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Atevora

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16

Saturday, November 17th 2012, 3:39pm

Anfang Blätterfall 512


Sie folgt Erle nach in die Arbeitskammer der Buchmaler und es ist ein weißer Haarschopf der ihr als erstes in den Blick fällt. Njucon, ihre Begleitung vom Blumenball, die ihr nur eine ungünstige Situation mit Borgil und Azra beschert hatte und sie dann auch noch allein am Ball stehen ließ.
Ein Edelmann hätte ihr persönlich die bedauernswerte Nachricht überbracht, dass er aufbrechen müsse, und sie nicht einfach ohne ein Wort auf der gesellschaftlichen Veranstaltung stehen lassen. Dem Kutscher hat er die Nachricht zugesteckt, nur dem Kutscher und nicht ihr, seiner Begleitung. Einen kurzen Augenblick flammt wieder der Wunsch in für diese Frechheit augenblicklich in mehrere kleine mundgerechte Scheiben zu schneiden, aber der Impuls ist schneller verflogen, als Njucon benötigt sich von seinen Gedanken, die sich offenbar gerade mit etwas ganz anderem beschäftigen als der Wahrnehmung seines Umfeldes, aufzutauchen und den Blick zu heben. Innerlich meldet sich der Hauch boshafter Genugtuung als sie die kurze unleugbare Verblüffung und das Unbehagen auf Njucons Gesicht entdeckt als er sie wiedererkennt. Er nutzt die Zeit in der die anderen Anwesenden Atevora einen Gruß entgegenbringen damit seine Haltung und den ihr wohlbekannten Gestus wiederzufinden.

Sie selbst wusste, dass er hier arbeitet und dass die Gefahr besteht ihm zu begegnen, und doch hat sie gehofft nicht mit diesem Charmeur konfrontiert zu werden. Sie hatte allerdings, entgegen dem pinselschwingenden Jägersmann Zeit sich auf die bestehende Möglichkeit eines Aufeinandertreffens gedanklich vorzubereiten. Aus diesem Grund zeigt sich, während Erle sie einander vorstellt, auf Atevoras Lippen ein undurchsichtiges kleines Lächeln, das von sachter Offenheit bishin zu einem unausgesprochenem „ja rede du nur, du wandelnde Pestilenz“ reichen kann. Der Magierin nichtssagendes kleines Schmunzeln bleibt unbewegt und unverändert unterdessen sich Njucon erhebt und erwähnt, dass sie sich bereits kennen. Erle lässt sie daraufhin nur einen knappen Seitenblick zukommen, der ihn dank der Magierin Maske auch gleich richtig zu deuten scheint. Ein leicht malizöses, wissendes Grinen schleicht sich augenblicklich auf seine Lippen. Ja, ganz Recht: ein interessantes wiedersehen, interessant wie unerfreulich zugleich.
Njucon, offenbar wieder voll in seiner Rolle, dass jemand unbedarftes tatsächlich meinen könnte er wäre ein charmanter Edelmann mit Manieren, richtet das Wort an Atevora. >>"Lady Shin, es tut gut, Euch Gesund und wohlbehalten zu sehen."<<
„Dem kann ich nur Beipflichten, habt dank.“ Eine sehr freundliche Antwort wie es scheint, ist es doch üblich die Aussage folgendermaßen zu deuten: ja sie gibt selbes zurück, es tut ebenfalls gut ihn Gesund und wohlbehalten zu sehen. In diesem speziellen Fall gibt sie ihm allerdings nur im vollem Umfang Recht mit seiner Aussage und nichts darüber hinaus.
Erle, der schlaue Geist, muss plötzlich kurz husten, und er verabschiedet sich, sichtlich amüsiert, da ihm angeblich gerade eingefallen sei, dass er ein Buch noch an seinen Platz zurückstellen müsse, und er murmelt beim schließen der Tür noch einige andere Dinge die noch zu erledigen sind in seinen nicht vorhandenen Bart.
Einen Augenblick sieht sie dem Advokaten nach und als sie die Aufmerksamkeit wieder auf Njucon richtet, steht dieser direkt bereits vor ihr, sodass sie ihren Kopf in den Nacken legen muss um dem Mann in die Augen zu blicken. „Aber bitte lasst uns doch das Geplänkel auf ein Mindestmaß begrenzen und zum Wesentlichen, dem Geschäftlichen kommen. An welchen der Anwesenden Künstler dürfte ich mich hierzu wenden?“ Noch immer ist ihr scheinbar freundliches Lächeln präsent.
>" Ich bin grade mit einer Arbeit fertig, setzt Euch doch."<
Atevora setzt sich auf den ihr angebotenen Sessel und beobachtet den rotäugigen Frauenherzensbrecher genau. Falls ihm die gesamte Situation unangenehm ist, dann spielt er sein sein Stück perfekt, denn es ist ihm nicht mehr anzumerken.
>"Wie kann ich Euch zu Diensten sein?"< Meint er schließlich, als er es sich ebenfalls wieder auf seinen Platz begeben hat. „Ich beabsichtige eine Buchmalerarbeit von 4 x 4 Bildern in Auftrag zu geben, und wüsche vorab einen Voranschlag zu den Kosten.“ Atevora holt die in punziertes, welches Leder gehüllten Bücher hervor, deren Inhalt mit den Bildwerken aufgehüscht werden soll. „In den Büchern sind jeweils 4 Seiten leer. Diese sollen mit einer seitenfüllenden Illustration zum nebenher niedergeschriebenen Text versehen werden. Ich habe in einem der Bücher an den entsprechenden Stellen ein Blatt mit einem kurzen Exzerpt oder Anmerkungen zum Textinhalt beigefügt. In jedes Buch sollen die selben Bilder kommen und sie sollen mit dem bereits vorhandenem Zierwerk im Buch harmonieren, und möglichst alle im selben Stil, also vom selben Buchmaler stammen. Wichtig ist meinem Klienten eine verlässliche Fertigstellung spätestens bis Ende Langschnee.“

