräsern bedeckt ist, zeigt sich ebenfalls noch immer das Weiß, als hätte jemand die Flächen üppig mit klebrigen Puderzucker bestreut. Hier in den ungepflasterten Straßen und engen Gassen des Armenviertels hat sich der Boden allerdings nur in eine morastige matschige übelriechende Masse verwandelt. Gerade hier in diesem verwahrlosten Winkel der Stadt in dem manch armes Gezücht kreucht und fleucht, oder Zuflucht sucht bevor es mitunter den Abstieg in die Dunkelheit der Unterstadt vollzieht, hofft so mancher auf den ausbleibenden Frost wie er ihn gleichermaßen fürchtet. Er wird herbeigesehnt, da er die ungepflasterten Straßen erstarren lässt und mit ihnen den allgegenwärtigen Gestank des Unrates gebunden hält, und fürchten, da viele nicht wüssten womit sie ihre windigen schiefen Verschläge heizen sollten um nicht zu frieren.

Wie so oft kämpft Atevora auch heute ihren Ekel zurückzudrängen und nicht daran zu denken welch Unrat sich buchstäblich an ihre Fersen heftet, oder langsam beginnt durch die nähte ihrer Stiefel zu sickern. Unter Venditius wachsamen Augen hilft sie bei der Speisung am Lumpenmarkt und verteilt die Portionen an die Bedürftigen. Sie lächelt, zeichnet Milde auf ihre Züge, lässt sich in kleine Gespräche verwickeln in denen sie dem Kummer der Leute lauscht der ihr genaugenommen vollkommen gleichgültig ist, oder sich gelegentlich sogar betatschen. Einem schmutzigen Kind das sehr freundlich und artig im Beisein seines in Lumpen gekleidetem Vater nach einem zweiten schumpeligen Winterapfel bittet, schlägt sie den Wunsch nicht aus, lässt sich sogar von ihm umarmen und wuschelt dem jungen Bub, der nicht älter sein kann als fünf Jahresläufe, durch sein zerzaustes braunes Haar. Dann tritt eine Person an sie heran. Es ist ein Bote der ihr ein Schreiben überreicht. Kein Absender, keine Unterschrift, doch die Handschrift ist eindeutig: Das Schreiben stammt von Darleen Mercant. Geschrieben steht die Zusage dieser anonymen Spende sowie, dass sie für die Speisung genutzt werden soll, und einige Silberstücke liegen dem Kuvert bei. Die Magierin ahnt jedoch, dass sich dahinter mehr verbergen muss und zieht sich mit dem Vorwand dies sofort im Spendenbuch vermerken zu müssen in den Verhau zurück der einst Tanes Unterkunft war. Er lebte hier bevor er seine Wohnstatt im Pfirsich bezog. Atevora hatte das, ihrer Wertung nach abbruchreife Haus gleich gänzlich gemietet, und es dient nun als Lager, Küche und kurzzeitige Einsatzzentrale für die Armenspeisungen die nur wenige Schritt entfernt am Lumpenmarkt abgehalten wird. Die freiwilligen Helfer im Inneren sind in der Küche eifrig beschäftigt auf das Feuer zu achten mit dem einige große Töpfe und Kessel beheizt werden, oder beständig die benutzten Teller und Schüsseln, und Essbestecke abzuwaschen. Atevora wechselt mit den Personen einige freundliche Worte, nimmt sich ein Hölzchen, bringt es am Feuer zum glimmen und geht weiter in die hintere Kammer, in der nur Kerzen, ein schwerer Tisch mit verschließbarer Lade und ein Stuhl zu finden sind. Mit dem brennenden Hölzchen entzündet sie eine der Kerzen und hält den Brief in den warmen Luftstrom. Und tatsächlich, überall dort wo die Hitze das Blatt küsst, tritt braun auf der Rückseite des Zettels eine weitere Botschaft hervor. Kurz und bündig erklärt Darleen darin, dass sie alles nach Atevoras Wünschen in die Wege geleitet hat.
Sie schildert dabei in Stichworten wie sie vorging, und an wem an den Kampfgruben sie Kontakt aufnehmen ließ, um ihre Wünsche nach einer Speziellen Jagdbeute zu deponieren. Die Magierin schmunzelt zufrieden, und verbrennt den Brief. Dann nimmt sie das Spendenbuch aus der Lade und vermerkt, so wie es sich gehört, sorgfältig die anonyme Spende darin.