Njucon

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17

Monday, November 19th 2012, 9:27pm

Dem Blick und auch den Worten, die Lady Shin ihm entgegen bringt, nimmt er zur Kenntnis und deutet es, auch wenn diese Lady sich gern durch Sprache und anderen Gegebenheiten abheben möchte, als etwas, was sie mit den meisten weiblichen Wesen gemeinsam hat...Hüte dich davor, auch nur einen kleinsten Fehler zu machen ...Frauen, da sind sie alle gleich!
Njucon schmunzelt innerlich. Ja, diese Spielchen liebst du Shin! Genasuso wie du es genossen hast, am Blumenball dich auf meine Seite zu schlagen und gegen Borgil und seine Frau anzutreten. Hat er wirklich etwas Anderes erwartet. Njucon überlegt einen Augenblick, als sie und Erle einen mehr als verschwörerischen wissenden Blick austauchen. Nein, nicht wirklich. Kommt er schnell zum dem Schluß. Frauen wollen nicht das MANN einen Fehler macht, sei er auch auch noch so klein. Egal welche Gegebenheiten dahinter stecken. MANN hat sie verraten, gekränkt, zurückgelassen...womöglich noch in den Fängen des Blutaxtclans... schutzlos. Nachtragen bis in alle Ewigkeit werden SIE es DIR! Der Abend muss ja grausam ohne mich gewesen sein!
Njucon verscheucht die Gedanken. Er will sich weder lustig machen, noch das Ganze zu hoch hängen. Egal was geschehen ist, ich trage meinen Teil und erkenne ihn an. Wobei ich jedesmal wieder so handeln würde. Meine zerrissene Kleidung und die Spuren des Kampfes wären zwei, drei Dinge zuviel zu erklären gewesen.
Wie dem auch sei. Er ist nicht nachtragend und ihn zu reizen, provozieren, dass er sich grämt oder sich verpflichtet fühlt etwas z.B. zur Wiedergutmachung unternehmen zu müssen, ist bisher nur Wenigen gelungen. In diesem Falle tut er es, wie er es tut, weil e es will und nicht weil er sich verpflichtet fühlt. Njucon muss sich keine Maske aufziehen oder eine Rolle spielen, er ist ganz er selbst.

Schließlich hat sich die Lady in Weiß auf einen der Sessel niedergelassen und bringt ihr Anliegen vor. Während sie detailiert berichtet, was sie ins Haus der Bücher führt, nickt Njucon ihr höflich und bestätigend zu. Auch die anderen Anwesenden lauschen Lady Shins Ausführungen.
"Es klingt nach einer Arbeit, die ich gern für Euch übernehmen würde", beginnt der Albino schließlich die eintretende Stille zu unterbrechen und lässt unüberhörbar vermuten, dass ein ABER nicht weit zu suchen ist. "Aber ich bin sicher das Led und Ginofir ebenfals Interesse an dieser Aufgabe haben. Desweiteren kann ich keine längerfristigen Abeiten annehmen." Warum er dies nicht kann, lässt er offen. Es geht erstens niemanden etwas an, was er Privat und dazu noch inoffiziell zu tun gedenkt in Bezug auf Kali Maya und den Malsebior, noch muss er ihr zu diesem Zeitpunkt seine offizielle Geschichte der Dinge auf die Nase binden. Noch bevor sie etwas dazu sagen kann oder sich an einen anderen der beiden Anwesenden wendet, fügt Njucon noch etwas an. "Was ich Euch aber anbieten kann, so denn ihr Interesse an dem Hintergrund habt," er läßt eine kurze Pause enstehen wohlwissend, dass sie versteht, was er andeuten will, "so würde ich Euch über die vergangenen Geschehnnisse heute abend im Kupferkessel bei einem Glas Wein aufklären. Anderfalls, trage ich es euch nicht nach!" Er rechnet nicht wirklich damit, dass sie darauf eingeht oder gar im Kupferkessel erscheinen wird...Nein nicht wirklich!

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Atevora

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18

Tuesday, November 20th 2012, 1:42pm

Anfang Blätterfall 512

Wüsste Atevora von seinen Gedanken, hätte sie nur sacht den Kopf geschüttelt. Der Blumenballabend endete in letzter Konsequenz katastrophal, aber das war nur im Geringen sein Verschulden und ja, sie liebt Spielchen, damit hat er Recht, und ja sie war damals verärgert. Zuerst deswegen von ihm geküsst worden zu sein, mit einem stummen Versprechen eines sehr vergnüglichen und Inarinahen Ausganges der Nacht und dann plötzlich allein dazustehen. Doch im Grunde, das muss sie sich eingestehen, war sie nicht entrüstet darüber, dass sie schließlich allein am Ball war und ach so arm und einsam unter all den ach so Bösen Personen rings um sie. Wenn sie ehrlich ist, hat sie es nicht versäumt - nur um ihrem eigenen Vorteil zu dienen - den Albino schneller und konsequenter in den Rücken zu fallen als ein geübter Auftragsmörder. Nein, sie war und ist vielmehr noch immer gekränkt nur eher zufällig davon erfahren zu haben, dass ihre Begleitung längst den Ball verlassen hatte. Dieser feige Egomane hatte nicht den Anstand sich persönlich zu verabschieden, damit sie hätte entscheiden können mit ihm geschlossen den Ball zu verlassen, oder nicht, oder - wenn er es schon nicht für nötig erachtet es persönlich mitzuteilen - wenigstens einer Magd aufzutragen sie Abzufangen um ihr die Nachricht sofort zu überbringen. Nein, einfach davongestohlen hat er sich. Dem Kutscher hat er es erzählt, nur dem Kutscher! Jenem der nicht einmal bis zur Stiege hinauf zum Eingang vorgelassen wird. Sie hat Njucon also erst lange auf der Veranstaltung gesucht, und erst als sie schon sehr ratlos ins Freie ging - nicht in den Garten, denn dort war sie zuvor schon nachsehen, sondern dorthin wo nur die Kutschen am mit weißen Kies bestreuten Weg einfahren und kehrt machen, wurde sie vom Kutscher, der Geistesgegenwärtig auf ihr Erscheinen gewartet und sofort gewunken hat und angeeilt kam als er ihr weißhaariges Köpfchen sah - hat sie erfahren, dass ihre Begleitung längst verschwunden ist. Ein sehr zu beanstandendes Verhalten einer Begleitung die sich als Edelmann ausgibt. Immerhin, wenigstens dem Kutscher hat er es mitgeteilt und ist nicht auch noch mit der Kutsche allein davongefahren. Man ist auch schon für die kleinen Dinge dankbar. Einen Augenblick überlegt die Shin ernsthaft ob sie ihrer nächsten Ballbegleitung vorab einen Vertrag mit seitenlang akribisch aufgezählten beiderseitigen Rechten und Pflichten unterfertigen und unterzeichnen lassen sollte um sich das nächste Mal solche Überraschungen zu ersparen. Sie könnte den Herren dann zumindest nachträglich für seine Vertragsbrüchigkeit mit voller Genugtuung an den Pranger stellen und mit faulen Eiern bewerfen lassen.

Die Eismaid wartet jedenfalls, entgegen Njucons Einschätzung, keineswegs auf irgend einen irgendwie geahndeten Fehltritt. Für dieses unsinnige Lauern brächte sie Energien auf, die es ihrer Meinung nach nicht wert sind für so einen Unsinn vergeudet zu werden. Njucon rangiert bei ihr in der selben Wertigkeitshöhe wie der Dreck unter ihren Schuhsohlen. Dreck übel zu nehmen, dass er Dreck ist und er dort ist und tut was Dreck eben so tut wäre vollkommen sinnfrei.
Fest steht jedenfalls, auch dem Dreck sollte seine Nützlichkeit zugestanden werden, und in diesem Fall kann sie ihn eben gut gebrauchen. Aus diesen Gründen lächelt sie nichtssagend und gibt sich nicht die Blöße unfreundlich zu werden, oder denkt auch nur im geringsten daran sich einem bissigem Gehabe hinzugeben.

Als Njucon den Auftrag ablehnt und sie an die anderen beiden Buchmaler verweist, nickt die Eismaid nur. Er wird seine Gründe haben, und welche das sind ist ihr gänzlich gleichgültig. Wichtig ist für sie nur, dass er nicht geneigt ist wieder eine Übereinkunft zu tätigen, die er nicht einhält.
Sie nimmt Blickkontakt mit den Beiden auf und möchte sich schon anschicken sich zum älteren Herrn zu begeben, doch Njucon ist noch nicht fertig. Sie hatte zwar darum gebeten beim rein Geschäftlichen zu bleiben, aber auch hier wird er seine Gründe besitzen dem nicht nachzukommen.
Er bietet ihr an die Dinge zu erörtern die sich begaben. Atevora schmunzelt dünn, spitz und ein wenig resigniert zugleich. Sie nimmt nicht an, dass er ihr wirklich die Wahrheit auftischen würde, es wäre wohl nur irgend eine aus den Fingern gesaugte Geschichte, und das vermutlich rein aus dem Irrglauben heraus es bedürfe irgend eines Abschlusses, oder einer Klärung. Auf diese Farce kann sie gerne verzichten.
„Interesse an Hintergründen? Nein. Die volle Komplexität und das Ausmaß der Kunstfertigkeit bleibt dem unbedarften Betrachter ohnedies verborgen, nicht wahr?“
Einen Wein lässt sie sich aber gerne spendieren, einen der ihr auch wirklich mundet. Der Kupferkessel ist allerdings nicht unbedingt für seine erlesenen Weine bekannt. Die Harfe kann auf diesem Sektor schon viel eher mit so manch ausgesuchtem Tropfen auftrumpfen, aber diese Lokalität steht wohl eher weniger zur Wahl, dafür aber eine Andere, eine die sie heute ohnehin aufsuchen wollte.
„Nachtragen, daran ist es an mir, und zwar für die Wahl Eurer Nachrichtenüberbringung.
Die Einladung zu einem Glas Wein nehme ich darum gerne an, ein gutes Glas Wein, zur Wiedergutmachung, doch drum nicht im Kupferkessel, sondern im Etablissement meiner geschätzten Freundin Miss Al Mere.“
Atevora rechnet nicht wirklich damit, dass Njucon kommen wird, aber es ist auch einerlei. Wenn er nicht auf der Bildfläche erscheint, wird sie sich schon zu vergnügen wissen, und wenn er kommt darf er ihr ein teures Glas Wein spendieren, und dann gerne wieder seiner Wege ziehen denn nach dem kostenlosen Gläschen Wein weiß sie ebenfalls zu amüsieren und seiner Gegenwart bedarf es dazu nicht.

So wendet sie sich also an einen anderen Buchmaler der Bibliothek. Sie bespricht mit dem Herren näheres, diskutiert, lässt sich beraten, sie tauschen Ideen und verhandeln über den Preis. Njucon, der sich seiner nächsten Arbeit gewidmet hat, und sie schenken sich dabei kaum noch Beachtung. Aals alles geregelt und mit einem Handschlag bekräftigt ist, verabschiedet Atevora sich mit einer höflichen Floskel, die auch den Albino mit einschließt, und geht.

Njucon

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19

Thursday, November 22nd 2012, 7:01pm

>„Interesse an Hintergründen? Nein. Die volle Komplexität und das Ausmaß der Kunstfertigkeit bleibt dem unbedarften Betrachter ohne dies verborgen, nicht wahr?“<
Njucon schüttelt, ohne es auch nur verheimlichen zu wollen, den Kopf. Die Magierin hat ihren Eindruck bekommen und an diesem hält sie fest. "Wenn ihr das so sehen wollt und kein Licht in gewisse dunkle Gegebenheiten bringen wollt, so ist das eure Entscheidung Lady Shin!", sagt er trocken frei heraus und wartet, was sie sonst noch zu sagen hat.
>„Nachtragen, daran ist es an mir, und zwar für die Wahl Eurer Nachrichtenüberbringung."< Ja genau, ich wusste es, dieser eine Fehler und das zarte Pflänzchen ist geknickt. Zartes Pflänzchen außen doch was verbirgt sich wiklich? Und dabei lag keine böse Absicht oder sonst etwas dahinter...ach komm Njucon, du hast ihr ein Angebot gemacht und wenn sie es nicht will, dann eben nicht!
>"Die Einladung"< Einladung? >"...zu einem Glas Wein nehme ich darum gerne an, ein gutes Glas Wein, zur Wiedergutmachung"< Es war eine Einladung zu einem Treffen einem Gespräch, aber eine ehrliche Erklärung willst du nicht? Wein und ...ja was willst du noch? >"...doch drum nicht im Kupferkessel, sondern im Etablissement meiner geschätzten Freundin Miss Al Mere.“<
Der Pfrisich also! Fast habe ich erwartet das du mir die Harfe vorschlägst um zu sehen wie ich reagiere. Nun meine nicht grade freundschaftliche Beziehung zu Borgil wird vielen und auch dir natürlich kein Geheimnis sein!

"Interessante Wahl, Lady Shin.", bringt er eben so trocken wie den ersten Satz heraus, bevor die Magierin sich an jemand anderen wendet bezüglich des Auftrags. Njucon schüttelt indes wieder den Kopf. Er wird spontan entscheiden, ob er dort hingehen wird. Er widmet sich wieder seinen Unterlagen und nickt der Magierin kurz zu als sie dann den Raum verläßt.

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20

Wednesday, December 5th 2012, 5:47pm

« Glyn-y-Defaid
~ Nebelmond 512 ~

Cináed betritt die Stadt indem er auf Anmen über den Platz der Händler und durch das Händlertor reitet. Er folgt der Straße, die Festungs- und Mogbarviertel voneinander trennt und macht schließlich vor dem Haus der Bücher halt. Ohne Eile steigt er von Anmens Rücken und sieht sich nach einem geeigneten Ort um, an dem er das Pferd festmachen kann. Erst nachdem er dies getan hat, geht der elbische Gutsbesitzer zum Eingang der trutzigen Bibliothek hinüber und betritt das Gebäude.

In der Eingangshalle sieht er sich um. Das Haus der Bücher zählt zu den größten Bibliotheken der ganzen Immerlande. Ein Hort des Wissens. So leise wie möglich, um die gedämpfte Stille, die übeall herrscht, nicht zu stören, spricht Cináed den erstbesten Schreiberling an, dessen er habhaft wird. Höflich erkundigt er sich, wo er den Codex Magica einsehen könne und an wenn er sich wenden müsse, wenn er gerne Einsicht in Schriften erhalten würde, die allgemeine Auskünfte über die verschiedenen Arkanas und den Ausbildungsweg eines Magiers oder Zauberers geben.

Der junge Schreibergehilfe verweist den Elben an einen erfahreneren Scriptor, welcher sich Cináeds Anliegens geduldig annimmt und bereitwillig seine Hilfe zur Verfügung stellt. „Erzmagier Silberbart könnte Euch selbstverständlich gewiss am besten weiterhelfen, doch der ist im Augenblick leider nicht verfügbar“, erklärt der Scriptor freundlich. „Aber ich helfe Euch gerne so gut ich kann an seiner Stelle. Oder Maester Kameruk.“ Cináed nickt dankbar und folgt dem Mann schweigend zum Pult des Leihmeisters.
"Who's Zed?" "Zed's dead, baby. Zed's dead." (Quentin Tarantino, Pulp Fiction)

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21

Tuesday, January 7th 2014, 6:52pm

Seit Learcans Ankunft in Talyra sind nun ein paar Wochen vergangen, in denen der Nordländer einige Male die Bibliothek besuchte. Bisher jedoch ohne durchschlagenden Erfolg. Der Grund dafür mag an der Misere liegen, die sich bei seinem allerersten Besuch ereignete. Allzu forsch und selbstbewusst betrat der Normander damals die ehrwürdigen Hallen und obwohl er anfangs bemüht war, ein möglichst vornehmes und zurückhaltendes Gebaren an den Tag zu legen, war es wohl doch nicht zurückhaltend genug. Learcan besitzt kein aufbrausendes Gemüt und ist eher ruhig, aber mit dem Angestellten Ferachan geriet Learcan erstaunlich schnell aneinander. Ein Wort gab das andere und es endete schließlich damit, dass "der Barbar" freundlich aber bestimmt der Bibliothek verwiesen wurde. Bei seinem zweiten Besuch gab sich der Nordmann überaus freundlich und ein wenig devot. Doch auch das nützte ihm wenig beim Meister Kameruk, der ihm trotzdem den Zugang zu einigen wichtigen Teilen der Bibliothek hartnäckig verweigerte. Keines der von Learcan vorgebrachten Argumente konnte ihn umstimmen.

Seitdem gibt sich Lercan nicht mehr die Mühe, einen der Angestellten um Hilfe zu bitten. Dies bringt ihn bei seiner Suche nach Antworten jedoch nicht weiter. Würde er Kameruk oder einem anderen erfahrenen Gelehrten seinen Stein zeigen und die richtigen Fragen stellen, würden sich bestimmt Türen öffnen, die ihm bisher verschlossen blieben. Aber Nordländer können sehr stur sein und Learcan würde sich lieber die Zunge abbeißen als noch einmal mit Ferachan zu reden, der ihn stets argwöhnisch beäugt, wenn Learcan die Biliothek nur betritt.
Auch am heutigen Tage schlendert Learcan wieder wahllos an den Regalen entlang und nimmt ab und zu eines der Bücher heraus, um es näher zu betrachten. Doch das Buch mit dem Titel "Narge, wie sie wirklich
sind" erinnert ihn höchstens daran, dass er eigentlich längst den Kupferkessel besuchen wollte. Learcan stellt es zurück und nimmt ein anderes heraus. Nicht zum ersten Mal kommt ihm in den Sinn, dass all sein Tun hier nutzlos ist. Ich sollte es sein lassen und weiterziehen, denkt Learcan, während er gelangweilt den Staub von dem dicken Wälzer in seiner Hand pustet, der mit goldenen Lettern beschriftet ist. Learcan schlägt das Buch
auf und überfliegt den Inhalt. Dann stutzt er. Auf einer der Zeichnungen in dem Buch finden sich ganz ähnliche Schriftzeichen wie auf seinem Stein. Ein erster Hinweis, der brauchbar ist! Learcan geht näher zu einem der Fenster, um sich die Abbildungen besser betrachten zu können. Ohne Zweifel. Das ist dieselbe Schrift! Learcan ist so vertieft in das Buch, dass er gar nicht merkt, wie schnell die Zeit vergeht. Stunden vergehen. Endlich hat Learcan einen Anhaltspunkt, der ihm weiterhilft. Es ist schon spät, als er schließlich mit neuen Erkenntnissen die Bibliothek verlässt. Die wichtigste ist, dass es mehrere Steine dieser Art gibt. Ob und wie weit ihm dieses Wissen nützen wird, wird sich zeigen.

-> Straßen

Atevora

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22

Tuesday, January 7th 2014, 9:24pm

<------ Atevoras Heim


Es ist viel Zeit vergangen, in der sich einiges ereignete und sie doch in ganz bestimmten Belangen mehr als ungeduldig blieb. Sie hatte Recht behalten, er wurde verfolgt. Ihr braves Vögelchen hat ihr geflüstert was sich in jener Nacht zutrug und ihr Vögelchen stellte sich wieder als sehr schlau heraus. Sie hat den Nordmann beobachtet wie es ihr aufgetragen ward, und sie hat ihn verfolgt bis zur Harfe hin, und es gleich richtig vermutet, dass er wohl dort ein Zimmer für die Nacht belegen würde. Warum auch nicht, wer es sich leisten kann, den weiß das Gashaus für sich zu gewinnen, denn die Zimmer sind gemütlich und sauber ohne überteuert zu sein, das Essen herzhaft köstlich und Azras Liebreiz schafft es nahezu jeden in ihren Bann zu ziehen, vor allem die Männer unter den Neuankömmlingen. Sie hätte nun hinfortfliegen können, hätte sie nicht aus der Luft klar beobachtet, dass ihm jemand - ganz so wie von der Magierin vermutet hatte - verstohlen folgte. Die Zeit welche der braunhaarige große Mann nutzte um zu speisen war Atevoras Vögelchen emsig und hat Unterstützung geholt. Die Kinder der Straße sind flink und verstohlen, lautlos sogar und ihre Augen wachsam. Ohne dass er, oder der Verfolger der sich, schlau und listig wähnte, es ahnten huschten Gestalten im Schatten heran um von dort aus die Geschehnisse im Licht zu überwachen.
Der Rabe war gewiss weit flinker als jene die er zu Hilfe holte und erstaunt obendrein, als der Mann die Harfe wieder verließ. Wollte er doch wo anders nächtigen? Er flog ihm hinterher und der Mann wurde von seinem Verfolger angegriffen. Dieser verfehlte sein Ziel denn ein Laut und eine Bewegung lenkten ihn zuerst ab, und schließlich schnellte etwas, ein weißer Blitz, den er nicht klar erkennen konnte, geräuschlos aus dem Nichts auf ihn herab und verschwand wieder der Nacht. Überrascht und überrumpelt, und Learcan eindeutig an Kraft und Größe unterlegen, suchte er sein Heil besser in der Flucht bevor es brenzlich wurde und wurde dabei von schwarzen Schwingen verfolgt, denn der Rabe erkannte, dass Learcan den Weg zurück zur Harfe einschlug, wo wachsame Augenpaare im Dienst der Eismaid warten würden.
Seit diesem Abend ging viel Zeit ins Land, viel geschäftige Zeit, doch wie erwähnt, die Magierin blieb ungeduldig. Sie ließ ihn beobachten und war unzufrieden. Wie hatte der Mann es nur so schnell geschafft sich mit jenen im Haus der Bücher zu überwerfen? Und was sie besonders ärgerte: Er unternahm keine Anstalten sie aufzusuchen oder wieder zu treffen. Sie musste selbst die Initiative ergreifen.
Sie hat gerade von ihrem Vögelchen erfahren, dass Learcan wieder zum Haus der Bücher gegangen ist und hat kurzum beschlossen: Sie wird ihm dort ganz einfach zufällig wieder begegnen.

So schlüpft die Shin in eine ähnliche bequeme aber aufwendiger und etwas prunkvoller gehaltene Kluft als die an dem Tag an dem sie Learcan zum ersten und bisher einzigen Mal traf und intoniert die arkane Formel, taucht ein ins Netz der Magie und tritt vor dem Aufgang zur Bibliothek wieder daraus hervor. Mit herrschaftlicher Anmut rafft sie sie den Stoff ihres Rockes und schreitet mit wie gewöhnlich tief ins Gesicht gezogener Kapuze, die den Blick auf das Gesicht dahinter gut verbirgt, die Treppen empor. Dann öffnet sich die Tür, sie erkennt den Mann der heraustritt und die Tür hinter sich schließt sofort. Du hast dir zu viel Zeit gelassen Magierin, du hättest ihn beinahe verpasst! Die Eismaid richtet den Blick allerdings rasch zu Boden , als wäre er dort schon vorhin gewesen und als gelte ihre gesamte Aufmerksamkeit gerade vollkommen den Treppen, schließlich will eine Dame nicht versehentlich beim Stiegensteigen über ihren Rocksaum stolpern.
Sie sind auf gleicher Höhe, beinahe aneinander vorbei, als Atevora stehen bleibt ihren Blick endgültig hebt und sich verwundert gibt. „Learcan? Seid ihrs?" Dann wird der Tonfall erfreut während sie ein Lächeln zeigt. "Tatsächlich! Seid gegrüßt. Es ist schön Euch wieder zu sehen. Wie geht es Euch? Wie ist es Euch denn bisher ergangen?“

This post has been edited 1 times, last edit by "Atevora" (Jan 7th 2014, 10:56pm)


23

Wednesday, January 8th 2014, 1:43pm

Er war eindeutig zu lange in der Bibliothek. In Learcans Gedanken dreht sich alles um irgendwelche Runen und wenn er kurz die Augen schließt, scheint er sie sogar immer noch vor sich zu sehen, als hätten sie sich von dem Buch direkt in seine Augäpfel gebrannt . Da hilft nur Ablenkung und vielleicht ein ordentlicher Humpen Bier, Learcans Lieblingsheilmittel gegen fast alles.
Derart in Gedanken bemerkt er die Shin erst, als sie auf der Treppe zur Bibliothek schon auf gleicher Höhe sind und sie ihn anspricht. Abrupt bleibt der Nordmann stehen. "Savena!", sagt er überrascht und seine Stimme klingt fast ein wenig weicher, als er den ihm bekannten Namen der blassen Frau ausspricht. "Wie schön! Die Freude ist ganz auf meiner Seite." Er mustert sie kurz verstohlen und zeigt dann ein breites Lächeln, das erstaunlich makellos ist für jemanden, der schon in diverse Schlägereien verwickelt war. "Danke. Es geht mir gut. Ich bin noch immer damit beschäftigt, meinem Rätsel auf die Spur zu kommen", fügt er erklärend hinzu und blickt dabei kurz zurück in Richtung der hinter ihm liegenden Bibliothekstür. "Und wie geht es Euch? Mich plagt das schlechte Gewissen, weil ich Euch nicht längst schon im Kupferkessel aufgesucht habe, aber..." Learcan stockt einen Wimpernschlag lang als wüsste er selber nicht, was ihn davon abgehalten hat. Wahrscheinlich verging die Zeit einfach wie im Fluge oder er konnte sich noch keinen Reim darauf machen, was er von dieser Frau eigentlich halten soll. Was machte eine Frau wie Atevora, die ihm in prunkvollem Gewand gegenübersteht, eigentlich an einem Ort wie dem Kupferkessel? Was machte sie überhaupt so? Und wozu der Sandnarg? Alles Fragen, die ihn nach ihrer ersten kurzen Begegnung beschäftigt hatten, denen er aber nicht weiter nachgegangen war. Doch es ist bekanntlich niemals zu spät.
"Aber ich könnte es wieder gut machen und Euch irgendwo hin entführen, wo wir in Ruhe etwas plaudern können. Vielleicht bei einem Spaziergang? Oder an einem Ort Eurer Wahl", schlägt er vor. Learcan würde sich wirklich gerne mit Atevora unterhalten. Jedoch in Ruhe. Hier auf der Treppe zwischen Tür und Angel würde es bei einem Austausch kurzer Freundlichkeiten bleiben. Es ist nicht der richtige Ort für neugierige Fragen oder seine Befürchtungen, denn Learcans Verfolger blieben ihm in all den Wochen nicht verborgen.
"Wenn Ihr aber gerade keine Zeit habt, so habe ich dafür natürlich Verständnis und wir verschieben es auf einen späteren Zeitpunkt", fügt er hinzu, denn Learcan will sie keinesfalls zu etwas drängen.

Atevora

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24

Wednesday, January 8th 2014, 4:08pm

Die Freude auf des Normanders Gesicht wirkt nicht gespielt als er auf sie reagiert. Nun da sie sich übrigens Gegenüberstehen, sie auf einer höheren Treppenstufe sodass sie zur Abwechslung nicht so hoch nach oben sehen muss, stellt sie fest, dass dem Mann die Unterkunft in der Harfe offensichtlich gut tut. Er sieht weit gepflegter aus als am Tag an dem sie sich trafen – was womöglich daran liegt, dass er entgegen dem Tag ihrer Begegnung unmittelbar keine lange Reise hinter sich hat - und sein Lächeln ist ebenfalls noch ungebrochen charmant und gewinnend. Wenn sie ihre intime Zeit berechnender Weise derzeit nicht ausschließlich jemand bestimmten schenken würde, würde es sie nun dank ihres zuweilen promiskuitiven Wesens vielleicht zu einem kleinen Abenteuer locken, doch so wie die Sachlage derzeit ist, verbietet sie sich vorerst einen Schritt in eine entsprechende Richtung zu tätigen.
<<"Danke. Es geht mir gut.“>> Erwidert er auf ihre Frage und fügt noch leichthin an : <<“Ich bin noch immer damit beschäftigt, meinem Rätsel auf die Spur zu kommen">> Da serviert er ihr doch wirklich das Thema das sie hier in Wahrheit interessiert sofort derart zum aufgreifen bereitgestellt gleich nach der ersten höflichen Frage, ohne dass sie erst umständlich überleiten müsste. Nunja, beinahe, denn bevor sie dazu kommt den Mund zu öffnen und einzuhaken, hüpft er mit dem Gesprächsinhalt schon wieder davon. Hmpf! Die folgenden Worte, das muss die Eismaid ehrlich eingestehen, sind allerdings keinesfalls unerfreulich. Sie schmunzelt in sich hinein, während nach außen hin davon nicht ein Hauch zu sehen ist. Sie wirkt weiterhin erquikt und erfreut ob der unerwarteten Begegnung. <<“Mich plagt das schlechte Gewissen, weil ich Euch nicht längst schon im Kupferkessel aufgesucht habe,">>
„Das sollte es auch," Spricht sie mit gespieltem Ernst, doch ihr Tonfall macht insgesamt mehr als klar, dass es den tadelnden Wort an Schärfe fehlt. "denn ich hatte schon befürchtet es bliebe bei dieser einmaligen Begegnung, und das hätte mich doch sehr betrübt.“ So setzt sie also fort, und den letzten Abschnitt unterstreicht sie mit einer liebreizenden Gestik und lockenden Süße um den Mann zu ködern. Er beißt auch an.
<<"Aber ich könnte es wieder gut machen und Euch irgendwo hin entführen, wo wir in Ruhe etwas plaudern können. Vielleicht bei einem Spaziergang? Oder an einem Ort Eurer Wahl">> Wie es sich für diese Art von Spiel gehört, ziert sich die Magierin im ersten Augenblick und zögert mit einer Antwort. <<"Wenn Ihr aber gerade keine Zeit habt, so habe ich dafür natürlich Verständnis und wir verschieben es auf einen späteren Zeitpunkt.“ >> Reicht er daraufhin rasch nach, aber Atevora denkt nicht daran den Armen nun wieder einfach vom Haken zu lassen und seines Weges gehen zu lassen. Dennoch, um des Spieles Willen schiebt sie die Augenbrauen zusammen und blickt grübelnd hoch zum Bibliotheksportal und zurück zum Normander als wöge sie ab, ob sie ihr eigentliches Vorhaben - das auf diese Weise gar nicht existiert - besser sofort erledigen sollte, oder es sich ob dieser äußerst unerwarteten und freudigen Fügung auch auch auf später verschieben lässt.
Die Entscheidung ist gefällt: „Nein, ich denke es lässt sich einrichten." Entgenet sie mit einem zierlichen Lächeln auf den Lippen. " Aber ich fürchte wirklich in Ruhe Plaudern lässt sich schwerlich in der Stadt wie dieser irgendwo. Dazu müsste ich euch schon in einen geheimen Winkel, oder dreist zu mir nach Hause auf ein Tässchen Tee, oder ein Glas Gewürzwein entführen, aber das wäre doch sehr unschicklich, denn wir kennen uns noch kaum, nicht wahr? Womöglich seid ihr ein Bösewicht im ..." Ihre Augenbrauen schieben sich bei ihrer Koketterie forsch nach oben: "zugegeben äußerst charmantem Gewand. Wie wäre es also vorerst mit einem Spaziergang am Blaupfuhl entlang? Wir könnten auch in der Harfe einkehren, die Küche dort ist ausgezeichnet und die Wirtsleute gute Bekannte von mir.“

This post has been edited 2 times, last edit by "Atevora" (Jan 8th 2014, 4:34pm) with the following reason: Tippfeeeehlääääääär


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Thursday, January 9th 2014, 4:41pm

Das Gespräch entwickelt sich ganz nach Learcans Geschmack. Atevora zeigt sich wirklich erfreut, ihm erneut begegnet zu sein. Dem Normander entgeht dabei nicht der säuselnde Unterton in ihrer Stimme und der liebreizende Ausdruck in ihrem Gesicht. Learcan hat dieses Spiel oft genug gespielt, um daraus entsprechende Schlüsse für sich zu ziehen und sein Lächeln wird noch eine Spur breiter, während in seinem Inneren zwei Stimmen miteinander zu streiten beginnen. Die Stimme der Vernunft, die ihn zur Vorsicht mahnt und die andere, die sich niemals eine Gelegenheit entgehen lassen will und schnell zu sabbern anfängt, wenn ihm eine hübsche Frau auch nur ansatzweise schöne Augen macht. Aufgrund so mancher Erfahrung gewinnt aber letztlich die Stimme der Vorsicht die Oberhand. So wartet er erst einmal brav ab, wie sich die Shin entscheidet, ist aber nicht wirklich überrascht, als sie einwilligt, etwas Zeit mit ihm zu verbringen. Sie erwägt sogar, ihn zu sich nach Hause einzuladen, was abermals einen kleinen Aufruhr in Learcan verursacht. Ja, das will er doch sofort! Denn wo, wenn nicht dort kann er wirklich mehr über Atevora erfahren und wahrscheinlich ganz neue Einblicke gewinnen? Es müssen ja nicht unbedingt die tiefsten Einblicke sein. Ganz unverfänglich freundlich eben wie unter guten Bekannten..., nimmt er sich vor.
Nähere Überlegungen braucht er ohnehin nicht anstellen, denn schneller als Learcan lieb ist, gehen Atevoras Ausführungen in eine andere Richtung: <"das wäre doch sehr unschicklich, denn wir kennen uns doch kaum nicht wahr?"> gibt sie zu bedenken und Learcan muss ihr da eigentlich zustimmen, obgleich ihn das in ähnlichen Situationen auch nicht weiter gestört hat. Ihr Hinweis < "Womöglich seid ihr ein Bösewicht"> lässt seine Augenbrauen in die Höhe wandern und zaubert ein spitzbübisches Lächeln auf seine Züge. "Ja, das weiß man nie. Da solltet Ihr vorsichtig sein“, stimmt er augenzwinkernd zu und während er sie direkt ansieht, sagt ihm sein untrüglicher Instinkt, dass sich hinter Atevora mehr verbirgt als es nach außen den Anschein hat. Diese Frau würde sich schon irgendwie zur Wehr setzen können, wenn sie wirklich auf einen "Bösewicht" treffen sollte.

Es bleibt bei all der Koketterie nun aber immer noch die Frage, wohin sie jetzt gehen sollen. Learcan hat nicht den leisesten Schimmer, wo der Blaupfuhl ist. Klingt nach einem stinkendem Morast, findet er. Aber es dient als Ziel so gut wie jedes andere, wenn Atevoras Heim ausscheidet.
"Zugegeben wäre der Gewürzwein Bei Euch daheim meine erste Wahl gewesen", antwortet er schließlich mit leichtem Schalk in den Augen. "Aber ein Spaziergang ist mir auch sehr recht. Ich weiß nur nicht, wo sich Euer Blaupfuhl befindet. Daher begebe ich mich ganz in Eure Hände und lasse mich von Euch führen", sagt er und bietet der Shin galant den Arm an, um ihr die Treppenstufen hinunter zu helfen.

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Atevora

Unregistered

26

Thursday, January 9th 2014, 6:42pm

Das kecke, gerade zu spitzbübische Lächeln auf seinen Lippen hat etwas einnehmendes an sich, das sie durchaus lockt. Eine kleine versteckte Herausforderung für sich. Generell ist sie mehr als zufrieden und von der Gemütshaltung inzwischen mehr als ausgeglichen, da sich die Dinge derart angenehm in ihrem Sinn entwickeln. Nur noch ein wenig mit ihren Reizen ködern, und dann würde sie ihm alle Informationen, die sie zu erfahren wünscht, mit schierer Leichtigkeit entlocken, dem ist sie sich unumstößlich sicher.
<<"Ja, das weiß man nie. Da solltet Ihr vorsichtig sein“>> Anreizend ist ihr Blick als sie ihm mit ähnlich neckendem Tonfall zustimmt: „Unbedingt!“
Und als er im Scherz zugibt, dass er bevorzugt mit dem Gewürzwein vorlieb genommen hätte, beglückt sie ihn mit einem federweichen, hellen Kichern.
<<“Aber ein Spaziergang ist mir auch sehr recht. Ich weiß nur nicht, wo sich Euer Blaupfuhl befindet. Daher begebe ich mich ganz in Eure Hände und lasse mich von Euch führen">>
Ausgezeichnet. Selig sind die Unwissenden heißt es. Und hier mag es wohl zutreffen, denn der Normander hat keine Ahnung in welch gefährliches Geleit er sich hier so vertrauensvoll begibt. Ein Glück, dass die Magierin nicht vor hat ihn in ein tödliches Netz zu locken, ein Privileg das im Moment nicht jeder für sich beanspruchen kann. Es wäre auch zu schade um den jungen Normander, denn sie hat die Wahrheit gesprochen, sie empfindet seine Gegenwart tatsächlich als durchaus angenehm und da tut es nichts zur Sache, dass sie im Moment im Grunde nur etwas haben möchte, das er ihr bieten kann. Außerdem spricht schließlich auch nichts dagegen nach ihren Absichten und Stricken zu tanzen, wenn die Person die es betrifft dies aus freien Stücken heraus tut und sich wohl dabei fühlt, oder? Nunja, zumindest so lange sie nichts niederträchtiges mit dieser im Sinn hat und Atevoras ist gewiss nicht auf seinen Schaden aus.
„Aber sehr gerne.“ Erwidert sie also mit einem mildem Lächeln, während sie mit sachter Eleganz den dargebotenen Arm annimmt und zugleich äußerst wohlwollend die galante Geste nicht nur zur Kenntnis nimmt sondern durchaus zu schätzen weiß.

„Der Blaupfuhl befindet sich in diese Richtung“ Die Magierin deutet mit einer Geste in welcher ein herrschaftlich milder Anflug von Annmut liegt die Straße hinauf in Richtung Nordosten. „Er liegt direkt am Marktplatz. Ihr seid gewiss bereits an dem kleinen Park mit dem Teich darin vorbei bekommen. Ein herrlicher Ort um im Winter Schlittschuh zu laufen, oder die idyllischen verschneiten Wege entlang zu schlendern. Zumindest in Wintern die mit Schneereichen Tagen gesegnet sind.“
Auf diese Weise beginnt Atevora einen unverfänglichen Plausch, während sie den Außenbereich des Bibliotheksgebäudes verlassen und mit gemütlich gewählten Tempo auf die nahezu leere Straße biegen. Schließlich möchte sie nicht enttarnen, dass sie eigentlich nur eines reizt: Der Mondstein und die mit ihm in Verbindung stehenden Zusammenhänge. Wie Beiläufig greift sie dann das Thema doch wieder auf: „Ihr sagtet übrigens vorhin ihr währt noch dabei Eurem Rätsel auf die Spur zu kommen. Das heißt ihr konntet bisher noch nichts näheres in Erfahrung bringen?“

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